Die längste Nacht

Ihr Lieben,

es ist kalendarisch Winteranfang und die längste Nacht des Jahres. Die Rauhnächte haben begonnen und morgen ist der letzten Adventsonntag vor Heiligabend.

Es kommt nicht von ungefähr, dass diese Feiertage des Lichts und der Nächstenliebe in diese Zeit gelegt wurden, gaben und geben sie doch dem Menschen Etwas, was er im Dunkeln ganz dringend braucht: Licht und Hoffnung.

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Egal, ob man nun gläubig ist oder nicht, Feiertagsflüchtling ist, oder Weihnachten feiert mit vielen Kerzen, Geschenken und Essen, diese Tage reißen einen aus der Routine, morgens im Dunkeln aus dem Haus und abends im Dunkeln wieder heim zu gehen. Dauermüde wird man, niedergeschlagen und mancher sogar depressiv zu dieser Jahreszeit und wenn wir uns vorstellen, es wird dunkler, je weiter nördlich man wohnt,…!

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Da kommt dieses Lichterfest doch genau zur rechten Zeit!

 

Aber damit wurde das Rad nicht neu erfunden, denn schon der Mithraskult feierte da die Geburt seines Lichtergottes, der Isis Kult die Geburt Horus und die Römer feierten die Saturnalien, ein großes Fest zu Ehren ihres unbesiegbaren Sonnen-Gottes  Saturn. Die Germanen feierten bis hoch in den Norden ein Julfest oder Mittwinterfest, ein Fruchtbarkeits- und auch Totenfest, (der Ursprung unserer Rauhnächte).

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Schon 217 versuchte Papst Hyppolit durch die Festlegung Christi Geburt auf den 25. Dezember, diesen heidnischen Festen Einhalt zu geben. Jesus sei das Licht der Welt und nur weil er die Sonne erschaffen habe, leuchte sie, gab man den Heiden zu verstehen.  Durchgesetzt wurde dieser Termin von Papst Liberius 354 im 2. Konzil. Wie ich schon schrieb, es ist eigentlich egal, ob man nun gläubig ist, einem der ganze Trubel zu viel ist, oder sich in die Festlichkeiten stürzt (mehr oder weniger), es soll den Menschen Licht und Wärme bringen, ob auf einer Mittelmeerinsel am Strand, in einer Kirche oder Obdachlosenküche oder unter einem Weihnachtsbaum, im Kreise seiner Lieben.

Euch allen einen wunderschönen vierten Advent.

Was noch zu machen wäre…

Hallo Ihr Lieben.

Viel habe ich eigentlich diesen Advent nicht geschafft. Finde ich. Irgendwas war und ist immer. Auch der innere Schweinehund war ganz schön stark.

Aber wir lassen uns ja nicht unterkriegen! So ist nun mal Alltag. Dazwischen gab und  wird es auch Zeit für Besinnliches geben. Ein paar Tage haben wir doch noch. Unbedingt wollte ich diese zwei Rezepte für Kekse ausprobieren: Zitronenküsse vom Blog Sisterseck und Traumstücke vom Blog niwibo. Außerdem möchte ich noch Bethmännchen backen und natürlich wurden schon unsere *Lieblingsschokodinger* gemacht. Das sind unsere absoluten Favoriten bei Kekse, ich mag dieses Wort, was einem beim Aussprechen ein Lächeln auf das Gesicht zaubert, man an das Original Krümelmonster denken muss, (was habe ich gehört, dass ist jetzt auch gesund unterwegs?) und die einfach lecker sind!

Die Zitronenküsse wandele ich ein wenig ab, nutze noch gemahlene Mandeln (ähnlich wie bei den Husarenkrapfen) und gebe Euch hier gleich die doppelte Mengenangabe, damit sich der Kauf des Lemon Curd Glases auch lohnt:

240g Mehl und 200g gemahlene Mandeln.

200g Butter

100g Zucker

2 P. Vanillezucker, oder wer es etwas feiner mag das Mark einer oder zwei Vanilleschote(n)

abgeriebene Schale zweier Bio Zitronen

ca. 6 + 2 El. Lemon Curd (nicht all zu sehr gehäuft, eher gestrichen, sonst ist das Glas leer und der Teig zu weich, ggf etwas mit Stärke und oder Mehl aushelfen, mein erster Versuch war nämlich zu weich, Ihr seht gleich das Ergebnis.)

1 Prise Salz

Puderzucker und Zitronensaft für Zuckerguss

Butter und Zucker schaumig schlagen, Vanille und Salz dazu, 6 El Lemon Curd und abgeriebene Zitronenschale dazu geben, nun Mehl und gemahlene Mandeln unterrühren. Der Mürbeteig muss nun mindestens eine Stunde kühl ruhen. Ihr könnt ihn aber schon in ca. 2 cm dicke Rollen formen und dann kühl stellen. Später schneidet ihr Euch Stücke, die dann zu Kugeln geformt werden, von den Rollen. Mit einem Holzlöffel macht Ihr eine Vertiefung in die Kugeln und füllt Lemon Curd ein.

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Der Ofen wird auf 180°C vorgeheizt, bei Umluft entsprechend  reduzieren. Die Plätzchen werden ca 12 min. gebacken, lasst sie dann abkühlen, verziert sie noch mit Zuckerguss und ab damit auf den Gebäckteller, oder die Keksdose, wie Ihr mögt.

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Ich habe zu viel Lemon Curd genommen, aber lecker sind sie!

Ausrollen möchte ich heute auch erstmals Fimo, diesmal aber „leather effect“. Natürlich habe ich mir da nicht gleich dieses ganze Equipment dazu geholt, ein Nudelholz wird es auch erst mal tun. Dieses Fimo wird nämlich erst einmal ganz dünn ausgerollt, gebacken, danach kann es geschnitten, geklebt und genäht werden. Schon als Kind haben wir mit unserer Mutter zusammen mühsam das erste bunte Fimo weich geknetet, drei Kinder saßen hochkonzentriert am Tisch und haben sich kreativ ausgetobt. Ergänzungen für das Indianerdorf der Spielfiguren, (die hatten doch tatsächlich kein feines Geschirr,) kleine Geschenke für Omas und Opas, Anhänger oder auch Figürchen. Ergebnisse zeige ich bestimmt noch.

Zuletzt hier auch mal wieder einen Blumenstrauß für die Linkparty von Holunderblütchen. Es sind einfach nur Rittersterne mit Grünzeug aus dem Garten, hat mir meine liebe Nachbarin geschenkt. Reingehängt habe ich meine gefilzten Eicheln, zumindest die ersten, die ich behalten möchte.

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Ein wenig Deko ist noch dazu gekommen, zwei Sportwagen mit Tannenbäumen. Ich gestehe, ich mag Oldtimer. Hier seht Ihr den legendären Mercedes 300 SL mit seinen Flügeltüren, der hätte nie im Leben einen Baum drauf bekommen, ganz abgesehen davon würde wohl jeder Kratzer dieses millionenschwere Auto abwerten. Witziger finde ich dann schon den Baum auf dem Mustang. Wenn ich jetzt noch irgendwo mehr so Klassiker finde… Bäumchen habe ich noch.

Im Hintergrund seht Ihr, daß viele schöne Adventskunst Post eingetroffen ist. Eine wirklich sehr schöne Aktion! Ich denke, ich schaffe es nächste Woche noch, alle Karten zu zeigen.

Euch ein entspanntes letztes Wochenende vor Weihnachten.

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unterwegs

Hallo Ihr Lieben,

die letzte Woche war ich so viel unterwegs. Viel zu wenig Zeit für ein wenig Advent. Aber diese Woche sollte es etwas ruhiger werden. Immerhin habe ich es schon auf einen Weihnachtsmarkt geschafft.

Feuerstellen
Weihnachtsmarkt an der Burg Wissem in Troisdorf
in der Remise
in der Remise
Kunst- und Handw.
In der Remise, Kunst- und Handwerker
Rotwild
Hinter der Burg Wissem ist ein Gehege mit Rotwild und Sikawild

 

Die wichtigsten Plätzchen sind gebacken worden, ohne die geht es nicht! Oma Lores Neapolitaner, ein Lieblingsrezept und eines, das nur in der Familie unterwegs war – bis jetzt!

Als ich die Aufforderung zur Advents Post Teilnahme las, wusste ich sofort, dieses Familien Rezept muß es sein, dieses muss auf die zu gestaltende Karte.

Nun sind die Karten mit der Post unterwegs und ich möchte Euch allen aber nun das Rezept verraten. Die erste Lage habe ich gestern mit dem Sohn zusammen gebacken, draußen wurde es schnell dunkel, drinnen duftete es nach Kakao und Johannisbeeren. Man möchte sofort reinbeißen, wenn die fertigen Kekse da liegen, aber ich weiß, wenn man sie etwas durchziehen lässt, schmecken sie besser!

Ihr braucht 250 g Zucker, Mehl und Butter. Ein Päckchen Vanillezucker und drei Eier, sowie 60 g echten Kakao. Johannisbeer (oder Himbeere) Gelee, Puderzucker und Zitronensaft.

Butter und Zucker (und Vanillezucker, außer Ihr nutzt lieber eine Priese echter Vanille) schaumig schlagen, ich hoffe Ihr habt eine Küchenmaschine, die dies für Euch macht. Dann kommen die Eier dazu und wieder gut vermengen. Mehl und Kakao vorsichtig unterheben, es staubt gern dabei. Diese Masse wird nun mit zwei Teelöffel auf das Backpapier portioniert. Immer versuchen, gleich große, ca €1,- große Häufchen mit etwas Abstand zu setzen. Der Ofen wird auf 160°C UL. geheizt, nutzt am Besten immer zwei Bleche, dann habt Ihr nur zwei Durchgänge. Backzeit ist 15 Minuten. Dann lasst Ihr die Kekse kurz abkühlen, sie müssen sich gut lösen, umdrehen und mit dem Gelee bestreichen, zusammenklappen. Anschließend fehlt nur noch Zuckerguss. Die Kombination von dem Süßen mit Kakao und dem Sauren mit Gelee ist einfach sehr gut! Ich schaffe es und lasse die Kekse etwas durchziehen, dann schmecken sie am Besten, so manches Familienmitglied bekommt das nicht hin. Es gibt diese Leckerei eben nur zu Weihnachten.

Die Karten der Adventspost zeige ich morgen, wenn sie auch ankommen sollten. Aber ich muss leider schon jetzt gestehen, obwohl ich dieses Rezept fast auswendig kann, ist mir ein Fehler unterlaufen, den ich beim immer wieder Abschreiben von der ersten Karte, auch fleißig wiederholt habe. Aufgefallen ist es mir natürlich erst nach dem Versenden, als ich an s Backen gehen wollte. Wie peinlich! Ich habe immer schön 300 g Butter, statt 250 g geschrieben!

Dann wollte ich Euch endlich, ja wirklich endlich, die gefüllten Eicheln zeigen. Möglich als Baumschmuck, Geschenkanhänger, Girlande und auch für Anfänger geeignet. Etwas oval die Kugeln filzen und dann klebt Ihr die Eicheln an die Hütchen und befestigt dort ein feines Garn, oder Ihr zieht einen Faden durch die Filzkugel, samt vorher durchbohrtem Hütchen. Aber auch dann sollte die Filzkugel noch mit Kleber (ich nutze Holzkleber) fixiert werden.

 

Ein paar Basteleien kann ich gar nicht zeigen, es werden Weihnachtsgeschenke.

Wie weit seid ihr schon mit den Vorbereitungen?

Habt eine schöne Adventszeit und seid, (wenigstens manchmal,) langsam unterwegs.

 

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Advents Post Kunst Werk

Hallo Ihr Lieben.

Dieses Jahr nehme ich zum ersten Mal an dieser schönen Aktion teil. Die ersten Karten sind schon angekommen. Der Gang zum Briefkasten, um zu schauen, was für eine schöne Karte mit Lieblingsrezepte heute drin liegt, ist immer so voller Vorfreude. Jede Karte steht unter dem Motto „Handschrift“. So schöne und kreative Ideen. Meine Post gehen auch bald raus. Ich möchte jetzt schon mal Danke für die schönen Kunstwerke sagen. Ich habe nur bei der Produktion meines liebsten und besonderen Rezepte gemerkt, dass es nur auf die „große“ Seite passte. Na, Ihr werdet sehen. Zeigen mag ich davon noch nichts. Nur erzählen, dass es ein Familienrezept von der Oma meines Mannes ist, was wirklich jedes Jahr gemacht werden muß.

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Hier seht ihr die ersten Karten und wenn Ihr mehr sehen wollt: Post-Kunst-Werk

Einen guten Start in die Woche Euch allen.

 

ein (nicht so) ruhiger Nikolaus

 

Hallo Ihr Lieben,

 

heute gibt es Ruten (wenn Ihr nicht brav gewesen seid) oder Belohnungen (wenn Ihr brav wart). Wobei ja der Nikolaus heute gar nicht mehr mit dem Knecht Ruprecht unterwegs ist. Der Bursche, der wohl das kürzere Stäbchen gezogen hatte und nun in dunklen Klamotten, möglichst grimmig, die bösen Kinder in den Sack steckte und strafte.  Meinem Vater ist das einmal passiert, er hat uns erzählt, dass er im Sack ganz schön Angst hatte, als ihm dann sein Sündenregister vorgelesen wurde.

Ich liebe diese Tradition, geboren aus der Legende um den Bischof Nikolaus von Myra, der im 4. Jahrhundert lebte. Das lag im byzantinischen Reich, in Lykien, heute Türkei. Sein griechischer Name  Nikólaos bedeutet „Sieg des Volkes“. (Da freut sich gerade einer ganz ganz dolle.)

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Nikolaus litt übrigens auch unter der Christenverfolgung, überlebte aber die Haft und Folter. Er stammte aus eine wohlhabenden Familie und verteilte sein Vermögen nach der Erbschaft unter Notleidenden und war wohl auch als Bischof durchaus ein streitbarer Mann. (so die wenigen historischen Quellen) Hier haben dann wohl auch die Geschichten um ihn ihren Anfang genommen. Es gibt noch viel mehr Legenden um ihn, als die Erzählung vom Verteilen der Getreidegüter des Schiffes unter die Notleidenden seiner Stadt, dass „Kornwunder“. So z. B. die *Mitgiftspende*, wo er durch eine dreimalige anonyme Goldgabe verhinderte, dass die Töchter eines armen Mannes zur Prostitution gezwungen waren. Die Geschichte vom in Seenot geratenen Seegelschiff, dass durch einen aus dem Nichts erscheinenden Mann gerettet wurde und wo die Seeleute hinterher in Myra Nikolaus an den kirchlichen Bildern erkennen, ist da wohl eher bekannt. Aber Nikolaus hat auch gegen den Glauben an die alten Götter gekämpft, so gibt es einen Kampf gegen die Göttin Diana, die sich mit einem Brandanschlag (mit griechischem Feuer) für das Fällen ihres Baumes rächen wollte.

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Wenn das kein Grund ist, gern aufzustehen und sich zu freuen…

Ich wünsche Euch allen einen gefüllten Nikolausstiefel und ein wunderschönes und ruhiges Adventswochenende.

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Linoldrucke
Drucke
auf T Shirts, Servietten, Taschen und Wachstücher

Hier laufen noch mal die letzen Vorbereitungen für den Basar morgen und daher wird es nicht ganz so ein ruhiger Tag.

Verlinkt beim Freutag

 

Erste Kekse für den Advent

Hallo Ihr Lieben.

So spät habe ich schon lange nicht mehr mit dem Backen für die Adventszeit angefangen.

Heute versuche ich mich an Karamell Erdnuss Keksen. Außerdem möchte ich Spekulatius Frischkäse Creme anrühren. Natürlich ist die Creme nicht so lange haltbar, als wenn ich sie mit Kokosöl anrühren würde, aber gerade am Anfang der Adventszeit ist man ja ganz verrückt danach. Hier gibt es die ganzen Leckereien der Weihnachten wirklich erst zur entsprechenden Zeit! Und dann sind sie auch ganz schnell wieder weg.

Adventsbacken

 

Hier schon mal das Rezept für die Kekse:

280g Mehl, 3 El. echten Kakao, 1 Tl. Natron, 200 g Zartbitterschokolade, 100g Vollmilchschokolade, 300 g gesalzen und geröstete Erdnüsse, (alternativ schmecken Mandeln auch sehr gut, oder Macadamienüsse), 200g harte Karamelbonbons, 240 g weiche Butter, 220 g brauner Zucker, Vanillezucker oder noch feiner natürlich: Vanillemark, 2 gr. Eier, Prise Salz.

Kakao, Natron, Mehl, Salz und Kakao mischen. Nüsse und Karamell grob hacken und auch mixen. Butter mit Zucker schaumig rühren. Nun die Eier dazu geben und gut mischen, dann erst die Mehlmischung unterrühren und 600 g Nuss Karamell Mischung unterheben. Nun mit zwei Löffelchen €1,- grosse Häufchen auf ein Backblech  portionieren, achtet auf etwas Abstand und zum Schluss alle mit der restliche Nuss Karamellmischung bestreuen. Derweil den Ofen auf 180° C Umluft vorheizen. Die Kekse auf den Blechen 10 – 12 min backen, abkühlen lassen und dann erst vom Blech nehmen, sonst brechen sie schnell. Wenn Ihr es schaffen solltet, habt Ihr noch bis Weihnachten, (bei kühler, trockener Lagerung), davon.

Spekul Creme Erdnuss Cookisbeitragsb. backen

 

Zur Weihnachtszeit gibt es ja oft Spekulatius Creme zu kaufen. Die ist aber ganz einfach selber zu machen. Das könnt Ihr einmal mit Frischkäse oder mit Kokosöl ausprobieren. Die Frischkäsecreme ist schnell gemacht, aber für den sofortigen Verzehr gedacht. Wenn Ihr Kokosöl nehmt, achtet darauf, natives Bio Fett zu holen. Die Spekulatius müsse schön fein gekrümelt/gestampft werden. Dann vermengt ihr sie einfach mit Frischkäse, so lange Krümel zugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht wurde. Das Kokosöl erwärmen, ( nicht zu heiß!) und unter Rühren ebenfalls so lange Krümel zugeben, bis Eure gewünschte Creme noch gut streichbar ist. Ihr könnt hier auch ein paar Tropfen Kondensmilch zu geben, dann ist die Creme viel besser streichbar. Die Gebäckkrümel müssen sich gut mit dem Öl verbinden, d.h., Ihr müsst etwas länger rühren. Rühren, zerstoßen, zerhacken, sehr friedliche Tätigkeiten in der Adventszeit. Aber lieber hier mal den Stress raus lassen, als an Mensch und Tier.

Übrigens, mit Frischkäse und geschmolzener ( nicht mehr heißer) Schokolade habt Ihr auch schnell einen Schokofrischkäse gemacht, wenn Ihr diese Zutaten verrührt.

Dann will ich mal weiter machen. Habt einen schöne Tag.

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WeihnachtsArbeiten?

Ja, Arbeit.

Hallo Ihr Lieben.

(Auch ein Novemberrückblick)

Das kennt Ihr sicher auch, die Zeit des Advents, die Zeit vor Weihnachten. Das kann in Arbeit ausarten. Das ist eigentlich immer Arbeit. Ich bin noch nie der Typ gewesen, der diese Zeit wirklich ruhig angehen kann. Fragt mal meine liebe Familie. Ich bekomme die Weihnachtskrankheit. Ich bin die mit der großen Ungeduld. Ich kann gut auf diese ganze Deko schon im Sommer in den Regalen verzichten, erst recht den ganzen Süßkram der schon nach Heiligabend schmeckt, wenn ich noch barfuß rumlaufen. Auch bin ich die, die am Liebsten die Geschenke schon Tage vorher verschenken würde. Dabei liegen hier mittlerweile weniger Päckchen. Und ich mache gerne Dinge selber. Backen, basteln, kochen. Das macht so viel mehr Spass, aber braucht auch mehr Zeit. Das kann mangels Zeitmanagement bei mir in Arbeit ausarten. Wie macht Ihr das? Schafft Ihr das? Geheimtipp?

Ja, das war so ein gefüllter November, viele Geburtstage, viel Kreatives, Museum König, Lesezeit und ein sehr abwechslungsreiches Novemberwetter, auch mit Grautönen(Monatsmotto der Zitronenfalterin). Jetzt liege ich noch in den letzen Zügen für die Vorbereitungen der kleinen Party des Sohnes, ausser dem Üblichen, (Oreokäsekuchen ist gewünscht,) werden Würstchen und Mashmallows draußen am kleinen Feuerchen gebrutzelt, dazu ein wenig Glühwein (ja, die dürfen das schon) gereicht. Am Donnerstag  drück(t)e ich dem anderen Sohn die Daumen für seine Fischerei Prüfung.

Dieses Jahr möchte ich mich, wie schon erwähnt, an zwei Tischen von Adventsmärkten beteiligen. Da muss noch teilweise produziert werden. Denn irgendwas ist ja immer gerade. Also setze ich mir Zeiten fest. Setze mich selber unter Druck. (Im wahrsten Sinne des Wortes, denn ein Großteil bei mir wird nun mal gedruckt.) Aber ich bin auch immer glücklich, wenn mir dabei etwas besonders Gutes gelungen ist. Hier merke ich auf dem Blog dann an Kommentaren, was auch Euch gefällt. So habt Ihr z. B. den Elch im Birkenwald besonders gemocht, ähnlich dem Rentier, aber auch Fuchs und Dachs.

 

Ein letztes Mal gab es den Mustermittwoch bei Michaelas Blog. Ein letzes Mal? Nein, keine Sorge, schaut mal, was sich da zwei Bloggerinen ausgedacht haben.

So. Mal überlegen, was neben AdvensDeko Kram noch einziehen darf. Ich bin da eher für später, so ab X. Advent. Weniger ist mehr. Weil um mich herum schon so viel ist, vielleicht? Wie geht es Euch so in der Zeit?

Macht es Euch gemütlich und genießt den ersten Advent.

Verlinkt beiFreutagund Monatscollagen

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Die beste Zeit für Bücher!

Hallo Ihr Lieben.

Ja, wenn wir mehr Zeit im kuschelig-warmen Zuhause verbringen, ist auch mehr Zeit für Bücher. (Alle Titel hier werden nicht im Auftrag besprochen!)

Ich habe gerade eine Reihe angefangen, die mir wirklich sehr gut gefällt. „Die Spiegelreisende“. Schon im Sommer hatte ich den ersten Band in der Hand, in der Lieblingsbuchhandlung auf Rügen. Aber das Buch ist richtig dick, so dass ich nur an das „Gepäck zurück“ gedacht habe. Daheim habe ich mir den Titel etwas später in der Bücherei gewünscht, da ich nun schon wußte, das vier (dieser dicken) Bücher erscheinen sollten. (Der vierte Band ist für Mai 2020 angekündigt.) Mein Regalplatz ist mittlerweile sehr begrenzt und ich schaue genau, ob ich Titel kaufen möchte. Bei der Bücherei hat es etwas gedauert, aber endlich verschlinge ich den ersten Band über die „Lesende“, Ophelia, die zu ihrer Gabe, von Dingen ihre Geschichte zu erfahren, die Fähigkeit hat, durch Spiegel zu reisen. Die Menschen leben auf Erdsplitter, sogenannten Archen, auf jedem Erdteil lebt „eine Familie“. Ophelias Beruf(ung) ist das Archivieren und Erhalten von Wissen durch Bücher und Gegenstände, was sie von ihrem Onkel gelernt hat. Äußeres ist ihr unwichtig, was Andere von ihr denken zweitrangig. Heiratsvermittlungen ihrer Familie hat sie zwei Mal ablehnen können, doch nun wird sie von höchster Stelle an einen „Nordmann“ vom Pol verlobt, einer ihr unbekannten Familie auf einer anderen Arche.  Und dann reist der Zukünftige in seinem Eisbärenfell  im Luftschiff an und alles ändert sich, denn auch der junge Mann ist unwillig und gibt Rätsel auf!

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Schon lange „hatte“ mich ein Buch nicht mehr auf den ersten Seiten! Die Sprache, die Hauptperson, die Weltendarstellung, die Erzählweise. Der Insel Verlag wirbt (wiedermal) mit dem H. Potter Vergleich, da die Reihe in Frankreich wohl ähnlich eingeschlagen ist, nachdem die Autorin einen wichtigen Preis gewonnen hatte. Tatsache ist, dass die Autorin Christelle Dabos eine ganz eigene Welt geschaffen und besondere Charakter erdacht hat, das ist in dieser Flut von „All Ages Büchern im Fantasy Bereich“ schon eine Leistung. Auch die Covergestaltung sticht aus dieser Menge hervor. Wer gerne in andere Welten abtaucht und das auch länger, dem empfehle ich diese Reihe sehr gern!

 

Bildschön ist dieses Wimmel- und Wissensbilderbuch! Wunderbare Grafik, leicht vermitteltes Wissen, Suchspiel, Seh-Erlebniß! Ich liebe ja diese Art der Zeichnungen, viele Bilderbücher meiner Kindheit waren so gestaltet. Ein Buch für Große und Kleine zum Abtauchen und es fällt mir fast schwer, den Titel zu verschenken. Immer wieder kann auch ich wegtauchen in den schönen Bildern von Yuval Zimmer.

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Fischer vlg

Irgendwann letztens bin ich auf Bilder von Friedrich Justin Bertuch gestoßen. Dann habe ich herausgefunden, dass der Verleger, Autor, Forscher und Künstler Wissen gesammelt und gedruckt hat:

Bertuch, Johann Freidrich

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Ich bin sehr begeistert und werde dazu noch extra etwas schreiben. Erst einmal und einfach zum Schauen und wundern.

Opa H.

Meine Mutter hat mir vor einiger Zeit verschiedene Büchlein meines Großvaters geschenkt. Eigentlich hatte ich nicht erwartet, dass er sich so sehr mit dem Thema Obst beschäftigt hat. Ich kannte ihn ja auch nur als alten Mann, der nicht viel von sich erzählt hat und mit kleinen Kindern auch nicht viel anfangen konnte. Etwas später entdeckte er, weil ich seine alten Geschichtszeitungen aus dem Regal zog, dass wir beide an Geschichte Interesse hatten, oder er zeigte und erklärte mir auch seine Briefmarken. Das er sich mit Obstsorten für den Garten auseinandergesetzt hatte und auch reichlich anpflanzte, war mir nie so bewusst gewesen. Als zweifacher Kriegsheimkehrer und Familienvater wußte er um die Bedeutung von Obst. Aber es muss ihn auch sehr interessiert haben. Ich mag die wunderbaren, einfachen Illustrationen. Und es ist interessant, in diesen Heften (Bücher waren viel zu teuer, gab es auch kaum) zu lesen. Die Art der Wissensvermittlung ist altmodisch, aber grundsätzlich immer noch aktuell und ich habe z. B. dazu gelernt, dass die Früchte der Mahonie (eine Berberitzenart)  essbar sind, ich habe sie nur als Frühblüher und reiche Hummelweide im Garten. Sie ist sehr Vitamin C haltig und wird auch zum Einfärben von Lebensmitteln genutzt. Vögel bekommen die Beeren bei mir bis jetzt immer, ob ich da nächstes Jahr selber schaue?

Mahoniezum arbeiten

Der Klett Cotta Verlag hat immer schon wunderbar gestaltete und gut hergestellte Bücher heraus gebracht. Nun gibt es alte Krimis in Neuauflage. Bis jetzt war der Verlag eher den meisten Lesern für Fantasy bekannt (Ihm ist zu verdanken, das Tolkien auch in Deutschland so bekannt wurde). Krimis waren noch vor Jahren ein Randgebiet im Literaturgeschäft, eher nah am Groschenroman. Sie waren teils schlecht übersetzt und gekürzt. Ich habe die Nero Wolf Krimis von Rex Stout damals sehr gerne gelesen. (Auch die Serie ist gerade auf DVD erschienen, ah wie fein.) Nun sind erste Titel über den sehr eigenen Privatdetektiv und seine rechte Hand Archive Goodwin, neu übersetzt und gestaltet worden. Das ist wirklich sehr gut so! Ein in Stoff gebundenes Buch gibt es heute nicht mehr oft. Ausserdem ist die Übersetzung so viel „pfiffiger“ (wenn ich das mal so umschreiben darf). So lese ich die Krimis gern noch mal! Und zur rechten Zeit natürlich die Weihnachtsgeschichte. Ich habe viel geschmunzelt und noch Mal mitgeraten.

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Und zu schauen gibt es gerade die wunderbaren neuen Staffeln von „High Seas“ und „The Crown“. Außerdem schnitzen ich gerade so gerne, das anschließende Stempeln ist fast eher zweitrangig, ich liebe das Schnitzen. Habe ich Euch noch gar nicht meine Neuzugänge bei den Bären gezeigt!? Der Panda gefällt mir sehr gut, so mit Mützchen. Aber auch Dachs und Fuchs sind portraitiert worden. Dabei habe ich zwei verschiedene Arten von Stempeln geschnitzt, da der Softcut wirklich jede Feinheit wiedergibt (Dachs und Fuchs),  das Factis, gerade wenn etwas größer wird, sehr viel praktischer ist (kein Werbeauftrag). So entstehen Kärtchen und Lesezeichen.

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Die ersten Plätzchen wollen auch bald gebacken werden. Mandeln und Bio Zitronen habe ich schon für Cantuccini eingekauft. Kekse und Bücher, perfekt.

Macht es Euch gemütlich, die letzte Novemberwoche hat angefangen, der Advent steht vor der Tür.

Verlinkt beim creadienstag und dem Lesezimmer von kaminrot

 

 

 

 

 

Elchstark

Hallo Ihr Lieben.

Echt stark. Elchstark.

Heute hält hier der grösste, heute vorkommende Hirsch Einzug, der Elch.

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Die meisten kennen diesen 2.3 m (Schulterhöhe) großen Paarhufer nur als Aufkleber oder vom Zoo oder Gehege. So ist es bei mir auch, leider. Zu gern würde ich mal einen Elch in freier Natur sehen, das kann man im Norden der „alten und neuen Welt“. Allerdings würde ich eine Begegnung auf der Strasse gern vermeiden, zu unser beider Wohl. Schließlich gibt es dieses Schild, (besagter Aufkleber) nicht umsonst. Bis zu 700 kg (männliches Tier) können da vor und auf dem Auto landen! In Schweden, wo das Tier als Nationaltier gilt, ist etwa jeder 5. Unfall mit einem Elch, aus dieser Situation entstand auch der Elchtest für s Auto. Es werden übrigens einige Elche, die nach Deutschland zurück gekehrt sind, leider auch hier überfahren.

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Früher war gerade in den östlichen Seenlandschaften Deutschland ein Elch mit einem etwas kleinerem Geweih heimisch. Mitlerweile hat sich in Brandenburg eine kleine Population von „ausgewanderten“ polnischen Tieren angesiedelt. Elche sind übrigens Einzelgänger. In der Brunftzeit bilden sich dann aber ein kleines Rudel, hauptsächlich dadurch, dass die Jungtiere noch aus dem aktuellen Wurf und dem des Vorjahres, beim Alttier stehen. Im Winter leben sie dann in etwas grössere Rudel.

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Die Großhirsche leben als Einzelgänger in lichten Wäldern mit Brachflächen wie Flussauen, Sümpfen und Kahlschlägen und ernähren sich von Blättern, Trieben und Rinde; im Winter auch gerne von Zweigen und Sträuchern. Sie fressen sogar unter Wasser. Die langen Beine sind perfekt an diese Umgebung angepasst. Sein imposantes Geweih kann gute zwei Meter ausladen und 20 kg wiegen. Weibliche Tiere sind geweihlos und bis zu einem Fünftel kleiner. Ein besonderes Merkmal ist die große Oberlippe (Muffel), die dem Elch hilfreich beim Äsen ist und der ziegenähnliche Bart, der aus einem Hautlappen besteht. Die im Norden beheimateten Elche wandern, im Sommer leben sie in der Tundra, dann über Winter in der Taiga (Waldland). In Skandinavien weichen die Elche sogar Mückenplagen aus. Sie wandern ins Gebirge, dort steigen sie in eine Höhe von etwas über 1000 m. Sehr verständlich, oder?

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Ich habe den frisch geschnitzten Elch-Stempel nun zwischen Stempel-Stämme gesetzt, was mir durchaus gefällt, aber doch auch recht düster wirkt. Nun werden zusammen mit dem Rentier wohl fröhlichere Weihnachtskarten entstehen.

Diese Karten zeige ich bei dem Monatsmotto von frau nahtlust

Verlinkt bei creadienstag

Einen guten Start in die Woche!

Bärenstarke Adventsvorbereitungen

Hallo Ihr Lieben.

Das ich am liebsten Tiere als Stempel schnitzen, dies ist Euch sicher schon aufgefallen. So viele Tiere mit ihren Besonderheiten, Eigenheiten und Geschichten. Leider fehlt mir dazu natürlich auch Zeit und Material, alles umzusetzen. „Denn Ideen gehen einem eigentlich nie aus“, wird jetzt bestimmt jeder kreative Geist sagen. Und jeder hat Kreativität in sich stecken, bevor hier nur irgendeiner etwas Anderes sagt oder denkt! Keine Widerrede! Manchmal ist es nur ein „sich Hinsetzen und anfangen“, was man im Kopf hat oder nachmachen möchte. Wir vergleichen uns leider immer viel zu sehr! Mein Mann schimpft da regelmässig mit mir.

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Hier zeig ich Euch also noch ein paar neue Stempel. Ich habe zwei *Bären* geschnitzt. Viele neue Sachen wollen bedruckt werden. Wachstücher, Karten. Aufkleber, Stoff, Linoldrucke auf T-Shirts. Vieles kommt in die Advenstbasarkiste. Der Grizzlybär ist noch in Arbeit, genauso wie ein Elch.

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Außerdem habe ich einen Auftrag fertig gemacht:

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Ich mag von diesen Stempeln vor allen Dingen den Eisbären. Kennt Ihr die Geschichten von J.R.R. Tolkien, die er jedes Jahr seinen Kindern zu Weihnachten geschenkt hat? Aus „Die Briefe vom Weihnachtsmann“ wird hier jedes Jahr Heiligabend vorgelesen und da kommt auch ein Polarbär vor.

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Den Waschbären wollte ich schon länger machen, aber er sollte auf keinen Fall *putzig* werden. Genau wie der Eisbär. Ich mag es, wenn meine Stempel eher in Richtung *Realität* gehen.

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Das Einhorn kann ich fast ohne Vorlage schnitzen, so viele Einhörner, wie ich in meinem Leben gemalt habe. Seit ich von meinem Vater das Buch „Das letzte Einhorn“ von Peter S. Beagle als Teenager zu Weihnachten geschenkt bekommen hatte, bin ich Einhornfan. Nicht so das süße, rosa, kitschige Einhorn, eher dieses wilde Einhorn aus dem *tapferen Schneiderlein*, auch wenn sich diese Vorliebe etwas entwickeln durfte. Natürlich mochte ich als gerade mal frischgebackener Teenager eher das *niedlichere* Einhorn, wie es wenig später dann auch im Film dargestellt wurde.

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Eine Herausforderung war dagegen der Tiger, der zweite bestellte Wunsch. Es sollte sich herausstellen, dass das neue Material etwas bröckelig reagierte beim Schnitzen, ich musste sehr langsam und vorsichtig arbeiten.

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„Baby, it s cold outside“

 

Fangt Ihr auch schon mit Weihnachtsarbeiten an?

Euch ein gemütliches Wochenende.

Verlinkt beim Freutag