Und da hat er uns wieder

…der Alltag.

Hallo Ihr Lieben.

(Eine Alternative Überlegung für eine Überschrift war auch: „nicht bewegen!“)

So weit weg scheint mir schon nach wenigen Tagen unser Urlaub an der Ostsee. Auch wenn wir ein paar Tage zum Aklimatisieren hatten, war die Umstellung nicht einfach, ich sag nur „Hitze“. Aber damit habt Ihr sicher alle auch zu kämpfen. Einen kurzen Einblick bietet da 12 von 12.

Eigentlich versuchen wir uns mit Salaten, Eis, Getränken und so wenig bewegen wie möglich, von Tag zu Tag zu hangeln, über die heiße Zeit zu retten. Aber im Alltag geht das nicht so wirklich. Das kennt Ihr aber sicher auch. So wie es vor dem Urlaub aufgehört hat, geht es übrigens gerade weiter. (ZB. mag mein Fuss die Hitze gar nicht und wird dick, schmerzt. Das Meerwasser und der Sand waren dagegen heilend.)

Ananas und

Gewitter haben uns diese Woche begleitet, einmal sogar ein Unwetter mit allem Drum und dran. Aber zu Schaden ist niemand gekommen, dass Wichtigste. Normal wäre ich nicht vor die Tür, auch wenn das Unwetter am Abklingen war, aber der Sohn war auf der Arbeit gestrandet und so bin ich an vielen abgebrochenen grossen und kleinen Ästen und durch Wasser gefahren. Der umgestürzte Baum war schon beseitigt worden. Ich erfuhr vom Sohn, dass der Bahnhof sogar unter Wasser stand.

Milchstern vor

Immerhin hat es der Natur Wasser gebracht. Ich habe noch Anfang der Woche sehr punktuell gegossen, Wasser sparen, auch wenn „unser“ Stausee hier noch ausreichend gefüllt ist (69,1% vor den Gewittern). Im Garten blüht eh kaum noch etwas, einige Blumen haben nur braune Blätter bekommen, sogar Nelken sind eingegangen. Der Sohn hat zwar brav die Pötte am Haus gegossen und auch an das Hochbeet gedacht, aber nicht über die Beete geschaut.

In unserem Insektenhotel auf dem Balkon sind besondere Gäste eingezogen. Nahrung haben sie auch gleich um die Ecke, meine Weintrauben. Es sind gefühlt noch mehr Wespen dieses Jahr und ich habe bisher nur vorsichtig Früchte am Rand gepflückt. Für den fleischlichen Bedarf der gelb-schwarzen Räuber gibt es genug Konkurrenten, die Wespen jagen sich durchaus auch Mal gegenseitig und fressen sich dann auch.

Wusstet Ihr, dass Wespen geschützt sind? Tatsächlichen sind einige auf der Liste der bedrohten Arten. Trotzdem ist Vorsichtlich geboten, wenn ich zu nah am Nest stehe, sind sie sofort in „Habacht Stellung“. Ich musste sie trotzdem etwas beobachten, man sieht die Rangunterschieden, bzw verschiedenen Berufe, ihr soziales Verhalten. Weniger spannend wird es dann im September, das Insektenhotel hängt neben zwei Schlafzimmern auf dem Balkon.

 

Eigentlich möchte und muss ich Stempel schnitzen (Sommerpost) und Papier schöpfen, die Pulpe steh bereit. Aber meine Finger sind irgendwie zu „dick“, die Temperatur verscheucht mich von der Terrasse (Südseite) und meine innere Einstellung, gerade wirklich kreativ zu sein, ist leider auch gerade nicht so überragend. Ich war diese Woche eher passiv.

Ich mag wieder an s Meer!

Ihr werdet sicher noch mal mehr Meer Fotos sehen. Ist die Buchhülle nicht schön? Ich erfreue mich immer wieder an ihr und sende nochmal Danke an Ulrike.

An der Sch

Blick auf das Cap Arcona.

Das helle Krächzen und Knorren der Raben ist so ganz anders, als man es sich vorstellt, wenn man die gewaltigen Vögel sieht.

Damit verabschiede ich mich in das Wochenende.

So langsam schaue ich auch wieder mehr bei Euch vorbei. Macht es Euch gemütlich beim Samstagskaffee von Andrea.

 

Grün, weiß und versponnen

Quelle Wikipedia

Hallo Ihr Lieben

Kennt Ihr den Maulbeerbaum?

Der Baum des Sonnenaufgang aus China. Vielleicht habt Ihr schon mal etwas über Seidenraupen gelesen? Oder über das neue Superfood, Maulbeeren. Grüne Maulbeerbaum Blätter waren unerlässlich als Futter für die weißen Raupen der Maulbeer-Seidenspinner (Bombyx Mori). Aus den weißen Kokons würden weiße Falter schlüpfen. Aber damit aus den Kokons Seide gewonnen werden kann, muss die Raupe darin sterben.

Kaum ein Stoff ist so edel wie Seide, dem Stoff der Götter, und konnte nur als Monopol aus China importiert werden. Als man erste Raupen um 500 n Chr rausschmuggelte, nützte das erstmal gar nicht viel. Denn die Raupen sind wählerisch beim Futter. Sie wollen nur den Maulbeerbaum ratzekahl fressen. Richtig viele der grünen Blätter wollen sie. Aber mit dem ersten geschmuggelte Kokons in zwei Pilgerstäben begann die Forschung und endete damit, dass im 18. Jhd im grossen Stil zB in den Cevennen, Maulbeerbäume angepflanzt wurden und ihre Blätter täglich frisch gepflückt, in den Schuppen den Raupen verfüttert wurden. Noch wenige Jahre vorher standen hier Edel Kastanien. Diese waren wichtig für Brot, würde auch sonst als Grundnahrungsmittel genutzt, da kein Getreideanbau möglich war. Aber ein kalter Winter hatte viele Bäume gekostet. So sah man eine neue Chance in dem exotischen Baum aus der Ferne, jenseits der Seidenstraße.

Ein guter Freund hat einen Maulbeerbaum im Garten stehen. Und natürlich gibt es hier keine Seidenraupen, aber Beeren! Die sind auch weiß. Und super gesund. Man darf sie nicht pflücken, sondern nur abschütteln. Gurkig-süss schmecken diese seltsam aussehenden, weichen Beeren. Schon die alten Griechen priesen die Frucht als Nahrung der Götter. Für die Römer war der Baum Sitz der Weisheit. Drei Sorten – die roten, schwarzen und die weißen Maulbeeren – sind seit der Zeit der Römer damit auch in Europa bekannt. Vitamin C, Kalium, Spurenelemente… Alles was wir uns wünschen für eine gesunde Ernährung, zB als Topping für ein Müsli, frisch oder getrockne Früchte, (ersteres nur, wenn man den „Luxus“ hat, einen Baum im eigenen Garten zu haben).

Auch in unserem kühleren Deutschland gibt es „Geschichte“ zu diesem Baum, der übrigen uralt werden kann. 1663 kultivierte Friedrich Wilhelm I. die Seidenraupenzucht, pflanzte in Brandenburg den weißen Maulbeerbaum (Morus Alba) und holte sachverständige Auswanderer aus Frankreich, viele davon Hugonotten. Friedrich II. unterstützte die Seidenproduktion sehr und ließ Maulbeerbäume dreimillionenfach anpflanzen. Kälte, die viel Pflege der Raupen und der Tod Friedrichs II. 1786, ließ die Seidenproduktion wieder verschwinden. Es gibt aber noch denkmalgeschützte Alleen und Einzelbäume, auch ist er beliebter geworden in Gärten von Privatpersonen.

Kennt Ihr den Baum? Habt Ihr vielleicht einen?

Eine schöne Woche

Verlinkt bei Astrid s „mein Freund der Baum“ Sammlung und Juttas DND

(Quelle des Bildes Wikipedia)

es ist wieder ein Freitag

Hallo Ihr Lieben.

(Werbehinweis: Verlinkungen zu Privatblogs, Titelnennungen, nicht gewerblich)

Das Wochenende steht vor der Tür. Ich bin so froh, dass es eine kurze Woche war und schon wieder Wochenende ist! Manchmal fällt es einem ganz besonders schwer, nach einem „Feiertagswochenende“ wieder zum Alltag zurück zu finden, oder?

Heute zeige ich Euch endlich den Käsekuchen mit Erdbeeren, ohne Backen.

frischer Käsekuchen

ich habe ihn so gemacht:

2 Packungen Schichtkäse, 1 Becher Sahne, 1 Packung Schokoladenbutterkekse (200g), 1 Bio Zitrone, 150g Zucker, (beim Zucker habe ich 150g Rohrohrzucker genommen, wenn Ihr es gern süsser mögt, nehmt Kristallzucker…), 70-80 g Butter aufgelöst, Blattgelatine (entsprechend der Masse), Rundform und Backpapier

als erstes zerstampft Ihr in einer Schüssel mit einem Fleischklopfer die Kekse, legt die runde Form am Boden mit Backpapier aus und füllt die Krümel ein. Darüber gebt Ihr die geschmolzene Butter und vermengt und stampft die Masse fest. Nun den Boden kühl stellen!

dann rührt Ihr Quark, Zucker und Sahne an. Gut ist es, wenn die Masse nicht mehr ganz eisekalt ist. Ihr reibt die Schale der Zitrone ab, presst sie aus und gebt zu Saft und Schale noch etwas Wasser, es muss genug Flüssigkeit sein, um die Gelatine (oder was Ihr zum Gelieren nutzt) darin aufzulösen. (Geht hier nach Packungsanweisung vor.) Die warme Geliermasse in eine Schüssel geben. Nun die Quarksahne portionsweise unterrühren, nicht die warme Flüssigkeit zum Kalten geben! Gut verrühren und dann auf dem Boden verteilen. Kühl stellen!

Am Besten Ihr macht den Kuchen einen Tag vorher.

Die Erdbeeren, einmal durchgeschnitten und geputzt, kommen kurz vor dem Servieren einfach auf den Kuchen oder Ihr gebt sie löffelweise zum servierten Stück. Sehr frischfruchtige Note und ich finde ihn nicht so süss (aber ihr könnt ja die Masse kosten und ggf. nach süßen.)

frischer Käsekuchen

Ein ganz feiner Kuchen für ein Wochenende, Freutag!

Und es gibt wieder einen kleinen Strauss aus dem Garten. Die Blüten sind gerade arg gebeutelt. Immer wieder gibt es zwischen warm-sonnigen Perioden stürmischen Regen und damit verbundene Temperaturstürze. Daher liegt auch schon mal eine ganze Blüte auf dem Boden. Und Ihr seht es den Blütenblättern an.

Ableger für meinen Garten
Es ist wunderbar, wenn die eigene Mutter ein Gartenparadies im Sauerland hat, wo man immer wieder gute Ableger findet!

Dem Garten an sich macht das eigentlich nicht so viel. Aber die Schnecken lieben die Witterung gerade! Wusstet Ihr, dass sie Melde lieben? Ich wusste es leider nicht. Auch die gesähten Lupinen werden ganz plötzlich ratzekahl gefressen. Dies war mir bekannt und ich habe versucht, diese Planzen zu schützen. Was macht Ihr gegen Schnecken? Oder überlasst Ihr das den natürlichen Feinden (Igel, Vögel, Frösche, Tigerschnecken,…)? Nehmt Ihr Bierfallen, Schneckenkorn (gibt es ja auch in nicht so schlimmer Variante mitlerweile), Bretter zum Absammeln, Kaffee, Fallrohrstücke,…) Ich scheine so leckere Blumen diesmal anzubieten, dass die Schnecken sogar die Hosta verschonen – immerhin. Aber über weitere Tipps bin ich immer froh und da Astrid „Zitronenfalterin“ gerade Beiträge zum Garten sammelt, verlinke ich den Beitrag dort. „Brainstorming Garten“ sozusagen, finde ich ganz toll!

Anton
Diese Rose im Garten meiner Mutter ist eine Züchtung meines Urgroßvaters, ähnelt etwas der Rose du Resht, aber dem Wetter des Sauerlandes angepasst und sehr robust. Leider zu gross für meinen kleinen Garten.

Dann frage ich auch noch gleich, wie Ihr Eure Gärten Hummelfreundlicher macht, denn die bestäuben ja ganz viele Pflanzen (u. a. Tomaten und davon habe ich dieses Jahr einige), die Bienen nicht bestäuben können. Ich habe immer einige Erdhummeln im kleinen Garten, stelle auch Blumentöpfe als Hummelburg verkehrt herum auf, aber im späteren Frühling habe ich doch Angst, dass ich ihre unterirdischen Nester durch harken zerstöre. Nicht immer entdecke ich die „Einflugschneisen“. Hummeln sind ja so tolle Insekten, total unterschätzte Bestäuber! Schon lange möchte ich mir das Buch „Und sie fliegt doch“ kaufen oder leihen. Mein Bücherstapel ist zu gross und die Hummeln geraten so ab und zu in Vergessenheit.

 

Aber jetzt die Fotos vom Strauß, den ich gern wieder beim Holunderblütchen zeige. Die antike Vase habe ich im Sozialkaufhaus entdeckt. Die Glasritztechnik ist ja schon sehr alt und die Form und Grösse ist immer wieder passend. Schade, dass sie „weg musste“, in meinen Augen ist die Vase ein Kleinod. (Es ist ja nicht so, dass ich keine Vasen hätte.)

mit portugisischem Schafstransporter

seht Ihr den Hirsch`?
seht Ihr den Hirsch?

aus meinem Garten
mit besonderem Espresso

Habt ein wunderschönes Wochenende. Freue mich ganz besonders, denn wir sind eingeladen. (Daher müsst Ihr Euch noch etwas gedulden, ich bin noch nicht zum Film schauen gekommen und viele von Euch möchte den Astrid Film (Ausleihe Bücherei) auch noch schauen, wie ich in den Kommentaren gelesen habe. Ich hätte Euch gern schon mehr dazu geschrieben.)

Macht es Euch gemütlich!

 

 

Kreuchen und fleuchen

Hallo Ihr Lieben.

Schön, daß Ihr wieder vorbei kommt!

 

Mein Bücherstapel ist im Moment ganz schön hoch. Gestern Abend habe ich diesen Titel in die Hand genommen, der mir in der Bücherei in die Finger geraten ist. Der Prolog allein ist schon sehr poetisch. Über eine Hummel, die sich nach der kühlen Nacht erst von der Sonne aufwärmen lassen muss, dann durch Muskelzittern selber für das restliche Steigen der Körpertemperatur sorgt, wie sie Tau und Pollen aus dem Hummelkleid streicht und nach guten Nahrungsquellen sucht, um zu sammeln. Sie landet in einer gelben Klappertopf Blüte. (als Werbung zu kennzeichnen, Buch ist aus der Bücherei ausgeliehen und alles was ich hier darüber erzähle, ist meine persönliche Meinung, gibt kein Geld dafür)

Die Wiese: Lockruf in eine geheimnisvolle Welt

 

Der Autor  Jan Haft ist Biologe und preisgekrönter Naturfilmer, außerdem schon seid frühester Kindheit lieber in der Natur als im Kunstmuseum. Er erzählt (u.a.) von seiner Wiese, erzählt und erklärt Zusammhänge , erzählt was alles kreucht und fleucht, (oder warum es das vielleicht nicht tut,) er erzählt gut. In Zeiten, wo wir immer wieder vom Insekten Sterben lesen und hören (und sehen – bzw nicht mehr sehen) ist das Buch natürlich besonders lesenswert, die Wiese mit der Hecke drum rum, die kleine Schwester des Waldes. Allerdings erklärt er auch, warum viele Wiesen nicht mehr so existieren, wie noch vor über 40 Jahren, in der Zeit der grossen Flurbereinigung. Und geben wir in Deutschland nicht wenig Geld für Lebensmittel aus? Das Auto ist kaum weg zu denken, wenn wir mobil sein wollen und müssen, der Vorgarten muss super aufgeräumt aussehen (ja, aufgeräumt!) und am Besten mit Kies zugedeckt, damit es keine Arbeit macht.

Das bringt mich dann zu meinen neuen Karten:

Es ist Mai, Maikäfer Zeit. Der Käfer, der auf vielen alte Postkarten frohe Pfingsten wünscht, der von Bauern gefürchtet wurde, wenn er in grossen Schwärmen über sein Grün her fiel (aber dann – ähnlich dem Kartoffelkäfer, als Hühnerfutter endete). Der Käfer, der Glück im Mai bringen soll, aber eines der traurigsten alten Kinderlieder betitelt. Der Käfer, der vier Stunden sein Weibchen begattet und dessen Larve drei Jahre braucht um vom dicken Engerling zum grossen Käfer zu werden. Und nicht zuletzt kennt wohl fast jeder die Episode bei Max und Moritz.

img_20190521_132452.jpg

Und weil es heute wirklich kein schönes Mai Wetter ist:

Whether the weather be fine, or whether the weather be not,
Whether the weather be cold, or whether the weather be hot,
We’ll weather the weather, whatever the weather,
Whether we like it or not.  (englischer Limerick)

Aber wie schlimm wäre es, wenn wir das Wetter auch noch kontrollieren könnten?

Daher, macht es Euch trotzdem gemütlich!

IMG_20190521_132852

(Verlinkt und damit auch als Werbung zu kennzeichnen beim Creadienstag und HoT)

Jeder weiß, was so ein Maikäfer
für ein Vogel sei.
In den Bäumen hin und her
Fliegt und kriecht und krabbelt er.
Max und Moritz, immer munter,
Schütteln sie vom Baum herunter.
In die Tüte von Papiere
Sperren sie die Krabbeltiere.
Fort damit und in die Ecke
Unter Onkel Fritzens Decke!
Bald zu Bett geht Onkel Fritze
In der spitzen Zipfelmütze;
Seine Augen macht er zu,
Hüllt sich ein und schläft in Ruh.
Doch die Käfer, kritze, kratze!
Kommen schnell aus der Matratze.
Schon fasst einer, der voran,
Onkel Fritzens Nase an.
„Bau!“ schreit er. „Was ist das hier?“
Und erfasst das Ungetier.
Und den Onkel, voller Grausen,
Sieht man aus dem Bette sausen.
„Autsch!“ – Schon wieder hat er einen
Im Genicke, an den Beinen;
Hin und her und rundherum
Kriecht es, fliegt es mit Gebrumm.
Onkel Fritz, in dieser Not,
Haut und trampelt alles tot
Guckste wohl, jetzt ist’s vorbei
Mit der Käferkrabbelei!
Onkel Fritz hat wieder Ruh
Und macht seine Augen zu.
Wilhelm Busch