Sommer einfangen und beschriften

Hallo Ihr Lieben.

Irgendwie ist es draussen von heißem Hochsommer gleich zu herbstlichem Altweibersommer gewechselt. Auch wenn das für die Natur benötigte Nass immer noch weitgehend fehlt, ist es doch spürbar erträglicher für Natur und Menschen geworden. Die Wespen lassen mich kaum an unseren Wein, die Meisen „wuseln“ wieder durch den Garten, zumeist gelbe Grünflächen haben doch wieder einige grüne Tupfer bekommen.

Erntezeit. Die ersten Gläser Apfelmus sind gemacht. Einen Teil habe ich pur gekocht, den anderen mit Holunder Beeren. Jetzt geht es an das Beschriften, kennt Ihr bestimmt auch, wenn Ihr „den Sommer im Glas konserviert“. (Zitat einer lieben Freundin) Gerade habe ich doch noch todesmutig einige Trauben abgeschnitten und zu den aufgelesen Äpfeln in den Entsafter getan. Da die Mini Äpfel und einige wenige Birnchen noch nicht wirklich reif sind, werde ich Gelee aus dem Mix machen.

Nun, meine konventionellen, gekauften Aufkleber gehen langsam zur Neige, ein paar bestempele ich mir individuell. (Das geht auch toll mit einfachen Blanko Aufklebern aus dem Schreibwarenhandel.) Ausserdem sehen die Deckel von wiederverwerteen Gläsern oft nicht schön aus.

Da tauchte so im Hinterkopf eine vergrabene Idee auf, irgendwann hatte ich auf einem Blog (Bitte um Entschuldigung, ich weiß leider nicht mehr wo!) eine Anleitung für Tafelfarbe gelesen. Natürlich wußte ich die dortige, genaue Zusammensetzung nicht mehr. Aber die Zutaten hat man oft im Haus: Scheuermilch, Acryl Farbe und ein Glas.

Nach dem ich die Farbe abgemischt hatte, beschloss ich, nach Scheuer Pulver beim nächsten Einkauf Ausschau zu halten.

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Ich habe jetzt etwa 50:50 gemischt. Den Farbton könnt Ihr Eurer Vorliebe nach auswählen, denkt nur daran, er wird pastelliger, also Rot wird eher Rosa. Das klassische Schultafel Grün wollte ich auf keinen Fall, Schwarz ist mir zu dunkel, Blau ist meine Wahl. Zweimal muss die Farbe schon aufgetragen werden, damit sie deckt, probiert das auf einem Teststück einfach aus. Ich für mein Teil habe zu wenig dunkles Blau (und einen wenig grün, Babyblau wollte ich nicht haben!) genommen, aber gerade keine Tube mehr im Haus. Und die Farbe ist Recht flüssig und riecht nach Putzmittel. Deswegen Lüfte ich sie noch und deswegen auch die Überlegung mit dem Pulver. Übrigens setzt sich das „Pulver“ auch immer unten ab.

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IMG_20180821_124300Nun bestreiche ich Schraubdeckel damit und kann nach der Trockenzeit Marmeladegläser und Mus im Glas oder getrocknete Apfelscheiben mit Kreide beschriften. Theoretisch kann ich jetzt ganz viel damit anstreichen. Genau so gut wie die gekaufte Farbe ist sie nicht geworden, aber ich bin zufrieden. Am Besten bemalt Ihr die Deckel auch vorher! Wenn sie bereits auf den Gläsern sind, gibt das Schweinerei.

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Euch eine schöne Woche!

Ab damit zum Creadienstag, und HoT. 

 

 

morgendlicher Dunst

Hallo Ihr Lieben.

Das Morgenlied der Amsel hat mich früh geweckt, zumindest vermute ich, dass es Ihr Lied war, aber ich werde auch ohne Vogelgesang in der Regel früh wach.  Die Tauben gurren in der Weißtanne. So nach und nach kommt Leben in die Bude hier und wenn alle aus dem Haus gehen, sind dann auch Troll und ich dabei, unseren morgendlichen Gang machen. Ein wenig nehme ich Euch da Mal mit.

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Es geht durch den Park und am Friedhof vorbei. Noch hängt die Feuchtigkeit über den Wiesen und es ist angenehm. Die Sonne lässt die feinsten Dunstschwaden sichtbar werden. Am Friedhof sind wohl die Turmfalken Jungen flügge geworden, hoch auf der Baumspitze sitzend, ist ihr Gezeter (nach Futter?) weithin zu hören. Eine Taube stört das gar nicht, sie landet auf dem Nachbarast, wohl wissend, dass vom Turmfalken ja keine Gefahr aus geht.

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Wir leben hier in einer Kulturlandschaft, nur durchbrochen von Hecken, Baumstücken und Schutzwiesen. Überall huschen Kaninchen, Gott sei Dank ist Troll kein Jagdhund. Die Singvögel fliegen vor uns auf, immer zur nächsten Hecke oder Busch. Sogar ein paar Brennesseln dürften stehen bleiben, aber ich habe noch keine Raupen drin entdecken können, wie letztes Jahr.

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Laut schmettert die Goldammer wieder ihr Lied. Wir gehen unter Bäumen weiter, über uns der Gesang einer Mönchgrasmücke, an uns vorbei die Radfahrer, die schon zur Arbeit radeln.

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Rechts die Wiesen werden nur ab und zu von Schafen beweidet, sie unterliegen dem Naturschutz. Letztes Jahr habe ich dort immer den Fasan gesehen, dieses Jahr noch nicht, auch sein lautes, unverwechselbares Rufen habe ich noch nicht gehört. Aber auch die Kiebitze haben viel weniger Brutpaare dieses Jahr.

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Kein Wunder, so lange wir Menschen uns auf der Erde so benehmen… Auch wenn nur Grünschnitt in der Box und dem Beutel ist. (Hoffentlich denke ich morgen mal an Handschuh, dann kippe ich das einfach aus und lege Pappe und Tüte zum Müll.) Hier biegen wir nun immer auf die Felder ein.

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Troll liebt diese Stelle, hier darf er auch immer übermütig um die Ecke flitzen, er wartet dann immer an der selben Stelle unter der Linde.

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Jetzt wird eifrig geschnüffelt, über all liegen Kaninchenköttel. Es gibt hier so viele, dass sie schon Schaden anrichten. Aber ich finde, man bejagt sie trotzdem nur moderat und es ist ein leben und leben lassen. Der Bauer findet das nur bestimmt nicht so gut.

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Weizen (grün) und Gerste (gelbgrün) stehen schon hoch und sind gut alleine durch die Farbe zu unterscheiden. Was habe ich die langen Grannen der Gerste beim Stroh packen gehasst.

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Quelle Wikipedia

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Die Konkurrenz ist gross auf den Blumen am Feldrand. Die Mohnblüten schwanken ordentlich unter den dicken Hummeln.

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Die kleine Lichtnelke und Ackerwinden locken, gern würde ich einen Strauß binden, aber ich gehe lieber jeden Tag an ihnen vorbei.

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Ein grosses Ochsenauge flattert in der Gerste auf.

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Gleich bin ich schon wieder an der Kleingartensiedlung angekommen, hier stehen im Moment ein paar Highlander.

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Die sind einfach immer wieder ein Foto wert. Gleich komme ich wieder an den verlockenden *Kirschen in Nachbars Garten* vorbei.

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Bevor ich über die Strasse geh, darf ich noch dem Quaken einiger Frösche lauschen, dann hat mich der Lärm der Zivilisation wieder. Nun schnell dem Hund Futter gemacht und mir einen schönen Milchkaffee. Ein paar wilde Erdbeeren habe ich im Garten gepflückt, so aromatisch! Gestern Abend habe ich sie mit Rhabarber und Gelierzucker angesetzt, damit alles gut Saft zieht. Gleich habe ich dann noch mal zwei oder drei Gläser Marmelade. Nichts ist doch so fein, wie selbstgemachte Marmelade.

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Dann hole ich noch mein Schnitzwerkzeug heraus.

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Zu den Autos gesellt sich schnell noch ein Vesparoller.

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Wenn das kein schöner Anfang für einen Tag ist, daher verlinke ich den Beitrag auch beim Freutag und weil die Zitronenfalterin diesen Monat das Thema Nachhaltigkeit hat, möchte ich diesen Beitrag auch dort verlinken.

Euch ein schönes Wochenende.

Nachschub

Hallo Ihr Lieben.

Im Garten wächst gerade alles von allein, „wie s Gewitter“. Ja, Dank Gewitter haben meine Pflanzen noch genug Wasser, trotz der Wärme und Sonne. In letzte Beet Lücken habe ich noch mal einige Blumen gesäht. Spät, aber dann blühen sie eben halt etwas später. Der Salat schießt förmlich über Nacht, die Johannisbeeren sind fast reif. Letztes Jahr habe ich den Strauch ordentlich gestutzt, daher sind es etwas weniger Früchte dieses Jahr, denn sie blüht ja nur an den mindestens einjährigen Trieben. Weitere Gläser Gelee entstehen also bald, der Älteste und ich lieben Johannisbeergelee! Für mich darf da auch gerne schwarze Johannisbeere mit rein. Oder ein Schuss Cassis. Leider habe ich die Beeren  nicht mehr in meinem Garten, aus Platzgründen. Ja, mein Kellerregal bekommt bald reichlich Nachschub.

Kreativ geht es auch weiter.  Aber viel weniger, bzw langsamer. Es ist fast immer noch um die 30 Grad und alles läuft langsamer.

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Ein wenig geschnitzt habe ich aber noch mal – etwas im Hauruck Verfahren. Aber manchmal sprudelt es dann bei mir eher, als wenn ich viel plane.

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Na? Erkennt Ihr die Autos? Alte Autos haben doch irgendwie viel mehr Charme als die neuen, auch wenn diese enger, kleiner, unsicherer und stinkend waren. Den VW Käfer will ich noch mal schnitzen, da gefallen mir die Radkästen nicht so gut. Die Ente, bzw Citroen 2CV ist ok, aber verliebt habe ich mich in die BMW Isetta!

Das der VW „Käfer“ von 1938 – 2003 gebaut wurde, liegt bestimmt nicht daran, dass er als   KdF (Kraft durch Freude) Wagen konzipiert wurde, vielleicht auch mit dem Hintergedanken, dass zur Not das Gewehr und Gepäck eines Soldaten gut hinter die Sitze passte. Sparsam sollte er sein und preisgünstig, so war man mit der Forderung an Ferdinand Porsche herangetreten. Übrigens bekam das Auto erst nach dem Krieg, unter englischer Leitung des Werkes, den offiziellen Namen „Volkswagen“.

Ähnlich erginge es der „Ente“, ein Auto, welches wirklich nur auf das Wesentliche reduziert war. Am Anfang hatte es sogar nur einen Scheinwerfer und man nannte es auch mal „Pirat“. Geländegängig, für die Landwirtschaft gut geeignet, sparsam und natürlich auch preiswert waren auch hier die Anforderungen nach dem zweiten Weltkrieg. Ich erinnere mich, wie es war, wenn die „Ente sich etwas schneller in die Kurven legte“ und Funken sprühte. (Gott sei Dank war ich nur Beifahrer, der männliche Fahrer wollte wohl meiner Freundin imponieren.)

Die Isetta entsprach auch einem typischer Nachkriegswagen. Eigentlich war BMW eher auf Flugzeugmotoren und natürlich Motorräder spezialisiert. Im Prinzip wurde auch aus dem Motorrad ein kleines Kleinauto weiterentwickelt, mit der Möglichkeit, den alten Führerschein Klasse IV für Motorräder/Roller, zu nutzen. Ähnliche Autos waren das Goggomobil und der Messerschmidt Kabinenroller. Die Fronttür lies sich nach vorne wegklappen und der Kleinwagen war erst mal als Zweisitzer gedacht. In der Wirtschaftswunderzeit wurde dieser „knubbelige“ Wagen zum Erfolg, immer weiter verbessert, auch vergrössert und war noch in den 1970er Jahren durchaus im Straßenverkehr zu sehen.

Erst mal sind diese Stempel entstanden, es wird wohl noch ein Motorrad, ein Roller und natürlich das ein oder andere Auto dazu kommen. Dann möchte ich sie sozusagen als „Borde“ oder als „Stau“ auf ein T-Shirt oder Jeans drucken.

Jetzt zeige ich sie als Nachschub beim Creadienstag.

Euch einen schönen Tag, bzw auch eine tolle Woche.

 

Holunder, Rhabarber und Co.

Hallo ihr Lieben.

Endlich, der Holunder (wer mehr über Verarbeitung und Hintergründe wissen will) blüht. Mutter Holunder hat auch einen kleinen Platz in unserem Garten. Erste Blühten werden schon hier für Tee getrocknet. Holunder ist bei uns einfach unverzichtbar, ob als *Kinderbier* oder Süss/Blüten im Pfannekuchen, dem Sekt zugegeben oder im Erkältungstee. Denn nun wird wieder Sirup gekocht. Und ich esse sehr gern Rhabarber, trinke ihn noch lieber. Nun setze ich die klein geschnittenen Stiele mit etwas Zucker an, der zieht den Saft aus dem Gemüse. Ja, Ihr habt richtig gelesen! Das Knöterich Gewächs liegt zwar in der Obstabteilung und wird von uns entsprechend verarbeitet, ist aber ein Gemüse. Ganz nebenbei ist der Rhabarber eine kalorienarme und gesunde, saure Angelegenheit. Roh enthält er übrigens Oxalsäure. Die Blüte soll man wie Blumenkohl dünsten und essen können. Das konnte ich aber noch nicht ausprobieren.

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Leider habe ich keinen Rhabarber im Garten, aber er wird hier in der Gegend reichlich angebaut. Wenn der Saft gezogen ist, koche ich die Stücke, fange dann die Flüssigkeit auf und koche sie nochmal kurz mit Zucker zu Sirup. Das übrige Mus wird entweder gleich gegessen, eingefroren, in Gläser gefüllt oder für Kuchen verwendet. Etwas Vanille schmeckt übrigens gut dazu.

 

Und das Erdbeerzeit ist brauche ich wohl niemandem zu sagen. Erdbeeren und Rhabarber harmonieren wunderbar! Zusammen ergeben sie eine tolle Konfitüre.

Für meine hergerichteten Gläser habe ich mir einen Stempel für die Etiketten geschnitzt.

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Seid Ihr auch schon beim ersten Einmachen und -kochen? Eine andere Sache, die mich hier im Moment umtreibt, ist die neue Datenschutzrichtlinie. Wie ergeht es Euch da so? Wie löst Ihr das Problem mit den Kommentaren, die ja eigentlich per Häkchen der Zustimmung bedarfen? Ach, ein schwieriges Thema…

Euch eine schöne Woche! Macht es Euch gemütlich! Ich zeige den Beitrag noch beim Creadienstag.

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Hochsommer im Frühling

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Hallo zusammen!

Heute Nacht ist es erträglich. Die Nacht hat abgekühlt. Es ist kurz nach 4 Uhr, noch dunkel und einen Vogel scheint das nicht zu stören, er trällert als müsse er sich gegen den Gesang anderer Artgenossen durchsetzen. Eine sehr frühe Amsel. Ganz langsam schiebt sich die Morgendämmerung aus dem Osten. Nun fallen andere Vögel ein. Schon bald ist es wieder so warm, dass man kaum Vögel sieht und hört. Die flüggen Küken fordern aber auch bei der Hitze permanente Aufmerksamkeit.

Unsere Aufmerksamkeit schwindet immer mehr bei der Wärme. Hab ich den morgendlichen Hundegang in der Sonne noch sehr genossen, so fliehe ich vor der Hitze.  Eigentlich mag ich nicht mal kochen, aber der letzte Rhabarber muss weg und wird zu Mus und Sirup verarbeitet. Milchreis mit Rhabarber abends, wie lecker!

Außerdem habe ich schnell die Holunderblüten verarbeitet, frisch enthalten sie die meisten Pollen. Meine Hände waren ganz gelb und dieser Duft! Ich habe, damit es wirklich fester Gelee gibt, zum Gelierzucker noch Pektin (Gelierfix) dazu getan. Ich kann Euch nur empfehlen so auch mal Holunderblüten zu verarbeiten, lecker. Der Sirup kommt genau zur Zeit. Auch vom Rhabarber habe ich, nach dem er mit etwas Rohrzucker über Nacht Saft ziehen konnte, Sirup eingekocht. Erfahrungsgemäß hält er nicht so lange. Erstens nehme ich weniger Zucker und zweitens wird er sowieso fix getrunken. Schwere Küche mögen wir gerade nicht. Salate, Nudeln, Gemüse,…erste Walderdbeeren aus dem Garten naschen.

Zu Pfingsten soll das Wetter prompt viel Regen bringen. Nun, machen wir das Beste draus! Ich wollte schon immer Amerikaner backen und habe jetzt wohl ein tolles Rezept gefunden, ich berichte dann hier. Ausserdem kommt endlich „Sherlock“ mit neuen Folgen. Dann muss auch dringend was im Haus getan werden. Kennt Ihr das, bei der warmen Luft bloß nicht noch mit dem Staubsauger werkeln oder bügeln? Und für die Schule muss was getan werden, es geht in die letzte Runde. Und die oder jenes Projekt …

Langweilig wird es uns nicht, auch wenn Pfingsten verregnen sollte. Und die Natur freut es. Wünsche Euch allen ein schönes langes Pfingstwochenende!

Will dir den Frühling zeigen, der hundert Wunder hat. R. M. Rilke

Ps. Das Foto der Pfingstrosen ist schon ein paar Tage alt, die Hitze hat sie in nur wenigen Tagen verblühen lassen, es ist halt eigentlich noch kein Hochsommer😉

warm

Hallo zusammen!

Während ich dies noch zu Ende schreibe, ist es draußen immer noch sommerlich warm. Die Holzplatten der Terrasse wurden gerade fix von mir angestrichen, morgen soll es nämlich Regen geben. Eigentlich müsste ich noch so viel mehr anstreichen und machen, aber alles auf einmal geht ja auch nicht. Und ich hab mir gerade eine kleine Pause verordnet, zu viel Sonne, aber genießen möchte man am liebsten jeden Strahl, auch wenn der Sonnenbrand schon da ist. Da wir aber noch keine Hitze gewohnt sind, halten wir es eh noch nicht so lange draußen aus. Tja, haben wir am Wetter nicht immer was auszusetzen? Sonst gäbe es wohl weniger, über das man reden könnte.

Eigentlich ist jetzt die Zeit, in der man noch mal auf seine empfindlichen Pflanzen acht geben müsste: 11. – 15. Mai Eisheiligen, endend mit der kalten Sophie, die kennen ja die meisten. Nun, dieses Jahr waren die wohl etwas früher und so manche Pflanzen haben sich vom Frost immer noch nicht erholt. Einige Bäume, ( Walnuss, Robinie,) z. B. müssen neu austreiben. Aber hier ist nun nicht nur Bienenweide, ich hoffe sehr auf die Meisen. Weniger Singvögel gibt es auch hier dieses Jahr. Hoffen wir auf eine bessere, zweite Brut.

Immer mal wieder habe ich zwischendrin Stempel geschnitzt, (ein wenig aus dem  Buch „Dekorieren mit Lotta“).

Und am Anfang der Woche stellte ich mit Freuden fest, dass die Hollunderblüten anfangen aufzublühen. Sirup Zeit! Und mein jüngerer Sohn hat schon Holler Gelee bestellt. Den mache ich dann statt mit Rohrzucker/Zucker mit Gelierzucker und etwas mehr Zitronensaft, (sonst geliert er nicht so gut). Weissdorn blüht auch gerade wieder zum Sammeln für Herztee.

Abends habe ich angefangen „Anne with an e“ zu schauen, ich erwähnte es ja schon mal hier. Eine so wunderschön gemachte Serie, sie erlaubt sich weniger Farbe, Schnitte, Hektik, Kitsch, dafür erzählt sie so schön, zeigt das Leben, die Menschen, Natur. „Anne auf Green Gables“ ist vielen sicher ein Begriff, eine Buchreihe und auch schon mal als Serie verfilmt. Wer von uns kann sich schon vorstellen, dass man nur ein Kleid hat, der Schulweg bei jedem Wetter über weiter Strecken zu Fuss zurück gelegt werden muss, Kinder, wenn die Familie kein Geld haben, schon arbeiten auf einem fremden Hof. Auch wie man sich zu benehmen hat, so weit weg und dann doch auch wieder so nah. Telefon gibt es noch nicht, Kinderkrankheiten können fast den Tod bedeuten, Mädchen sind zum kochen und heiraten da, was haben wir es heute gut. Und doch ist die Gefühlswelt nicht viel anders, vielleicht ging man etwas anders damit um. Ich sitze jedenfalls da und lächle, seufze und habe Tränen in den Augen.

Bleibt gesund!

Idee gut, Umsetzung weniger

20170411_143440Hallo!

Endspurt auf Ostern zu.

Vorgestern und gestern habe ich es dann endlich gemacht, den Löwenzahnhonig, der kein Honig ist.

Erst wurden die Köpfe abgeschnipst und gesammelt, den Insekten geklaut sozusagen. Dann habe ich das Gelbe vom Grünen getrennt, eine Mischung aus Zupfen und Schneiden und sehr langwierig. Gegen Abend gingen dann die Blüten auch zu und ich habe einige nicht verarbeiten können.

Es war immer noch reichlich, was ich dann mit 1,5l kurz aufgekocht und über Nacht ziehen gelassen habe. Mit einem feinen Sieb konnte ich die Blütenblätter prima am nächsten Tag abfangen und die Masse lies sich auch gut ausdrücken. Entsprechend der Menge Wasser habe ich dann 1500g Zucker genommen. Und es einmal aufkochen lassen, um es dann simmern zu lassen, dass hat viel Zeit und Strom gekostet. Das fand ich nicht so gut, wenn man bedenkt, dass es nur 8 kleine Gläser *Honig* gibt. Auch ist die Löwenzahnnote nicht so stark durchgekommen, wie ich gehofft hatte, es ist eher etwas karamellig. 20170413_085746Aber schmecken tut es sehr lecker. Kennt Ihr andere Produktionsmöglichkeiten? Ich habe gelesen, dass in einigen Rezepten die ganzen Blüten genommen werden, was die Produktionszeit sehr herabsetzen würde. Aber kommt dann das Bittere der Löwenzahnmilch nicht zu stark durch?

Wünsche Euch wenig Arbeit in den letzen Tagen vor Ostern, was ja doch für viele auch ein grosses Familienfest ist, verbunden mit entsprechendem Einkaufs- und Vorbereitungsstress. Lasst es langsam angehen und macht es Euch gemütlich!

PS. Wenn Ihr irgendwas vor habt, wo Eure Finger nicht *schmutzig* aussehen sollten, auch wenn Ihr sie ordentlich geschrubbt habt, lasst das mit dem Löwenzahn an dem Tag.