So schnell wird es herbstlich

Hallo Ihr Lieben.

Noch vor kurzem habe ich mir keine Blumen ins Wohnzimmer gestellt, weil es viel zu warm war. Das hat sich sehr geändert. Ich habe zwar immer noch lange abends die Balkontür offen, aber greife dann doch schnell zur Decke. Die Wespen sind schon viel weniger aktiv und so konnte ich wenigstens zum Essen ein paar Trauben pflücken. Dahlien sind nun die vorherrschenden, bunten Herbstblumen.

Mit dem Blumenstrauß kann ich endlich mal wieder beim Flower-Friday mit machen. Als letzte Sommerboten seht Ihr noch Kornblumen darin aufblitzen. So ein wunderbares Blau!

Die Mitte der Woche war hier noch mal wohlig, sonnig, warm. Den Tag konnte ich ausgiebig nutzen. Mit dem Rad Besorgungen machen hat richtig Spass gemacht, bin viel mehr Wege geradelt, als ich eigentlich musste. Wir haben hier zwei Gemeindewiesen, die mit Obstbäumen bepflanzt sind. Für den eigenen Bedarf darf man dort Fallobst sammeln und auch etwas pflücken. Letzteres gelingt mir iR weniger, fehlt mir doch ein Pflücker und viele der Äpfel sind noch gar nicht reif. Aber es ist auch so genug an Fallobst. Meine Radtaschen wurden vollgepackt. Das gibt feines Apfelgelee. Gerade die Obstwiese am Flughafen ist immer ein kleines Paradies. Hier sind oftmals viele Vögel und Insekten zu beobachten. In diesem grossen Kasten auf dem Foto sind Hornissen, darunter hängt einer für Fledermäuse. Eine Schulklasse kommt, um Äpfel zu ernten, da gibt es natürlich keine Ruhe.

Ich bin ein Landei, mit Obsternte sozusagen groß geworden. Ich wäre die Apfellese etwas anders angegangen. Die Kinder hatten keine Decken um die Äpfel darauf fallen zu lassen beim Abschütteln, keines trug eine Schürze oder hatte einen kleinen Eimer. In die größeren Ernte-Körbe wurden die einzelnen Äpfel geworfen, die auch einzeln aufgehoben wurden. Viel zu viele Wege und Dellen an den Äpfeln entstehen. Aber es waren ja nicht meine Kinder. Schön, dass sie wenigsten etwas heran geführt wurden.

Ansonsten habe ich diese Woche begonnen, meine Sommerpost zu verschicken. Für die, die wissen wollten, was ich zB mit dem selbst geschöpftes Papier angestellt habe, hier lang. (Die „Extrapost“ habe ich diese Woche noch nicht ganz fertig bekommen.)

selbstgekauft

Herbstzeit ist Lesezeit! Einen sehr komischen Krimi (darf ein Krimi komisch sein? sehr gerne! ) lese ich gerade. Ich mein, eine Highlandcow, die als verrückt gilt, weil sie genau weiss, was sie tut und will, alles beobachtet und analysiert, auch schon mal auf Leute los geht, wenn es ihr zu bunt wird. Und der Leichenfund auf der Hybriden Insel wird erst einmal vertuscht. Nun, fassen wir mal den Anfgang so zusammen: ein ehemalige Manager der Schuhfirma Clarks, der nach dem Berufsausstieg nur noch barfuß läuft, die Leiche findet und verscharrt, wird natürlich von verschiedenen Bewohnern der Insel beobachtet. Aber niemand hat wirklich Interesse, den Toten im Schottenrock der Polizei zu melden. Sehr skurrile Personen bevölkern diesen Krimi, ergeben eine skurrile Geschichte.

Und wer das schöne Buch zum Träumen von Charlie Mackesy noch nicht kennt, dem sei es hier noch mal wärmstens empfohlen. Erinnert mich an „Pu der Bär“ und „der kleinen Prinz“ und ich liebe Mackesys Zeichnungen.

Bestellt ist noch das neue Buch von Melanie Garanie, eine Graphik Novele und ein sehr persönliches Buch! Schaut unbedingt mal auf ihren Blog. Seid vorgewarnt, Lachen und Weinen liegen dicht beieinander. Immerhin geht es ganz oft auf ihrem Blog und ausschließlich in dem Buch, um den Tod des kleinen Sohnes, der auch mal als Ritter ausgerüstet ins Krankenhaus ging.

Quelle Carlsen Verlag

Erschrocken haben wir uns, als wir von dem Tod Chadwick Boseman lasen, der den meisten Kinogängern als Black Panther aus dem Marvel Universum bekannt sein könnte. Er verstarb mit 43 Jahre an Krebs, sehr unerwartet. Jetzt muss ich gleich den Film noch mal am Wochenende schauen. Ein Schauspieler, der sehr engagiert war und auch viel zu jung gestorben ist.

Quelle Uli Stein fanshop

Und dann erreicht einen noch die Nachricht, dass Uli Stein verstorben ist. Kaum einer, der seine lustigen Cartoons nicht kennt. Da muss ich nicht viel zu schreiben.(Ach männo)

Zum Ausklang der Woche kam ein Apfelkuchen in den Ofen und die nächste Charge Apfel Gelee wurde gekocht. Da zieht ein „Düftchen“ durch die Wohnung! Schon beim Zerschneiden der Äpfel duftet es wunderbar zart, so eine Note müsste es als Parfum geben.

Habt ein wunderbares Wochenende. Ich schau jetzt bei Andreas Samstagsplausch vorbei.

(Vollkornmehl) Hefeteig, Schmand, Äpfel, Zucker und Zimt

Edit: Heute ist in vielen Buchhandlungen der Gratis Comic Tag. Der wurde im Mai verschoben. Habe ich auch übersehen.

Feuchte Schafskälte

Hallo, Ihr Lieben.

Andrea läd wieder zum Samstagsplausch ein, kommt doch auf einen Kaffee oder Tee oder ein kühles Getränk vorbei.

Es ist feucht und kühl am Anfang in dieser Woche gewesen. Viel Regen hat es nicht wirklich gegeben. So unterschiedlich ist es gerade in Deutschland mit dem Wetter. Aber es ist eine gute Zeit gewesen um noch mal schnell etwas einzupflanzen und noch mal Bienen Blumensamen in Lücken zusähen. Für die erste Saat im Frühjahr war es einfach zu trocken und ich habe nur ganz wenig und gezielt gegossen. Das muss ich auch jetzt noch, weiter gießen.

Ich habe in der Bücherei ein tolles Buch entdeckt.“ Tausend geniale Lifehacks vom Topp Verlag. Ich liebe es. Ein paar Sachen kennt man, viele neue Ideen findet man. Davon kann meine Familie jetzt ein Lied singen. In Anbetracht der Wetterlage fand ich diese Idee super zum einfachen und punktgenau Bewässern. Wenn in das Gefäß die Löcher gebohrt würden, schaufelt Ihr neben der Pflanze etwas Platz und gräbt es dort ein. Nun bleibt das Gießwasser genau da, wo es hin sollte.

Die passende Beschriftung zur bewässernden Pflanze steht auf einer Holzwäscheklammer. Oder ein Holz – Eisstäbchen am Rand mit dem Namen. Da hätte die Plastik Verpackung, die man manchmal doch noch hat, eine Verwendung.

Die Melonenbirne, die ich erstmals ausgepflanzt habe, kommt gut, erste Blütenansätze sind zu sehen. Die Tomaten wachsen gut mit ersten Blüten und wieder freue ich mich, daß auch die Gloriosa wieder ihre ersten Blätter aus der Erde streckt. Die Ruhmeskrone (ihr anderer Name) ist eigentlich im feucht-warmen Dschungel als Kletterpflanze beheimatet, ähnlich müssen hier auch die Bedingungen sein. Diesmal berichte ich eher aus meinem Garten, wie Ihr lest. Hier sind am Mittwoch zB ganz viele verschiedene Marienkäfer geschlüpft, sowohl einige heimische als auch chinesische (die mit den ganz vielen Punkten, die leider die heimischen verdrängen). Die Marienkäfer Larven waren an meinen Pflanzen recht erfolgreich bei der Blattlausvernichtung. Und was sie nicht gefunden haben, holten sich die Blaumeisen.

Hier seht ihr wohl einen schwarzen Schildläuse Marienkäfer, der eher selten in Deutschland geworden ist
leider etwas pixelig

Letztes Jahr hat diese Schwertlilie nicht geblüht. Dieses Jahr waren sie und Ihre Schwestern die Bartlilien um so reichblühender. Dies ist eine „Übelriechende Schwertlilie“, auch wenn sie überhaupt nicht unangenehm riecht. Sie war schon hier im Garten als wir einzogen und ein Freund hat dann herausgefunden, wie sie heißt.

Übrigens gibt es diesen Monat wieder die Möglichkeiten „offene Gärten“ zu besuchen. Ob ein Garten in Eurer Nähe ist, erfahrt Ihr online.

Im Park fand ich wieder eine schöne Feder. Das es eine Raubvogelfeder ist, war mir klar, aber welcher kann es wohl gewesen sein? Dank dem Internet weiß ich meine Vermutung, dass es ein Habicht war, bestätigt. Großartig, dass man auch hier so viel nachschlagen kann, (Segen und Fluch des weiten webs).

Habichtfeder
etwas unscharf, da durch das Fenster fotografiert

Fleissig gefüttert und fliegen geübt wurde Anfang der Woche, sehr gefreut habe ich mich über das kleine Gartenrotschwänzchen. Hoffentlich sind alle Küken schon flügge genug, um vor den Katzen sicher zu sein.

Mit dem Rad bin ich vor Fronleichnam einkaufen gefahren, durch die Felder. Wunderschöne Wegraine und zwischen den Getreidefeldern blühende, bunte Streifen. Es gibt hier in dem dichtbesiedelten Raum einen Bereich, der u.A. von der EU gefördert wurde, aber auch eine Privatinitiative eines Biologen. Und einen Landwirt, der viele Streifen mit Blühpflanzen eingesäht hat oder brach liegen lässt.

Den Feiertag lassen wir mal einfach weg, Kopping, wie man hier so schön sagt.

Der Freitag ist voll. sowohl digital als auch real. Besorgungen machen, der Sohn hat Schule, ich mache mit bei zwölf von zwölf und zeige meinen Blumenstrauß.

So, da endet die Schafskälte in einem wirklich sehr warmen Tag und auch der heutige Samstag verspricht schon zu dieser frühen Uhrzeit eine schwühle Hitze. Gut das ich gestern alles ereledigt habe. Heute werde ich mich wohl kaum rühren, denn schon der Hundegang eben hat mir die Schweißperlen auf s Gesicht getrieben.

Ich hoffe, Ihr habt alle ein kühles Plätzchen, genießt das Wochenende und bleibt von Unwettern verschohnt.

nägelein

Hallo Ihr Lieben.

 

Got geb euch eine gute nacht / von rosen ein dach / von liligen (Lilien) ein pet / von feyal (Veilchen) ein deck / von muschschat (Muskat) ein tuer / von negellein (Nelken) ein rigelien dar für

 

Johannes Brahms berühmtes Schlaflied *Guten Abend, gut`Nacht* „besteckt“ die Decke mit Nelken. (Daher stammt auch meine Überschrift)

Bartnelke
In dem Schüsselchen gedeiht eine Süsskartoffel

 

Was ich oben wiedergegeben habe, ist die mittelhochdeutsche Form eines Liebeslied, mit einer rundum durftenden Schlafstatt. So war diese Blume doch das Symbol der Liebe und Ehe, rot natürlich für das Verlangen, Weiß für die Ehe.

Der botanische Name der Nelke ist „Dianthus“, Blume der Götter. Ihr alter Name „Nägelin“ kommt aus der Ähnlichkeit zur Verwandschaft, denn im getrockneten Zustand sieht sie aus wie die Gewürznelke, die ihrerseits an einen Nagel erinnert.

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In Allegorien der fünf Sinne verkörpert die Nelken oft den Geruchssinn. Wenn man mal genauer auf Bilder des späten Mittelalters und der Renaissance schaut, findet sich dort sehr häufig die Nelke. (Die Dame mit dem Einhorn, als Passionsblume in Bildern von Jesus und Maria.) Bei der Tischdekoration sollte sie schlechte Gerüche überdecken und wurde auch zum Kochen verwendet, ebenso wie in Getränke gestreut. Eine alte Nelkensorte heißt Sops in Wine, *in Wein getunkte Bissen*. Auch im 19. Jahundert wurde die Nelke vielfach in Parfüms und Pomaden verwendet. In Andalusien ist die Nelke der Inbegriff von Weiblichkeit, man schaue sich nur die Flamenco Kleider an. Bei den Stierkämpfen tragen die zuschauenden Damen eine rote Nelke hinter dem Ohr. Man(n) beachte da, auf welcher Seite, denn links bedeutet, dass sie ungebunden sind.

Wärend der französischen Revolution waren Nelken das Widerstandssymbol der Adeligen. Diesen Widerstandsgedanken griffen 1889 Anhänger der Arbeiterbewegung auf. Dieses Symbol des Widerstandes blieb der Nelke bis heute erhalten.

Als ich gestern Spargel beim Bauern im Ort kaufte, standen im Eimer diese wunderschönen „Tausendschön“ Nelken. Auch wenn ich mir eigentlich aus dem Garten Iris in die Vase stellen wollte, konnte ich nicht widerstehen.

Meine Informationen sind fast alle aus dem wunderschönen Buch *Nelken* von Sussane Stephan aus der Reihe *Naturkunden* im Matthes & Seitz Verlag, welches ich mal geschenkt bekommen habe. (Übrigens eine sehr schöne Reihe!)

 

Verlinkt bei Holunderblütchen und Freutag

 

Guten Abend, gut’ Nacht,
mit Rosen bedacht,
mit Näglein besteckt,
schlupf unter die Deck’:
Morgen früh, wenn Gott will,
wirst du wieder geweckt.

Guten Abend, gut’ Nacht,
von Englein bewacht,
die zeigen im Traum
dir Christkindleins Baum.
Schlaf nun selig und süß,
schau im Traum ’s Paradies.

altes Schlaflied, vertont von J. Brahms
1808 unter dem Titel Gute Nacht, mein Kind! veröffentlicht im „Des Knaben Wunderhorn“

Waldmeister, Papageientulpen und Maibäume

Hallo Ihr Lieben.

 

Seid herzlich eingeladen zum Samstagsplausch bei Andrea. Hier gibt es für mich wie jeden Morgen einen Milchkaffee.

Es war eine ruhige Woche. Die Bücherei hat sich einen neuen Plan überlegt, wie man jetzt wieder abgeben und ausleihen kann. Ich hatte eine sehr grosse Tasche mit abzugebenden Titeln und es hat so gut getan, zwischen den Regalen zu schauen. Allerdings habe ich mitgehört, dass wohl erst mal keine neuen Titel angeschafft werden. Finanzen werden überall ein Thema werden.

Papageien Tulpe

 Unsere Gartenmöbel sind teils hinüber und am Mittwoch wollten wir einen neuen Tisch und zwei Stühle kaufen. Das Angebot des Tisches war schon kurz nach Öffnung ausverkauft. Nun, durch Corona und den sonnigen April sitzen die Leute und auch wir, viel mehr im Garten oder auf dem Balkon. Jetzt haben wir doch einen Tisch bestellt, für viele weitere Tage im Garten. Aber ich freue mich so auf Regen. Es ist so trocken und die Luft voller Pollen. Ich glaube,  es gibt wieder eine Notblüte. Außerdem scheinen fast alle Blumen, Sträucher und Bäume gleichzeitig zu blühen. (Selbst als nicht-Allergiker niesse ich lauthals und bekomme von den Nachbarn „Gesundheit“ gerufen – sehr passend, wenn Ihr Mal schauen wollt, woher der Brauch stammt.)

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Dank 1. Mai Feiertag ist es diesmal ja eine kurze Arbeitswoche. Auch wenn oftmals die Zeit verschwimmt. Pünktlich zum Feiertag fällt immer wieder Regen und es ist kühl und frisch und die gelben Pollen zu Rinnsalen zusammen gekommen.

Hier gibt es den Brauch des Maibaum Aufstellen als Liebesbeweis. Dieses Jahr ist ein Schaltjahr und die Mädchen würden den Jungen eine bunt geschmückte Birke schenken.

Herz

Aber leider benötigt man i. R. mehr als einen Helfer zum Baum aufstellen. So gibt es nur ein paar Bäume, denn die Aufstellservice kommen gar nicht hinterher. Noch beim frühen Hundegang habe ich ein Auto mit diversen Birken auf dem Dach flitzen sehen. Manche haben sich auch so beholfen und vorhandene Bäume genutzt. Das die Dorfmaibäume dieses Jahr nicht auf den Dorfplätzen aufgestellt werden, ist auch klar. Kein in den Mai tanzen. (Finde ich alles nicht so wild, es gibt wirklich Schlimmeres!)

 

Maiwanderungen in geselliger Runde mit feucht fröhliche Picknick gab es auch nicht.  Es hat immer wieder Regenschauer gegeben. Also war die Maiwanderungen vielleicht auch verschmerzbar.

Tulpen im Glas

Besondere Tulpen habe ich ergattert. Papageien Tulpen, so wunderschön. Ich habe dann nachgelesen, dass diese Art nur durch eine zufällige Mutation entstanden ist. Als erstes kommen die grünen Blätter kraus aus der Erde.

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Eine Maibowle mit Waldmeister aus dem eigenen Garten kann ich schon nicht mehr ansetzen, denn das duftende Kraut blüht schon fleißig. Ich habe von meinen Eltern gelernt, dass das blühende Kraut schon zu giftig ist. Aber zwei kleine Sträußchen habe ich gemacht für meine Wäscheschublade. Waldmeister erhält durch Welken Cumarin. Es ist leicht giftig, kann Kopfschmerzen verursachen, aber als Mottenmittel wunderbar und süßlich angenehm duftend. Als Heilmittel wird die Pflanze schon sehr lange eingesetzt. Ein altes Wort für Waldmeister ist auch Labkraut, das habt Ihr sicher schon mal in Geschichten und Märchen gelesen.

Waldmeister Thome
Quelle Wikipedia, Thome

 

Einen schönen Start in den Wonnemonat Mai.

 

Verlinkt auch bei Holunderblüchen

 

 

Eine besondere Woche

Hallo Ihr Lieben. Diese Woche… ja, das war und ist eine besondere Woche!

 

Mein Schatz muss wieder zur Arbeit, nach etwas Urlaub. Das ist schon komisch, auch wenn es nur die Feiertage und die Folgetage waren. Die Tage verschwimmen so durch das #bleibzuhause. Pünktlich zum Wochenstart habe ich mich erkältet, mit Kopfschmerz und Halzschmerzen legte ich mich hin, der Sohn versorgt mich mit Tee, ich schlafe an dem Tag viel. Das hat offensichtlich geholfen. Gut ging es Dienstag Morgen noch nicht, aber es wurde stündlich besser. Ein wenig *Kopping* war wohl auch dem extremen Hoch geschuldet.

Ich habe mit meiner Mutter telefoniert. “ Corona stiehlt mir ein Jahr meines Lebens und so viele habe ich doch nicht mehr davon.“ Vereinsamung! Ich glaube, das unterschätzen wir alle, das Thema.

Flieder
Flieder von der Nachbarin

Es ist trocken und der Wüstenwind trocknet alles noch mehr aus. So früh habe ich noch nie den Wasserschlauch anschließen müssen. Normal versuche ich, nur mit wenig gießen über die Runden zu kommen. Irgendwo im Keller hat der erste Besitzer unseres Hauses einen Brunnen gebohrt, den ein Folgebesitzer dann aber wieder zugemauert hat. Aber eine Lösung wäre das auch nicht, denn das geht zu Lasten des Grundwasserspiegels. Allerdings punktuelles, ausgiebiges Gießen ist schon unerlässlich, wie löst Ihr das? Erste Waldbrände, fast vor der Haustür, die kaum in den Griff zu bekommen sind, Trecker, die riesige Staubfahnen auf dem Feld hinter sich her ziehen, lassen uns ahnen, was wohl wieder kommt.Was gut gegen den Corona Blues ist, ist schlecht für die Natur.

weißer Flieder
Die Dose habe ich übrigens vor Jahren nach einem Jugendstil Bild bemalt

 

Ich nutze es aus, dass man endlich auch wieder in eine Buchhandlung kann und hole Schmökernachschub. Hier gibt es Masken aus Plastik zu kaufen, die ein Bastler in Kommission gegeben hat. Sie werden mit einem Gummiband auf den Kopf gesetzt und sehen wie Schweißermasken aus. Ich finde die Idee toll, kaufe eine. Aber abends erklärt mein Schatz mir, dass sie leider kein Ersatz für eine korrekt sitzende Maske über Mund und Nase ist, die Aerosolverteilung ist der Knackpunkt. So sind die angenehmen Lösungen gerade nicht immer die besseren. Eine richtig gute Idee habe ich dann aber doch noch gefunden: sewsimpel

Masken
Idee und Schnitt sewsimpel, aus zwei alten Shirts werden bei mir 18 Masken

Ich habe den dehnbaren Stoff der ollen Shirts wirklich gut ausgenutzt, deswegen ist schon Mal eine Kante am Nasenbereich. Die Ohrbereiche werden beim Aufsetzen einmal gedreht und dann sitzt das Teil super, wurde schon fleissig getestet. Ausser man ist Bartträger wie mein Mann, da muss ich wohl mit einem ganz andere Schnitt ran und doch noch die Nähmaschine rausholen. Denn der Clou bei dieser Maske ist ja, dass ich keine Nähmaschine brauche! Aber ein Roll-Schneider beschleunigt die Sache sehr. Nach Tragen wird gebügelt, gegen Keime, aber es ist ja 100% Baumwolle und kann auch heiß gewaschen werden.

Geburtstag wurde diese Woche zwei Mal begangen. Schon der dritte Geburtstag unter Corona Bedingungen. Aber ein wenig *richtig feiern* geht doch. Lieblingsessen, Lieblingskuchen, leckere Lieblingsgetränke.  Miteinander im kleinsten Rahmen, immerhin, wir sind zu viert, zusammen. Der Sohn ist Doctor Who Fan und diese „komische Pyramide“ ist ein Dalek, ein Erzfeind des Doctor. Für alle „Nicht Geeks“, Doctor Who ist eine BBC Serie und ziemlich schräg und schon sehr lang  im Fernsehen  laufend.

Geburtstag 1
Frühstücksplatz

daleks
Daleks

Der zweite ebenfalls selbsgeschnitzte Stempel ist eine der Lieblings SF- Buch- und Strategiespiel Reihe meines Mannes: Battletech. Noch mehr Geek Kram also für den zweiten Jubilar.

Battletech

Ach ja, für mich selber habe ich übrigens ein wunderschönen Titel in der Buchhandlung geholt, stelle ich Euch noch vor, zusammen mit dem dritten geschnitzten Stempel aus dieser Woche. Der Titel ist mir zu schön, um es einfach nur zu erwähnen. (Ist schon auf mehreren Blogs gezeigt worden.) Einfachen Lesenachschub zum Abschalten gab es auch, ein Krimi *old style*, für Sherlock Holmes Fans (wie mich), aber prompt hatte ich kaum Zeit um rein zu schauen.

Ich habe die Gewinner ausgelost. Ich war so frei und habe aus drei, vier Gewinne gemacht, mehr Karten gedruckt, also etwas aufgestockt. So gehen jetzt vier Grossbriefe hier raus. Ich danke Euch allen für so viele Kommentare und Unterstützung und liebe Worte. Das bloggen tut mir gerade gut, sowohl schreiben, als auch lesen. Ein wenig das Prinzip des “ geteiltes Leid ist halbes Leid“.

 

Habt ein wunderschönes Wochenende. Bleibt tapfer und gesund!

 

Verlinkt beim Freutag, Holunderblütchen und dem Samstagsplausch von Andrea.

Ostern, Jubiläum und mehr

Hallo Ihr Lieben.

Fast hätte ich es übersehen, abgetan, weggeklickt. Ich blogge nun seit fünf Jahren. Erst sehr im Verborgenen, von der Technik keine Ahnung, weder auf dem Blog, noch bei anderen Bloggern. (Verlinken? Kommentieren?) Eine ganz neue Welt hat sich damals für mich geöffnet.

Ein Jubiläum wird normalerweise auch gefeiert. Also verlose ich hier drei Geschenke, einmal ein 5er Päckchen mit Briefkarten aus meiner Stempelei, eine bedruckte Jutetasche mit dem Bulli Motiv und ein kleines, bedrucktes (Wachs kommt von einem Immer aus der Verwandtschaft und ist absolut so, wie es aus dem Bienenstock im Sauerland geholt wurde) Wachstuch.

Danke an Euch! Das Miteinander in der Bloggerwelt ist wunderbar!

Wachstuch Beutel

 

Teilnehmen könnt Ihr über einen Kommentar hierzu (oder falls es aus irgendeinem Grund mit dem Kommentar nicht klappen will, auch über eine email.) Verlosen werde ich dann am Wochenende nach Ostern, am Sonntagabend, 24.00 Uhr. Gebt bitte an, was Ihr gern hättet, oder ob es Euch egal ist: Tasche, Tuch oder Karten.

 

Außerdem ist natürlich fast Ostern! Osterdeko, Blumenstrauß, Backtipps,…

 

Osterdeko1
Der Bussard ließ netterweise eine Feder für mich liegen, ein sehr schönes Ostergeschenk

 

Von einer Freundin habe ich ein superleckeres, ganz schnell und einfach zu machendes Rezept bekommen: Friesenschnitte von der Hallig Hooge

250g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, 125g Öl (neutrales), 150g Fanta (Orange), 4 Eier, 250g Mehl, 3 TL Backpulver

Pflaumenmus und 3 Becher Sahne, Zimt und Zucker, Sahnesteif, Vanillezucker

Teig verrühren und auf ein Backblech verteilen, bei 175 °C etwa 25 Minuten backen, dann abkühlen lassen.

In der Zeit Pflaumenmus bereit stellen (Ihr braucht etwa 2 Becher) und 3 Becher Schlagsahne aus dem Kühlschrank holen. Sahne mit Sahnesteif und Vanillezucker steif schlagen. Erst kommt das Pflaumenmus auf den gebackenen Boden, dann darüber die Sahne. Anschliessend bestreut Ihr das noch mit Zimt und Zucker und macht mit der Gabel ein paar Wellenmuster rein. Kühl stellen, geniessen!

Ich kann Euch noch kein Bild zeigen, weil der Kuchen noch nicht gebacken ist für den Ostermontag. Da es aber so ein wunderbares Rezept ist, wollte ich es schon mit Euch teilen, vielleicht benötigt Ihr noch ein einfaches Rezept mit großer Wirkung und wo die Zutaten eigentlich fast immer im Haus sind. (Also ich musste nur die Orangenlimonade kaufen, die gibt es hier nie.)

Ostern

Das kleine Biedermeiersträußchen habe ich in einem alten Bierhumpen stehen. Da steht in altdeutscher Schrift „Freundschaft“ eingraviert und der zierliche Humpen ist von meinem Urgroßvater. (Strauß und Humpen passen zeitlich also.) Meine Mutter bekam ihn von ihrer Mutter zu meiner Geburt, mit Märzbechern gefüllt, überreicht.

Biedermeierstrauß
Auf dem Frühstückstisch

Ganz frisch schmückte der Strauß den Frühstückstisch. Ihr seht am anderen Bild, dass Karfreitag die Vergissmeinnicht die Führung übernommen haben. Vergissmeinnicht kann ich nun auch schon im Garten pflücken. Die Karwoche war so warm und trocken. Dass uns ausgerechnet am Osterwochenende das regnerische, abwechslungsreiche Wochenende erwartet, ist schade, aber so ist es für die Natur jedenfalls besser. In der Landwirtschaft wird auch dringend für die Saat und Pflanzungen Regen benötigt.

Wir haben ja gefastet, Süss und Alkohol und mein Schatz auch Fleisch.(Ohne religiöse Gründe und bis Karfreitag, einfach weil so was auch Mal wichtig ist. Aber diesmal fiel es uns in der Corona Zeit wirklich zum Schluss schwer.) Jetzt freuen wir uns richtig auf ein Festessen an den Feiertagen. Wir werden es uns mit Ostereiersuche, Eierdötschen, Kuchen, Braten und Tiramisu gut gehen lassen, egal ob Aprilwetter uns im Haus bleiben lässt, oder auch im Garten. Und anstoßen werden wir auf uns und unsere fernen Lieben! Den Geburtstagssekt haben wir dann auch gestern geköpft und unser erstes Eis in der wirklich schön kräftigen Sonne geschleckt.

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Mehr Berichtenswertes aus der Woche? Die Fahrradwerkstatt hatte auf, was das Rad des Sohnes nach einem Abdrängmanöver gerettet hat. Der Bordstein hatte Gangschaltung und Hinterrad verbogen. Nicht das erste Mal, dass ein Auto meint, im Kreisverkehr wäre doch genug Platz. Sobald wir wieder können, kommt da jetzt eine Schwimmnudel auf den Gepäckträger und es gibt eine Helmkamera. Drei Mal ist das schon passiert.

Im Garten habe ich hier und da etwas gemacht. Der Zaun wurde fix zu dritt mit klarem Öl angestrichen, damit die Farbe der Douglasienbretter weiterhin erhalten bleibt. Als Dankeschön für die schnelle Hilfe gibt es für den nächsten Tag Vanillemilchreis. Wenn der Wertstoffhof endlich wieder öffnet, kann dann auch der alte Zaun entsorgt werden. (Im Wald solchen Müll entsorgen ist gerade ganz populär!) Der verstopft den hinteren Teil des Gartens. Wenn, wenn, ich ertappe mich immer häufiger, darüber nachzudenken und zu planen, was alles gemacht wird, wenn #wirbleibendaheim endlich vorbei ist. Übrigens, habt Ihr Euch auch die Faltanleitung für Masken im Netz angesehen? Ohne Nähen! Ihr benötigt ein viereckiger Tuch und zwei Haargummis. Mein Bruder befürchtet schon, dass nach den Ferien die Schulen und Kindergärten doch nicht wieder aufmachen, dann weiss er nur langsam keine Lösung mehr für seine Kurzen. Meine Schwester arbeitet immer noch in der Physio und natürlich schwebt da auch immer Angst über jeder Behandlung, auf beiden Seiten. Meine Mutter hat das gute Wetter genutzt und ist ganz viel im Wald arbeiten gewesen.

Gelesen habe ich das ausgeliehen Buch von Neil Gaiman „Der Ozean am Ende der Straße“ und wie jedes Buch von N. G. ist es empfehlenswert!  Der ‚Ozean‘ wurde ‚Book of the Year‘ und zudem noch mit dem ‚National Book Award‘ ausgezeichnet und ist wohl mit eines der persönlichsten Bücher von Gaiman! Zwei Erzählebenen zeigen uns den trauernden, älteren Protagonisten und auf der andere Ebene, die fantastische Welt, in die er als siebenjähriger durch Zufall hinein gerät – am Ende der Strasse, in einen Ententeich, der ein Ozean ist. Vielleicht kann nur so der einsame Junge verarbeiten, was er gerade erlebt hat und was noch auf ihn wartet, als er aus dem Ozean zurück kommt. Zum ersten Mal erfährt er auch wahre Freundschaft. Fantasie und Realität vermischen sich, dort, an diesem alten Bauernhof, mit den drei „magischen“ Frauen und dem Ozean. Kindheit und Erwachsenenwelt prallen aufeinander. (Denkt daran, wenn Euch der Lesestoff ausgeht, fast alle Buchhandlungen liefern Eure Bestellungen nach Hause!)

Ein wenig aufräumt und sauber gemacht wurde natürlich auch. Langeweile gibt es kaum. Aber das ist langweilig zu lesen.

Wicken
Engl. Wicken, ein paar Samen konnte ich vom letzten Jahr sammeln. Übrigens ist so ein großer Stein nicht nur dekorativ, sondern auch eine Wärmequelle. Ab und an wg Schnecken drunter schauen.

 

Habt eine wunderschönes Osterwochenende! Egal, was drum herum für Wetter ist, sucht Euer Osternest halt drinnen. Esst furchtbar viel und lacht noch mehr, trinkt auf das was Ihr liebt und schaltet beim Eierdötschen viele „Gegner“ aus.

 

Gern zeige ich den Strauß wieder bei Holunderblütchen und Freutag, teile meine Woche beim Samstagsplausch von Andrea.

 

Natur nötig

Hallo Ihr Lieben.

Uns allen hilft sie gerade sehr: die Natur.

Wenn wir nicht ab und zu hinaus in den Garten oder auf die Felder oder Wälder kommen könnten, wirklich ganz und gar eingesperrt wären, gar nicht vorstellbar.

Da kommt dieses wunderschöne Buch (nicht nur inhaltlich) genau zur richtigen Zeit. Ein Geschenk von Freunden: „Im Wald“

Ein Engländer, der beschließt, das 1,5 ha grosse Waldland seiner Familie, wie seine Vorfahren zu bestellen. Kein Schönmalen, kein falscher Idealismus. Der Wald ist nicht zum Ansehen da, sondern zum Wirtschaften. Aber mit Respekt und Erfurcht und natürlicher Freude über das Schöne . Genau so schreibt John Lewis-Stempel auch. Mit dem Staunen und der Poesie eines Kindes und dem Realismus der Notwendigkeit.

Auf dem, für heutige Verhältnisse in der Landwirtschaft, kleinem Stück Land, hält er Tiere, baut Pflanzen an und nutzt das Holz. Genau, wie es seine und auch vielleicht unsere Vorfahren gemacht haben, mit ganz ähnlichen Methoden. (Ich habe hier ja schon das ein oder andere Mal vom „Hauberg“ geschrieben.) Dabei vergisst er nie, was dort auch seinen natürlichen Lebensraum hat.

Im Wald
John Lewis-Stempel „Im Wald“ DuMont Verlag

 

In meinem Garten war die Nachbarskatze leider gar nicht vorsichtig, beim Überspringen der Grenzen. Zu den abgeknickten Tulpen habe ich noch ein paar wenige Blumen dazu gesetzt, von der Clematis, Traubenhyazinten und diesem schönen Busch.

DSCN6543 Mein weißes Mandelsträuchlein blüht wieder, dass es eine wahre Pracht ist.

 

kleine Vase

sträusse

Mit dem Nähen der allseits präsenten Masken bin ich noch nicht viel weiter gekommen. Ich habe keine Möglichkeit, meine Nähmaschine und auch viele Bastelsachen und Nähmaterialien „liegen zu lassen“. Also ging viel Zeit für das Zusammensuchen und Zuschneiden und Bügeln drauf. Dann wurde der Tisch wieder anderweitig gebraucht, ohne dass ich eine Maske (nach dem Essener Schnitt) fertig hatte.

Also laufen wir zZt eher wie Banditen herum:

Schnupftuchmaske
Schnupftücher als Maske

 

Hier komme ich gerade vom frühmorgentlichen Hundegang heim. Drei Eichhörnchen beim sich Jagen beobachtet, ebenso rumtollende Karnickel, bis die nächsten Hundegänger kamen. Husch, war das Hunde- und Frauchenkino beendet. Außer ein oder zwei Einkaufsgänge in der Woche ist das die einzige Zeit und Möglichkeit, draußen zu sein. (Und diesen Hundespaziergang ziehe ich auch eher vor, selbst wenn man bei den notwendigen Besorgungen sogar mal eine Freundin trifft und sich von Straßenseite zu Straßenseite anbrüllt.) Spazieren gehen ist hier im Moment nicht wirklich schön, da natürlich viele diese Idee haben. Aber da ich mich just erkältet habe, bin ich nun noch mal mehr vorsichtig und geh nicht so in den kalten Ostwind.

Und wer sich fragt, warum ich mich noch freue? Das Klopapier ging wirklich zur Neige und im fünften Laden habe ich, (auf Nachfrage,) welches bekommen.

Euch ein wunderschönes Wochenende. Der Palmsonntag soll hier richtig warm werden.

Verlinkt bei Freutag und Holunderblütchen und dem Monatsmotto der Zitronenfalterin und dem Lesezimmer von Kaminrot

Frühlingsbeginn

Ihr Lieben!

Heute ist der 20.3. und damit beginnt lt. Kalender der Frühling.

Ich bin ein Frühlingskind, absolut. Kalendarisch und mental. Ich mag eigentlich alle Jahreszeiten, aber dieser jährlich Neuanfang! Ich kann es gar nicht erwarten, wieder barfuß zu laufen, mein Gesicht in die Sonne zu strecken, die Hände in die Erde und die Ohren gespitzt, in der Nase den Duft des Frühlings. Ich bin kein Sonnenanbeter und kann auch eher mal sitzen bleiben, denn was tun. Aber im März…

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Beatrice hat für uns eine wirklich schöne Aktion organisiert. Wir schicken uns Frühlingspost. Richtige Briefe. Keine SMS oder virtuelle Grüße. Man bekommt eine Karte und schickt eine. Und alle sollen wir sie am Frühlingsbeginn öffnen und wenn möglich, auch auf den Blogs zeigen.

Da ich meine Karte recht früh fortgeschickt habe, habe ich auch meinen Beitrag hier zu nächtlicher Stunde schon veröffentlicht. Wenn man nicht mehr wirklich gerade aus schauen kann… Morgens ist der ganz schnell einfach im Papierkorb gelandet und wurde erst heute wieder hergestellt.

Danke an Claudia für die liebe und sehr aufwendige Post. Ein schönes Blumenaquarell von Ihr hat den Weg zu mir gefunden.

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Ein bisschen Frühlingsblumen habe ich mir gepflückt. Nicht viele, denn das Wetter war so schön, dass ich sie draußen bestaunen konnte.  Zwei Frühlingspfeifen begleiten sie.

blumen

blümchen

Ich habe auch die Terrasse neu gestrichen, wie man vielleicht sieht. Ja, still gesessen habe ich die Sonnentage kaum.

 

Verlinken möchte ich diesen Beitrag beim Freutag und bei Holunderblütchen.

und dem Monatmotto von Andera, Den Frühling selber machen.

Macht es Euch gemütlich!

Bei Melanie stand es das erste Mal und ich habe es mir etwas zum Credo gemacht:

Bleibt tapfer

Und gesund!

 

 

 

Löffelweise

Hallo Ihr Lieben.

Hier gibt es gerade löffelweise Glück. Beim letzen Basteltreffen habe ich meine bereits gesammtelten Holzlöffel rausgeholt und auch den Brennpeter noch mal. Dann wurde mit dem Bleistift vorgezeichnet und die Motive anschliessend eingebrannt.

brennpeter löffelLöffel

Esel, Hirsch, Mohn, Löwenzahn und Zaunkönig haben sich hier nun versammelt. Es macht unglaublich viel Spass, mit dem heißen Brennpeter in das Holz zu malen.

Da der morgendliche Hundegang mitlerweile wieder im Hellen stattfindet, habe ich mir einen kleinen Veilchenstrauß gepflückt. Man muss ja ausnutzen, wenn es gerade mal nicht regnet. Letzte Woche war es noch ein Archivbild, heute zeige ich meinen neuen, kleinen Strauß in einer Mokkatasse.

Veilchen

Da hat sich für einen Moment mal die Sonne hervorgewagt.

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Und eine Vase mit weißen Veilchen Blüten, die ich gestern fand, als ich endlich Mal wieder mit dem Rad unterwegs sein konnte.

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Macht es Euch gemütlich!

 

PS. Wer gestern die Nachricht bekommen hat, dass ich einen Beitrag zur Frühlingspost veröffentlicht habe, derselbige war eine Woche zu früh dran und kommt am 20.3.

 

kleiner Sonnenschein

Der Veilchenpflücker

Sie sprach: „Ich möcht ’nen Veilchenstrauss,
Gepflückt von deiner Hand!“
Da ritt ich flugs in’s Feld hinaus,
Bis dass ich Veilchen fand.
Mein Rösslein band ich an den Baum
Und bückte mich in’s Gras,
Doch wie ich dort im Liebestraum

Recht emsig pflückend sass –
Da riß mein Pferd sich plötzlich los
Und nahm mit Hast Reissaus.
Ich fügte still mich in mein Los
Und sprach: ’s gilt ihrem Strauss!
Der Lohn ist süss, der meiner harrt,
Sie küsst die Veilchen gar,
Dann droht sie mir nach Schelmenart
Und reicht den Mund mir dar.

Dem Rosse folgt‘ ich lange Zeit,
Und rief und lockte sehr.
Durch Wald und Wiesen lief ich weit,
Doch sah ich’s nimmermehr.
Und finster ward’s, ich kam nach Haus
Nach manchem Sprung und Sturz –
Was sagte sie zu meinem Strauss?
„Die Stiele sind zu kurz!“

 Anna Löhn-Siegel, 1830-1912 ( deutsche Schriftstellerin )

Hallo Ihr Lieben,

einen aktuellen Veilchenstrauß kann ich Euch noch nicht anbieten, es blühen zwar schon welche wild im Beet und Rasen, aber bei dem Regen und Matsch mag ich mir noch keine pflücken, ich habe auch keinen tapferen Verehrer, der sogar dafür sein Ross aufgibt, nur um einen Kuss zu erhaschen. Aber ich hoffe, das Gedicht heitert Euch ein wenig auf, bei dem grauen Wetter. (Veilchensträußchen, hier Fotos vom letzen Jahr, sind der Inbegriff des Biedermeiersträußchen. Ob bieder oder nicht, allein der Duft verzaubert.)

Genau deswegen habe ich mir wieder die Sonne in das Haus geholt, verschiedene Narzissen duften hier nun um die Wette und ihre gelbe Farbe erfreut das Herz.

narzis

straus narzissen

narzissen

 

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