Immer wieder gerne Nelken, Schwertlilien oder Pfingstrosen

Hallo Ihr Lieben.

Schon letzte Woche habe ich mir diesen bunten Strauß gegönnt, als Aufmunterung. Feine, kleine „Bauernsträuße“ hat der Hofladen im Ort. So wie Gemüsesuppen hier „einmal durch den Garten“ genannt werden, statt Minestrone, so könnte man das zu diesem Strauß auch sagen. War sicher lustig anzusehen, in einer Hand einen großen Sack Kartoffeln und in der anderen den kleinen Strauß. Ich war aber sehr zufrieden, hatte ich doch den letzte Sack „alter“ Kartoffeln ergattert. Bis es jetzt leckere, heimische Kartoffeln gibt, dauert es noch etwas.

Die Bartnelken überzeugen mich immer wieder schnell, sie doch mitzunehmen, sind es doch sehr dankbare und langlebige Vasen Schönheiten. Aus dem eigenen Garten den Zierlauch in die Vase zu stellen, gehört für mich jeden Frühling dazu. Dabei sieht man vor lauter Wolfsmilch kaum die Bartnelken, stelle ich auf dem Foto fest. Kann mir jemand helfen, wie die lila Blumen heißen?

Von Freunden bekam ich diese traumhaften Duftpäonien geschenkt. Regelmäßig verschenken sie ihre Blumen, da sie wunderschön sind und einen bezaubernden Duft haben, aber sich im Garten unter dem Grün verstecken.

Überall im Garten blühen meine Schwertlilie. Und es gab sogar flatterhaften Besuch vom Distel Falter. Ist das nicht mal eine Farbkombination?

Ich wünsche Euch ein wunderschönes Wochenende. Ich melde mich erst mal ein wenig ab, eine kleine Pause ist aus Gründen nötig.

Ihr könnt in meinen letzten beiden Beiträgen der Woche (die länger schon vorbereitet waren) stöbern, so Ihr mögt. Ansonsten schaut doch noch bei Holunderblütchens Blumenstrauß Sammlung oder bei Andreas Samstagsplausch. Dort verlinke ich auch diesen Beitrag.

Uhugenau

Hallo ihr Lieben.

Als Begrüßung gebe ich Euch den virtuellen Duft des Fliederweg mit auf den Weg. Wie jedes Jahr hat mir meine Nachbarin wieder einen Strauß vor die Tür gelegt. Den muss ich auch bei Holunderblütchen zeigen (verlinken)

Das war eine schöne Woche. Mein Schatz hatte Urlaub. Das Wetter war zwar oft auch schwül, wolkenverhangen, aber doch fast immer sonnig und warm. Gern hätte ich etwas mehr Regen abbekommen. Mairegen ist Wuchsregen. Nun, es sieht so aus, als käme der jetzt häufiger die nächsten Tage. Dem Rasen sehr ich täglich beim Wachsen zu. Leider ist der Hängekorb, den wir letztens aufgebaut haben, mit einer verbogenen Stange geliefert worden, konnten wir erst beim Zusammenbauen feststellen. Das Möbelhaus hatte schon (trotz Beilagenangebot) eine längere Besorgungszeit. Jetzt folgt allein eine Bearbeitungszeit der Reklamation von 1 Woche. Dann wird es wohl wieder entsprechend dauern, immer vorausgesetzt, alles läuft. Wie soll menschliche Muskelkraft oder Gewicht das Stahlrohr genau so verbiegen. Ich geh bei so etwas gerade immer von den schlechtesten Möglichkeiten aus: dass man meint, wir wären das gewesen und damit dem Mängel nicht statt gegeben wird. Furchtbar, nicht?

Der Schüler war zum Abschiedstreffen mit der Chemielehrerin. Alle sind techt wehmütig, schweben irgendwie so dazwischen. Die Prüfungsfragen waren wohl in allen Fächern recht schwer, (so die Lehrerin), in Mathe gibt es lt Presse eine Petition. Und in der Nachrichten wird von einem Ausfall von 350 bis 800 Stunden im Untericht gesprochen. Auch unsere Schulministerin versprach fairen Bedingungen im Vorfeld. Wie sollen die Lücken aufgeholt werden, wo ist gerade, nicht nur, im Schulsystem die Chancengleichheit?

Christi Himmelfahrtsküchlein

Wie es mir so Anfang der Woche ergangen ist, seht Ihr bei 12 von 12. Dementsprechend war unsere Woche insgesamt eher ruhig. Ich habe endlich den Fuchs auf Shirts und Jeans Jacken gedruckt. Damit könnte dann endlich Post rausgehen. Vom Wichteln bei Ulrike hatte ich ja schon kurz schon erzählt. Die Liebe hatte zwei Wichtel zu versorgen, mein Partner war ausgefallen (ich hoffe es geht Ihr ganz schnell wieder besser, sende gute Wünsche unbekannterweise) Das hat mich so gefreut, dass ich kurzerhand als Dankeschön Stempel geschnitzt und rausgeschickt habe. Mein Wichtelpaket könnte ich zufällig sogar selber übergeben. Mehr zu der Aktion folgt.

gepflanzt und gedruckt

Jeden Abend, immer nachts, wenn ich wach werde, oder/und morgens direkt nach dem frühen Wachwerden, muss ich als erstes beim Uhu, Steinkauz, Schleiereule und Seeadler vorbei schauen, oft auch noch beim Fischadler. Besonders die jungen Vögel im Uhu Nest haben es mir angetan. Ganz genau beobachte ich jetzt seit dem Schlüpfen, wie sich die zwei übriggebliebenen Kücken verändern. So groß! Die Flügel werden gereckt und gestreckt und wenn man das Glück hat, zu sehen, wie sie sich auf volle Länge hochrecken, erkennt man erst, wie gross dieser Nachtraubvogel ist,bzw wird. Seit ich vor vielen Jahren mal in einer Greifvogelshow in Schottland einen Uhu neben mir sitzen lassen durfte (auf der Hand wäre er zu schwer gewesen), liebe ich diese Vögel. Dort konnte ich aber einen Weißkopfseeadler auf der behandschuhten Hand landen lassen.

Bei der Schleiereule ist am Freitag das erste Kücken aus dem grossen Gelege geschlüpft. Das Elternteil beschützt Eier und Kücken sehr aufmerksam, ist immer daran, die Mistkuhle, Pardon, Nistkuhle, zu „gestalten“ und die Eier zu wenden. Ich schreibe das so, weil man kaum von Nestbau reden kann und überall Gewölbe rumliegt. Beim Steinkauz konnte ich endlich die Anzahl der Eier sehen. Diese Eule hat sich kaum auf dem Gelege bewegt, dann war sie gestern (kurz) weg und so dann leider auch die Verbindung zur Webcam. Wenn gutes Wetter über der niederländischen Küste herrscht, bekomme ich morgens einen wunderschönen Sonnenaufgang am Adlerhorst geliefert. Auch hier wachsen die Jungvögel schnell. Diese Woche war es aber eher so, dass die Webcam verregnete und daher unscharfe Bilder lieferte. Sicher ist so etwas für viele langweilig, ich bin manchmal richtig aufgeregt. Übrigens, ich kann auch einen Meisen Kasten beobachten. Allerdings faszinieren mich die Großvögel zZt mehr. Dem Rotkehlchen durfte ich diese Tage im Garten beim Füttern zusehen. Ja, bitte, holt euch alle Raupen! Das war am Freitag nach dem ersehnten Regenguss. Auch Meisen durchsuchten sofort meinen Garten. Schön!

leider durch das Vergrössern unscharf geworden, in der Tränke badet das junge Rotkehlchen

Meine Tomatenvorzucht ist so mickrig wie noch nie geblieben. Die Nächte werden nun wärmer, heute ist die Kalte Sophie und ich habe beschlossen, sie in die Töpfe zu setzen und das Beste zu hoffen. Heute bekocht uns der noch Sohn, ich freu mich schon drauf. Euch allen ein gutes Wochenende und vielleicht sehen wir uns bei Andreas Samstagsplausch. (verlinkt)

Ps. Ich bin etwas hinterher, mit dem Kommentieren diese Woche und gelobe Besserung

after the storm

Freitagsblumenlicht

Hallo Ihr Lieben.

Ach, Sonne! Heute haben wir noch mal einen sonnigen Tag. Im Moment trübt kein Wölkchen das klare Blau des Himmels. Tau hat sich silbern auf die Wiesen gelegt und glitzert in den ersten Morgenstrahlen. Die Vögel haben ihre Gesänge sowohl in Lautstärke als auch in Länge und Variationen gesteigert. So stadtnah ist das vor allem eine Euphonie von Meisen Liedern. Alle singen um die Wette, um ihr Revier. Je heller es täglich wird, je früher beginnt der Vogelgesang. Amseln fangen immer ganz früh an, das Rotkehlchen stimmt ein, mit geübte Ohr erkennt man vielleicht auch den Wohlklang der Heckenbraunelle.

Ich komme vom Hundegang mit ein paar Zweigen zurück. Schwarzdorn (Schlehe), Rotbuche und Rosskastanie.

Ich liebe es, wenn diese kleinen, hellen Knospen aufgehen und sich am Strauch in ein Blütenmeer verwandeln. Da knapse ich jedes Jahr ein paar ab und lasse sie in der Vase ihr Frühlings Licht verbreiten. Vielleicht kommt noch das ein oder andere Holzosterei daran, denn eigentlich mag ich das erste Grün der aufgehenden Blätter auch pur genießen.

Auf dem Ofen stehen die gefüllten Tulpen, die mir gestern meine Freundin gebracht hat. Ich liebe Tulpen einfach, sie verändern sich so schön in der Vase.

Nicht mehr wirklich zeigen kann ich Euch die Narzissen. Auch wenn einige noch tapfer blühen, sind ein Großteil schon recht schlapp. Ihr Gelb und ihr wunderbarer Duft streicheln aber immer noch mein Gemüt.

Euch allen ein schönes Wochenende. Hier soll es nach dem sonnigen Freitag leider ein nass-kaltes Wochenende geben. Um so schöner leuchten uns dann die Blumen in der Vase.

Verlinkt bei den Freitagsblumensträußen von Holunderblütchen

Freundliche Tage

Hallo Ihr Lieben.

Ich bin mir sicher, diese Woche ist es Euch fast allen so ergangen, Ihr habt Euch über den Frühling gefreut. Es ist Ende Februar und ein Hoch mit Sahara Wärme sorgte letztes Wochenende dafür, dass wir innerhalb kürzester Zeit die eisigen Temperaturen der Vorwoche vergaßen. Als wären sie nie da gewesen, so fühlte sich das von jetzt auf gleich an. Schauen wir mal, wer sich alles bei Andrea zum Samstagsplausch versammelt.

„Der Frühling ist da! Ich habe schon die ersten Hochdruckreiniger gehört, bald kommen auch die Rasenmäher aus dem Süden zurück!“

Du meine Güte, was waren die Leute am ersten sonnig-warmen Tag zu Gange, überall waren irgendwelche Maschinen zu hören. Es tut mir leid, aber da sind wir sehr verschieden, liebe Nachbarn, wir können erst Mal nur die Bank frei und sauber machen, eine Decke dorthin legen und dann jeden Sonnenstrahl einfangen, den wir bekommen können, ein gutes Buch, einen Kaffee dazu und wir sind schon zufrieden. Irgendwann habe ich dann natürlich etwas die Terrasse aufgeräumt und Winterschutz fort gelegt. Auch einen Spaziergang mit der Freundin war wichtig, wir sind einfach in der Mittagszeit unterwegs gewesen, wo viele Leute noch mit Mittagessen beschäftigt waren. Und ganz untätig konnte ich auch im Garten nicht sein, ich habe angefangen, den Rasen zu vertikultieren, aber mit der Hand, der Boden war ja noch so schön weich. Es war schon erstaunlich, wie laut doch der letzte Samstag war, fällt mir da jetzt wieder auf. Und so begann eine milde, oft sonnige Woche und manche Garten Arbeit ward noch getan. Ha, so lassen wir uns das gefallen! Beim Hundegang überbieten sich die Heckenbraunellen gegenseitig im Gesang. Die Reviere werden abgesteckt, nicht nur die Vögel sind emsig, auch die Eichkater jagen sich. In der Kiefer scheint der Platz um die Astgabel für das Nest zwischen Krähen und Elstern statt zu finden. Die Rabenkrähen punkten mit ihrer Grösse, die Elstern holen sich Hilfe. Der Zaunkönig sucht emsig nach guten Plätzen für Nester, er muss seiner Dame gleich mehrere zur Auswahl stellen, sie sucht dann das beste aus. Fleissige Insekten suchen auch schon eifrig nach Nahrung und Unterkunft, von der Holzbiene, über die verschiedensten kleinen anderen Wildbienen, den Honigbienen, hin zu Hornisse, der gemeiner Wespe, Admiral und Pfauenauge. Sehr passend zu dem Thema der Frühlingspost, welches ich jetzt angehen werde. Ein neues Druckverfahren will ausprobiert werden: Collografie. Es gibt in der Linkliste schon erste Ideen zu bestaunen.

erste Überlegungen und ja, dass sind Fantasienamen

Letztens hatte Astrid eines Ihrer selbstgenähten Täschchen in der Verlosung und ich bin so glücklich, denn ich habe es gewonnen! Auf beiden Seiten prangt ein Jaguar und erinnert mich an Kenia. Auf diesem Wege auch noch ein großes Dankeschön! Dazu gelegt eine Grußkarte mit einem Fachwerkhaus aus dem Siegerland, denn eine aus dem Sauerland hätte sie nicht, entschuldigte sie sich. Nun, ich muss Dir, liebe Astrid, mit einem breiten Grinsen im Gesicht verraten, dass das Sauerland und das Siegerland so eine nette Art pflegen, übereinander zu sprechen. Es verhält sich da ein wenig, wie die gepflegte Art zwischen Köln und Düsseldorf. Ursprüngliche Differenzen (Religionen, Zugezogene,) sind natürlich lange passé, werden aber mit einem Augenzwinkern immer noch angewandt. Abgesehen davon mag ich natürlich das Fachwerkhaus sehr!

Wie so oft plätscherte auch diese Woche so vor sich hin. Die erste Vorabiturklausur wurde geschrieben, der Sohn saß dafür in der Partnerschule in der Turnhalle. Die natürlich über eine Belüftung verfügt. Aber der Sohn hat sich von Anfang an sehr unwohl gefühlt und Ihr kennt das sicher auch alle noch, Turnhallen sind immer irgendwie stickig und riechen. Jedenfalls hatte er kein so gutes Gefühl bei der ganzen Sache. Es wird immer mehr darüber geredet, dass die Situation für Kinder, Jugendliche und die Eltern „besch…eiden“ ist, aber ich sehe kaum Ansätze, es zu verbessern. (Und ich rede da jetzt nicht von uns selber, wir bekommen das mit „großen Jungs“ ganz gut hin.) Z.B. die Geschichte mit den Luftfiltern in Köln. Mehrere Eltern spendieren Geräte und die Stadt kann/will sie nicht einsetzen. Anstatt einen Weg zu finden, (es geht um Wartung, Haftung…) werden die Filter halt zurück geschickt. Und die Organisation rund um das Impfen. Selbst ich komme mitlerweile an einen Punkt, wo ich nun hier regelmäßig vor mich hin schimpfe (und das mach ich doch eigentlich nicht oft und mag es auch nicht an mir). Meine Familie musste mich allerdings diese Woche durchaus grumpfig und geladen ertragen, ich hatte Hormonschwankungen sondergleichen, wie in meinen Schwangerschaften.

Ansonsten gab es hier auf dem Blog leider nur den Monatsrückblick.

Eigentlich wollte ich mir diese Woche mal andere Blumen hinstellen, aber es sind doch wieder nur Tulpen geworden. Ich hätte noch zum Gartencenter fahren müssen, aber das mag ich nicht besonders. Nichts desto Trotz mag ich Tulpen ja sehr, hier zusammen mit ein paar Zweigen von der Quitte.

Ja, da steht nicht nur ein Blumenmädchen, sondern auch noch ein Rentier im Hintergrund. Das mag ich einfach nicht wegräumen, ein so feines Weihnachtsgeschenk. Die Blumen verlinke ich gerne bei den Freitagsblumen von Holunderblütchen. Habt alle ein schönes Wochenende!

Rainer Maria Rilke
Vorfrühling

Härte schwand. Auf einmal legt sich Schonung
an der Wiesen aufgedecktes Grau.
Kleine Wasser ändern die Betonung.
Zärtlichkeiten, ungenau,
greifen nach der Erde aus dem Raum.
Wege gehen weit uns Land und Zeigens.
Unvermutet siehst du seines Steigens
Ausdruck in dem leeren Baum.

Etwas mehr Schnee, etwas mehr Wärme

Hallo Ihr Lieben.

Es war keine Woche, in der viel passiert ist. Erneut. Das finde ich auch eigentlich ganz gut so. Wie das weiße Wochenende zu Ende ging, habe ich Euch schon hier gezeigt und meinen Hundegang beschrieben. Im Lockdown passiert einfach weniger.

Kurzfristig bin ich noch mal alleine zu meiner Mutter. (Natürlich mit größter Vorsicht!)

Das war eine Fahrt. Hier los bin ich bei 5 Grad. Dann kam ordentlich Regen der mit Sturm einher ging und zu Schnee wurde. Die Autobahn war schnell weiß. Etwas mehr Schnee. Aber so was ist kein Problem, wenn man langsam und vorsichtig fährt. Bei meiner Mutter angekommen, fielen zwar noch Flocken, aber die Grenze, ab der es weiß blieb, liegt allerdings höher.

Hinter dem Haus suchten Staare, Wacholderdrosseln und Singdrosseln nach Nahrung. Immer im Winter kommen die kleinen Schwärme. Das war ein Gewusel, welches leider auf dem Foto nicht wirklich gut zu sehen ist. Was man aber auf den Bildern sieht, ist die oft trübe und nebelverhangene Stimmung, die wir auch früher oft hatten, nicht immer ist auch im Sauerland der Winter weiß.

Dummerweise hab ich mich wohl irgendwie falsch bewegt. Wie sagt der Rheinländer so treffend: „Isch hab‘ Rück’n“. Was am Besten hilft, ist etwas mehr Wärme. Ich trage sexy Unterwäsche „kicher“ und mache mir Körner Kissen warm. Aufmunternd wirkt diese Woche die Englische Comedy Entertainment Serie „Taskmaster“ (mein Mann hat sie mir gezeigt, gibt es nur im Original und bei Yo*Tub*) und ich höre viel Musik, davon besonders viel Filmmusik.

Ich habe eine wunderbare viereckige Kupfer Form für den Ofen vererbt bekommen und liebe es, darin Gemüse im Ofen zu garen. Man nehme zB Süßkartoffeln, Kartoffeln, Möhren, Schalotten, Paprika und Knoblauch. Dazu Olivenöl, Kräuter und Gewürze, gut durchgemengt und bei 200 Grad im Ofen backen.

Dazu schmeckt Kräuterquark oder Schmand oder SourCream. Und Apfelmus, ich kann ja immer wenn Kartoffeln beteiligt sind, Apfelmus dazu essen. Ach, das ist so etwas Feines, Erwärmendes und so vielseitig in der Zusammenstellung.

Zum ersten Mal dieses Jahr habe ich mir Blumen gegönnt. Erst gab es an der Kasse einfache Tulpen. Aber dann kam auf dem Weg zum Drogeriemarkt noch ein bunter, abgepackten Strauß dazu. Schnell geholt, daheim auseinander genommen und angeschnitten. Leider habe ich bei dem bunten Strauß vom Gartenmarkt nicht gut hin geschaut, die Hälfte war hinüber. Nun, ich erfreue mich auch so an den Blumen. Die sind einfach schön anzusehen und tun gut. Herzerwärmend.

Vom grauen Pullover, den ich etwas bunter gestalte, habe ich ja auch schon erzählt. Hier schon mal ein Ausschnitt des Zwischenstandes.

Bunt ist einfach besser.

Treffen wir uns zum Samstagsplausch bei Andrea?

Die Blumen zeige ich endlich mal wieder beim FlowerFriday.

Macht es euch gemütlich!

Herbstgedanken

Herbst, es ist so was von Herbstlich. Mit Regen, Grau, Goldgelb, Wind und Föhn. Mit fallenden Blättern und Früchten. Mit erstem Kaminfeuer und Melancholie. Mit guten Büchern, Selbstgebackenem und Eintopf.

Mit Herbstblumen und ungewöhnlichen Früchten. Die Melonenbirne auf dem Bild sind tatsächlich aus meinem Garten. Ein Nachtschattengewächs, ursprünglich aus Südamerika. Sehr lecker, melonig-gurkig-birnig. Die Pflanze ist einfach durch einen abgeschnittenen Ast im Wasser (Wurzelbildung) zu vermehren. Jetzt will sie, ab nahendem Frost, bald in einen kühlen, hellen Innenraum. Dort können übrigens Früchte, die noch dran hängen, durchaus zu Ende reifen, regelmäßige Wassergaben nicht vergessen.

.wenigstens einen Stempel geschnitzt, ansonsten nur etwas weitergehäkelt

Melonenbirnen

Im Park wachsen fast im Hexenkreis angeordnete Champions. Typisch, dass bei allem, was die Menschen sich nicht erklären konnten, Hexen ins Spiel gebracht wurden. (Man könnte die Vergangenheitsformel da durchaus weglassen)

Andrea-Zitronenfalterin sammelt unsere Oktober Lieblinge, die bunten Blätterfarben gehören auch mit dazu

Stürmische Böhen lassen den Hund hier daheim immer wieder nervös den Kopf heben. Eigentlich wollte ich noch Äpfel auflese, um Apfelmus einzukochen, aber ich gestehe, ich bin gerade etwas unmotiviert. Unter anderem liegt das an wenig Schlaf und Kopfweh die Woche.

Ein Buch möchte ich Euch sehr ans Herz legen, denn es ist Schmökerzeit:

selbstgekauft

Es ist kein neuer Titel und sicher kennen einige ihn auch schon. Wer ihn aber noch nicht gelesen hat und mehr über „ein Jahr in der Wiese“ und nebenbei auch etwas Geschichte Englands erfahren möchte, sollte unbedingt reinschauen. John Lewis-Stempel hat mitlerweile drei Bücher geschrieben, in denen er sich der Natur witmet. Hier beinhaltet es eine naturbelassene Wiese und Hecke an seinem Hof, mit dem durchfließenden Bach, was so kreucht und feucht und auch bäuerlichen Alltag. Viele „tierische Kleinigkeiten an Wissen“ , die er in seinen tagebuchähnlichen Einträgen vermittelt, ebenso interessante, englische Geschichtsfetzen. So manches Tier, ob groß oder klein, welches er auf seinen Streifzügen entdeckt, bekommt eine kleine Geschichte. Immer wieder erklärt er auch, woher Namen stammen, sowohl von Landschaft, als auch von Tieren. Traditionen werden beschrieben , oft mit den dazu passenden Gedichten. So hatte vielleicht auch der Brauch, Holunderholz nicht zu verbrennen, da dort die Schutzgöttin (im deutschen Holda) lebt, einen anderen Ursprung (so meine Überlegung). Beim oftmals nächtlichen Heizen sondert dieses „Holz der Armen“ Zyanit ab (und der Unwissende stirbt im Schlaf). Unerklärliche Beobachtungen führten auch damals zu sagenhaften Erklärungen.

Ein weiteres Buch, auch nicht neu, liegt ebenfalls auf dem Oktober Stapel. Ich pendele manchmal zwischen unbekannter Tiefsee und der etwas bekannteren Wiese (bald mehr zum zweiten Titel, denn ich wollte Euch vom Sommerurlaub noch etwas Stralsund zeigen).

Dagmar Röhrlich „Tiefsee“ mare wissen Bd1

Herbstblumen erhellen mit ihren bunten Farben unseren Tisch. So habe ich seit langem wieder einen Strauß, den ich bei Holunderblütchen zeigen kann und mag.

Einfache Bauerngarten Blumen, die lange erfreuen, so lila und pink, wie ich sonst nie aussuchen würde, hier liebe ich es.

Habe ich wirklich geschrieben (in Kommentar-Antworten) das ich eigentlich nicht glaube, dass D. Trump das ganze Kranksein inszeniert hat? Mitlerweile bin ich nicht mehr so sicher und ich zähle mich nicht zu den Verschwörungsgläubigen. Ausgerechnet jetzt verspricht er auch ein nicht mal zugelassenes Medikament *umsonst*. Na, lassen wir das unliebige Thema mal beiseite. Uns reichen ja schon die eigenen C. – Zahlen.

Die Woche geht mit der Anweisung „Homeoffice“ für meinen Mann zu Ende, nicht unerwartet und eh schon fast ausschließlich so gearbeitet. Die Herbstferien werden für den Sohn wohl auch wieder sehr ruhig. Vielleicht wird das Wetter etwas besser, wobei der Regen immer noch nötig ist, langsam aber etwas auf die Stimmung drückt. Herbert Feuerstein, der mir so lustige Stunden mit den MAD Heften (und dem MAD Monopoly Spiel) geschenkt hat, ist gestorben. Von mir gibt es einen bunten Wochen Mix als Beitrag zu Andreas Samstagsplausch. Ich schau später bei Euch vorbei, ich bin noch im Sauerland.

Der Kranich

Rau ging der Wind, der Regen troff,
Schon war ich nass und kalt;
Ich macht auf einem Bauernhof
Im Schutz des Zaunes halt.

Mit abgestutzten Flügeln schritt
Ein Kranich drin umher.
Nur seine Sehnsucht trug ihn mit
Den Brüdern übers Meer;

Mit seinen Brüdern, deren Zug
Jetzt hoch in Lüften stockt,
Und deren Schrei auch ihn zum Flug
In fernen Süden lockt.

Und sieh, er hat sich aufgerafft,
Es gilt erneutes Glück;
Umsonst, der Schwinge fehlt die Kraft,
Und ach, er sinkt zurück.

Und Huhn und Hahn und Hühnchen auch
Umgackern ihn voll Freud;
Das ist so alter Hühnerbrauch
Bei eines Kranichs Leid.

Fontane, Theodor (1819-1898, aus meinem Sammelband)

So schnell wird es herbstlich

Hallo Ihr Lieben.

Noch vor kurzem habe ich mir keine Blumen ins Wohnzimmer gestellt, weil es viel zu warm war. Das hat sich sehr geändert. Ich habe zwar immer noch lange abends die Balkontür offen, aber greife dann doch schnell zur Decke. Die Wespen sind schon viel weniger aktiv und so konnte ich wenigstens zum Essen ein paar Trauben pflücken. Dahlien sind nun die vorherrschenden, bunten Herbstblumen.

Mit dem Blumenstrauß kann ich endlich mal wieder beim Flower-Friday mit machen. Als letzte Sommerboten seht Ihr noch Kornblumen darin aufblitzen. So ein wunderbares Blau!

Die Mitte der Woche war hier noch mal wohlig, sonnig, warm. Den Tag konnte ich ausgiebig nutzen. Mit dem Rad Besorgungen machen hat richtig Spass gemacht, bin viel mehr Wege geradelt, als ich eigentlich musste. Wir haben hier zwei Gemeindewiesen, die mit Obstbäumen bepflanzt sind. Für den eigenen Bedarf darf man dort Fallobst sammeln und auch etwas pflücken. Letzteres gelingt mir iR weniger, fehlt mir doch ein Pflücker und viele der Äpfel sind noch gar nicht reif. Aber es ist auch so genug an Fallobst. Meine Radtaschen wurden vollgepackt. Das gibt feines Apfelgelee. Gerade die Obstwiese am Flughafen ist immer ein kleines Paradies. Hier sind oftmals viele Vögel und Insekten zu beobachten. In diesem grossen Kasten auf dem Foto sind Hornissen, darunter hängt einer für Fledermäuse. Eine Schulklasse kommt, um Äpfel zu ernten, da gibt es natürlich keine Ruhe.

Ich bin ein Landei, mit Obsternte sozusagen groß geworden. Ich wäre die Apfellese etwas anders angegangen. Die Kinder hatten keine Decken um die Äpfel darauf fallen zu lassen beim Abschütteln, keines trug eine Schürze oder hatte einen kleinen Eimer. In die größeren Ernte-Körbe wurden die einzelnen Äpfel geworfen, die auch einzeln aufgehoben wurden. Viel zu viele Wege und Dellen an den Äpfeln entstehen. Aber es waren ja nicht meine Kinder. Schön, dass sie wenigsten etwas heran geführt wurden.

Ansonsten habe ich diese Woche begonnen, meine Sommerpost zu verschicken. Für die, die wissen wollten, was ich zB mit dem selbst geschöpftes Papier angestellt habe, hier lang. (Die „Extrapost“ habe ich diese Woche noch nicht ganz fertig bekommen.)

selbstgekauft

Herbstzeit ist Lesezeit! Einen sehr komischen Krimi (darf ein Krimi komisch sein? sehr gerne! ) lese ich gerade. Ich mein, eine Highlandcow, die als verrückt gilt, weil sie genau weiss, was sie tut und will, alles beobachtet und analysiert, auch schon mal auf Leute los geht, wenn es ihr zu bunt wird. Und der Leichenfund auf der Hybriden Insel wird erst einmal vertuscht. Nun, fassen wir mal den Anfgang so zusammen: ein ehemalige Manager der Schuhfirma Clarks, der nach dem Berufsausstieg nur noch barfuß läuft, die Leiche findet und verscharrt, wird natürlich von verschiedenen Bewohnern der Insel beobachtet. Aber niemand hat wirklich Interesse, den Toten im Schottenrock der Polizei zu melden. Sehr skurrile Personen bevölkern diesen Krimi, ergeben eine skurrile Geschichte.

Und wer das schöne Buch zum Träumen von Charlie Mackesy noch nicht kennt, dem sei es hier noch mal wärmstens empfohlen. Erinnert mich an „Pu der Bär“ und „der kleinen Prinz“ und ich liebe Mackesys Zeichnungen.

Bestellt ist noch das neue Buch von Melanie Garanie, eine Graphik Novele und ein sehr persönliches Buch! Schaut unbedingt mal auf ihren Blog. Seid vorgewarnt, Lachen und Weinen liegen dicht beieinander. Immerhin geht es ganz oft auf ihrem Blog und ausschließlich in dem Buch, um den Tod des kleinen Sohnes, der auch mal als Ritter ausgerüstet ins Krankenhaus ging.

Quelle Carlsen Verlag

Erschrocken haben wir uns, als wir von dem Tod Chadwick Boseman lasen, der den meisten Kinogängern als Black Panther aus dem Marvel Universum bekannt sein könnte. Er verstarb mit 43 Jahre an Krebs, sehr unerwartet. Jetzt muss ich gleich den Film noch mal am Wochenende schauen. Ein Schauspieler, der sehr engagiert war und auch viel zu jung gestorben ist.

Quelle Uli Stein fanshop

Und dann erreicht einen noch die Nachricht, dass Uli Stein verstorben ist. Kaum einer, der seine lustigen Cartoons nicht kennt. Da muss ich nicht viel zu schreiben.(Ach männo)

Zum Ausklang der Woche kam ein Apfelkuchen in den Ofen und die nächste Charge Apfel Gelee wurde gekocht. Da zieht ein „Düftchen“ durch die Wohnung! Schon beim Zerschneiden der Äpfel duftet es wunderbar zart, so eine Note müsste es als Parfum geben.

Habt ein wunderbares Wochenende. Ich schau jetzt bei Andreas Samstagsplausch vorbei.

(Vollkornmehl) Hefeteig, Schmand, Äpfel, Zucker und Zimt

Edit: Heute ist in vielen Buchhandlungen der Gratis Comic Tag. Der wurde im Mai verschoben. Habe ich auch übersehen.

Feuchte Schafskälte

Hallo, Ihr Lieben.

Andrea läd wieder zum Samstagsplausch ein, kommt doch auf einen Kaffee oder Tee oder ein kühles Getränk vorbei.

Es ist feucht und kühl am Anfang in dieser Woche gewesen. Viel Regen hat es nicht wirklich gegeben. So unterschiedlich ist es gerade in Deutschland mit dem Wetter. Aber es ist eine gute Zeit gewesen um noch mal schnell etwas einzupflanzen und noch mal Bienen Blumensamen in Lücken zusähen. Für die erste Saat im Frühjahr war es einfach zu trocken und ich habe nur ganz wenig und gezielt gegossen. Das muss ich auch jetzt noch, weiter gießen.

Ich habe in der Bücherei ein tolles Buch entdeckt.“ Tausend geniale Lifehacks vom Topp Verlag. Ich liebe es. Ein paar Sachen kennt man, viele neue Ideen findet man. Davon kann meine Familie jetzt ein Lied singen. In Anbetracht der Wetterlage fand ich diese Idee super zum einfachen und punktgenau Bewässern. Wenn in das Gefäß die Löcher gebohrt würden, schaufelt Ihr neben der Pflanze etwas Platz und gräbt es dort ein. Nun bleibt das Gießwasser genau da, wo es hin sollte.

Die passende Beschriftung zur bewässernden Pflanze steht auf einer Holzwäscheklammer. Oder ein Holz – Eisstäbchen am Rand mit dem Namen. Da hätte die Plastik Verpackung, die man manchmal doch noch hat, eine Verwendung.

Die Melonenbirne, die ich erstmals ausgepflanzt habe, kommt gut, erste Blütenansätze sind zu sehen. Die Tomaten wachsen gut mit ersten Blüten und wieder freue ich mich, daß auch die Gloriosa wieder ihre ersten Blätter aus der Erde streckt. Die Ruhmeskrone (ihr anderer Name) ist eigentlich im feucht-warmen Dschungel als Kletterpflanze beheimatet, ähnlich müssen hier auch die Bedingungen sein. Diesmal berichte ich eher aus meinem Garten, wie Ihr lest. Hier sind am Mittwoch zB ganz viele verschiedene Marienkäfer geschlüpft, sowohl einige heimische als auch chinesische (die mit den ganz vielen Punkten, die leider die heimischen verdrängen). Die Marienkäfer Larven waren an meinen Pflanzen recht erfolgreich bei der Blattlausvernichtung. Und was sie nicht gefunden haben, holten sich die Blaumeisen.

Hier seht ihr wohl einen schwarzen Schildläuse Marienkäfer, der eher selten in Deutschland geworden ist
leider etwas pixelig

Letztes Jahr hat diese Schwertlilie nicht geblüht. Dieses Jahr waren sie und Ihre Schwestern die Bartlilien um so reichblühender. Dies ist eine „Übelriechende Schwertlilie“, auch wenn sie überhaupt nicht unangenehm riecht. Sie war schon hier im Garten als wir einzogen und ein Freund hat dann herausgefunden, wie sie heißt.

Übrigens gibt es diesen Monat wieder die Möglichkeiten „offene Gärten“ zu besuchen. Ob ein Garten in Eurer Nähe ist, erfahrt Ihr online.

Im Park fand ich wieder eine schöne Feder. Das es eine Raubvogelfeder ist, war mir klar, aber welcher kann es wohl gewesen sein? Dank dem Internet weiß ich meine Vermutung, dass es ein Habicht war, bestätigt. Großartig, dass man auch hier so viel nachschlagen kann, (Segen und Fluch des weiten webs).

Habichtfeder
etwas unscharf, da durch das Fenster fotografiert

Fleissig gefüttert und fliegen geübt wurde Anfang der Woche, sehr gefreut habe ich mich über das kleine Gartenrotschwänzchen. Hoffentlich sind alle Küken schon flügge genug, um vor den Katzen sicher zu sein.

Mit dem Rad bin ich vor Fronleichnam einkaufen gefahren, durch die Felder. Wunderschöne Wegraine und zwischen den Getreidefeldern blühende, bunte Streifen. Es gibt hier in dem dichtbesiedelten Raum einen Bereich, der u.A. von der EU gefördert wurde, aber auch eine Privatinitiative eines Biologen. Und einen Landwirt, der viele Streifen mit Blühpflanzen eingesäht hat oder brach liegen lässt.

Den Feiertag lassen wir mal einfach weg, Kopping, wie man hier so schön sagt.

Der Freitag ist voll. sowohl digital als auch real. Besorgungen machen, der Sohn hat Schule, ich mache mit bei zwölf von zwölf und zeige meinen Blumenstrauß.

So, da endet die Schafskälte in einem wirklich sehr warmen Tag und auch der heutige Samstag verspricht schon zu dieser frühen Uhrzeit eine schwühle Hitze. Gut das ich gestern alles ereledigt habe. Heute werde ich mich wohl kaum rühren, denn schon der Hundegang eben hat mir die Schweißperlen auf s Gesicht getrieben.

Ich hoffe, Ihr habt alle ein kühles Plätzchen, genießt das Wochenende und bleibt von Unwettern verschohnt.

nägelein

Hallo Ihr Lieben.

 

Got geb euch eine gute nacht / von rosen ein dach / von liligen (Lilien) ein pet / von feyal (Veilchen) ein deck / von muschschat (Muskat) ein tuer / von negellein (Nelken) ein rigelien dar für

 

Johannes Brahms berühmtes Schlaflied *Guten Abend, gut`Nacht* „besteckt“ die Decke mit Nelken. (Daher stammt auch meine Überschrift)

Bartnelke
In dem Schüsselchen gedeiht eine Süsskartoffel

 

Was ich oben wiedergegeben habe, ist die mittelhochdeutsche Form eines Liebeslied, mit einer rundum durftenden Schlafstatt. So war diese Blume doch das Symbol der Liebe und Ehe, rot natürlich für das Verlangen, Weiß für die Ehe.

Der botanische Name der Nelke ist „Dianthus“, Blume der Götter. Ihr alter Name „Nägelin“ kommt aus der Ähnlichkeit zur Verwandschaft, denn im getrockneten Zustand sieht sie aus wie die Gewürznelke, die ihrerseits an einen Nagel erinnert.

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In Allegorien der fünf Sinne verkörpert die Nelken oft den Geruchssinn. Wenn man mal genauer auf Bilder des späten Mittelalters und der Renaissance schaut, findet sich dort sehr häufig die Nelke. (Die Dame mit dem Einhorn, als Passionsblume in Bildern von Jesus und Maria.) Bei der Tischdekoration sollte sie schlechte Gerüche überdecken und wurde auch zum Kochen verwendet, ebenso wie in Getränke gestreut. Eine alte Nelkensorte heißt Sops in Wine, *in Wein getunkte Bissen*. Auch im 19. Jahundert wurde die Nelke vielfach in Parfüms und Pomaden verwendet. In Andalusien ist die Nelke der Inbegriff von Weiblichkeit, man schaue sich nur die Flamenco Kleider an. Bei den Stierkämpfen tragen die zuschauenden Damen eine rote Nelke hinter dem Ohr. Man(n) beachte da, auf welcher Seite, denn links bedeutet, dass sie ungebunden sind.

Wärend der französischen Revolution waren Nelken das Widerstandssymbol der Adeligen. Diesen Widerstandsgedanken griffen 1889 Anhänger der Arbeiterbewegung auf. Dieses Symbol des Widerstandes blieb der Nelke bis heute erhalten.

Als ich gestern Spargel beim Bauern im Ort kaufte, standen im Eimer diese wunderschönen „Tausendschön“ Nelken. Auch wenn ich mir eigentlich aus dem Garten Iris in die Vase stellen wollte, konnte ich nicht widerstehen.

Meine Informationen sind fast alle aus dem wunderschönen Buch *Nelken* von Sussane Stephan aus der Reihe *Naturkunden* im Matthes & Seitz Verlag, welches ich mal geschenkt bekommen habe. (Übrigens eine sehr schöne Reihe!)

 

Verlinkt bei Holunderblütchen und Freutag

 

Guten Abend, gut’ Nacht,
mit Rosen bedacht,
mit Näglein besteckt,
schlupf unter die Deck’:
Morgen früh, wenn Gott will,
wirst du wieder geweckt.

Guten Abend, gut’ Nacht,
von Englein bewacht,
die zeigen im Traum
dir Christkindleins Baum.
Schlaf nun selig und süß,
schau im Traum ’s Paradies.

altes Schlaflied, vertont von J. Brahms
1808 unter dem Titel Gute Nacht, mein Kind! veröffentlicht im „Des Knaben Wunderhorn“

Waldmeister, Papageientulpen und Maibäume

Hallo Ihr Lieben.

 

Seid herzlich eingeladen zum Samstagsplausch bei Andrea. Hier gibt es für mich wie jeden Morgen einen Milchkaffee.

Es war eine ruhige Woche. Die Bücherei hat sich einen neuen Plan überlegt, wie man jetzt wieder abgeben und ausleihen kann. Ich hatte eine sehr grosse Tasche mit abzugebenden Titeln und es hat so gut getan, zwischen den Regalen zu schauen. Allerdings habe ich mitgehört, dass wohl erst mal keine neuen Titel angeschafft werden. Finanzen werden überall ein Thema werden.

Papageien Tulpe

 Unsere Gartenmöbel sind teils hinüber und am Mittwoch wollten wir einen neuen Tisch und zwei Stühle kaufen. Das Angebot des Tisches war schon kurz nach Öffnung ausverkauft. Nun, durch Corona und den sonnigen April sitzen die Leute und auch wir, viel mehr im Garten oder auf dem Balkon. Jetzt haben wir doch einen Tisch bestellt, für viele weitere Tage im Garten. Aber ich freue mich so auf Regen. Es ist so trocken und die Luft voller Pollen. Ich glaube,  es gibt wieder eine Notblüte. Außerdem scheinen fast alle Blumen, Sträucher und Bäume gleichzeitig zu blühen. (Selbst als nicht-Allergiker niesse ich lauthals und bekomme von den Nachbarn „Gesundheit“ gerufen – sehr passend, wenn Ihr Mal schauen wollt, woher der Brauch stammt.)

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Dank 1. Mai Feiertag ist es diesmal ja eine kurze Arbeitswoche. Auch wenn oftmals die Zeit verschwimmt. Pünktlich zum Feiertag fällt immer wieder Regen und es ist kühl und frisch und die gelben Pollen zu Rinnsalen zusammen gekommen.

Hier gibt es den Brauch des Maibaum Aufstellen als Liebesbeweis. Dieses Jahr ist ein Schaltjahr und die Mädchen würden den Jungen eine bunt geschmückte Birke schenken.

Herz

Aber leider benötigt man i. R. mehr als einen Helfer zum Baum aufstellen. So gibt es nur ein paar Bäume, denn die Aufstellservice kommen gar nicht hinterher. Noch beim frühen Hundegang habe ich ein Auto mit diversen Birken auf dem Dach flitzen sehen. Manche haben sich auch so beholfen und vorhandene Bäume genutzt. Das die Dorfmaibäume dieses Jahr nicht auf den Dorfplätzen aufgestellt werden, ist auch klar. Kein in den Mai tanzen. (Finde ich alles nicht so wild, es gibt wirklich Schlimmeres!)

 

Maiwanderungen in geselliger Runde mit feucht fröhliche Picknick gab es auch nicht.  Es hat immer wieder Regenschauer gegeben. Also war die Maiwanderungen vielleicht auch verschmerzbar.

Tulpen im Glas

Besondere Tulpen habe ich ergattert. Papageien Tulpen, so wunderschön. Ich habe dann nachgelesen, dass diese Art nur durch eine zufällige Mutation entstanden ist. Als erstes kommen die grünen Blätter kraus aus der Erde.

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Eine Maibowle mit Waldmeister aus dem eigenen Garten kann ich schon nicht mehr ansetzen, denn das duftende Kraut blüht schon fleißig. Ich habe von meinen Eltern gelernt, dass das blühende Kraut schon zu giftig ist. Aber zwei kleine Sträußchen habe ich gemacht für meine Wäscheschublade. Waldmeister erhält durch Welken Cumarin. Es ist leicht giftig, kann Kopfschmerzen verursachen, aber als Mottenmittel wunderbar und süßlich angenehm duftend. Als Heilmittel wird die Pflanze schon sehr lange eingesetzt. Ein altes Wort für Waldmeister ist auch Labkraut, das habt Ihr sicher schon mal in Geschichten und Märchen gelesen.

Waldmeister Thome
Quelle Wikipedia, Thome

 

Einen schönen Start in den Wonnemonat Mai.

 

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