Bulli Nostalgie

Hallo Ihr Lieben.

Die ersten Stempel der nostalgischen Autos habe ich ja schon hier gezeigt. Schon beim Schnitzen der Stempel war natürlich auch ein Bulli geplant. Eigentlich sogar zwei, wenn auch sehr unterschiedliche. Den Stempel zu schnitzen war schön, den Linoldruck zu machen, war wieder eine Umstellung, dann aber schöner, weil noch befriedigender.

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Freunde von uns würden sich am liebsten einen Bulli als Camper umrüsten. Nun, an Oldtimer kommt man nicht so schnell, an eine Printversion des selbigen schon. Ursprüngliche habe ich überlegt eine VW Bulli zu malen, schön bunt, aber dann ist es doch ganz anders geworden.

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Ich zeige Euch noch Mal die Entstehung Schritt für Schritt. Natürlich erst einmal abmalen, genau überlegen, was ich wegnehmen und wo ich noch etwas sehen möchte vom Geschnitzten. Die Fenster sollten z.B. nicht rein weiß werden. Am Rand sollte auch etwas vom Linol stehen bleiben. Eigentlich arbeiten Holzschnitte und Linolschnitte ja mit dem Spiel zwischen schwarz und weiß. Hier ging es mir aber darum, einen guten Stoffdruck zu machen.

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Übrigens, wenn Euch das Material zu hart ist, durch etwas Wärme wird es etwas weicher.

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Knapp über 70 Jahre hat der kleine Transporter T1 schon auf dem Buckel! Heute nennt er sich Multivan T6 und ist eines der erfolgreichsten Modelle in der Geschichte von VW.

Von einem sehr einfach konzipierten Plattenwagen (1947) zum Transport von Lasten (vorn vor dem Führerhaus), bis zum ersten sicheren, kleinen Transporter dauerte es ca. 3 Jahre.

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Jetzt trocknen hier bedruckte Shirts auf der Leine. Das graue T-Shirt hat eine *Bordüre* von kleinen Stempel Autos auf dem Rückenteil bekommen. Hier kam dann auch der neue Bulli Stempel hinzu.

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Als im Frühjahr 1950 der 25 PS starke Transporter und Kleinbus vom Band in Wolfsburg lief, kam damit ein sehr vielseitiges Auto auf den Markt. Mit Heckantrieb schaffte es 100 km/h, nahm kaum mehr Platz weg als ein Pkw, wurde von Handwerkern, Händlern, Polizei und auch als Personen Bus genutzt. Seinen Spitznamen konnte er nicht als offiziellen Namen bekommen, denn die Firma Lanz hatte sich schon *Bully* schützen lassen. Bu – Li, Bus und Lieferwagen, soll der Grund für den Namen gewesen sein.

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Ein Auto, dem heute nachgesagt wird, es wäre der Motor für das Wirtschaftswunder gewesen und welches bei vielen heute noch schöne Erinnerungen wach ruft, (inclusive Flotter Power Blumen)!

Diesen kleinen nostalgischem Rückblick sende ich zum creadienstag.

Habt einen schönen Tag.

so was von schokoladig

Hallo Ihr Lieben.

Ich gestehe, am liebsten würde ich viel häufiger Kuchen backen! Ich bin eine total Süsse. Nein, ich esse einfach viel zu gern süss. Aber das wird dann auch ganz schnell zu Hüftgold und gesund ist es ja nun mal auch nicht. Also, gibt es Kuchen meistens nur zu Anlässen. Perfekt sind natürlich Geburtstage. Dieser Kuchen wird ein Mitbringsel und muss eine längere Autofahrt überstehen:

Schwedischer Schokoladenkuchen

Für den Rührteig benötigt Ihr 200g Blockschokolade/Kuvertüre (am Besten dunkle), 180 g Butter, 4 Eier, 170 g Zucker/Rohrzucker, 100 g Mandeln, ca. 50 g Mehl und da ich im Hause keinen löslichen Kaffee habe, denn eigentlich soll da 1 TL von rein, nehme ich noch einen EL. echten Kakao.

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Zum Befüllen benötigt Ihr eine 26 cm Springform, die gefettet, bzw mit Backpapier ausgekleidet werden muss, (ich lege immer Backpapier auf den Boden, dann kommt die Spange drum und die wird dann eingefettet).

Der Ofen wird auf 160°C geheizt.

Die Butter wird mit der Schokolade zum Schmelzen gebracht, leicht abkühlen lassen, denn die Eigelb sollen nicht stocken! Also, Eier trennen und Eigelb mit dem Zucker verrühren und da dann die Butterschokolade untermischen. Kaffee/Kakao, Mehl und Mandeln vermischen und unter den Teig rühren. Das Eiweiss mit einer Priese Salz nun in einer kalten Schüssel, (Metall ist dafür sehr gut,) steif schlagen und unter den Teig heben.

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Nun alles in die Springform geben und auf der unteren Schiene im Ofen 30, fast 35 min backen. Der Kuchen wird nicht trocken durchgebacken, er muss noch etwas klebrig sein, also schaut nach 30 min.

Lecker dazu schmeckt frisch geschlagene Sahne, Vanilleeis, frische Erdbeeren oder eine pürierte Beerensoße. Und am Besten ist er natürlich noch leicht warm!

Ach, Schokolade ist einfach fein! Nicht umsonst gibt es total viele Sprüche zu Schokolade und die Herstellung ist ja sogar ein Beruf: Schokolatier/Chokolatier.

„Wenn es im Himmel keine Schokolade gibt, will ich nicht da hin!“

„Schokolade löst keine Probleme, aber das tut ein Apfel ja auch nicht.“ 

„Chocolate doesn’t ask silly questions. Chocolate understands.“

(nur um einige Postkarten in meiner Küche zu zitieren)

Das Kakao schon seid Jahrhunderten ein gern gegessen und getrunkenes Lebensmittel ist, wissen wir. Auch, dass die Mayas und Azteken schon den ungesüssten, (geschärften und mit Wasser hergestellter) Trunk „Xocolatl“ liebten, ist den meisten Menschen bekannt. Vom Luxusgetränk im 17. Jhd. wurde es zum allseits geliebten und mittlerweile süssem Genuss in aller Welt. Der ca. 8 m hohe Urwaldbaum liefert grosse Früchte, in denen die Kakaobohnen als Samen liegen. Diese müssen aus der Pulpe mit der Hand gelöst und dann fermentiert und getrocknet werden.  Dies ist sehr viel Arbeit und nicht umsonst sollte man am Besten fair gehandelte Ware kaufen. Die weitere Aufbereitung der Kakaobohnen, das Reinigen, Rösten, Brechen und Mahlen, geschieht erst nach dem Export.

Bestimmte Wirkstoffe im Kakao sind stimmungsaufhellend und tun unserer Seele gut. Serotonin und Dopamin sorgen dafür, dass es uns wieder besser geht, wenn die Seele mal Trost braucht. Schokolade mit einem Kakaoanteil von über 70 Prozent soll auch blutdrucksenkende Wirkung haben. Dies hängt damit zusammen, dass Kakao viele Flavanole enthält, die sich positiv auf die Elastizität der Blutgefäße und damit auf den Blutdruck auswirken.Theobromin und Theophyllin wirken  anregend auf den Kreislauf  und gerade dunkle Schokolade enthält noch viele Mineralien. Kakaobutter wird ja mittlerweile auch viel in der Kosmetik genutzt. Allerdings hat Kakao an sich schon einen sehr hohen Kalorienanteil, der sinkt etwas, je nach dem, wie stark entölt wird und wer meint, die normale Vollmilch Schokolade sei gesund, der macht sich natürlich etwas vor.

Aber heute freu` ich mich sehr über diesen leckeren Schokoladenkuchen und darüber, ihn mit Freunden zu verputzen! Daher schicke ich das Rezept zum Freutag. Außerdem habe ich noch Meermädchenlieder für Euch:

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Hier schwimmt nicht nur *die kleine Meerjungfrau*, sondern auch Moby Dick und die Nautilus.

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Euch allen ein wunderschönes Wochenende!

 

morgendlicher Dunst

Hallo Ihr Lieben.

Das Morgenlied der Amsel hat mich früh geweckt, zumindest vermute ich, dass es Ihr Lied war, aber ich werde auch ohne Vogelgesang in der Regel früh wach.  Die Tauben gurren in der Weißtanne. So nach und nach kommt Leben in die Bude hier und wenn alle aus dem Haus gehen, sind dann auch Troll und ich dabei, unseren morgendlichen Gang machen. Ein wenig nehme ich Euch da Mal mit.

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Es geht durch den Park und am Friedhof vorbei. Noch hängt die Feuchtigkeit über den Wiesen und es ist angenehm. Die Sonne lässt die feinsten Dunstschwaden sichtbar werden. Am Friedhof sind wohl die Turmfalken Jungen flügge geworden, hoch auf der Baumspitze sitzend, ist ihr Gezeter (nach Futter?) weithin zu hören. Eine Taube stört das gar nicht, sie landet auf dem Nachbarast, wohl wissend, dass vom Turmfalken ja keine Gefahr aus geht.

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Wir leben hier in einer Kulturlandschaft, nur durchbrochen von Hecken, Baumstücken und Schutzwiesen. Überall huschen Kaninchen, Gott sei Dank ist Troll kein Jagdhund. Die Singvögel fliegen vor uns auf, immer zur nächsten Hecke oder Busch. Sogar ein paar Brennesseln dürften stehen bleiben, aber ich habe noch keine Raupen drin entdecken können, wie letztes Jahr.

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Laut schmettert die Goldammer wieder ihr Lied. Wir gehen unter Bäumen weiter, über uns der Gesang einer Mönchgrasmücke, an uns vorbei die Radfahrer, die schon zur Arbeit radeln.

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Rechts die Wiesen werden nur ab und zu von Schafen beweidet, sie unterliegen dem Naturschutz. Letztes Jahr habe ich dort immer den Fasan gesehen, dieses Jahr noch nicht, auch sein lautes, unverwechselbares Rufen habe ich noch nicht gehört. Aber auch die Kiebitze haben viel weniger Brutpaare dieses Jahr.

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Kein Wunder, so lange wir Menschen uns auf der Erde so benehmen… Auch wenn nur Grünschnitt in der Box und dem Beutel ist. (Hoffentlich denke ich morgen mal an Handschuh, dann kippe ich das einfach aus und lege Pappe und Tüte zum Müll.) Hier biegen wir nun immer auf die Felder ein.

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Troll liebt diese Stelle, hier darf er auch immer übermütig um die Ecke flitzen, er wartet dann immer an der selben Stelle unter der Linde.

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Jetzt wird eifrig geschnüffelt, über all liegen Kaninchenköttel. Es gibt hier so viele, dass sie schon Schaden anrichten. Aber ich finde, man bejagt sie trotzdem nur moderat und es ist ein leben und leben lassen. Der Bauer findet das nur bestimmt nicht so gut.

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Weizen (grün) und Gerste (gelbgrün) stehen schon hoch und sind gut alleine durch die Farbe zu unterscheiden. Was habe ich die langen Grannen der Gerste beim Stroh packen gehasst.

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Quelle Wikipedia

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Die Konkurrenz ist gross auf den Blumen am Feldrand. Die Mohnblüten schwanken ordentlich unter den dicken Hummeln.

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Die kleine Lichtnelke und Ackerwinden locken, gern würde ich einen Strauß binden, aber ich gehe lieber jeden Tag an ihnen vorbei.

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Ein grosses Ochsenauge flattert in der Gerste auf.

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Gleich bin ich schon wieder an der Kleingartensiedlung angekommen, hier stehen im Moment ein paar Highlander.

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Die sind einfach immer wieder ein Foto wert. Gleich komme ich wieder an den verlockenden *Kirschen in Nachbars Garten* vorbei.

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Bevor ich über die Strasse geh, darf ich noch dem Quaken einiger Frösche lauschen, dann hat mich der Lärm der Zivilisation wieder. Nun schnell dem Hund Futter gemacht und mir einen schönen Milchkaffee. Ein paar wilde Erdbeeren habe ich im Garten gepflückt, so aromatisch! Gestern Abend habe ich sie mit Rhabarber und Gelierzucker angesetzt, damit alles gut Saft zieht. Gleich habe ich dann noch mal zwei oder drei Gläser Marmelade. Nichts ist doch so fein, wie selbstgemachte Marmelade.

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Dann hole ich noch mein Schnitzwerkzeug heraus.

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Zu den Autos gesellt sich schnell noch ein Vesparoller.

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Wenn das kein schöner Anfang für einen Tag ist, daher verlinke ich den Beitrag auch beim Freutag und weil die Zitronenfalterin diesen Monat das Thema Nachhaltigkeit hat, möchte ich diesen Beitrag auch dort verlinken.

Euch ein schönes Wochenende.

Nachschub

Hallo Ihr Lieben.

Im Garten wächst gerade alles von allein, „wie s Gewitter“. Ja, Dank Gewitter haben meine Pflanzen noch genug Wasser, trotz der Wärme und Sonne. In letzte Beet Lücken habe ich noch mal einige Blumen gesäht. Spät, aber dann blühen sie eben halt etwas später. Der Salat schießt förmlich über Nacht, die Johannisbeeren sind fast reif. Letztes Jahr habe ich den Strauch ordentlich gestutzt, daher sind es etwas weniger Früchte dieses Jahr, denn sie blüht ja nur an den mindestens einjährigen Trieben. Weitere Gläser Gelee entstehen also bald, der Älteste und ich lieben Johannisbeergelee! Für mich darf da auch gerne schwarze Johannisbeere mit rein. Oder ein Schuss Cassis. Leider habe ich die Beeren  nicht mehr in meinem Garten, aus Platzgründen. Ja, mein Kellerregal bekommt bald reichlich Nachschub.

Kreativ geht es auch weiter.  Aber viel weniger, bzw langsamer. Es ist fast immer noch um die 30 Grad und alles läuft langsamer.

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Ein wenig geschnitzt habe ich aber noch mal – etwas im Hauruck Verfahren. Aber manchmal sprudelt es dann bei mir eher, als wenn ich viel plane.

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Na? Erkennt Ihr die Autos? Alte Autos haben doch irgendwie viel mehr Charme als die neuen, auch wenn diese enger, kleiner, unsicherer und stinkend waren. Den VW Käfer will ich noch mal schnitzen, da gefallen mir die Radkästen nicht so gut. Die Ente, bzw Citroen 2CV ist ok, aber verliebt habe ich mich in die BMW Isetta!

Das der VW „Käfer“ von 1938 – 2003 gebaut wurde, liegt bestimmt nicht daran, dass er als   KdF (Kraft durch Freude) Wagen konzipiert wurde, vielleicht auch mit dem Hintergedanken, dass zur Not das Gewehr und Gepäck eines Soldaten gut hinter die Sitze passte. Sparsam sollte er sein und preisgünstig, so war man mit der Forderung an Ferdinand Porsche herangetreten. Übrigens bekam das Auto erst nach dem Krieg, unter englischer Leitung des Werkes, den offiziellen Namen „Volkswagen“.

Ähnlich erginge es der „Ente“, ein Auto, welches wirklich nur auf das Wesentliche reduziert war. Am Anfang hatte es sogar nur einen Scheinwerfer und man nannte es auch mal „Pirat“. Geländegängig, für die Landwirtschaft gut geeignet, sparsam und natürlich auch preiswert waren auch hier die Anforderungen nach dem zweiten Weltkrieg. Ich erinnere mich, wie es war, wenn die „Ente sich etwas schneller in die Kurven legte“ und Funken sprühte. (Gott sei Dank war ich nur Beifahrer, der männliche Fahrer wollte wohl meiner Freundin imponieren.)

Die Isetta entsprach auch einem typischer Nachkriegswagen. Eigentlich war BMW eher auf Flugzeugmotoren und natürlich Motorräder spezialisiert. Im Prinzip wurde auch aus dem Motorrad ein kleines Kleinauto weiterentwickelt, mit der Möglichkeit, den alten Führerschein Klasse IV für Motorräder/Roller, zu nutzen. Ähnliche Autos waren das Goggomobil und der Messerschmidt Kabinenroller. Die Fronttür lies sich nach vorne wegklappen und der Kleinwagen war erst mal als Zweisitzer gedacht. In der Wirtschaftswunderzeit wurde dieser „knubbelige“ Wagen zum Erfolg, immer weiter verbessert, auch vergrössert und war noch in den 1970er Jahren durchaus im Straßenverkehr zu sehen.

Erst mal sind diese Stempel entstanden, es wird wohl noch ein Motorrad, ein Roller und natürlich das ein oder andere Auto dazu kommen. Dann möchte ich sie sozusagen als „Borde“ oder als „Stau“ auf ein T-Shirt oder Jeans drucken.

Jetzt zeige ich sie als Nachschub beim Creadienstag.

Euch einen schönen Tag, bzw auch eine tolle Woche.

 

Poesie und Freiheit

Hallo Ihr Lieben.

Ein Streit mit seinen Eltern bringt für den 12 jährigen Cosimo Piovasco di Rondo aus Ombrosa den endgültigen Wendepunkt: er wird nie wieder die Erde betreten! Er klettert auf eine Eiche.

Von seinen adligen Eltern, die in alten Traditionen verhaftet sind, wird der Entschluss nur als kindischer Trotz empfunden. Aber Cosimo bleibt diesem treu. Es ist die Zeit der Aufklärung und natürlich hält die Familie an den alten Privilegien und Überzeugungen fest. Cosimo aber entdeckt eine neue Welt und der Leser mit ihm. Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, wie der Junge sich von Baum zu Baum bewegt, das erste Mal jagd, (eine wichtige Stelle im Buch), sogar reisen kann, sein Leben einrichtet, sich verliebt, Mitglied einer Freimaurerloge wird, Banditen trifft, den Aufstieg und Fall Napoleons erlebt, (er trifft ihn sogar) und bis zu seinem Lebensende wirklich nie wieder den Boden betritt.

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So erzählt der Autor wunderschön und philosophisch dies zwar eigensinnige, aber doch sehr freigeistige Leben in all seinen Stationen. Und wer Bäume liebt, freut sich über all die verschiedenen Arten, in denen Cosimo lebt und herumwandert. Die beschreibt Italo Calvino, der diesen wunderbaren Roman 1957 veröffentlichte, neben den dort lebenden Tieren, sehr genau.

So hat mich der Roman „Der Baron auf den Bäumen“ zu einem Bild inspiriert, (außerdem habe ich einen sehr persönlichen Bezug zu diesem Buch) und ich schicke dies doch noch schnell zum letzen Tag des Mustermittwochs mit dem Thema „Mai Bäume“:

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Es ist eine alte Buchseite bestempelt und mit Aquarellfarbe bemalt.

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Habt eine schöne Zeit in diesem Frühling, der eher ein Sommer ist.

Ps. Kommentare sind wieder möglich

Fundstücke

Hallo Ihr Lieben,

ab und zu haben sich ja hier schon Fundstücke, die ich so „Second Hand“ ergattert habe, gezeigt. Ich liebe es: Trödelmärkte, Sozialkaufhäuser, tauschen. Ganz abgesehen davon, dass ich so meiner *Sammlerleidenschaft* nachgehen kann, ist es doch auch viel besser, wenn etwas nicht weggeschmissen wird, sondern eine neue Nutzung erfährt. Und sei es nur, dass ich es gern ansehe.

 

So manche Schale hat den Weg schon zu mir gefunden, neben meinen geliebten, französischen Wassergläsern, die so wunderbar zu stapeln sind. Alltagsgegenständen, die auch leider am häufigsten kaputt gehen. Außerdem ist es für mich toll, aus Bechern zu trinken, gern auch einen kühlen, weißen Wein, wenn es draußen warm ist, bleibt er da drin viel länger kalt. Bettlaken ohne Gummi waren früher ein Gräuel für mich, wenn damit das Bett neu bezogen werden mußte. Nun kann man sie einfärben und bedrucken, hier mit maigrüner Farbe und Kühen (Linoldruck). Von meiner Mutter bekam ich zwei *Schneebälle* von Boda geschenkt, zwei weitere der Glasleuchten fand ich im Sozialkaufhaus! Meine *Flotte Lotte* ist unverzichtbar in der Küche und auch aus zweiter Hand. Das ich an dem Schaukelstuhl auf dem Sperrmüll nicht vorbei konnte, hab ich ja schon mal erzählt. Porzellan ist allerdings meine schlimmste Falle, sieht man an den Fotos, oder? Bücher werden aber am Häufigsten geholt, von tollen Bildbänden über Schulmaterial bis hin zum *Lustigen Taschenbuch* haben wir da so einiges. Neben nutzlosem Krimskrams, der nur nett anzusehen ist, findet sich so manches Praktisches. Bei Kleidung schau ich bei Bedarf als Erstes, ob ich es nicht auch aus zweiter Hand finde, für die ganze Familie. Tolle Schnäppchen macht man da manchmal, auch wenn man vielleicht nicht ganz so up to date ist. Und aufmotzen kann man oft, ich sag nur drucken und stempeln. Viele nähen ja daraus auch etwas Neues, da bin ich nicht so gut drin.

Heute habe ich dies gefunden:

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Die Comics sind für die Jungs, die Isolierkanne ist ja schon ein kleiner Klassiker und super! Vor allen Dingen, da sie rund ist und so viel länger warm hält! Den Krimi habe ich wg dem Titel mitgenommen. *De Duivel is`n Eichkater*, so geht ein plattdeutscher Spruch aus meiner Heimat (hoffentlich habe ich ihn nur richtig geschrieben!). Über Büchlein aus der Insel Bibliothek freut sich meine Mama immer sehr.

Und ein kleines Holzkästchen:

 

Mit dem Waldkauz Stempel wollte ich da einen schnellen Effekt, aber leider hatte ich nicht mit der Struktur des Holzes gerechnet. Bei dem Blätterstempel war die kein Problem, aber der Vogel ist leider nicht gelungen, ich habe etwas nachgearbeitet, aber das nächste Mal bemale ich Kästchen wieder! Schnell ist nicht immer gut.

 

Ganz nebenbei sammeln *Mensch* natürlich immer noch Fundstücke in Garten und wilder Natur, angefangen von Blumen, Schneckenhäuser, über Kräuter und Beeren. Die Liste unter dieser Überschrift könnte sehr lang sein. Habt Ihr auch da so Eure Schwächen?

Habt einen schönen Tag! Ach und nach einiger Recherche öffne ich die Kommentarfunktion wieder.

 

 

Was so schnell…?

Hallo Ihr Lieben.

Jetzt sind die Pfingstferien schon wieder vorbei. Warm und sonnig und gewittrig, schwül ist es. Wir fühlen uns wie im Hochsommer, so schnell geht das wieder! Aber tolle Stunden am Fluss hatten wir. Leider gibt es nur bestimmte Abschnitte, wo man im Schutzgebiet der Flussauen baden darf, für die Natur aber besser so. Manche Menschen nutzen die Natur um vor allen Dingen laut zu sein, oder und Müll zu hinterlassen. Wir haben uns dann früher verzogen, zumal der Hund damit irgendwann nicht mehr klar kam. Das andere Mal kam schon früher als gedacht ein Gewitter. Trotzdem, herrlich erfrischt waren wir.

Mehr Sonnenschein bedingt bei mir weniger basteln, kreativ sein, malen, schnitzen und so weiter. Soweit es geht, lese ich jetzt draussen. Wie Ihr seht, habe ich mal hingelegt, was als Nächstes dran ist. Auch habe ich meinem Mann den neuen „Matt Ruff“ ganz uneigennützig mitgebracht, sein letztes Buchgeschenk  „Nordwasser“, war auch schon so ein Geschenk mit dem Hintergedanken, es selber dann auch noch zu lesen.

IMG_20180528_102622Lovecraft Country“ heißt der bereits 2016 erschienene Roman, es dauert immer etwas, bis so Nischenbücher hier in die Regale finden.

IMG_20180528_150506Bin sehr gespannt. Mein Schatz ist schon recht weit gekommen. (Bei beiden Büchern, aber ich habe erst mal noch den Kenia Roman auf dem Nachtisch liegen.) Seid dem Debüt „Fool on the Hill“ (sehr empfehlenswert, verrückte und fantastische Geschichte), lesen wir den Autor sehr gerne. Diesmal geht es um eine fiktive Reise in das Jahr 1954. Der Schwarze Atticus versucht seinen verschwundenen Vater zu finden. Gar nicht leicht, wenn die Hautfarbe einem alles erschwert. Vielleicht ist dem ein oder anderen Leser „H.P. Lovecraft“ ein Begriff, dessen Romane und Geschichten bei Fantasy Lesern durchaus Kultstatus haben, aber der entsprechend seiner Zeit, auch ein rassistischer Autor war. Wie nun diese zwei Themen in dem Buch verknüpft werden? Das muss ich noch lesen.

Wie gesagt, ich bin jetzt noch an „Kenia Valley“, von Kat Gordon. Wir hatten das Glück, vor Jahren mal Urlaub in Kenia machen zu können. Manchmal ergeht es mir noch heute so, dass ich die Augen schliessen kann und ich sitze wieder im Jeep auf Safari (übersetzt: Reise) und geniesse den Fahrtwind oder sehe den Zecken beim Rumkrabbeln auf dem Rücken des Löwen zu. (Ja, der hatte sich direkt neben das Auto auf meine Seite gelegt, da war nämlich ein ganz klein wenig Schatten.) Übrigens sind da auch Stempel in Planung, kein Wunder, bei den Vorlagen!

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Dann habe ich nach einer Besprechung auf dem Blog Fiction fetzt *Das Buch der Schurken* geholt. Jeder Held braucht doch einen Gegenpart. James Bond ohne  Bösewichte, Detektive und ihre Erzfeinde, ….? Das werden bestimmt unterhaltsame Episoden. Und aus meinem Bücherregal hab ich noch mal das Buch über die englischen Detektive rausgekramt. Irgendwie schaut man manchmal zu wenig in sein eigenes Bücherregal!

An einem Stempel, bzw Bild für das Thema Mai Bäume ( Mustermittwoch) bin ich immer noch dran. Auch diese Idee kommt aus der Buchwelt. Wenigstens zum Ende hin will ich an dem Thema noch Mal mitarbeiten. Allerdings spukt da auch noch eine Idee zu einem Linolschnitt im Kopf, aber der kommt auf alle Fälle später.

Gehäkelt wird auch Mal wieder, allerdings habe ich mehr aufgeribbelt als das ich schon etwas zeigen könnte. Ich möchte eine Laterne häkeln. Irgendwie wurde selbige immer breiter. Na, ich zeige es sicher bald.

An den gewittrig Tagen habe ich mich auch mal auf das Fernsehen gestürzt. „Terror“ bei amazon ist absolut empfehlenswert, es geht um die Franklin Expedition in das Polarmeer. Geschickt wird wirklich unheimliche Spannung aufgebaut! Eine Buchverfilmung von Dan Simmons. Es hat diese Expedition wirklich gegeben und „Terror“ hieß eines der Schiffe, das im Packeis stecken blieb. Bestimmt habt Ihr von dieser gescheiterten „Eroberungs- und Erkundungsfahrt“ gehört. Meine Güte, welche Ignoranz der Mensch doch haben kann, wie viel, seht Ihr, wenn Ihr das Buch lest oder die Serie schaut (- oder auch manchmal im eigenen Umfeld, der Mensch bleibt sich da irgendwie treu)! Was man alles in Kauf genommen hat, um die weissen Flecken auf der Landkarte zu erforschen und natürlich alles für sein Land zu beanspruchen.

Aber zum Aufheitern werde ich Hugh Jackman in *The greatest Showman* sehen! Leider habe ich den Film im Kino nicht schauen können, da wirkte er sicher noch opulenter.

So, ich hoffe, Ihr konntet und könnt die Sonne noch mit einem guten Buch und feinem Essen und Trinken genießen. So schnell ist aus dem Frühling Hochsommer geworden.

PS:

es gibt leider bis jetzt für mich noch kein verfügbares Plugin, dass es mir erlaubt, die Kommentarfunktion mit einer *Checkbox* zu verknüpfen. Ich hoste nicht selber und habe keinen entsprechenden Tarif bei WordPress.