Freitagsbunt

Hallo Ihr Lieben

Heute scheint zum Ersten mal seid langem wieder die Sonne.

Morgensonne im Osten

Ach, da musste ich mir gleich den Rücken nach dem Mittagessen wärmen lassen und diesen Stempel schnitzen.

Fernweh

Eine kleine „Knutschkugel“ und los ginge es gen Wärme, haben wir uns das nicht alle schon mal gewünscht?

Nun, ich habe mir noch ein wenig auf anderem Wege Farbe ins Haus geholt. Da die Nelken von der letzten Woche immer noch blühen, (ja, einige lassen jetzt langsam die Köpfchen hängen, aber das dürfen Blumen bei mir, ich bin offensichtlich etwas morbide,)  sind nun ein paar Rosen dazu gekommen. Diese standen auch wieder neben dem Eingang des Supermarktes und waren runtergesetzt. Auch die lila Primel wartet mit einem roten Aufkleber auf einen Einkaufskorb.

Der Hirsch darf noch etwas hervor schauen

Das Wochenende hat hoffentlich auch noch so ein paar Sonnenstunden in Petto. Es hebt sofort das Gemüt, die Chemie im Körper arbeitet gleich ganz anders und wir fühlen uns wohler. Schnell noch heute ausnutzen, ich bin dann mal weg (einmal um den Pudding)

Verlinkt bei Holunderblütchens Freitagsblumen.

Februar eben

Da geht der erste Monat des Jahres schon wieder vorbei. Birgit sammelt auch dieses Jahr unsere Monatscollagen und ich danke für die Verlinkungsmöglichkeit auch in diesem Jahr.

Immer wieder regnet es, auf den Wiesen steht das Wasser. Im Wind wippen die dürren, langen Äste der wilden Rosen und zeigen gen Himmel, welcher sich ganz langsam verfärbt. Gern verlinke ich auch diesen Blick wieder in der Galeria Himmelsblick .

DER JANUAR von Erich Kästner (Athenäum Verlag)

Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Der Weihnachtsmann ging heim in seinen Wald.
Doch riecht es noch nach Krapfen auf der Stiege.
Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Man steht am Fenster und wird langsam alt.

Die Amseln frieren.
Und die Krähen darben.
Und auch der Mensch hat seine liebe Not.
Die leeren Felder sehnen sich nach Garben.
Die Welt ist schwarz und weiß und ohne Farben.
Und wär so gerne gelb und blau und rot.

Umringt von Kindern wie der Rattenfänger,
tanzt auf dem Eise stolz der Januar.
Der Bussard zieht die Kreise eng und enger.
Es heißt, die Tage würden wieder länger.
Man merkt es nicht. Und es ist trotzdem wahr.

Die Wolken bringen Schnee aus fremden Ländern.
Und niemand hält sie auf und fordert Zoll.
Silvester hörte man’s auf allen Sendern,
dass sich auch unterm Himmel manches ändern
und, außer uns, viel besser werden soll.

Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Und ist doch hunderttausend Jahre alt.
Es träumt von Frieden. Oder träumt’s vom Kriege?
Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Und stirbt in einem Jahr. Und das ist bald.

(1955 veröffentlicht)

nebelig-nass-kalt-grau-schön (Westerwald)

Irgenwie kommt mir gerade sehr oft Erich Kästner in den Sinn. Die Winter Melancholie wird so gut wiedergegeben und überhaupt mag ich Kästner, der selbst mit seinen komödiantischen Werken immer mal wieder einen kleinen Nackenschlag kritisch austeilt. Liegt auch ein wenig an seiner (interessanten) Biographie, welche ich eigentlich viel zu wenig kenne. Wenn jemand da ein gutes Buch empfehlen würde, immer her mit den Tipps. Wusstet Ihr zB., dass Erich Kästner bei der Verbrennung seiner Bücher als einziger Autor anwesend war? Er blieb auch die ganze Zeit über in Deutschland (bis auf kurze Besuche in Nachbarländern), schrieb unter einem Pseudonym weiter („Drei Männer im Schnee“ u.A.), rettete sein Tagebuch/Chronik, weil er es immer als einziges mit in den Bunker nahm. Aber das ist nur ein winziger Schnipsel aus seinem Leben. Kaum ein Gedicht, welches meine Stimmung dieses Jahresanfangs besser beschreibt, als diese melancholischen Sätze. Ihr seht es auch an der Menge der Fotos, es war ein vergleichsweise ruhiger Monat – nicht dass wir uns beschweren würden! Es darf gerne langweilig bleiben! „Interesting Times“ gibt es doch genug.

Das Jahresprojekt wurde zu einem großen Teil bereits vorbereitet. Wenn man schon mal so im Fluss ist, nicht wahr? Ihr müsst Euch aber über das Jahr gedulden und so manches muss noch zu Ende gebracht werden und gezeigt wird ja immer nur monatlich. Am 1. 2. startet Andrea Zitronenfalterin dann mit Ihrer Linkparty. Den Beitrag über die Eiche habt Ihr sehr gemocht, Danke Euch dafür, ich werde sicher noch mal über Bäume dieses Jahr schreiben.

Ich dachte, da Vögel doch gerne Schutz im Unterholz suchen, habe ich dafür etwas geschnitzt, „Fummelskrams“ war das aber. (Verlinkt bei Creativsalat)

Grün für den Hintergrund

Und so geht es mit grossen Schritten zum zweiten Monat des Jahres. Es wäre der „jecke“ Monat, eigentlich, aber Omicron macht einen Strich durch die Rechnung der Karnevalisten, (nicht nur dort).

Bleibt alle gesund ist mir damit der wichtigstes Wunsch für Februar!

Auch verlinkt bei Andreas Samstagsplausch

… weiter

Hallo Ihr Lieben

verlinkt bei Galeria Himmelsblick

An vielen Tagen, auch wenn es dunkel und grau ist, erinnert uns die Natur daran, dass sich der Frühling irgendwann einstellt. Die Eichelhäher haben sich im Park schon gestritten um Nistgründe. Ob dieses Nest aus Zweigen dann aber wirklich bezogen wird? Wie so oft werden nämlich mehrere „Nester“ angefangen, manchmal auch von Krähen geklaut und umgekehrt. Viele andere Vögel werden schon wieder gesanglich lauter, mit steigendem Sonnenlicht steigt auch die Aktivität draußen.

morgentliches Mondlicht, Himmelsblick verlinkt, das Handy fuscht ganz viele Farbpunkte mit da rein, das finde ich irgendwie besonders schön, denn es war ein stürmischer, gruseliger Morgen

Es tut gut, beim frühen Hundegang den streitenden Amseln, den suchenden Eichhörnchen zuzusehen und dem beginnenden „Minikonzert“ zuzuhören, obwohl es noch immer dunkel ist, wenn ich morgens mit dem Hund gehe.

Close to the ground verlinkt bei Fotomomente

Regen und Frost bestimmten die letzten Tage, Schnee gab es natürlich keinen, nur etwas Graupel.

So war auch oft meine Stimmung. Immerhin, der Weihnachtsbaum ist nun vorn an der Straße zur Abholung bereit. Und immer wieder suche ich mir einzelne Bereiche zum Aufräumen und Sortieren. An so manchem Blogbeitrag für das Jahr habe ich schon gearbeitet. Da hatte ich projektmäßig einfach Freude dran. (Schnitzen, malen, lesen, zusammensuchen, recherchieren)

Im Laden guckten mich ein paar traurige Nelken an und durften mit, für weniger Geld, dafür fehlte auch so manche Knospe und geöffnet sind immer noch nicht alle, eine gelbe hat sich übrigens reingemogelt, wer findet sie? Dafür habe ich ordentlich die Stiele einkürzen müssen. Bei der Heizungsluft sehen Blumen bei mir schnell traurig aus, daher hole ich mir eigentlich im Winter selten welche. Jetzt gibt es doch mal Bilder für Holunderblütchens Linksammlung. (etwas gleichmäßiger hätten sie verteilt sein können, ich habe die geöffneten Nelken vorwiegend zusammen gesteckt, weil der Strauß meist auf dem Tisch steht und ich dann direkt auf diese schaue)

Kerzen brennen bei mir fast jeden Morgen. Ein Stück Gemütlichkeit. Am Liebsten die grossen Stumpen in kleinen Schälchen.

Herein?

Dies Foto von unserem letzten Spaziergang hat mich dann auch zu einem Beitrag geführt.

Ein schönes Wochenende Euch allen, dann schiebe ich den Beitrag mal zu Andreas Samstagsplausch

Ps

Danke für all Deine super Songs, Meat Leof, RIP

Langsam, aber gewaltig

Hallo Ihr Lieben.

Wichtel Tür, entdeckt beim Spaziergang letzte Woche

Mögt Ihr Euch auch gerade lieber verkriechen? So eine grosse, gewaltige Eiche als kleine Heimstatt? Na, hübsch anzusehen allemal und beflügelt meine Fantasie. Vor diesen gewaltigen, alten Eichen könnte ich immer wieder voller Ehrfurcht stehen bleiben. Kein Wunder, daß sie als „der deutsche Baum“ gilt. (Ihr erinnert Euch noch an den/die Pfennig/e? Da waren Eichenblätter drauf. Die Bezeichnung „Pfennig“ als Währungseinheit gab es übrigens schon seit Karl dem Großen.) Kaum ein Baum, der trutziger, gewaltiger und knorriger da steht, als eine alte Eiche, die 1000 Jahre alt werden können. Ohne die Eiche hätte es vielleicht keine großen Segelschiffe gegeben, was hätte man zum Gerben genutzt, die Eicheln galten als gute Schweinemast und man kochte sogar in Notzeiten Kaffee daraus. Das Holz hart und wertvoll. Der Baum verehrt von unseren Vorfahren, nicht nur als Baum des Donnergottes und als Friedens- und Richtbaum bekannt, mit Märchen und Mythen verbunden. Und dann doch so empfindlich auf den sauren Regen reagierend. Gut, dass sich viele wieder erholt haben, denn die Eiche wächst langsam.

Und was alles so darin und davon lebt. Eichelhäher, Eichenprozzessionsspinner und Eichhörnchen haben es ja sogar im Namen.

Mit Pilzbegleitung
Im Park in Begleitung von Ahorn und Kirsche
Bunter Nachwuchs der kanadischen Eiche
Uralte Eichen auf Rügen
Kanadisches Eichenblatt als Stempel

Ewigkeit, Zukunft, Kraft, Ausdauer und Stärke, all das sahen und sehen Menschen in der Eiche, nicht zu vergessen: Wahrheit und Ehrlichkeit

Das können wir uns doch als Vorbild nehmen, vor allem im Moment

Verlinkt bei Astrid „mein Freund der Baum“

Gallwespen haben ihre Eier unter die Blätter der Eichen gelegt, früher waren diese wichtig, um Tinte herzustellen