In der ersten Augustwoche

Hallo Ihr Lieben.

Ach, diese Woche habe ich mir sehr gewünscht, mit den fliegenden Fischen aus meinem Monats Projekt Blogbeitrag zu schwimmen (und zu fliegen, wenn schon, denn schon)

Eigentlich bin ich gar nicht mehr der so grosse Eisesser, obwohl ich wirklich eine Naschkatzen bin und mich mitlerweile echt disziplinieren muss. Aber in der vergangenen Woche mit den heißen Tagen…

Diese begannen immer schon sehr früh. Meist wurde ich gegen 4.00 Uhr wach. Insgesamt war wenig Schlaf möglich, die Hitze auch nachts noch lange präsent. Das ist sicher vielen von Euch so ergangen. Immerhin gab es dann gegen Wochenausklang etwas Abkühlung mit ca 3-4 ml Regen. Besser als nichts.

Der Hund trottet jeden Morgen langsam hinter mir her. „Was zerrst Du meine alten Knochen noch durch diese Hitze, immer noch weiter?“ Dabei machten wir wirklich sehr früh unsere kleine Runde. Vielleicht seht ihr, wie die aufgehenden Sonne durch die Eichen Blätter noch ihr ganz besonderes Licht zeigt. Sonst erkennt man auf dem Bild eher, dass es arg trocken ist.

Hier wurde anfangs noch etwas gewässert, wg den Wildblumen, damit sie gut nach der Maat wieder kommen. Eine kleine Natur Insel zwischen den Feldern. Ein Projekt eines angergierten Biologen hier (neben weiteren „wilden“ Feldern, die er gepachtet hat und entsprechend betreut)

Zum ersten Mal seit der C Erkrankung bin ich wieder Rad gefahren. Für die Lunge hat auch ein neues Medikament gegeben und scheint so, als würde es helfen.

Im Garten mag „Herzogin Christiana“ dieses Wetter gerade sehr. Oft habe ich von diese schönen, duftenden Rose gar nicht so viel, Regen lässt die Rosenblüten nämlich zusammen- und abfallen. Nun blüht sie unter der Hitze erst richtig auf! Wenn ich morgens die Tomaten gieße, schnupper ich immer so gern an ihr.

So langsam wird es ernst, die „Sommerbündel“ müssen weiter gemacht werden. Perfektes Wetter für den Sonnendruck, dachte ich. Es war wohl zu warm. Obwohl ich mehr Wasser dazu getan hatte, trocknete alles viel zu schnell, so dass sich die Farbe nicht außerhalb der Blätter zusammenziehen konnte. Auf ein Neues, nächste Woche. Bald kann ich Euch alles zeigen. Ausser mit der Sommerpost habe ich mich auch mit dem Brennpeter wieder beschäftigt, aber das zeige ich auch nächste Woche, die Geschenke sind jetzt raus und angekommen.

Screenshot, Quelle Tagesschau

So klein eigentlich ihre Rolle in der Ur-Serie Raumschiff Enterprise/Star Trek war, so bedeutend war sie doch (zu der Zeit, eine schwarze Frau auf der Brücke eines Raumschiffes als Kommunikationsoffizierin!). Nichelle Nichols wollte diese Rolle eigentlich nach der ersten Staffel nicht weiterspielen. Martin Luther King, als Fan der Serie, überzeugte sie weiter zu machen, sie bewirkte damit etwas. (Sie engagierte sich zeitlebens gegen Rassismus, ihr Fernsehkuss zwischen Captain Kirk und Uhura sorgte für Proteste und Diskussionen) Kaum vorstellbar für jüngeres Publikum, wenn man sich die Folgen aus heutiger Sicht noch mal ansieht. Genau das mache ich zwischendurch immer wieder abends, alte Folgen DS9 und Enterprise ansehen.

Im Garten reifen die Trauben und Birnen und das viel zu früh. Sofort stürzen sich die unzähligen Wespen drauf. Pflückreif sind die Früchte nämlich noch nicht wirklich.

Mit wunderschönen Himmelsbildern, zu späterer Stunde geknipst, verabschiede ich mich jetzt erst einmal ins Wochenende. Wir sind nicht daheim, daher schaue ich erst einiges später bei Euch vorbei.

Habt ein erholsames Wochenende (puh, allein von den Hundstagen muss man sich erholen)

Verlinkt beim Samstagsplausch und Himmelsblick

Fliegende Fische

Hallo Ihr Lieben.

Heute mag ich Euch in eine andere Welt als unsere Wälder oder Gärten entführen. Flatterhaft ziehen wir auf das Meer, vom Fernweh gepackt.

Gehört habt Ihr bestimmt schon mal davon, Fische, die fliegen können. Nun, wirklich fliegen?

Als Stempel

Etwa 40 Arten von Flugfischen leben in subtropischen und tropischen Gewässern. Eigentlich sollte man lieber Gleitfische sagen. Die Knochenfische haben zwei größere und zwei kleinere Flossen, die wie Flügel abgespreizt werden und den Fischen so nach einem kräftigen Sprung (Endgeschwindigkeit von 16 km/h bis zu 60km/h) aus dem Wasser zu einem „Flug“ verhelfen. Dabei flattern sie nicht über Wasser wie Vögel, sondern verhelfen sich mit den Flossen erst im Wasser, dann darüber, die nötige Geschwindigkeit. Mit diesem Auftrieb, gelingt ein gehörigen Abstand von Ihren Fressfeinden. Vor diesen  können Sie mit kurzen Oberflächenberührungen auf dem Meer fliehen, um dort mit kurzem Flossen/Flügelschlag bis zu 400 m zurück legen!

Dazu kommt, dass die Fische im Schwarm unterwegs sind. Also eine verwirrende und gute Taktik. Schon früher berichteten Seeleute von diesen besonderen Fischen. Auf große Segelschiffe dürften die Fische aber nicht oft gelandet sein, denn es gilt nicht die Höhe, sondern die Weite. Manchmal gibt es aber Aufwind über dem Meer und dann werden statt 1 m Höhe bis zu 10 m erreicht.

Ein Beispiel: Er trägt einen so wohl klingende Namen, der „Schwalbenfisch“, Exocoetus volitans, zugehörig zur Familie der Flugfische. Er ist oben blau, unten silberweiß gefärbt, mit langen, durchscheinend blauen Brustflossen, die ein Schweben über dem Wasser ermöglichen. Die Fische sehen etwa heringartig aus, haben ein schnabelartiges Maul. Das Fleisch ist wohlschmeckend. In Erzählungen haben versehentlich auf Booten landende Fische schon verhungernden Seeleute das Leben gerettet. Vielleicht ist das aber auch Seemannsgarn. Flugfische gibt es schon seid der Urzeit. In China fand man ein Fossil, welches auf 240 Millionen Jahre datiert wurde.

Ihr Laich wird übrigens mit Haftfäden an schwimmende Objekte geklebt. Indische Fischer haben sich das zur Nutze gemacht und können Schwärme mit Strohbündeln anlocken.

Apropos kleben

Vielleicht habt Ihr Lust Euch einen „fliegenden Fisch“ zu basteln. Dafür braucht Ihr eine Papp Rolle zB vom Klopapier. Diese beklebt Ihr nun mit ganz vielen ausgeschnittenen oder ausgestanzten Kreisen (macht Euch eine Papp Schablone) aus buntem Papier. Ihr könnte Papier übereinander legen, so viele, wie die Schere ohne Probleme schneidet. Bei Geschenkpapier geht das gut. Wie Schuppen werden diese nun auf die Rolle geklebt. Am Kopfteil kommen dann zwei weisse oder knalligbunte oder kullernde Augen dazu. Ebenfalls aus buntem, leichten Papier werden Streifen geschnitten und wie eine Flatterflosse am Ende der Rolle von innen angeklebt.

Im Kopf Bereich müsst Ihr mit einer Nadel und Faden die Aufhängung nun durchziehen. Der Fisch kommt an einen Stock oder wo immer ihr ihn flattern lasst wollt. (Denkt nur daran, er ist nicht regenfest)

Ich hoffe, auch dieser „Flatterhaft Beitrag“ hat Euch wieder gefallen.

Verlinkt bei der Zitronenfalterin, Creadivsalat, DvD

Julihitze

Hallo Ihr Lieben.

Der Juli war hier wirklich sehr ruhig. Sommerhitze, Erholung, etwas Blogunlust,…

Begonnen habe ich mit dem Monatsvogel. Und ich hatte immer noch kein Schnitzmesser wieder in der Hand, um die Schwalben auch als Stempel zu gestalten.

Das einzig wirklich Kreative was ich diesen Monat gemacht habe, ist einen Teil der Sommerpost und gelegentliches Häkeln beim Fernsehen (sehr genossen die neue Verfilmung des J. Austen Klassikers „Persuasion“ und das Actionspektakel der Russo Brüder „The Gray Man“, keine Werbung für den Streamingdienst) . Die Girlande könnt Ihr Euch noch als Vorlage im Schwalbenartikel runterladen. Beim ersten gemeinsamen Monatsspaziergang von Kristina war ich dabei und vorher auch wieder bei 12 von 12.  Letztes Wochenende haben wir hier den Geburtstag meiner Mutter etwas gefeiert.

Nach dem die Tage mit der Extremhitze uns zu Stubenhockern gemacht haben, ist es jetzt manchmal sogar „lange Hosen“ Wetter. Das empfinde ich als sehr angenehm, wir fühlen uns eher bei gemäßigten Temperaturen wohl. Die Wechsel sind wirklich heftig und eine Herausforderung für manchen Kreislauf. Auch für die Natur ist es nicht leicht, es ist dann fast lautlos draußen. Sogar die Vögel sind schon in der Mauser. Wenn ich dann sehe, dass der Lavendel, den die Stadt letztes Jahr gepflanzt hat, mit Tankwagen gegossen wird, frage ich mich, warum ausgerechnet die auf Trockenheit ausgerichteten  Pflanzen gegossen werden. Bäume und Sträucher halten Feuchtigkeit und Kühle und produzieren natürlich auch Sauerstoff. Natürlich sind Blumen auch wichtig für Insekten, aber davon sind an dieser großen, befahrenen Kreuzung nicht so viele. Prompt las ich einen Artikel ( http://www.spektrum.de/news/verdunstung-laesst-europa-austrocknen), dass wir uns bei der Bewässerung nicht weiterentwickelt haben und die Verdunstung ein großes Problem darstellt! Das fängt doch schon im Garten an. Punktuell und nicht mit dem Sprenger bewässern ist angesagt.

Einen Strauß habe ich endlich wieder mal für mich, für Euch und Holunderblütchen. Der kleine Supermarkt im Ort hat wieder die welkenden Sträußchen neben die Mülltonne gestellt. Ein paar Tage habe ich noch was von den Rosen. Eine kindliche Straßenkunst am Spielplatz zeige ich Euch, sie ist ohne Worte zu verstehen.

Am Himmel zeichnen sich immer wieder Wolken ab, ab. Ein wundervoller, hell strahlender Morgenhimmel, eine Himmelsblick Verlinkung.

Gute Ausblicke wünsche ich Euch alle für August. Bleibt gesund!

Verlinkt bei Birgits Monatsrückblick und Andreas Samstagsplausch und Holunderblütchens Friday Flowerday und der Galeria Himmelsblick

Ps. entschuldigt das Chaos, falls jemand schon den unfertigen Artikel gelesen hat, irgendwie hat wp bzw ich Probleme diesmal

Monatsspaziergang, eine neue Idee bei und von Kristina Schaper

Hallo Ihr Lieben.

Kristina, viele Kreativen noch unter dem Blog „natűrlich bunt“ bekannt, hat eine neue Link Party ins Leben gerufen: Monatsspaziergang

Einmal im Monat dürfen und sollen wir Fotos von einem Spaziergang machen, mindestens 5 Stück. Das kann der Hundegang sein, dass können bestimmte Themen (zB. Sehenswürdigkeiten, Kunst…) sein oder etwas, was man besonders ins Licht rücken möchte.  Viel unterwegs bin ich leider noch nicht wieder. Aber als ich so gegen Abend und am Morgen durch den Garten spaziert bin (also nicht dass das ein grosser Spaziergang wäre, aber ein kleiner, feiner), dachte ich: Nahaufnahmen von Blumen wären auch sehr schön. Ich habe einmal einige Fotos eher in der Dämmerung (etwas unscharf, was gewollt ist) und einige am Morgen geknipst. Bei manchen sind Insekten zu sehen, sowohl gross als auch winzig. Ach, die Hummeln liebe ich gerade sehr!

Nachtkerzen duften dieses Jahr ganz viele im Garten. Ein kleines, sich wiegendes gelbes „Meer“. Die Hummeln sind immer voller gelber Pollen davon. Prunkwinde, Rosen, Hibiskus, so viel Farben und Formen gerade im Garten und alle Blüten gut besucht. Endlich kann ich die Düfte auch wieder riechen, ich liebe all die wunderschönen, verschiedenen Blumendüfte. Hoffentlich verbrennt die angesagte Hitze nächste Woche nicht alles (gegossen wird hier nur wenig).

Habt einen wunderschönen Tag, nehmt all die sanften, kräftigen, anregenden und beruhigenden Eindrücke der Spaziergänge auf und speichert sie für Zeiten, wo Ihr sie braucht.

Verlinkt bei Kristina (per Kommentare übrigens, wenn noch jemand mitmachen möchte!)

12 von 12 an einem warmen Juli 2022

Hallo Ihr Lieben.

Die Dame mit dem Kännchen sammelt wieder zwölf Fotos des Alltages. Da es mal eben 10 Grad mehr als gestern geben sollte (im Schatten natürlich), wollte ich so viel wie möglich morgens machen.

Zum Frühstück dazu

Mit dem Hund geht es kurz nach sieben durch den Park. Erstmals die lange Runde traue ich mich heute wieder. Auf dem Foto sind 3 Vögel, eine Amsel (gut zu sehen) ein Grünspecht (zwischen den Pfosten unter dem kleinen Baum) und ein Buntspecht (am Stamm desselbigen Baumes) zu „sehen“.

da gibt es erste Vitaminbomben
die Wiese wird sicher noch mal für Heu gemäht, dahinter ist ein brachliegendes Feld

Daheim: gießen im Garten, das Hochbeet ist immer durstig

Ameisen, die haben den ganzen Topf erobert, den werde ich morgen wohl mal umstülpen müssen, sonst kann ich ihn nicht mehr nutzen (keine Sorge, ich habe noch mehr Ameisen im Garten)

heute will ich eine erste Technik der Sommerpost (vom Blog Postkunstwerk) machen

einmal nicht aufgepasst und zu feste angedrückt in der Mitte… Ich hatte aber Glück, die letzten noch zu belichtenden Papiere haben auch unter dieses Stück gepasst, sonst wäre es etwas umständlicher geworden

versuchte Reparatur des Griffes, denn bei manchen Sachen geht nur dieses superleichte Staubwedeldings

es wird immer heißer, immerhin gut zum Schmutzwäscheberg abbauen

ich liebe die holländischen Rosinenbrötchen, auch wenn es die hier nicht frisch gibt, einen kleinen Snack brauche ich gerade

es hat sich gegen Abend total zugezogen… Schnelle Kontrolle, ob ich noch mal was gießen muss (hinter diesem Bereich stehen Tomaten in Töpfen). Und Wäsche abhängen. Den Reisig habe ich mich nicht getraut wegzulegen, da wohnt ein kleines Fröschchen drunter. Aber die Tage werde ich ihn wohl doch versetzen müssen, um Rasen zu mähen.

Heute war der erste Tag, wo ich wieder was mehr machen konnte. Im Haushalt hat sich wirklich viel angestaut. Aber es wird.

Habt eine gute Woche, bleibt gesund

Verlinkt bei Caro

Ps. Jetzt werden die wunderschönen ersten Bilder des James Webb Teleskop angeschaut, sehr zu empfehlen!

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer

Hallo Ihr Lieben.

Den Spruch kennt Ihr sicher alle. Nun, im Juli sind aber alle Schwalben da und haben sogar ihre erste Brut (hoffentlich) durchgebracht.

junge Rauchschwalben

Hoch oben sausen sie bei gutem Wetter durch die Lüfte. Unglaubliche Mengen an Insekten verschwinden in ihren weit aufgesperrten Schnäbeln. Nur im Fluge kann die Schwalbe auf Nahrungssuche gehen. Sie kann sogar beim fliegen, wenn es z.B. auf die lange Wanderschaft geht, schlafen.

Illustration von W. Crane, Quelle Wikipedia

„The happy prince“

Kunstmärchen von Oscar Wilde (kurz nacherzählt)

Hoch über der Stadt steht die Statue des „glücklichen Prinzen“. Verziert mit Edelsteinen und Blattgold schaut der Prinz, der zu Lebzeiten ein glücklicher, froher Mensch war, heute eher traurig auf die Stadt. Als eine Schwalbe auf dem Weg nach Süden bei ihm rastet, bittet er sie nach und nach seine wertvollen Gaben zu verschenken, Bedürftige bekommen seinen Schmuck von der Schwalbe gebracht. Dabei verpasst sie den Zug nach Süden und erfriert. Auch der Ritter ist den Leuten nun zu hässlich geworden und wird eingeschmolzen. Als beide im Müll sich finden, bringt ein Engel sie fort. Gott hatte ihn gebeten, die wertvollsten Dinge für seinen Garten zu suchen. Nun kann die Schwalbe dort singen und der Ritter lobpreisen.

Arme kleine Schwalbe. Ja, sie haben es nicht mehr leicht bei uns. Nach dem sie einen so weiten und gefährlichen Weg aus Afrika hinter sich gebracht haben, kommen sie hier oft in doch eher kaltes und regnerisches Klima. Wobei sich das ja gerade etwas wandelt, Dank der Klimaveränderung werden unsere Frühjahre immer trockener und wärmer.

Hier heißt es dann erst mal ein Nest bauen oder ausbessern, gern wird das vom letzten Jahr bezogen. Ich werde mich heute auf die Rauchschwalben konzentrieren und berichten. Die Uferschwalbe ist ein Höhlenbrüter, die Mehlschwalbe hat ein fast geschlossenes Lehmnest unter Giebeln und Dächern, bei der Rauchschwalbe wird aus Lehm und etwas Gras ein halbes Nest gebaut. Dabei wählt die Rauchschwalbe gerne Ställe und Scheunen aus, mit offenen Fenstern. Sie bilden kleine Kolonien. Beim Nestbau wird Lehm aus Pfützen benötigt. Hm, wo gibt es hier noch solche Pfützen?

Das nächste Problem. Wer läßt Schwalben noch bei sich Nester bauen und brüten? Ihr Kot verschmutzt die Hauswand und den Bereich darunter. Die Rauchschwalbe braucht eigentlich den Viehstall. Es gibt übrigens auch Nisthilfen zu kaufen oder man setzt Bretter darunter. Leider gibt es natürlich auch insgesamt weniger Insekten, nicht nur hier. Auch illegaler Vogelfang auf den Reisen beschert den Rauchschwalben kleinere Bestände. Alles erschwert den Akrobaten des Himmels ihr Leben.

Hoffnung ist schnell und fliegt mit Schwalben-Schwingen.

William Shakespeare, Die Rauchschwalbe

Wenn die Schwalben tief fliegen, folgen sie nur den Insekten, die bei Tiefdruck niedrig fliegen. So zeigen sie an, dass es regnen wird, aber auch, dass es vielleicht nur ein kurzer Schauer wird, denn: „Die Schwalben fliegen hoch!“

Die Rauchschwalbe (Hirundo rustica), Hausschwalbe, Gabelschwalbe ist eh ein wahrer Flugkünstler und kurzzeitig bis zu 80 km/h schnell. Manchmal kann man beobachten, wie sie dicht über dem Wasser Insekten jagd und so erfolgt auch die Wasseraufnahme im Flug. So ein kleiner, agiler Körper verbraucht und braucht eine Unzahl an Insekten, erst recht, wenn nach zwei bis maximal drei Bruten mit jeweils 3 bis 6 weiß-braun gefleckten Eiern, immer wieder Küken die Mäuler aufreißen. Um die 12.000 Mücken und Fliegen werden weggefangen! Wußtet Ihr, dass bei der Aufzucht späterer Bruten die Geschwister sogar etwas mithelfen?

Von der Mehlschwalbe (und auch dem nicht verwandten Mauersegler) lässt sie sich durch die langen Gabelungen der Schwanzfedern sogar gut im Fluge erkennen. Natürlich kann der geübte Beobachter den rostroten Kopffleck um den Schnabel erkennen.

Als Liebesvögel zierten sie so manche alte Postkarte (und ein nicht mehr auffindbarer, kleiner Linoldruck von zwei Schwalben zierte unsere Hochzeitseinladung)

So manche Sommer und damit die Sommerferien meiner Kindheit waren ziemlich verregneten. Nrw hatte lange Zeit immer sehr früh Ferien und ich verbrachte diese zum Teil auf dem Hof meiner Großeltern. Davon habe ich Euch letzten Monat ein wenig erzählt. Es gab vor allem einen Sommer, bei dem das Getreide schon am Halm auskeimte und eine große Mißerne bevor stand. In diesem Sommer fand ich junge Rauchschwalben auf der Bleiche, die mitten im Sommer durch den Regen erfroren und verhungerten. Ich konnte sie zwar in den Stall bringen, wo so viele Nester an den Wänden kleben, aber es half nichts. So arme, nasse Vögel und kaum ein Gewicht in meinen kleinen Händen.

Beim kreativen Part muss ich diesmal um etwas Geduld bitten, denn statt den geplanten Stempeln, gibt es bis jetzt nur diese Skizze. Wer mag, kann sich aber das PDF der Girlandenvorlage runterladen um ein paar Schwalben fliegen zu lassen, sie als Schablone zu nutzen, um aus buntem Papier Schwalben auszuschneiden. Ihr könnt sie auf einen Faden als Girlande ziehen oder an die Fenster kleben.

Wer an regnerischen Tagen etwas gute Laune braucht und sich „bequatschen“ lassen will: https://www.lbv.de/ratgeber/naturwissen/artenportraits/detail/rauchschwalbe/

Außerdem gibt es dort eine Webcam.

Der Artikel wird im Rahmen des Jahresprojekt bei Andrea Zitronenfalterin verlink, ebenso beim Creativsalat und dem Naturdonnerstag