Sonne Mond und Sterne

Hallo Ihr Lieben.

Heute ist das letzte Mal Mustermittwoch.

 

Ja, Ihr habt richtig gelesen, aber… keine Sorge, lest unbedingt nach, was da Neues passiert.

 

Eigentlich will ich schon die ganze Zeit ein Sonne Mond und Sterne Muster hier bringen, nur habe ich keines gemacht.

Heute Morgen, also ich den Beitrag bei Michaela und Susanne gelesen habe, dachte ich, „so kann das nicht weiter gehen, da musst Du noch etwas machen!!“

Mond und Sterne

Nun, zum Abschluss habe ich einen Mond und einen (nicht eckigen) Stern geschnitzt und gestempelt.

Also, ein letztes Mal verlinkt beim Mustermittwoch!

mustermittwoch

Keltische Knoten

Hallo Ihr Lieben.

Wer schon mal in Irland war, der hat sie gesehen, überall: die keltischen Knoten. Als in unseren Breiten sich ein gewisser Karl krönen lies und auch „diese neue christliche Religion“ als Staatsreligion einführte, war das Christentum in den schottischen und irischen Landen schon wesentlich verwurzelter. Wirklich Genaues weiß man nicht über das Book of Kells, welches um diese Zeit in Schottland gemalt und geschrieben worden sein soll. Da auch Wikinger immer wieder an den Küsten Schottlands und Nord-England einfielen, wurde das Buch wohl nach Irland geschickt, um es dort zu verstecken. Allerdings weiß jeder, der schon mal die Rundtürme in den Abteiruinen auf der grünen Insel gesehen hat, daß auch Irland nicht von den Barbaren aus dem Norden verschont blieb. In der Kells Abtei wurde es lange aufbewahrt, dann aber gestohlen. Doch die Diebe hatten wohl mehr Interesse am goldenen Einband, denn der heute legendäre Band über die vier Evangelien wurde wenig später gefunden.

Überall in diesem aufwändig gemalten Buch sind „keltische“ Motive eingebunden. Aufwändig sind Buchstaben in kräftigen Farben hervorgehoben. Die vier Evangelisten, Maria mit dem Kinde und Jesus sind auf ganzen Seiten zu sehen. Das Gold, welches für diese Kunstwerke benutzt wurde, ist übrigens kein echtes Gold, sondern eine Mischung aus Arsen & Schwefel und wird Orpiment genannt. Das Blau wurde nicht aus Lapislazuli, sondern aus Färberwaid extrahiert und ist im Prinzip die Farbe Indigo.

book-of-kells-enc.-britannicaDie vielen Spiral- und Knotenmuster sind besonders schön, Ornamente rund um Tiere und Menschen. Heute kann man sich in Dublin, im Trinity College immer zwei Seiten, welche regelmässig umgeblättert werden, unter Glas ansehen. Eine gekonnte, bildliche Mischung der Religion(en) und Mythen.

Also ist es kein Wunder, dass ich mir schon länger einen Stempel schnitzen wollte. Seid ich das erste Mal in Irland, Schottland und der Bretagne war, bin ich begeistert von diesen „Schnörkeln“.

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Diese Tiere, die sich in den eigenen Schwanz beißen, die Beine durcheinanderwirbeln, Vögel mit immer wieder gewundenen Hälsen, Knoten, die Unendlichkeit verheißen. Dabei sind mir natürlich auch wieder Bücher in die Hände gefallen. Morrigan, die Hexe und Cú Chulainn, (auch Cuchulain) der größte irische Kämpfer, all die Märchen über Leprechauns, Elfen und Geister, gehören in mein Lieblingsbücher Regal. Sehr passend übrigens gerade, denn es jährt sich „all hallows eve“.

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Als Stempel gar nicht so einfach zu schnitzen, wie es aufzumalen war, geht der Verlauf  dieses Spiralen und Schnörkel nun drunter oder drüber?

 

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Hier seht Ihr, dass ich mich schon mal mit dem Thema beschäftigt habe und Stempel, soewie Linol geschnitzt habe.

 

Eigentlich wollte ich an diesen Beitrag zur Mustersammlung von Michaela noch Art Deco und Jugendstil anschließen, aber der Monat ist schon wieder um. Mal schauen, ob ich trotzdem…

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Euch allen eine schöne, sonnig-herbstliche Woche.

Slainte

 

Geheimnisse?

Hallo Ihr Lieben.

 

Früher versteckten Frauen sehr Privates oder Geheimnisse oft schon Mal in ihrem Nähkästchen. Also bedeutet die Redewendungen „aus dem Nähkästchen plaudern“, eigentlich Geheimnisse zu verraten. Natürlich gingen Männer nicht an Häkel- und Strickzeug, oder Nadel und Faden. Wenn, dann tauschte man unter Gleichgesinnten Informationen, Tratsch und Klatsch, Gerüchte oder Briefe aus, wurde zur Plaudertasche. So wie man sich als „einfache“ Frau zum  Backen der Brote am Backhaus traf, so luden sich die feineren  Damen zum Sticken und Nähen ein. Das diese Geheimniskrämerei nicht immer funktionierte, zeigt allerdings „Effi Briest“, als der Mann sich am Nähzeug zu schaffen macht und Liebesbriefe findet. Die Romangestalt wird aufgrund der Untreue aus der Gesellschaft verbannt.

Ich habe als Kind die Nähkörbe meiner Oma und Mutter geliebt. So viel zu entdecken! Alleine der Knopfkasten! Und es verging kaum eine Woche, in der meine Mutter nicht irgendetwas stopfte, flickte, annähte. Früher lernten viele Frauen die feinen Techniken noch auf der Hauswirtschaftsschule.

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schnitzen und schreiben ist noch nicht so meins

Warum ich von Nadel und Faden und Knöpfen erzähle? Es ist Muster Mittwoch bei Michaelas mit dem neuen Themen: Aus dem Nähkästchen geplaudert.

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Ich habe noch auf einer alten Nähmaschine mit Pedalantrieb gelernt zu nähen, wir hatten ein halbes Jahr in der Schule in Kunst tatsächlich Nähen, heute gibt es das bestimmt kaum noch.

Daher war es irgendwie klar, dass ich als ersten Beitrag eine Nähmaschine schnitzen musste.

Euch eine schöne Woche.

Nachtrag:

Weiß jemand, wo man günstig eine gebrauchte, gern ältere, aber gute Nähmaschine her bekommt?

 

 

 

Selbstgemachtes Tape

Hallo Ihr Lieben.

Die Zeit rast. Und schon ist wieder Mustermittwoch und Michaela sammelt Bordüren.

Ich liebe die Bordüren in der Folklore Stickerei oder bei Trachten. Es sind oft kleine gestickte oder gewebte Kunstwerke. Es waren eben oft  Kleinigkeiten, mit denen Kleidung oder Tischdecken und Gardinen verschönert, gesäumt wurden. Aber auch um Illustrationen in alten (und neuen) Büchern ist nicht selten eine Bordüre, eine bunte Kante gemalt, bzw gedruckt… Tapeten, Glas, Porzelan, Kacheln, Gärten, Teppiche,… Nicht selten hatten die wiederkehrenden Motive auch eine Bedeutung. Am Bekanntesten ist wohl sicher das Herz, (oft in Verbindung mit Vögeln,) oder der Lebensbaum. Manchmal nehmen wir Bordüren schon gar nicht mehr wahr, so fügen sie sich ein in das Gesamtwerk.

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Ich habe noch mal einn kleinen Stempel selber geschnitzt. Diese kommen auf Versandaufkleber, die recht grossformatig sind. Die Idee habe ich von Maike *geklaut*. Ich wusste gar nicht, dass es so grosse blanko Versandaufkleber zu kaufen gibt. Wenn ich die Bordüren gestempelt habe, werden sie mit dem Cutter und einem Metal Lineal in Streifen geschnitten. Das kann man mit vielen kleinen Stempeln machen. So macht man sein eigenes *Tape*.tape

Ich habe erst vereinfachte Vögel gemacht und dann ein Miniherz, welches ich mit Hilfe eines Stiftes nutze. Etwas sehr klein erscheinen mir aber die Vögel und nicht so gut erkennbar, wie ich mir das gewünscht habe.

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Ich muss gestehen, dass ich gestern nicht so wirklich bei der Sache war, das überträgt sich ja doch. Aber am Wochenende waren wir bei lieben Freunden, ein Wohlfühlwochenende. Mit einem schönen Hundegang. Ich habe einen Pirol gehört und einen nicht ganz so gesangtypischen Kuckuck. Der klang eher, als müsse er noch üben, immer wenn er auf seinen Kollegen antwortete, hörte es sich eher nach Lachen an. Die Storchenfamilie habe ich natürlich wiedergesehen. Nach dem nächtlichen Regen müssten sie erst mal Gefieder trocknen. Für mich ist Meister Adebar etwas ganz Besonderes. Hier bei uns brüten Störche nur ganz selten.

Störche

Auch die Schwalben mussten erst mal trocknen

Schwalben

Dafür habe ich als Abschluss noch eine andere Bordüre für Euch, ein Lebensraum der Feld und Weg säumt, genau wie eine Bordüre. Hier kreuzten Distelfinken und Schmetterlinge meinen Weg. Die jungen Distelfinken, die laut nach Futter forderten, sind auf dem Foto leider nicht erkennbar, wie ich dann später feststellte.

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Ich wünsche Euch allen einen schönen Tag und wer hat, morgen einen schönen Feiertag.

 

 

 

 

unperfekt – Mustermittwoch

Hallo Ihr Lieben.

Es ist wieder Mustermittwoch und Frau Müller sammelt diesmal Taschenmuster oder auch Mustertaschen.

Muster. Muster schnitzen. Etwas, in dem ich nicht besonders gut bin.  Aber ich zeige Euch heute meinen kleinen unperfekten Musterstempel.

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An meinen Probedrucken sieht man etwas den Werdegang. Gerade sollte es sein, Rund sollte es sein, saubere Ecken sollte es haben, das kleine Muster. Mit etwas Fantasy sieht man auch die Henkel-Taschen.

Bedrucken wollte ich damit einen kleinen Stoffbeutel. Ich finde, Stoffbeutel kann man nie genug haben, oder? (Taschen sowieso!)

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Und dann habe ich mich mal daran gewagt, Stoff Farbe zu nehmen und meine Jeans Taschen bedruckt. Ich versuche es erst einmal mit der viel flüssigeren Stoff Farbe, bevor ich alles wieder für den Linoldruck rauskrame.

Da bin ich an einem mir eher liegendem Projekt. Tiere kann ich einfach besser schnitzen als Muster. Muster werden bei mir krumm und schief. Da bin ich fast nie zufrieden.

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Euch noch eine schöne Woche.

Glas oder nicht Glas

Hallo Ihr Lieben,

Der Muster-Mittwoch bei Michaela hat diesmal das Thema Glas und Flaschen.

Ich denke schon etwas länger über ein Motiv nach. Eine Kollage mit ausgeschnittenen Flaschen und Gläsern, aber ich bin eigentlich nicht so der Kollage Meister. Ein Motiv hatte ich dann recht schnell im Kopf, soll ich es nur als Stempel wieder gestalten oder ausschneiden? Dann gibt es ja diese wunderschönen, farbigen Gläser, in welche Muster eingeschliffen wurden. Ob man die zum Drucken nehmen kann? (Die Entscheidung war schnell vom Tisch, denn die Gläser sind etwas Besonderes und wenn ich da eines zerbrechen würde, wäre das ziemlich schlimm!)

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Dann schickte mir meine Mutter ein Foto von der *besonderen Glaskunst der Natur*, welche ich unbedingt hier noch mal zeigen möchte:

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Also, das ist dann „mustertechnisch“ endgültig dabei rausgekommen:DSCN6397

Glas oder Gesichter

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welches Muster seht Ihr hier als Erstes?

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Kennt Ihr den alten Film *Der Hofnarr*? Ich sag Euch nur „der Pokal mit dem Portal“ und „der Kelch mit dem Elch“ sowie „der Becher mit dem Fächer“

…welcher enthält den Wein gut und fein?

Habt eine schöne Zeit

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märchenhaft

Hallo Ihr Lieben.

(Text und Bilder enthalten unbezahlte Werbung)

Heute möchte ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. So gut, wie das tapfere Schneiderlein bin ich natürlich nicht und so angeberisch auch nicht. Ich erwische keine sieben auf einen Streich.DSCN6106

Ihr merkt schon, es geht um das zauberhafte Thema *Märchen*. Die Zitronenfalterin hat diese Idee gehabt und sammelt nun Beiträge über Märchen.

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Die zweite Fliege ist eigentlich der Mustermittwoch bei muellerin-art-studio.de. Ja, da hat sich ganz viel getan, bei der Michaela Müller und endlich wollte ich wieder ein Muster  zu dem neuen Monatsmotto beisteuern. Fische werden gewünscht. Wie ich über Märchen zu den Fischen und dem russischen Märchen Der Hecht hat’s gesagt kam, weiss ich nicht mehr.  Dann holte ich noch Der Fischer und seine Frau, sowie Die Königstochter, die nicht lachen konnte aus dem Regal und ich musste mich schon bald stoppen, denn ich liebe Märchenbilderbücher und habe viele zur Auswahl. Und Fische gibt es auf meinem Blog auch immer mal wieder zu sehen. Den Quastenflosser habe ich damals in dem Beitrag über die Tiefsee gedruckt. Er ist aber in dieser Märchen Illustration so traumhaft aufgegriffen worden dass ich ihn dazu genommen habe.

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Mein eigentliches Mustermotiv zum Fisch Thema sind aber die Hechte. Dieser sagenumwobene, heimische Raubfisch ist ein schönes Motiv für selbstgeschnitzte Stempel.

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So mancher Hecht, König der heimischen Seen, wandert beim Angler auch in seinen Fundus an Märchen, wenn er ihn in den Angel Erzählung immer länger werden lässt. Erfüllt der Butt beim Fischer und seiner Frau Wünsche, so lässt der Hecht seinen barmherzigen Angler im russischen Märchen zaubern.

 

Märchen habe ich natürlich vorgelesen bekommen, aber sobald ich lesen konnte, hat das alte Märchenbuch meiner Mutter immer in meinem Zimmer gelegen. Vor allem das Bild und die Geschichte vom gestiefelten Kater verbinde ich mit diesem Buch. Illustrationen waren und sind für mich bei Märchenbüchern ganz wichtig. Liegt vielleicht daran, dass ich immer schon gerne gemalt habe. Ich hatte nie ein Problem damit, das Märchen brutal sein können. Es waren Märchen, Fantasien, nicht real. Da war es einfacher mit umzugehen, als mit tatsächlichen Ungerechtigkeiten.

 

Ich finde es jedenfalls ganz wunderbar, wie die Menschen überall auf der Welt Märchen erzählt haben und immer noch erzählen. Jedes Kind versteht die Botschaften in den Märchen und erlebt sie trotzdem nicht  unbedingt als Lehrstück. Und wie unterschiedlich Märchen der Welt sind und doch wieder so viel Ähnlichkeiten.
Vielleicht kramt Ihr jetzt doch wieder das alte (oder neue) Märchen Buch hervor und lest das eine oder andere Stück vor oder für Euch selber.
Macht es Euch gemütlich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Assoziationen

In einen Harung jung und schlank

 

In einen Harung jung und schlank,
zwo, drei, vier, sit tata, tirallala,
der auf dem Meeresgrunde schwamm,
zwo, drei, vier, sit tata, tirallala,
verliebte sich, o Wunder, ´ne olle Flunder,
verliebte sich, o Wunder, ´ne olle Flunder.

Der Harung sprach :“Du bist verrückt,
zwo, drei, vier, sit tata, tirallala,
du bist mir viel zu plattgedrückt.
Zwo, drei, vier, sit tata, tirallala,
rutsch mir den Buckel ´runter, du olle Flunder!
Rutsch mir den Buckel ´runter, du olle Flunder!“

Da sank die Flunder auf den Grund,
zwo, drei, vier, sit tata, tirallala,
wo sie ´nen goldnen Rubel fund,
zwo, drei, vier, sit tata, tirallala,
ein Goldstück von zehn Rubel, o welch ein Jubel!
Ein Goldstück von zehn Rubel, o welch ein Jubel!

Da war die olle Schrulle reich,
zwo, drei, vier, sit tata, tirallala,
da nahm der Harung sie sogleich,
zwo, drei, vier, sit tata, tirallala,
denn so ein alter Harung, der hat Erfahrung,
denn so ein alter Harung, der hat Erfahrung.

Und die Moral von der Geschicht?
Zwo, drei, vier, sit tata, tirallala,
verlieb dich in ’nen Harung nicht;*
zwo, drei, vier, sit tata, tirallala,
denn so ein alter Harung, der hat Erfahrung,
denn so ein alter Harung, der hat Erfahrung.

(es gibt übrigens verschiedene Versionen des Liedes)

Hallo Ihr Lieben.

Das ist so gar nicht weihnachtlich, ich weiß!

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Genau, wie bei meinem letzten musikalischen Stempel, kam mir dieses Lied beim Thema Mustermittwoch Musik die Tage in den Sinn. Ich mochte immer dieses sit tata, tirallala und wie die Flunder auf den Grund sinkt. Also einen Plattfisch geschnitzt und natürlich auf Noten gedruckt. „Sit tata, tirallala!“ (Und entschuldige Maike, habe Dir ein wenig bei Dir geklaut.)

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Ich mach mich jetzt auch „zwo, drei, vier, sit tata, tirallala“, auf in den Keller und hänge Wäsche auf und summe „sit tata, tirallala“, noch ein wenig vor mich hin.

 

Verlinkt beim Mustermittwoch

Musik im Ohr

Hallo Ihr Lieben,

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seid Michaela mit dem Mustermittwoch das Thema Musik für diesen Monat ausgerufen hatte, geht mir immer wieder eine Melodie durch den Kopf.

Etwas aus meiner Kindheit, aus dem Regal der Eltern noch als LP (Langspielplatte, für die Jüngeren,) rausgefischt und immer wieder gehört und gelesen.

„Gelesen?“ Ja, Ihr habt richtig gesehen, ich habe mitgelesen (und manchmal schrecklich mitgesungen,) ein Libretto. Seid ich das erste Mal eine Opernaufführung im Fernsehen von der „Zauberflöte“ gesehen hatte, war ich verzaubert, nicht von dem Prinzen, nein, von Papageno, dem Vogelfänger!

Wolfgang Amadeus Mozarts Schlingel, der den Mund nicht halten kann, davon lebt Vögel zu fangen, (gut das es den Beruf nicht mehr gibt,) und sich unsterblich in Papagena verliebt, seinem Freund Pamino, dem Prinzen helfen will und dabei über sich hinaus wächst. Ich liebte diese schöne Melodie, wenn er sich vorstellt und das Duett, wenn sich (Spoiler) Vogelmann und Vogelfrau doch noch finden. Zu der Zeit wurden gerade auch Mozarts Opern in Deutsch und nicht in Italienisch aufgeführt, so konnte ich die Geschichte auch verstehen.

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Dazu hatte ich auch von Anfang an ein sich bildende Skizze, passend zur Arie und Oper: einen Papageno, eingebettet in Noten und Vögeln, gezeichnet einfach, aber geschnitzt eine Herausforderung, da eigentlich zu klein dafür. Einen Versuch war es zumindest wert.

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Übrigens ging meine Papageno Verehrung so weit, dass ich einmal Karneval als Vogelfänger ging, in einem selbstgemachten Kostüm, tagelang hatte ich meine Federn mit der Nadel an Pullover und Hut genäht. Dann wurde ich ein rebellischer Teenager und hörte eher Pop und Rock. Die Zauberflöte hatte erst einmal ihren Reiz verloren.

Euch eine entspannte Woche, (zu 12 von 12 komme ich heute leider nicht.)

Verlinkt beim Mustermittwoch

 

Tapeten und Allerlei

Ich grüsse Euch.

Beim Mustermittwoch ist in diesem Monat das Thema Tapete angesagt. Ein schwieriges Thema, finde ich, denn auf Tapeten ist so ungefähr schon alles verewigt worden, was den Menschen Kreatives einfiel. Ich habe vor ewigen Zeiten mal eine ganze Tapetenwand bemalt, für eine Kollegin, nach Motiven „Der Traum“ von Henry Rousseau. Oder bei den Kindern zieht sich die maigrüne Farbe der angestrichenen Tapete noch auf die Nachbarwand, wo sie dann mit angedeutetem Baum, Blättern und Vögeln „ausläuft“. Aber Muster?

Eine Mustertapete habe ich noch nie gekauft. Zu viel Angst, dass sie falsch geklebt wird, oder das ich sie schon recht schnell nicht mehr sehen kann.

Als wir zum Erntedank im Freilichtmuseum waren, gab es dort in einem Haus auch zeitlich passende Tapeten zu bewundern. Man bedenke, die Menschen hatten oft kein Geld für echte Bilder, ab und zu gab es mal einen gerahmten Stich oder vielleicht sogar  ein Foto. Also wurde anders Farbe und Schönheit in ein Zimmer gebracht. Eigentlich gar nicht so viel verschieden zu heutigen Dekoträumen, auch wenn ich viele Kommentare von Besuchern gehört habe, die sich eher abfällig äußerten. (Zu unruhig, zu bunt,…) Dabei war eine Tapete schon etwas Besonderes, da Luxus, es gibt dort auch ein kleines Haus, in dem wurde in der Stube immer wieder nur mit verschiedener Farbe überstrichen.

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Aber ist dies nicht eine bezaubernde Biedermeier Stube? Und wo die blaue Tapete vielleicht wirklich etwas unruhig scheint, so beruhigend finde ich die in Naturtönen gestaltete Wandbekleidung der guten Stube.

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Das untere Foto ist aus dem Freilichtmuseum in Kommern.  Eine gute Stube im letzen Jahrhundert, nach dem ersten und vielleicht auch zweiten Weltkrieg, ich habe mir die Jahreszahl leider nicht gemerkt.

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Wenn ich eine Tapete gestalten würde, wären es auch florale Motive. Blätter und Blumen, aber auch ein Baumbestand oder Vögel. Die Natur im Wohnzimmer. Hier würde ich mich gerne hin träumen:

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Ein tolles Projekt macht gerade Frau Nahtlust. Einen kleinen Beitrag zur Rahmentapete habe ich gestaltet. Der November ist vor allem ein geschichtsträchtiger Monat und neben dem Gedenken an die Toten des ersten Weltkrieges, ist das Frauenwahlrecht auch ein wichtiger Meilenstein. Genau in einer Zeit, in der Frauen kaum aus dem Korsett am Leib und den Konventionen um sich herum ausbrechen konnten, kam die Suffragetten Bewegung, erst in Großbritannien und dann auch in Deutschland.

Mir fiel die Gemeinsamkeit besonders auf, da die oben abgebildeten Zimmer aus dieser Zeit stammen, Biedermeier, dieses Wort sagt dazu schon alles.

 

Ein sehr gemischetes Allerlei zum Thema Mustertapete. Euch schöne Novembertage.

Leider habe ich immer mal wieder das Problem, dass jemand bei mir nicht kommentieren kann. Auch mit WordPress zusammen konnten wir das nicht lösen, daher jetzt einfach drunter gesetzt:
Nun, liebe Nina, schreibe ich dir direkt und sage: Tolle Tapeten, die du
gefunden hast. Ich bin bei Tapeten auch sehr zurückhaltend, finde weiße
Wände viel einladender und vielversprechender, aber kann mich an guten
Tapeten in schön gestalteten Räumen dennoch nicht satt sehen. Aber für
mich…nein danke. Da ist mir die gute klassische Raufaser mit
Abwandlungen lieber. Dein Frauenporträt ist wirklich spitze geworden –
vielen lieben Dank nochmals fürs Zusenden! Ganz lieben Gruß. Susanne