Von Käsekuchen, Vögeln und Anderem

Hallo Ihr Lieben.

Die Tage sind nur so an mir vorüber geflogen. Und es ist November geworden, wie er sein sollte. Ja, ich freu mich darüber. Warm einpacken und seine Atemwölkchen beim Hundegang sehen, der Raureif über den Pflanzen und die malerischen Sonnenauf- und Untergänge.

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Ich dachte, ich bin alleine mit dieser Vorstellung, aber ganz viele haben mir Ähnliches erzählt. Man kann doch Wärme nur richtig schätzen, wenn man es auch kalt und regnerisch hatte, oder? Und dann bei Kaminfeuer auf das Sofa oder in dem Schaukelstuhl, mit neuen Büchern.

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Über den „Edison“, ausgeliehen aus der Bücherei, habe ich mich sehr gefreut! Ein Kinderbuch, dass auch „Ältere“ anspricht, genau wie die Vorgänger (Lindberg und Armstrong). Schaut mal selber:

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Und ganz nebenbei lernt man auch noch etwas. Torben Kuhlman hat da drei wunderschöne Bilderbücher geschrieben und gezeichnet. Es gibt nichts, was Maus nicht kann.

Letztens habe ich ja schon mal ein Vorbereitungsfoto gezeigt. Ich habe eine Rohrdommel geschnitzt. „Eine was?“, werden sich sicher viele fragen und ich muss gestehen, ich habe auch noch nie eine gesehen! Vielleicht sagt Euch der Begriff Moorochse, Wasserochse, oder Mooskuh etwas? Ich lüfte dann mal das Geheimnis, es geht um einen Vogel. Er stammt aus der Reiherfamilie und ist ein seltener und heimlicher Vogel, der im ausgedehnten Röhricht lebt. Sein Federkleid ist perfekt darauf abgestimmt, dass man den 80 cm grossen Vogel im hohen Schilf nicht entdeckt, zumal er dann auch noch eine Schutzhaltung einnimmt. Er reckt den Kopf in die Höhe um sich der Umgebung perfekt anzupassen.

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Nun habe ich eben ein paar merkwürdige Volksnamen genannt. Die gehen darauf zurück, dass der Paarungsruf  an ein brüllendes Rind erinnert. Dumpf und laut ist es weithin zu hören, wenn man es denn mal hört, denn der Vogel ist äußerst selten, er braucht Feuchtgebiete, ausgedehntes Schilf und Röhricht. Hier baut der Vogel ein Nest an der Wasseroberfläche. Brut und Aufzucht ist Sache des Weibchens. Der scheue Vogel ist kaum ein Bestandsvogel, er fliegt im Winter gen Süden. Wie gern würde ich mal einen hören, also nicht vom Band, sondern in der Natur. Das ich einen entdecken werde, ist noch unwahrscheinlicher, ich wohne weit weg von ihrem Lebensraum.

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Den Vogel zu skizzieren war nicht so schwer, beim Schnitzen merkte ich dann, was ich mir da ausgesucht hatte. Zufrieden bin ich definitiv nicht. Es wird noch einen zweiten Versuch geben. Ich möchte das braungemusterte Federkleid besser darstellen.

Die Rohrdommel hat noch Gesellschaft von einem Birkhahn bekommen. Auch ein selten gewordener Vogel, den ich gerne in seinem Lebensraum sehen würde. Er gehört zu der Familie der Wald- und Raufußhühner. Sein Prachtgefieder habt Ihr vielleicht schon mal auf Fotos gesehen, wenn die Schwanzfedern, die Stoßfeden, wie ein Rad aufgestellt sind und die weissen, kürzeren Federn darunter ein zweites Rad schlagen. So ein Balzbild folgt auch noch.

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Die „roten Rose“ über den Augen habe ich mit einem Filzstift eingefügt, mit einem Buntstift sieht es aber besser aus. Der Birkhahn lebt in Gebirgen, Heidelandschaften und Mooren, an Waldgrenzen und kleinräumigen Übergängen zwischen Wald und Wiese. Die Küken und jungen Vögel benötigen Eiweißnahrung (Insekten, Spinnen, Schnecken, Würmer) und die Erwachsenen gehen *weiden*, sie fressen Gräser, Knospen, Beeren, Heide, Samen und Insekten. Die Brut erfolgt am Boden im Heidekraut und genau wie bei unseren Hühnern kommen weit entwickelte Kücken zur Welt, die schon nach zwei Monaten ausgewachsen sind. Wichtig sind aber auch die Schlafbäumem und diese allmählichen Wechsel zwischen Feld und Wiese sind selten geworden. Leider ist der Vogel durch unsere ausgeprägte Kulturlandschaft nicht mehr so häufig anzutreffen.

(Quellen Ebay)

Ein wenig im Vogelschnitzfieber bin ich gerade, ein Austerntischer ist auch schon in Arbeit.

Dann habe ich einen wirklich leckeren Käsekuchen zum Geburtstag gebacken. Davon gibt es ja viele Rezepte, jetzt noch eines mehr:

Mürbeteig Boden: 130g Butter, 260g Butter, 1 Priese Salz, 30-50 g Zucker, 1 Eigelb (Eiweiss beiseite stellen), etwas Wasser oder Rosenwasser

die noch feste Butter mit dem Zucker gut verrühren, Salz dazu, dann nach und nach Mehl unterrühren und Eigelb sowie die Flüssigkeit dazu geben. Gut verkneten und kühl ruhen lassen.. Ich forme den Teig im weichen Zustand schon in die gefettete Form und stell den Mürbeteig dann kühl.

 Füllung: 1 Vanilleschote, 500g Magerquark, 250g Topfen, 250 g Zucker, 3 Eigelb (Eiweiss ebenfalls verwahren), 1 Päckchen Käsekuchen Hilfe (ja, da mache ich es mir einfach, Ihr könnt auch 40g Stärke nehmen, ich geh da ein wenig auf Nummer sicher), einen Schuss neutrales Öl und die 4 Eiweiss.

Alle Zutaten, außer dem Eiweiss werden gut vermengt. Das Eiweiss wird extra steif geschlagen und dann unter die Quarkmasse gehoben. Nun spätestens den Ofen vorheizen. Die Massen wird in die vorbereitete Springform gegeben.

Die Form (26er) wird auf der 2. untersten Schiene bei 180 Grad Ober- und Unterhitze 60 Minuten gebacken. im geöffneten Ofen erkalten lassen und dann erst herausnehmen und schneiden. Ein Käsekuchen lässt sich immer toll vorbereiten und gehört zu den Lieblingskuchen unseres Geburtstagskindes.

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Ich wünsche Euch eine schöne Woche!

 

Verlinkt beim creadienstag

 

Fuchsgescheit

Hallo Ihr Lieben.

(Texte enthalten ja eigentlich immer irgendwie Werbung, daher zeige ich die hiermit vorher an, Produktnamen können erkennbar sein.)

 Im November kann man guten Gewissens wieder Kekse backen! Ach, das ist wunderbar! Ganz unkompliziert habe ich einfach normale Butterkekse mit ganz viel winterlichen Gewürzen gemacht. Und so ganz kleine Kinder haben wir hier auch nicht mehr, da wird das Ausstechförmchen schon mal etwas anders ausgewählt:

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Das Seepferdchen wollt ich unbedingt haben. Beides keine typischen Weihnachtsmotive (ups, jetzt ist mir doch Weihnachten rausgerutscht, wir wollen hier eigentlich noch nicht so viel davon sehen, ist doch viel zu früh, oder?)

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Aber es ist einfach so fein, Plätzchen zu backen. Ganz normale Mürbeteigkekse gehen auch schnell und wie schon in Kinderzeiten, sind sie so lecker! Außerdem, kann man sie doch schön verzieren und variieren, oder?

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Ich habe festgestellt, dass man bei den Lebensmittelfarben am Besten die teuereren nimmt, da genügen wenige Tropfen und man hat ein farblich intensives Ergebnis.

Wie man Mürbeteigkekse macht? Ein Pfund Butter, etwa 200-250 g Zucker, 500g Mehl, 1 Priese Salz und weil es einfacher ist, noch ein Ei dazu. Wer möchte kann noch Vanillezucker dazu tun und ich habe nun ganz viel Zimt und andere weihnachtliche, gemahlene Gewürze zugemischt. Der Puderzucker zum Bestreichen wurde mit Zitrone angerührt. Allerdings würde ich da beim nächsten Mal, wenn ich Gewürze nehme, vielleicht eher Orangensaft wählen. Die fertig ausgestochenen Kekse werden bei 175 °C im Ofen ungefähr 10 min lang gebacken, kommt darauf an, wie dick Ihr die Kekse ausgerollt habt. So, hab ich Euer Wissen wieder aufgefrischt? Bestimmt habt Ihr die als Kinder auch früher im November und Dezember gemacht. Nun, oft durften unsere Mütter dann den grössten Teil zu Ende machen. Aber lecker waren die immer und Danke an alle backenden Mütter dieser Welt!

Was ich noch am Wochenende gemacht habe, zeige ich Euch hier:

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Das ich den Fuchs mag, habt Ihr vielleicht schon gemerkt. Einen jagenden Fuchs wollte ich schon lange darstellen. Die Hauptnahrung eine Fuchses ist nicht die gestohlene Gans, sondern die Maus. Mit seinen feinen Sinnen ortet er diese kleinen Nager und schleicht sich näher, bis er mit einem Bogen von oben auf die Maus springt.

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Weil ich gerade bei Mäusejägern bin, habe ich auch noch ein kleines Raubsäugetier geschnitzt, ein Wiesel. Auch das Wiesel gilt als schlau, fast noch hinterlistiger, als der Fuchs.

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Ein Wiesel kommt aber auf Grund seines Körperbaus noch mal zu ganz anderen Verstecken der kleinen Nager. Wenn man dem Fuchs bei der Jagd nachsagt, er sei schlau, so hört man beim Wiesel eher den Begriff *wieselflinkt*.

Flink habe ich mir ein paar Aufkleber gestempelt. Das Wiesel hat genau die richtige Grösse bekommen für die Etiketten.

Ich wünsche Euch eine schöne Woche

und verlinke den Beitrag unter creadienstag.

 

 

Hefe-Muffins und Blumen zum Freuen

Hallo Ihr Lieben.

(Kein Werbeauftrag, Namensnennungen)

Muffins sind einfach immer eine gute Idee! Die kann man so toll variieren und diese Hefe-Muffins kann man auch toll vorbereiten. Sie werden nämlich nicht trocken, sind und bleiben saftig. Süße und deftig ist auch hier möglich.

Perfekt für das Wochenende! Und hier das Grundrezept, zeige ich gern beim Freutag:

250g Mehl, 15 g fr. Hefe, (oder entsprechend halbes Päckchen trockene), 1/8 L warme Milch, 30g weiche bis flüssige Butter, 50 g Zucker, 1 Ei, 1 P. Salz

Am Besten lasst Ihr die Hefe einmal mit der Milch in einer Kuhle Mehl als Vorteig gehen, so etwa 15 min. Dann fügt Ihr die anderen Zutaten hinzu. noch mal 15-30 min gehen lassen. Der Teig kann mit Schokolade, Beeren, Käse, Zwiebeln, Schinkenwürfeln, Karamellstückchen und was auch immer Ihr gerne möchtet, variiert werden. Nun kleine Papierförmchen in die Backformen und mit einem Esslöffel portionieren, etwa die Hälfte einfüllen.

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Derweil stellt Ihr den Ofen auf 180°C und backt die Muffins 20-25 min., kurz abkühlen lassen und dann geniessen! Das schöne Tablett haben meine Jungs übrigens in Gemeinschaftsarbeit selber bemalt, ein kleines Geschenk ist das geworden.

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Und ich erfreue mich sehr an diesem bunten Strauß. Gern zeige ich ihn wieder bei Holunderblütchen. Wir waren zum Erntedankfest in Lindlar und dort gab es wieder so wunderbare und lange blühende Blumen. Und sie duften ganz wunderbar! Ach, einfach schön! (Ja, der hat Ähnlichkeiten mit dem letzten, kunterbunten Strauß, den habe ich mir ja auch im Freilichtmuseum geholt, ich kaufe mir wirklich selten Blumen, aber an dem ging kein Weg vorbei. Und sage noch Mal Danke, bekam ihn dann überraschend von einem Freund geschenkt. Fotos vom Museumsbesuch gibt es später.)

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Heute ist auch wieder 12 von 12, dass gibt es natürlich spâter. Und damit starten wir in die Kartoffelferien. Juhu!

Habt eine tolle Zeit.

 

Sorry, kein 12 von 12, nicht geschafft!  warum,erzähle ich vielleicht bald.

 

Heute nichts Besonderes

Hallo Ihr Lieben.

Es geht auf das Wochenende zu. Es ist wieder Freitag, Flower-Friday.

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Eigentlich ist dieses Mini-Sträußchen nichts Besonderes. Aber das Blatt im *Hintergrund*, diese rote Spitze finde ich wunderbar. Das habe ich mir wieder bei der Nachbarin gemopst, keine Sorge, darf ich. An den Mini Holzpilzen in den Brauntönen könnte ich letztens nicht vorbei gehen. Gerade mit den gedeckten Farben sind sie so schön. Eher Knollenblätterpilze denn knallig rote Fliegenpilze. Und ansonsten werden wir dieses Jahr leider vielfach auf Pilze verzichten müssen, es ist zu trocken! Das ist übrigens auch ein Verlust für die Bäume, die oft in Symbiose mit Pilzen leben.

 

Nun aber genug von Pilzen, es ging ja um die Blüten, die wenigen, die jetzt noch in den Gärten sind und vielleicht noch unser Vasen schmücken können. Es bedarf ja immer noch der vielen Wasser Gaben, es ist staubtrocken. Da freut man sich um so mehr über einige Farbtupfer.

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Ansonsten gibt es diesmal nicht viel Besonders an der Kreativen Front. Lieber Besuch hat mich inspiriert, endlich wieder ein eigenes Brot zu backen. Ein ganz und gar unspektakuläres Rezept und so sicher schon in einigen Eurer Rezeptbücher:

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250 g Roggenmehl und ebensoviel Weizenmehl, etwa 13g Sauerteigpulver, 1Päckchen Trockenhefe, 1Tl Kräutersalz, 300 – 350 ml lauwarmes Wasser, eine gerieben Möhre, mehr Mehl zum Kneten, evtl etwas Honig (im Wasser aufgelöst)

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Die Zutaten kommen alle in eine grosse Rührschüssel und werden zu einem klebrigen, geschmeidigen Teig verknetet. Ich habe den Mischteig gerne „flüssiger“, dann geht der Teig gut auf und ich habe ein saftiges Brot hinterher. Wenn der Teig zu flüssig wird, keine Sorge, beim zweiten Kneten einfach etwas Mehl dazu, oder etwas Leinsamen,  denn der bindet Flüssigkeit. (Das geht alles, wenn Ihr dem Teig Zeit gebt. Ein reines Roggen braucht ja noch länger.) Die reingeriebene Möhre ist noch ein kleines Extra. Es kann auch Süsskartoffel sein oder Kürbis. Das gibt einen besonderen, letzten Geschmackskick. Am Anfang muss der Mischteig nichts Besonderes leisten, nur Hefe und Sauerteig vermehren. Ich habe den weichen Teig durchaus einige Stunden im Warmen stehen, abgedeckt. Aber man kann es im Kühlschrank auch über Nacht ansetzen,. Dann erst wird ordentliche geknetet. Noch mal ruhen lassen, ich nehm meinen Korb dafür. Am Anfang kommt das Brot auf der untersten Schiene bei 220 °C in den Ofen für 10 min. Nun eine Schiene höher und nur noch 180 Grad für 45 min. So wird es knusprig und saftig. Eine kleine Gabe Wasser auf den Backofenboden fördert dies.

Ein Duft durchzieht das Haus! Den Sommer über war es viel zu warm für mich zum Backen. Das Brot schiebe ich zum Freutag.

So, dann  wieder in das real life gestürzt. Das hat uns, Überraschung! total eingeholt. Euch ein schönes Wochenende. Hier soll es tatsächlich Regen geben.

 

 

nicht so leicht

Hallo Ihr Lieben,

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einmal möchte ich Euch mein Rezept vom *Apfel Mandel Kuchen*, wie versprochen, teilen.

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Ihr benötigt:

Boden: 250g Vollkornweizenmehl, 200-250 g gemahlene Mandeln, 150 g Zucker (Rohrzucker), 1 Tl Backpulver, 1 P Salz, 1/2 Tl Zimt, 7 Eier (ein Eiweiß kommt noch dazu etwas später), 1 *Spritzer* Ahornsirup/Agavendicksaft/Honig/Rübensirup,

Krümelbelag: 250 g Butter, 250g Vollkornmehl,  200-250 g gemahlene Mandeln, eine Handvoll Mandeln gehackt, 1 Tl Zimt, 150 g Zucker (Rohrzucker), 1 P Salz, 1 Eigelb (und das Eiweiß tut Ihr noch in den Bodenteig)

so viele Äpfel, (am besten säuerliche, wie Boskop oder Berlepsch,) wie Ihr zum Belegen braucht und mögt, geschält und in Schnitzel geschnitten, oder so: 20161105_174100Als erstes verrührt Ihr Eier und Zucker, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann die restlichen Zutaten dazu. Auf ein Backblech streichen und mit Äpfeln belegen. Die Sachen für die Krümel werden mit den Händen alle zusammen verknetet und dann über Boden samt Äpfeln verteilt. Der Ofen wird auf 175 Grad geheizt und der Kuchen braucht auf mittlerer Schiene etwa 45 Minuten. Wer mag kann etwas Sahne dazu nehmen.

Der Kuchen ist übrigens ganz schön mächtig.

 

…und dann leider etwas Trauriges, was mich aber wirklich gerade beschäftigt, deswegen muss ich es doch auch hier niederschreiben, Euch mitteilen:

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Der aus dem südlichen Afrika stammende Usutu-Virus sorgt aktuell für ein massives Amselsterben. Im Sommer in der Hitze hockte eine Amsel immer an der Kellertreppe, geschützt vom Wein. Ich hatte das auf die Hitze und die Nahrungsquelle Weintrauben geschoben. Außerdem steht dort auch jetzt noch immer eine Schale Wasser. Wenn ich so zurück blicke, waren viele Amseln im Sommer viel *zutraulicher*, sprich: die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass all diese Amseln von dem Virus befallen waren, deswegen viel träger, schutzsuchender waren. Oft hatte man das Gefühl, die Amseln reagieren „wie besoffen“. Aber das fällt mir alles erst so im Nachhinein ein, da ja junge Amseln auch schon mal zutraulicher sind und durch den Federwechsel etwas gerupfter aussehen. Am Wochenende habe ich dann eine Amsel tot mitten auf dem Rasen gefunden. Selbige war noch am Abend zuvor im Bereich des Weins gewesen. Und schon eine Woche vorher hatten die Nachbarn in meiner Anwesenheit einen Amsel Kadaver gefunden. Und wenn man so überlegt, ist es morgens auch recht ruhig, obwohl die Vögeln im September ja noch mal singen, wenn auch nicht so laut, wie im Frühling. Mich befällt da eine grosse Traurigkeit, denn nicht nur Amsel werden wohl von dem Virus befallen, der durch Mücken übertragen wird, sondern auch Finken. Säugetiere und damit auch Menschen können auch befallen werden, nicht das Ihr jetzt gleich Panik bekommt, dort verläuft der Infekt meistens relativ harmlos ab.

Weswegen ich das auch hier niederschreibe? Schaut mal beim NABU online vorbei (muss ich ja wieder als Werbung kennzeichnen, ohne dass ich was dafür bekomme), da könnt Ihr Vorfälle melden und wer Kadaver findet, bekommt dort die Vorgehensweise und eine Adresse, wo sie hingeschickt werden können. Ich finde es schlimm, dass weniger Vögel um uns herum sind, darum ist es um so wichtiger, dass erforscht werden kann, was sie befällt und vor allen Dingen, wie geholfen werden kann. Schaut Euch mal um, seht Ihr auch häufiger lethargische Amseln? Oder bemerkt Ihr weniger Vögel als sonst? (Diesen Sommer ist es irgendwie besonders schlimm, nicht nur durch den Virus, der wohl durch die starke Hitze noch mal gestärkt wurde!)

Das war jetzt sehr viel Text, ich weiss. Aber ich möchte das gerne mitteilen, denn an mir ist das trotz Meldungen in der Presse, irgendwie vorbei geplätschert, zumal in der lokalen Zeitung stand, es gäbe hier noch keine Vorfälle. Ein eher trauriger Beitrag…

Euch (trotzdem) eine schöne Woche.

 

Das Rezept schicke ich zum creadienstag.

Tea Time

It s tea time, my dear.

Hallo Ihr Lieben.

Als beim Mustermittwoch das neue Monatsthema „Tee“ zur Auswahl stand, war ich gleich total begeistert. Seid ich das erste mal in Irland war, schätze ich schwarzen Tee.  Schwarzer Tee mit einem Schuss Milch, den man sich vorher in die Tasse füllt, damit man selber bestimmt, wie viel man gerne hätte. So wurde es uns von einer netten Irin in einem bezaubernden B & B erklärt und so wurde ich zur Teetrinkerin.

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Heute morgen gibt es eine Beutelmischung, ich liebe das Design der Verpackung, der Tee ist aber auch fein. (unbezahlte Werbung)

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Vorher gab es als Kind Kamillentee (wenn man sich nicht gut fühlte) oder Pfefferminztee, getrocknet aus dem Garten. Die Pfefferminze habe ich immer noch im Garten und trockne gerade auch für den Winter. Verschidene andere Kräuter wandern für Tee hier in die Vorratsdosen. Wusstet Ihr übrigens, dass Ihr Pfefferminze ganz einfach vermehren könnt? Einfach einen Stengel in s Wasser stellen, der bildet recht schnell Wurzeln und dann ab damit, in einen Topf oder ein Beet.

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An meinem Fenster hängt ein halbes Laken, bedruckt mit selbst geschnitzten Linol Kannen und Tassen.

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So alte Halbleinen Laken sind wunderbar für Tisch und Fenster geeignet, wenn man sie nicht mehr auf die Matratze ziehen möchte. (Reines Leinen ist viel seltener noch zu bekommen und mir fast schon wieder zu schade für so etwas.)

Und zu gutem Tee gehört doch eigentlich auch ein frisch gebackener Scone(s) mit clotted cream und marmelade.

für ca 8 Stk.

250g Mehl, 3 Tl. Backpulver, 50 g Butter, 150 ml. Milch, einen Tl. Zucker, 1 P. Salz, auf das Backblech Backpapier und ein Eigelb zum Bestreichen. zum Ausstechen der Scones ein Trinkglas und zum Ausrollen des Teiges etwas Mehl.

Mehl mit Backpulver (ca 1 Tütchen entspricht das etwa) in eine Schüssel sieben. die Butter klein schneiden und mit der Milch, dem Zucker, der P. Salz dazu geben und gut verkneten. Ich lasse das immer meine Maschine machen. der Teig wird schon geschmeidig und kann dann noch mal mit den Händen nachgeknetet werden. Den Teig etwas kühl stellen. Den Ofen auf 220°C vorheizen, Umluft ca 200°C. Dann eine Fläche mit Mehl bestäuben und dort den Teig ausrollen, ca 1,6 cm dick. Ich steh da aber nicht mit dem Lineal daneben. Nun kann mit einem normalen Trinkglas ein Scone nach dem anderen ausgestochen werden, auf das Blech gelegt und mit etwas verquirltem Eigelb bestrichen werden. Die Scones werden auf der mittleren Schiene des Ofens etwa 20 min. gebacken, bis sie goldbraun sind.

Nun werden sie mit Marmelade, (klassisch: Erdbeere,) und Butter, (klassisch: clotted creme – d.h.in diesem Fall, Sahne so steif schlagen, dass sie fast zu Butter wird, die echte Herstellung ist noch aufwendiger) serviert. Dazu einen guten, englischen Tee, Perfekt! Ob man nun Milch oder Sahne in den Tee nimmt, daran scheiden sich die Geister.

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Wünsche Euch einen schönen Tag.

Verlinkt bei muellerinenart

märzrückblickend und Käsekuchen

Euch allen ein frohes Osterfest!

Versteckt die bunten Eier nicht zu gut, aber gut genug! Denkt daran, es ist auch noch der 1. April!

Habt feines Essen und Trinken im Kreise Eurer Lieben, Sonne am Himmel und im Herzen. Vielleicht gibt es ja wirklich auch passendes Wetter zum „Emmausgang“ am Montag. Ostereiersuchen kann man zur Not ja auch in Haus und Wohnung machen. Aber nach dem ganzen Gefuttere finde ich einen Gang am Montag eigentlich immer sehr schön.

Deswegen gibt es hier noch ein ganz schnelles Kuchenrezept, Oreo Eierlikör Käsekuchen:

Für den Boden benötigt Ihr 2 Packungen Oreo- oder ähnliche Kekse und 60 g Butter (ich gehe da immer etwas auf Nummer sicher)

Für die Käsekuchenmasse braucht Ihr dann noch eine Packung der Schokoladenkekse als Deko, 300g sahnigen Frischkäse, ca. ein Pinneken Eierlikör, 700g Quark (ich nehme gern einmal Schichtkäse und einen Sahnequark), 1 P. Vanillepudding und etwas Käsekuchenhilfe oder einen gehäuften El. Mehl, 90 – 100 g Rohrohrzucker, ein wenig abgeriebene Zitronenschale und 3 große Eier

Die Kekse für den Boden zerstampft ihr, legt eine Springform mit Backpapier aus, verteilt die Krümeln auf dem Boden, zerlasst die Butter und verteilt dies dann auf dem Boden.

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Dann mixt Ihr die Käsemassenzutaten und füllt sie auf den Boden, streicht die Masse glatt. Nun müsst Ihr die Kekse auseinander drehen, was nicht ganz einfach ist. Wenn Ihr ein dünnes Schälmesser zur Hilfe nehmt, geht es vielleicht einfacher. Diese setzt Ihr als Deko nun oben auf. Der Herd wird bei Umluft auf 150 C vorgeheizt und der Kuchen kommt ca 45 min in den Ofen.

Gut ist, wenn er nach dem Abkühlen noch über Nacht kühl stehen kann

Die Idee habe ich auf einem Blog gesehen, aber abgewandelt und leider weiss ich auch nicht mehr wo ich ihn gelesen habe.

 

Macht es Euch gemütlich und habt Dank, dass Ihr hier so fleissig vorbei schaut.