Sommer Blog Pause

Hallo Ihr Lieben.

Wir sind ab in s Blaue.

Wer noch eine Sommerlektüren braucht:

_20200722_192632Sommerlektüre

Keine Neuerscheinung. Eine Empfehlung von eine Freundin, die gerade leider viel zu selten zum Bloggen kommt. Ein Jahr im Leben eines Vögelchen. Ganz wunderschön geschrieben. Nicht kitschig oder mit Vermenschlichung. (dtv Verlag als Taschenbuch)

Habe ich schon angefangen zu lesen und kommt mit in s Gepäck.

Wir lesen uns wieder in ein paar Tagen.

Dann kann ich Euch sicher viel berichten. Wenn der Sohn die Tomaten nicht vergisst zu gießen, gibt es zum Blau auch viel Rot.

Habt eine gute Zeit.

 

Kazuri

„klein und wunderschön“

(Kleinigkeiten auf Swahili).

 

Hallo Ihr Lieben.

Ist es nicht so, dass uns Kleinigkeiten am ehesten beeinflussen? Das Lächeln, ein dummes Wort, liebe Post, unerwartet ist etwas teurer, wir gewinnen oder verlieren, Halt haben oder stolpern. Und dann liegt es an uns, was wir damit machen. Manchmal muss uns erst gezeigt werden, dass eine Tür zwar zugeschlagen ist, aber dafür ein Fenster aufgegangen ist.

 

Diese Woche hat der Sohn eine geflügelten Gast mitgebracht.

Mauersegler K.

Vielleicht erkennen einige diesen besonderen Vogel, die meisten sehen ihn eher oben am Himmel seine Flugkunststücke machen. Mauersegler sind keine Schwalben, wie ich jetzt gelernt habe. Sie haben nur den gleichen evolutionären Weg eingeschlagen. Sie verbringen fast den ganzen Tag in der Luft, fangen Insekten im Fluge und trinken und schlafen sogar im Flug. Nur zum Brüten haben sie festen Boden unter den Krallen, mit denen sie sich wirklich gut festhalten können. Diese Vögel werden uns Anfang August schon wieder gen Süden verlassen, als eine der ersten Zugvögel.

Zeichnung Olof Rudbeck d. J.

Das dieser Vogel die Nacht überleben würde, war schon sehr unwahrscheinlich. Keine äußerlichen Verletzungen, aber wer weiß, wobei sich der Altvogel vielleicht doch etwas zugezogen hat, ein Luftkampf, ein Flugmanöver? Selbst Fachleute haben fast keine Chance und bei den am häufigsten gefundenen Mauerseglern handelt es sich i.R. um Jungtiere (Fütterungsreflex). Was wir ihm anbieten konnten, war Schutz und Wärme.

Mauersegler

Eigentlich haben wir schon nicht mehr damit gerechnet, dass der Vogel die Nacht überlebte, aber das hatte er geschafft. (Und glaubt uns, wir haben alle möglichen Insekten gefangen, Wasser, das Kirschkernkissen für die Nacht erwärmt, immer wieder Flugmöglichkeiten angeboten…). Irgenwann war er dann verschwunden, ich hoffte, er sei einfach davon geflogen, dabei war er zum Sterben ganz unter die Tücher gekrabbelt. Ich bin damit gross geworden, dass Natur nun mal so sein kann, aber manchmal denke ich, sie ist gerade auch zu gemein. (Mauersegler sind nicht mehr so häufig anzutreffen, sie stehen auf  der Vorliste der „Roten Liste“. Die letzen Jahre konnten sich die Vögel als Kulturfolger an Gebäuden Nistplätze sichern, aber ratet mal, wer da auf Sauberkeit bedacht ist. Die meisten Leute fürchten die viele Vogelscheiße, aber man kann ein großes Brett darunter anbringen und im Gegenzug fangen die Segler ganz viele Mücken.)

Dafür habe ich seit drei Monaten hier zum ersten Mal wieder Blaumeisen im Garten gesehen. Warum das etwas Besonderes ist? Wir hatten und haben hier die Meisenlungenentzündung, die viele Blaumeisen dahingerafft hat.

Stempel geschnitzt habe ich diese Woche keinen, ich hatte dafür keine ruhige Hand. Aber sie war ruhig genug, um aus einer alten Kette, die ein kaputtes Urlaubsüberbleibsel war, eine neue aufzufädeln. Ich liebe diese Glasperlen Ketten, bunt, wie die Erinnerung an den Urlaub, in dem ich sie gekauft habe.  Es sind schnelle und unkomplizierte Schmuckstücke nicht nur zum Sommerkleid.

Perlchen
links die Tonperlen

Über sie bin ich dann auch auf meine Überschrift gekommen. Im Stadtteil Karen (nach Karen Blixen) in Nairobi, Kenia gibt es einen Laden, in dem Frauen Tonperlen herstellen. Daraus fertigen sie wunderschöne Ketten und von dem Erlös unterstützen sie ihre Familien. Dieser Laden heißt Kazuri. Vor vielen Jahren hatten wir das Glück, vor Ort einige Ketten kaufen zu können, die noch immer zeitlos schön sind.

Wirklich sehr habe ich mich über Post diese Woche gefreut! Bei„Frau Nahtlust“habe ich z.B. ein ganz wunderschönes Nadelbriefchen gewonnen. Gerade diese indigoblauen, bestickt mit weißem Kontrastgarn, hatten es mir besonders angetan. Wie Schaum auf den Wellen des Ozeans.

Post Mano/frau nahtlust

Sehr gefreut habe ich mich auch über die lieben Wünsche per Post von Mano. Eine selbstgemachte Collage mit meinem Wappenvogel kam Ende der Woche hier an.

Ganz herzliches Dankeschön, einmal für das Gewinnspiel (und damit für den Gewinn) und für die lieben Worte, von einem Vogel überbracht! Überhaupt, an alle, herzlichst Dankeschön, ich habe diese Woche schon wieder viel mehr gemacht. Ihr glaubt gar nicht, wie erfüllend es sein kann, ein wenig mehr Hausarbeit zu machen und sogar wieder einkaufen zu gehen. Jeden Tag mehr. Und nicht mehr lange bis zum Sehnsuchtsort.

 

Kommt Ihr auch wieder auf einen Kaffee bei Andreas Samstagsplausch vorbei?

 

It has long been an axiom of mine that the little things are infinitely the most important.

Es war immer mein Grundsatz, das die kleinen Dinge im Leben die wichtigsten sind.

Sir Arthur Conan Doyel

 

Grosse Dinge entstehen durch eine Reihe kleiner die zusammenkommen.

Vincent van Gogh

12 von 12 im Juli

Hallo, Ihr Lieben.

Caro, (bei der es heute draußen wieder nur Kännchen gibt), sammelt unseren zwölften Tag des Monats mit 12 Fotos. Schaut doch Mal rein.

Guten Morgen. Gibt es heute noch mal Sonnenschein?

Hibiskus

Gießen, die Tomaten haben jeden Tag Durst, am Besten lässt man „ihre Füsse“ nie ganz trocken werden.

Tomaten Tigerella
Tigerellatomate

 

Früher Kaffee mit meinem Schatz in der Morgensonne.

Neun Uhr Morgens

Ein ganz paar Kartoffeln aus dem Hochbeet gibt es, hätte viel mehr gießen müssen, da Hochbeete viel Wasser verbrauchen.

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Es wird für mich natürlich ein ruhiger Tag werden. Die Jungs haben Rollenspiel Termine.

Einfach nur draussen

 

Troll liebt die erhöht liegenden Kissen, wenn wir am Tisch auf der Terrasse sitzen.

Troll Platz

Ich nehme Euch etwas mit auf den Weg durch den Garten. Hier bin ich heute hauptsächlich.

Nachtkerze und Quitte

Igelversteck
Sieht nicht so schön aus, ist aber das Igelversteck unter der Zinkwanne.

Kleine Hosta

Kapuziner Kresse

 

Wem gehört wohl die kleine Feder? Ich denke einer Meise.

Snac und Fund
Kleiner Snack und Federfund

 

Puh, mal aus der Sonne. Auf arte kommen so wunderbare Dokus über das Meer. Mehr Meer geht immer!

Silberne Drache (China)
Die Flut kommt, der silberne Drache (China)

 

Viel spãter, ich bin eingeschlafen. Die letzte Nacht war etwas kürzer.

Kartoffeln schälen

Zum Abendessen gibt es „BratzKartoffel“ und Frikadellen mit einem Salat dazu. Habt alle einen schönen Sonntagabend.

 

Ein bißchen dies….

Hallo Ihr Liebe.

Mögt Ihr auch auf eine n Plausch bei Andrea vorbei kommen?

Um es gleich vorweg anzudrohen, (kann man das so sagen?) ich bin immer noch ausgebremst. Und da bald Urlaub naht, in dem ich fit sein will, bin ich lieber noch vorsichtig. Ich habe ja keine Schiene, die verhindert, dass ich falsch auftreten. Also nicht so viel Neues, na ja, ein bißchen gibt es schon…

Weiter Ideen

Also, für die Sommerpost habe ich ganz viele Ideen, was in etwa auf meiner selbstgemachten Briefmarke und auch drum herum sein soll. Aber welche Idee nehme ich? Eigentlich bin ich immer noch von der ersten begeistert, bei der man vom Motiv her etwas um die Ecke denken muss. Thema ist nämlich: „ins Blaue“. Das heißt nicht nur farblich eine gewisse Richtung, sonden auch von der Bedeutung her. Den Meisten fällt sicher sofort die „Fahrt in s Blaue“ ein. Dahinter steckt aber auch, dass man mit Unerwartete rechnen muss. Ich möchte mit beidem spielen. Spätestens, wenn ich mit meinen Post Karten dran bin, seht Ihr das Ergebnis oder vielleicht mehrere Ergebnisse.

Sehr positiv überrascht wurde ich von einer tollen, neuen Serie, die ich mir aus eigenem Antrieb nicht beim Streaming Dienst angesehen hätte. „Der Beischläfer“. Nein, das hat nichts mit einem Sexfilmchen zu tun, so werden da die Schöffen Richter genannt. Eigentlich ist Charlie nur Kfz Mechaniker, am liebsten an alten Alfa Romeos. Eigentlich kommt Charlie nicht über den Autounfall Tod seiner Frau (und Schwiegermutter, er wohnt beim Schwiegervater), hinweg. Post wird schon lange nicht mehr gelesen und so konnte er der Berufung in das Schöffen Amt auch nicht widersprechen. Ich sag Euch, da prallen Welten aufeinander. Großartige Charaktere. Und selten haben wir Witz, Komik, Ironie, Ernsthaftigkeit und Einfühlungsvermögen so gut gemixt (im Fernsehen) gesehen. Eigentlich hat mein Mann da mal Recht gehabt, (nicht nur da).

Diese Woche war teils recht kühl und auch (endlich) etwas nasser. Richtig schönes Wetter hat es nur am Montag gegeben, da habe ich dann auch im Garten gesessen. Ein Geschenk wird gerade gelesen (Das Dunkle Mal). Etwas schräge Geschichte, (ja, ich hab s gerade eher mit dem Verschwinden in andere Welten), eine Erzählung um besondere Tattoos, eine Welt zwischen Fantasy und ScienceFiction.

Und ein bißchen das…

Am Donnerstag endlich wieder geschnitzt. Nach dem „Abenteurer Corto Maltese“ von Hugo Pratt. (Comic Künstler) Der Stempel geht auch auf Reisen.

 

Ein Roggenmischbrot habe ich mit der neuen Brotbackplatte gebacken,. Wer nachbacken mag:

600g Roggenvollkornmehl, 120g Dinkelvollkornmehl, 1 T Löffel Brotgewürze, ca 30g Salz, 1 Würfel Hefe (oder Trockenhefe, da braucht Ihr evtl etwas mehr, da mein Teig lange ruhen darf, reicht mir ein P.), 75-100g Sauerteig, ca 30g Haferflocken. Ich gebe gerne noch einen E Löffel Leinsamen dazu. Zum Anrühren 500-600ml lauwarmes Wasser. Zutaten gut vermengen, abdecken und zwölf Stunden ruhen lassen. Sauerteig braucht mehr Ruhe, als Hefeteig. Nicht vergessen, gut durchkneten, da auch nicht mit Mehl auf der Arbeitsfläche sparen, den Laib einschneiden, noch mal vor dem Backen ruhen lassen und dann den Ofen auf 240 C Grad vorheizen, den Laib 15 min backen, auf 210 C reduzieren und noch eine Std backen. Dann per Klopfprobe (klingt es eher hol?) prüfen, ob das Brot durchgebacken ist. (Vollkornmehl ist übrigens immer die gesündere Variante)

Erste Tomaten wachsen schon. Natürlich an den gekauften Pflanzen. Die selbstgezogenen Tomatenpflanzen blühen aber auch fein und Hummel befruchten fleißig. (Ja, dass machen Hummeln, sie haben einen längeren Saugrüssel)

Für Sommer ist es recht kühl, aber die Sonne guckt immer wieder hervor. Das Wochenende verspricht sommerlicheres Wetter. Nächste Woche bekommen wir das neue Auto. Anmeldungen brauchen recht lange, aus gegebenem Anlass. Schließlich arbeiten die Behörden nicht vom Homeoffice aus. Normal würde ich mit dem Rad Einkaufen oder mal einen Ausflug mit dem Ferien“Kind“, mache ich sonst auch oft, aber geht ja gerade nicht. So essen wir mal Vorräte auf und die Söhne kaufen die notwendigsten Sachen ein. Aber Ferienausflüge sind gerade nicht drin. Vielleicht ist das Wetter am Wochenende so gut, dass ich die Jungs überredet bekomme, auch ohne mich eine Radtour zu machen.

Habt eine gute Zeit.

So! So?

Hallo Ihr Lieben.

Ganz ehrlich? Ich hatte wirklich keine Ahnung, was ich für eine intelligente Überschrift nehmen sollte. Ereignisreich? So kann man das nicht wirklich sagen. So langweilig? So kann man das auch nicht sagen!

Schon am Sonntag im Beitrag über die Stoff Kostbarkeiten hatte ich es angedeutet, ich war am Samstag umgeknickt. Montag Hausarzt, durch Urlaubszeit lange Wartezeit.

Überweisung. Dienstag zum Röntgen, Mittwoch aber Glück gehabt und Termin beim Orthopäden bekommen, obwohl auch hier Urlaubszeit. Es ist nur eine Dehnung der seitlichen Bänder. Ruhe, hoch (wirklich hoch) lagern, kühlen… Fußmanschette. Gut, daß ich den Fuss schon so behandelt habe. Geduld. Lesen. Fernseh gucken. (Tolle historische Dokus auf arte, da lohnt auch ein Blick in die Mediathek) Hören. Leider nicht am Tisch sitzen dürfen. Stehen, Laufen und abgeknicktes Bein beim Sitzen sind tabu. Dabei hab ich gerade Schnitzideen. Aber so ist das eben manchmal. Glück im Unglück. Es tut weh (Drogen), ist aber kein Riss oder Bruch. Es ist jetzt und damit lang genug vor dem Urlaub passiert. Ich bekomme meine drei großen Jungs an die Arbeit und kassierte Schimpfen, wenn ich selber (nur kurz) unnötig rumhumpel (ich bin nicht so eine, die andere schaffen lassen kann, aber es muss ja). So kann ich gar nicht viel berichten. Einen Beitrag über Maulbeerbäume habe ich gepostet. Ich sag Euch, fast alles am Handy zu machen ist nicht immer einfach. Manchmal kommt einem da der neue Editor von WP zu Gute, manchmal leider nicht. Aber das Handy ist auf dem Sofa verfügbar. Ach ja, Häkeln, das mache ich, eine Sommer Decke in bunten Farben. Ein riesen Grannyquadrat soll es einfach werden. Und noch mal am nächsten Dreieckstuch aus Wolle weiterarbeiten. Bald dürfte die Entzündung, die mit so einer Überdehnung einher geht, abgeklungen sein und ich darf wieder mehr.

Am Freitag hab ich mit einer lieben Freundin draußen auf der Terrasse gesessen, Bein hoch, wir trinken Pfefferminztee aus dem Garten, quatschen, genießen die Sonne. Ein paar sonnige Blumen gibt es als Mitbringsel. Und auch wieder Sonne von oben.

Der Sohn holt mir dann noch Beeren zum Aufstocken der eigenen Ernte. Ein kleines Schälchen Stachelbeeren versäubere ich, (auf einem Bein stehend) , schnell. Dann aber wieder brav auf das Sofa. Marmelade wird gleich noch gekocht, wenn die Jungs fertig sind.

Ich verlinke wieder gerne bei Andreas Plausch und wünsche allen ein schönes Wochenende.

Der Juli
Still ruht die Stadt. Es wogt die Flur.
Die Menschheit geht auf Reisen
oder wandert sehr oder wandelt nur.
Und die Bauern vermieten die Natur
zu sehenswerten Preisen.

Sie vermieten den Himmel, den Sand am Meer,
die Platzmusik der Ortsfeuerwehr
und den Blick auf die Kuh auf der Wiese.
Limousinen rasen hin und her
und finden und finden den Weg nicht mehr
zum Verlorenen Paradiese.

Im Feld wächst Brot. Und es wachsen dort
auch die zukünftigen Brötchen und Brezeln.
Eidechsen zucken von Ort zu Ort.
Und die Wolken führen Regen an Bord
und den spitzen Blitz und das Donnerwort.
Der Mensch treibt Berg- und Wassersport
und hält nicht viel von Rätseln.

Er hält die Welt für ein Bilderbuch
mit Ansichtskartenserien.
Die Landschaft belächelt den lauten Besuch.
Sie weiß Bescheid.
Sie weiß, die Zeit
überdauert sogar die Ferien.

Sie weiß auch: Einen Steinwurf schon
von hier beginnt das Märchen.
Verborgen im Korn, auf zerdrücktem Mohn,
ruht ein zerzaustes Pärchen.
Hier steigt kein Preis, hier sinkt kein Lohn.
Hier steigen und sinken die Lerchen.

Das Mädchen schläft entzückten Gesichts.
Die Bienen summen zufrieden.
Der Jüngling heißt, immer noch, Taugenichts.
Er tritt durch das Gitter des Schattens und Lichts
in den Wald und zieht, durch den Schluß
des Gedichts,
wie in alten Zeiten gen Süden.

Erich Kästner

Grün, weiß und versponnen

Quelle Wikipedia

Hallo Ihr Lieben

Kennt Ihr den Maulbeerbaum?

Der Baum des Sonnenaufgang aus China. Vielleicht habt Ihr schon mal etwas über Seidenraupen gelesen? Oder über das neue Superfood, Maulbeeren. Grüne Maulbeerbaum Blätter waren unerlässlich als Futter für die weißen Raupen der Maulbeer-Seidenspinner (Bombyx Mori). Aus den weißen Kokons würden weiße Falter schlüpfen. Aber damit aus den Kokons Seide gewonnen werden kann, muss die Raupe darin sterben.

Kaum ein Stoff ist so edel wie Seide, dem Stoff der Götter, und konnte nur als Monopol aus China importiert werden. Als man erste Raupen um 500 n Chr rausschmuggelte, nützte das erstmal gar nicht viel. Denn die Raupen sind wählerisch beim Futter. Sie wollen nur den Maulbeerbaum ratzekahl fressen. Richtig viele der grünen Blätter wollen sie. Aber mit dem ersten geschmuggelte Kokons in zwei Pilgerstäben begann die Forschung und endete damit, dass im 18. Jhd im grossen Stil zB in den Cevennen, Maulbeerbäume angepflanzt wurden und ihre Blätter täglich frisch gepflückt, in den Schuppen den Raupen verfüttert wurden. Noch wenige Jahre vorher standen hier Edel Kastanien. Diese waren wichtig für Brot, würde auch sonst als Grundnahrungsmittel genutzt, da kein Getreideanbau möglich war. Aber ein kalter Winter hatte viele Bäume gekostet. So sah man eine neue Chance in dem exotischen Baum aus der Ferne, jenseits der Seidenstraße.

Ein guter Freund hat einen Maulbeerbaum im Garten stehen. Und natürlich gibt es hier keine Seidenraupen, aber Beeren! Die sind auch weiß. Und super gesund. Man darf sie nicht pflücken, sondern nur abschütteln. Gurkig-süss schmecken diese seltsam aussehenden, weichen Beeren. Schon die alten Griechen priesen die Frucht als Nahrung der Götter. Für die Römer war der Baum Sitz der Weisheit. Drei Sorten – die roten, schwarzen und die weißen Maulbeeren – sind seit der Zeit der Römer damit auch in Europa bekannt. Vitamin C, Kalium, Spurenelemente… Alles was wir uns wünschen für eine gesunde Ernährung, zB als Topping für ein Müsli, frisch oder getrockne Früchte, (ersteres nur, wenn man den „Luxus“ hat, einen Baum im eigenen Garten zu haben).

Auch in unserem kühleren Deutschland gibt es „Geschichte“ zu diesem Baum, der übrigen uralt werden kann. 1663 kultivierte Friedrich Wilhelm I. die Seidenraupenzucht, pflanzte in Brandenburg den weißen Maulbeerbaum (Morus Alba) und holte sachverständige Auswanderer aus Frankreich, viele davon Hugonotten. Friedrich II. unterstützte die Seidenproduktion sehr und ließ Maulbeerbäume dreimillionenfach anpflanzen. Kälte, die viel Pflege der Raupen und der Tod Friedrichs II. 1786, ließ die Seidenproduktion wieder verschwinden. Es gibt aber noch denkmalgeschützte Alleen und Einzelbäume, auch ist er beliebter geworden in Gärten von Privatpersonen.

Kennt Ihr den Baum? Habt Ihr vielleicht einen?

Eine schöne Woche

Verlinkt bei Astrid s „mein Freund der Baum“ Sammlung und Juttas DND

(Quelle des Bildes Wikipedia)

Blick zurück

Hallo Ihr Lieben.

Was für ein Monat. Mit Pfingsten und den ersten Besuchen bei unseren Eltern gestartet, wurde es zum Ende hin noch mal spannend.

Ein Monat, in dem wir uns wieder getraut haben, Familie und Freunde zu besuchen. Ein Monat der teils ruhig und dann sehr ereignisreich war. Mit einem Motorschaden verabschiedete sich unser rotes Auto, wir haben ein neues gesucht und gefunden. Bis das aber daheim steht, dauert noch etwas.

Ich musste schmerzhaft feststellen, dass kleine Sünden sofort bestraft werden. Eigentlich wollte ich nur einen Freund erschrecken. Beim „schnell und kurz sprinten und dem apptupten Abbremsen, hab ich mir was am Knöchel getan. Nur hochlegen, also auf dem Sofa hocken, ist angesagt. Nach einer langen WartezimmerWartezeit, die ich irgendwann sitzend auf dem Fußboden verbracht habe, gab es Schmerzmittel, eine Röntgen Überweisung um Brüche auszuschließen und die Bitte, wenn keine Besserung bis Mittwoch eintritt, zum Orthopäden wg der Bänder zu gehen. Da werde ich dann wohl als drittes landen.

Viel gelesen habt Ihr wieder „zwölf von zwölf“ und am vergangenen Wochenende die zwei Beiträge. Die Monogramme haben vielen gefallen und der Austausch dieser Aktion war sehr schön. Frisch gemacht, Obst wartet nun mal nicht, habe ich ein paar Gläser Kirschen Gelee. Ja, keine Marmelade. Kirschen im Liegen zu entkernen und dann beim Marmelade einkochen vielfach umzurühren, ging nicht. Die Kirschen sind von einem lieben Freund. Dort konnte ich auch Maulbeeren aufheben. Dazu erzähle ich die Tage mal mehr.

Ich wünsche Euch allen einen schönen Start in den Sommermonat Juli. Hier haben die Ferien begonnen.

Mehr Monats Collagen gibt es hier zu sehen: die birgitt

Personalisierte Kostbarkeiten

Ihr Lieben.

In Bezug auf Handarbeiten bin ich nicht gerade die Ansprechpartnern. Meine Fähigkeiten beim Häkeln, Stricken, Nähen, Weben und Sticken sind nicht besonders weitreichend. (Spinnen habe ich nie z.B. gelernt, genau wie einige anderer, älterer Handarbeitstechniken.)

Schon in der Grundschule und auch durch meine Mutter lernte ich Häkeln, sticken und Stricken. (In dieser Reihenfolge)

Beim Sticken wurden uns die ersten Grundstiche beigebracht, jede(r) bekam ein Stück groben Stoff, um ein vereinfachtes Sticktuch anzufangen. Mit Grundstichen wie dem Hexenstich, Kreuzstich, Plattstich und mehr stickten wir erste Übungsbahnen. (Sobald ich das gefunden habe, zeige ich es gern.)

Stickerei auf Leinenwäsche

Genau so lernten viele, viele Mädchen vor mir schon die Grundlagen um zu nähen, zu verschönern und ihre Wäsche für ihre Aussteuer zu kennzeichnen. Diese war allerdings in der Regel aus Leinen, welches oftmals in den Wintermonaten auch selbst gesponnen worden war. Das Monogramm einzusticken hatte ursprünglich einen wichtigen Sinn, wurde doch die Wäsche nach dem gemeinsamen Waschen auch auf die gemeinsame Bleiche gelegt und am gestickten Buchstaben wiedererkannt. Gerade bei der Landbevölkerung war dies üblich. Etwa im Biedermeier wurde es auch „modern“ für die gehobeneren Schichten. Aber da stickte frau neben besagten Tüchern auch kleine Kostbarkeiten in Baumwolle und Seide. Es entstanden richtige Kunstwerke.

aus Blöcken geschneidertes Leinenhemdchen, die Form bekam es durch Keile, die oben unter den Ärmel weggenommen wurden und unten angenäht wurden.

Gabi vom „made with Blümchen“ ist heute die Gastgeberin der Stoffspielerei und hat diese Monogramme als Thema. Ich habe es nicht mehr geschafft, selber etwas zu sticken, aber darf Euch (nach Absprache mit der Gastgeberin) einige alte Kostbarkeiten zeigen. Eine ganz besondere Technik hat uns nämlich sehr fasziniert! Wir haben auch noch nicht heraus bekommen, wie sie heißt.

Schattenspiel an der Fensterscheibe

Dieses Taschentuch ist aus Mousselin (Musselin), in diesem Fall  sogar Seidenmousselin. Die Handarbeitskünstlerin hat die hervorzuhebenden Stücke ausgeschnitten, die Kanten umgelegt und mit fast nicht sichtbaren Stichen angestickt. Das wirkt, als wäre es ein Stoff, nicht aufgesetzt. Kenner von Stickereien fühlen sich vielleicht an Schattenstickerei erinnert, diese wird aber mit einem Faden auf der Stoffrückseite gemacht.

hier sieht man die Technik recht gut

Als Gabi mir von ihrem Thema berichtete, musste ich ihr dieses Taschentuch zeigen und ihr einen Beitrag darüber versprechen, (was ich zu dem Thema auch vor hatte). Leider habe ich das eigene handwerkliche etwas zu lange hinausgeschoben und dann kam Leben 2.0 dazwischen. Ich wollte mir ein C schnitzen, aufdrucken und drumherum stickend verzieren. Übrigens weiss ich leider nichts über die Geschichte dieses Taschentuchs. Ich weiß nicht Mal mehr, ob ich es aus der Kiste im Sozialkaufhaus, oder von der Oma meines Mannes habe.

von einer feinen Tischdecke

Meine Mutter hat noch viele Stofftechniken gelernt, sowohl in der Schulzeit, als auch in der Ausbildung. Von ihr habe ich die Liebe zu Leinen geerbt. Ich durfte ihre kleine Sammlung von Monogrammen fotografieren und heute hier zeigen. Da sind sowohl eigene, als auch „gefundene“ Stickereien bei. Auch eine Schablone seht ihr hier. Denn jedes Monogramm sollte gleich aussehen, wenn es erstmal in der Aussteuer Kiste oder Truhe verschwand.

Kreuzstich und Plattstich
alte Schablone

Gabi hat Euch ja schon das Sticktuch ihrer Oma gezeigt. Bei mir in einer dunklen Ecke neben dem Bett hängt dieses Tuch von meiner Ururoma.

1846 gestickt und wie Ihr seht, rechts nicht fertig gestellt
eigentlich wie das C in meinem Namen
von der anderen Seite der Familie gibt es diesen Hauch von Seide, meine Oma stickte und nähte dieses Schürzchen
Monogramm auf Leinen

Ich mag es, wie geschlungen die Buchstaben ineinander greifen, so dass man manchmal noch überlegen muss, was es für welche sind.

Sollte Ihr mal in meiner Geburtsheimat sein, kann ich Euch dieses kleine Museum in Oberhundem nur sehr an s Herz legen. (Ganz abgesehen, dass es in einem wunderschönen alten Fachwerkhaus, einer alten Pastorat, beheimatet ist und in einer wunderbaren Gegend liegt. Ein wenig Werbung für das Sauerland.)

Sehnsuchtserfüllung, Hitze und mehr Widrigkeiten

Hallo Ihr Lieben.

Was für eine Woche.

Begonnen hat sie am Sonntag damit, dass unserem Auto ein Motorschaden diagnostiziert wurde. Wir hatten uns getraut und unsere liebsten Freunde bei Karlsruhe besucht. Dort war das Auto brav in den Hof gefahren, aber das war seine letze Aktion gewesen. Sonntags mussten wir den Autoclub anrufen. Gut, dass es wenigstens nicht irgendwo unterwegs passiert war. Das Ende vom Lied: wir mussten uns vom roten Flitzer verabschieden.

Morgenstimmung mit Storch (Störchen, nur nicht hier zu sehen)

Aber das Wochenende war wunderschön! Wir haben so unglaublich viel geredet, gelacht, gegessen, getrunken, gefreut! Sehnsuchtserfüllung!

gewittrig

Ich habe wieder Johanninüsse gepflückt um einen Likör anzusetzen. Diesmal habe ich den Schwerpunkt auf Piment und Kardamom gesetzt. Und statt Kandis wurde Kokosblütenzucker dazu gegeben. Natürlich durften auch Zimt und Anis nicht fehlen.

Essig, Liköransatz und Pfefferminze

Ein feiner, mit wilden Erdbeeren angesetzter Essig steht jetzt in der Sonne. Im Glas daneben bewurzelt Pfefferminze. Ach, ich liebe den Sommer. Die Johannisbeeren sind auch schon reif, aber leider etwas zu wenig für Gelee, da muss ich dazu kaufen.

Wicken, Stickbild und Monogramm

Mit diesem Bild möchte ich Euch neugierig machen auf meinen zweiten Beitrag, der heute Nachmittag (edit: ich sollte auf den Kalender schauen, MORGEN) startet. Gabi von „made with Blümchen“ sammelt Ideen rund um diese kleinen Stoffspielereien. Und den duftenden Wicken Strauß zeige ich bei Holunderblütchens Flower Friday.

Lothar Frenz Nashörner und meine bunten Dufgeranien.

Nach dem die Woche mit Auto suchen und einen Hitze Rekord nach dem anderen, sowie Beginn der Sommerferien ausgefüllt war, (ja, das Zeugniss gab es erst am Freitag, aber die Woche war sowieso schon ohne Schule, also eigentlich Ferien), nun noch einen kleinen Lesetipp. Ein Büchlein zum ab und zu reinschauen, zum Entdecken von „unnützem Wissen“ oder zum Staunen über besondere Dickhäuter. Die Reihe im Naturkunden Verlag ist einfach immer wieder wunderschön. Eine schöne Aufmachung ist für mich da auch eine Kaufentscheidung. Aber wie der Autor u.a. schildert, wie „Jungfer Clara auf Reisen geht“, ist sehr amüsant. Und wer weiß, wie lange wir noch Nashörner in freie Wildbahn haben.

was man alles über Rhinos erfahren kann!

Das Büchlein habe ich mir selber zum Schmöckern gekauft. Nur weil das Thema „Werbung“ bei Influenzern (kicher) ja diese Woche mal wieder in den Medien war, ist damit klar gestellt, es ist mein Eigentum und „nix Werbung“. Hoffentlich wird das Thema im Recht nun endlich klar aktualisiert.

Bei der Sommerpost habe ich mich angemeldet und versuche einen Ausflug in s Blaue zu gestalten. Einen Dankeschön Stempel habe ich (ein klein wenig) angefangen, aber die Hitze hat mich die Woche ganz schön benommen gemacht. Rasen mähen, gießen, Sonnenschirme bewacht, Sonnensegen aufgehängt, den Hund hinter mir her gezogen (dabei gehen wir bei der Hitze nur kurz). Es wird sicher ein Wochenende mit Gewittern. Fünf Tropfen sind Freitag schon gefallen. Nun, Regen können wir wieder gebrauchen, etwas Abkühlung auch. Unser Freibad ist leider technisch defekt und wird nicht öffnen. Aber die Geburtstagsfeier, welche ein Spaziergang mit Picknick werden soll, wäre ohne Gewitter sicher netter.

Fast hätte ich es vergessen, ich habe doch einen wunderbaren Gewinn bekommen! Bei Ulrike hatte ich zum Blog Jubiläum eine selbstgehnähte Buchhülle gewonnen und bin so begeistert!

Tim und der blaue Lotus
Buchhülle de Lux

Ich setze mich nun gern zum Samstagsplausch zu Andrea und schaue ein wenig, was Ihr so alles zu erzählen habt. Ein kühles Getränk immer in Griffnähe.

Ab jetzt wird es vielleicht ruhiger. Immerhin sind Sommerferien. Macht es Euch gemütlich.

Simpel

Hallo, Ihr Lieben.

Freitag, Woche fast vorbei, so schnell. Wochenende! Heute ist auch Freutag und deswegen zeige ich Euch eine Variante von meinen klassischen Waffeln.

Ich habe diese Varianze in „deftig“ ausprobiert. Normalerweise macht man Waffeln ja als süßen Nachtisch, aber warum nicht mal eine andere Art von Waffeln.

Ihr könnt bestimmt auch noch etwas variieren. Waffeln zu backen ist so simpel und trotzdem immer superlecker.

300g Dinkelvollkornmehl, ca 100 g Weizen(Vollkorn)mehl, 50g gemahlene Mandeln, 4-5 große Eier, 200g Butter, Schinken Würfel, geriebener Käse, Kräuter (viele Kräuter), Buttermilch oder Milch (mind. einen grosse Tasse voll), ca einen Tl Backpulver, Sesam, Chiasamen.

Welche Kräuter Ihr nehmen wollt, oder welchen Käse, ist ganz Euch überlassen. Mediterrane Mischung zB oder Thymian & Rosmarin. Salz und Pfeffer und etwas Muskat nach Geschmack und je nach dem, wie viel Käse und Schinken untergerührt wurden.

Der Teig sollte etwas zähflüssiger sein, als für süsse Waffeln.

Jetzt könnt Ihr pur essen oder mit mit Frischkäse, Aufschnitt, Hummus, ausprobieren macht Spass und ist simpel

Natürlich habe ich auch klassische Waffeln gemacht.

Ich liebe einfach Waffeln! Man kann sie zu so vielen Gelegenheit und in vielen Varianten machen. Außerdem kann man alles schnell vorbereiten oder frisch machen.

Wir verschwinden dann in s Wochenende. Weniger digital, mehr real, daher auch erst später bei Euch wieder unterwegs.

Macht es Euch gemütlich! Schöne Sommersonnenwende, Mitsommer, Sommeranfang!