Majestät

Hallo Ihr Lieben.

Mit meinem neuen Vogelportrait melde ich mich auch endlich für das Jahresprojekt zurück.

Ich gestehe, dass ich wieder meine Planung umgeworfen habe, denn eigentlich sollte es in diesem Altweiber Monat September um einen kleinen Hühner Vogel gehen. Aber es kam mir die Sichtung eines großen Raubvogels an der deutschen Küste dazwischen. Ihr ahnt es vielleicht, es soll um den Adler gehen. Aber weniger um den See- oder Fischadler, sonder um den seltenen Schreiadler.

Clanga pomarina ist der kleinste Adler Deutschlands und der seltensten und unbekanntes unter seinen majestätischen Verwandten. Und vielleicht auch der interessanteste.

Mit bis zu 160 cm Flügelspannweite ist dieser Adler wie bereits erwähnt, der kleinste Vertreter in Deutschland. Mit ca. 100-130 Brutpaaren ist er auch von der Population her der kleinste. Er ist durch die Veränderung der Landschaft am stärksten betroffen.

Etwas größer als der Bussard, braun durchgefärbt und mit einem helleren „Band“ hinten am Übergang zum Schwanz.

Charakteristisch für diesen Adler sind seine eifrigen Lautäußerungen, wie der Name es schon sagt. Er ist ein Zugvogel, seine Winter verbringt dieser Raubvogel im südlichen Afrika. Leider ist seine Reise dorthin durch Wilderei gefährdet, denn noch immer gilt es als männlich, einen Adler zu schießen. Die andere Gefahr droht durch immer weitere Flurbereinigungen für Agrar- und Lebensraum des Menschen. Denn hier kommt eine weitere Besonderheit dieses Raubvogels zum Tragen: dieser segelt nicht durch die Luft und erspäht seine Beute von oben, er läuft! Etwa 80% seiner Beute, bestehend aus Kleinsäugern, Amphibien und Reptilien jagd er „zu Fuß“ auf Grünland und Brachflächen in der Nähe seines Horstes im ungestörten Wald. Auch Insekten und Aas werden genommen, Ansitzjagd von niedrigen Warten  und niedriger Suchflug an Waldränder, (Laub- und Mischwald) mit Feuchtbiotopen, Gebiete, die kaum, eher gar nicht bewirtschaftet werden sind sein Lebensraum, und diese werden leider immer weniger.

Eine weitere Besonderheit gibt es im Brutverhalten der „Pommernadler“, den „Kainsmord“. Wenn im April die Vögel zurück kehren, das Männchen mit Flugkunstücken um das Weibchen geworben hat und ein Horst entweder wieder besetzt oder ein neuer gebaut werden konnte, werden zwei Eier gelegt.

Bei fast allen Raubvögel gibt es nur ein kleines Gelege und oft schaffen es daraus nur wenige (manchmal gar keine) Jungvögel zu überleben. Wenn beim Schreiadler das zweite Küken schlüpft, wird es vom ersten, dem „Abel“ attackiert. Sehr oft übersteht dieses Küken die Attacken nicht. Es ist wohl eine „Rückversicherung“, dieses zweite Ei. Anfangs versorgt nur das Männchen Brut und Weibchen. Mit steigendem Bedarf müssen bald beide Elternteile jagen.

Wer jetzt glaubt, dass dieses Küken keine weiteren Feinde hat, irrt, andere Raubvögel, wie der Habicht, schlagen die Jungvögel im Horst als Beute, Waschbären oder Marder klettern den Baum hoch und gehen an das Gelege.

…so in der Natur gesehen…
Vorbereitungen und erste Schnitte

In vielen Bereichen seiner Flugrouten stehen mitlerweile Windräder und der Adler weicht dann lieber aus und sucht andere Routen und Nistplätze. Auch sind die Waldstücke mitlerweile nicht mehr so ungestört, Forstbetrieb und Ausflügler stören den darin recht empfindlichen Vogel. Wer mehr über diesen interessanten Vögel erfahren möchte, dem empfehle ich die Seiten der deutschen Wildtierstiftung, von der ich viele Informationen für den Artikel gefunden habe: https://www.deutschewildtierstiftung.de/wildtiere/schreiadler

Werdegang
das ist er nun, mein Schreiadlerstempel

Den Stempel habe ich nach einem Foto, welches ich im Netz gefunden habe, gemalt und geschnitzt. Ich hoffe, man erkennt ein wenig den Werdegang. Um die Feinheiten hin zu bekommen, habe ich Softcut genutzt, so kommt das Federkleid gut zur Geltung und selbst so ein spitzer Schnabel kann geschnitzt werden. (selbstgekauft, kein Werbeauftrag)

Schreiadler Stempel

Jedenfalls kommt noch ein Flugbild hinzu als Stempel, aber erst die kommenden Tage, genau wie ich noch ein Portrait malen möchte.

In der zweiten Woche konnten wir auch noch mit dem Seeadler Vergleiche ziehen. Weihen, Milane und Bussard wurden ebenfalls gesichtet, ebenso Falken, Sperber und Habicht. Aber keine Entdeckung war so besonders, wie dieser Adler!

Verlinkt bei Andrea „Zitronenfalterin“

DVD und Creativsalat https://www.creativsalat.de

Zwölf von zwölf im September 21

Hallo Ihr Lieben.

Heute ist wieder der 12. Ein Tag, 12 Fotos vom Alltag. Heute ist ein Sonntag, es wird wohl ein ruhiger Tag hier, aber lassen wir den mal auf uns zu kommen. Caro vom Blog „draussennurkaennchen“ sammelt unsere Beiträge wieder.

Zu früh wach geworden, weil ich im Traum gefrohren habe, na, in der Realität auch, meine Decke ist weggestrampelt. Nun, so lange zum möglichen Aufstehen ist es nicht mehr hin und ich lese einfach. Der arme Schatz wird auch kurz darauf wach, weil ihn trotz Diät wieder „was heimsucht“.

Natürlich als erstes los mit dem Hund
Ein wenig Morgensonne im Rücken
Erster Kaffee für den Schatz und mich (ja, ich habe keine frische Tasse genommen)
Der Troll ziert sich etwas bei seinem Frühstück. Wenig später ist aber alles weggeputzt und er wälzt sich genüsslich im feuchten Rasen.  Ha, am Rand seht Ihr etwas Wäsche (die mogelt sich sogar Sonntags rein, weil gestern nicht mehr trocken geworden) und die Sonnenblumen mitten im Rasen.
Die Quitte muss dieses Jahr gestützt werden.
Die einzige Tomatenpflanze, die diesen Sommer gut überstanden hat. Hoffentlich reifen die noch. Einige braune Blätter abzupfen, ausgeilen…
Morgentliches Hunderitual „Ja, ich bin einfach fotogen, besonders nach dem Wälzen“ Bald wird es dafür zu kühl die Terrassentür aufstehen lassen zu können.
Dieser Kabelsalat muss schon wieder festgeklebt werden, sonst geht die Tür nicht zu. Und ja, hässlich, aber leider nötig
Street food Festival im Ort, nicht gross, aber trotzdem durchaus interessante Spezialitäten und einem Kinderkettenkarusell, wir sind mit den Rädern hin
Ideen sammeln und skizzieren
Es war ein sehr chilliger Tag, auch mit neuen Folgen eine Serie später
Schon wieder fast vergessen, dieses T Shirt mit Fuchsdruck muss endlich noch in meinen „Basar“ hier, schnell noch die Sonne für ein Foto ausnutzen

Was sonst noch Alltägliches passiert ist, zeigen viele Blogger heute also wieder bei Caro.

Einen schönen Sonntag Abend Euch allen!

Verlinkt bei draussennurKaennchen

Der Altweibersommer ist da

Hallo Ihr Lieben.

Jetzt sind wir knapp eine Woche wieder daheim. Die Umgewöhnung fällt mir (und nicht nur mir) wieder schwer. So sehr ich mich immer auf das eigene Bett freue, so sehr brauche ich dann erst wieder, mich an den Lärm, die vielen Menschen und die „Gerüche“ zu gewöhnen. Und natürlich wieder Alltag. Aber wenn es still ist, rauschen immer noch Wind und Wellen.

Tangkönige
Birnen- und Apfelmuss, frisch eingefüllt und pasteurisiert.

Gern habe ich da die Tage auch die mitgebrachten Früchte verarbeitet. Im Garten des Urlaubhauses stehen vier Obstbäume. Und an so vielen Wegen kann man auflesen und auch wildes* Obst pflücken, wie diese kleinen Birnen, die einen sehr besonderen Geschmack haben. Saftig, bitter und süß-knackig, mit wenig Grieß. Leider namenlos. Die vielen noch kleineren Birnen, die man früher zum Backen, dörren und füttern genutzt hat, waren leider noch nicht reif.

Mutation

Ansonsten galt es viel zu organisieren. Für den begonnenen Führerschein des Sohnes, FSJ, Uni des grossen Sohnes (wieder online), wichtige Erledigungen insgesamt, Ihr kennt das sicher auch. Manches sammelt sich ja auch durch Urlaub an.

Ich habe mich mal wieder abends an das Socken Stricken gewagt. Auch motiviert durch Bloggerinnen und weil ich gerne Wollsocken im Winter trage. Nun versuche ich es erstmals mit der Rundstricknadel, denn das Bündchen mit dem Nadelspiel ist immer furchtbar für mich. Ich bin im Urlaub gar nicht so viel zum Lesen gekommen, wie ich mir das gewünscht habe, aber man kann nicht alles haben. Über Urlaub, Bücher und den Monatsvogel berichte ich noch. Was am Sofa liegt, sehr Ihr hier. Neben dem Bett stapelt sich auch einiges und auf dem Reader ist der nächste englische Titel angefangen worden.

Himmelsblick, vielleicht etwas besorgt?

Der Donnerstag machte dann seinem Namen alle Ehre. Noch bei sich am Himmel zusammenballenden Wolken (und entsprechender Warnmeldungen am Handy), brannte die Sonne auf den Rücken, während ich noch schnell neue Samen (vielleicht etwas spät, schauen wir) in das Hochbeet steckte. Die Kartoffelausbeute war nicht so groß gewesen, wie die Plflanzen ins Grün geschossen waren. Nun, eigentlich sind Kartoffeln besser in der normalen, angehäufelten Erde aufgehoben, das Hochbeet war viel zu nährstoffreich. Netterweise sind dann die Warnungen vor den starken Gewittern am Donnerstag und Freitag hier nicht wahr geworden.

Himmelsfäden

Gerade geht ein Roggensauerteigbrot auf der Backplatte. Der neue Stempel gefällt mir auch, dass Wetter ist besser als gedacht und der Milchkaffee schmeckt. Damit geh ich dann zu Andreas Samstagsplausch.

Euch ein schönes Wochenende

verlinkt bei Karminrots Samstagsplausch und bei der Galeria Himmelsblick

Ps

Danke für viele schöne Unterhaltung, J-P. Belmondo, der ewige Draufgänger, besonders für den Banditen Cartouche, der mich lachen und weinen lies

Quelle: les filmes impéria

auf dem Sprung

Hallo Ihr Lieben.

Kennt Ihr das, so eine Woche vor dem Urlaub, alles was man noch unbedingt machen möchte und alles was man noch machen muss. Außerdem fange ich gerne an, vorher zusammen zu suchen, was ich mitnehme. Und nein, wir haben keine Dachbox, unser Kofferraum reicht immer gut für die Familie, samt Hund. Genau deswegen fange ich gerne früher an, Überlegungen „anzustrengen“. Was immer sehr schwer ist: Lieblings T-Shirts und Bücher. Auch wenn ich mittlerweile den alten Reader von meinem Mann mal nutze (weil er da ein paar Bücher von Serien drauf hat, die nicht weiter im Deutschen erschienen sind), müssen immer Bücher mit. Dabei ist immer auch ein Besuch in der Lieblingsbuchhandlung in Gingst eingeplant.

Zwei habe ich die Tage schon gezeigt:

Vor allem der Krimi, der im Sardinien 1969 spielt, hat es mir angetan und es bedurfte Überwindung, ihn erst noch liegen zu lassen. Natürlich habe ich die ersten Seiten reingelesen, wunderbar! Skurril, humorvoll, authentisch und liebevoll, so kann ich ihn jetzt schon benennen. (Das habe ich nur geschafft, weil ich sowieso noch 2 Bücher las und kein drittes anfangen wollte.) Entdeckt hatte ich den Titel bei einem Freund, der dann auch noch davon schwärmte. Nach dem Urlaub werde ich Euch mehr berichten.

Und „Das Evangelium der Aale“ habe ich schon länger vor zu lesen, irgendwie gibt es immer einen „Stapel ungelesener Bücher“ (SUB). Die Vater Sohn Geschichte war ja als gebundenes Buch schon ein Bestseller. Ich mag auch Bücher, die vom Angeln handeln, obwohl ich das Angeln dem Sohn überlasse. „Aus der Mitte entspring ein Fluss“ war auch so ein schönes Buch (und Film), vielleicht erinnert sich der ein oder andere Leser.

Ansonsten war die Woche eher unspektakulär. Das Wochenende war ja noch wunderschön.

Heuwenden mit einem alten Deutz Trecker, Gabelwender und engagiertem Biologen auf dem unbequemen Sitz

Mit dem Rad durch die Felder, hier und da genauer schauen, wunderbar. Ein Bussard sitzt auf der Wiese, weit umringt von Krähen. Normalerweise gehen die sich sofort „an die Gurgel“. Auf der anderen Seite des Weges ist die alte Remise, welche der obrige Biologe auch für Naturschutz nutzt, er hat davor eine wilde Wiese mit Hecken angelegt. Daneben sitzt auf dem Stoppelfeld, gut geschützt, ein Haase. Seine Ohren haben ihn verraten. Plötzlich stürzt sich ein Habicht einige Meter neben mir auf die Wiese nieder, gefolgt von Rabenkrähen – oder ist es eher umgekehrt? Nein, mit Fotos kann ich Euch nicht dienen. Den Hasen würdet Ihr nicht erkennen, die Vögel ebenfalls nicht. So ist das, wenn man nur mit dem Handy unterwegs ist. Ich liebe es, mit wachen Augen durch die Felder hier zu radeln. Außerdem muss ich schon mal schauen, wo es genug Speierling und vielleicht auch Mispeln zum Ernten später gibt.

Als ich an der Heuwiese vorbei fuhr, duftete es wunderbar und ich wünschte mir, als Kind wieder mit auf dem Trecker sitzen zu dürfen. Überhaupt sind so Düfte etwas, was mich ganz oft an Orte oder Zeiten transportiert. Kennt Ihr das auch?

Sonne musste man an dem Wochenende für die nächsten Tage jedenfalls auftanken. Kalt und regnerisch wurde es. Aber langweilig ist so eine Woche vor dem Urlaub ja nie. Es hat seine Vorteile, wenn keiner der „Kinder“ mehr zur Schule geht, das erste Mal können wir außerhalb der Ferien los. Ich bekomme nur trotzdem ordentlich Reisefieber, auch wenn es doch nun eigentlich entspannter sein sollte. Der Sohn kommt dann gerade wieder, wenn wir fahren.

Zu gern würde ich nächste Woche bei Ulrikes Aktion mitmachen, aber die Werbetrommel kann ich natürlich etwas für sie rühren:

(bei Interesse bitte auf das Bild von Ulrike klicken)

Auch geht ja bald der August zu Ende und mit Anfang des Septembers ist wieder das Jahresprojekt von Andrea Zitronenfalterin dran. (Nun, eigentlich ist der ganze neue Monat immer dafür da, aber man will doch gern am Anfang des Monats seine Fortschritte zeigen.) Da ich aber nicht daheim bin, müsst Ihr etwas auf das nächste Vogelportrait warten. Gestern habe ich bei nano (3sat) einen Bericht über die Auswilderung der Bartgeier in den Alpen geschaut. Ihr erinnert Euch vielleicht, dass war der Vogel im Monat Juli. Vielleicht mögt Ihr in der Mediathek mal gucken. Durchaus interessant, man versucht zB. Bartgeier aus den Pyrenäen in die Alpen zu locken, damit es weniger Inzucht gibt.

Dann setze ich mich mal noch auf ein Käffchen zu Andreas Samstagsplausch und verlinke den Beitrag da hin.

Neues Krimifutter

Hallo Ihr Lieben.

Ich möchte Euch noch ein Thriller vorstellen, vielleicht noch für die Altweibersommer-Tage, mit etwas Sonne zu genießen. Das Buchexemplar wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt, daher ist der Beitrag als Werbung zu kennzeichnen.

Tade Thompson Wild Card Thriller bei Suhrkamp Vlg

Dieser Krimi spielt in Westafrika. Der „Held“ kommt allerdings gerade erst aus London zur Beerdigung seiner Tante. Er ist vor Jahren zusammen mit seiner Schwester vor Unruhen außer Landes gebracht worden. Seine Tante hat damals Kopf und Kragen dafür riskiert, Weston Kogi hat danach nur noch nach vorne geschaut, in England. Nun will Weston seiner Tante die letzte Ehre erweisen. Allerdings mogelt er ein wenig, was seinen Beruf angeht. Er ist kein Polizist beim Scotland Yard, nur ein Wachmann in einem Supermarkt. Auf der Beerdigung trifft er auch auf einen alten „Schulkameraden“. Dieser war schon zu Jugendzeiten (nicht umsonst) gefürchtet und ist nun bei den rebellischen Liberation Front von Alcacia. Diese haben ein großes Interesse daran, den Tod des verehrten Enoch Olubusi, der zwischen Revolutionären und der Peopel`s Christian Army, ebenfalls Rebellen, vermittelt hat, aufzuklären. Allerdings schwingt bei dem Auftrag gleich mit, dass sich beide Parteien am liebsten gegenseitig beschuldigen möchten. Dann natürlich kommt auch die andere Gruppe auf Weston zu und er soll für sie ebenso arbeiten. Es ist ein Land zwischen Korruption, Unruhen und Widerstand gegen „herrschende Politik“ und viele eigene Interessen wollen gewahrt werden. Vor allen Dingen Letzteres. Nun bleibt Weston, einem gar nicht typischen Krimihelden, also gar nichts anderes übrig, als zu ermitteln. Immerhin hatte er mal angefangen, Kriminalistik zu studieren. Eine alte Liebe verdreht ihm auch noch den Kopf, hilft ihm aber auch aus der Patsche. Denn natürlich kommt auch noch der Geheimdienst des Landes in` s Spiel. Wie wird der „unfreiwillige Detektiv“ da nur wieder rauskommen, zu viele Parteien mit viel Macht und Gewehren!

Dabei spielt immer wieder wie nebensächlich das Land, bzw. die Menschen eine wichtige Nebenrolle. Die Kultur und Politik des Landes werden immer wieder eingeflochten und erklärt. Professionelle Klageweiber bei einer Beerdigung, Autoverkehrschaos, alltäglicher Umgang mit drohendem Bürgerkrieg und normalem Leben… Alleine, wie Tade Thompson, der Autor des Thrillers, Anleihen bei alten, amerikanischen Krimis der „schwarzen Serie“ nimmt, sie dann aber ganz eigen umsetzt, hat mir gut gefallen. Frech und schnell geschrieben. Geschockt hat mich dagegen immer wieder seine plötzlichen und brutalen Schilderungen. Aber das sollte Euch auch nicht verwundern, da ich eher ein häufiger Leser von „Blümchenkrimis“ (klassische alte Schmöker) bin.

Tade Thompson ist bis jetzt eher im Science-Fiction-Romane bekannt, hat Medizin und Sozialanthropologie studiert und sein Krimi ist seit diesem Sommer bei Suhrkamp erschienen.

Kurz noch von meinem SUB:

Urlaubslektüre, selbst gekauft und für die nächsten zwei Wochen bei Seite gelegt (was mir vor allem bei dem Titel von Gesuino Némus, Die Theologie des Wildschweins, sehr schwer gefallen ist – ich habe natürlich reingelesen und wollte es in einem Rutsch durchlesen!)

Verlinkt bei Andreas Lesezimmer: Karminrots Buch des Monats

Ps.: Das Evangelium der Aale ist kein Krimi

Schauen

Hallo Ihr Lieben.

Nachdem ich gerade mit einem Pott Kaffee im Garten erst durch den taubenetzten Rasen gewandert bin, mit blecken Füssen, die Vögel von Ihren Sonnenblumensamen verscheucht habe, in den locker-wolkigen Himmel geschaut habe, setze ich mich nun schnell an Andreas Kaffeeplausch Tisch.

Ja, so ein paar Minuten (gern länger) am Morgen auf der Terrasse zu sitzen und um mich herum zu schauen, das liebe ich sehr. Es ist so ruhig, nur die Vögel schimpfen mit mir, denn ich störe sie. Die Amseln wollen an die ersten reif werdenden Hollunderbeeren, die Meisen an ihre Sonnenblumenkörner (auch wenn da noch Wäsche neben hängt), da huscht sogar ein Fitis durch den Hollerbusch. Über mir erzählen sich die Dohlen auf ihrem Flugweg Geschichten und im frisch gestutzten Birkenbaum gegenüber hocken die Tauben. Es ist realtiv ruhig seitens der Vögel, im August ist die Brut durchgebracht worden und jetzt gilt es sich zu erholen und zu mausern. Keine Kraft mehr auch noch zu singen. Ich bin gespannt, ob die Distelfinken die vom Totholz befreite Birke abends weiterhin wieder besuche werden. Die Tanne daneben wurde auch ordentlich gestutzt, aber immerhin nicht gefällt. Die meisten Leute hauen die Bäume ja hier gleich um, daher rechne ich es der Frau von gegenüber hoch an, dass sie sich nicht hat trennen wollen. Nur das Eichhörnchen muss sich jetzt neue Zapfen suchen und wohl auch einen neuen Platz für den Kobel. Ihr erinnert Euch vielleicht, es gab ein Eichhörnchen, dass hier immer Wolle vom Dekoschaf gezupft hat.

Verlinkt bei der „Galeria Himmelsblick

Ich finde es ja unglaublich interessant, den Baumpflegern (vor allen denen mit Steigeschein, die in die Bäume klettern) zu zusehen. Und wenn Ihr wüsstet, mit wie wenig Platz er auch nach unten hin arbeiten muss… und wie hoch hinaus sie klettern in die dann sich hin und her bewegenden Bäume. Ihr seht an dem Foto aber auch, dass es noch recht bedeckt war Freitag Morgen.

für „close to the ground“, Juttas Fotoprojekt mit Bildern nahe am Boden

Ungebetenen Besuch gab es die Woche. Erst fand ich die Wanze ja einfach nur dekorativ. Dann wollte ich wissen, was es für eine ist. Es ist eine grüne Reiswanze, die leider auch sehr gerne an Tomaten geht und dort saugt. Hier seht Ihr ein frühes Stadium des Insekts, welches hinterher grün wird. Aber die meisten Tomaten habe ich eh abgeschrieben, ihnen ist der feucht-kühle Sommer hier nicht bekommen. Die Tigerella wird uns immerhin aber 3 Stk. mindestens geben und die schmecken sehr lecker. Dafür kann ich wohl sehr bald Kartoffeln ernten, die Blätter verschwinden nun zusehens.

Ansonsten war die Woche doch recht sommerlich. Hier auf dem Blog gab es 12 von 12 und meine geschöpften Papiere zu sehen.

Das Foto wollte ich Euch definitiv nicht vorenthalten und es spricht wohl für sich! Ich denke, wenn dann können sie es jetzt noch mal, bzw endlich, nutzen. Im Nachbargarten ein paar Häuser weiter quitscht ein Kind immer vergnügt, wenn es (trotzdem) in s Schwimmbecken hüpft.

Ich wünsche Euch allen ein sehr schönes Wochenende!

zwölfvonzwölf August 2021

Hallo Ihr Lieben.

Es ist wieder so weit, dass Alltägliche „Einerlei“ wird von uns gesammelt und bei Caro, der Dame mit dem Kännchen, verlinkt.

Hier kommen dann 12 Fotos, die stellvertretend für den Tag stehen sollen:

Tautreten

Heute soll es angeblich ganz warm werden, gegen halb acht merkt man da noch nichts von.

Nun trockene Überbleibsel von der Papierschöpfaktion. Eigentlich wollte ich mich noch mal an weitere Papiere machen, aber die Pulpe ist trocken, die erste Post ist angekommen (in der Schweiz, also sollte alle angekommen sein) und ich mag gerade nicht wieder von vorn anfangen.
Kartoffeln blühen auch nett. Und bald dürften wir dort auch ernten. Was dieses Jahr nicht so gut gedeiht, sind die Tomaten. Innerhalb von wenigen Tagen hat sich die Situation dort sehr verschlimmert und ich schreibe die Ernte ab.
Und schauen, was es so im Reader zu lesen gibt. Derweil ist der Sohn beim Gespräch bezüglich seines FSJ in der Gemeinde und muss noch zum Bürgerbüro.
Der Kombucha muss wieder neue angesetzt werden, auch etwas, was gern auf den 12. fällt.
Extra für Euch aufbewahrt, Wäsche aufhängen.
Ich liebe ja Pasta, einfach nur mit Parmesan. (Und von gestern waren noch Knackwürstchen da) Morgen muss ich einkaufen und fange an, den Zettel dafür voll zu schreiben.
Post will noch gemacht und geschrieben werden. (Nur ein Bruchteil Stempel)
Morgen ist die Papiertonne dran. Die Jungs müssen noch mal in ihren Zimmern schauen, dann kann die Tonne nach vorne.
Noch ein Nachmittagskaffee ist nötig! Seit langem musste der Sonnenschirm wieder aufgespannt werden. Nachdem es den halben Tag diesig und tropisch anmutete, knall nun ungewohnt Sonne auf die Terrasse.

Life is better at the beach

Ja, bitte bald!

Langsam schon mal den eigenen Beitrag vorbereiten. Oh, endlich wieder ein Beitrag von Lesen in vollen Zügen (die nun mehr in guten Podcasts Zeit investieren muss) im Reader.

Euch allen einen schönen Abend noch und ab mit diesem Artikel zur Linkliste von Caro, Dankeschön an Sie für s Sammeln unserer Alltage.

Geschöpft

Hallo Ihr Lieben.

Wieder habe ich bei dem Sommerprojekt von Michaela und Tabea mitgemacht.

Papierschöpfen, sommerlich leicht.

Letztes Jahr habe ich das Papierschöpfen erstmals daheim ausprobiert, im kleineren Format. Diesmal sollte es in DinA5 sein, in sommerlichen, sanften Farben.

Es fing bei mir nicht so gut an. Es war keine gute Zeit, als die Information zu der Aktion kam und ich mit den Vorbereitungen starten wollte. DinA5 wurde im Laden zu DinA4 bei mir in der Erinnerung. (vielleicht, weil es der einzige Rahmen war? Einen Rahmen selber machen hatte ich mal vor, doch Zeit fehlte…) Aber aus DinA4 faltet man mit einem Knick das kleinere Format, kann man also mit einem Messer teilen. (Ich habe übrigens alles mit einem Messer geschnitten, was da noch genutzt wurde.) Meine Gruppenteilnehmer bekommen also die doppelte Menge – wenn sie mögen, ich wollte ihnen die Entscheidung überlassen.

Farbe, ja Farbe ist nicht so einfach beim Papierschöpfen. Es wurde mit Lebensmittelfarbe in grossen Mengen gearbeitet. Aber seht Ihr das Rot? Oder ein sanftes grün-gelb auf dem Foto?

Farbennamen:

erträumte Sonnenstrahlen, leichtes Schäfersgrün (wg. der Schafsgabe) und duftende Sommermat

Bei dem anderen Grün und Gelb fand ich dann eine neue Möglichkeit, mit entsprechenden Eierkartons. Vorheriges Einarbeiten von farbigen Papieren führte nur zu einzelnen Farbtupfern. Das Abwägen, wie viel davon in die Pulpe sollte, war schwer, sanfte Farben waren doch gewünscht und im nassen Zustand sieht die Farbe anders aus, als getrocknet. Florale Einstreuungen mit Kräutern und Blüten, Blättern. (Der Duft ging leider verloren) und Rasen wurden gewählt.

Das Wetter machte nicht mit. Und wenn das Wetter besser war, konnte ich nicht. So einige getrocknete Blüten und Blätter wurden vom Wind verweht, statt auf die frisch geschöpfte Pulpe zu kommen. Eine kräftige Böe trieb die Sammlung in das nasse Beet, unbenutzbar und unauffindbar. Die übrigen reichten nun nur noch für die eigentliche Gruppe. Der Wäscheständer ging prompt kaputt. Mentale Auseinandersetzungen mit der Flutkatastrophe in der unmittelbaren Umgebung und kreative Stille gab es auch noch. Aber es ist geschafft!

Nun ging letzte Woche einmal die Post in die Schweiz raus und ich hoffe, dass sie trotz der neuen Bedingungen des Zolls auch ankommen. Ende der Woche machten sich die restlichen Briefe auf den Weg und im Laufe der kommenden Tage gehen mehr (allerdings abgespeckte) Briefe raus.

Die Banderole durften wir frei gestalten, den Briefumschlag ebenso. Eine Mischung aus geschöpftem und seidigem Papier wurde darum geschlungen und natürlich kamen Stempel bei mir zum Einsatz:

Die Bachstelze, die auf der Wiese Insekten sucht und mein Wappentier im Blog ist, Schmetterlinge, die durch die Blumen und Kräuter fliegen, welche ich genutzt habe. Den Wiesenbocksbart auf dem kleinen Brief.

Wippsteerts, die kleine Bachstelze

Schöne Papiere erreichten mich und trudeln noch hier ein. Eine so besondere Aktion. Danke wieder für den kreativen Stupser an Michaela und Tabea. Und das es die Sommerpost jetzt sogar in die Lokalzeit des WDRs geschafft hat, finde ich wunderbar.

Verlinkt bei Post Kunst Werk und creativsalat und da es auch mit ganz viel Wasser zu tun hatte, beim Mittwochs Mix „Wasser und Detail“, denn all die Details im Papier, hat das Wasser beim Schöpfen willkürlich gezaubert, manchmal ganz viele Blättchen auf dem Rahmen gelassen, mal ganz wenige.

Als letzte Woche Michaela kreative Ideen mit Aquarell Farbe und handgeschöpftem Papier gezeigt hat, wollte ich zumindest mal testen, wie sich Farbe und Papier verhalten. Ich kann Euch vor allem eines sagen: saugfähig ist selbst geschöpftes Papier!

wunderbar gemischt

Hallo Ihr Lieben

Ach, ist das gerade schon wieder kalt. Es ist 6.30 Uhr, Samstag Morgen und Hochsommer. Eigentlich könnte ich mit meinem Kaffeepott jetzt im Garten sitzen und genießen, dass es noch ein kühler Morgen ist. Nun, 14°-15°C sind nicht gerade eine Temperatur, die dazu einläd. Und Regenwolken stehen über mir am Himmel. Aber bevor ich hier nur jammere, wir hatten auch wunderschöne Tage, bzw morgens hat es geregnet und dann kam doch die Sonne hervor. Ich zeige Euch ein wenig:

Noch vor einer Woche bin ich mit dem Sohn im Sauerland altbekannte Wege gelaufen, bei strahlendem Sonnenschein.

Ich nehme Euch mal mit, denn wir haben u.A. sehr viele Schmetterlinge gesehen.


Die Perspektive führt Euch hier in die Irre, dieser Hohlweg führt steil den Berg rauf. Schon als Kinder haben wir diesen Weg gehasst, denn vor allem das letze Drittel lässt einen unweigerlich schnaufen. Daneben die Wiesen aber, die waren unsere liebsten Rodelstrecken und vor allem auf der rechten wurde immer eine kleine Ski Piste angelegt.

Hier ist ein wunderschönes Biotop. Hecken, die kleinen Schwestern des Waldes. Ein Neuntöter füttert seinen Nachkommen. Ich erkläre meinem Sohn, wo er den Namen her hat und das dieser Vogel für seine Vorratshaltung (er spießt Beute auf Dornen auf – daher der Name) Heckenpflanzen wie den Schwarzdorn benötigt.

Allgegenwärtiger Anblick. Wir laufen zwar durch Fichtenbestände, aber alle Fichten, die älter als diese hier auf dem Foto sind, haben Borkenkäferbefall. Oft genug sind unsere Schritte gedämpft durch die Nadeln am Boden und wir werden berieselt von fallenden Fichtennadeln. Der Borkenkäfer hat sich längst unter der Borke der Fichten breit gemacht und damit gelangt die Nährstoffflüssigkeit nicht mehr hoch in den Baum. Manchmal sieht man diese Flüssigkeit in dunklen Flecken im unteren Bereich des Stammes, wenn der Baum noch gesund erscheint. Wir fragen uns, wo die ganzen neuen Setzlinge herkommen sollen für all die neuen Bäume, die für die Aufforstung benötigt werden. So mancher Besitzer hat aufgegeben und seine Hektar Wald günstig verkauft. Vielleicht seht Ihr aber auch auf diesem Foto, wie steil hier die Berge, bzw die Täler, schmal und tief sind.

Der laue Wind lässt die Blumen und anderen Pflanzen hin und her wiegen, streichelt unsere Gesichter. Vor allem auf dem Wasserdost sitzen sie, die vielen Schmetterlinge. Aber sie nehmen auch gern ein Sonnenbad auf dem Weg, fliegen erst kurz vor unseren näherkommenden Schritten hoch.

Pfauenauge und Kleiner Fuchs. Admiral. Kaisermantel (männlich und weiblich). Landkärtchen.

Ausblicke
Blick hoch, vom Tal aus

Es sind diese gemischten Tage, die gerade diese Woche wunderschön gemacht habe. Wenn ich auf dem Rad sitze und durch blühende Felder radle. Über mir kreischen die Rabenkrähen und der Bussard. Wiedereinmal muss der Bussard seinen Aussichtsplatz räumen, denn die Rabenvögel attakieren ihn, sobald sie ihn entdeckt haben. Überall sind die Getreidefelder abgeerntet und sogar trotz des häufig fallenden Regens bereits geeggt. Aber ein paar Blütenfelder wiegen noch ihre Ähren und Blüten. Ein Biologe und ein Bauer haben hier selbige angelegt, mit heimischen Wildblumen. Noch vor etwa einem Monat leuchtete es eher blau, so viel Natternkopf blühte dort, nun schimmert es gelb, Dank der vielen Königskerzen. (Es ist so gelegen, dass man nicht hinstapfen kann, aus der Ferne sieht man aber all die Schmetterlinge und das Zwitschern so mancher Vogelarten ist zu hören.)

Irgendein Spassvogel hat die roten Stühle mitten in dieses Feld gestellt. Wer weiß, vielleicht ist es sogar Kunst und ich bin nur die Nichterkennende, welche mit gemischen Gefühlen die Sperrmüll Stühle im Gras nicht als Aktionskunst erkennt.

Oder es ist der Vormittag, den ich mit meiner Freundin bei einem Mini Workshop verbringe. Sie schnitzt ihre ersten eigenen Stempel und ein T Shirt, sowie ein Brotbeutel wird mit meinem Kraken bedruckt. Außerdem haben wir viel gequatscht und gescherzt, fast mehr, als „gearbeitet“. Das wird wiederholt!

Mit dem Sohn wollte ich mich im Nachbarsort dann treffen. Er war eine grosse Runde gelaufen und ich kam dann dazu geradelt. Für ein Mittagessen war es eigentlich zu spät. Aber wir entdeckten ein kleines Cafe. Leckerste Mini Törtchen (Mango-Maracuja und schwarze Johannisbeere) und eine kühle Limo wurden „verschnabuliert“, ein gesunder Snack sogar, da ohne Zuckerzusatz.

Wenn ich so den Wochenrückblick schreibe, vergesse ich fast, wie mies gelaunt ich gestern gewesen bin, als ich allein am Vormittag drei mal vom Platzregen durchnässt worden bin.

Ich wünsche Euch ein wunderschönes Wochenende, genießt die Sonne, wenn sie durch die Regenwolken blitzt.

Verlinkt bei Andreas Samstagsplausch und my corner of the world

Schneckensommer

Hallo Ihr Liebe.

Das war ein Monat. Ich mochte gar nicht über diese Katastrophen vor der Haustür schreiben. Mir fehlen jetzt noch die Worte. Die Eltern meines Mannes haben grosses Glück gehabt. Alles andere in diesem Monat trat in den Hintergrund.

Als ich an dem Mittwoch Abend, nach dem heftigen Regen hier kurz auf den „vollgesaugten“ Rasen trat, krochen wirklich überall Schnecken umher. Das waren noch mehr als sonst in diesem verregneten Sommer. Aber wenn das alles gewesen wäre…

Close to the ground (verlinkt bei Juttas Fotoblog)
close to the ground – überall Pilze und sogar hier Flechten

Am Donnerstag (danach, irgendwie war plötzlich alles „danach“) habe ich dann meine Stempel, die ich Mittwoch begonnen hatte, fertig gemacht, genau wie einige andere kreative Sachen.

Geburtstagsgeschenk
Wiesenbocksbart
Die Käfer waren ein Auftrag
Zwei Marienkäfer Stempel entstanden
Seerosenstempel, den hatte ich schon länger vor zu schnitzen
„Ein Mädchen auf dem Meeresgrund“, Tribut an Lotte Hass

Das war genau das Richtige. Schnitzen kann ich auch immer mal wieder zwischendrin unterbrechen. Das ist sehr praktisch. Und es gibt kaum etwas, was mich mehr entspannt. Und Entspannung tat not – stellte sich ein, als endlich Kontakt hergestellt werden konnte. Trotzdem musst ich mir jede Information rund um die Katastrophe ansehen, Informationen sammeln um zu verarbeiten.

Auch die Stachelbeeren und Johannesbeeren mussten endlich verarbeitet werden zu lecker süß-saurem Aufstrich. Außerdem wurde Karottenkimchi und Salzgurken, wie letztes Jahr, angesetzt. Mein Schatz mag gerne Kimchi, darf aber kein Kohl mehr essen. Also probieren wir diese Variante. Langeweile kam nicht wirklich auf.

Anfang des Monats fühlte ich mich selber noch wie eine Schnecke und zwischendrin wünschte ich mir manchmal ein Schneckenhaus.

Oft kein gutes Wetter (vor allem wenn ich Zeit hatte) um zB die schöne aber zeitraubende Tätigkeit des Papierschöpfens für die Sommerpost zu tätigen. Aber ein Besuch bei Freunden, zwei Geburtstagsfeiern, wunderbare selbstgemachte Post, einen aufmunternden Blumenstrauß, Besuch von lange nicht gesehenen Freunden, einen Monatsvogel, Stempelschnitzen, Eifelbesuch, Papierschöpfen, Garten und Küchen Tätigkeiten…

Und so endet dieser Monat, der gefüllt war mit so vielen Sachen, Ereignissen, Tätigkeiten, wenigstens mit dem fast fertig werden der geschöpftes Papiere. Regen und Windböhen zwingen mich wieder zu einer Pause. Etwas Zeit hab ich noch und die Post der weiter weg liegenden Empfängerinnen kann schon rausgehen. Hier meine Collage zum Monatsausklang:

Die letzte Woche war so wunderbar sommerlich, da ist der Wechsel zum Wochenende hin schon wieder heftig.

Der Wind biegt die Disteln, im Hintergrund stehen die Strohballen und der Bauer eggt unter scharfen Augen eines Bussardes und eines Falken das Feld. ich bin mir dem Rad unterwegs, Besorgungen machen, muss auch in die Bücherei und fahre extra Wege, um das Gefühl des Sommers zu genießen.

Jetzt ist Wochenende, Monatsende, Hochzeitstag und Chill – Tag. Treffen wir uns noch auf einen Plausch bei Andrea? Und schauen bei Birgitts Monatsrückblick rein? Oder bei Juttas Fotosammlung? Für den Creativsalat bin ich wieder zu spät. habt ein schönes Wochenende, ich schau nach und nach bei Euch vorbei, da heute und morgen keine Zeit ist, freue mich immer über Eure Besuche hier!