Oben und unten

Hallo Ihr Lieben.

Herbst, goldener Oktober

Das Farben Feuerwerk beginnt zu leuchten.

Tapfer kämpfte sich die Sonne durch, immer wieder. Morgen Nebel lag am Samstag Morgen zur frühen Stunde über dem Land, feuchte, klamme Kühle streckt die dürren Altweiber Finger jeden Morgen nach uns aus.

In den hohen Wipfeln in Richtung der Geburtsheimat hängt der Nebel fest in den Fichten. Herbst im Sauerland hat viele Gesichter.

Und dann erwärmt die Sonne die Südseiten der Hänge.

Wir zählen wohl an die 15 Admiräle an den Pflaumen und 2 C Falter, irgendwo flattert noch ein zitroniger Falter hoch in den Lüften.

Für den Winter muss vorgesorgt werden.

Ich habe recht schnell, nicht unbedingt sehr ordentlich gestapelt. An Holz(Resten) mangelt es gerade nicht um Sauerland.

Ausklingen lassen, Geburtstagsgedenken, über Wespen wundern.

Schneller als gedacht ist der Tag vorbei.

Schnell und zu später Stunde und für den Bloghop von Ulrike zum Verlinken …. endlich fertig

Mögt Ihr noch auf einen Samstagsplausch (verspätet) bei Andrea vorbei schauen? (verlinkt)

Ich habe auch Fotos für close to the ground und Himmelsblicke und bei „Im Fokus“ als Oktoberinszenierungen zu verlinken

Und ein allerherzichstes Dankeschön für das Päckchen noch mal liebe Jutta!!!

Und da ich mitbekommen habe, dass ich nicht die Einzige mit „Schnöbber und Fröschen im Hals und Temperaturen“ war: allen sei ganz viel Gesundheit gewünscht!

wunderbar gemischt

Hallo Ihr Lieben

Ach, ist das gerade schon wieder kalt. Es ist 6.30 Uhr, Samstag Morgen und Hochsommer. Eigentlich könnte ich mit meinem Kaffeepott jetzt im Garten sitzen und genießen, dass es noch ein kühler Morgen ist. Nun, 14°-15°C sind nicht gerade eine Temperatur, die dazu einläd. Und Regenwolken stehen über mir am Himmel. Aber bevor ich hier nur jammere, wir hatten auch wunderschöne Tage, bzw morgens hat es geregnet und dann kam doch die Sonne hervor. Ich zeige Euch ein wenig:

Noch vor einer Woche bin ich mit dem Sohn im Sauerland altbekannte Wege gelaufen, bei strahlendem Sonnenschein.

Ich nehme Euch mal mit, denn wir haben u.A. sehr viele Schmetterlinge gesehen.


Die Perspektive führt Euch hier in die Irre, dieser Hohlweg führt steil den Berg rauf. Schon als Kinder haben wir diesen Weg gehasst, denn vor allem das letze Drittel lässt einen unweigerlich schnaufen. Daneben die Wiesen aber, die waren unsere liebsten Rodelstrecken und vor allem auf der rechten wurde immer eine kleine Ski Piste angelegt.

Hier ist ein wunderschönes Biotop. Hecken, die kleinen Schwestern des Waldes. Ein Neuntöter füttert seinen Nachkommen. Ich erkläre meinem Sohn, wo er den Namen her hat und das dieser Vogel für seine Vorratshaltung (er spießt Beute auf Dornen auf – daher der Name) Heckenpflanzen wie den Schwarzdorn benötigt.

Allgegenwärtiger Anblick. Wir laufen zwar durch Fichtenbestände, aber alle Fichten, die älter als diese hier auf dem Foto sind, haben Borkenkäferbefall. Oft genug sind unsere Schritte gedämpft durch die Nadeln am Boden und wir werden berieselt von fallenden Fichtennadeln. Der Borkenkäfer hat sich längst unter der Borke der Fichten breit gemacht und damit gelangt die Nährstoffflüssigkeit nicht mehr hoch in den Baum. Manchmal sieht man diese Flüssigkeit in dunklen Flecken im unteren Bereich des Stammes, wenn der Baum noch gesund erscheint. Wir fragen uns, wo die ganzen neuen Setzlinge herkommen sollen für all die neuen Bäume, die für die Aufforstung benötigt werden. So mancher Besitzer hat aufgegeben und seine Hektar Wald günstig verkauft. Vielleicht seht Ihr aber auch auf diesem Foto, wie steil hier die Berge, bzw die Täler, schmal und tief sind.

Der laue Wind lässt die Blumen und anderen Pflanzen hin und her wiegen, streichelt unsere Gesichter. Vor allem auf dem Wasserdost sitzen sie, die vielen Schmetterlinge. Aber sie nehmen auch gern ein Sonnenbad auf dem Weg, fliegen erst kurz vor unseren näherkommenden Schritten hoch.

Pfauenauge und Kleiner Fuchs. Admiral. Kaisermantel (männlich und weiblich). Landkärtchen.

Ausblicke
Blick hoch, vom Tal aus

Es sind diese gemischten Tage, die gerade diese Woche wunderschön gemacht habe. Wenn ich auf dem Rad sitze und durch blühende Felder radle. Über mir kreischen die Rabenkrähen und der Bussard. Wiedereinmal muss der Bussard seinen Aussichtsplatz räumen, denn die Rabenvögel attakieren ihn, sobald sie ihn entdeckt haben. Überall sind die Getreidefelder abgeerntet und sogar trotz des häufig fallenden Regens bereits geeggt. Aber ein paar Blütenfelder wiegen noch ihre Ähren und Blüten. Ein Biologe und ein Bauer haben hier selbige angelegt, mit heimischen Wildblumen. Noch vor etwa einem Monat leuchtete es eher blau, so viel Natternkopf blühte dort, nun schimmert es gelb, Dank der vielen Königskerzen. (Es ist so gelegen, dass man nicht hinstapfen kann, aus der Ferne sieht man aber all die Schmetterlinge und das Zwitschern so mancher Vogelarten ist zu hören.)

Irgendein Spassvogel hat die roten Stühle mitten in dieses Feld gestellt. Wer weiß, vielleicht ist es sogar Kunst und ich bin nur die Nichterkennende, welche mit gemischen Gefühlen die Sperrmüll Stühle im Gras nicht als Aktionskunst erkennt.

Oder es ist der Vormittag, den ich mit meiner Freundin bei einem Mini Workshop verbringe. Sie schnitzt ihre ersten eigenen Stempel und ein T Shirt, sowie ein Brotbeutel wird mit meinem Kraken bedruckt. Außerdem haben wir viel gequatscht und gescherzt, fast mehr, als „gearbeitet“. Das wird wiederholt!

Mit dem Sohn wollte ich mich im Nachbarsort dann treffen. Er war eine grosse Runde gelaufen und ich kam dann dazu geradelt. Für ein Mittagessen war es eigentlich zu spät. Aber wir entdeckten ein kleines Cafe. Leckerste Mini Törtchen (Mango-Maracuja und schwarze Johannisbeere) und eine kühle Limo wurden „verschnabuliert“, ein gesunder Snack sogar, da ohne Zuckerzusatz.

Wenn ich so den Wochenrückblick schreibe, vergesse ich fast, wie mies gelaunt ich gestern gewesen bin, als ich allein am Vormittag drei mal vom Platzregen durchnässt worden bin.

Ich wünsche Euch ein wunderschönes Wochenende, genießt die Sonne, wenn sie durch die Regenwolken blitzt.

Verlinkt bei Andreas Samstagsplausch und my corner of the world

Etwas mehr Schnee, etwas mehr Wärme

Hallo Ihr Lieben.

Es war keine Woche, in der viel passiert ist. Erneut. Das finde ich auch eigentlich ganz gut so. Wie das weiße Wochenende zu Ende ging, habe ich Euch schon hier gezeigt und meinen Hundegang beschrieben. Im Lockdown passiert einfach weniger.

Kurzfristig bin ich noch mal alleine zu meiner Mutter. (Natürlich mit größter Vorsicht!)

Das war eine Fahrt. Hier los bin ich bei 5 Grad. Dann kam ordentlich Regen der mit Sturm einher ging und zu Schnee wurde. Die Autobahn war schnell weiß. Etwas mehr Schnee. Aber so was ist kein Problem, wenn man langsam und vorsichtig fährt. Bei meiner Mutter angekommen, fielen zwar noch Flocken, aber die Grenze, ab der es weiß blieb, liegt allerdings höher.

Hinter dem Haus suchten Staare, Wacholderdrosseln und Singdrosseln nach Nahrung. Immer im Winter kommen die kleinen Schwärme. Das war ein Gewusel, welches leider auf dem Foto nicht wirklich gut zu sehen ist. Was man aber auf den Bildern sieht, ist die oft trübe und nebelverhangene Stimmung, die wir auch früher oft hatten, nicht immer ist auch im Sauerland der Winter weiß.

Dummerweise hab ich mich wohl irgendwie falsch bewegt. Wie sagt der Rheinländer so treffend: „Isch hab‘ Rück’n“. Was am Besten hilft, ist etwas mehr Wärme. Ich trage sexy Unterwäsche „kicher“ und mache mir Körner Kissen warm. Aufmunternd wirkt diese Woche die Englische Comedy Entertainment Serie „Taskmaster“ (mein Mann hat sie mir gezeigt, gibt es nur im Original und bei Yo*Tub*) und ich höre viel Musik, davon besonders viel Filmmusik.

Ich habe eine wunderbare viereckige Kupfer Form für den Ofen vererbt bekommen und liebe es, darin Gemüse im Ofen zu garen. Man nehme zB Süßkartoffeln, Kartoffeln, Möhren, Schalotten, Paprika und Knoblauch. Dazu Olivenöl, Kräuter und Gewürze, gut durchgemengt und bei 200 Grad im Ofen backen.

Dazu schmeckt Kräuterquark oder Schmand oder SourCream. Und Apfelmus, ich kann ja immer wenn Kartoffeln beteiligt sind, Apfelmus dazu essen. Ach, das ist so etwas Feines, Erwärmendes und so vielseitig in der Zusammenstellung.

Zum ersten Mal dieses Jahr habe ich mir Blumen gegönnt. Erst gab es an der Kasse einfache Tulpen. Aber dann kam auf dem Weg zum Drogeriemarkt noch ein bunter, abgepackten Strauß dazu. Schnell geholt, daheim auseinander genommen und angeschnitten. Leider habe ich bei dem bunten Strauß vom Gartenmarkt nicht gut hin geschaut, die Hälfte war hinüber. Nun, ich erfreue mich auch so an den Blumen. Die sind einfach schön anzusehen und tun gut. Herzerwärmend.

Vom grauen Pullover, den ich etwas bunter gestalte, habe ich ja auch schon erzählt. Hier schon mal ein Ausschnitt des Zwischenstandes.

Bunt ist einfach besser.

Treffen wir uns zum Samstagsplausch bei Andrea?

Die Blumen zeige ich endlich mal wieder beim FlowerFriday.

Macht es euch gemütlich!

Ein besonderer Oktober im geschichtsträchtigen Jahre 2020

Hallo Ihr Lieben.

Nach dem warmen und bunten und erholsamen Wochen des Sommers, bis in den September hinein, hatten wir wohl alle mit einem goldenen Oktober gerechnet. Nun, ich will nicht undankbar oder unfair sei, ein paar Tage und Stunden hatte dieser Monat auch was Goldenes an sich.

Vom Heimatblick, Eselchen, ersten gebackenen Keksen habe ich erzählt. Hatte ich Euch die reiche Samensammlung meiner Mutter gezeigt? Und dieses Bild zeigt nur einen Teil:

Ich liebe dieses Bild, es ist so verheißungsvoll!

Diesen Monat habe ich endlich ein wieder etwas an Stempeln geschnitzt. Basare, Adventsmärkte, alles fällt aus. Ich überlege, ob ich einen kleinen Basar hier auf dem Blog machen soll. An einem AuftagsBild arbeite ich auch, bin allerdings diese Woche prompt aus dem Verkehr gezogen worden.  Etwas, was uns den Herbst und Winter auch begleiten wird, Erkältungen und dann immer die Frage im Hinterkopf: ist es Corona? Wer sich krank schreiben lassen muss, muss auch zum Test, sobald er nur etwas mit den Atemwegen hat. Und da ist es schon, dass Thema, dass unseren Alltag so stark bestimmt, wie kaum ein anderes.

Wer meine Buchempfehlung diesen Monat noch nicht gesehen hat, gerne Naturbeschreibungen liest (realistische), dem lege ich noch mal John Lewis-Stempel ans Herz. Wie ein Tagebuch nimmt er uns mit auf ein Jahr in seiner Wiese, „Ein Stück Land“. (Selbstgekauftes Taschenbuch, erschienen bei DuMont übrigens).

Mein Heimatblick von der „Hohen Bracht“ auf das Sauerland, das „Land der tausend Berge“, bei dem fast jeder fragt, wo das „Sauer“ denn herkommt, war mir auch wichtig. Nun kann man erstmal nicht auf den Aussichtsturm, das Restaurant ist geschlossen. Aber Wanderwege sind noch frei, auch wenn es nun als „kontaktloser Tagesausflug“ geplant werden muss.

Maike vom Blog „Kleine Viecher“ hat eine Challenge begonnen, täglich will sie ein Eichhörnchen zeichnen und lädt zum Mitmachen ein, diese kleinen Racker mal kreativ umzusetzen und bei Instagram zu zeigen. Ich mach das auf dem Blog, da ich kein Insta habe. Schaut einfach bei den „kleinen Viechern“ mal vorbei. Übrigens habe ich den Stempel dazu noch nicht fertig, mit „dickem Kopp“ geht das nicht ☺

Und so geht dieses Wochenende der Monat mit Allerheiligen und Halloween zu Ende. Wenig Süsses, eher Saures, was uns da jetzt geboten wird, aber wir haben es ja zum Teil selber in der Hand, wie die Tage für uns werden. Leicht ist das bestimmt nicht und das Weltgeschehen drückt auch noch auf die Stimmung. Ich gestehe, dass ich mich durchaus auch hängen lasse und das Grau dieses Monats mich niederdrückt, aber ich hab auch viel Goldenes (vor allem in Form von wunderbaren Menschen gehabt, in meiner Familie, bei Freunden!) gehabt, dass ich trotzdem von einem Goldenen Oktober sprechen kann.

Verlinkt bei Birgitt, die wieder unsere Monatsrückblicke sammelt