Grüngolden sanft und weich

Hallo Ihr Lieben.

Ich komme gerade vom Hundegang zurück. Es ist mild und feucht draußen. Die Luft tut gut und ist erfüllt vom lauten Wetteifern der Rotkehlchen. Unterbrochen wird dies Zwitschern nur von den ernergischen Lauten der Meisen, die eifrig in den Pflanzen nach Insekten suchen. Es war eine milde und leicht regnerische Nacht. Der Hund starrt den kecken Eichhörnchen wieder hinterher.

Innerhalb kürzester Zeit hat sich das Bild der Bäume verwandelt. Die Blätter färben sich in den schönsten Farben und ich hebe ein paar goldgelbe Birkenblätter auf. Es ist eine veredelte Sorte und ich möchte sie pressen. Bei einem Nachbarn sind zwei Quitten auf den Gehweg gefallen. Neben Äpfeln sind sie für mich der Inbegriff von Herbst. Apfel habe ich auch einen Beutel vom Besuch bei meiner Mutter mitgenommen. Eine alte, linnene Tischdecke von meiner Oma ist vor Jahren schon mit Linoldrucken verziert worden und soll gleich auf den Tisch. Übrigens habe ich gerade einige interessante Podcast Folgen von Gabi gehört, u.A. über Leinen.

Irgendwo sind in fast allen Jacken ein paar Kastanien, manchmal sogar vom letzten Jahr

Während ich so meinen Kaffee mit Kurkuma und Milch schlürfe, trällert ein Star oben in dem höchsten Ast der Birke von der Nachbarin, sein Gesang ist so schön klar und hell. Ab und zu höre ich ein Flugzeug vom nahgelegenen kleinen Flugplatz. Es ist noch angeneme Stille. Aber bald werde ich wieder Menschen hören, und das ist auch gut so.

Diese Woche war mein Blog schon ein wenig auf Halloween eingestimmt und ich war bei 12 von 12 dabei. Der Schatz weilt ein paar Tage im Ausland, die Jungs haben nun beide in der großen Stadt vor der Tür angefangen zu studieren. Für den älteren ist es nach dem Wechsel fast wieder ein Neuanfang. (Auch, weil die Corona Zeit einfach da zu Buche geschlagen hat). Der Jüngere erlebt gerade seine allerersten Vorlesungen und wir sehen, wie es hätte sein können. (Aber vergossene Milch)

Aus 12 von 12

Morgen möchte ich bei Kristinas Spaziergang wieder mitmachen.

Habt ein wunderschönes Herbstwochenende, erholt Euch, genießt die besonderen, goldenen Tage.

Ulrikes Bloghopp mit meinem Beitrag

Verlinkt beim Samstagsplausch von Andrea

Sonnige Maitage

Hallo Ihr Lieben.

Nun ist er also da, der Wonnemonat Mai. Der Frühling hier im Rheintal erscheint einem dann oft als unglaublich schnell fortschreitend. Die Unterschiede zum Sauerland sieht man immer sehr. Jetzt ist es auch schon wieder so warm, sonnig und leider auch sehr trocken. Ob es wirklich heute gewittern wird?

Weißdorn ist nicht nur eine Freude anzuschauen und zu riechen, er ist auch ein wichtiger Strauch für ganz viele Lebewesen. Keine natürliche Hecke ohne Weißdorn. Ich habe welchen gesammelt für herzstärkenden Tee. Im Herbst sammele ich dann noch mal die kleinen roten Früchte. Über den Weißdorn habe ich schon mal ganz am Anfang des Blogs hier geschrieben.

Meine Wichtel Post ist rausgegangen. Ulrike hat zum Tausch anlässlich ihres Blogger Jubiläum aufgerufen. Bald ist Finale. Da ich meine Wichtel Partnerin nicht kenne, hoffe ich, dass sie etwas mit den Kleinigkeiten anfangen kann. Mehr zur „Party der Herzen“, wie Ulrike die Aktion genannt hat, gibt es in der Folgewoche.

Ein paar alte, aber wunderbare, Handtücher wurden als kleine Dankeschön Geschenke bedruckt. Der Sohn wollte gern etwas mit seinem Lieblingstier überreichen. Er durfte seinen Erfolg auch dann ordentlich feiern. (Ich liebe diese alte Wäsche sehr, eine ganz andere Qualität von Stoff) Ich habe hier noch ein altes Set mit Servietten und einem Tischläufer, welches auch darauf wartet, bedruckt zu werden. Beim Motiv habe ich noch Zweifel (es soll in den Basar wandern).

Zum ersten Mal haben wir auf einem Spaziergang hier eine Nachtigall gehört. Erst habe ich sie nicht sofort erkannt, schaute meine Mutter ungläubig an, aber sie hatte die Tonfolge eindeutig erkannt. Nachtigallen sind hier etwas Besonderes! Sonst war die Woche einfach irgendwie zu schnell vorbei. Ich bin immer noch mit Blog Besuchen hinterher. Auch das Kuchen Rezept habe ich immer noch nicht aufgeschrieben und Euch geteilt. Aber wir sind immerhin ins Kino gekommen. Zwei Stunden in anderen Dimensionen. Hinter uns saßen Kindern, die sich definitiv zu viel gegruselt haben. Warum es die Regel gibt, daß sechsjährige in Filme für zwölfjährige Kinder in Begleitung eines Erwachsenen dürfen, verstehe ich nicht. (Vielleicht eher zwei Jahre abziehen, aber statt 12 ab 6?)

Jetzt ruft mich eigentlich der Wäscheberg, aber das Sofa hat gewonnen. Dieses Wetter heute 😉

Ein schönes Wochenende Euch allen. Ab geht es zum Samstagsplausch bei Andrea.

Verlinkt bei Andrea Karminrot und Ulrike Smaating Party der Herzen

Es leuchtet in dunklen Tiefen

Hallo, Ihr Lieben.

Wie versprochen zeige ich Euch, wo der große Kraken nun so „rum schwimmt“.

Tintenfischdrucke

Kopffüsslern haben mich schon länger fasziniert. Ich meine, so etwas weich und schlabberige aussehendes, mit komischen Augen, Fangarmen, daran Saugnäpfe und u.a. in so grossen Tiefen lebend! Es gibt sie aber auch direkt an der Wasseroberfläche, fingergliedgroß oder als Nachwuchs Plankton, keinen Knochen oder Knorpel im Leib, nur einen merkwürdiges „Schild“ (bei den Sepias) und Tinte im Beutel. Acht oder zehn Arme (zwei Fangarme) haben sie, sehr bewegliche mit vielen Saugnäpfen bestückte, muskulöse Armen. Ihr Mund, versteckt hinter den Fangarmen, ähnelt eher einem Papageienschnabel. Und sie passen durch schmale Öffnungen, in kleine Gefäße, vergleichbar zu ihrer sichtbaren Größe. Ihre Farbe können Sie auch noch ändern. Und wenn sie verschwinden müssen, stoßen sie Wasser aus ihrer Mantelhöhle und sind unglaublich schnell mit diesem Rückstoß. Ach, drei Herzen haben sie übrigens auch noch, genau wie blaues Blut und verfügen über ein großes und komplexes Gehirn, welches die Wissenschaft in vielerlei Hinsicht beschäftigt. Ein verzweigtes Nervensystem sitzt in den multifunktionalen Armen, so daß der eine Arm immer weiß, was der andere tut.

Bei den „Nordmännern“ spukte der riesige Tintenfisch als Monster im tiefen Meer, verschlang ganze Schiffe. „Polypen“ schwammen schon durch antike Sagen und beflügelten auch sonst überall auf der Welt Fantasien, nicht zuletzt bei Jules Vernes „20 000 Meilen unter dem Meer“ oder den ursprünglich eher aus Fantasien stammenden Kämpfen zwischen Pottwalen und Riesenkalmaren. Lange hatte man nur Teile von großen Fangarmen gefunden, aber mit neuen Tiefseebooten konnten erste Film Aufnahmen von diesen Giganten gemacht werden. Auch, dass diese Kraken wirklich zur Nahrung der Pottwale gehören, konnte nachgewiesen werden.Wie leuchtende Geister huschen sie durch das tiefe Dunkel. Die Forschung beschäftigt sich sehr viel mit Tintenfischen. Wir wissen weniger über die tiefen Meere als über den Mond.

Oktopus rotgelb

Ich liebe es, ihn in dem Paisley Muster zu sehen, wie er sich in „bewegendem Meereswasser“ bewegt. Das graue T-Shirt ist bereits reserviert, beim Hoodi ist es noch nicht sicher. Das gemusterte Damenshirt ist noch ohne Besitzer. Ein eigenes und eines für den Sohn wurde natürlich bedruckt und es kommt sicher noch etwas mit anderen Farben bei Gelegenheit.

Oktopus b

Habt Ihr schon mal gesehen, wie Wale schlafen? Nun, nur etwa fünfzehn Minuten lang scheinen Wale „im Wasser zu stehen“, mitlerweile weiß man, dass die Meeressäuger dann schlafen. So eine Szene habe ich als kleineren (im Vergleich zum Tintenfisch) Stempeln geschnitzt.

schlafende Wale

Ach, mit immer weiter in s Jahr vorrückenden Tagen wächst meine Meeressehnsucht. Das äußert sich dann oft mit Motiven wie dem Oktopus und dem Wal.

Was alles für Wunder in den dunklen Tiefen des Meeres warten.

Verlinkt beim creadienstag.

Vielarmig

Hallo Ihr Lieben.

Wollen wir uns wieder zum Samstagsplausch bei Andrea treffen?

Ein viel entspanntere Woche liegt hinter uns.

Das lag nicht nur an freien Tagen. Aber, so ein Feiertag und (netterweise) Brückentag sind schon was Feines.

Langweilig war die Woche nicht. Der Alltag war gut gefüllt. Der Jüngste hat just an dem Tag, an dem einer der zwei Schultag vor Ort war, heftigst Kopfweh und blieb daheim. Aber sonst ist es eine große Erleichterung, wenn sich eigentlich alle wieder gesund fühlen. (Eine Stein – Lawine gab es da regelrecht hier.)

Beim anderen Sohn gibt es nun keine verkürzte Zeit mehr, (wobei er oft von daheim noch den Discord Server moderiert hat,) auch wenn noch nicht wieder viel los ist. Vorbereitungen mussten von jetzt auf gleich im Jugendzentrum gestartet werden, auch hier gab es lange Unsicherheit, wann und wie es vor Ort wieder los gehen sollte.

Marienkäfer Larve

Einen schönen Abendspaziergang konnte ich mit einer lieben Freundin machen. (Der Fuß wird immer besser.) Der Garten ist voller blühender Rosen und Pfingstrosen. Das gute Wetter fördert allerdings auch die Vermehrung von Blattläusen. Schön, dass die Meisen immer noch fleißig sind und diese kleinen Kerle (Foto) auch ihren Hunger an den saugenden Läusen stillen. Hier hat sich eine Marienkäfer Larve frisch verpuppt. Die Blaumeisen scheinen doch noch von der Lungenentzündung befallen worden zu sein, ich sehe sie nicht mehr im Garten.

Am Feiertag hatte uns ein Freund  zu Wanderung und Picknick eingeladen, draussen und mit Abstand. Wunderschön! Nächste Woche zeige ich mehr Fotos.

Rsk

Die ganze Woche begleitet uns übrigens ganz viel „Geplapper“, die Kirschen in Nachbars Garten sind reif und ein ganzer Schwarm Stare futtert und füttert sich da durch. Die alten Vögel sitzen i.R. oben, die jungen unten. Diese Vögel haben sich viel zu erzählen, gern imitieren sie da auch mal andere Vogelstimmen.

Stare

Schon länger spielte ich mit dem Gedanken, einen Oktopus zu schnitzen, in Linol. Leider war in meinen Vorräten ein so großes Linolstück nicht mehr zu finden und ich hatte letztens ja auch kein Glück im Geschäft. Also habe ich eine große Factis Platte „geopfert“ bzw ausprobiert.

Krake

Hier der erste Probedruck, ich bin total begeistert. Und das Schnitzen ging im Vergleich zum Linol viel einfacher (fast zu einfach, man hat ja auch Ehrgeiz). Bald zeige ich, wo jetzt der Kopffüssler so rum schwimmt. Diese vielarmigen Weichtiere sind unglaublich interessant! Für manche sehen sie aus wie wabbelige, unförmige „Dinger“, ich finde sie  anmutige und elegante Wasserwesen, nachgewiesenermaßen hochintelligent. Für Interessierte, die sich nicht von der äußeren Form abschrecken lassen, empfehle ich das Buch:

Rendezvous mit einem Oktopus: Extrem schlau und unglaublich empfindsam: Das erstaunliche Seelenleben der Kraken (detebe) von Sy Montgomery. (Keine Werbung, habe ich vor zwei Jahren sehr begeistert gelesen.)

Freitag Abend hat es dann endlich geregnet. Das war so dringend notwendig! Wir haben uns richtig darüber gefreut. Das ich mich mal über Regen im Sommer freuen würde (Ja, ich weiß, es ist Frühling, erzähl das mal dem Wetter hier). So mancher Sommer in den großen Ferien  war nämlich sehr verregnet. Und NRW hatte früher oft sehr früh Ferien, so daß wir dann neidisch gen Süden schauten. Ich weiß noch, wie mein Opa klagte, das Korn keime am Halm. Und ich fand auf der Bleiche die jungen Schwalben erfrierend und nass am Boden. Da hab ich mir sehr gewünscht, dass wir eine Wettermaschine hätten.

Macht es Euch trotzdem gemütlich!

Habt ein gemütliches Wochenende.

 

 

Drucke

Hallo Ihr Lieben.

Nun habe ich schon ein drittes Mal am virtuellen Basteltreffen mit Gaby, ( welche dies initiiert hat,) und Maike teilgenommen.

Ach, das ist immer so wunderbar, inspirieren, fragen, antworten, werkeln., quatschen, lachen,…

Diesmal habe ich nur gedruckt, teilweise im Auftrag:

VW B.VW B2MaritimKeiler

 

Linoldruck auf Shirts und einen Rucksack.

Außerdem habe ich mit einem Stempel ein Handtuch bestempelt, ebenfalls mit der wunderbaren Farbe, die nun leider nicht mehr hergestellt wird.

Handtuch

Zuletzt seht Ihr einen Linoldruck meiner Mutter, mit dem ich mein Skitzen Buch bedruckt habe.

Pferd Antonia

Das Pferd hat sie vor langer Zeit gemacht. Ich weiß noch, wie ich etwas in Linol geschnitzt habe und sie dieses Pferd recht leichthändig und ohne Vorlage gemacht hat, einfach nur so. Das werde ich so niemals hinbekommen!

Ich danke, dass ich ein wenig Kreativität mitbekommen habe, (vergleichbar, nur ein wenig, glaubt es mir!)

Nun liegt ja ein aufregendes Wochenende hinter uns. Der Hund hat sich mit Beginn der stürmischen Böhen unter dem Schreibtisch zu Füßen seines Herrchen verkrochen. Auf dem Herd stand passend eine Kartoffelsuppe und frühzeitig wurde der Ofen angemacht. Außerdem konnte ich endlich Downton Abby (Film) schauen. So machte man es sich wenigstens gemütlich und hoffte, dass es auch sonst glimpflich abläuft.

Verlinkt beim creadienstag  

und HoT

 

Rehblau

Hallo Ihr Lieben.

 

Zurück melden möchte ich mich erstmal mit einem klitzekleinen Foto-Rückblick auf meinen kurzen Blog-Monat Juli:

Zwei so schöne Wochen auf der größten Insel Deutschlands liegen hinter uns! Ein wenig werde ich Euch sicher bald (noch Mal) berichten.

Wir hatten so ein Glück, genau zu der Zeit der Hitzerekorde am Meer, bzw Bodden zu sein. Natürlich hat man es auch dort gemerkt, für die Rügener und Rüganer waren das schon unglaubliche Temperaturen, aber immer noch weit von den Rekordtemperaturen auf dem Festland entfernt. Außerdem hat man ja den Luxus „mehr Meer und laues Lüftchen“! Ach, wie weit das jetzt schon weg ist, wenn man wieder im engen, stark bevölkerten Rheintal ist.

Zeigen möchte ich Euch meine „gepimpte Jeansjacke“. Die Temperaturen benötigen noch lange keine Jacken. Selbst wenn es gewittert oder einen kleinen Guss gegeben hat, ist es danach angenehm warm. Aber man kann natürlich nicht nur Jeansjacken so verschönern. Eigentlich mutet es auch eher nach einem „Stopfstich“ an. Das Ergebnis bekommt das Besondere eher dadurch, dass man verschiedene Farben benutzt. So ist es aber auch für eher dilettantische Stickerinnen wie mich zu bewältigen. Ich muss auch gestehen, richtiges Sticken am dicken Jeansstoff ist nicht wirklich was für mich, obwohl es sicher wunderbar aussehen würde.

jacke
Wenige Stiche, doch jetzt sieht es aus, wie Glitzern auf dem Wasser

Außerdem habe ich endlich meinen Linolschnitt fertig gestellt: den Rehbock Kopf, welchen ich auch hier schon in Anfängen gezeigt habe.

Bock

Wusstet Ihr, dass das Reh dieses Jahr Wildtier des Jahres ist? Nicht, weil es vom Aussterben bedroht ist, auf der Roten Liste steht, wie u.a. die Wildkatze. Die Deutsche Wildtierstiftung hat das Reh ausgewählt, weil es darauf aufmerksam machen möchte, dass auch der Lebensraum des Rehs bedroht ist, von uns Menschen. Eigentlich ist dieses häufig in Deutschland vorkommende Wild scheu. Aber es ist trotzdem zu einem Kulturfolger geworden. Das hat zur Folge, dass mehr Rehe auf den Strassen sterben, als wir vermuten, wenn wir mal wieder an einem Warnhinweis „Wildwechsel“ vorbei fahren: sie werden angefahren, gehen womöglich irgendwo im Wald elendig zugrunde.

Und so mancher Gartenbesitzer, der am Waldrand wohnt, wundert sich schon mal über die Gäste, die gerade seine Tulpen abfressen.

Linol
Ach, ich liebe den sw Kontrast von Linoldrucken

Kitze, die nach der Geburt von ihrer Mutter an einem sicheren Ort „abgelgegt wurden“ und deren Verteidigung gegen Gefahr ihre Tarnung und Unbeweglichkeit ist, bleiben auch in hohen Wiesen liegen, wenn sich Menschen nähern. Nun, gerade wenn die grossen Mähmaschinen schnell durch das Gras schneiden, um Heu zu machen, wird oft ein Kitz verletzt oder getötet. Jäger können mit Hunden vorher solche Wiesen absuchen, wenn Sie Bescheid wissen, Weiden können etwas später gemäht werden, wenn die meisten Kitze grösser sind. (Das Ernten von Heu betrifft ja nicht nur Säugetiere, auch Vögel brüten dort. Andererseits benötigt man auch das Heu als Winternahrung für viele Tiere.)

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Außerdem ist das Reh ein Gourmet, es liebt neben Kräutern die Knospen vieler Bäumen, welche gerade womöglich erst angeplanzt wurden. Die Schäden können da über Jahre groß werden, wenn zu viele Rehe im Wald sind.

Ach und ein Kitz ist kein Bambi! Reh und Hirsch sind nur entfernt verwand, das Reh ist erdgeschichtlich viel älter. Dann ist bei Rehen genau jetzt die Paarungszeit und ja, wer ein wenig mitgedacht oder gerechnet hat, findet das vielleicht merkwürdig.  Rehe haben keine so lange Tragezeit, dass sie im Frühling,  wie fast alle anderen Pflanzenfresser, die Jungen bekommen. Sie halten eine sogenannte Eiruhe, nach der Befruchtung entwickelt sich das Ei erst einmal nicht weiter. Eine tolle Idee der Natur, finde ich. Rehe sind auch Widerkäuer, sie brauchen am Tag und in der Nacht längere Zeit um noch mal zu kauen und zu verdauen, genau wie Kühe. Werden sie immer wieder hoch geschreckt, gibt das saure Mägen.

Übrigens ist das Reh eigentlich ein Einzelgänger, nur Mutter und Jungtiere bleiben länger zusammen. Im Winter finden sich Gruppen, sogenannte Sprünge, zusammen. Die Gemeinschaft bietet Schutz. Dann wird auch der Körper auf Sparflamme herunter gefahren. Der Bock hat übrigens kein Geweih, sondern ein Gehörn, kleinere Stangen als ein Hirsch. Einmal im Jahr, im Oktober – November, wirft er (wie sein Verwandter) diese ab und schiebt anschließend unter einer schützenden Basthaut ein neues Gehörn. So Stangen werdet Ihr wohl nur selten im Wald finden, Mäuse lieben diese wegen den vielen Mineralien aufzunagen. Zwischen den Stangen sind übrigens Drüsen, damit markiert der Bock sein Revier.

Also, ich könnte noch so viel mehr schreiben, ein Tier, über das wir kaum etwas wissen, obwohl es direkt in unserer Nachbarschaft lebt. Jetzt versteht Ihr vielleicht, warum es zum Wildtier des Jahres gewählt wurde.

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Hier seht Ihr einen ganz frühen Stempel von mir.

 

Habt ein wunderschönes Wochenende und Danke für Euern Besuch.

Verlinkt mit dem Freutag