Gebündelte Sommerpost

Hallo Ihr Lieben.

Ich gestehe, bei „Sommerbündel“ muss ich als erstes an Heuballen, Strohballen oder Garben denken. Aber heute soll es um andersfarbige Bündel gehen, Sepia und Indigo sollten die vorherrschenden Farben dieser Sommerpost der Post-Kunst sein.

Bis auf die Technik mit der Gelli Platte ist alles wieder neu für mich und die Gelli Platte, die ich für das letzte Projekt der Post-Kunst genutzt habe, war ausgeliehen und ist wieder bei der Besitzerin. Also werde ich mich an den anderen Sachen ausprobieren müssen und wollen. Es kann auf Stoff und mit Papier gearbeitet werden. Mindestens 5 Blätter zwischen Din A4 und 10×10.  Sehr interessiert hat mich der Sonnendruck, den wollte ich auch gerne mit Stoff ausprobieren, nicht nur mit Papier. Cyantopie habe ich mir etwas leichter gemacht, in dem ich bereits behandeltes Papier gekauft habe, da ich so nicht noch mehr Spezial Chemikalien kaufen musste. Die Apothekerin hat mich bei dem Alaun für den Eco Print schon groß angeguckt. Es wurde festes Malpapier gekauft, ebenso Aquarellpapier, einen Secondhand Spargeltopf, Farben… Gut, dass ich vieles schon im Vorfeld, gleich nach der Anmeldung angefangen hatte, zusammen zu suchen, denn prompt wurde ich krank. Leider eignet sich das Indigo, das einzige welches ich hier gefunden habe, gar nicht für den Sonnendruck. Da hatte ich nämlich gleich einen Versuch gestartet (Färbesalz).

Ein Holzbrett wurde in zwei gleich große Teile gesägt und nach sehr vielen, vielen Pflanzen für den Ecoprint geschaut. Geschaut wurde auch nach eine geeigneten Baumwollstoff. Diesen, für den Sonnendruck, fand ich leider nur mit einem kleinen, floralen, eingewebten Muster (alte Tischdecke). Ein kleineres Stück Stoff aus dem vorhandenen Fundus, und entsprechend der Vorgaben, gab es noch im Keller.

Ecoprint, durch rostiges Wasser und Alaunen ausgekochte Farbe

Die alte „Fotografier Technik“ habe ich als erstes ausprobiert und dabei auch gleich die Glasplatte, die die Blätter unten halten sollte, kaputt gemacht. Bei dieser Technik fand ich eigentlich am spannensten, die Entstehnungsgeschichte und den Verwendungszweck (Botanik) noch mal nachzulesen. Kristina hatte auf ihrem Blog darauf hingewiesen. Die Ergebnisse sind hübsch, hauen mich aber nicht so vom Hocker.

Überall hatte ich mitlerweile getrocknete Pflanzenblätter, dabei brauche ich für Ecoprint am Besten frische. Der Hundgang und auch der Garten verschaffen wieder frische Pflanzenblätter, vorwiegend welche, wo ich vorher nachgelesen hatte, dass Öle und Gerbstoffe enthalten sind. Erst einmal wird sowieso mit Papier getestet. Was färbt wie! Und es stinkt jetzt in meiner Küche! Und die Blätter färben gar nicht so wie ich gelesen hatte! Es ist doch jetzt mehr Gelb als Sepia. Ob ich da noch mal Stoff färbe? Ich bin etwas frustriert.

Sonnendruck

Also das Thema, was mich schon lange interessierte, war der Sonnendruck. Michaela Müller hatte den Gott sei Dank gut auf ihrem Blog erklärt!

So, meine Finger und Fingernägel sind noch recht blau. Ich habe es mit Handschuhen versucht, aber gerade das Hantieren dann mit den Blättern geht einfach besser ohne. Dazu diese Hitze. Probiert wurde Stoffmalfarbe (für dunkle Stoffe, weil pigmentstärker) und eben besagte Seidenmalfarbe. Leider hat mein klassischer einfacher Baumwollstoff zwar die Farbe gut angenommen, aber diese „Zauberei“ (auch das erklärt Michaela toll in ihrem Video) mit den Blättern hat nicht geklappt. Die Seidenmalfarbe dagegen hat mit nur etwas Stoffmalfarbe dazu sehr gut beim Sonnendruck funktioniert. Daher gibt es nun etwas Stoff, der etwas aus der Reihe tanzt (etwas türkis und wenig indigo).

Insgesamt hat mich leider der Sonnendruck auf Stoff dann etwas frustriert, ich weiß noch nicht, warum es mit der Stoffmalfarbe pur (gemischt mit Wasser) nicht geklappt hat. Der Stoff war genau so nass wie bei der Seidenmalfarbe, die Farbe ähnlich von der Pigmentierung her. Es war aber auch sehr heiß (darauf habe ich das erstmal alles geschoben)! Blätter Arten , welche vorher funktioniert hatten, gingen nun nicht mehr. Was der Wind sowieso immer mal wieder anrichtetr, obwohl erst gar keiner da war, könnt Ihr Euch denken. Gut geklappt hat dann ganz zum Schluss der Druck auf Papier.

Sonnendruck auf Papier mit Wasserfarbe, sehr gut nachzumachen!

Nun kam als letztes der Direkt Druck, den ich vor allem bei Karten und Umschlägen nutzen wollte. Bei der Post Kunst sollen die Umschläge mit eingebunden werden.

Nun sind zum einen schon wunderschöne Briefe aus meiner Gruppe bereits angekommen und meine Post solle hoffentlich auch in den Briefkästen der Gruppenmitglieder sein, so dass ich die Entstehungsgeschichte zeigen kann.

Direktdruck

Ich gestehe, dieses Projekt empfand ich als sehr aufwendig. Vielleicht hatte ich mir die Ziele, die Erwartungen zu hoch gesteckt, dazu kamen 4 Wochen die ich nicht nutzen konnte, plus einer Urlaubswoche. Der Sonnendruck, so wie ich es mir (mit Stoffstücken, die ich mir zur Weiterverarbeitung vorstellen konnte) gedacht hatte und mit meinen Möglichkeiten (ohne noch mehr kaufen zu müssen an Wannen, Farben, etc.) hat sicher Ausbaupotential. Insgesamt bin ich froh, dass ich wieder etwas gelernt habe. Ganz zum Schluss bekam ich ein paar schöne Motive doch noch hin, da war aber schon gebündelt. Die gehen als Karten so an Bloggerfreundinnen die Tage raus.

PS: Bei Insta bin ich nicht angemeldet, daher kann ich meine Kommentare entsprechend nicht da lassen. Ich werde am Ende der Aktion noch mal einen Beitrag mit den eingegangenen Bündeln zeigen. Es gibt diese Jahr auch erstmals keine Linkliste, was ich verstehen kann, denn in den letzten waren nicht viele Beiträge wirklich aufgelistet.

Aber es gibt ja noch das Thema „Monochrom/Fernweh“ und Strand (blaue und gelbe Töne) ist im Sommer immer mein Sehnsuchtsort, also verlinkt bei Michaela und Susanne MittwochMix und beim Creativsalat

Fliegende Fische

Hallo Ihr Lieben.

Heute mag ich Euch in eine andere Welt als unsere Wälder oder Gärten entführen. Flatterhaft ziehen wir auf das Meer, vom Fernweh gepackt.

Gehört habt Ihr bestimmt schon mal davon, Fische, die fliegen können. Nun, wirklich fliegen?

Als Stempel

Etwa 40 Arten von Flugfischen leben in subtropischen und tropischen Gewässern. Eigentlich sollte man lieber Gleitfische sagen. Die Knochenfische haben zwei größere und zwei kleinere Flossen, die wie Flügel abgespreizt werden und den Fischen so nach einem kräftigen Sprung (Endgeschwindigkeit von 16 km/h bis zu 60km/h) aus dem Wasser zu einem „Flug“ verhelfen. Dabei flattern sie nicht über Wasser wie Vögel, sondern verhelfen sich mit den Flossen erst im Wasser, dann darüber, die nötige Geschwindigkeit. Mit diesem Auftrieb, gelingt ein gehörigen Abstand von Ihren Fressfeinden. Vor diesen  können Sie mit kurzen Oberflächenberührungen auf dem Meer fliehen, um dort mit kurzem Flossen/Flügelschlag bis zu 400 m zurück legen!

Dazu kommt, dass die Fische im Schwarm unterwegs sind. Also eine verwirrende und gute Taktik. Schon früher berichteten Seeleute von diesen besonderen Fischen. Auf große Segelschiffe dürften die Fische aber nicht oft gelandet sein, denn es gilt nicht die Höhe, sondern die Weite. Manchmal gibt es aber Aufwind über dem Meer und dann werden statt 1 m Höhe bis zu 10 m erreicht.

Ein Beispiel: Er trägt einen so wohl klingende Namen, der „Schwalbenfisch“, Exocoetus volitans, zugehörig zur Familie der Flugfische. Er ist oben blau, unten silberweiß gefärbt, mit langen, durchscheinend blauen Brustflossen, die ein Schweben über dem Wasser ermöglichen. Die Fische sehen etwa heringartig aus, haben ein schnabelartiges Maul. Das Fleisch ist wohlschmeckend. In Erzählungen haben versehentlich auf Booten landende Fische schon verhungernden Seeleute das Leben gerettet. Vielleicht ist das aber auch Seemannsgarn. Flugfische gibt es schon seid der Urzeit. In China fand man ein Fossil, welches auf 240 Millionen Jahre datiert wurde.

Ihr Laich wird übrigens mit Haftfäden an schwimmende Objekte geklebt. Indische Fischer haben sich das zur Nutze gemacht und können Schwärme mit Strohbündeln anlocken.

Apropos kleben

Vielleicht habt Ihr Lust Euch einen „fliegenden Fisch“ zu basteln. Dafür braucht Ihr eine Papp Rolle zB vom Klopapier. Diese beklebt Ihr nun mit ganz vielen ausgeschnittenen oder ausgestanzten Kreisen (macht Euch eine Papp Schablone) aus buntem Papier. Ihr könnte Papier übereinander legen, so viele, wie die Schere ohne Probleme schneidet. Bei Geschenkpapier geht das gut. Wie Schuppen werden diese nun auf die Rolle geklebt. Am Kopfteil kommen dann zwei weisse oder knalligbunte oder kullernde Augen dazu. Ebenfalls aus buntem, leichten Papier werden Streifen geschnitten und wie eine Flatterflosse am Ende der Rolle von innen angeklebt.

Im Kopf Bereich müsst Ihr mit einer Nadel und Faden die Aufhängung nun durchziehen. Der Fisch kommt an einen Stock oder wo immer ihr ihn flattern lasst wollt. (Denkt nur daran, er ist nicht regenfest)

Ich hoffe, auch dieser „Flatterhaft Beitrag“ hat Euch wieder gefallen.

Verlinkt bei der Zitronenfalterin, Creadivsalat, DvD

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer

Hallo Ihr Lieben.

Den Spruch kennt Ihr sicher alle. Nun, im Juli sind aber alle Schwalben da und haben sogar ihre erste Brut (hoffentlich) durchgebracht.

junge Rauchschwalben

Hoch oben sausen sie bei gutem Wetter durch die Lüfte. Unglaubliche Mengen an Insekten verschwinden in ihren weit aufgesperrten Schnäbeln. Nur im Fluge kann die Schwalbe auf Nahrungssuche gehen. Sie kann sogar beim fliegen, wenn es z.B. auf die lange Wanderschaft geht, schlafen.

Illustration von W. Crane, Quelle Wikipedia

„The happy prince“

Kunstmärchen von Oscar Wilde (kurz nacherzählt)

Hoch über der Stadt steht die Statue des „glücklichen Prinzen“. Verziert mit Edelsteinen und Blattgold schaut der Prinz, der zu Lebzeiten ein glücklicher, froher Mensch war, heute eher traurig auf die Stadt. Als eine Schwalbe auf dem Weg nach Süden bei ihm rastet, bittet er sie nach und nach seine wertvollen Gaben zu verschenken, Bedürftige bekommen seinen Schmuck von der Schwalbe gebracht. Dabei verpasst sie den Zug nach Süden und erfriert. Auch der Ritter ist den Leuten nun zu hässlich geworden und wird eingeschmolzen. Als beide im Müll sich finden, bringt ein Engel sie fort. Gott hatte ihn gebeten, die wertvollsten Dinge für seinen Garten zu suchen. Nun kann die Schwalbe dort singen und der Ritter lobpreisen.

Arme kleine Schwalbe. Ja, sie haben es nicht mehr leicht bei uns. Nach dem sie einen so weiten und gefährlichen Weg aus Afrika hinter sich gebracht haben, kommen sie hier oft in doch eher kaltes und regnerisches Klima. Wobei sich das ja gerade etwas wandelt, Dank der Klimaveränderung werden unsere Frühjahre immer trockener und wärmer.

Hier heißt es dann erst mal ein Nest bauen oder ausbessern, gern wird das vom letzten Jahr bezogen. Ich werde mich heute auf die Rauchschwalben konzentrieren und berichten. Die Uferschwalbe ist ein Höhlenbrüter, die Mehlschwalbe hat ein fast geschlossenes Lehmnest unter Giebeln und Dächern, bei der Rauchschwalbe wird aus Lehm und etwas Gras ein halbes Nest gebaut. Dabei wählt die Rauchschwalbe gerne Ställe und Scheunen aus, mit offenen Fenstern. Sie bilden kleine Kolonien. Beim Nestbau wird Lehm aus Pfützen benötigt. Hm, wo gibt es hier noch solche Pfützen?

Das nächste Problem. Wer läßt Schwalben noch bei sich Nester bauen und brüten? Ihr Kot verschmutzt die Hauswand und den Bereich darunter. Die Rauchschwalbe braucht eigentlich den Viehstall. Es gibt übrigens auch Nisthilfen zu kaufen oder man setzt Bretter darunter. Leider gibt es natürlich auch insgesamt weniger Insekten, nicht nur hier. Auch illegaler Vogelfang auf den Reisen beschert den Rauchschwalben kleinere Bestände. Alles erschwert den Akrobaten des Himmels ihr Leben.

Hoffnung ist schnell und fliegt mit Schwalben-Schwingen.

William Shakespeare, Die Rauchschwalbe

Wenn die Schwalben tief fliegen, folgen sie nur den Insekten, die bei Tiefdruck niedrig fliegen. So zeigen sie an, dass es regnen wird, aber auch, dass es vielleicht nur ein kurzer Schauer wird, denn: „Die Schwalben fliegen hoch!“

Die Rauchschwalbe (Hirundo rustica), Hausschwalbe, Gabelschwalbe ist eh ein wahrer Flugkünstler und kurzzeitig bis zu 80 km/h schnell. Manchmal kann man beobachten, wie sie dicht über dem Wasser Insekten jagd und so erfolgt auch die Wasseraufnahme im Flug. So ein kleiner, agiler Körper verbraucht und braucht eine Unzahl an Insekten, erst recht, wenn nach zwei bis maximal drei Bruten mit jeweils 3 bis 6 weiß-braun gefleckten Eiern, immer wieder Küken die Mäuler aufreißen. Um die 12.000 Mücken und Fliegen werden weggefangen! Wußtet Ihr, dass bei der Aufzucht späterer Bruten die Geschwister sogar etwas mithelfen?

Von der Mehlschwalbe (und auch dem nicht verwandten Mauersegler) lässt sie sich durch die langen Gabelungen der Schwanzfedern sogar gut im Fluge erkennen. Natürlich kann der geübte Beobachter den rostroten Kopffleck um den Schnabel erkennen.

Als Liebesvögel zierten sie so manche alte Postkarte (und ein nicht mehr auffindbarer, kleiner Linoldruck von zwei Schwalben zierte unsere Hochzeitseinladung)

So manche Sommer und damit die Sommerferien meiner Kindheit waren ziemlich verregneten. Nrw hatte lange Zeit immer sehr früh Ferien und ich verbrachte diese zum Teil auf dem Hof meiner Großeltern. Davon habe ich Euch letzten Monat ein wenig erzählt. Es gab vor allem einen Sommer, bei dem das Getreide schon am Halm auskeimte und eine große Mißerne bevor stand. In diesem Sommer fand ich junge Rauchschwalben auf der Bleiche, die mitten im Sommer durch den Regen erfroren und verhungerten. Ich konnte sie zwar in den Stall bringen, wo so viele Nester an den Wänden kleben, aber es half nichts. So arme, nasse Vögel und kaum ein Gewicht in meinen kleinen Händen.

Beim kreativen Part muss ich diesmal um etwas Geduld bitten, denn statt den geplanten Stempeln, gibt es bis jetzt nur diese Skizze. Wer mag, kann sich aber das PDF der Girlandenvorlage runterladen um ein paar Schwalben fliegen zu lassen, sie als Schablone zu nutzen, um aus buntem Papier Schwalben auszuschneiden. Ihr könnt sie auf einen Faden als Girlande ziehen oder an die Fenster kleben.

Wer an regnerischen Tagen etwas gute Laune braucht und sich „bequatschen“ lassen will: https://www.lbv.de/ratgeber/naturwissen/artenportraits/detail/rauchschwalbe/

Außerdem gibt es dort eine Webcam.

Der Artikel wird im Rahmen des Jahresprojekt bei Andrea Zitronenfalterin verlink, ebenso beim Creativsalat und dem Naturdonnerstag

„Und präge lebendig und warm / ein Bild von Schweden in die Brust des Kindes / das es als Mann bewahren soll“*

Diese Art von Scherenschnitt ist ganz einfach für Euch nachzumachen, ein Blatt falten, das Motiv zur Hälfte aufzeichnen und ausschneiden

Sicher kennen ganz viele von Euch den kleinen Nils Holgerson, der als Junge, verwandelt in einen Wichtel, auf dem Rücken der Hausgans Martin, mit den Wildgänsen über Schweden fliegt.

Selma Lagerlöf schrieb diesen Roman, der Abenteuer, Landeskunde, Geschichte und Mythologie Schwedens, Entwicklungsroman und Sittenbild in einem ist. Er war als Lesebuch für die Schule gedacht und ist heute ein Klassiker der Weltliteratur.

Flugbilder am Himmel sind ja immer wunderschöne kleine schwarz weiß Bilder und kleine Rätsel, welcher Vogel wohl gerade dort seine Kreise zieht.

Also habe ich mir gedacht, ich setze Scherenschnitt ein und mache mir ein eigenes „poetisches“ Flugbild und verlinke es bei Michaelas und Susannes Monatsmotto

Irgendwie fand ich dieses Zitat überaus passend gerade.

Die Überschrift ist ein Zitat * aus einem Gedicht von Carl Snoilsky

Verlinkt beim Mittwochmix und Creativsalat

All die schönen Gartengedanken

Hallo Ihr Lieben.

Nun ist die Frühlingspost 2022 als Aktion auch wieder vorbei. Ich habe das letzte Büchlein noch gar nicht gezeigt:

Die Idee mit den Wachsmalern finde ich ganz wunderbar und diese Farbkombination.

Aber ich möchte auch die anderen Büchlein noch mal zeigen.

Ein ganz besonderer Material Mix. Ich liebe die genäht Libelle.

Heute sammeln wir Sonnenstrahlen!
Versteckte Botschaften und Gartenwesen mit so schönen Farbkombinationen
Margeritten wo man nur hinschaut, ein richtiger Garten zum Reinlegen!
Think outside the box: HEY, schau über den Tellerrand, nirgends wandern die Gedanken mehr, als in der Natur.

Ich danke allen aus meiner Gruppe für die wunderbaren Gedanken in Ihren individuellen Gärten!

und der Vollständigkeit halber noch mal ein Bild von meinem Faltbuch

Ich danke Michaela und Tabea für die Anregungen (immer wieder etwas Neues auch zu lernen) und die Organisation

Schaut doch mal beim Post Kunst Werk vorbei, da gibt es noch viel mehr davon (verlinkt)

verlinkt auch beim Creativsalat

Hintergrundgrün, Hoffnungsgrün, Gartengrün: Gedankengarten

Hallo Ihr Lieben.

Wieder gibt es die Frühlingspost vom „Post Kunst Werk“. Tabea und Michaela waren fleißig, haben sich wieder ein Projekt ausgedacht und mit viel Vorbereitung das Thema „Gedankengarten“ in Form eines Leporello angestoßen.

Mixed Media sollte es sein, mit Handschrift und aus einem großen Bogen Papier musste ein kleines, gefaltetes Büchlein, wie eine Ziehharmonika, werden.

Garten! Jawohl ja! Falten und mixen? Wird schon nicht so schwierig werden. Denkst! Bis ich von den YouTube Videos gerafft habe, wie gefaltet werden sollte. Ich sag nur „Kuh vor dem Berg“ (ein Ochse bin ich ja nun mal nicht). Es klappte dann plötzlich, ohne dass ich die ganze Zeit auf das Filmchen starrte. Und dann meine Wenigkeit und Collagen. Ich wollte tatsächlich den Garten als Grundfarbe in Grün halten, mit viel Aquarellfarbe. Dann hatte ich einige alte Bestimmungsbücher erstanden und die wurden zerschnippelt. Ein Hexen Garten sollte es werden, mit versteckten Botschaften, diese Zaubersprüche würde man nur lesen können, wenn man den ganzen Bogen vor sich hätte. Grüne Magie. Kräuterkraft.

Verhexte geheime Zaubertricks hinter Ranken und Blättern

Das Grundpapier habe ich mir recht stark ausgesucht. Ich weiß, man kann dünneres gut mehrfach bekleben, aber da guckte wieder „Collage“ und ich um die Ecke. Auch muss für Aquarellfarbe Papier gut saugfähig sein, sich trotzdem zerreißfest falten lassen und beschreibbar, sowie bedruckbar (natürlich!) sein.

Also die ersten Collagen habe ich wieder abgerissen. Das Gemalte, Geschriebene, Gedruckte und Gestickte passte, die ausgeschnittenen Blumen oftmals gar nicht.

Ein wenig umgedacht, drauf rumgedacht, ausgeschnitten, gelegt und ….

Die getrockneten Blüten sollten ja auch noch gut zu erkennen sein. Und das war dann noch mal eine Wende, mit den alten Buchseitenausschnitten. Einen tollen Einsatz hätte sicher die Gelliplatte gehabt, aber ich hatte sie nur geliehen und selbige war wieder bei der Besitzerin.

Und natürlich braucht es auch die Buchdeckel mit dem Verschluss. Und den Briefumschlag.

Was ich im Nachhinein schade finde, ist die Tatsache, dass man ja mehrere Büchlein sehr ähnlich machen musste. Es kam auch nicht so eine kreative Routine auf, wie zB das meditative Papierschöpfen letztes Jahr. Und ich hatte mich wieder so mit der Zeit vertan, auch wenn ich diesmal sehr früh losgelegt habe. Die Zeit zerrann mir nur so zwischen den Buchseiten. So manche Idee ploppte erst eher gegen Ende auf und vielleicht wird davon mal etwas später umgesetzt, da kein Platz mehr, bzw ganz anderes Konzept. Sehr gern würde ich auch das Büchlein vielleicht „praktisch“ einsetzen. Als Reisetagebuch, vor allem bei Stadtreisen, kann ich es mir sehr gut vorstellen, mit Eintrittsabschnitten und Skizzen.

Jetzt habe ich Euch mit all den Widrigkeiten traktiert, dabei hatte ich mindestens so viele schöne Kreativmomente. Als mir das mit den Pusteblume eingefallen ist zB. oder als es mit dem Falten irgendwann einfach so geklappt hat, die gepressten Blumen in den Gedankengarten kamen, die Gartenbesucher sich so gut einfügen, denn was ist ein Garten schon ohne Insekten und Vögel.

Karten zum Gedankengarten Büchlein (Aquarell) „Ist das Unkraut, oder kann das weg“

Die „Buchdeckel“ sollten etwas zurückhaltener sein. Die Feder, mit der ich schon geschrieben hatte, wurde auch zum Zeichnen verwendet. Die Kärtchen dazu eher mit weniger Aquarellstrichen ebenfalls einfacher gehalten. Ein Wiesenbocksbart ziert die Karte. Mit einem Wollfaden wird die Ziehharmonika zusammengehalten, auch wenn ich für den Postweg sicherheitshalber noch ein Gummi drum herum gemacht habe. Und natürlich sollte auch der Postbote ein wenig zu gucken haben. Mit Aquarellfarbe und Pinsel wurde der Umschlag wieder verziert und mit Stempeln bedruckt. Etwas aus dem Rahmen fällt der Adressaufkleber, ein Zugeständnis an die Post zwecks Lesbarkeit.

Ich danke Michaela und Tabea natürlich wieder sehr, eine kreative und diesmal auch zeitliche Herausforderung. Alle Teilnehmer/innen können sich wieder beim Post Kunst Werk verlinken. Gern zeige ich es auch beim Creativsalat.

(Ps. Ich bin nicht bei Instagram also kann ich dort nur begrenzt schauen und gar nicht kommentieren – nur, weil die meisten Teilnehmer/innen dort vertreten sind als Info)