Vorsichtiges Anklopfen

Hallo Ihr Lieben.

Da geht sie hin, diese Woche, mit Glätte und Kälte am Anfang und frühlingshaften Temperaturen zum Wochenende. Mögt Ihr auch auf einen Plausch bei Andrea vorbei schauen? Ich habe mir schon einen Kaffee geholt. Schnell einen Blick und einen Klick zum Verlinken und dann bin ich erst mal länger draußen.

Noch bei eisigem Wind sind wir letzes Wochenend an der Sieg entlang gelaufen. An einigen Stellen war noch Eis und auch am Ufer des nicht mehr so viel Wasser tragenden Flusses waren kleine Eisgebilde zu sehen. Ich habe sogar einen Gänsesäger entdeckt, sicher ein kurzzeitiger Gast aus eher nördlichen Gefilden, leider nur als weißer Fleck auf dem Foto zu erkennen.

Erstaunlich, oberhalb des Siegdammes, wo der kalte Wind pfiff, war der Boden noch steinhart gefrohren. Ging man unterhalb, in Flußnähe, hatte man schon eine matschige Schicht bei der man aufpassen musste, nicht auszurutschen. Die Grau- und Nilgänse waren allgegenwärtig. Paare ziehen ja auch immer wieder über unser Haus und hinterlassen gerade gerne mal zielsicher grüne „Markierungen“ auf dem weißen Auto. Ob ich wohl Anfang der Woche zu meiner Mutter fahren könnte, fragte ich mich da, denn Regen sollte kommen und damit überfrierende Nässe. Der Montag wurde noch abgewartet, aber am Dienstag konnte ich sie dann besuchen. (Wie immer, sind wir sehr vorsichtig. Ich bin seit dem letzen Besuch, auch der einzige.)

Immer wieder könnte ich dieses Foto aufnehmen, so ein ganz besonderer Heimatblick. Kurz vorher waren Kraniche über das Tal gezogen. Hoffnungsbringer auf den Frühling, Glücksboten und Sehnsuchtsvögel.

ein gewünschter Druck auf einen Stoffbeutel
endlich habe ich die entsprechenden LEDs und einen richtig geschriebenen Text

Insgesamt war die Woche sehr abwechslungsreich. Der Sohn bereitet sich auf eine Prüfung vor, bei der er so gar nicht weiß, wie sie ablaufen wird und was genau gefragt wird. Lerngruppen und Hilfe eher Fehlanzeige, alle sind mit sich und der Situation überfordert. Schattenseiten des Studiums daheim. Nur das bei den jungen Leuten die Zukunft davon abhängt. Das klappt bei der Schule besser, aber man kennt sich ja auch und ist in viel kleineren Gruppen. Trotzdem dreht sich bei mir nachts das Karusell der Gedanken, wenn ich daran denke, wie viel verloren geht. Bei einfach gefühlt Allem und das läuft jetzt wirklich seit fast einem Jahr?

Für einen Geburtstag ging hier Post raus. Ein Dompfaff per „Brennpeter“ auf Holz eingebrannt. Auch wenn man dabei keine Farbe anwenden kann, erkennt Ihr hoffentlich den eigentlich ja recht bunten Vogel.

Immer wieder ziehen sie, die Kraniche. Ihr Rufen lockt mich mehrfach aus dem Haus diese Woche. Gefühlt habe ich mich noch nie so sehr über sie gefreut. Größe Züge sind unterwegs. Auch sonst beschäftige ich mich diese Woche weiterhin viel mit Vögeln, ein neuer zum Jahresprojekt muss recherchiert und gestaltet werden. Die Qual der Wahl wird immer größer, aber für den März habe ich einen. (Nun, eigentlich habe ich schon für jeden Monat einen, aber die Liste könnte viel länger werden und ob ich noch mal umdenke bei dem ein oder anderen oder doch noch einen besonderen finde.) Zeigen würde ich die Blümchen aber trotzdem gern noch bei Holunderblütchen.

Allgegenwärtig sind im Moment wohl auch die Tulpen in den Märkten und in unseren Heimen, versprechen sie doch auch in den vier Wänden etwas Vorfrühling. Ich habe welche auf den Esstisch, der gleichzeitig auch mein Arbeitsplatz im Moment ist, gestellt. Daher steht der Strauß immer im Kontrast zu meinem Kram, der dort neben meinem Platz liegt. Ihr sehr die Papiere ein wenig in das Bild herein ragen, aber ich bin ja kein Interior Blog. Verschiedene Karten wurden auch wieder bestempelt diese Woche. Außerdem habe ich mir endlich das Buch von Michaela und Tabea geleistet. Bei Ihrer tollen Frühlingspost habe ich mich nämlich wieder angemeldet. (Werbung wenn Ihr so wollt, man sieht ja auch die Stempelfarbe, alles selbst gekauft oder geschenkt bekommen) Und der brandneue Roman, den ich mir ebenfalls gestern gekauft habe, lässt sich sehr gut an. Ein Magier, der mit Spezialtinte Siegel erschafft, um zB Illusionen zu erschaffen oder den Menschen vorzuzaubern, dass es magische Wesen gar nicht gibt, statt dessen schickt er sie wieder in die Feenwelt zurück. Leider ist er auch sehr vom Pech verfolgt, denn schon wieder ist einer seiner Azubis gestorben. Dieses Mal ist es aber besonders merkwürdig, denn es stellt sich heraus, dass dieser Lehrling mit magischen Wesen gehandelt hat und mehr Siegel kannte, als er eigentlich bei seinem Magier gelernt hatte. (Fotoquelle Klett Cotta Verlag)

Zum Abschluss noch ein Turmfalkenpaar im morgendlichen Dämmerlicht. Sich immer wieder umkreisend flogen sie zu ihrem Nistplatz in der Friedhofskapelle. Die milde Luft verspricht ein grandioses, frühlingshaftes Wetter. Heute sollen es hier 18°C und morgen sogar 20°C geben. Schon gestern konnte man die Sonne auf der Terrasse geniessen und heute werden wir dann sicher diese aufräumen und uns das erste Mal dieses Jahr an den Gartentisch setzen, der sein Dasein im Winter unter einer hässlichen Haube fristen musste. Ein vorsichtiges oder vielleicht doch schon recht forsches Anklopfen des Frühlings …

Habt ein besonders schönes Wochenende!

Unser Haus hat eine Meise

Hallo Ihr Lieben.

Ja, diese Überschrift ist wörtlich zu nehmen. Mittwochs, beim Beobachten der Vögel im Garten, saß eine Blaumeise im Rosenbusch neben dem Haus. Genau schaute sie in alle Richtungen, dazu ruckte das kleine Köpfchen immer wieder hin und her. (Vögel können ja die Augen nicht bewegen, also ruckt der Kopf hin und her.)

11.2. Um 7.50 beim Morgengrauen

Schon vorher hatte es große Aufregung im Garten gegeben. Erst waren immer nur drei junge Amselweibchen (erkennbar an dem leicht geflecktem Gefieder, etwas schmutzig aussehend) im Garten unterwegs. Sie jagten sich, ein Kampf um Reviere und damit überlebensnotwendiges Futter. Woher sollen sie auch wissen, dass ich immer wieder Futter rausgebe.

auf diesem Zaun finden ganze Laufduelle statt
„meins, meins, meins“

Zwischenzeitlich waren sichtbar sechs Amseln auf der kleinen Fläche. Sie kämpfen bei dem Frost um die Äpfel, die ich ihnen überall im Garten hingeworfen habe. Unerlässlich für sie, da es gerade kein Wasser gibt (und hier liegt auch kein Schnee). Weil es gerade trocken ist und auch erst mal so bleibt, habe ich zusätzlich zu den Futterstellen Haferflocken auf die Terrasse gestreut. Gerade die meistgejagten Vögelchen können so schnell etwas aufpicken. Wie erschöpfend dieser Kampf um s Revier ist, sieht man zwischenzeitlich einer Amsel an, als sie sich auf der Bank am Haus niederlässt, etwas außer Sicht gerade und dann so richtig zusammensackt. Aufgeplustert und mit geschlossenen Augen sammelt sie etwas Kraft, um dann schnell wieder Haferflocken zu picken.

Ein Rotkehlchen wagt sich an die Futterstellen. Es ist ja immer schon ein mutiger kleiner Vogel gewesen. Immer wieder sehr ich einen spatzenähnlichen, kleinen Vogel und freue mich sehr: Heckenbraunellchen! Ihr müsst wissen, eigentlich sind Heckenbraunellen Zugvögel, immer häufiger bleiben sie aber im Winter hier. Wie man an dem spitzen Schnabel erkennen kann, sind sie Insektenfresser. Die findet man nun kaum, da muss es schon mal Vogelfutter sein. Auch ein Buchfink findet sich ein. Die Kohlmeisen waren schon vor den Amseln da. Es dämmert. Zeit sich vor dem Nachtfrost ein schützendes Plätzchen zu suchen.

Die winzige Blaumeise flattert vor dem Fenster. Dann ist sie verschwunden. Zufällig fällt mein Blick auf die Fensterbank: Vogelschiss. Sie wird doch nicht…? Ich gehe auf die Terrasse und zu der Stelle. Leider müssen wir im Frühling etwas am Verputz machen, die Isolierung gibt zum Fensterrahmen hin einen Spalt frei. Das hat die Blaumeise entdeckt und huscht nun, durch mich gestört, davon. Breit grinsend gehe ich wieder ins Haus. “ Unser Haus hat eine Meise“, sage ich meiner Familie. (Mein Schatz findet das nach der Erklärung erst gar nicht so gut, aber just können wir nichts machen und es ist nur ein warmer Schlafplatz für eine kleine Meise. Nur brüten lassen, werden wir sie dort nicht.)

Übrigens, auch im Winter erfüllen diese Vogelhäuschen eine wichtige Funktion: als schützender Schlafplatz, nicht nur für Vögel. Wenn Ihr also noch ein Vogelhäuschen im Keller habt, hängt es raus. Ich habe gerade noch eines gekauft, obwohl ich weiß, dass im Garten genug hängen. Ihr wisst schon, von wegen Revier.

Und denkt bei der Kälte an die gefiederten Freunde. Platz für eine kleine Futterstelle ist fast überall. Achtet darauf, dass Katzen nicht daran kommen und die Vögel freie Flugbahn haben, sich vorher noch nach Möglichkeit setzen können. Kontrolliert das Futter täglich. Als es letztens so viel geregnet hat, ist es leider immer nass geworden. Etwas Sonnenblumenkerne, ein paar Haferflocken, einen Meisenknödel und einen Apfel, fertig ist der Festschmaus. Und Ihr habt einen Logenplatz beim Beobachten.

Ps. Leider kein Foto vom findigen, kleinen Vögelchen mit dem blauen Mützchen, da war es schon zu dunkel.

Verlinkt beim Naturdonnerstag

immer gern wieder zum Samstagsplausch

Hallo ihr Lieben.

Mögt Ihr auf einen Tee oder Kaffee zum Samstagsplausch von Andrea vorbei schauen? Ich habe mir in meinen Kaffee einige Kardamomsamen und Zimt getan. Das tut gut. Gewürze können unsere Stimmung heben.

Eintopf ist einfach immer wieder lecker: Petersilienwurzel, Pastinaken, Möhren, Kartoffeln, Kürbis…

Es geht doch nichts über einen schönen Eintopf, oder? Schön sähmig püriert. (Dann merkt der Sohn auch nicht, was da alles gesundes drin ist.) Vor allem, wenn einen der Wind ordentlich und kalt durchgepustet hat. Mittlerweile könnten wir nicht mehr an der Sieg entlang laufen, der Hochwasser Pegel steigt unaufhaltsam.

überall steht Wasser

So schön es auch aussieht, ich bin mir durchaus bewusst, wie schlimm das Hochwasser sein kann. Immerhin hat man nun seit einigen Jahren daraus gelernt und einige Gegenmaßnahmen ergriffen, es gibt überall bewußt angelegte Gebiete, die Wasser aufnehmen, einen höheren Damm und man greift nicht mehr so extrem in den Lauf eines Flusses ein. Renaturierung ist auch immer wieder im Gespräch. Da, wo der Rhein die Uferpromenaden unter Wasser setzt, sind mobile Hochwasserschutzwände errichtet worden. (Normalerweise sind die Häuser am Rhein die teuersten und begehrtesten, außer wenn Land unter ist).

Diese Woche ist sonst recht ereignislos verlaufen. Wirklich viel zu erzählen gibt es nicht.

Von Einfallspinseln und geistlichen Würdenträgern.

Erwähnenswert waren diese Woche wirklich die Wetterwechsel. Goss es morgens noch in Strömen, so konnte es am Nachmittag durchaus auch Sonnenstrahlen geben. Am Donnerstag bin ich tatsächlich im T Shirt umhergelaufen, sogar im Garten. Unbarmherzig hatte an dem Tag das Licht aufgezeigt, wo Spinnweben und Fliegendreck (nicht nur) in der Küche die Herrschaft übernommen hatten. Also wurde der Putzlappen geschwungen. Aber im Garten zeigten sich im durchaus schon wärmenden Sonnenlicht erste Frühlingsblumen:

Viel ist es noch nicht, in meinem kleinen grünen Fleck, was da erblüht, aber überall schauen grüne Blattspitzen aus dem Boden, der Frühling steht in den Startlöchern. An dem Tag habe ich die erste Felsenbiene gesehen. Und im Feld „tanzten“ die ersten Hasen zur Hochzeit. Ich glaube, wir freuen uns ganz besonders dieses Jahr auf den Lenz. Auch wenn im Norden und Osten ja noch mal eine richtige Kaltfront gekommen ist und noch kommt dieses Wochenende. Wir hier werden wohl schon hinter der Wettergrenze liegen, evtl etwas Schnee im Regen haben. Nun ja, so sehr ich vom Frühling träume, wir haben erst Februar, der Monat ist immer ein „Durchhaltemonat“!

Februar-Nacht

Der kalte Mond hat eine Delle.
Die Sterne glimmen trüb und matt.
Die Nacht bringt mich an jene Schwelle,
wo ich das triste Urteil fälle:
Ach Februar, ich hab dich satt.
Mach Platz für Sonnenschein und Blüten!
Die Gärten sollen auferstehn,
das Grün in wildem Wachstum wüten,
die Vögel zwitschern und auch brüten,
ach Februar! Wär das nicht schön?

Hans Retep · geb. 1956 (quelle.lyrickmond.de)

Gartentisch Impressionen

Das Jahresmotto, welches ich mir für die Linkparty von „Andrea Zitronenfalterin“ ausgewählt habe, scheint Ihr sehr zu mögen, was mich natürlich freut. Ich bin schon am überlegen, welchen Vogel ich als nächstes vorstellen möchte, ich fürchte nur, mit dem ersten „Piepmatzt“ habe ich mir die Latte recht hoch gehängt.

Kreativ habe ich einige Kleinigkeiten gewerkelt (zB einen Pottwal und einen Blauwal auf alte Jeans mit Schneiderkreide gezeichnet und ausgeschnitten, damit ich demnächst endlich mit dem Nähen anfange). Ein Geburtstagsgeschenk kann ich erst später zeigen. Wir werden sehen, was am Wochenende noch möglich ist.

Dann macht es Euch mal gemütlich.

Hochwasser

Hallo Ihr Lieben.

Es regnet und regnet, in den Bergen taut es. Da sind steigende Pegel an den Flüssen und überschwemmte Wiesen vorprogrammiert. Noch hat der Pegel hier in Bonn die 8m Marke nicht geknackt, Stand 3.2. um sieben Uhr. In Köln ist der Pegel darüber. Aber es steigt gerade langsamer.

Mit etwas Fantasie erkennt Ihr hier in den Hinterlassenschaften eines Vogels einen Flamingo (Copyright beim Sohn). Überall, wo sich das Wasser zurück gezogen hatte, war Schlamm auf den Wegen.

Für uns Unbeteiligte ist das immer ein Schauspiel. So waren wir am Wochenende in den Siegauen spazieren, nicht nur, weil etwas Sonne herauskam, sonder auch ein Hochwasser am Fluss immer wieder faszinierend anzusehen ist. Die Sieg ist hier auf den letzten Kilometern, bevor sie in den Rhein fließt. Wir hatten Glück, daß sich das Wasser kurzzeitig etwas zurück gezogen hatte und wir den Weg überhaupt nehmen konnten.

Vor mir im Gestrüpp huscht ein Zaunkönig. Überall hören wir Gezwitscher. Die kleinen (und größeren Vögel) nutzen die paar Sonnenstrahlen und üben fleissig für den Frühling. Distelfinken fliegen vor uns schwatzend von Gebüsch zu Gebüsch. Der Ostwind geht uns durch und durch. Auf den überschwemmten Wiesen der gegenüberliegenden Flussseite in der Ferne sitzen Unmengen Möwen und auf den hiesigen Wiesen sieht man Graugänse. An Rhein und Sieg (hier) leben vor allem Graugänse, aber auch die eingewanderten Nilgänse und Kanadagänse.

Sittiche sind fast immer in den Pappeln am Ufer zu finden und zu hören

Der Strom ist reißend schnell, wie man immer wieder an Treibholz sieht. Kleine Seitenarme, in denen sonst Bisam (Bisamratten) ihre Baue habe, verschwimmen mit dem Hauptstrom. Ein Naturschutzprojekt möchte bald vielerorts die steinernen Befestigungen am Rand entfernen, so dass der Fluß noch natürlicher fließen kann. Und sich dann bei Hochwasser über Altarme und Sandbänke auch besser ausdehnen kann. Immer wieder gibt es auch Berichte über Bibersichtungen in der Presse. Ich habe Euch ja das ein oder andere Mal schon an den Fluss mitgenommen, vor allem im Sommer ist es ein Paradies, allerdings nur, wenn genug Wasser da ist.

Mit viel Geschrei ziehen große Gänseschwärme über uns hinweg. Mit sichernden Kreisen landen sie dann endlich bei ihren Artgenossen auf der Wiese. Ich muss dann immer an Nils Holgersson denken, auch wenn die Geschichte in Schweden spielt.

das Eis auf den Flächen schillert hell

Durchgefroren geht es heimwärts.

Diese Eindrücke wollte ich Euch unbedingt zeigen.

Verlinkt beim Natur-Donnerstag

Von Einfallspinseln und geistlichen Würdenträgern.

Hallo Ihr Lieben.

Andrea, die Zitronenfalterin hat sich wieder viele Gedanken gemacht, was als Thema zu Ihrem Blog passt, als Linksammlung für Blogger. Diesmal gibt es nicht monatlich eine neue Thematik als Anstoß, sondern ein Jahreskonzept, eine Challenge, bei der wir uns eine interessante „Aufgabenstellung“ für uns selber suchen und monatlich etwas dazu bringen dürfen.

Für mich war recht schnell klar, was ich nehmen wollte. Ich habe schon oft hier von Vögeln berichtet, mein Blog heisst nach einem Vogel (Plattdeutsch: Wippsteert=Bachstelze) und diese Könige der Luft faszinieren mich auch einfach. So werde ich jeden Monat einen Vogel portraitieren. Sowohl in Text als (hoffentlich immer selbst gemacht) auch kreativ.

Nun, die Überschrift ist ein kleines Rätsel, denn es sind Umschreibungen der Vogelnahmen, sowohl der offizielle, als auch den aus dem Volksmund. Ich stelle Euch diesmal den Gimpel vor. Was der mit Einfalt zu tun hat? Dieser Vogel hat einen „relativ simplen“ Gesang und er singt eher leise. Aber, er lernt sehr schnell Melodien nach zu pfeifen und war deshalb früher ein begehrter Käfigvogel, zumal auch noch hübsch anzusehen. Oft wurden früher Vögel in Leimfallen gefangen und der hübsche Vogel ging wohl sehr einfach „auf den Leim“. Daher stand er bald als Synonym für Neuling, Tropf, Anfänger, Einfallspinseln, Dummkopf,… Im Rheinland gibt es die Redewendung „stolz wie ein „Gempel“ sein“.

Seinen anderen Namen hat der rundliche Vogel durch sein Federkleid bekommen. Pfaffe ist ein altes, etwas abwertende Wort für Geistlicher. Gerade hochgestelltere, katholische Priester trugen oft rot (oder violett) und früher eine schwarze Kopfbedeckung. Vielleicht erinnert Ihr euch noch an „Don Camillo“. Auch dass er oft dicklich und aufgepolstert aussieht, spielt dabei sicher eine nicht unwesentliche Rolle. Seltener ist die Bezeichnung „Blutfink“, welche sich wohl durch die Federfärbung selbst erklärt. Wie so oft trägt nur das Männchen ein rotes Pracht Gefieder, daß Weibchen bleibt eher grau mit einem rosa Einschlag.

Der Dompfaff gehört zu den Finken. Über das Jahr lebt und brütet er gern in Fichtenwäldern und Mischwald. Im Winter zieht er in kleinen Schwärmen durch Obstplantagen und Gärten. Ich kann mich noch gut erinnern, wie meine Mutter schimpfte, wenn sie sich über ihren Apfelbaum her machten. Sie mögen nämlich gerne Knospen. Und wenn dann einige Vögel im kleinen Baum selbige abfraßen, bedeutete das durchaus weniger Apfelblüten. Ansonsten ist sein starker Schnabel wie für Sämereien gemacht.

In der Brutzeit ist der Vogel monogam, ob das auch für das gesamte Vogelleben gilt, weiß man noch nicht. Während das Weibchen auf den Eiern sitzt und auch die erste Zeit mit den Küken, versorgt das Männchen seine Gefährtin. Nach dem Schlüpfen gibt das Weibchen Futter aus dem Kropf an die Küken weiter. Nach der Brutzeit, die wie gesagt als Paar stattfindet, kommen im Herbst dann wieder Schwärme zusammen und wir haben manchmal Gelegenheit, den prächtigen Vogel auch im Park oder Garten zu beobachten. Seinen Namen soll er übrigens vom bayrischen „gumpen=hüpfen“ haben, sein behäbig wirkendes Aussehen spielt dabei vielleicht auch eine Rolle, dabei plustert er sich einfach nur auf.

Ich zeige Euch diesmal einige von mir mit Blei- und Bundstift gemalte Gimpel und den (einfach gehaltenen) als Stempel geschnitzten Dompfaff (nicht nur für den Pullover). Übrigens kommen Gimpel auch gerne im Winter an Futterhäuschen. Vielleicht habt Ihr ja mal Glück.

Verlinkt bei der Aktion Jahresprojekt

und der Linksammlung Creativsalat

und der Linksammlung DVD

Mit fremden Federn schmücken oder federleicht oder wie eine Feder im Wind

Hallo, Ihr Lieben.

Schon als Kind habe ich mich auf Altweiber als Papageno (ja, nicht Papagena, die fand ich langweilig) verkleidet. Wer von dem noch nie was gehört hat, das ist nicht schlimm, denn nicht jeder mag Opern und Mozarts Zauberflöte. In besagter Oper kann Papageno als Vogelfänger im bunten Federkostüm ein frecher, unbeschwerte Bursche sein: „stets lustig heißa hoppsassa“. Selber frei wie ein Vogel und vorlaut-frech dem eigentlichen Helden der Geschichte beim grossen Abenteuer beistehend.

Vögel beobachten, Federn sammeln und Eierschalen bestimmen war als Kind tatsächlich etwas, was mir großen Spass gemacht hat und was ich heute noch interessant finde. Und meine Eltern waren grosse Opernliebhaber, weswegen wir Kinder lange nur mit Klassik aufwuchsen. Als frischgebackener Teen habe ich mir also mit ganz viel Federn, die ich einzeln an einen Wollpullover nähte und an einen alten Hut klebte, ein Kostüm gestaltet. Einen alten Vogelkäfig und natürlich die Flöte dazu und ich war Papageno.

Federn wollte ich schon immer als Stempel gestalten, also hab ich mir vorgenommen, welche nach Vorbildern zu schnitzen. Hier seht Ihr Greifvogelfedern, die man Dank der Größe gut gestalten kann: Turmfalke und Bussard sind es übrigens gewesen, die sie netter weise haben fallen lassen.

Bussard
Turmfalke

Ursprünglich war mal geplant, einen grauen Pullover mit grauen Federn durch bunten Federn aufzuhübschen*. Das ist dann aber jetzt in eine ganz andere Richtung gegangen und die Gestaltung wird noch mal ganz anders werden, wohl eher mit Stickgarn und Stofffarbe (ist noch in Arbeit).

Meine Nichte macht für die Schule ein Plakat über Eichhörnchen. Dafür bekam ich den Auftrag, doch ein Eichhörnchen zu schnitzen. Das war sicher auch als Aufheiterung für die genervte Homeschülerin von der Mutter gedacht. Also ist jetzt noch schnell ein Eichkater als Stempel entstanden und per Post unterwegs.

Mich hat Gott sei Dank wieder etwas Kreativität erwischt (was ich auch daran merkte, dass ich auf den Einkaufszettel ein wenig zeichnete, während ich eigentlich aufschreiben wollte, was ich schnell besorgen darf) und so zeige ich heute die neuen Stempel beim freutag.

unscharfes Foto leider, Dame in Blei wurde dann ausgeschnitten

In einer schönen Woche

Hallo, Ihr Lieben.

Mögt Ihr wieder auf einen Kaffee oder Tee bei Andreas Plausch vorbei schauen?

Die Woche war immer noch von Hitzewarnungen, Schwüle und Gewitter bestimmt. Das kann ganz schön anstrengend sein. Aber die Temperaturen wurden erträglicher. An einem Tag bin ich zum Aufsammeln von Äpfeln geradelt. Daraus möchte ich heute Apfelmus kochen. Auch einige Holzbirnen / Wildbirnen sind schon reif. Daraus machen ich „Magenapfelmus“, zusammen mit saftigen Äpfeln. Denn diese kleinen, süßen Früchte enthalten viele Gerbstoffe, die besonders gut für den Magen sind. Reif sind diese Birnen, wenn sie ganz weich sind. Gern hätte ich noch mehr gesammelt, aber die Wespen mochten das gar nicht.

Auch wenn ich die Tomaten in den Töpfen täglich gießen muss, sie werden gerade von der Sonne verwöhnt. Besonders gut hat uns die dunkle Frucht geschmeckt, die „Schwarze Krim“.

An einem Nachmittag habe ich mir allerdings einen Sonnenbrand auf dem Rücken geholt, trotz Creme. Ich habe Papier geschöpft, samt hauseigener „Salzproduktion“ (und Ihr bekommt mal mich selber zu sehen).

Bevor ich mich in Unkosten stürze, habe ich ein Kinderset genutzt, ausprobiert, vielleicht habe ich demnächst auch Lust, ein richtiges Schöpfset zu bauen.

Wirklich sehr gut liest sich dieser Krimi aus den Zeiten der Prohibition in New Orleans, daher wollte ich Euch den gleich vorstellen (selbstgekauft).

Drei Haupt-Personen machen sich auf die Suche nach dem (historisch dokumentierten) Axtmörder. Gleich zu Anfang gibt dieser Serienmörder über die Presse bekannt, dass er nur die verschonen werde, die Jazz(bands) daheim hören. Jazz und New Orleans, untrennbar verbunden, die Musik und der Tanz dazu als Ausdruck von Identität. Nicht umsonst ist eine der Hauptfiguren eine junge Frau, deren Haut zu dunkel für die eine und zu hell für die andere Seite ist. Ganz nebenbei lernen wir ihren guten Freund „Lewis Armstrong“ kennen, der später seinen Namen in die französische Schreibweise ändern wird. Auch die anderen beiden Ermittler, ein unter Druck gesetzter Polizist und sein ehemaliger, korrupter Partner, frisch aus dem Knast entlassen, versuchen diesen Axtmörder möglichst schnell zu fassen. Ein Krimineller als Ermittler, fragt Ihr Euch? In „Little Italy“ werden der „Organisation“ gerade viel zu viele Razzien durchgeführt! Da wird der Pate aktiv. Ein Pulverfass und spannend zu lesen, besonders wenn man Jazz mag.

Jeden Morgen gehen neue Hibiskus-Blüten auf und werden reichlich von Hummeln und Bienen besucht. Das Insekt ist vor lauter Pollen kaum zu erkennen.

Im Garten arbeitend, werde ich immer mal wieder von einem Frosch (sehr kamerascheu) und einer Amsel besucht. Ich hoffe sehr, dass die Amsel nicht vom Usutu Virus befallen ist, denn an ihrem Kopf zeigen sich kahle Stellen und das würde ihre „Zutraulichkeit“ erklären. Auch ein Kohlweißling besucht mich immer wieder, auf der Suche nach Nektar. Für die Bienen sind die Anemonen aufgegangen. Die Nachtschwärmer haben reichlich Nachtkerzen. Die Schmetterlinge müssen sich mit den wenigen Oreganoblüten zufrieden geben, da kommt erst noch die zweite Blüte. Hinten im Garten werden fleissig Sonnenblumen besucht. Wie ich schon erzählte, haben viele Blumen die Dürre nicht überstanden oder blühen nicht.

Die Zeit des Sonnenaufganges wird nun spürbar später. Wie schnell das plötzlich geht, daß man merkt, wie der Hochsommer in den Altweibersommer gleitet. Eine wunderschöne Zeit des Überganges finde ich.

Sonnenaufgang!

Bleibe nicht am Boden heften,
Frisch gewagt und frisch hinaus!
Kopf und Arm mit heitern Kräften,
Überall sind sie zu Haus;
Wo wir uns der Sonne freuen,
Sind wir jede Sorge los.
Daß wir uns in ihr zerstreuen,
Darum ist die Welt so groß.

Quelle: Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre, 1821

Das war eine kleine Auswahl aus unserer Woche, die eigentlich sehr gemischt war mit nicht so guten (privaten) Nachrichten, Elternabend an der Schule, wunderbaren Fotos vom grossen Sohn (der unterwegs ist), sehr schönen Treffen mit Freundinnen, viel Musik hören und tatsächlich auch mal wieder kochen. Mein Sommerhäkelprojekt habe ich angefangen und an der Sommer Post weiter gearbeitet. Richtig im kreativen Fluss bin ich aber zZt. nicht. Etwas von Rügen, genauer gesagt Putbus, habe ich hier diese Woche gezeigt, mehr über die „weiße Kreide“ werde ich Euch noch erzählen.

Euch ein wunderschönes Wochenende, macht es Euch gemütlich und erholt Euch gut.

Und da hat er uns wieder

…der Alltag.

Hallo Ihr Lieben.

(Eine Alternative Überlegung für eine Überschrift war auch: „nicht bewegen!“)

So weit weg scheint mir schon nach wenigen Tagen unser Urlaub an der Ostsee. Auch wenn wir ein paar Tage zum Aklimatisieren hatten, war die Umstellung nicht einfach, ich sag nur „Hitze“. Aber damit habt Ihr sicher alle auch zu kämpfen. Einen kurzen Einblick bietet da 12 von 12.

Eigentlich versuchen wir uns mit Salaten, Eis, Getränken und so wenig bewegen wie möglich, von Tag zu Tag zu hangeln, über die heiße Zeit zu retten. Aber im Alltag geht das nicht so wirklich. Das kennt Ihr aber sicher auch. So wie es vor dem Urlaub aufgehört hat, geht es übrigens gerade weiter. (ZB. mag mein Fuss die Hitze gar nicht und wird dick, schmerzt. Das Meerwasser und der Sand waren dagegen heilend.)

Ananas und

Gewitter haben uns diese Woche begleitet, einmal sogar ein Unwetter mit allem Drum und dran. Aber zu Schaden ist niemand gekommen, dass Wichtigste. Normal wäre ich nicht vor die Tür, auch wenn das Unwetter am Abklingen war, aber der Sohn war auf der Arbeit gestrandet und so bin ich an vielen abgebrochenen grossen und kleinen Ästen und durch Wasser gefahren. Der umgestürzte Baum war schon beseitigt worden. Ich erfuhr vom Sohn, dass der Bahnhof sogar unter Wasser stand.

Milchstern vor

Immerhin hat es der Natur Wasser gebracht. Ich habe noch Anfang der Woche sehr punktuell gegossen, Wasser sparen, auch wenn „unser“ Stausee hier noch ausreichend gefüllt ist (69,1% vor den Gewittern). Im Garten blüht eh kaum noch etwas, einige Blumen haben nur braune Blätter bekommen, sogar Nelken sind eingegangen. Der Sohn hat zwar brav die Pötte am Haus gegossen und auch an das Hochbeet gedacht, aber nicht über die Beete geschaut.

In unserem Insektenhotel auf dem Balkon sind besondere Gäste eingezogen. Nahrung haben sie auch gleich um die Ecke, meine Weintrauben. Es sind gefühlt noch mehr Wespen dieses Jahr und ich habe bisher nur vorsichtig Früchte am Rand gepflückt. Für den fleischlichen Bedarf der gelb-schwarzen Räuber gibt es genug Konkurrenten, die Wespen jagen sich durchaus auch Mal gegenseitig und fressen sich dann auch.

Wusstet Ihr, dass Wespen geschützt sind? Tatsächlichen sind einige auf der Liste der bedrohten Arten. Trotzdem ist Vorsichtlich geboten, wenn ich zu nah am Nest stehe, sind sie sofort in „Habacht Stellung“. Ich musste sie trotzdem etwas beobachten, man sieht die Rangunterschieden, bzw verschiedenen Berufe, ihr soziales Verhalten. Weniger spannend wird es dann im September, das Insektenhotel hängt neben zwei Schlafzimmern auf dem Balkon.

 

Eigentlich möchte und muss ich Stempel schnitzen (Sommerpost) und Papier schöpfen, die Pulpe steh bereit. Aber meine Finger sind irgendwie zu „dick“, die Temperatur verscheucht mich von der Terrasse (Südseite) und meine innere Einstellung, gerade wirklich kreativ zu sein, ist leider auch gerade nicht so überragend. Ich war diese Woche eher passiv.

Ich mag wieder an s Meer!

Ihr werdet sicher noch mal mehr Meer Fotos sehen. Ist die Buchhülle nicht schön? Ich erfreue mich immer wieder an ihr und sende nochmal Danke an Ulrike.

An der Sch

Blick auf das Cap Arcona.

Das helle Krächzen und Knorren der Raben ist so ganz anders, als man es sich vorstellt, wenn man die gewaltigen Vögel sieht.

Damit verabschiede ich mich in das Wochenende.

So langsam schaue ich auch wieder mehr bei Euch vorbei. Macht es Euch gemütlich beim Samstagskaffee von Andrea.

 

Kazuri

„klein und wunderschön“

(Kleinigkeiten auf Swahili).

 

Hallo Ihr Lieben.

Ist es nicht so, dass uns Kleinigkeiten am ehesten beeinflussen? Das Lächeln, ein dummes Wort, liebe Post, unerwartet ist etwas teurer, wir gewinnen oder verlieren, Halt haben oder stolpern. Und dann liegt es an uns, was wir damit machen. Manchmal muss uns erst gezeigt werden, dass eine Tür zwar zugeschlagen ist, aber dafür ein Fenster aufgegangen ist.

 

Diese Woche hat der Sohn eine geflügelten Gast mitgebracht.

Mauersegler K.

Vielleicht erkennen einige diesen besonderen Vogel, die meisten sehen ihn eher oben am Himmel seine Flugkunststücke machen. Mauersegler sind keine Schwalben, wie ich jetzt gelernt habe. Sie haben nur den gleichen evolutionären Weg eingeschlagen. Sie verbringen fast den ganzen Tag in der Luft, fangen Insekten im Fluge und trinken und schlafen sogar im Flug. Nur zum Brüten haben sie festen Boden unter den Krallen, mit denen sie sich wirklich gut festhalten können. Diese Vögel werden uns Anfang August schon wieder gen Süden verlassen, als eine der ersten Zugvögel.

Zeichnung Olof Rudbeck d. J.

Das dieser Vogel die Nacht überleben würde, war schon sehr unwahrscheinlich. Keine äußerlichen Verletzungen, aber wer weiß, wobei sich der Altvogel vielleicht doch etwas zugezogen hat, ein Luftkampf, ein Flugmanöver? Selbst Fachleute haben fast keine Chance und bei den am häufigsten gefundenen Mauerseglern handelt es sich i.R. um Jungtiere (Fütterungsreflex). Was wir ihm anbieten konnten, war Schutz und Wärme.

Mauersegler

Eigentlich haben wir schon nicht mehr damit gerechnet, dass der Vogel die Nacht überlebte, aber das hatte er geschafft. (Und glaubt uns, wir haben alle möglichen Insekten gefangen, Wasser, das Kirschkernkissen für die Nacht erwärmt, immer wieder Flugmöglichkeiten angeboten…). Irgenwann war er dann verschwunden, ich hoffte, er sei einfach davon geflogen, dabei war er zum Sterben ganz unter die Tücher gekrabbelt. Ich bin damit gross geworden, dass Natur nun mal so sein kann, aber manchmal denke ich, sie ist gerade auch zu gemein. (Mauersegler sind nicht mehr so häufig anzutreffen, sie stehen auf  der Vorliste der „Roten Liste“. Die letzen Jahre konnten sich die Vögel als Kulturfolger an Gebäuden Nistplätze sichern, aber ratet mal, wer da auf Sauberkeit bedacht ist. Die meisten Leute fürchten die viele Vogelscheiße, aber man kann ein großes Brett darunter anbringen und im Gegenzug fangen die Segler ganz viele Mücken.)

Dafür habe ich seit drei Monaten hier zum ersten Mal wieder Blaumeisen im Garten gesehen. Warum das etwas Besonderes ist? Wir hatten und haben hier die Meisenlungenentzündung, die viele Blaumeisen dahingerafft hat.

Stempel geschnitzt habe ich diese Woche keinen, ich hatte dafür keine ruhige Hand. Aber sie war ruhig genug, um aus einer alten Kette, die ein kaputtes Urlaubsüberbleibsel war, eine neue aufzufädeln. Ich liebe diese Glasperlen Ketten, bunt, wie die Erinnerung an den Urlaub, in dem ich sie gekauft habe.  Es sind schnelle und unkomplizierte Schmuckstücke nicht nur zum Sommerkleid.

Perlchen
links die Tonperlen

Über sie bin ich dann auch auf meine Überschrift gekommen. Im Stadtteil Karen (nach Karen Blixen) in Nairobi, Kenia gibt es einen Laden, in dem Frauen Tonperlen herstellen. Daraus fertigen sie wunderschöne Ketten und von dem Erlös unterstützen sie ihre Familien. Dieser Laden heißt Kazuri. Vor vielen Jahren hatten wir das Glück, vor Ort einige Ketten kaufen zu können, die noch immer zeitlos schön sind.

Wirklich sehr habe ich mich über Post diese Woche gefreut! Bei„Frau Nahtlust“habe ich z.B. ein ganz wunderschönes Nadelbriefchen gewonnen. Gerade diese indigoblauen, bestickt mit weißem Kontrastgarn, hatten es mir besonders angetan. Wie Schaum auf den Wellen des Ozeans.

Post Mano/frau nahtlust

Sehr gefreut habe ich mich auch über die lieben Wünsche per Post von Mano. Eine selbstgemachte Collage mit meinem Wappenvogel kam Ende der Woche hier an.

Ganz herzliches Dankeschön, einmal für das Gewinnspiel (und damit für den Gewinn) und für die lieben Worte, von einem Vogel überbracht! Überhaupt, an alle, herzlichst Dankeschön, ich habe diese Woche schon wieder viel mehr gemacht. Ihr glaubt gar nicht, wie erfüllend es sein kann, ein wenig mehr Hausarbeit zu machen und sogar wieder einkaufen zu gehen. Jeden Tag mehr. Und nicht mehr lange bis zum Sehnsuchtsort.

 

Kommt Ihr auch wieder auf einen Kaffee bei Andreas Samstagsplausch vorbei?

 

It has long been an axiom of mine that the little things are infinitely the most important.

Es war immer mein Grundsatz, das die kleinen Dinge im Leben die wichtigsten sind.

Sir Arthur Conan Doyel

 

Grosse Dinge entstehen durch eine Reihe kleiner die zusammenkommen.

Vincent van Gogh

Feuchte Schafskälte

Hallo, Ihr Lieben.

Andrea läd wieder zum Samstagsplausch ein, kommt doch auf einen Kaffee oder Tee oder ein kühles Getränk vorbei.

Es ist feucht und kühl am Anfang in dieser Woche gewesen. Viel Regen hat es nicht wirklich gegeben. So unterschiedlich ist es gerade in Deutschland mit dem Wetter. Aber es ist eine gute Zeit gewesen um noch mal schnell etwas einzupflanzen und noch mal Bienen Blumensamen in Lücken zusähen. Für die erste Saat im Frühjahr war es einfach zu trocken und ich habe nur ganz wenig und gezielt gegossen. Das muss ich auch jetzt noch, weiter gießen.

Ich habe in der Bücherei ein tolles Buch entdeckt.“ Tausend geniale Lifehacks vom Topp Verlag. Ich liebe es. Ein paar Sachen kennt man, viele neue Ideen findet man. Davon kann meine Familie jetzt ein Lied singen. In Anbetracht der Wetterlage fand ich diese Idee super zum einfachen und punktgenau Bewässern. Wenn in das Gefäß die Löcher gebohrt würden, schaufelt Ihr neben der Pflanze etwas Platz und gräbt es dort ein. Nun bleibt das Gießwasser genau da, wo es hin sollte.

Die passende Beschriftung zur bewässernden Pflanze steht auf einer Holzwäscheklammer. Oder ein Holz – Eisstäbchen am Rand mit dem Namen. Da hätte die Plastik Verpackung, die man manchmal doch noch hat, eine Verwendung.

Die Melonenbirne, die ich erstmals ausgepflanzt habe, kommt gut, erste Blütenansätze sind zu sehen. Die Tomaten wachsen gut mit ersten Blüten und wieder freue ich mich, daß auch die Gloriosa wieder ihre ersten Blätter aus der Erde streckt. Die Ruhmeskrone (ihr anderer Name) ist eigentlich im feucht-warmen Dschungel als Kletterpflanze beheimatet, ähnlich müssen hier auch die Bedingungen sein. Diesmal berichte ich eher aus meinem Garten, wie Ihr lest. Hier sind am Mittwoch zB ganz viele verschiedene Marienkäfer geschlüpft, sowohl einige heimische als auch chinesische (die mit den ganz vielen Punkten, die leider die heimischen verdrängen). Die Marienkäfer Larven waren an meinen Pflanzen recht erfolgreich bei der Blattlausvernichtung. Und was sie nicht gefunden haben, holten sich die Blaumeisen.

Hier seht ihr wohl einen schwarzen Schildläuse Marienkäfer, der eher selten in Deutschland geworden ist
leider etwas pixelig

Letztes Jahr hat diese Schwertlilie nicht geblüht. Dieses Jahr waren sie und Ihre Schwestern die Bartlilien um so reichblühender. Dies ist eine „Übelriechende Schwertlilie“, auch wenn sie überhaupt nicht unangenehm riecht. Sie war schon hier im Garten als wir einzogen und ein Freund hat dann herausgefunden, wie sie heißt.

Übrigens gibt es diesen Monat wieder die Möglichkeiten „offene Gärten“ zu besuchen. Ob ein Garten in Eurer Nähe ist, erfahrt Ihr online.

Im Park fand ich wieder eine schöne Feder. Das es eine Raubvogelfeder ist, war mir klar, aber welcher kann es wohl gewesen sein? Dank dem Internet weiß ich meine Vermutung, dass es ein Habicht war, bestätigt. Großartig, dass man auch hier so viel nachschlagen kann, (Segen und Fluch des weiten webs).

Habichtfeder
etwas unscharf, da durch das Fenster fotografiert

Fleissig gefüttert und fliegen geübt wurde Anfang der Woche, sehr gefreut habe ich mich über das kleine Gartenrotschwänzchen. Hoffentlich sind alle Küken schon flügge genug, um vor den Katzen sicher zu sein.

Mit dem Rad bin ich vor Fronleichnam einkaufen gefahren, durch die Felder. Wunderschöne Wegraine und zwischen den Getreidefeldern blühende, bunte Streifen. Es gibt hier in dem dichtbesiedelten Raum einen Bereich, der u.A. von der EU gefördert wurde, aber auch eine Privatinitiative eines Biologen. Und einen Landwirt, der viele Streifen mit Blühpflanzen eingesäht hat oder brach liegen lässt.

Den Feiertag lassen wir mal einfach weg, Kopping, wie man hier so schön sagt.

Der Freitag ist voll. sowohl digital als auch real. Besorgungen machen, der Sohn hat Schule, ich mache mit bei zwölf von zwölf und zeige meinen Blumenstrauß.

So, da endet die Schafskälte in einem wirklich sehr warmen Tag und auch der heutige Samstag verspricht schon zu dieser frühen Uhrzeit eine schwühle Hitze. Gut das ich gestern alles ereledigt habe. Heute werde ich mich wohl kaum rühren, denn schon der Hundegang eben hat mir die Schweißperlen auf s Gesicht getrieben.

Ich hoffe, Ihr habt alle ein kühles Plätzchen, genießt das Wochenende und bleibt von Unwettern verschohnt.