September Collage

Hallo Ihr Lieben.

So ein schöner Monat liegt hinter mir. Auf vielen Blogs habe ich schon gelesen, wie schön auch dort der Monat war. Als wolle der September uns etwas für verregneten Hochsommertage entschädigen.

Dabei habe ich Euch noch nicht mal in die Ferne schweifen lassen: Rügen war Ende August, Anfang September wieder unser Ziel. Aber das kommt noch, ich möchte Euch noch ein paar wirklich schöne Bilder zeigen.

Monatsvögel wurden vorgestellt und als Stempel umgesetzt. Die Apfelernte begann und so manches Glas gefüllt. Der Sohn fängt nach der Schule ein FSJ an, durfte früher loslegen und ist ganz begeistert. Der ältere hatte die Nachricht von einem weiteren Semester daheim bekommen, um in „allerletzter Minute“ von „möglichst viel Präsenz“ zu erfahren. (Alle reden von den Schulen, verständlich, es geht um Kinder, aber die Unis usw.? Nun, die D.Bahn wird ihn frühmorgens wohl halbwegs pünktlich hinbringen.)

Ich bin kaum zum Lesen gekommen, das mache ich nämlich am Liebsten Abends und da war ich immer früh müde. Ein Buch über eine ganz besondere Radtour werde ich hier noch vorstellen. Viel im Garten wurde geschafft und wieder einmal angefangen auszumisten. Da muss man nun mal dran bleiben.

Die letzten geschöpftes Kunstwerke von selbst gestaltetem Papier sind hier angekommen und ich möchte mich noch mal ganz herzlich bedanken für die vielen schönen und sehr individuellen Papiere bedanken (was ich viel früher machen wollte, aber die Zeit) Ja, die Zeit ist mir diesen Monat davon gelaufen. wer mehr über die Post Kunst Aktionen wissen will,… hier lang.

Mal sehen, was der Oktober bringt, außer erste Herbststürme.

Verlinkt bei Birgits Monats Collagen Sammlung

Hoppevogel

Hallo Ihr Lieben.

Die ursprüngliche Reihenfolge meiner Vögel für das Jahresprojekt ist eh nun durcheinander geraten, so dass die Anregung meiner Mutter zur rechten Zeit kam. (Sie war der Meinung, ich hätte schon einen entsprechenden Stempel. Richtig war aber, dass er schon lange auf meiner Liste stand.)

Schon in der Antike gibt es Texte (Ovid zB.), die diesen Vogel beim Namen nennen. Auch flog er zwischen der Königin von Saba und König Salomon als Bote hin und her. Für manche Völker ist er ein heiliger Vogel, ein Symbol der Fruchtbarkeit, des Frühlings. In anderen Ländern dagegen gilt er als unrein, da er im Dung pickt – nach Maden. In Israel ist er seit 2008 Nationalvogel. Da er sich auch schon mal an Bienen heranmacht, war er von Imkern nicht gern gesehen. Die Rede ist vom Wiedehopf. Achtung, kein „r“ einweben, dass passiert mir manchmal. Der Name hat nichts mit dem Wort „wieder“ zu tun. Eher kommt er wohl aus dem Althochdeutschen und hat den lautmalerischen Hintergrund „wüthüp“.

Der Name des Wiedehopfes hat also nichts mit dem auffälligen Kopffederschmuck oder hüpfen zu tun. Denn er besitzt einen sehr ähnlichen Namen im altenglischen, altirischen und altsächsischen und diese haben wohl mit der Bezeichnung für (altes?) Holz zu tun. Ich denke, es ging um die Futtersuche im Altholz, er frisst Insekten, Larven und Würmer. Der Lateinische Name Upapa epops dagegen hat sehr viel mehr mit dem Vogel zu tun, er erinnert an seine Rufe in der Brutzeit zu tun: „up-up-up“.

Amselgroß ist der Wiedehopf, hat einen langen, gebogenen Schnabel und seine fuchsrote Federhaube mit den schwarzen Enden ist unverwechselbar. Auch seine Flügel sind mit der schwarz weißen Färbung sehr auffällig und beim bogenförmigen Flug gut sichtbar. Die Haube stellt er übrigens auf, wenn er sich bedroht fühl oder aufgeregt ist (auch bei der Paarung natürlich).

noch kontrastreich durch die Bleistiftzeichnung

Gern lebt er in Streuobstwiesen oder Hochstammbäumen, er baut auch sein Nest in sie, nimmt aber auch andere Höhlen oder Halbhöhlen. Alte Astlöcher, die durch den Zahn der Zeit zu „Unterkunftsmöglichkeiten“ wurden oder Spechthöhlen, welche im Frühjahr gerne als Brutstätten genommen werden. Alte Weinberge mag er auch. Wie bei vielen anderen Tieren hat der Rückgang dieser ökologischen Nischen zum Schwund des schönen Vogels geführt. Der Wiedehopf ist übrigens ein Zugvogel in unseren Breiten. Seine Verbreitung ist von Eurasien und Afrika bis zu einzelnen Gebieten nördlich der Alpen. Er ist also gar nicht so häufig bei uns anzutreffen. Brutgebiete gibt es unter anderem im Süden Deutschlands und im Osten, immer da, wo es warme, offene und trotzdem buschige, ruhige Gebiete gibt – mit altem Baumbestand. Auch für diesen Vogel ist die intensive Nutzung unseres Landes und immer stärkere Zersiedlung der Grund, dass er auf der „roten Liste“ steht.

Upupa epops

Wusstet Ihr, dass man in der Schweiz sagt: „Du stinkst wie ein Wiedehopf“, weil sich die Vögel mit einem stinkenden Sekret gegen Feinde wehren?

Oder dass der Wiedehopf der einzige Vogel seiner Art in seiner Familie ist, bzw. einer von mehreren Vögeln der artenreicheren Familie der Baumhopfe? (Ich habe überwiegend aber die erstere Zuordnung: Hopfartige, Familie: Wiedehopfe, Gattung: Wiedehopfe gelesen) Früher wurde er den Rackenvögeln zugeordnet.

Kontrast in SW

Ich hoffe, ich konnte Euch wieder einen interessanten Vogel im Jahresprojekt, angestoßen von Andrea, nahe bringen!

Verlinkt bei dieZitronenfalterin

Verlinkt beim Creativsalat https://www.creativsalat.de

Verlinkt beim Freutag

etwas Besonderes

Hallo Ihr Lieben.

Die Zeit rast manchmal ganz besonders. Oft habe ich genau in den Übergangsphasen das Gefühl, dass besonders viel zu machen ist. Das liegt natürlich auch daran, dass in dieser Zeit tatsächlich mehr zu tun ist, wenn man es „zulässt“, wie im Spätsommer z.B. Ernte und das Verarbeiten der selbigen. Auch muss im Garten und Balkon besonders viel angegangen werden. Und man trifft sich wieder mehr mit besonderen Menschen bei dem schönen Wetter. Ach, das Wetterchen ist doch ein Traum, oder? Ganz besonders! Am Samstag Morgen war ich mit einer Freundin erstmals auf einem „holländischen Stoffmarkt“. Ich musste mich schon arg zusammenreißen. So viele besondere Schönheiten. Ich weiß, für viele ist dem nicht so, aber ich bin aus dem Staunen ob all der besonderen Vielfältigkeit gar nicht raus gekommen. Ich bin eben nicht jemand, der viel näht, entsprechend habe ich mich wenig bisher umgesehen. Aber jetzt ist einiges geplant und dafür muss meine Familie dann auch mal einen Tag ohne den Tisch auskommen. Zwei Reste und ein kleineres Stück für ein Shirt wanderten in meine Tasche.

Ideengeber?

Die letzte Woche war bestimmt von Aufräumen im Garten (sowohl Teile des alten Zauns entsorgen als auch vom übrig gebliebenen Lebensbaum ganz viel abschneiden), Abfuhrtermine mussten eingehalten werden. Mit der Freundin sammelte ich verschiedenste Äpfel auf der öffentlichen Obstwiese für die nächste Woche. Es wird wieder einen Seniorennachmittag geben, der erste seit Corona und ich möchte zwei Apfelkuchen backen. Aber natürlich wurden auch Äpfel von meiner Mutter schon verarbeitet. Der Dülmener Rosenapfel durfte erst hier ein wenig duften, aber da es teils leider Fallobst war, wurde Mus und Gelee gemacht.

Lebensräume

Almuth wollte mal von mir wissen, wo ich im Garten einfach *Hackklötze* als Insektenlebensraum stehen habe. So schön und besonders, was sie immer an Insekten auf ihrem Blog zeigt, da muss ich etwas Werbung für machen. Gleichzeitig ist es auch ein Foto für „Close to the ground“. Solche „Hackklötze“ sind wirklich gute „Hotels für allerlei Viecher“. Von unten werden sie ausgehöhlt, verschiedene Käfer setzen ihre Eier hier ab und ihre Engerlinge leben manchmal bis zu 3 Jahren da drin. Schmückend können sie auch sein. Ich habe sie am Rande des Beetes zur Terrasse stehen. Diese habe ich von meiner Mutter bekommen, nach dem letzten Sturm sind sie nach der Aufarbeitung der umgefallenen Bäume übrig geblieben. Erst waren sie tolle „Hocker“ und „Gelegeheitstischchen“, nun Häuser.

Am Morgen ist es mittlerweile doch recht kühl geworden, aber kaum ist die Sonne etwas höher geklettert, spürt man noch ihre besondere, warme Kraft. Ich sauge die Farben, die Gerüche und die Wärme auf um sie für später zu speichern, denn es ist nun Herbst.

Himmelsblick mit kleinen Schleierwolken besonders interessant, ich freu mich über jeden blauen Himmel gerade
Entstehung eines neuen Stempels, letzter Feinschliff fehlt noch …

Viel war ich kreativ diese Woche nicht unterwegs. Meine Mutter benötigte letztes Wochenende noch mal einige neue Karten, natürlich durfte mein momentaner, besonderer Lieblingsstempel nicht fehlen.

besondere Majestät, wer noch nachlesen mag…

Eigentlich sollte ich mich schon mal an den nächsten, besonderen Vogel machen, denn der Monat neigt sich dem Ende zu, die Wahl steht nun unmittelbar bevor und wir gehen in die letzte September Woche. Aber ich werde mich erst nächste Woche da dran machen. Das Jahresprojekt von Andreahttp://diezitronenfalterin.de hält einen doch manchmal auf Trab, was ich aber gut finde. Außerdem wirft der Oktober mit Ulrikes Projekt gruselige Schatten voraus. Kürbissuppe köchelt auch gerade vor sich hin. Dieses Mal habe ich sie mit Süßkartoffeln, Paprika, roter Gemüsezwiebel, Knoblauch und einige Kartoffeln und Möhren angesetzt. Am Liebsten nehme ich ja nach wie vor den Hokkaido Kürbis. Habt Ihr da auch so Eure besonderen Lieblinge?

Dann will ich mal schauen, wer sich alles zum Samstagsplausch bei Andrea versammelt hat.

Verlinkt bei Karminrot, Fotomomente, Galeria Himmelsblick

Majestät

Hallo Ihr Lieben.

Mit meinem neuen Vogelportrait melde ich mich auch endlich für das Jahresprojekt zurück.

Ich gestehe, dass ich wieder meine Planung umgeworfen habe, denn eigentlich sollte es in diesem Altweiber Monat September um einen kleinen Hühner Vogel gehen. Aber es kam mir die Sichtung eines großen Raubvogels an der deutschen Küste dazwischen. Ihr ahnt es vielleicht, es soll um den Adler gehen. Aber weniger um den See- oder Fischadler, sonder um den seltenen Schreiadler.

Clanga pomarina ist der kleinste Adler Deutschlands und der seltensten und unbekanntes unter seinen majestätischen Verwandten. Und vielleicht auch der interessanteste.

Mit bis zu 160 cm Flügelspannweite ist dieser Adler wie bereits erwähnt, der kleinste Vertreter in Deutschland. Mit ca. 100-130 Brutpaaren ist er auch von der Population her der kleinste. Er ist durch die Veränderung der Landschaft am stärksten betroffen.

Etwas größer als der Bussard, braun durchgefärbt und mit einem helleren „Band“ hinten am Übergang zum Schwanz.

Charakteristisch für diesen Adler sind seine eifrigen Lautäußerungen, wie der Name es schon sagt. Er ist ein Zugvogel, seine Winter verbringt dieser Raubvogel im südlichen Afrika. Leider ist seine Reise dorthin durch Wilderei gefährdet, denn noch immer gilt es als männlich, einen Adler zu schießen. Die andere Gefahr droht durch immer weitere Flurbereinigungen für Agrar- und Lebensraum des Menschen. Denn hier kommt eine weitere Besonderheit dieses Raubvogels zum Tragen: dieser segelt nicht durch die Luft und erspäht seine Beute von oben, er läuft! Etwa 80% seiner Beute, bestehend aus Kleinsäugern, Amphibien und Reptilien jagd er „zu Fuß“ auf Grünland und Brachflächen in der Nähe seines Horstes im ungestörten Wald. Auch Insekten und Aas werden genommen, Ansitzjagd von niedrigen Warten  und niedriger Suchflug an Waldränder, (Laub- und Mischwald) mit Feuchtbiotopen, Gebiete, die kaum, eher gar nicht bewirtschaftet werden sind sein Lebensraum, und diese werden leider immer weniger.

Eine weitere Besonderheit gibt es im Brutverhalten der „Pommernadler“, den „Kainsmord“. Wenn im April die Vögel zurück kehren, das Männchen mit Flugkunstücken um das Weibchen geworben hat und ein Horst entweder wieder besetzt oder ein neuer gebaut werden konnte, werden zwei Eier gelegt.

Bei fast allen Raubvögel gibt es nur ein kleines Gelege und oft schaffen es daraus nur wenige (manchmal gar keine) Jungvögel zu überleben. Wenn beim Schreiadler das zweite Küken schlüpft, wird es vom ersten, dem „Abel“ attackiert. Sehr oft übersteht dieses Küken die Attacken nicht. Es ist wohl eine „Rückversicherung“, dieses zweite Ei. Anfangs versorgt nur das Männchen Brut und Weibchen. Mit steigendem Bedarf müssen bald beide Elternteile jagen.

Wer jetzt glaubt, dass dieses Küken keine weiteren Feinde hat, irrt, andere Raubvögel, wie der Habicht, schlagen die Jungvögel im Horst als Beute, Waschbären oder Marder klettern den Baum hoch und gehen an das Gelege.

…so in der Natur gesehen…
Vorbereitungen und erste Schnitte

In vielen Bereichen seiner Flugrouten stehen mitlerweile Windräder und der Adler weicht dann lieber aus und sucht andere Routen und Nistplätze. Auch sind die Waldstücke mitlerweile nicht mehr so ungestört, Forstbetrieb und Ausflügler stören den darin recht empfindlichen Vogel. Wer mehr über diesen interessanten Vögel erfahren möchte, dem empfehle ich die Seiten der deutschen Wildtierstiftung, von der ich viele Informationen für den Artikel gefunden habe: https://www.deutschewildtierstiftung.de/wildtiere/schreiadler

Werdegang
das ist er nun, mein Schreiadlerstempel

Den Stempel habe ich nach einem Foto, welches ich im Netz gefunden habe, gemalt und geschnitzt. Ich hoffe, man erkennt ein wenig den Werdegang. Um die Feinheiten hin zu bekommen, habe ich Softcut genutzt, so kommt das Federkleid gut zur Geltung und selbst so ein spitzer Schnabel kann geschnitzt werden. (selbstgekauft, kein Werbeauftrag)

Schreiadler Stempel

Jedenfalls kommt noch ein Flugbild hinzu als Stempel, aber erst die kommenden Tage, genau wie ich noch ein Portrait malen möchte.

In der zweiten Woche konnten wir auch noch mit dem Seeadler Vergleiche ziehen. Weihen, Milane und Bussard wurden ebenfalls gesichtet, ebenso Falken, Sperber und Habicht. Aber keine Entdeckung war so besonders, wie dieser Adler!

Verlinkt bei Andrea „Zitronenfalterin“

DVD und Creativsalat https://www.creativsalat.de

nur Kleinigkeiten

Hallo Ihr Lieben.

Ein ganz normale Woche liegt hinter mir, wenig zu berichten. Das ist super! Glaubt mir.

Aber etwas Besonderes gab es am Montag. Ich habe einen ganz wunderschönen Strauß per Post geschickt bekommen. Der hat mein Herz wirklich sehr erfreut, meine Augen ebenso und die Nase auch noch! Astrid hat mir eine blumige Freude gemacht! Nicht nur, dass wir jeden Freitag bei Ihr die schönsten Blumenarragements sehen dürfen, sie hat mir auch so einen wunderprächtigen Strauß geschickt. Den muss ich natürlich hier zeigen und auch bei Holunderblütchen verlinken.

Ist das nicht eine sommerliche Pracht? Im getöpferten Blumenkrug von Rügen finde ich Sonnenblumen, Dill, Schafgabe, den blaublassen Rittersporn und mehr, passend zusammen präsentiert. Für mich sieht der Strauß so aus, als wäre man einmal durch einen Bauerngarten gegangen (und die liebe ich sehr, außerdem brauchte ich eine Vase, die diesen großen Strauß auch halten konnte).

Ihr seht auf dem Bild auch noch Ulrikes Karten, die jetzt auch selber Stempel schnitzt und das als Anfängerin (!) ganz großartig macht. Schaut mal, was sie hier auch kleinesfeines geschnitzt hat.

Außerdem war ich erfolgreich im Secondhand finden: ich liebe die echten iitala Gläser. Die muss ich jetzt erst mal etwas ansehen, bevor ich sie nutze. Wahrscheinlich werden sie dann auch erst mal als kleine Vasen gebraucht.

Liebe Astrid, das wäre nicht nötig gewesen, aber ich habe und erfreue mich immer noch so sehr am Strauß. Der Dill duftet fleißig und ich liebe Dill und Duft. Danke Dir sehr! Ich werde noch lange an dem Blumen meine Freude haben.

Was ich auch diese Woche endlich mal wieder gemacht habe, ist Stempel schnitzen:

Die Käuze aus dem Vormonat haben es endlich auf eine Stempelplatte geschafft. Als erstes kam der kleine, schlafende Vogel dran. Den hatte ich nach einem Besuch über Webcam festgehalten mit einer kleinen Bleistiftskizze und wollte nun schauen, wie sich das als Stempel macht. Nach der anderen Skizze habe ich dann einfach mal losgelegt und auf das Material gemalt, den Stempel so groß, wie eine Postkarte gehalten und losgeschnitzt.

Den kleinen schlafenden Kauz mag ich sehr. Auch der auf dem Ast sitzende Kauz gefällt mir, genau wie der Baum. Mit dem Astloch und den darin sitzenden Käuzen bin ich gar nicht zufrieden. Übrigens habe ich extra in den Zwischenräumen einzelne Strukturen gelassen. Diese Zusammenstellung von Ast und Vogel ganzflächig mag ich aber sehr und werde es sicher noch anders arrangieren. Ein paar weitere Stempel sind in Arbeit, aber wenn es jetzt mal aufhört zu regnen und ich Zeit habe, muss ich mich an das Papier schöpfen begeben.

Sonst war es hier eine sehr ruhige Woche, wie oben erwähnt. Besuch hatten wir:

Auf dem Balkon wurde eine junge Krähe gefüttert, lautstark war das und so war ich auch aufmerksam auf sie geworden. Sehr interessiert und noch gar nicht scheu ertrug mich die junge Rabenkrähe. Wir begutachteten uns gegenseitig sehr genau.

Heute werde ich noch etwas aufräumen, eine Quiche backen, denn Freunde, die wir wirklich sehr lange nicht mehr gesehen haben, kommen morgen vorbei. Außerdem will ich Waffeln und süsse Waffeln backen, die gehören für uns zum Sommer dazu. Auch wenn der noch auf sich warten lässt. (deswegen schau ich ggf auch verspätet bei Euch vorbei)

Habt alle ein wunderschönes und erholsames Wochenende! Lasst das Wetter einfach Wetter sein und genießt es trotzdem.

Und damit setze ich mich zu Andrea in Berlin an den Samstagsplausch-Tisch und verlinke den Beitrag dort.

Wippsteerts, die kleine Bachstelze

Ihr Lieben.

Kein Irrtum, diesen Monat geht es um „mein Wappentier“, wie Ihr schon in der Überschrift lesen und erahnen konntet.

Der kleine Vogel mit dem wippenden Stert. Ein kleiner Zappelphilipp. Der Name (hier) stammt aus dem Plattdeutsch, genau wie Wippstiärtken oder Wibbelstetzje und im Englischen heissen sie „wagtail“, sehr ähnlich, nicht wahr? Auch Akkermāntje oder Baumāntje werden sie genannt, wissenschafftlich Motacilla alba. Umgekehrt wurden früher die unruhigen Kinder nach diesem Vogel benannt. Unverwechselbar seine schwarz weiss graue Färbung, die wunderschöne Kontrastgebung des Gefieders. 16,5 bis 19 cm und ca 25 g sind die Maße dieses zierlichen Gesellen. Ein Singvogel aus der Familie der Stelzen und Pieper, aus der Ordnung der Sperlingsvögel. Rank und Schlank, elegant, wie ein Geck im Frack stelzt sie durch die Wiese, mit weit ausgreifenden Schritten, immer in Bewegung. Ständig bewegt sich dabei auch das Köpfchen vor und zurück und hält Ausschau.

Ich warte schon ganz schön lange!

Immer auf der Suche nach Insekten, in der Nähe von Wasser und Vieh. Wer genau hinschaut, sieht, wie sich die Vögel die auffliegenden Insekten auf der Wiese vor den Hufen des Viehs schnappen – heute kann das sogar ein Mähroboter im Garten sein. Aber auch am und in niedrigem Wasser findet die Bachstelze Köcherfliegenlarven. Einen grossen Anteil machen Käfer in ihrem Speiseplan aus. Sämereien werden eigentlich nicht aufgenommen, Beeren nur mal angepickt. Ein Zugvogel, der im Winter bis nach Nordafrika fliegt. Von menschennahen Kulturlandschaften, über Felder, Marschen und Gebirgszüge sieht man sie, den schwarzweißen Vogel. „Tswii-witt“ hört Ihr sie rufen und findet sie vielleicht halbhoch in der Mauer, einem Holzstoss oder gut schützende Gebüsch brüten. Dann hat das Männchen im Frühling, nach der Reise aus dem Süden, bereits einen Zickzack Hochzeitstanz vor dem scheinbar unbeeindruckten Weibchen aufgeführt. Die Männchen kommen etwa eineinhalb Wochen vor den Weibchen in ihren angestammten (oft sind es die Geburtsgebiete) Revieren an und bekunden lautstark mit Rufen ihren Anspruch. Rivalen werden vertrieben. Manchmal wird sogar ein Weibchen angeflogen, wenn es sich nicht zu erkennen gibt. Die Brut besteht oft aus 5-6 Eiern, die mindestens 11 Tage ausgebrütet werden. Danach erfolgt die Fütterungsphase von etwa zwei Wochen im Nest und dann noch mal etwa eine Woche außerhalb.

Meins! Nein, meins!

Letztes Jahr im Sommer hatte ich die aufregende Möglichkeit durch das Fenster eine wenig bei der letzten Woche der Fütterung zuzusehen und eine ganze Reihe Fotos zu machen.

Wer am lautesten ist…

Elf Unterarten werden von dem Vogel aufgezählt, dabei variiert das Gefieder, bzw die geografischen Variationen sind mal stärker, mal weniger stark ausgeprägt. Auch Verwandtschaft gibt es einige, viele kennen sicher die Kuhstelze, um nur einen Vogel in Vertretung zu nenne.

wie, dass war alles?

Ab und zu habt Ihr hier oder auf meiner Post schon einen kleinen Stempel von dem schwarz-weißen Vögelchen gesehen. Den habe ich vor Jahren, am Anfang meiner Blogtätigkeit von Maike vom Blog Kleineviecher bekommen. Der ist selbstgeschnitzt und hat mich nicht nur wahnsinnig gefreut, sondern angefeuert, selber zu schnitzen!

Aber hier kommt nun mein neuer, selbstgeschnitzter, viel größerer und ganz anderer Stempel vom Bachstelzchen:

Natürlich kontrastreich und doch ganz anders sollte er sein, mein Vogel, als der kleine Stempel, der nach dem Vorbild meines Blog Headers geschnitzt wurde.

Nun zeige und verlinke ich diesen Monatsvogel aus meinem Jahresprojekt bei Andrea, die Zitronenfalterin, die netterweise den Anstoß am Anfang des Jahres für monatliche Projekte gab und uns die Plattform auf ihrem Blog zum Zeigen ermöglicht.

Außerdem verlinke ich den Stempel beim Creativsalat.

Wally und Bavaria

Ein Bartgeierpaar in Bayer.

Hallo Ihr Lieben.

Als ich die Namen las, musste ich natürlich an die berühmte „Geier Wally“ denken und auch an die Namenspatronin Bayerns, daher kommen natürlich auch die Namen der beiden Vogelweibchen, die im Juni vielfach in den Medien erwähnt wurden.

Im Monat Juni 2021 wurden im Nationalpark Berchtesgaden zwei Bartgeier ausgewildert. Diese gewaltigen Vögel hatte ich sowieso auf meiner Liste, dass sie genau jetzt dann als Projektvogel dran kommen mussten, war nach den Pressemeldungen doch klar. Geier in Deutschland? Geier leben doch in wüstenähnlichen, heißen Regionen, nicht in den Alpen, werdet Ihr vielleicht denken. Tatsächlich gehörte aber dieser Vogel früher zum Ökosystem der Alpen, den Gebirgszüge jenseits der Baum Grenze. Vor hundert Jahren dachten die Menschen, diese großen Raubvögel verschleppten nicht nur Lämmer und Wild, sondern auch Kinder. Es konnte sich wohl niemand vorstellen, dass Vögel als Beuteschema Knochen haben. Tatsächlich besitzen Bartgeier eine der stärksten Magensäuren im Tierreich und diese wird spielend mit den sehr nahrhaften Knochen fertig. Manchmal lassen die Geier besonders lange Knochen fallen, damit sie durch die Höhe zersplittert.

Foto aus meinem Bestimmungsbuch (GU)

Und so wurden die Geier mit Namen betitelt, die aus dunklen Mythen entstanden und daraus resultierte die Ausrottung dieser interessanten Vögel, aus Angst vor „Kinderräubern und Viehdieben“. Die größten Raubvögel Europas mussten doch gefährlich sein.

„Kindtöter, Lämmergeier, Knochenbrecher, Boanbrüchl“ , keine netten Namen. Bartgeier haben ihre Bezeichnung in Wirklichkeit von dem schnäuzerähnlichen Bart am Schnabel. Auch Wally und Bavaria haben schon einen Bart zum grauen Federkleid der Jugend. Hervorzuhebend sei noch, dass der Kopf dieses Geier Gefieder trägt. So hat die Knochenspezialisierung noch etwas weiteres Gutes, nämlich ein hübsches Federkleid.

Mit 2,90 m Spannweite und von 5-7 kg sind diese Vögel größer als die majestätischen, für edel gehaltenen Steinadler. Doch jagen Bartgeier nicht. Knochen von Kadaver und vor allem das darin enthaltene Knochenmark sind sehr nahrhaft für Sie. Ihre Jungvögel werden mit hochgewürgtem Knochenbrei gefüttert, bis sie später an Gebeine fressen gewöhnt werden. Überhaupt sind diese Vögel, die in den europäischen Hochgebirge leben, faszinierend. Diese beiden Jungvögel stammen aus Andalusien und gehören zu einer viel beachteten Wiederansiedlung, nicht nur in Deutschland. Dort ist der deutsche Nationalpark nur ein Lückenschluss. Natürlich möchten Forscher, dass die beiden Weibchen Partner finden und da die Geschlechtsreife etwa erst ab dem 5. – 8. Lebensjahr eintritt, nach dieser Zeit auch brüten. Bis dahin leben sie in den steilen und hohen, unwirtlichen (unwirklichen) Klippen. Vielleicht werden sie sich beim Liebeswerben eines Tages, nach intensivem in die Augen schauen, im Sturzflug von diesen Steilklippen trudeln. Wenn Sie sich mit Liebesgaben beschenkt und liebevoll geputzt haben, brüten sie abwechselnd von Januar bis Mai. Die Brutzeit dauert 56 Tage, 125 Tage braucht es, bis Jungvögel fliegen können. Zwei Eier werden im Nest in der Klippe gelegt, eines ist aber eher ein Reserveei, denn es überlebt nur ein Vogel im Nest. Die Sterblichkeit der Jungvögel kann sehr hoch sein, die Lebenserwartung aber mit 30 Jahren in freier Wildbahn (50-60 Jahre im Zoo) ist allerdings auch lang. Genau wie Ihr vielleicht schon mal gesehen habt, dass Rabenvögel und kleinere Raubvögel größere Raubvögel attackieren, so ergeht es dem Geier auch. Ein viel größeres Problem ist aber die Tierkörperbeseitigung, die vorgeschrieben ist. Wurden früher nicht nur Wildtiere, sondern auch Nutztier, welche verendet waren, liegengelassen, so müssen diese Kadaver wg möglichen Krankheiten heute entsorgt werden. So sind Bavaria und Wally auf (unauffällig platzierte) Menschengaben angewiesen. Ab und zu würgt dann ein Geier die unverdauten Reste wie Gewölle aus.

Bartgeier Skizze (intensiver Blick, nicht wahr?)

Die neuen Raubvögel Gäste können übrigens auch per Webcam beobachtet werden.

Bis jetzt bin ich gestalterisch nur zu einer Skizze gekommen. Das rötliche Gefieder kommt von einem eisenoxidhaltigem Wasserbad gegen Ungeziefer, welches die Raubvögel machen.

So gern möchte ich noch ein Flugbild als Stempel schnitzen.

Gern verlinke ich diesen Vogel meines Jahresprojekt bei Andrea, die Zitronenfalterin und hoffe, Euch wieder unterhaltsam einen besonderen Vogel nahe gebracht zu haben.

Weitere Verlinkungen beim Naturdonnerstag und creativsalat

Von Küken, stabilen Eiern, Reifeprüfungen und überhaupt und sowieso

Hallo Ihr Lieben.

Ruhig war es hier auf dem Blog. Gar nicht ruhig war es in unserem Leben.  Als Kind fand ich den Ausspruch meiner Oma immer unsinnig, was hatte sie es nur immer mit der Gesundheit? Als Kind strotzt man ja i. R. auch vor Kraft. Selbst wenn man mal krank war, schüttelte man das doch gefühlt schnell wieder ab. Selbst längere „Geschichten“ seh ich bei mir durch eine zumindest rosa getönte Kinder Brille. Auf aktuelle Einzelheiten mag ich nicht eingehen,  das ist mir alles zu privat. Aber ich denke, es wird.

Lieber erzähle ich Euch, dass wir diesen Monat alle geimpft wurden. Für die Jugend freut mich das besonders, da waren „Dosen wo übrig“ und der Zufall wollte es, dass wir auch rechtzeitig da waren. Wir „Grossen“ hatten eh diesen Monat Termin.

Außerdem hat unser zweiter Sohn nun seine Leistung bezüglich bestandenem Abitur schriftlich und selbiges konnte sogar mit einer kleinen Feier übergeben werden. Wie sagte der Elternvertreter so schön und sinngemäß hier wiedergegeben: G8 in G7 abgeleistet!

Als Eltern wird man schon etwas wehmütig, wenn auch der 2. Sohn durch die Schule gekommen ist und nun ein neuer Abschnitt auf ihn wartet.

Amselnest

Lebensabschnitte gab und gibt es auch in unserem Garten. Zu früh hüpfte ein weiteres Mal ein Amsel Küken aus dem Nest. Nach dem wir es unter Einsatz unseres Lebens mit Handschuhen und Stuhl das erste Mal wieder zurück setzen konnten, hörte ich es einen Tag später wieder irgendwo am Boden. Nun, genügend Verstecke, die auch noch recht trocken sind, gibt es in unserem Garten reichlich. Also war nur noch das wirklich regnerisch-kalte Wetter Ausschlag gebend. Denn das Küken ihr Nest verlassen, ohne wirklich flugfähig zu sein, ist häufig der Fall. Hier kam auch noch etwas Schräglage des Vogelnestes hinzu, hervorgerufen durch den grossen Gewittersturm. Leider waren die Kontakt-Piepser am nächsten Tag nicht mehr zu hören. Denn weitergefüttert werden die Bodenhocker immer noch. Vielleicht war es auch eine der vielen Katzen hier, Küken sind leichte Beute. Immerhin, zwei Vögelchen saßen noch ein paar Tage mehr im Nest. Nun scheinen sie unbemerkt von uns flügge geworden zu sein. Ein neues Nest würde dann auch noch gebaut, im Lorbeer, gleich am Sitzplatz unserer Terrasse.

Amselküken

Gelesen habe ich so einiges, wenn auch nur sehr langsam. Sogar ein ganz klein wenig gezeichnet (Käuze, was sonst in diesem Monat). Aber kreativ sonst? Fehlanzeige. Ideen im Kopf reichlich… nun aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Aber immerhin kam bei der Sommerpost schon meine Anmeldung an, da dass Thema Papierschöpfen eh auf meinem Plan stand. Diesmal werde ich mir den entsprechend großen Schöpfrahmen auch kaufen. (Nein, zum Selber bauen reicht es gerade nicht)

ein unbefruchtetes Amselei, es war aus dem Nest gefallen, als es in Schräglage geriet. Tatsächlich blieb es beim Fall von 2 m heile, so perfekte kleine wunderschöne Wunderwerke
Lese Futter und Skizzen

Zu den Büchern (ja, sehr SF und Fantasy lastig gerade – abtauchen in andere Welten, Fluchtgefahr (selbstgekaufte Titel)) bringe ich sicher noch mal einen Artikel. Auch die kauzigen Stempel kommen irgendwann. Gerade recherchiere ich aber schon über den nächsten Vogel für das Jahresprojekt. Die Entscheidung fiel mir da nicht leicht.

Morgens um zwanzig nach sieben ist die (Hundewelt) in Ordnung, den kurzen Morgengang geniessen alternder Hund und Frauchen

Die Gewitter und gewitterartigen Güsse mit einmal fast 40 und dann 50 ml haben hier wieder zu ausreichend Wasser im Garten geführt. Der notwendige Grundwasserspiegel ist aber immer noch nicht erreicht. So ein temperaturschwankender Monat. Erst 36 Grad im Schatten und nach der Gewitterfront weit unter 20 Grad. Jetzt sind die Sommerstauden dran. Denen war es die letzte Woche erst noch zu kalt. Und überall im Garten blühen Malven, für die wenigen Insekten. Ich habe das Gefühl, es gibt mehr Wespen als Bienen. Und dass, obwohl ich gelesen habe, dass es kein gutes Wespen Jahr sei. Kein gutes Insekten Jahr überhaupt. Nur Juni Käfer gibt es sehr viele. Der Holunder als vormalige Insektenweide ist schon am reifen. Erstmals habe ich keinen Sirup aus den Blüten angesetzt, aber eine liebe Freundin hat mich bedacht. Auch meinen Johanni Likör aus unreife Walnüssen setzt ein Jahr aus (und kann daher dieses Weihnachten auch nicht verschenkt werden, leider)

Wie immer sammelt Birgit unsere Monatsrückblicke als Links

Langeweile

Hallo Ihr Lieben.

Langeweile ist hier gerade ein rares Gut. „Mir ist langweilig!“ Den Ausspruch kennen wohl alle Eltern. Nun, sie wissen es natürlich schon, dass Langeweile für die Kreativität der Kinder wichtig ist und schneller vorbei geht, als einem lieb ist. Langeweile, wer von uns Erwachsenen kennt noch „Langeweile“? Bei uns wandelt sich das doch ganz schnell mal in den chinesischen Fluch “ Mögest Du in interessanten Zeiten leben“. Nein, keiner mit etwas Lebenserfahrung wünscht sich wirklich „interesting times“. Schöne und deswegen interessante Zeiten, die hätten wir gerne. Aber die meint dieser Ausspruch leider nicht. Doch es nützt uns nichts. Als Kind wurde die Langeweile nur schlimmer, je mehr man darüber nörgelte. Als Erwachsener weiß man, man muss sich die Zeit für die Langeweile nehmen. Denn das Leben wird nie langweilig. Immer wenn man denkt, es wird ganz bestimmt jetzt etwas ruhiger und damit hält vielleicht mal die Langeweile Einzug, guckt eine neue Herausforderung um die Ecke.

Ja, hier war es blogtechnisch etwas ruhiger, weil wir absolut keine Langeweile gerade haben. Wir sehnen etwas Langeweile herbei, manchmal winkt sie uns von weitem zu, nimmt dann aber eine andere Straße, weil sie dort eine grüne, wir eher rote Welle haben. Aber wir wissen ja von Kindern, wenn man rumnörgelt, dann wird es nur schlimmer.

Also, Ihr habt hier immer noch keinen neuen Stempel vom Käuzchen gesehen, weil ich gerade keine Ruhe dafür habe. Selbst wenn ich sie mir nehme, ist die Hand nicht gut geführt. Also vertröste ich Euch noch ein wenig. Dabei ist doch schon der nächste Monatsvogel in den Startlöchern. Nun, eigentlich sind es zwei Vögel, ich kann mich gerade nicht entscheiden. Zeigen werde ich beide, nur welchen im kommenden Monat?

Einen Teil erzwungener Ruhe im Garten: ein Amselnest mitten im kleinen Garten, im Rosenbogen. Nur Wäsche aufhängen müssen sie aushalten, ein wenig Rasen mähen und mal drunter her gehen. Aber das Hochbinden der schweren Rosen kann ich im Moment nicht und auch div. andere Tätigkeiten.

reifende Johannisbeeren und Hühnergötter

Es ist Sommersonnenwende, Johanni, der Geburtstag Johannes des Täufers am 24. 6. im Kalender der Heiligen. Wenn man so will ist es ein Umwandeln eines weiteren heidnischen Festes durch die Religion und als Namensgeber für die leckeren, sauren Beeren, welche genau jetzt reifen. Es ist auch der Zeitpunkt, an dem Spargel und Rhabarber in die Ruhezeit geschickt werden. Vor allen Dingen in unserem Nachbarland Schweden wird Mittsommer, der längste Tag des Jahres, mit einem rauschenden Fest gefeiert.

Rauschende Feste werden dieses Jahr nicht jetzt gefeiert, aber verschoben ist nicht aufgehoben.

Ich wünsche Euch allen einen schönen längsten Tag, eine rauschende Mittsommerwoche und immer ein wenig Langeweile!

Ein komischer Kauz

Hallo Ihr Lieben.

Den Ausspruch “ Komischer Kauz“ kennt bestimmt jeder von Euch. Es ist wieder Zeit, Euch einen weiteren „Monatsvogel“ vorzustellen.

Eigentlich stammt das Wort ursprünglich aus dem 15. Jhd, dem Spätmittelhochdeutsch: küz(e)

Damit werden kleine Eulen, genauer Käuze benannt. Mein neuer Monats-Vogel im Jahresprojekt von Andrea, der Zitronenfalterin.

Ab dem 16. Jhd werden mit dem Wort „Kauz“ auch Menschen bezeichnet, die zurückgezogen, eigenbrötlerisch und seltsam leben. Dies hängt sicher mit der Lebensweise von Käuzen zusammen. So manche internationale, lautmalerische Bezeichnung hat mit den Rufen dieser Vögel zu tun. Diese Nachtvögel waren dem Menschen in Europa nie so ganz geheuer, obwohl sie oft in der unmittelbaren Umgebung lebten. Es gab den Brauch, einen lebenden Kautz mit ausgebreiteten Flügeln an das Scheunentor zu nageln, um den Hof zu schützen. Mit Hexen wurden sie natürlich auch in Verbindung gebracht. Das diese Vögel als Todesboten in Deutschland gelten, aufgrund ihres „kuwitt – Rufes“ ist sicher vielen bekannt. Dabei lockte doch nur das Licht, welches bei Kranken des Nachts brannte, Beute an. In vielen anderen Ländern und Völkern gilt der Eulenvogel dagegen ausschließlich als positives Tier, als guter Bote.

Kauz ist eigentlich nur der Oberbegriff, den wir „NichtOrnitologen“ verwenden, es gibt viele verschiedene dieser kleinen Nachtvögel, vom handkleinen Sperlingskauz, über den Raufußkauz, zum großen Waldkauz. Es sind eher die kleinen und gedrungen wirkenden Eulen, an die dreißig verschiedene Arten, die unter den Begriff „Käuze“ fallen und nicht „Eulen“ heißen. (Natürlich sind sie trotzdem alle „echte Eulen“.)

Briefmarkengeschenk und Suchbild

Der kleine Steinkauz, um den es hier im Beitrag nun gehen soll, ist nur 20-23.cm groß. Er jagd nicht nur kleine Säuger, sondern auch Insekten und Regenwürmer. Auch ein Vogel kann mal auf der Speisekarte stehen. Dafür läuft er auch schon Mal geschwind mit seinen langen Beinen über den Boden. Das sieht durchaus etwas ulkig aus. Daher der „komische Kauz“. Dazu kommt daß Wackeln mit dem Kopf, welches ja allen Eulen zu eigen ist. Natürlich kann auch er seinen Kopf weit drehen. Eulen scheinen für uns Menschen ein Gesicht zu haben, da ihre Augen nicht an der Seite des Kopfes liegen. Und schaut Euch das Foto unten an, mit den markanten Augenbrauen und den gelben Augen, die Nachts fast schwarz sind, sieht er doch wie ein Kobold und nicht wie ein Unglücksbote aus! Die Lider können übrigens über den großen, gelben Augen geschlossen werden. Sie sind Lauerjäger und wären, neben der Schleiereule, bei der Mäuseplage in Australien sehr gern gesehene Mäusefänger. Auf den Eiern brütet übrigens das Weibchen 2-3 Eier aus, während das Männchen für die Versorgung zuständig ist. Steinkäuze leben übrigens monogam. Viele werden nur um die vier Jahre, aber sie können bis zu 15-18 Jahre alt werden. Marder, andere Eulen und Greifvögel, der Mensch, machen ihm das Leben schwer.

Sein wissenschaftlicher Name ist Athene noctua, was so viel wie „Athene bei Nacht“ bedeutet. Er spiele auch eine Rolle in der griechischen Mythologie: Athene, u.a. Göttin der Weisheit, wird oft mit einer Eule, genauer, mit dem Kauz dargestellt, u.A. auf der berühmten Münze der Stadt. Der Kauz ist auch auf der Rückseite der Silbermünze der Stadt Athen abgebildet. Die „Tetradrachmen“ wurden von 570 bis 510 v. Chr. geprägt. Begreiflicherweise wurden diese Münzen „Eulen“ genannt und weil die Stadt auch noch sehr reich war, stammt hier der Ausspruch: „Eulen nach Athen tragen“ für: „etwas unsinniger tun“ her.

Der Name „Steinkauz“ deutet es schon an, er brütet auch in Nieschen von Scheunen und Mauern, auch wenn er auch sehr gerne Hohlräume alter Obstbäume und Kopfweiden nimmt. Heute wird renoviert und Flurbereinigt. Dieser schwindende Lebensraum hat für starke Rückgänge gesorgt, aber mit künstlichen Nisthöhlen kann geholfen werden, zumal gern immer wieder die selbe Stätte genutzt wird. Der kleine Steinkauz braucht Felder und Wiesen mit dem lockeren Baumbestand und profitiert von Schafzucht auf Feldern. In der Schweiz ist er dieses Jahr zum Vogel des Jahres auserkoren. Ich habe den Link für den entsprechenden Artikel mitsamt dem kurzen Film als Link angehängt, weil ich ihn sehr sehenswert finde.

Planung für einen großen Stempel oder Linoldruck

So richtig viel habe ich am Kauz noch nicht kreativ gearbeitet. Zwei hingeworfen Skizzen für Stempelideen und eine ältere Stoffmalerei auf Seide kann ich zeigen. Die letzten zwei Wochen ging Manches aus verschiedenen Gründen nicht so, wie gewünscht.

Aus meinem Bestimmungsbuch über Eulen und Greifen: (GU Verlag):

https://birdlife.ch/de/content/vogel-des-jahres-2021-steinkauz (der oben angekündigte Link)

Natürlich verlinke ich den Beitrag bei Andreas Jahresprojekt Sammlung

und Danke Euch für das Interesse, welches Ihr immer wieder für die vorgestellten Vögel zeigt. Bisher:

Dompfaff, Waldschnepfen, Fichtenkreuzschnabel, Seeschwalbe

Ps. Warum es bei der Brut des Pärchen, welches ich durch die Webcam eines Vogelfutter Lieferanten immer wieder beobachten, nicht recht weiter geht, weiß ich nicht. Normalerweise sitzt das Weibchen bis zu 30 Tagen, dann schlüpft das erste Küken. Während alle anderen Eulen fleissig füttern, habe ich das Gefühl, hier gibt es ein Problem. Bestimmt kann ich noch mal mehr berichten, es stehen ja auch noch kreative Werke aus!

Pps. Vielleicht kennen manche das Buch: „Die Eule, die gerne aus dem Wasserhahn trank“, eine Geschichte von Martin Windrow, der mit einem Kauz als Haustier zusammen lebte (selbstgekauft)