Dieser April

Hallo Ihr Lieben.

Da nähert sich der erste Mai mit großen Schritten. Und ein abwechslungsreicher April nähert sich dem Ende. Ostern, zwei Geburtstage, Familie und Freunde, wenig Zeit für Kreativität diesen Monat, aber mehr im Garten gemacht. Das ist auch kreativ. Außerdem wurde viel gebacken. Den Schokoladen- Puddingkuchen gebe ich Euch noch später als Rezept weiter. Aber gleich zu Beginn des Monats gab es das Jahresprojekt und da ging es diesmal nicht um Vögel, denn mit dem Motto „Flatterhaft“, habe ich mein Spektrum ja diesmal etwas erweitert. Nicht, dass ich Not hätte, Portrais zu finden… Eine Holzbiene fliegt hier übrigens immer wieder die selbe Einflugschneise zu den Nachbarn über unsere Terrasse.

Ein Monat, der mit Schnee anfing, passenderweise. April-April, der macht was er will. Aber dann gab es ganz viel Sonne. Genug zu tun brachte der Monat auch, wie das nun mal der Frühling so an sich hat. Aber es gibt und gab auch genug Motivation. Ein Blick aus dem Fenster… Das Frühlingsgetümmel draußen ist eine wahre Freude. Das sieht man auch an meinem 12 von 12. Natürlich Bärlauch sammeln und Pesto daraus machen. Im Garten nisten zwei Vogelfamilien und über dem Hauseingang hat sich eine Amsel in der Kletterhortensie ein Nest gebaut. Aber auch die Pflanzenwelt grünt und blüht und nach dem es wieder geregnet hat, scheinen die Pflanzen noch mal schneller zu wachsen. Im Wald war ich gern und endlich auch wieder häufiger. Diese Woche habe ich sogar eine Schnepfe in der Abenddämmerung gehört. Ein wirklich ungewöhnlicher Laut, so knurrendquarkend (ich habe da mal einen Link zu einer Vogelstimmendatei eingebaut). Beeindruckend immer wieder die natürlichen Kathedralen der Bäume. Wenn nur nicht immer wieder die Flugzeuge röhrend über einen fliegen würden (hier liegt das Schutzgebiet direkt neben den Landebahnen des großen Flughafen, die Tiere stört das nicht).

Die Baumkathedrahlen, hier ein Buchenmischwald, im Abendlicht sind doch noch etwas für Astrids „mein Freund der Baum“

Ganz viele kleine Dinge, die das Herz erwärmten! Diese Woche entstand dann auch dieser kleine „Pu der Bär“ Stempel. Den hatte ich ihn schon lange vor zu schnitzen, er wurde dann in das Monatsmotto vom Mustermix eingebaut. Auch kam noch mehr Gedankengartenpost an. Geschaut habe ich diesen Monat zusammen mit dem Sohn ganz viel in Bestimmungsbücher. Gelesen dagegen mehr Comics (Doctor Strange in Vorfreude auf den Kinofilm und Critical role – vox machina, Känguru Chroniken, keine Werbung).

Einen duftenden und herrlich blühenden Strauß bekam mein Geburtstagsschatz von Gästen geschenkt. Der lila Phlox verstöhmt seinen Wohlgeruch im ganzen Zimmer und lässt schon etwas Sommer erahnen. Den Blumenstrauß verlinke ich gern wieder bei Holunderblütchens Flower Friday

Ich weiß nicht warum, aber irgendwie finde ich immer wieder so Kleinigkeiten an denen alle anderen (na ja fast alle anderen Menschen) vorbei laufen. Ist das nicht einfach eine traumhafte Feder? So frech die Elstern im Garten hier sein können, sie sind wunderschön und interessant. Vielleicht sollte ich über sie schreiben, zum Jahresprojekt, genug zu erzählen gibt es über sie. Zum Mai hin kommt das bereits vorbereitete Portrai, lasst Euch überraschen.

Perfect auch für die Verlinkung bei Juttas „close to the ground“

Den Monats- und Wochenrückblick verlinke ich sowohl bei Birgit als auch beim Samstagsplausch von Andrea

Euch allen einen schönen Tanz in den Mai (der kann auch im Wohnzimmer oder im Garten stattfinden, legt einfach Euern Lieblingssong auf und los geht es!)

Langsam, aber gewaltig

Hallo Ihr Lieben.

Wichtel Tür, entdeckt beim Spaziergang letzte Woche

Mögt Ihr Euch auch gerade lieber verkriechen? So eine grosse, gewaltige Eiche als kleine Heimstatt? Na, hübsch anzusehen allemal und beflügelt meine Fantasie. Vor diesen gewaltigen, alten Eichen könnte ich immer wieder voller Ehrfurcht stehen bleiben. Kein Wunder, daß sie als „der deutsche Baum“ gilt. (Ihr erinnert Euch noch an den/die Pfennig/e? Da waren Eichenblätter drauf. Die Bezeichnung „Pfennig“ als Währungseinheit gab es übrigens schon seit Karl dem Großen.) Kaum ein Baum, der trutziger, gewaltiger und knorriger da steht, als eine alte Eiche, die 1000 Jahre alt werden können. Ohne die Eiche hätte es vielleicht keine großen Segelschiffe gegeben, was hätte man zum Gerben genutzt, die Eicheln galten als gute Schweinemast und man kochte sogar in Notzeiten Kaffee daraus. Das Holz hart und wertvoll. Der Baum verehrt von unseren Vorfahren, nicht nur als Baum des Donnergottes und als Friedens- und Richtbaum bekannt, mit Märchen und Mythen verbunden. Und dann doch so empfindlich auf den sauren Regen reagierend. Gut, dass sich viele wieder erholt haben, denn die Eiche wächst langsam.

Und was alles so darin und davon lebt. Eichelhäher, Eichenprozzessionsspinner und Eichhörnchen haben es ja sogar im Namen.

Mit Pilzbegleitung
Im Park in Begleitung von Ahorn und Kirsche
Bunter Nachwuchs der kanadischen Eiche
Uralte Eichen auf Rügen
Kanadisches Eichenblatt als Stempel

Ewigkeit, Zukunft, Kraft, Ausdauer und Stärke, all das sahen und sehen Menschen in der Eiche, nicht zu vergessen: Wahrheit und Ehrlichkeit

Das können wir uns doch als Vorbild nehmen, vor allem im Moment

Verlinkt bei Astrid „mein Freund der Baum“

Gallwespen haben ihre Eier unter die Blätter der Eichen gelegt, früher waren diese wichtig, um Tinte herzustellen

Gutes

Hallo, ihr lLieben!

Die erste Mai Woche. Sehr ruhig hat der Mai bei mir angefangen. Eine Begleiterscheinungen der Wechseljahre ließ mich dann notwendigerweise am Montag zur Frauenärztin gehen. Die Medizin wirkte aber GottseiDank und jeden Tag wurde ich wieder fitter. Ein Folgetermin wird Genaueres bringen. Wir Frauen reden ja kaum über diesen Wechsel, diesen Prozess, was schade und auch etwas dumm ist, denn es ist auch ein Abschnitt in unserem Leben! Und wie soll zB. die Familie etwas verstehen, wenn ich nicht offen damit umgehe. Nur was man kennt, versteht man. (Das gilt auch für mich selber!)

Meinen Vogel des Monats habe ich wieder vorgestellt. Der Stempel (oder vielleicht sogar Linoldruck) fehlt immer noch, aber erste Reaktionen von Euch zeigen mir, dass nicht nur ich den schnittigen Flieger mag. Dieser Vogel, zur Möwenfamilie gehörend, ist schon etwas Besonderes.

Bleistiftzeichnung

Ein ganz schönes Buch aus der „Naturkundenreihe“ stellte ich diese Woche vor, über einen ganz besonderen Baum: ein Urgestein und Riese unter den Bäumen, ein Metusalem, ein Geheimnisträger, ein Mythosumwehter, Ernäher und Heiler, wunderschön beschrieben von Marc Engelhardt. Eine absolute Leseempfehlung!

(selbstgekauftes Buch)

Stürmisch und kalt war die Woche. Äste und Bäume liegen hier in der Nachbarschaft, mitlerweile zersägt. Die Böen waren zwischendrin so heftig, aber in der Umgebung ist noch mal alles gut gegangen. Ich mochte vor allem die Kälte nicht, es hat sogar gehagelt (ja, das passiert auch im Frühling, ich weiß) So langsam kann es wärmer werden. Ist ja auch für das Wochenende versprochen, sehr gute und sehr warme Wetterprognosen. Regen hätte es ruhig etwas mehr geben können, die Natur könnte es gebrauchen.

Eine von zwei richtig guten Nachrichten war unser Impftermin, ausgedruckte Bögen, Impfpass und Bescheinigung liegen schon bereit, hinterher vergisst man etwas und dafür ist es zu wichtig. Die zweite Information hat uns noch mehr gefreut: „als geheilt entlassen“ wurde unser Freund nach seiner Behandlung, die fast nur in Isolation statt fand. Wir freuen uns so auf ein baldiges Wiedersehen.

Der Kälte trotzend blüht und grünt es im Garten. Mutig habe ich die Geranien aus dem Keller-Winterquartier hoch geholt und an die Hauswand gestellt. Immer noch liegen Decken zum Schutz vor Nachtfrost bereit. Am 11. Mai geht es mit den Eisheiligen los. Die kalte Sophie, fast allen ein Begriff, beendet den Zeitraum, in dem es noch mal richtige Kälteeinbrüche gibt, am 15. Mai. Nun, Wetterkundige sagen natürlich, dass es eigentlich grob dieser Zeitraum ist, der betroffen sein kann. Also, vielleicht hatten wir schon vorgezogene Eisheilige. Meine Tomaten müssen dringend aus den Eierkartons, sie mickern etwas. Gurken und Kürbis brauchen auch bald Platz. Die Kartoffeln habe ich aber schon mutig ins Hochbeet gesetzt vor ein paar Tagen. Ein Hochbeet ist doch immer etwas wärmer und kann gut abgedeckt werden. Dazwischen lugt der Schnittknoblauch hervor, er hat sich wohl selbst ausgesäht. Mit den Möhren, die eigentlich im Hochbeet ausgesäht waren, hatte ich kein Glück, mal wieder. Obwohl man überall liest, dass man sie recht früh aussähen kann um der Möhrenfliege zuvor zu kommen, war es dann doch zu kalt. Nach und nach öffnen sich die letzen Tulpen, die ersten sind schon verblüht.

Papageientulpen

Ansonsten war ich mit den letzen Vorbereitungen für ein Wichtelgeschenk beschäftigt und freue mich schon, bald mehr darüber zu berichten. Ein ganz wunderschönes Tauschwichtelgeschenk wurde hier schon ausgepackt und ich „scharre mit den Hufen, äh Fingern“, es Euch zu zeigen. Karten wurden bedruckt, endlich hatte ich wieder eine ruhige Hand und konnte Stempel schnitzen. Freche Stubenfliegen sind hier mit der Frühlingspost-Collografie reingeflogen. Die Aktion nähert sich dem Ende und wird dann auch noch mal Blog-Thema, dann zeige ich Euch die Werke, die ich bekommen habe. Wenn das Wetter heute mitspielt, werde ich auf der Terrasse einen Hänge-Sessel zusammen setzen und endlich wieder auf Stoff mit Linolfarbe drucken. Da muss dringend ein Füchslein auf mehrere Shirts und ein Versprechen endlich eingelöst werden. Natürlich freuen wir uns auf den Sonntag, 27°/28°C sind vorher gesagt und die Grillkohle liegt bereit. Der Sohn freut sich darauf und der Mann, dass der Sohn daran so Spass hat (und er es nicht machen muss – es gibt auch Männer, die es nicht als DAS Lieblingshobby betrachten). Ich bin gespannt, wie wir den extremen Temperaturwechsel verkraften. Ach, einfach in den Garten und gar nicht beachten… (und wenn ich bei Euch noch nicht vorbei geschaut habe, dann weil wir ganz viel draußen sind.)

Habt ein schönes Wochenende, lasst Euch etwas verwöhnen, wenn der Muttertag bei Euch gefeiert wird. Ansonsten kann man sich sicher auch so einfach mal in die Sonne setzen und „den lieben Gott einen guten Mann sein lassen.“

Treffen wir uns vorher oder zwischendrin bei Andreas Samstagsplausch? (Verlinkung)

Ein Urgestein von einem Baum

Hallo Ihr Lieben.

Eigentlich bringe ich Euch ja eher einheimische Bäume näher. Heute stelle ich Euch ein wunderschönes Buch über einen ganz interessanten und exotischen Baum vor.

Der Autor und Korrespondent Marc Engelhardt hat mehrere Jahre in Kenia gelebt. Er war und ist viel in südafrikanischen Ländern, nicht nur als „Weltreporter“ unterwegs.

Seine (erste geplante) Begegnung mit diesem besonderen Baum gibt er sehr emotional und wunderschön wieder:

„Doch als Ismail und ich uns auf den Weg machen, der unheimlichen Silhouette entgegen, ist diese Größe kaum zu erahnen. Wir laufen und laufen. Mit dem Baumriesen am Horizont scheint es sich wie mit den Bergen zu verhalten, die auf den ersten Blick so nahe scheinen, aber einfach nicht näherkommen wollen. Obwohl die Sonne noch auf unseren Köpfen brennt, ist der Mond schon aufgegangen. Wie eine Wiege liegt die Sichel am Himmel. Das trockene Gras knistert unter den Sohlen meiner schweren Wanderschuhe. Der Staub weht bei jedem Tritt in einer glitzernden Schwade nach oben. Es hat seit Monaten nicht geregnet….“

Natürlich beschreibt er noch viel mehr. Er erzählt über Menschen, die mit dem Baum zu tun haben, Schicksale, die mit ihm verknüpft sind. Darüber, dass es kaum junge Bäume gibt, aber so viele Erwähnungen alter in Forschungs- und Reiseberichten (Incl Bilder). Erinnert Ihr Euch vielleicht an dieses Bild:

Schließlich kennt fast jeder den kleinen Prinzen und seine Rose. Das aber diese Bäume auch in der Geschichte vorkommen, daran erinnerte ich mich erst wieder, als ich das Bild sah.

Es geht um die grossen und sehr markanten Affenbrotbäume, auch Baobab, einer der bekanntesten Bäume des Savannen Afrikas. Er ist auch einer der mystischsten Bäume und kommt in vielen Geschichten vor. So erzählt uns der Autor, wie sein Führer eher Angst oder Ehrfurcht vor dem mystischen Baum hatte, da beim Spielen unter dem Baum mal eine der grossen Früchte mit lautem Knall direkt neben ihm zerplatzt sei. Er gilt als Lebensbaum, seine (reichlichen) Früchte sind bei vielen Tieren und Menschen beliebt. In der Medizin werden viele Pflanzenteile benutzt, ja, eigentlich werden alle Bestandteile des Baumes genutzt. Tausende von Jahren kann er werden, der Wunderbaum. „Über jeden der einzelnen könnte man eine Biografie schreiben“. Sein Tod scheint genau so mystisch zu sein, „vom Winde verweht“ und seine Nachkommen hätten in einer intakten Natur schon Wurzeln geschlagen.

Verlag Matthes&Seitz (selbstgekauftes Buch) ISBN 9783751802055

Leider sind auch diese Urgesteine von Veränderungen und Krankheiten betroffen, die noch nicht wirklich ergründet werden konnten.

Wenn Ihr mehr über diese Giganten erfahren wollt, über die Hintergründe von Nelson Mandelas Lieblingsbaum, dann sei Euch dieses Buch sehr empfohlen, welches in der Sammelreihe „Naturkunden“ erschienen ist. Es ist auch eine schöne Reise in Gedanken in ferne Welten, wo wir doch gerade nicht reisen können. Es ist einfach schön zu lesen! Wie immer ist die Naturkunden Reihe aufwendig gefertigt, auch wenn ich das Cover etwas zu braun in braun finde. Auf der Verlagsseite gibt es eine Lese Probe und beim WDR 5 könnt Ihr etwas mehr zu Autor, Buch und Baum erfahren, dort ist ein Interview in der Mediathek und Audiothek hinterlegt.

Auch wenn der Baum kein einheimischer ist, möchte ich ihn bei Astrid „Mein Freund der Baum“ verlinken und bei Andreas Lesezimmer. Ich freue mich schon wieder, wenn ich wieder in das Museum König kann und dort unter einer Nachbildung stehen darf, die Flughunde im Geäst suchend und ein wenig träumend, von Kenia.

Links im Bild der Baobab

Flatterhafte Ovale

Hallo Ihr Lieben.

Heute entführe ich Euch gleich zweimal, in eine Baumwelt und zu kleine, „gezeichnete Ovale“, vielleicht nehmt Ihr Euch einen Moment Zeit, mit einem wärmenden Tee oder Kaffee.

Den Namen dieses Baumes kennt Ihr fast alle. Gesehen habt Ihr sicher dagegen lange keinen mehr: die Ulme, auch Rüster genannt.

Junge Flatterulme mit angestrichenem Stamm

Oft standen diese hochgewachsenen Bäume, ähnlich wie Linden, inmitten von Orteschaften, an Einfahrten, auf Gartengrundstücken, als „Schutzbäume“. So war Hamburg als „Ulmenstadt“ bekannt, weil so viele dieser schönen Bäume dort wuchsen. Die Ulme galt in der griechischen Mythologie als Symbol für den Schlaf, die Trauer und den Tod, sozusagen als Baum des Überganges. (So fertigten englische Sargbauer die Särge aus Rüster.) Ihre runden Samen begleiteten die Verstorbenen in die Unterwelt. Nymphen pflanzten für jeden gefallenen Helden eine Ulme. In der Edda wurden aus Ask (Esche) und Embla (Ulme) mit dem Einhauchen von Sinn, Seele und Leben durch die Asen, Mann und Frau. Hier war die Ulme also eher ein Baum des Anfangs Bei den Kelten wurde die Ulme als heilig verehrt, in ihrem Umkreis sollten sich Feen aufhalten. Noch in meiner Kindheit galt er als Schutzbaume gegen Blitze. Es hieß, wenn man eine Ulme fällt, trauern ihre Nachbarn. In Frankreich wurde unter Ulmen Gericht gehalten, in den USA gilt er als Freiheitsbaum. In Worms-Pfifflingheim stand und steht die berühmteste Feldulme Deutschlands, der Lutherbaum, unter dem Luther 1521 gepredigt haben soll (zumindest unter einem Vorfahren).

Das Ulmenblatt ist gut zu erkennen, ein längliches Oval, welches ungleich lang am Blattstiel endet. Ein wunderschönes, feingezacktes Oval. Die Feldulme bekommt eine stattliche Form, ähnlich der Linde wurde sie daher gerne als Dorfbaum gepflanzt. Mit ihrem harten Holz, dem der Eiche nicht unähnlich, wurde der schöne Baum um die 400 Jahre alt. Bei dem Namen Rüster haben sich vielleicht mache erinnert, denn so nennt man das Holz und daraus wurden früher vor allem Türen gefertigt. Auch für Wagenräder, Deichseln, Möbel und Treppen eignet(e) sich das Holz sehr. Im Gegensatz zur Eiche ist Rüster nicht so grobfaserig. Für die Glasherstellung war der Baum lange unerlässlich, ergibt er doch wesentlich mehr Pottasche als andere Baumsorten.

Grauwackendruse und Ulmenblätter

Ihr habt es vielleicht gemerkt, ich schreibe gerade Vieles in der Vergangenheit. Nun, Deichseln und Wagenräder (oder auch Langbögen) werden natürlich heute nicht mehr gebraucht. Aber der Baum ist trotzdem aus unserem Blickfeld verschwunden! In den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts begann das große Ulmensterben. Schuld daran ist die Einschleppung eines Baumpilzes aus Asien. Der schlauchartige Pilz verstopft die Kanäle der Ulme und so kommt nach und nach die Versorgung zum Erliegen. Wie die Sporen des Pilzes in das harte Holz kommen, fragt Ihr Euch vielleicht? Nun, da kommt der kleine und grosse Ulmensplintkäfer ins Spiel. Der zu den Borkenkäfern gehörende Baumschädling bohrt sich durch das Rindenholz zur Eiablage und bringt dabei die Sporen mit. Seit 1918 ist die „Krankheit“ auch als „holländische Ulmenwelke“ bekannt, benannt nach der Entdeckung ihres ersten Auftreten. Mittlerweile sind europaweit fast alle Ulmen diesem Pilz zum Opfer gefallen, alle Feld- und Bergulmen genauer gesagt. Die Flatterulme dagegen scheint etwas besser gewappnet zu sein. Ihr Geheimnis scheint in einer anderen Rindenbeschaffenheit zu liegen, welche für den Käfer nicht so interessant zu sein scheint. Die Rinde ist auch viel schwerer für den Käfer zu durchdringen. Selbst wenn der Baum doch infiziert ist, hat er eine stärkere Abwehr gegen den Baumpilzes und sein Gift.

Letztes Jahres 2019 war die Flatterulme „Baum des Jahres“. Dem ist es sicher auch zu verdanken, dass in unserem Park ausgerechnet Flatterulmen gepflanzt wurden, als Ersatz für abgestorbene Haselbäume.

Ich hab ein wenig mit der Struktur der Blätter gespielt und sie durchgepaust. Blätter sind ja wunderschöne Ovale. Nun wurden in ihnen schlafende Tiere zur Winterruhe gelegt. Bei Michaela und Susanne ist das Monatsthema nämlich Oval und Struktur.

eingefügt in Ovale

Mit einem weichen Buntstift wurde die Struktur des Blattes durchgepaust, wie Ihr das früher vielleicht in der Schule gemacht habt. Dann wurde ein Eichhörnchen, ein Siebenschläfer und eine Haselmaus hinein gezeichnet. Das Eichhörnchen ist übrigens gerade bei Maike eine Zeichnungs Challange.

Eichhörnchen
schlafender Bilch (Siebenschläfer)
Haselmaus (auch ein Bilch)

Die Tiere selber rollen sich ebenfalls zu kleinen, pelzigen Ovalen zusammen, wickeln den langen Schwanz wärmend um ihren Körper.

Die Ovale verlinke ich beim Mustermix und die Ulme bei der Baumsammlung von Astrid und alles zusammen beim Naturdonnerstag und beim Novemberthema von Andrea, (so sind die Nester doch wie kleine Kokons.)

Macht es Euch auch gemütlich!

Einmal rundum

Hallo Ihr Lieben.

Das waren ereignisreiche (zwei) Wochen. Kinderkommunion mit endlich auch mal wieder Familienmitglieder sehen letztes Wochenende, war da sicher das Highlight. Meine Geschwister wohnen nun mal etwas weiter weg, dann kam der Lockdown dazu. So war ich vor allem auch gespannt, wie sich die Kinder verändert haben. Daran sieht man auch in noch jüngeren Jahren, wie die Zeit verrinnt und wie kostbar sie ist. Das zweite Highlight war die endlich stattfindende OP des Schwiegervater, wo wir sehr gebangt haben. Aber es hat wohl gut geklappt, zumindest der chirurgische Teil. Was ich Euch drum rum (Krankenhaus) erzählen könnte, grauenhaft. Jetzt hoffen wir auf eine gute Genesung, er wurde wegen Bettenmangel auch sehr schnell entlassen.

Aber nun zur vergangenen Woche. Für den Sohn stehen nun Veränderungen an. Das Bufti Jahr nähert sich dem Ende und das Studium wird noch mal neue Herausforderungen bereit halten. Aber im Moment darf er der Mama noch im Garten beim Sägen (mit der Hand) und Umsetzen des Hochbeetes helfen. Nächste Woche wird per Grünabfuhr selbigr Teil der weggeschnittenen Hecke abgeholt. Dann konnten wir grosse Teile der Wurzel eines Hopfen rausreißen, außerdem komme ich jetzt an nachwachsende Hopfen Sprösslinge sofort ran und kann gleich abschneiden. Eine schöne Pflanze, wenn ich einen großen Garten hätte! In dem Bereich des Gartens (ihre Lieblingsecke) müssen sich nun Igel, Frosch und Mäuse umgewöhnen. Ein wenig umgepflanzt wird noch, wenn es mal wieder regnet. Schön sieht das jetzt noch nicht aus. (Foto folgt)

Am Dienstag habe ich Euch von meinem Gurken Vorhaben berichtet. Ich kann nun stolz erzählen, dass die Salzgurken sehr lecker geraten sind. Also, ruhig nachmachen!

Simpel

Äpfel habe ich auch wieder aufgelesen an der öffentlichen Apfelwiese. Natürlich komme ich nur an das Fallobst und weiss gar nicht genau, ob ich da nun einen Cox, Berlepsch oder sonst eine alte Sorte auflese. Einer war so wunderbar schon anzusehen, dass ich gleich reingebissen habe und mir dabei der leckere Saft das Kinn runtergelaufen ist. über mir rief der Turmfalke und der warme Wind strich durch s Haar, da habe ich mich wie ein Glückspilz gefühlt.

Aneinandergewachsen

Beim Verschnaufen auf der Bank dort, stach mir an einer Birke, die diesen trockenen Sommer nicht überlebt hatte, mit einer kleine „Elfenhöhle“ ins Auge. Beim näheren Betrachten entdeckte ich ein grosses, langes Insekt.

Noch nie hatte ich so ein Krabbeltier gesehen. Recherchen bestätigten zumindest eine Ahnung, denn ich konnte beobachten, wie das Insekt scheinbar Eier mit einem Legestachel in das Birken Holz setzte. Ich hatte eine Holzwespe entdeckt.

Sehr interessant, werde mehr nachzulesen. Diese Holzwespe legt mit dem sehr speziellen Legestachel Eier in Holz von Bäume, die gefällt wurden, absterben oder sogar schon für ein Haus (z. B) zurecht geschnitten wurden. Ursprünglich kommt dies Sorte wohl aus Nordamerika. Vier Jahre lebt der Engerling im Holz unentdeckt, bis sich das Beißwerkzeug durch fast alles, was im Weg ist, durchbarbeitet, auch wenn das Holz schon einen Dachstuhl trägt. Rund um die Höhle kletterte nun diese Wespe.

Eine spezielle Fee

Bei meinen Haaren war auch rundum angesagt. Ganz lange Haare wurden zu einem kinnlangen Bop. Sehr befreiend irgendwie.

Staubtrocken

Auf der Obst Wiese hüpften immer wieder Heupferde vor mir davon. In ihrem hohen Gras lagen aber die besten Äpfel. Ein Korb voll für Gelee und Kuchen gab das. Also schnitzte ich am Freitag einen Stempel. Der passte auf Etiketten für die Gläser der Woche. Dafür fehlen immer noch ein paar Briefe, die werde ich aber heute bestimmt fertig machen. Genau wie möglicherweise den Dachs Stempel, ein Tier, welches sich einfach immer wieder anbietet zu schnitzen, durch seine Fell Zeichnung. Aber ein Kuchen will noch gebacken werden, es sind 26°C (ist ja immer im Schatten) angesagt und eh genug zu tun.

Mögt Ihr noch auf einen Samstags Plausch bei Andrea vorbei schauen?

Etiketten

Nicht hierher geschafft haben es meine „lieben Mitmenschen“, die vor allem am Freitag unterwegs waren. Den ganzen Tag habe ich mit meinem Mann gute Erwiderungen geübt, werde aber bei neuen Situationen wohl wieder nur wenig schlagfertig sein. Nie unterkriegen lassen!

Habt eine schöne Zeit.