Keltische Knoten

Hallo Ihr Lieben.

Wer schon mal in Irland war, der hat sie gesehen, überall: die keltischen Knoten. Als in unseren Breiten sich ein gewisser Karl krönen lies und auch „diese neue christliche Religion“ als Staatsreligion einführte, war das Christentum in den schottischen und irischen Landen schon wesentlich verwurzelter. Wirklich Genaues weiß man nicht über das Book of Kells, welches um diese Zeit in Schottland gemalt und geschrieben worden sein soll. Da auch Wikinger immer wieder an den Küsten Schottlands und Nord-England einfielen, wurde das Buch wohl nach Irland geschickt, um es dort zu verstecken. Allerdings weiß jeder, der schon mal die Rundtürme in den Abteiruinen auf der grünen Insel gesehen hat, daß auch Irland nicht von den Barbaren aus dem Norden verschont blieb. In der Kells Abtei wurde es lange aufbewahrt, dann aber gestohlen. Doch die Diebe hatten wohl mehr Interesse am goldenen Einband, denn der heute legendäre Band über die vier Evangelien wurde wenig später gefunden.

Überall in diesem aufwändig gemalten Buch sind „keltische“ Motive eingebunden. Aufwändig sind Buchstaben in kräftigen Farben hervorgehoben. Die vier Evangelisten, Maria mit dem Kinde und Jesus sind auf ganzen Seiten zu sehen. Das Gold, welches für diese Kunstwerke benutzt wurde, ist übrigens kein echtes Gold, sondern eine Mischung aus Arsen & Schwefel und wird Orpiment genannt. Das Blau wurde nicht aus Lapislazuli, sondern aus Färberwaid extrahiert und ist im Prinzip die Farbe Indigo.

book-of-kells-enc.-britannicaDie vielen Spiral- und Knotenmuster sind besonders schön, Ornamente rund um Tiere und Menschen. Heute kann man sich in Dublin, im Trinity College immer zwei Seiten, welche regelmässig umgeblättert werden, unter Glas ansehen. Eine gekonnte, bildliche Mischung der Religion(en) und Mythen.

Also ist es kein Wunder, dass ich mir schon länger einen Stempel schnitzen wollte. Seid ich das erste Mal in Irland, Schottland und der Bretagne war, bin ich begeistert von diesen „Schnörkeln“.

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Diese Tiere, die sich in den eigenen Schwanz beißen, die Beine durcheinanderwirbeln, Vögel mit immer wieder gewundenen Hälsen, Knoten, die Unendlichkeit verheißen. Dabei sind mir natürlich auch wieder Bücher in die Hände gefallen. Morrigan, die Hexe und Cú Chulainn, (auch Cuchulain) der größte irische Kämpfer, all die Märchen über Leprechauns, Elfen und Geister, gehören in mein Lieblingsbücher Regal. Sehr passend übrigens gerade, denn es jährt sich „all hallows eve“.

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Als Stempel gar nicht so einfach zu schnitzen, wie es aufzumalen war, geht der Verlauf  dieses Spiralen und Schnörkel nun drunter oder drüber?

 

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Hier seht Ihr, dass ich mich schon mal mit dem Thema beschäftigt habe und Stempel, soewie Linol geschnitzt habe.

 

Eigentlich wollte ich an diesen Beitrag zur Mustersammlung von Michaela noch Art Deco und Jugendstil anschließen, aber der Monat ist schon wieder um. Mal schauen, ob ich trotzdem…

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Euch allen eine schöne, sonnig-herbstliche Woche.

Slainte

 

Herbsttage

Hallo Ihr Lieben.

Ja, ich weiß ja, dass es Herbst ist, sogar die Zeitumstellung naht mit grossen Schritten. Aber musste es wirklich so viel regnen? So schütten? (Für die Natur muss es das.)  Ach ja, ich jammere, wir kommen nun halt in die dunkle Jahreszeit.

Zwischendurch gab es aber immer Lichtblicke, die haben wir auch gleich ausgenutzt. So war um die Burg Wissem ein Herbstmarkt, da hat sogar die Sonne geschienen.

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Wir haben es so genossen, vom Fischerei Museum konnte man frisch geräucherte Forellen kaufen, es gab leckersten fairen Kaffee mit selbstgebackenem Kuchen, regionale Produkte und Küche. Da die Sonne um die Ecke kam, schmeckte sogar das Kölsch gut. Viele Waren wurden angepriesen, bei diesen Körben könnte ich immer schwach werden. Sogar ein altes Riesenrad war aufgestellt worden. Wir hatten unseren Besuch gut gewählt, wenig später regnete es wieder etwas.

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Ich bin gerade etwas ruhiger unterwegs, aber die Wachstücher — bedruckt und dann mit Bienenwachs bestrichenene Taschentücher — wollte ich doch mal zeigen.

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Zwischen zwei Backpapieren habe ich den aufgepinselten Wachs dann gut mit dem Bügeleisen verteilt, wenn man dies in aller Ruhe macht, wird es auch schön gleichmäßig.

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Wirklich sehr habe ich mich über diesen Buch Gewinn gefreut! So ein wunderbares und kreatives Buch! (Es war auch auf meiner Wunschliste, bekommen hätte ich es auf alle Fälle.) Danke noch mal, liebe Michaela, so schön und persönlich auch verpackt!

 

Ganz besonders lecker ist dieser Käsekuchen!

Unser Ältester hat ihn mit mir zusammen gebacken. Von ihm stammt auch das Rezept.: ein superleckerer Kürbis-Käsekuchen.

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Den haben wir uns als spätes Essen am Sonntag Nachmittag gegönnt. Da war nur schon kaum noch natürliches Licht, was Ihr leider beim Foto merkt. Außerdem waren wir so ungeduldig, dass der Kuchen einen „Unfall“ hatte. Wer ihn trotz nicht so ansprechendem Foto nachbacken möchte:

400 g Hokaido Kürbis, 750g Quark, 250 g Zucker (kann auch noch weniger sein), 75 g Butter, 4 Eier, eine Prise Zimt, Piment und Muskatnuss (ich habe 2 frische Pimentkörner im Mörser zerkleinert und Muskat frisch gerieben, es war auch etwas mehr als eine Prise), ein Päckchen Vanillepudding

Ihr könnt nun einen klassischen Mürbeteigboden machen oder aus 200 g zerstoßenen Keksen und 75 g zerlassener Butter einen Boden machen.

400 g Hokaido sind etwas weniger als die Hälfte eines kleinen Kürbisses, hier war nämlich prompt die Batterie der Waage leer. Dieser wird in kleinen Stücken mit 125 ml Wasser weich gekocht und dann pürriert.

Derweil vermengt Ihr schon mal die anderen Zutaten, die Butter gebt Ihr in kleinen Stücken dazu, die Eier zum Schluss und dann auch die warme Kürbismasse. Alles wird nun in eine 26 cm Durchmesser Springform (Boden sollte mit Backpapier bedeckt sein) gegeben.

Der Ofen wird auf 180°C vorgeheizt. Wenn die Quark Kürbis Masse in der Form ist, auf mittlerer Schiene backt und stellt Euch den Wecker für 15 Minuten. Denn nun soll der Kuchen nur noch bei 160°C Grad weiterbacken und zwar noch 45 Minuten. Sind die um, lasst ihn noch etwas im Ofen ruhen. Wir haben den Fehler gemacht und wollten möglichst schnell essen. Viel besser ist es, wenn der Kuchen abkühlen kann, und zwar noch in der Form.

Lecker ist er jedenfalls sehr, man schmeckt den feinen Kürbis gut durch!

Ein kleiner Tröster für ein sehr, sehr verregnetes Wochenende.

 

Gerade ziehen die nächsten Trekker durch den Ort in Richtung Bonn, zur Landwirte Demo. Beim morgendlichen Hundegang bin ich an einer langen Reihe Traktoren endlang gelaufen, die nicht weiter kamen, die Polizei wollte sie umleiten. Ich denke, weil sie nicht durch eine Unterführung hier kommen. Laute Hupkonzerte machen schon jetzt auf ihr Anliegen aufmerksam. Wir Verbraucher bezahlen den niedrigen Milchpreis, die günstigen Bio Artikel, preiswertes Obst und Gemüse im Discounter und die Landwirte (ich meine nicht diese riesigen *Großbauern*, sondern die normalen Landwirte, die oft in der x ten Generation seid Napoleon den Hof bewirtschaften!) müssen zusehen, wie sie das wirtschaftlich produzieren.

So, auf in den Tag!

 

 

Verlinkt ist der Beitrag nun bei Hot und creadienstag

Macht es Euch gemütlich.

 

 

 

 

Das Leben ist eine Bibliothek

 

 

„Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek vorgestellt.“

Jorge Louis Borges

 

Hallo, Ihr Lieben.

Bei zwei gelernten Buchhändlern stehen ganz viele Bücher, überall. Vom Keller, wo wir vor allen Dingen unsere Kinder- und Jugendbücher lagern, über das Büro, Wohnzimmer, auf der Treppe, hoch zu den Schlafzimmern, auf dem Klo, im Küchenschrank.

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Ich bin froh, dass wir eine relativ gute Bücherei hier haben, so kann man dort viel ausleihen, ausprobieren, anlesen. Für elektronische Bücher ist auch gesorgt. Man geht mit der Zeit, manchmal dauert es nur etwas länger. (Sonst hätten wir wohl ein noch größeres Platz Problem.)

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selbstgedruckte Lesezeichen

Passend dazu lese ich gerade das Tagebuch eines schottischen Buchhändlers, wir würden sagen, eines Antiquar.

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Humorvoll schreibt Shaun Bythell jeden Abend über seinen Alltag, wenn er Onlinebestellungen aus seinem Fundus suchen muss, neue – alte Nachlässe aufkauft, schrullige und normale Kunden im Laden hat oder eben einfach nur Alltag in einer Buchhandlung für „gebrauchte Bücher durchstehen muss“. „Tagebuch eines Buchhändlers“ bei btb (mein nächstes Buch seht Ihr auch gleich darunter.)

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Harry Rowohlt
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Gingst auf Rügen

Am 8.10. war Tag der Buchhandlung, prompt wurde natürlich im Radio auch von den (wenigen) kleinen und besonderen Buchhandlungen berichtet, die den Wandel bis jetzt getrotzt haben und Dank viel Engagement überleben. Nieschenbuchhandlungen gibt es ja Gott sei Dank immer noch. Nichts desto Trotz, der Buchhandel in Deutschland hat sich sehr verändert, vieles läuft da auch hinter den Kulissen, was der Kunde, der an den schön dekorierten Stapeln von Bestsellern vorbei geht, gar nicht weiß. Neue Medien buhlen um die Aufmerksamkeit, digitale Bücher sind selbstverständlich geworden, das Leseverhalten hat sich bei vielen Menschen und vor allen Dingen bei der neuen Generation verändert. Unsere Kinder sind mit ganz anderen Medien aufgewachsen, selbst wenn sie in jungen Jahren noch an Bücher herangeführt wurden, ist die Zeit, die man für etwas hat, nun mal nicht unendlich. Ich sehe es auch bei mir selber.

(Ich versuche immer meine Buchkäufe in unserer Bücherstube um die entferntere Ecke zu tätigen, welche übrigens wieder ausgezeichnet wurde, aber auch bei uns gibt es Mal Online-Bestellungen.)

Und doch bleibt am Ende des Tages (spätestens) der Griff zum Buch.

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„Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste.“ von Heinrich Heine

Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen.  Heinrich Heine

„Ein klassisches Werk ist ein Buch, das die Menschen loben, aber nie lesen.“ von Ernest Hemmingway

Wenn du etwas erreichen willst, lies so viel, wie du nur kannst. – Roald Dahl

Reisebuchladen
liebster Reisebuchladen, viel zu weit weg von uns

„In einem guten Buche stehen mehr Wahrheiten, als sein Verfasser hineinzuschreiben meinte.“ von Marie von Ebner-Eschenbach

Bücher sind Schiffe, welche die weiten Meere der Zeit durcheilen.  Francis Bacon

„Ein Raum ohne Bücher, ist wie ein Körper ohne Seele.“ Cicero

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Patrick Rothfuss auf der LitColone
Ich glaube, es würde mir nichts ausmachen, im Fegefeuer zu schmoren, so lange es dort eine gute Leihbücherei gibt. Stephen King

Ich könnte hier noch so viel mehr Zitate über Bücher schreiben. Und es gibt eine noch grössere Zahl an Zitaten aus Büchern. Manche davon sind wie selbstverständlich in unseren Sprachgebrauch eingeflossen, ohne dass wir es recht wußten.

„Alle für einen, einer für alle!“  Alexander Dumas aus „Die drei Musketiere“

die“ Gretchenfrage“ und „der Pudels Kern“ sowie „der Weisheit letzter Schluss“ J.W. von Goethe aus „Faust“

„Etwas ist faul im Staate Dänemark“ oder „gut gebrüllt Löwe“  W. Shakesbeare

„Irren ist menschlich“, „über Geschmack lässt sich nicht streiten“ oder „erst kommt das Fressen, dann die Moral“  Zitate der bekannten Philosophen und Autoren Seneca, Immanuel Kant und Bertholt Brecht.

 

Bücher begleiten uns unser ganzes Leben lang, sind manchmal die besten und vielleicht zeitweise auch einzigen Freunde, nehmen uns mit in andere Welten oder halten uns den Spiegel vor. Ein Leben ohne Bücher könnte ich mir nicht vorstellen. Und kaum eine Zeit, in der man so viel liest, wie im Herbst und Winter, wenn man mehr auf dem gemütlichen Sofa, Lesesessel sich flätzt, oder früher in s Bett geht, um noch ein paar Seiten zu lesen.

 

 

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen, dass Ihr gerade ein gutes Buch lesen könnt, wo und wann Ihr wollt.

 

Verlinkt beim Monatshema der Zitronenfalterin, bei der Link-Sammlung von Kaminrot und dem Freutag

 

 

 

So war der September

Hallo Ihr Lieben.

Der September geht zu Ende. Der Sommer ist in den Herbst übergegangen. Ein paar schöne Tage hat es noch gegeben und selbst der Regen nun, ist vielleicht nicht so gern von uns Menschen gesehen, aber von der Natur mehr als willkommen und gebraucht. Es gab doch so manche Lichtmomente in diesem Altweibersommer.

Natürlich veröffentlichte ich hier zu verschiedensten Bereichen Posts. Besonders viel Spass haben mir die Beiträge zu 90 Jahre „Tim und Struppi“, meinen alten Tomatemsorten und zur kanadischen Eiche gemacht.

Immer wieder lief hier die CD der hunnischen Band „The Hu“, deren erstes Album nun endlich veröffentlicht worden ist. Wir hatten das Vergnügen, sie live in Köln zu sehen und können gerade nicht genug vom besonderen Sound des Mixes aus traditioneller und rockiger Musik bekommen! Nebenher lief bei mir gern der Soundtrack von „Avengers Endgame“, den Film habe ich natürlich wieder im Heimkino geschaut, dann auch im englischen Original.

Gebacken habe ich endlich wieder und Euch Bücher vorgestellt. Nach dem ruhigeren Sommer ist wieder mehr los auf meinem Blog, verschiedene geschnitzte Stempel gab es natürlich auch.

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Der September endet bei uns mit ordentlichen Erkältungen. Nun kommt der (goldene) Oktober.  Freut Ihr Euch auch schon auf den Herbstmonat?

Macht es Euch gemütlich!

 

 

Verlinkt beim Freutag und mit den Monatscollagen bei die_birgitt

 

Alles worüber ich hier geschrieben habe, mit Markennennung, erfolgte ohne Werbeauftrag

Blumen, Bücher und Allerlei

Hallo Ihr Lieben,

ach, es ist wieder Freitag und das Wochenende steht vor der Tür! Sehr schön, zumal das Wetter noch mal sonnig werden soll. Wir haben den Regen zwar gebraucht, aber wenn die Aussichten, dass es nun häufiger düster draußen ist, zunehmen – so ziehen wir die  warme, helle Sonne vor!

Jetzt endlich bekommt meine Gloriosa Blüten. Lange hat diese Wärme liebende Ranke sich geziert, nun verwöhnt sie mich zum Altweibersommer, fast Herbst, doch noch mal mit Blüten.

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Ich habe sie letztens aber auch mit altem Pferdemist verwöhnt, genau wie die Tomaten.

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Ach, davon mache ich ein (oder zwei) Glas ein, jetzt sind es doch einige, reife Früchte auf einmal geworden. Damit ich mir das „Pelle schälen“ sparen kann, nehme ich die „Flotte Lotte“ mit dem groben Sieb um das Eingekochte durchzuseien. Die Früchte sind nämlich eher klein geraten. Und die Chili s sind auch reif, sie werden die nötige Würze liefern, das freut meinen Schatz.

 

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Ach, an Samstagen durch die Stadt zu bummel, kann auch super schön sein, wenn man keine Verpflichtungen hat. Wir lassen uns treiben. Diese Gruppe aus Sankt Petersburg bestand aus studierten Musikern und spielte kraftvoll, schön. Händel, Bach und Jazz ließen uns letztens eine ganze Weile stehen bleiben und lauschen.

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Mittwoch und Donnerstag bin ich in die Großproduktion von Lesezeichen gegangen. Für eine Veranstaltung möchte unsere Gruppe diese als Mitbringsel verschenken. Hier seht Ihr einen kleinen Teil. Dabei habe ich viele Stempel wieder rausgekramt, welche sonst im Kästchen unten drunter liegen, ich habe eindeutig zu viele. Ach nein, ich habe noch viel zu wenig Auswahl. (Einige waren viel zu gross.) Wärend der Soundtrack von „Avengers – Endgame“ immer wieder lief, wurde geschnitten, geklebt und gedruckt, was das Zeug hielt. (Das war so richtig herrlich bombastisch-heroisch und den Film habe ich natürlich auch anschließend geschaut.)

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Ach ja, Bücher. Ich habe wieder so einen Stapel und so viele Wünsche. Dabei geht die Herbstsaison und die Flut an Novis vor der Herbstmesse und Weihnachten ja jetzt erst los.

Gefangen hat mich gerade ein Buch über das Meer. Robert Hofrichter: Die geheimnisvolle Welt der Meere. Auch wenn der Zoologe unglaublich viele Informationen verständlich weiter gibt und ich bestimmt nicht alles behalten werde, ist es leicht zu lesen und interssant. Der Autor fängt nämlich wirklich bei der Entstehung der Welt und damit der Ozeane, an. Das dies geschehen konnte, ist allein schon etwas ganz Besonderes. Aber es geht auch um die verschiedenen Nischen, die Abhängikeiten untereinander, die Besonderheiten verschiedenster Arten, Kuriositäten und Eigenheiten unter dem Meeresspiegel. So wären im Meer wohl viele Tiere schon ausgestorben, würden sie klassisch in Männchen und Weibchen eingeteilt. Ja, ich gestehe, das Meer fasziniert mich einfach immer wieder. Ein perfektes Buch für´s Einschlafen oder in der Nacht wachwerden und dann lesen müssen.

Außerdem ist gerade der letzte (?) Band von Frank Le Galls Comicserie Theodor Pussel erschienen. Ich mag ja diesen Zeichenstil der ligne claire. Außerdem ist die Abenteuerserie um den eigentlich so träumerischen und nun in Singapur tragisch gestrandeten Theodor schon etwas Besonderes. Allein sein „Schatten, sein Schicksal“ der Herr November, aus dem man einfach nicht klug wird, ist eine Figur, die mehr als nebulös ist.

Und ein echtes secondhand Schnäppchen habe ich gemacht: Gustav Pfau-Schellenberg: 100 alte Apfel- & Birnensorten. Der Pomologe Pfau-Schellenberg gründete 1864 den Schweizerischen Obst- und Weinbauverein und war Leiter der Pomologischen Kommission des Schweizerischen Landwirtschaftlichen Vereins. Diese Neuauflage eines seiner Werke ist auch für heutige Liebhaber von alten Sorten ein echter Schatz. Die Zeichnungen sind wunderschön und es gibt ausfühlichen Informationen – auch für den Laien. (Nicht, dass ich einen Garten dafür hätte…)

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Auch auf meinem Nachtisch liegt noch Jonathan Maberry: Die Vampierkriege (Das Vampiergemüse mit dem Werwolfpüree liegt hier schon etwas länger, ich bin einfach noch nicht dazu gekommen, die Antologie zu lesen, was auch daran liegen könnte, dass dieses Buch lange bei meinem Mann lag.) Die Fantasy Geschichten sind übrigens durchaus auch als Gesellschaftskritik zu verstehen.

Ein weiterer dicker Schmöker im Stapel, Madeline Miller: Ich bin Circe. Eigentlich wollte ich erst noch von Stephen Fry: Mythos lesen, die griechischen Götter- und Heldensagen, humorvoll und frisch-neu erzählt von dem britischen Multitalen. Schlieslich haben mich die Sagen schon in der Grundschule, (ja, ich hab da alles gelesen, was ich in die Finger bekam,) fasziniert. Diese Geschichten von allmächtigen und ohnmächtigen Helden,  wüsten Schlachten und seltsamen Lieben(den). Da dieser Titel aber auf Englisch hier liegt, habe ich erst mal das Buch über die eigensinnigen Tochter der Nymphe Perse und des Sonnengottes Helios angefangen. (Ja, ich lese durchaus Bücher parallel.) Madeline Miller ist übrigens Altphilologin und erzählt sehr empatisch von einer starken Frau, die auf eine einsame Insel verbannt wurde, Magie beherrschen lernt, u.a. Odysseus trifft und irgendwann vor eine schwierige Wahl gestellt wird.

Ach, jetzt habe ich Euch so viel von meinem Lesestapel vorgeschwärmt. Zum Schluss zeige ich noch meinen bunten Spätsommerstrauß und Gartensräußchen. Nach der langen Sommerpause endlich mal wieder ein Beitrag für den Flower Friday bei Holunderblütchen.

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Der grosse Strauß aus Dalien und Stohblumen steht mitten auf unserem chaotischen Tisch. SMILE (das Kalenderblatt hat es länger ausgehalten.)

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Was es mit den ganzen Eicheln auf sich hat, erzähle ich ein anderes Mal.

 

Ich wünsche Euch allen ein schönes Wochenende, macht es Euch gemütlich.

 

Alle Bücher/Medien die Ihr hier im Beitrag seht, sind selbstgekauft und ich bekomme nichts für das Nennen von Titeln.

Verlinkt unter

Freutag und Friday-Flowerday

und Kaminrots Lese-Linkparty

Unterwegs

Hallo Ihr Lieben,

 

es ist komisch, dass ich heute tatsächlich nach langer Zeit warme, lange Hosen anziehen muss. Da kommen mir die Fotos und Erinnerungen des Urlaubs gerade recht.

Rügen ist eine Reise wert, das finden mitlerweile immer mehr Touristen. Man kann aber immer noch einen ruhigen Urlaub dort verbringen, wenn man nicht immer in die Hochburgen des Tourismus fährt.

In Sassnitz waren wir bis jetzt jedes Mal. Von hier aus kann man auch gut in Richtung Nationalpark Jasmund starten. Wie die Tafel erinnert, wurde hier Lenin heimlich nach Russland *verschifft*.

Sehr gut gefallen hat es uns auch Ummanz, eine kleine westliche Insel von Rügen. Eine Insel an der Insel sozusagen. Überall auf Rügen gibt es Töpfereien.

DSCN7298Hier durfte ich die Glasur beobachten und die Künstlerin bei der Arbeit fotografieren. Wir haben uns auch schöne Kaffeepötte geholt, es tut gut, daraus morgens den ersten Schluck des Tages zu nehmen.

Auf dem Museumshaus wurde das Reetdach gewechselt und ich durfte auch dies netterweise fotografieren.

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Ummanz ist wunderbar zum Wandern und Radeln, sowie verschiedene Wassersportarten.

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Ist das kein unglaubliches Blüten Meer?

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Auch sonst war es einfach oft so schön, wenn man recht oder links abbog. So wollten wir ja eigentlich ein Hügelgrabfeld besichtigen. Viel zu viel los auf der Strasse gen Südosten.

Hier war es aber auch sehr schön und es gab leckeres Essen und selbstgemachtes Eis!

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Wir sind dann entlang der Felder auf der rechten und dem Meer auf der linken Seite gewandert, einfach mal los. Diese Felder sind auch ein altes Schlachtfeld, davon sieht man heute Gott sei Dank nichts mehr. (Grosse Schlacht bei Stresow im Pommernfeldzug von 1715/1716. Die vereinten Heere der Preußen, Dänen und Sachsen eroberten u.a. Vorpommern von den Schweden zurück. Rügen war immer schon eine umkämpfte Insel.)

Ich glaube, nirgendwo sonst gibt es so viel selbstgemachtes, besonderes und leckeres Essen wie hier. Für mich als Schleckermaul Eis z.B. und ganz viel Kuchen. Im Museumshof in Gingst waren wir natürlich auch wieder! Auch hier habe ich natürlich die Dame gefragt. Sie spinnt, färbt und verarbeitet verschiedenstes Wolle.

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Natürlich habe ich gefragt, ob ich sie auch mit fotografieren darf. *Wollfratz* (Werbung, weil so schöne selbstgesponnene und gestrickte und gefärbte Sachen)

Der dortige Handwerker- und Bauernmarkt am Samstag ist es immer wieder wert, vorbei zu kommen, sei es, um sich mit Bio Lebensmitteln, regionalem Selbstgemachten und Handwerk oder auch antiquarischen Büchern einzudecken.

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Natürlich waren wir auch wieder in unserer Lieblingbuchhandlung.

Diese musste zum Jahreswechsel umziehen, nicht weit, nur einmal über den Platz. Ganz neu und doch sehr vertraut.

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Auch hier habe ich wg. dem Foto gefragt

Hier muss man einfach stöbern kommen und wer nichts findet, ist selber schuld. Das Katzentier ging einmal als Stempel zum Jubiläum per Post an den Bücherladen. Ja, das ist Werbung, für eine wirklich tolle Buchhandlung und dafür, genau solche zu unterstützen – Ihr habt bestimmt auch eine um die Ecke. (Dafür bekomme ich natürlich nichts.)

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Wenn wir dann wieder in unser kleines Örtchen zurück fuhren, waren wir immer sehr glücklich, auf Rügen Urlaub machen zu können. Ein klein wenig mehr zeige ich Euch noch beim nächsten Beitrag. (Oder Ihr schaut, was alles an Beiträgen mit vielen Fotos und Tipps noch zu lesen ist, klickt einfach die Kategorie *Rügen* an.)

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Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende, macht es Euch gemütlich!

 

Verlinkt beim Freutag (Kennzeichnung, Link = Werbung)

 

Sommerlektüre

Hallo Ihr Lieben.

Ich muss mich doch kurz aus dem Urlaub melden und Euch einen wunderschönen Buch Tipp geben. Vielleicht ist dieses nicht gerade strandgeeignet, dafür ist es zu groß und kostbar, aber man liegt ja nicht unbedingt immer am Strand und nimmt von dem Sand hinterher hunderte Körnchen im Buch mit Heim.

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Sy Montgomery hat mit ihrem Oktopus Buch schon für Aufsehen gesorgt. Ein Buch über sehr intelligente Meeresbewohner. Dieses Jahr ist ihr Titel „Vom magischen Leuchten des Glühwürmchens bei Mitternacht“ erschienen, mit wunderschönen Illustrationen von Tine Pagenberg.

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In unserer Lieblingsbuchhandlung in Gingst habe ich mir den Titel nach anfänglichem Zögern gekauft. Warum Zögern? Nun, in vielen Büchern dieser Art wird für mich nicht so viel Neues wiedergegeben und außerdem hatte ich die Befürchtung, daß es sich hauptsächlich um Amerika drehen würde. Tatsächlich schafft Sy Montgomery es aber, den Bogen auch nach Europa zu schlagen, bzw Tiere auszuwählen, die auch hier leben. Man liest in kleinen Artikeln über die vier Jahreszeiten verteilt, interessante Dinge zu ganz vielen verschiedenen Lebewesen. Das ein oder andere an Informationen kennt man auch schon. Aber noch mehr wohl eher nicht. So las ich gerade den Beitrag über Quallen, als in der Presse dieses fantastische Foto der Riesenqualle vor Großbritannien gezeigt wurde. Dank des Buches weiß ich auch nun, daß diese Riesenfeuerquallen eigentlich nur im Meer der Arktis leben. Aber da Quallen sich von Strömungen treiben lassen, wird sie so den Weg hergefunden haben. Ja, es gibt so manche Tierart, über die wir sonst eigentlich nicht immer so viel erfahren wollen, Mücken oder Kriebelmücken z. B.. Dabei könnte ihre Spucke vielleicht Herzerkrankungen lindern.

 

Also, wer mehr über seine Fauna um sich herum erfahren möchte, sollte unbedingt in dieses unterhaltsame und kurzweilige Buch schauen und da man gerade in der Ferienzeit mehr Muße dazu hat, vielleicht auch seine tierische Umwelt mehr zu beobachten, wollte ich Euch diesen Lesetipp unbedingt noch mit auf das Nachtischchen, den Lesepult oder die Sonnenliege geben. Geeignet für wissensdurstige Kinder und Teens, genauso wie für Erwachsene jeden Alters.

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Sechs Uhr morgens, mit dem Hund unterwegs.

Euch allen einen schöne Sommerzeit!