Golden

Hallo Ihr Lieben.

Diesmal sollt Ihr die kleinsten Vögelchen in Deutschland kennen lernen. Das Winter-und Sommergoldhähnchen möchte ich Euch heute vorstellen

Im ersten Winter, als meine Eltern in ein neues Haus gezogen waren, mit großen Fenstern, flog ein winziges Vögelchen gegen die Scheibe. In meiner kleinen Hand lag ein noch viel kleineres Vögelchen. Danach klebte meine Mutter Silhouetten von Raubvögel an die Fenster und ich begrub den wunderschönen Winzling traurig.

Manchmal ziehen die kleinen Vögel hier durch das Geäst am Friedhof. Doch lieber sind sie in richtigen Nadel- und Mischwälder zu finden.

Am Anfang hatte ich immer Probleme, „Winter“ und „Sommer“ auseinander zu halten. Sommergoldhähnchen haben einen weißen Überaugenstreifen, welcher bei den Wintergoldhähnchen fehlt. Es gibt leichte farbliche Abschwächungen bei den Weibchen, also eher ein Orange beim Männchen und Gelb beim Weibchen. Außerdem kann das Männchen bei der Balz den Kamm aufstellen. Jungvögeln fehlt noch der farbige Kopfputz.

Ein etwas älteres Aqarell, ich gestehe

Natürlich habe ich auch einen Stempel geschnitzt, der mir aber überhaupt nicht gefällt und der tatsächlich im Müll gelandet ist (und für einen neuen hat es noch nicht gereicht an Zeit, hm wenn man so keine Lust hat, weil der erste mißlungen ist)

Aber nun noch etwas mehr über diese kleinen Singvögel, welche gerade mal 5-6 g wiegen. Goldhähnchen (Regulus) haben nur 6 Vogelarten in ihrer kleinen Familie. Diese winzigen Singvögel gehören zu der Ordnung der Sperlingsvögel und haben dort die Unterordnung Neukiefervögel. Eine irgendwie komisch klingende Bezeichnung, aber das denke ich oft, wenn ich die wissenschaftlichen Ordnungen ansehen. Es hat tatsächlich etwas mit dem Kiefer zu tun, nicht, wie ich erst vermutete, mit dem Nadelbaum, denn in Nadelwäldern leben diese kleinen Gesellen ja gern. Sie sind sehr agile Vögel, klettern gut und sehr viel!durchs Geäst und auch durch die geringe Körpergröße verbraucht der Stoffwechsel viel Energie. Sie müssen mindestens ihr Körpergewicht in Springschwänzen, Spinnen, Fliegen fressen, zur Brut braucht das Weibchen sogar das Doppelte. Die Vögel müssen also wirklich viele Insekten in den Bäumen finden. Wenn im Winter das Nahrungsangebot durch Schnee und vor allem vereiste Bäume zu sehr eingeschränkt ist, verhungern die kleinen Vögel innerhalb von Stunden.

Früher wurde eine Verwandschaft zu Laubsängern oder dann auch zu Meisen vermutet, aber tatsächlich haben genetische Untersuchungen eine Nähe zum Baumläufer gefunden.

L. Bechstein schrieb ein Märchen mit dem Titel „Goldhähnchen“ in dem es um einen kleinen Vogel geht, der vom sterbenden Vater an die Söhne vererbt wird, mit der Bitte, ihn nie zu verkaufen. Doch für ein paar Taler verscherbeln sie es, nichts ahnend, dass es goldene Eier legen kann. Nun verarmen sie. Der König des Landes sucht einen Mann und Nachfolger für sein Reich. Da das kleine Vögelchen mit dem Gesang verkündet: wer es esse, würde der nächsten König, wird es vom Besitzer zum Braten in die Küche gebracht. Unwissentlich kostet einer der Söhne davon. Bei einem Turnier soll der Sieger bei einem Kranzzielwettbewerb die Prinzessin heiraten, tatsächlich gewinnt der Sohn. Doch die Prinzessin weigert sich, einen armen Mann zu ehelichen und verwandelt ihn in einen Esel, der nun schuften muss, bis ihn seine Schwester zufällig erkennt. Sie verwandelt ihn zurück, worauf er zum Einsiedler wird, der zwar Vögel liebt, aber Goldhähnchen hasst.

Quelle Duden

Ihr kugelförmiges, kunstvolles Nest ist im Geäst von Fichten kaum zu entdecken, zwei mal im Jahr brüten Goldhähnchen. Vielleicht hört Ihr mal Ihren Ruf „sirilirü“, 3xhintereinander, welcher sehr hell und hoch klingt, manchmal zusammen mit ihrem leiseren „Gewisper“.

Ich hoffe, auch dieser Vogel hat Euch wieder gefallen und verlinke den Beitrag bei Andreas Jahresprojekt

Zum Schwärmen schön und dicke Brummer

Hallo Ihr Lieben.

Nachdem Ihr letztes Jahr nur Vögel als Projekt hier gesehen habt, mag ich im Jahr 2022 die Palette etwas erweitern.

Ihr sitzt im Garten oder auf dem Balkon und hört es plötzlich brummen. Ein großes, schwarzblaues Flugobjekt schwirrt um Euch herum. Dann sucht es zielstrebig nach der ebenso schönen Iris im Garten.

Aus den südlichen Ländern hat sich die Holzbiene weiter gen Norden verbreitet. Ihr seht hier wirklich eine Biene aus der Gattung der „Echten Bienen“. Auch wenn sie wie ein großer blauer, schimmernder Brummer (erinnert eben eher an eine sehr grosse Fliege oder Hummel) aussieht. Sie haben ihre Gänge in Todholz angelegt, daher kommt natürlich auch der Namen. Es ist die größte Bienensorte in Deutschland. Die bis zu 28 mm grossen Insekten erschrecken einen mit dem lauten Gebrumme durchaus, sie sind aber friedfertig. Ihr grosses Kauwerkzeug nutzen Sie, um damit die Gänge in das alte Holz zu raspeln (oder schon mal den Weg zum Nektar einer Blume abzukürzen). Obwohl sie angestammt aus dem südlichen Europa, nun über Süddeutschland gen Norden „unterwegs“ sind, überstehen sie die Winter recht gut. In der letzten Woche ist hier auch wieder eine um uns herum gebrummt.

Holzbiene voller Pollen in unserem Garten letztes Jahr

Xylocopa heißt übersetzt in etwa: „die Holzschneidende“. Deswegen kann man nur empfehlen, etwas (nicht morsches) Todholz im Garten zu lassen. So ein alter, trockener Holzbalken kann ja auch für viele andere Insekten eine Unterkunft sein und ist manchmal sinnvoller, als ein gekauftes Insektenhotel.

Pollen, Kopfdrüsensekret und Nektar in Form eines ovalen Laibes ist der Proviant für den Nachwuchs und wird in die Nistgängen im Holz eingelagert. Überwintern tun die großen Bienen allerdings in Erdlöchern (im Sommer sind sie Einzelgänger, im Winter leben sie auch mal in ganz kleinen Gruppen zusammen).

Wenn Ihr eine Glyzinie habt, schaut in der Blütezeit mal genauer nach, die Holzbiene liebt diese. Ähnliches gilt für Flieder und Flox.

Das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum) kennt Ihr vielleicht auch.

Der zur Familie der Schwärmer gehörende Schmetterling (eigentlich ein Nachtfalter) wird auch Karpfenschwanz genannt. Da der vergleichsweise große Falter (36-50 mm Flügelspannweite) fast wie ein Kolibri an den Blüten in der Luft steht, sich blitzschnell von Blüte zu Blüte  bewegt (Schwirrflug) und mit dem langen Rüssel Nektar saugt, fällt er dem aufmerksamen Gartenbesucher durchaus auf. Daher stammt auch der andere umgangssprachliche Name Kolibrischwärmer. Auch wenn der Schmetterling zu den Nachtfalter gezählt wird, ist er tagaktiv. Der Name Taubenschwänzchen stammt von den verlängerten, dunklen Schuppen am Hinterleib, welche an die Schwanzfedern der Taube erinnern. Diese Schuppen dienen zum Navigieren. Der übrigen Leib ist graubraun behaart, mit hellen Bereichen. Gesellig sind diese Insekten, die gemeinsam übernachten, dazu nutzen sie u.a. aufgewärmt Felsen, wo sie auch Geschlechtspartner finden. Bei Kälte zittern sich diese Insekten warm und überstehen so Kälteperioden.

Gedankengarten Leporello, die dicken Brummer durften auch in meine Frühlingspost, die diese Woche rausging.

Lange Strecken können diese kleinen-großen Schwärmer auch zurück legen, bis zu 2000 km! Im späteren Frühjahr reisen sie aus dem Süden über die Alpen. Ihr Verbreitungsgebiet umfasst von Mitteleuropa, Nordafrika, Asien bis hin zum Nahen Osten. Sie vertilgen locker mehr als das Doppelte ihres Körpergewichtes. In den ersten Jahren nach dem Umzug und mit einem Garten haben wir häufiger Taubenschwänzchen, wissenschaftlicher Name Macroglossum stellatarum, gesehen. Die Raupe mag recht gerne Labkräuter, also seht zu, dass Ihr zB. etwas Waldmeister oder Labkraut im Garten habt und natürlich Blumen mit viel Nektar sowie ein aufgewärmtes, (unaufgeräumtes?) Eckchen zum Verstecken für die Nachtruhe. Warum es jetzt nicht mehr so oft zu uns kommt, weiß ich leider nicht, denn das Futter für die Raupe ist immer noch da und Blüten mit Nektar gibt es jetzt sogar noch mehr. (Die Raupe ist meistens grün mit hellen seitlichen Streifen und einem „Dorn“ am Hinterleib) Denn die Eiablage erfolgt in Gebieten, die sowohl Futter für die Raupe als auch Nektar für den Schwärmer bieten. Also brauchte es zB sonnige Wiesen und Waldränder mit vielen verschiedenen, nektarreichen Pflanzen und Labkraut. Bis zu 200 Eier legt das Weibchen übrigens. Dafür untersucht es jede Pflanze erst genau und legt immer nur ein rundes Ei pro Pflanze.

Quelle Wikipedia Taubenschwänzchen
Taubenschwänzchen, so herrlich puschelig und mit einem „grinsenden Gesicht“

Im Süddeutschen Raum sind die Schwärmer übrigens stärker verbreitet. Fühlt sich das Insekt wohl, bleibt es auch gern in Euerm Garten. Wo Ihr ihn nicht sehen werdet, ist im Wald.

Ich hoffe, der Ausflug in die Insekten Welt hat Euch auch gefallen

Verlinkt beim Jahresprojekt der Zitronenfalterin und dem Creativsalat, sowie dem Freutag

Zitrone 🍋

Hallo Ihr Lieben.

Jetzt führe ich Euch gerade aufs Glatteis, denn es geht doch um das „flatterhafte Jahresprojekt“.

Vogel Bülow, Goldamsel, Pfingstvogel, Oriolus oriolus, all diese Namen hat dieser Vogel. Ursprünglich in die Gattung der Singvögel gesteckt, konnte durch DNS Untersuchung eine Nähe zu Paradiesvögeln und noch näher zu Rabenvögeln gefunden werden. Dabei würde man als Laie diesen zitronengelben Vogel bestimmt nicht neben eine Krähe setzen. Die Rede ist vom Pirol.

Schwarz-gelb, unverwechselbar, selten, scheu, territorial.

Quelle Wikipedia: Pirol

Wie Ihr hier seht, ist vor allem das Männchen so stark gelb-schwarz gefärbt, dazu die rot geränderten Augen. Unauffälliger grün-gelb dagegen das Weibchen und der Jungvogel.

Skizzen und Notitzen

Der ungewöhnliche, oben bereits genannte Name Bülow kommt historisch aus der pommerschen Sprache. Er ist der lautmalerische Begriff für seinen klaren Gesang: „bülow-bülow“ flötet er laut und klangvoll. Viktor von Bülow und seine Familie haben diesen Vogel als Wappenvogel erwählt und er suchte sich auch seinen Künstlername entsprechend: Loriot ist in der französischen Sprache der Name für den Pirol. (Den Flötengesang habt Ihr bestimmt schon mal gehört)

Der Pirol


Wallend geht das Aehrenfeld
Schon in goldnen Wogen,
Und die Sonne am Himmelszelt
Wandelt hoch in Bogen:
„Vogel Bülow, Vogel Bülow!“
Tönt es durch die Welt.

Wundervolle Sommerszeit,
Wenn Pirole flöten,
Und im grünen Blätterkleid
Sich die Kirschen röthen:
„Vogel Bülow, Vogel Bülow!“
Schallt es weit und breit.

Grüner Sommervogel du,
Der so kurz nur weilet,
Hast im Norden keine Ruh,
Bald bist du enteilet:
„Vogel Bülow, Vogel Bülow!“
Geht’s dem Süden zu.

Heinrich Seidel. Quelle: https://gedichte.xbib.de/Seidel_gedicht_Der+Pirol.htm

Trick 17, gelbes Papier

Der Zugvogel kehrt recht spät aus dem Südlichen Afrika zurück, was ihm den Beinamen „Pfingstvogel“ eingebracht hat. Er sucht sich Baumkronen in lichten Laubwäldern, Auenwälder. (Ein bekanntes Nistgebiet ist das Naturschutzgebiete Enkheimer Ried bei Frankfurt a.M.) Durch das Nisten und Leben in den Baumkronen sieht man den Vogel so selten, er ist auch ein guter Kletterer. Gern ist er am Wasser. Er lässt sich dort von einem Ast ins Wasser fallen, taucht richtig ein und badet einfach gern.

Der 22-25 cm große Vogel ist vorwiegend ein Insektenfresser, der sehr territorial ist, nur für die Brut gibt er eigentlich sein Einzelgängertum auf. Aber auch Obst, vor allem Kirschen, mag der amselgroße Vogel sehr. Leider gibt es beim Pirol durchaus einen Brut Rückgang, auch bei diesem Zugvogel ist der illegale Fang unterwegs gefährlich. Aber ebenso durch die Eingriffe der Menschen hier (Trockenlegung, Abholzung) drängen wir den Vogel des Jahres 1990 zurück.

Die schöne Briefmarke ist ein Geschenk von Ulrike, genau als Inspiration hat sie mir verschiedenste geschenkt

Ich hoffe, der Beitrag hat Euch wieder Spass gemacht. Verlinkt beim Jahresprojekt von Andrea Zitronenfalterin (wie passend irgendwie, oder?)

Und Creativsalat

Flatterhaft

Hallo Ihr Lieben.

Ein wenig Veränderung bzw Abwechslung muss sein! Deswegen bekommt Ihr als Jahresprojekt nicht mehr nur Vögel präsentiert. Wie Euch die Überschrift verrät, bleibe ich aber dicht daran.

Aber womit fange ich an? Schon letztes Jahr hatte ich zu viele Namen auf der Liste.

*Es lebte einmal ein Riesenvogel namens Roc. Sein Rücken war so hoch wie der Berg Tai, und wenn er seine Flügel ausbreitete, dann waren sie weit wie die Wolken, die den Himmel bedecken. 

Sobald er sich in die Lüfte erhob, begann ein ungeheurer Sturm, und wenn er hoch über den Wolken unter dem tiefblauen Himmel dahinschwebte, legte er mit einem einzigen Flügelschlag tausend Meilen zurück.

Einmal flog er vom Norden zum Südlichen Meer. „Was er nur hat?“ wunderte sich eine Wachtel und konnte das Lachen nicht verbergen. „Ich hüpfe hier von Ast zu Ast oder vergnüge mich unten in den Büschen. Das genügt mir völlig. Wo der bloß hin will!“

Merke: Wenn der Horizont verschieden ist, sind es auch die Gedanken.*

Vogel Roc und die Wachtel

Eine Erzählung aus China

Wachtel Kunst aus Mexiko

Nein, es geht nicht um den sagenhaften Vogel Roc (auch Rock oder Roch) sondern um den kleinen Hühner – Vogel, die Wachtel. Ich habe sehr geschwankt, ob ich das Rebhuhn oder die Wachtel nehmen sollte. Ich mag diese kleinen, so seltener gewordenen Vögel beide sehr. Vor Jahren hatte ich das Glück hier eine Wachtel zu hören. Ihr habt richtig gelesen: gehört.

Bei der Balz

Wachteln sind so kleine, unauffällige Vögel, dass man die in ihrem Lebensraum eigentlich fast nie sieht. Vielleicht werden ihnen deswegen in Mythen Zauberkräfte zugesprochen. Über sie ist vergleichsweise wenig bekannt, so heimlich leben sie. Aber sie machen recht leise, gurrende, pfeiffende Töne, meist entfernen diese sich von einem, da der kleine Vogel auf dem Boden vor einem wegtrippelt. Selten fliegt er mal im kurzen Bogen. Lauter ist der Wachtelschlag des Hahns „pickderwik“. Sehr laut erscheint dies für uns Menschen auch nicht, vor allem hier im doch recht zersiedelten, lauten Umland, ist aber ca 500 m weit zu hören. Aber ich glaube auch, dass „meine gehörten Vögelchen“ nur auf der Durchreise waren. Wie bei so vielen Tieren, ist der Lebensraum durch den Menschen (Zersiedlung, Landwirtschaft) bedroht. In Deutschland (und anderen europäischen Ländern) sind Wachteln übrigens geschützt.

Gebrauchsteller, von mir mit einem Porcelanstift bemalt

Die Wachtel (coturnix coturnix) ist die kleinste, heimische Hühnervogel Gattung. Das Gefieder ist perfekt für die Tarnung am Boden angepasst, es ist graubraun und von schwarzen und orange-roten Strichen durchzogen. Über den Kopf ziehen sich helle und dunkle Streifen. Sie sind polygam, zwischen Mitte Mai und Ende Juli wird am Boden eine Nestmulde ausgepolstert. Meistens kommt es nur zu einer Brut pro Jahr. Das Gelege besteht aus sieben bis zwölf Eiern. Diese sind birnenförmig bzw oval, die geschlüpften Küken sind Nestflüchter.

Quelle GEO, Wachtelküken = w oder u in den Ägyptischen Hieroglyphen

Sie brauchen Lebensräume mit viel Grünpflanze, Hecken und anderen Möglichkeiten, sich zu verstecken. Auch feuchte und dicht begrünte Flächen und etwas Unterholz kommen in Frage. Auf offenen Feldern und Wiesen bewegt sich die Wachtel in dem hohen Kraut oder auf Getreideflächen, ein beliebter Lebensraum sind auch Kleefelder. Körner, Insekten und Pflanzengrün stehen auf der Speisekarte. Die Insekten sind vor allem im Sommer auf dem Speiseplan, wenn die Vögel aus dem Süden wieder da sind und auf dem Boden brüten. Die Wanderschaft beinhaltet übrigens eine der größten Bedrohung, die kleinen Vögel werden in großer Zahl unterwegs gefangen! Die Wachtel ist in fast ganz Europa, Westasien und Teilen Afrikas verbreitet.

Wachteln werden auch als Haustiere, bzw wie Hühner gehalten, dies sind aber Zuchtwachteln, ihre Eier gibt es im Supermarkt zu kaufen, genau wie das Fleisch. Schon so manches Mal habe ich überlegt, im Garten ein paar Wachteln zu halten, aber wen bittet man in Urlaubszeiten um die Betreuung? Es wäre eine gute Alternative zu Hühnern, die hier zu laut und der Raum zu beengt wäre. Aber nichts, was man wie Kanarienvögel hält.

vereinfacht in rot und braun

Ich mag diese wunderschöne, rundlich Form, die findet sich nicht umsonst oft auf Bildern und Keramiken.

Ich hoffe, der Einstieg in das Projekt mit diesem kleinen Vogel hat Euch gefallen.

„Vögel in Europa“ DK Verlag

Verlinkt beim Jahresprojekt von Andrea Zitronenfalterin

und dem Creativsalat und DvD

Blicke

Hallo Ihr Lieben

Eigentlich schau ich durchaus gern zurück. Scheint etwas zu sein, was mit den zunehmenden Jahren kommt. Menschen die einem fehlen und die durch Erinnerung bei einem bleiben. Manchmal verklärt sich der Blick an „die gute alte Zeit“, dabei verdrängt man gern Unangenehmes. (Na, eine Sache wollen wir bestimmt alle gern zum Jahresrückblick vergessen.)  Der Dezember war hektisch, voll und schön. Das Jahr war bunt gemischt. Es gibt Menschen, die sind mir noch näher an und ins Herz gerückt. Und das machte für mich das vergangene Jahr aus. Der Dezember mit dem Fest der Liebe zeigte es mir noch mal deutlich, mit ganz vielen verschiedenen Menschen. Und ich bin froh und dankbar dafür!

Das Gesundheit auch im vergangenen Jahr eine große Rolle und Herausforderung war und bleibt, dürfte wohl jedem klar sein. Aber man wird schnell dankbar für kleine „Zipperlein“, die vorher viel größer erschienen, es geht nämlich immer noch größer. Etwas mehr Demut wurde mir in den letzten zwei Jahren beigebracht, (vor allem im letzten).

Ein weiteres Bloggerjahr war wieder ganz wunderbar und voller Austausch und auch Beistand. Ich möchte Euch dafür ganz herzlich Danke sagen!

Jetzt habe ich aber genug Pathos verteilt. Ein kleiner Rückblick in Bildern, vor allem vom Jahresprojekt:

Ich habe jetzt noch etwas Zeit zu überlegen, ob ich das Projekt genau so fortführen werde. Ich lasse mich mal etwas treiben.

Roggensauerteigbrötchen
Linzer Kekse
biscotti al limone
Nebel im Land der 1000 Berge
unterwegs

Aus Linzer Kuchenteig Kekse zu backen kann ich nur sehr empfehlen, ich folgte da einem Tipp einer lieben Freundin. Das zitronige, italienische, weiße Gebäck werde ich Euch bald genauer vorstellen. Sehr gern übe ich mich gerade im Backen von Sauerteig Roggenvollkornbrötchen. Viel Nebel, Regen und Frost und sogar in höheren Lagen Schnee gab es. Aber die kalten Monate liegen ja jetzt erst vor uns, kaum zu glauben, bei den aktuellen Temperaturen. Wie Ihr seht, es gibt auch einen etwas größeren, neuen Stempel, Meister Grimbart, schon hier und hier mal vorgekommen. All die wunderbaren GraFisch Karten des Dezembers folgen noch, sie sind einer Extravorstellung würdig. Eine ganz wundervolle Tasche bekam ich von Ulrike genäht und (mit vielen schönen anderen Sachen) im Tausch geschenkt, sie ist gerade meine Lieblingstasche und ich bin doppelt dankbar dafür, da Ulrike gerade ganz andere Sorgen hat.

So, es ist ein regnerischen Sonntag, perfekt um die letzten Tage ausklingen zu lassen.

Bleibt gesund und munter, schaut mit erhobenem Kopf auf das frisch begonnene Jahr.

Alles Liebe,

Nina

Verlinkt bei Andreas Samstagsplausch, dem Jahresprojekt der Zitronenfalterin und dem Rückblick bei Birgitt

Hoch, höher und laut, lauter und den sonnigen Tag kündend

Hallo Ihr Lieben.

Nun geht das Jahr mit den Jahresprojekten zu Ende. Viele haben sich etwas überlegt, was sie monatlich machen und bei Andrea vorstellen möchten. Mein Vorhaben war, jeden Monat einen Vogel vorzustellen. Das hat mir wirklich so viel Spaß gemacht. Gar nicht so schön dagegen war die Qual der Wahl.

Besonders jetzt zum Jahresende wurde die Auswahl dann doch sehr schwer. Da gab es die Haubenmeise, das (die) Goldhähnchen, die Waldrappe, die Schwanzmeise, das Rebhuhn,… Und da war auch noch der Baumläufer und und und.

Doch nun zu diesem:

Es ist die dunkelste Zeit des Jahres. Unsere Vorfahren haben diese Zeit gefürchtet und versucht mit Licht zu füllen und an den Sommer zu denken!

Einen Vogel verbinde ich ganz besonders mit dem Sommer. Wenn die Sonne hoch über den Getreidefeldern steht, fliegt ein Vogel laut singend in das hoch stehende Licht. Minutenlang klingt sein wunderschöne Lied, in dem auch mal „geklaute Strophen von anderen Vögeln“ eingebaut werden.

Vielleicht ahnt Ihr, welcher Vogel den Abschluss des Jahresprojekt bilden wird. Ich gebe noch einen literarischen Tipp: „es war die Nachtigall und nicht die…

…die Lerche“. Aus „Romeo und Julia“ von Shakespeare, der wohl meistzitierte Satz des englischen Dichters. Ein Frühaufsteher ist dieser Vogel, auch sprichwörtlich genutzt für Menschen, welche den Morgen nutzen. Sie steht auch als Allegorie der Erhebung in den Himmel oder zu Gott, an den Neuanfang. In vielen literarischen Texten (z.B. Goethes Faust) kommt sie vor.

Lerche, Quelle Wikipedia

„Alaudidae“, so der lateinische Name der weltweit verbreiteten Familie dieser grau-braunen, unscheinbar aussehenden Sperlingsvögel, mit etwa 20 Gattungen und ca. 80 Arten. Wenn sich der Vogel nicht hoch in die Luft schwingt, dann bewegt er sich laufend (nicht hüpfend) am Boden. Kennt Ihr den Lerchensporn, die Pflanze, die nach der Form der hinteren Zehe des Star großen Vogels benannt wurde? Die Lerchen sind Herrin und Herren der offenen Landschaften. Dort ist das Federkleid die perfekte Tarnung. Insekten und Samen stehen auf dem Speiseplan. In einer kleinen Bodenvertiefung legt das Weibchen 3-6 Eier.

Früher gab es Lerchen allerorts und gibt es auch noch. Dieser Vogel nistet gern in Getreidefeldern und Wiesen, dort, wo die Gräser etwas spärlicher wachsen, vielleicht niedergedrückt sind. Das war in Zeiten, wo Felder und Wiesen noch sehr viel mühsamer bewirtschaftet wurden. Ödlandschaften, Kultursteppen, viele lässt der Mensch, vor allem Stadt nah, nicht mehr ungenutzt. Heute muss Weizen und Mais zu Weltmarktpreisen produziert werden und die industrielle Bewirtschaftung hat viele Tiere in ihrer Zahl reduziert. Ungenutzte Brachflächen sind oft nur kurz vor der Bebauung. Auch wo unsere Siedlung steht, war vor 40 Jahren noch Feld-und Brachland. Auch Katzen haben ihren Anteil am Rückgang, es gibt so viele die verwildern. So ist auch die Lerche „im Sinkflug“, vor allem hier in NRW. Einige Bauern legen freiwillig sogenannte „Lerchenfelder“ an. Im Winter ziehen die nun recht geselligen Vögel von hier gen Süden, in südlicheren Gefilden (viele Arten leben zB auf dem afrikanischen Kontinent) sind es „Standvögel“. Die oft mit den hochstehenden Federn auf dem Kopf dargestellte Lerche ist übrigens das Männchen, welches ich auch hier zeige:

Die Lerche

1

Ich kann hier nicht singen,

Aus dieser Mauern dunklen Ringen

Muß ich mich schwingen

Vor Lust und tiefem Weh.

O Freude, in klarer Höh

Zu sinken und sich zu heben,

In Gesang

Über die grüne Erde dahin zu schweben,

Wie unten die licht′ und dunkeln Streifen

Wechselnd im Fluge vorüberschweifen,

Aus der Tiefe ein Wirren und Rauschen und Hämmern,

Die Erde aufschimmernd im Frühlingsdämmern,

Wie ist die Welt so voller Klang!

Herz, was bist du bang?

Mußt aufwärts dringen!

Die Sonne tritt hervor,

Wie glänzen mir Brust und Schwingen,

Wie still und weit ists droben am Himmelstor!

2

Ich hörte in Träumen

Ein Rauschen gehn,

Und sah die Wipfel sich säumen

Von allen Höhn –

Ists ein Brand, ists die Sonne?

Ich weiß es nicht,

Doch ein Schauer voll Wonne

Durch die Seele bricht.

Schon blitzts aus der Tiefe und schlagen

Die Glocken und schlängelnder Ströme Lauf

Rauscht glänzend her,

Und die glühenden Berge ragen

Wie Inseln aus weitem dämmernden Meer.

Noch kann ich nichts sagen,

Beglänzt die Brust,

Nur mit den Flügeln schlagen

Vor großer selger Lust!


Joseph von Eichendorff
(* 10.03.1788, † 26.11.1857)

„Alouette“, dieses französische Lied kennt Ihr vielleicht. Allerdings geht es darum, eine Lerche zu rupfen. Sie wurden noch im Jahrzehnt vor diesem als doch so seltenes Fleisch auf dem Tisch geschätzt und natürlich auch als Delikatesse gejagt. Vogelfänger gibt es in Deutschland nun nicht mehr. Aber ich hoffe, Ihr könnt das Trällern der Lerche hören, als Erinnerung oder bald als Frühlingsbote. Ein kleines Licht.

Ein gutes neues Jahr, bleibt gesund und zuversichtlich. Dank an Andrea für die Sammlung der Beiträge. Danke an Euch, für Eure Besuche und Kommentare, der Austausch ist wunderbar. Auf ein neues kreatives Jahr. (Vielleicht mache ich noch eine kleine Vogel Rückschau, wo ich doch schon so keinen Rückblick mehr gemacht habe)

Nina