Lebenskraft See

Hallo, Ihr Lieben.

Mein Jahresprojekt bei Andrea Zitronenfalterin, Euch jeden Monat eine Vogel (auch kreativ) vorzustellen, bedurfte unbedingt noch eines geschnitzten Stempel.

Und bei Michaelas und Susannes Mittwochsmix ist diesen Monat das Thema „Schnipsel und Nachhaltig“ dran.

Kennt Ihr das auch, das aus Schulzeiten der Kinder noch Material in den Schubladen lagert? Transparentpapier nutze ich nicht mehr oft. Und Seiten aus alte Bücher kann man sehr vielseitig einsetzen. Also ein wenig gerissen und geklebt, auf eine Karte aus recyceltem Papier. Darauf kam dann der Stempel der frischgeschnitzten Seeschwalbe. Leider geht der Abdruck auf den unterschiedlichen Farben etwas unter. Die eingefügte Feder passt zwar farblich, aber gehört zu einem Specht.

neue Lebenskraft SEE

Ausschneiden und aufkleben? Ich tue mich mit Kollagen immer schwer. Nicht so wie Mano zB, deren liebe Post gestern ankam und über die ich mich so sehr gefreut habe! Eine Drossel, die sich „waaaah!“ freut!

Die Kunstwerke erfreuen mich nun im Bücherregal jeden Tag, Dankeschön!

Ich verlinke den Beitrag in den Linkpartys bei der Zitronenfalterin, dem Mittwochsmix und dem Creativsalat. Wer mehr über den besonderen Seevogel wissen mag, bitte hier entlang.

Von Einfallspinseln und geistlichen Würdenträgern.

Hallo Ihr Lieben.

Andrea, die Zitronenfalterin hat sich wieder viele Gedanken gemacht, was als Thema zu Ihrem Blog passt, als Linksammlung für Blogger. Diesmal gibt es nicht monatlich eine neue Thematik als Anstoß, sondern ein Jahreskonzept, eine Challenge, bei der wir uns eine interessante „Aufgabenstellung“ für uns selber suchen und monatlich etwas dazu bringen dürfen.

Für mich war recht schnell klar, was ich nehmen wollte. Ich habe schon oft hier von Vögeln berichtet, mein Blog heisst nach einem Vogel (Plattdeutsch: Wippsteert=Bachstelze) und diese Könige der Luft faszinieren mich auch einfach. So werde ich jeden Monat einen Vogel portraitieren. Sowohl in Text als (hoffentlich immer selbst gemacht) auch kreativ.

Nun, die Überschrift ist ein kleines Rätsel, denn es sind Umschreibungen der Vogelnahmen, sowohl der offizielle, als auch den aus dem Volksmund. Ich stelle Euch diesmal den Gimpel vor. Was der mit Einfalt zu tun hat? Dieser Vogel hat einen „relativ simplen“ Gesang und er singt eher leise. Aber, er lernt sehr schnell Melodien nach zu pfeifen und war deshalb früher ein begehrter Käfigvogel, zumal auch noch hübsch anzusehen. Oft wurden früher Vögel in Leimfallen gefangen und der hübsche Vogel ging wohl sehr einfach „auf den Leim“. Daher stand er bald als Synonym für Neuling, Tropf, Anfänger, Einfallspinseln, Dummkopf,… Im Rheinland gibt es die Redewendung „stolz wie ein „Gempel“ sein“.

Seinen anderen Namen hat der rundliche Vogel durch sein Federkleid bekommen. Pfaffe ist ein altes, etwas abwertende Wort für Geistlicher. Gerade hochgestelltere, katholische Priester trugen oft rot (oder violett) und früher eine schwarze Kopfbedeckung. Vielleicht erinnert Ihr euch noch an „Don Camillo“. Auch dass er oft dicklich und aufgepolstert aussieht, spielt dabei sicher eine nicht unwesentliche Rolle. Seltener ist die Bezeichnung „Blutfink“, welche sich wohl durch die Federfärbung selbst erklärt. Wie so oft trägt nur das Männchen ein rotes Pracht Gefieder, daß Weibchen bleibt eher grau mit einem rosa Einschlag.

Der Dompfaff gehört zu den Finken. Über das Jahr lebt und brütet er gern in Fichtenwäldern und Mischwald. Im Winter zieht er in kleinen Schwärmen durch Obstplantagen und Gärten. Ich kann mich noch gut erinnern, wie meine Mutter schimpfte, wenn sie sich über ihren Apfelbaum her machten. Sie mögen nämlich gerne Knospen. Und wenn dann einige Vögel im kleinen Baum selbige abfraßen, bedeutete das durchaus weniger Apfelblüten. Ansonsten ist sein starker Schnabel wie für Sämereien gemacht.

In der Brutzeit ist der Vogel monogam, ob das auch für das gesamte Vogelleben gilt, weiß man noch nicht. Während das Weibchen auf den Eiern sitzt und auch die erste Zeit mit den Küken, versorgt das Männchen seine Gefährtin. Nach dem Schlüpfen gibt das Weibchen Futter aus dem Kropf an die Küken weiter. Nach der Brutzeit, die wie gesagt als Paar stattfindet, kommen im Herbst dann wieder Schwärme zusammen und wir haben manchmal Gelegenheit, den prächtigen Vogel auch im Park oder Garten zu beobachten. Seinen Namen soll er übrigens vom bayrischen „gumpen=hüpfen“ haben, sein behäbig wirkendes Aussehen spielt dabei vielleicht auch eine Rolle, dabei plustert er sich einfach nur auf.

Ich zeige Euch diesmal einige von mir mit Blei- und Bundstift gemalte Gimpel und den (einfach gehaltenen) als Stempel geschnitzten Dompfaff (nicht nur für den Pullover). Übrigens kommen Gimpel auch gerne im Winter an Futterhäuschen. Vielleicht habt Ihr ja mal Glück.

Verlinkt bei der Aktion Jahresprojekt

und der Linksammlung Creativsalat

und der Linksammlung DVD