Da kommt was auf uns zu…

Hallo Ihr Lieben.

Ulrike hat einen ganz wunderbaren Bloghop organisiert, jeden Tag geht es auf einem anderen Blog um Herbst-und Halloween Themen und das den ganzen Oktober lang. Edit: ich hab mich natürlich total vertan, heute ist Frau TSCHITSCHI dran! https://frau-tschi-tschi.blogspot.com

Wer hier schon länger vorbei schaut, weiß, dass ich Halloween 🦇 und den Día de los Muertos ganz besonders mag. All Hallows‚ Eve , der irische Ursprung Halloweens ist ja nun auch ein wenig bunter geworden und überall auf der Welt wird mittlerweile „trick or treat“ gerufen. Der mexikanische Tag der Toten ist nun international bekannter geworden und gehört zum mexikanischen Kulturgut, ein Familienfest. Schon im Oktober werden bei Musik und Essen, Verkleidungen und Zuckerwerk die Vorfahren der Familie geehrt (und daher verschwimmen die Grenzen zu Halloween eben auch – besonders für uns „Nicht – Mexikaner“) und der „Tag der Toten“ wird dann am 2.November gefeiert. Diese bunte Art mit dem Tod umzugehen und seinen Vorfahren zu gedenken, mag ich, wie gesagt, aus vielerlei Gründen und habe über ihn hier auch bereits geschrieben.

Schon immer fand ich es schöner, das Leben, dass ein Mensch geführt hat, zu feiern. Das man das Glück hatte, mit dem Verstorbenen ein Stück des Lebens zu gehen, sollte man feiern, die Erinnerung, nicht den Abschied. Ich finde das sehr viel tröstender. Außerdem mag ich all die bunten Farben des Festes.

Diese Girlande könnt Ihr Euch als pdf runterladen, ausdrucken, ausschneiden und dann aufkleben (oder auffädeln, für private Zwecke, Copyright Nina aka Wippsteerts)

Auch der irische Tag, an dem die Kelten die brüchige, gruselige Verbindung zwischen den Welten „feierten“, ist eine schöne Tradition. Diese Mischung aus Abschreckung der nicht wohlgesonnenen Geister und dem Gedenken Verstorbener feierten schon vor Jahrhunderten die Bewohner der irischen Insel am 31.10.!

Damit Ihr Euer Zuhause auch bald ein wenig gruselig dekorieren könnt, habe ich eine Papiergirlande gemalt, die Ihr Euch hier im Beitrag runterladen könnt. Dann nur noch ausdrucken (auch mehrfach, wenn längere Girlande gewünscht), ausschneiden und aufhängen.

Die „Zuckerschädel“ gehören zum Dia de los Muertos einfach dazu. Natürlich werden viele Blumen als Schmuck und Zeichen des Lebens genutzt und „La Catarina“ (wer mehr wissen will, ich habe verlinkt zuWikipedia) wurde für viele zum Symbol des Feiertages.

Morgen geht es weiter bei Flickensalat

EDIT: ICH BIN ERST AM 12.10. DRAN UND HABE MICH VERTAN. HEUTE IST FRAU TSCHITSCHI DRAN UND HAT DOCH SO WAS „GRUSELIGES“ GEHÄKELT.

Verlinkt bei Ulrikes Bloghop, Creativsalat und Freutag

Ich kram jetzt mal mein Jeanshemd raus (s.o. Abbildung)

Wally und Bavaria

Ein Bartgeierpaar in Bayer.

Hallo Ihr Lieben.

Als ich die Namen las, musste ich natürlich an die berühmte „Geier Wally“ denken und auch an die Namenspatronin Bayerns, daher kommen natürlich auch die Namen der beiden Vogelweibchen, die im Juni vielfach in den Medien erwähnt wurden.

Im Monat Juni 2021 wurden im Nationalpark Berchtesgaden zwei Bartgeier ausgewildert. Diese gewaltigen Vögel hatte ich sowieso auf meiner Liste, dass sie genau jetzt dann als Projektvogel dran kommen mussten, war nach den Pressemeldungen doch klar. Geier in Deutschland? Geier leben doch in wüstenähnlichen, heißen Regionen, nicht in den Alpen, werdet Ihr vielleicht denken. Tatsächlich gehörte aber dieser Vogel früher zum Ökosystem der Alpen, den Gebirgszüge jenseits der Baum Grenze. Vor hundert Jahren dachten die Menschen, diese großen Raubvögel verschleppten nicht nur Lämmer und Wild, sondern auch Kinder. Es konnte sich wohl niemand vorstellen, dass Vögel als Beuteschema Knochen haben. Tatsächlich besitzen Bartgeier eine der stärksten Magensäuren im Tierreich und diese wird spielend mit den sehr nahrhaften Knochen fertig. Manchmal lassen die Geier besonders lange Knochen fallen, damit sie durch die Höhe zersplittert.

Foto aus meinem Bestimmungsbuch (GU)

Und so wurden die Geier mit Namen betitelt, die aus dunklen Mythen entstanden und daraus resultierte die Ausrottung dieser interessanten Vögel, aus Angst vor „Kinderräubern und Viehdieben“. Die größten Raubvögel Europas mussten doch gefährlich sein.

„Kindtöter, Lämmergeier, Knochenbrecher, Boanbrüchl“ , keine netten Namen. Bartgeier haben ihre Bezeichnung in Wirklichkeit von dem schnäuzerähnlichen Bart am Schnabel. Auch Wally und Bavaria haben schon einen Bart zum grauen Federkleid der Jugend. Hervorzuhebend sei noch, dass der Kopf dieses Geier Gefieder trägt. So hat die Knochenspezialisierung noch etwas weiteres Gutes, nämlich ein hübsches Federkleid.

Mit 2,90 m Spannweite und von 5-7 kg sind diese Vögel größer als die majestätischen, für edel gehaltenen Steinadler. Doch jagen Bartgeier nicht. Knochen von Kadaver und vor allem das darin enthaltene Knochenmark sind sehr nahrhaft für Sie. Ihre Jungvögel werden mit hochgewürgtem Knochenbrei gefüttert, bis sie später an Gebeine fressen gewöhnt werden. Überhaupt sind diese Vögel, die in den europäischen Hochgebirge leben, faszinierend. Diese beiden Jungvögel stammen aus Andalusien und gehören zu einer viel beachteten Wiederansiedlung, nicht nur in Deutschland. Dort ist der deutsche Nationalpark nur ein Lückenschluss. Natürlich möchten Forscher, dass die beiden Weibchen Partner finden und da die Geschlechtsreife etwa erst ab dem 5. – 8. Lebensjahr eintritt, nach dieser Zeit auch brüten. Bis dahin leben sie in den steilen und hohen, unwirtlichen (unwirklichen) Klippen. Vielleicht werden sie sich beim Liebeswerben eines Tages, nach intensivem in die Augen schauen, im Sturzflug von diesen Steilklippen trudeln. Wenn Sie sich mit Liebesgaben beschenkt und liebevoll geputzt haben, brüten sie abwechselnd von Januar bis Mai. Die Brutzeit dauert 56 Tage, 125 Tage braucht es, bis Jungvögel fliegen können. Zwei Eier werden im Nest in der Klippe gelegt, eines ist aber eher ein Reserveei, denn es überlebt nur ein Vogel im Nest. Die Sterblichkeit der Jungvögel kann sehr hoch sein, die Lebenserwartung aber mit 30 Jahren in freier Wildbahn (50-60 Jahre im Zoo) ist allerdings auch lang. Genau wie Ihr vielleicht schon mal gesehen habt, dass Rabenvögel und kleinere Raubvögel größere Raubvögel attackieren, so ergeht es dem Geier auch. Ein viel größeres Problem ist aber die Tierkörperbeseitigung, die vorgeschrieben ist. Wurden früher nicht nur Wildtiere, sondern auch Nutztier, welche verendet waren, liegengelassen, so müssen diese Kadaver wg möglichen Krankheiten heute entsorgt werden. So sind Bavaria und Wally auf (unauffällig platzierte) Menschengaben angewiesen. Ab und zu würgt dann ein Geier die unverdauten Reste wie Gewölle aus.

Bartgeier Skizze (intensiver Blick, nicht wahr?)

Die neuen Raubvögel Gäste können übrigens auch per Webcam beobachtet werden.

Bis jetzt bin ich gestalterisch nur zu einer Skizze gekommen. Das rötliche Gefieder kommt von einem eisenoxidhaltigem Wasserbad gegen Ungeziefer, welches die Raubvögel machen.

So gern möchte ich noch ein Flugbild als Stempel schnitzen.

Gern verlinke ich diesen Vogel meines Jahresprojekt bei Andrea, die Zitronenfalterin und hoffe, Euch wieder unterhaltsam einen besonderen Vogel nahe gebracht zu haben.

Weitere Verlinkungen beim Naturdonnerstag und creativsalat

Von Küken, stabilen Eiern, Reifeprüfungen und überhaupt und sowieso

Hallo Ihr Lieben.

Ruhig war es hier auf dem Blog. Gar nicht ruhig war es in unserem Leben.  Als Kind fand ich den Ausspruch meiner Oma immer unsinnig, was hatte sie es nur immer mit der Gesundheit? Als Kind strotzt man ja i. R. auch vor Kraft. Selbst wenn man mal krank war, schüttelte man das doch gefühlt schnell wieder ab. Selbst längere „Geschichten“ seh ich bei mir durch eine zumindest rosa getönte Kinder Brille. Auf aktuelle Einzelheiten mag ich nicht eingehen,  das ist mir alles zu privat. Aber ich denke, es wird.

Lieber erzähle ich Euch, dass wir diesen Monat alle geimpft wurden. Für die Jugend freut mich das besonders, da waren „Dosen wo übrig“ und der Zufall wollte es, dass wir auch rechtzeitig da waren. Wir „Grossen“ hatten eh diesen Monat Termin.

Außerdem hat unser zweiter Sohn nun seine Leistung bezüglich bestandenem Abitur schriftlich und selbiges konnte sogar mit einer kleinen Feier übergeben werden. Wie sagte der Elternvertreter so schön und sinngemäß hier wiedergegeben: G8 in G7 abgeleistet!

Als Eltern wird man schon etwas wehmütig, wenn auch der 2. Sohn durch die Schule gekommen ist und nun ein neuer Abschnitt auf ihn wartet.

Amselnest

Lebensabschnitte gab und gibt es auch in unserem Garten. Zu früh hüpfte ein weiteres Mal ein Amsel Küken aus dem Nest. Nach dem wir es unter Einsatz unseres Lebens mit Handschuhen und Stuhl das erste Mal wieder zurück setzen konnten, hörte ich es einen Tag später wieder irgendwo am Boden. Nun, genügend Verstecke, die auch noch recht trocken sind, gibt es in unserem Garten reichlich. Also war nur noch das wirklich regnerisch-kalte Wetter Ausschlag gebend. Denn das Küken ihr Nest verlassen, ohne wirklich flugfähig zu sein, ist häufig der Fall. Hier kam auch noch etwas Schräglage des Vogelnestes hinzu, hervorgerufen durch den grossen Gewittersturm. Leider waren die Kontakt-Piepser am nächsten Tag nicht mehr zu hören. Denn weitergefüttert werden die Bodenhocker immer noch. Vielleicht war es auch eine der vielen Katzen hier, Küken sind leichte Beute. Immerhin, zwei Vögelchen saßen noch ein paar Tage mehr im Nest. Nun scheinen sie unbemerkt von uns flügge geworden zu sein. Ein neues Nest würde dann auch noch gebaut, im Lorbeer, gleich am Sitzplatz unserer Terrasse.

Amselküken

Gelesen habe ich so einiges, wenn auch nur sehr langsam. Sogar ein ganz klein wenig gezeichnet (Käuze, was sonst in diesem Monat). Aber kreativ sonst? Fehlanzeige. Ideen im Kopf reichlich… nun aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Aber immerhin kam bei der Sommerpost schon meine Anmeldung an, da dass Thema Papierschöpfen eh auf meinem Plan stand. Diesmal werde ich mir den entsprechend großen Schöpfrahmen auch kaufen. (Nein, zum Selber bauen reicht es gerade nicht)

ein unbefruchtetes Amselei, es war aus dem Nest gefallen, als es in Schräglage geriet. Tatsächlich blieb es beim Fall von 2 m heile, so perfekte kleine wunderschöne Wunderwerke
Lese Futter und Skizzen

Zu den Büchern (ja, sehr SF und Fantasy lastig gerade – abtauchen in andere Welten, Fluchtgefahr (selbstgekaufte Titel)) bringe ich sicher noch mal einen Artikel. Auch die kauzigen Stempel kommen irgendwann. Gerade recherchiere ich aber schon über den nächsten Vogel für das Jahresprojekt. Die Entscheidung fiel mir da nicht leicht.

Morgens um zwanzig nach sieben ist die (Hundewelt) in Ordnung, den kurzen Morgengang geniessen alternder Hund und Frauchen

Die Gewitter und gewitterartigen Güsse mit einmal fast 40 und dann 50 ml haben hier wieder zu ausreichend Wasser im Garten geführt. Der notwendige Grundwasserspiegel ist aber immer noch nicht erreicht. So ein temperaturschwankender Monat. Erst 36 Grad im Schatten und nach der Gewitterfront weit unter 20 Grad. Jetzt sind die Sommerstauden dran. Denen war es die letzte Woche erst noch zu kalt. Und überall im Garten blühen Malven, für die wenigen Insekten. Ich habe das Gefühl, es gibt mehr Wespen als Bienen. Und dass, obwohl ich gelesen habe, dass es kein gutes Wespen Jahr sei. Kein gutes Insekten Jahr überhaupt. Nur Juni Käfer gibt es sehr viele. Der Holunder als vormalige Insektenweide ist schon am reifen. Erstmals habe ich keinen Sirup aus den Blüten angesetzt, aber eine liebe Freundin hat mich bedacht. Auch meinen Johanni Likör aus unreife Walnüssen setzt ein Jahr aus (und kann daher dieses Weihnachten auch nicht verschenkt werden, leider)

Wie immer sammelt Birgit unsere Monatsrückblicke als Links

Ein komischer Kauz

Hallo Ihr Lieben.

Den Ausspruch “ Komischer Kauz“ kennt bestimmt jeder von Euch. Es ist wieder Zeit, Euch einen weiteren „Monatsvogel“ vorzustellen.

Eigentlich stammt das Wort ursprünglich aus dem 15. Jhd, dem Spätmittelhochdeutsch: küz(e)

Damit werden kleine Eulen, genauer Käuze benannt. Mein neuer Monats-Vogel im Jahresprojekt von Andrea, der Zitronenfalterin.

Ab dem 16. Jhd werden mit dem Wort „Kauz“ auch Menschen bezeichnet, die zurückgezogen, eigenbrötlerisch und seltsam leben. Dies hängt sicher mit der Lebensweise von Käuzen zusammen. So manche internationale, lautmalerische Bezeichnung hat mit den Rufen dieser Vögel zu tun. Diese Nachtvögel waren dem Menschen in Europa nie so ganz geheuer, obwohl sie oft in der unmittelbaren Umgebung lebten. Es gab den Brauch, einen lebenden Kautz mit ausgebreiteten Flügeln an das Scheunentor zu nageln, um den Hof zu schützen. Mit Hexen wurden sie natürlich auch in Verbindung gebracht. Das diese Vögel als Todesboten in Deutschland gelten, aufgrund ihres „kuwitt – Rufes“ ist sicher vielen bekannt. Dabei lockte doch nur das Licht, welches bei Kranken des Nachts brannte, Beute an. In vielen anderen Ländern und Völkern gilt der Eulenvogel dagegen ausschließlich als positives Tier, als guter Bote.

Kauz ist eigentlich nur der Oberbegriff, den wir „NichtOrnitologen“ verwenden, es gibt viele verschiedene dieser kleinen Nachtvögel, vom handkleinen Sperlingskauz, über den Raufußkauz, zum großen Waldkauz. Es sind eher die kleinen und gedrungen wirkenden Eulen, an die dreißig verschiedene Arten, die unter den Begriff „Käuze“ fallen und nicht „Eulen“ heißen. (Natürlich sind sie trotzdem alle „echte Eulen“.)

Briefmarkengeschenk und Suchbild

Der kleine Steinkauz, um den es hier im Beitrag nun gehen soll, ist nur 20-23.cm groß. Er jagd nicht nur kleine Säuger, sondern auch Insekten und Regenwürmer. Auch ein Vogel kann mal auf der Speisekarte stehen. Dafür läuft er auch schon Mal geschwind mit seinen langen Beinen über den Boden. Das sieht durchaus etwas ulkig aus. Daher der „komische Kauz“. Dazu kommt daß Wackeln mit dem Kopf, welches ja allen Eulen zu eigen ist. Natürlich kann auch er seinen Kopf weit drehen. Eulen scheinen für uns Menschen ein Gesicht zu haben, da ihre Augen nicht an der Seite des Kopfes liegen. Und schaut Euch das Foto unten an, mit den markanten Augenbrauen und den gelben Augen, die Nachts fast schwarz sind, sieht er doch wie ein Kobold und nicht wie ein Unglücksbote aus! Die Lider können übrigens über den großen, gelben Augen geschlossen werden. Sie sind Lauerjäger und wären, neben der Schleiereule, bei der Mäuseplage in Australien sehr gern gesehene Mäusefänger. Auf den Eiern brütet übrigens das Weibchen 2-3 Eier aus, während das Männchen für die Versorgung zuständig ist. Steinkäuze leben übrigens monogam. Viele werden nur um die vier Jahre, aber sie können bis zu 15-18 Jahre alt werden. Marder, andere Eulen und Greifvögel, der Mensch, machen ihm das Leben schwer.

Sein wissenschaftlicher Name ist Athene noctua, was so viel wie „Athene bei Nacht“ bedeutet. Er spiele auch eine Rolle in der griechischen Mythologie: Athene, u.a. Göttin der Weisheit, wird oft mit einer Eule, genauer, mit dem Kauz dargestellt, u.A. auf der berühmten Münze der Stadt. Der Kauz ist auch auf der Rückseite der Silbermünze der Stadt Athen abgebildet. Die „Tetradrachmen“ wurden von 570 bis 510 v. Chr. geprägt. Begreiflicherweise wurden diese Münzen „Eulen“ genannt und weil die Stadt auch noch sehr reich war, stammt hier der Ausspruch: „Eulen nach Athen tragen“ für: „etwas unsinniger tun“ her.

Der Name „Steinkauz“ deutet es schon an, er brütet auch in Nieschen von Scheunen und Mauern, auch wenn er auch sehr gerne Hohlräume alter Obstbäume und Kopfweiden nimmt. Heute wird renoviert und Flurbereinigt. Dieser schwindende Lebensraum hat für starke Rückgänge gesorgt, aber mit künstlichen Nisthöhlen kann geholfen werden, zumal gern immer wieder die selbe Stätte genutzt wird. Der kleine Steinkauz braucht Felder und Wiesen mit dem lockeren Baumbestand und profitiert von Schafzucht auf Feldern. In der Schweiz ist er dieses Jahr zum Vogel des Jahres auserkoren. Ich habe den Link für den entsprechenden Artikel mitsamt dem kurzen Film als Link angehängt, weil ich ihn sehr sehenswert finde.

Planung für einen großen Stempel oder Linoldruck

So richtig viel habe ich am Kauz noch nicht kreativ gearbeitet. Zwei hingeworfen Skizzen für Stempelideen und eine ältere Stoffmalerei auf Seide kann ich zeigen. Die letzten zwei Wochen ging Manches aus verschiedenen Gründen nicht so, wie gewünscht.

Aus meinem Bestimmungsbuch über Eulen und Greifen: (GU Verlag):

https://birdlife.ch/de/content/vogel-des-jahres-2021-steinkauz (der oben angekündigte Link)

Natürlich verlinke ich den Beitrag bei Andreas Jahresprojekt Sammlung

und Danke Euch für das Interesse, welches Ihr immer wieder für die vorgestellten Vögel zeigt. Bisher:

Dompfaff, Waldschnepfen, Fichtenkreuzschnabel, Seeschwalbe

Ps. Warum es bei der Brut des Pärchen, welches ich durch die Webcam eines Vogelfutter Lieferanten immer wieder beobachten, nicht recht weiter geht, weiß ich nicht. Normalerweise sitzt das Weibchen bis zu 30 Tagen, dann schlüpft das erste Küken. Während alle anderen Eulen fleissig füttern, habe ich das Gefühl, hier gibt es ein Problem. Bestimmt kann ich noch mal mehr berichten, es stehen ja auch noch kreative Werke aus!

Pps. Vielleicht kennen manche das Buch: „Die Eule, die gerne aus dem Wasserhahn trank“, eine Geschichte von Martin Windrow, der mit einem Kauz als Haustier zusammen lebte (selbstgekauft)

Von Pol zu Pol fliegen

Hallo Ihr Lieben.

Ein weiterer Vogel soll heute wieder über den Bildschirm flattern. Zum Jahresprojekt bei Andrea zeige ich Euch heute einen absoluten Langstreckenflieger. Starke 17000 km fliegt und segelt dieser Flugkünstler durchaus auch von der Arktis zur Antarktis. Ich spreche von der Seeschwalbe, welche auch hier an den Küsten vorkommt (manchmal ist sie an Seen oder Flüssen zu finde).

Zeichnung Seeschwalbe

Der kleine Möwenvogel mit dem spitzen, roten Schnabel, der schwarzen Kopfhaube, dem gegabelten Schwanz und den schlanken Flügeln ist eine kleine Augenweide. Seine kunstvollen Flüge und das steile Eintauchen in die Wasseroberfläche sind einfach nur zu bewundern. Ich habe mich immer gefreut, wenn ich welche am Meer entdecken konnte. Im Flug fängt der Flugkünstler Insekten, stößt in s Wasser um Fische zu fangen und am Strand sucht er Krebse und Würmer. Wie ein Falke kann der Vogel in der Luft rütteln und nach Beute suchen. Es gibt unter den Seeschwalbe sogar eine Art, die die Suche großen Möwen überlassen um Ihnen dann die Fische vor der Nase wegzuschnappen. Nicht nett aber effektiv.

Sein Nest baut diese „Schwalbe“ am Boden mit vielen anderen in einer Kolonie und bebrütet dort zwei Eier. Die Verbreitung der 43 unterschiedlichen Seeschwalben ist überall auf der Welt, hauptsächlich am Meer. Vielleicht habt Ihr sie auch schon gesehen.

Nordsee, Niederlande 2019

Besagte Langstreckenflieger dieser Gattung sind übrigens die Küstenseeschwalbe, die wirklich bis in die Nordpolarregion brütet und in der Südpolarregion überwintert. Man sieht sie bei uns aber auch an den Küsten, es ist ihr südlichstes Verbreitungsgebiet.

Bleistiftzeichnungen

Das Vogelportrait gehört zu meinem Jahresprojekt, welches Andrea, die Zitronenfalterin, ins Leben gerufen hat und bei der sich viele Kreative in der Linkparty treffen.

PS: ein Stempel folgt noch, wenn ich ein etwas ruhigeres Händchen habe, denn dieser Kopf ruft doch regelrecht nach einem Druck, oder?

Krabbelnde Frühlingspost

Hallo Ihr Lieben.

Es krabbelt, fliegt und wuselt gleich hier durcheinander! Seid gewarnt! Und neugierig gemacht!

Natürlich gibt es wieder eine Frühlingspost von Tabea und Michaela dieses Jahr. Ohne so richtig den Text der Ankündigung überhaupt zu lesen, habe ich mich gleich angemeldet. Es sind immer Herausforderungen und man lernt Neues! Dieses Jahr stellten uns die beiden kreativen Frauen die Collagrafie (Collografie) vor. Mit dieser Collagetechnik wollten dann Insekten gedruckt werden. Im Prinzip ist die Technik eine Mischung aus Hoch- und Tiefdruck. Aus Pappe und verschiedensten Materialien kann ein Motiv zusammengeschnitten, gesetzt und geklebt werden. Über verschiedene kleine Online Tutorials konnte ich mich dann informieren. (Ein kleiner Vorversuch wurde dringend nötig.)

Motive zum Thema“Insekten“ waren sehr schnell gefunden. Ich hatte eher das Problem, selbige einzuschränken. Vier Seiten galt es zu füllen, die hinterher zusammen mit den Werken der anderen Kreativen ein Insekten Heft (selbstgebunden) ergeben sollen.

Ausgeschnitten

Mit einem Cutter machte ich mich also über Verpackungen her. Ich wählte Insekten zu bestimmten Themen aus. : Tarnung, Metamorphose, Merkwürdigkeiten, gigantische Käfer und lästige „Schädlinge“. Sofort war mir auch klar, es sollte so etwas wie ein Forschungsbuch gestaltet werden. Eigentlich wollte ich noch erfundene „Forschungsberichte“ dazu schreiben, das sprengte dann aber doch meinen zeitlichen Rahmen, denn dies hätte ja mehrfach handschriftlich eingetragen werden müssen, zusätzlich zum jetzigen Text. Lieber sollte es dann wie ein Skizzenbuch daher kommen. Die Collografie sollte ja auch als Motiv im Vordergrund stehen.

Merkwürdigkeiten
Metamorphose

Mit verschiedenen Materialien würde dann der erste Druck probiert. Stoff kam zur Pappe, Draht und Faden und Weizengrieß, sowie Alufolie (Schokoladenverpackung). Auf Draht hatte ich sehr gesetzt. Aber der verbog sich zu sehr. Wollfäden wurden zu plump bei der Größe. Aber der Stoff und teils die Folien erwiesen sich als gut. Der Gries verselbständigt s sich manchmal, aber das machte nichts. Mit einem Papierkleber wurden die Papp Platten eingepinselt. Dann kamen die Insekten da drauf, wurden mit dem Cutter weiter präpariert, wieder Kleber und Materialien besetzt und bepinselt, eine Collage eben. Nähgarn statt Wolle man zum Einsatz und war ganz schön störrisch. Da meine Insekten eher klein waren, musste ich auch klein arbeiten. Bei Kristina Schaper hatte ich den letzten Blog Beitrag dazu gelesen, sie versiegelte mit Schellack. Nun, an den kam ich im Lockdown nicht mehr dran, werde ihn aber sicher bei nächster Gelegenheit nutzen!

Collografien

Die Blätter haben trotz „Schutzschicht“ leider ganz schnell den Geist aufgegeben und das Vorhaben, sie als Hintergrund zu nehmen, habe ich dann fallen gelassen. Was ich aber sehr gerne das nächste Mal mehr nutzen möchte, sind getrocknete Blüten.

Druckplatte unliebsamer Insekten

Den Tipp, dass man die beschichtete Seite besser nutzen kann (was ja auch viel logischer ist), habe ich leider auch zu spät für einige Druckplatten gelesen.

Aufgetragen wurde die Linolfarbe allerdings nicht mit einem Pinsel, sondern mit einer Schaumstoffrolle, dann mit einer dünnen Wollsocke abgetupft, denn das Papier, welches in Lehrvideos immer wieder genutzt wurde, war viel zu grob. Die feine Wolle der Socke dagegen nahm überschüssige Farbe weg und konnte sehr geziehlt eingesetzt werden. Die zweite Socke wurde dann zum Drucken genutzt, denn die Rolle war da nicht effektiv und ein entsprechende Vorrichtung, wie auch bei Tiefdruck genutzt, habe ich nicht. Untergelegt habe ich weichen Stoff.

Was ebenfalls nicht so ging, wie ich es lieber gehabt hätte, war das Verteilen von verschiedenen Farben. Die Druckplatten waren simpel und einfach zu klein.

Studie Insektenkopf
Goliath Käfer
Tarnung Druckplatte
Studie Libellenkopf
Druckplatte nach mehrfacher Nutzung

Was auch nicht ganz einfach war, die Farbe kleisterte langsam aber sicher einiges zu.

Tarnung
Goliath Käfer

Sehr gut gefallen hat mir dann dieser Druck. Das Weizengries mit recht viel Kleber hatte genau den Effekt, den ich mir gewünscht hatte. Auch die feinen Nähgarnfäden bei den getarnten Insekten war genau die richtige Wahl. Sehr gut blieb der Stoff bei Flo und Stechmücke, bei Libelle und Libellenjungfer leider nicht so gut. Mal kam auch die Alufolie (ich habe die feiner von einer Schoki Verpackung genommen) zur Geltung, mal weniger.

Nun ging es daran, die Seiten zu gestalten. Natürlich kamen mir sofort alte Skizzenbücher von Forschern in den Sinn. Erst wollte ich auch das Papier einfärben mit Tee, aber das war mit der verwendenten Farbe zusammen etwas zu „Braun“ alles und da ich meine „fiktive Forschung“ 1803 angesiedelt hatte, konnte ich auch genau so gut weißes Papier nehmen. Die Wahl fiehl beim Papier übrigens auf einen klassischen Schulzeichenblock. Eine sehr gute Wahl, das Papier ist saugfähig, strapazierfähig und trotzdem noch fein genug gewesen. Farbe dagegen wurde nach dem Drucken nicht mehr noch dazu gemalt. Es erschien mir nicht dazu passend.

Das ich nicht für jede Seite ein großes Insekt gewählt habe, hat mit meinen Themen zu tun. Und ein wenig Witz und Augenzwinkern sollte auch mit dazu. So packte ich Insekten zusammen, wie den Gelbrandkäfer, der unter Wasser tauchen kann und dessen Luftblase man sieht, und den Hirschkäfer, der mit seinem Gehörn tatsächlich wie sein Säugetiernamensvetter kämpft. Überhaupt, sind Insekten gerade auch in Nahaufnahmen schöne, älienähnliche Wesen. Wie schön sie doch sind wollte ich besonders mit dem wirklich großen Goliathkäfer (Herkunfsland Madagaskar) zeigen. Den habe ich mir gleich auch noch als Stempel geschnitzt. Denn Collografien sind als Druckplatten leider vergänglicher als Stempel.

Nun dürfte die Post bei meinen anderen kreativen Entomologen Mitgliedern angekommen sein. Ich bin sehr gespannt, was noch kommt und werde Euch nach Ablauf dieser Aktion die sehr vielfältigen Ergebnisse noch alle zusammen zeigen. Und wer mehr über die Aktion und auch mehr Ergebnisse und Werdegänge sehen will, bitte hier entlang zum Blog von Michaela und Tabea. Hier habe ich auch diesen Beitrag verlinkt.

Den beiden gilt auch mein ganz besonderer Dank (und ein Brief ging auch an sie raus)! Schon jetzt freue ich mich auf Ihre nächste Idee …

Verlinkt auch beim Creativsalat

Ich brauche eine Pause

Hallo ihr Lieben.

Ich merke gerade, ich brauche eine digitale Pause. Eine andere könnte ich auch vertagen, die ist gerade  aber nicht möglich. Kennt Ihr sicher auch. Ich habe gerade bereits einen Beitrag für meinen Samstagsplausch geschrieben, gestutzt und abgebrochen. Den wollte ich so nicht bringen. Ich war nur am schimpfen und jammern, eine Prise Selbstmitleid dazu, daß ist es doch nicht, was ich schreiben möchte und so bin ich eigentlich auch nicht.

Chilis Anzucht auf der Fensterbank

Also zeige ich Euch nur meine Bleistiftzeichnung von meinem Monatsvogel, empfehle als Aufmunterung: Axel Hackes neues Buch, welches ich gerade höre, schnelle Schneckchen zum Backen, einen der besten und viel zu wenig bekannten Animationsfilme „Rango“ (großartige Anspielungen, klasse Musik) und verabschiede mich in eine kleine Blog Pause.

Quelle Kunstmann Vlg.

500 g Mehl, dazu 2 El Rohrzucker mit entsprechend Hefe, einen Becher warme Milch, 1 Ei, einen Stich Butter. Und eine grosse Packung Mohnback zum Anrühren.

Am Einfachsten ist es immer, die Hälfte des Mehls (schmeckt übrigens auch mit Vollkorn) mit Hefe und Zucker und der warmen Milch anzurühren, damit die Hefe gut aufgehen kann. Das Ei nach dem Aufschlagen an den Rand auf den Hefeteig, dann nimmt es die richtige Temperatur an, einen guten Stich Butter daneben. Den Teig aufgehen lassen, die zweite Hälfte Mehl dazu und gut kneten, wieder gehen lassen. Dann mit etwas Mehl ausrollen. Den Mohnback mit Milch oder Kondensmilch anrühren und auf dem Teig verteilen und zusammenrollen. In Stücke schneiden und in  den auf 175 °C vorgeheizten Ofen, mittlere Schiene, nach 15-20 Minuten nachschauen, ob sie schön leicht braun  geworden sind (grins) und nach etwas Abkühlung gleich reinbeißen.

Euch allen ein schönes Wochenende, bleibt gesund und tapfer.

Verlinkt beim Samstagsplausch von Andrea

Ps. Es gibt ein weiteres Shirt im Basar

Vorsichtiges Anklopfen

Hallo Ihr Lieben.

Da geht sie hin, diese Woche, mit Glätte und Kälte am Anfang und frühlingshaften Temperaturen zum Wochenende. Mögt Ihr auch auf einen Plausch bei Andrea vorbei schauen? Ich habe mir schon einen Kaffee geholt. Schnell einen Blick und einen Klick zum Verlinken und dann bin ich erst mal länger draußen.

Noch bei eisigem Wind sind wir letzes Wochenend an der Sieg entlang gelaufen. An einigen Stellen war noch Eis und auch am Ufer des nicht mehr so viel Wasser tragenden Flusses waren kleine Eisgebilde zu sehen. Ich habe sogar einen Gänsesäger entdeckt, sicher ein kurzzeitiger Gast aus eher nördlichen Gefilden, leider nur als weißer Fleck auf dem Foto zu erkennen.

Erstaunlich, oberhalb des Siegdammes, wo der kalte Wind pfiff, war der Boden noch steinhart gefrohren. Ging man unterhalb, in Flußnähe, hatte man schon eine matschige Schicht bei der man aufpassen musste, nicht auszurutschen. Die Grau- und Nilgänse waren allgegenwärtig. Paare ziehen ja auch immer wieder über unser Haus und hinterlassen gerade gerne mal zielsicher grüne „Markierungen“ auf dem weißen Auto. Ob ich wohl Anfang der Woche zu meiner Mutter fahren könnte, fragte ich mich da, denn Regen sollte kommen und damit überfrierende Nässe. Der Montag wurde noch abgewartet, aber am Dienstag konnte ich sie dann besuchen. (Wie immer, sind wir sehr vorsichtig. Ich bin seit dem letzen Besuch, auch der einzige.)

Immer wieder könnte ich dieses Foto aufnehmen, so ein ganz besonderer Heimatblick. Kurz vorher waren Kraniche über das Tal gezogen. Hoffnungsbringer auf den Frühling, Glücksboten und Sehnsuchtsvögel.

ein gewünschter Druck auf einen Stoffbeutel
endlich habe ich die entsprechenden LEDs und einen richtig geschriebenen Text

Insgesamt war die Woche sehr abwechslungsreich. Der Sohn bereitet sich auf eine Prüfung vor, bei der er so gar nicht weiß, wie sie ablaufen wird und was genau gefragt wird. Lerngruppen und Hilfe eher Fehlanzeige, alle sind mit sich und der Situation überfordert. Schattenseiten des Studiums daheim. Nur das bei den jungen Leuten die Zukunft davon abhängt. Das klappt bei der Schule besser, aber man kennt sich ja auch und ist in viel kleineren Gruppen. Trotzdem dreht sich bei mir nachts das Karusell der Gedanken, wenn ich daran denke, wie viel verloren geht. Bei einfach gefühlt Allem und das läuft jetzt wirklich seit fast einem Jahr?

Für einen Geburtstag ging hier Post raus. Ein Dompfaff per „Brennpeter“ auf Holz eingebrannt. Auch wenn man dabei keine Farbe anwenden kann, erkennt Ihr hoffentlich den eigentlich ja recht bunten Vogel.

Immer wieder ziehen sie, die Kraniche. Ihr Rufen lockt mich mehrfach aus dem Haus diese Woche. Gefühlt habe ich mich noch nie so sehr über sie gefreut. Größe Züge sind unterwegs. Auch sonst beschäftige ich mich diese Woche weiterhin viel mit Vögeln, ein neuer zum Jahresprojekt muss recherchiert und gestaltet werden. Die Qual der Wahl wird immer größer, aber für den März habe ich einen. (Nun, eigentlich habe ich schon für jeden Monat einen, aber die Liste könnte viel länger werden und ob ich noch mal umdenke bei dem ein oder anderen oder doch noch einen besonderen finde.) Zeigen würde ich die Blümchen aber trotzdem gern noch bei Holunderblütchen.

Allgegenwärtig sind im Moment wohl auch die Tulpen in den Märkten und in unseren Heimen, versprechen sie doch auch in den vier Wänden etwas Vorfrühling. Ich habe welche auf den Esstisch, der gleichzeitig auch mein Arbeitsplatz im Moment ist, gestellt. Daher steht der Strauß immer im Kontrast zu meinem Kram, der dort neben meinem Platz liegt. Ihr sehr die Papiere ein wenig in das Bild herein ragen, aber ich bin ja kein Interior Blog. Verschiedene Karten wurden auch wieder bestempelt diese Woche. Außerdem habe ich mir endlich das Buch von Michaela und Tabea geleistet. Bei Ihrer tollen Frühlingspost habe ich mich nämlich wieder angemeldet. (Werbung wenn Ihr so wollt, man sieht ja auch die Stempelfarbe, alles selbst gekauft oder geschenkt bekommen) Und der brandneue Roman, den ich mir ebenfalls gestern gekauft habe, lässt sich sehr gut an. Ein Magier, der mit Spezialtinte Siegel erschafft, um zB Illusionen zu erschaffen oder den Menschen vorzuzaubern, dass es magische Wesen gar nicht gibt, statt dessen schickt er sie wieder in die Feenwelt zurück. Leider ist er auch sehr vom Pech verfolgt, denn schon wieder ist einer seiner Azubis gestorben. Dieses Mal ist es aber besonders merkwürdig, denn es stellt sich heraus, dass dieser Lehrling mit magischen Wesen gehandelt hat und mehr Siegel kannte, als er eigentlich bei seinem Magier gelernt hatte. (Fotoquelle Klett Cotta Verlag)

Zum Abschluss noch ein Turmfalkenpaar im morgendlichen Dämmerlicht. Sich immer wieder umkreisend flogen sie zu ihrem Nistplatz in der Friedhofskapelle. Die milde Luft verspricht ein grandioses, frühlingshaftes Wetter. Heute sollen es hier 18°C und morgen sogar 20°C geben. Schon gestern konnte man die Sonne auf der Terrasse geniessen und heute werden wir dann sicher diese aufräumen und uns das erste Mal dieses Jahr an den Gartentisch setzen, der sein Dasein im Winter unter einer hässlichen Haube fristen musste. Ein vorsichtiges oder vielleicht doch schon recht forsches Anklopfen des Frühlings …

Habt ein besonders schönes Wochenende!

Dezemberanfang

Hallo Ihr Lieben.

Treffen wir uns wieder auf einen Samstagsplausch bei Andrea? (Link-Party)

Advent von Loriot

Es blaut die Nacht, die Sternlein blinken,
Schneeflöcklein leis herniedersinken.
Auf Edeltännleins grünem Wipfel
häuft sich ein kleiner weißer Zipfel.
Und dort, von ferne her durchbricht
den dunklen Tann ein helles Licht.

Im Forsthaus kniet bei Kerzenschimmer
die Försterin im Herrenzimmer.
In dieser wunderschönen Nacht
hat sie den Förster umgebracht.
Er war ihr bei des Heimes Pflege
seit langer Zeit schon sehr im Wege.
So kam sie mit sich überein
Am Niklasabend muss es sein.

Und als das Häslein ging zur Ruh,
das Rehlein tat die Augen zu,
erlegte sie direkt von vorn
den Gatten über Kimm und Korn.
Vom Knall geweckt rümpft nur der Hase
zwei- drei- viermal die Schnuppernase
und ruhet weiter süß im Dunkeln,
derweil die Sterne traulich funkeln.

Und in der Guten Stube drinnen,
da läuft des Försters Blut von hinnen.

Nun muß die Försterin sich eilen
den Gatten sauber zu zerteilen.
Schnell hat sie ihn bis auf die Knochen
nach Weidmanns Sitte aufgebrochen.
Voll Sorgfalt legt sie Glied auf Glied,
was der Gemahl bisher vermied.
Behält ein Teil Filet zurück
als festtägliches Bratenstück.
Und packt sodann, es geht auf Vier –
die Reste in Geschenkpapier.

Von Ferne tönt´s wie Silberschellen,
im Dorfe hört man Hunde bellen.
Wer ist’s, der in so tiefer Nacht
so spät noch seine Runde macht?
Knecht Ruprecht kommt auf goldnem Schlitten
mit einem Hirsch herangeritten.
Sagt, gute Frau, habt Ihr noch Sachen,
die armen Menschen Freude machen?

Die sechs Pakete, heil’ger Mann,
s’ ist alles, was ich geben kann.
Knecht Ruprecht macht sich auf die Reise,
die Silberschellen klingen leise,
im Försterhaus die Kerze brennt,
die Glocke klingt, es ist Advent.

(Autor: Loriot, Vicco von Bülow, 1923-2011 aus einem Sammelband hier im Regal)

Ach ja: „Früher war mehr Lametta“ (auch von Loriot)

Ob die Bekleidung so für Hunde gemacht wurde? aber da gibt es gleich ein Leckerchen für

Ein verrückter Monat ist das, dieses Jahr. Also, nicht das der Dezember nicht sowieso jedes Jahr besonders und auch verrückt wäre. Der Advent ist doch immer etwas (oder auch mehr) hektisch. Das Ruhige und Besinnliche muss man oft suchen. Eigentlich reden doch alle immer davon, dass die Pandemie uns entschleunigt. Aber ich finde, es fühlt sich nicht so an. Die Aufgaben werden nicht weniger. Und weil ich gern Sachen selber mache(n will) kommt das dazu. Na, eigentlich ist meine Hektik dann auch selbstgemacht. Nur das Einkaufen, dass dauert nun mal jetzt lang, ist halt so. Das kann ich nicht ändern. Mich wundert nur, dass die Leute dies immer noch nicht kapiert haben.

Was sicher auch nicht in eine volle Woche passte, ist die Adventspost. Allerdings habe ich das Ganze vor mir her geschoben, da ich mich mit einer neuen Technik befassen musste. Aber am Sonntag ging es dann rund (um die Uhr). Mehr dazu hier.

Einen Geburtstag haben wir auch gefeiert, dazu gab es den Oreo Cheesecake abgewandelt mit Sauerkirschen und das Geburtstagsfeier Festessen, mit ganz viel Klößen dazu, gibt es heute Abend noch.

Einiges aus der Woche kann ich leider nicht zeigen, Spoileralarm. Seit Ihr auch schon fleißig am Besorgen und basteln? Letzteres bedarf ja auch ein wenig Zeit. Mal sehen, welche Kekse ich dies Wochenende backen kann. Ein Rezept für einen wahnsinnig schweren Kuchen muss ich unbedingt in meiner Zettelsammlung wiederfinden. Ja, der Marzipan Nuss Gugelhupf hat es in sich, nicht nur, was den Inhalt (vielerlei Nüsse und Marzipan) betrifft, auch geschmacklich. Diese Zettelsammlung aus früheren Zeiten muss ich dringend ordnen. Mittlerweile kommt eigentlich alles in ein Büchlein. Wie haltet Ihr das? Seid Ihr da eher digital oder analog unterwegs?

In der Nacht zum Sonntag kommt hier der Nikolaus. Ja, hier kommt auch zu den erwachsenen Kindern noch der Nikolaus. Einfach weil es Spass macht! Und wer seinen sauberen Stiefel nicht rausgestellt hat,…

Ich werde auch still sein, wenn die Stiefel gefüllt werden. Hauptsache ich muss die Mütze nicht weiter tragen und bekomme das Leckerchen.

Ich wünsche Euch allen ein wunderschönes zweites Adventswochenende. Lasst Euch vom Nikolaus ein wenig beschenken. Und genießt das Wochenende. Hier geht’s jetzt erst an den schönen Adventskalender, dann gibt’s Tee und dann etwas später auf einen Spaziergang raus, das Wetter ausnutzen, die Woche war echt „össelig“ und ich konnte nur neidisch von den Schneemeldungen lesen.. Ich schaue später bei euch vorbei.

Adventspost 2020 und mehr

Hallo Ihr Lieben.

Heute ist der 4.12. und mein Tag in der Liste der Adventspost. Michaela Müller und Tabea Heinicker vom „Post-Kunst-Werk“ haben sich wieder eine schöne Adventspost ausgedacht! Mit einer neuen Technik (für mich), wollten bzw wollen wir Glasplatten Druck Postkarten gestalten. Glasplattendruck, vielen vielleicht eher bekannt unter Monotypie. Mit etwas, wirklich nur etwas Farbe, ausgerollt auf dem Glas, sollen, bzw sollten nun Winter Bilder entstehen.

Ein Motiv hatte ich schon ganz am Anfang des Projektes im Kopf, allerdings war das nicht für Hochkant geeignet. Ein weiteres Bild, eine Winter Wanderung bei klirrendem Frost, mit ganz viel Eis am Fluss, würde „unmalbar“ für mich werden (und wohl sehr kitschig, allein die möglichen Farben). Wenn ich mich an den Spaziergang und die Fotos bei strahlendem Sonnenschein erinnere, dann seh ich immer noch viel Türkis und Blau aus der Schneelandschaft „brechen“. Überhaupt hatte ich meine Probleme mit Grau in den Farben, also einen typischen „rheinischen Winter“ zu nehmen. Einen Winterspaziergang verbinde ich mit Schlitten und Ski im Schnee. Schnee der all die Farben bei eine Wanderung durchaus wiedergibt, die vielleicht die Sonne nicht anstrahlt. Gedämpftere Farben, ja, damit konnte ich eher arbeiten, daher seht Ihr bei mir weniger Grau zugemischt, sonder mehr Braun. Weiss kam natürlich bei allen drei Farbtönen dazu und Schwarz war nur sehr wenig hinzu gemischt. Recht schnell formte sich eine andere Idee. Jeden Morgen, wenn ich mit dem Hund noch früh und mitlerweile auch im Dunkeln spazieren gehe, sind die Rotkehlchen Männchen schon dabei, mit leisen aber glasklaren Tönen ihr Revier zu verteidigen. Auch sehen wir im Winter neben Meisen, Amseln und Spatzen am ehesten Rotkehlchen im verschneiten Garten oder der Hecke.

Ein richtiger Wintervogel ist der kleine Singvogel mit der roten Brust geworden. Nun, kaum ein Singvogel der näher in Legenden um Christus verwoben ist, wie das Rotkehlchen und passt deswegen auch für viele in die Adventszeit. Sein rotes Brustfederkleid bekam es nämlich, als es trotz Gefahr versuchte, die Dornen der Kreuzigungs Krone Jesus aus der Haut zu ziehen. Selbstlosigkeit und Hilfe in eine Legende verpackt. Jetzt habe ich viel drum rum erzählt, nun sollt Ihr sehen, welches Motiv und Karte an meine Gruppe rausgeschickt worden ist. Zeitig sind die Karten hier raus gegangen, denn die Post ist gerade überarbeitet und daher unzuverlässig. Ich hoffe sehr, dass alle Advenskarten ankommen. Die ersten eingegangenen Motive stehen hier auch schon. Später im Monat werde ich mehr zeigen.

Motiv
Erste Farbe
Zweite Farbe
dritte Farbe und fertig

Rotkehlchen auf dem Zweige hupft

Rotkehlchen auf dem Zweige hupft,
wipp, wipp!
hat sich ein Beinchen abgezupft,
knipp, knipp!
läßt sich zum klaren Bach hernieder,
tunkt’s Schnäblein ein und hebt sich wieder,
stipp stipp, nipp nipp!
und schwingt sich wieder
in den Flieder.
Es singt und piepst ganz allerliebst,
zipp zipp, zipp zipp trill!
sich eine Abendmelodie,
steckts Köpfchen dann ins Federkleid
und schlummert bis zur Morgenzeit.

(Quelle von Wilhelm Busch)

Einmal Farbe auf die Platte, Blancoblatt und Bild, Motiv nachfahren, hochheben, neue Farbe auftragen…

Edit: bei einigen ist das Deckblatt abgegangen, weil ich den falschen Kleber genutzt habe, bitte also melden, wenn es Dir auch so ergangen ist

Einen ganz wunderbaren und schönen und selbstgemachten, besonderen Adventskalender habe ich von Maike bekommen und ich finde es nur so furchtbar, dass ich jetzt immer einen Tag warten muss um ein neues Briefmarkenmotiv zu entdecken, alle selbst geschnitzt und gedruckt. Herzlichste Dankesgrüsse auch auf diesem Wege nochmal.

Maike ist gerade im Eichhörnchen Fieber

Es wurden ansonsten zwei Motive aus den Harry Potter Geschichten geschnitzt und gestempelt, der goldene Schnatz und der sprechende Hut. So entstand eine Glückwunschkarte und Geschenkpapier für einen Fan.

Alles verlinke ich beim Freutag und der Post Kunst Link Liste

Euch allen ein schönes Nikolausfest und ein erholsames Adventswochenende