Der den Baum raufläuft

Hallo Ihr Lieben.

Es gibt einige Vögel,  welche die Fähigkeit besitzen,  die Rinde von Bäumen hoch zu klettern. 

Euch fällt da sicher sofort der Specht ein.  Möglicherweise denkt Ihr aber auch an den Kleiber,  welcher als einziger Vogel nicht nur den Baumstamm raufklettern,  sondern auch kopfunter laufen kann.  Aber da gibt es noch diesen, winzigen und unscheinbaren, den Baumläufer.  Es gibt den Wald- und den Gartenbaumläufer.  Sie sind allerdings vom Laien kaum zu unterscheiden.  Der Waldbaumläufer hat zB längere Zehen,  aber wer kann das bei der Größe schon sehen.  Es gibt da noch den leichten Farbunterschied,  der Waldbaumläufer ist etwas heller (mehr helle Flecken im Rückengefieder) und der Gartenbaumläufer etwas dunkelbrauner.  Wenn ich die beiden Vögel direkt vergleichen könnte, während ich einen sehe, könnte ich vielleicht eine genaue Bestimmung abgeben 😄 Der Gesang der Baumläufer ist auch verschieden und hier könnt Ihr Mal reinhören. www.deutsche-vogelstimmen.de/gartenbaumlaufer Sie ähneln singend durchaus Zaunkönig oder Meise.

Tatsache ist: beide, blaumeisengroßen Vögel, können hier in unseren Parks vorkommen. Auch wer einen größeren Baum im Garten hat, kann von dem geschickten Rindenkletterer Besuch bekommen.  Certhia, (Certhiidae Mehrzahl) so der lateinische Name, ist kein so seltener Vogel, aber unauffällig und gut getarnt. Ich mag ja den englischen Namen sehr: „treecreeper“. Nah heran kam ich bis jetzt immer nur den gerade flügge gewordenen Jungvögeln. Aber auch die waren viel zu schnell für die Kamera. In den Obstwiesen ist er häufig, auch als ich letztens Äpfel aufgelesen habe, hörte ich ihn (singend immer wieder ein Stück vor mir weg fliegend).

Quelle Wikipedia

In der Rinde sucht der kleine Vogel nach Insekten, Spinnen und Raupen. (Darüber freut sich doch jeder Obstbaumbesitzer, es bedeutet u.A. weniger Wickler.) Dabei fliegt er zum Fuß des Stammes, klettert suchend und den Stamm umkreisende, hoch. Mit dem feinen, gebogenen Schnabel kommt er geschickt in die Rindenspalten und genau wie der Specht stützen ihn die Schwanzfedern. Ist er oben angekommen, fliegt er zum nächsten Stamm und fängt wieder unten an. Daher finde ich den englischen Namen auch so passend, er huscht geschwind an der Rinde hoch.

Stempel etwas verfeinern

Der kleine Vogel ist übrigens ein Höhlenbrüter. Dabei baut er das kleine, napfförmige Nest, eher außerhalb des Stammes, wo zB Rinde absteht. So kann der Mensch ihn auch unterstützen, mit einem kleinen, dreieckigen Kasten an der Rinde. Seitlich der Rinde befindet sich das Flugloch. Aber er nimmt auch Mauerritzen oder Gebäudenischen. Beide Partner kümmern sich im Frühjahr um die Brut. Die Vögel sind sonst nämlich Einzelgänger, in kalten Wintern finden sie sich aber zu Gruppen zusammen. Dann kann man sie auch am Meisenknödel pickend entdecken, denn im Winter nimmt der Insektenfresser auch Samen und Körner. Neben den natürlichen Feinden, wie Greifvögel, Eichhörnchen oder Rabenvögel, ist es vor allem der Mensch, der den Lebensraum durch Insektizide und Pestizide oder Fällung alter, knorriger Bäume (Streuobstwiesen) gefährdet.

Postkarte

Ich hoffe, auch dieser Beitrag aus dem Jahresthema „Flatterhaft“ hat Euch wieder gefallen. Verlinkt wird er bei der Zitronenfalterin, die all unsere verschiedenen Projekte wieder sammelt.

Und beim Creativsalat und Naturdonnerstag

Mit heißem Stift

Die Temperaturen luden eigentlich nicht dazu ein, mit einem Brennpeter zu arbeiten, aber wenn man Lust und sich etwas vorgenommen hatte.

Es ist gar nicht mehr so einfach Küchenbretter aus deutschem Buchenholz zu bekommen, oder unbehandelte (bei dem Holz Deckel musste ich leider durch den Lack, das war nur bei offenem Fenster zu machen).

Mitlerweile sind die Geschenke angekommen und ich kann sie auch hier zeigen.

Verlinkt bei Creativsalat

Zitrone 🍋

Hallo Ihr Lieben.

Jetzt führe ich Euch gerade aufs Glatteis, denn es geht doch um das „flatterhafte Jahresprojekt“.

Vogel Bülow, Goldamsel, Pfingstvogel, Oriolus oriolus, all diese Namen hat dieser Vogel. Ursprünglich in die Gattung der Singvögel gesteckt, konnte durch DNS Untersuchung eine Nähe zu Paradiesvögeln und noch näher zu Rabenvögeln gefunden werden. Dabei würde man als Laie diesen zitronengelben Vogel bestimmt nicht neben eine Krähe setzen. Die Rede ist vom Pirol.

Schwarz-gelb, unverwechselbar, selten, scheu, territorial.

Quelle Wikipedia: Pirol

Wie Ihr hier seht, ist vor allem das Männchen so stark gelb-schwarz gefärbt, dazu die rot geränderten Augen. Unauffälliger grün-gelb dagegen das Weibchen und der Jungvogel.

Skizzen und Notitzen

Der ungewöhnliche, oben bereits genannte Name Bülow kommt historisch aus der pommerschen Sprache. Er ist der lautmalerische Begriff für seinen klaren Gesang: „bülow-bülow“ flötet er laut und klangvoll. Viktor von Bülow und seine Familie haben diesen Vogel als Wappenvogel erwählt und er suchte sich auch seinen Künstlername entsprechend: Loriot ist in der französischen Sprache der Name für den Pirol. (Den Flötengesang habt Ihr bestimmt schon mal gehört)

Der Pirol


Wallend geht das Aehrenfeld
Schon in goldnen Wogen,
Und die Sonne am Himmelszelt
Wandelt hoch in Bogen:
„Vogel Bülow, Vogel Bülow!“
Tönt es durch die Welt.

Wundervolle Sommerszeit,
Wenn Pirole flöten,
Und im grünen Blätterkleid
Sich die Kirschen röthen:
„Vogel Bülow, Vogel Bülow!“
Schallt es weit und breit.

Grüner Sommervogel du,
Der so kurz nur weilet,
Hast im Norden keine Ruh,
Bald bist du enteilet:
„Vogel Bülow, Vogel Bülow!“
Geht’s dem Süden zu.

Heinrich Seidel. Quelle: https://gedichte.xbib.de/Seidel_gedicht_Der+Pirol.htm

Trick 17, gelbes Papier

Der Zugvogel kehrt recht spät aus dem Südlichen Afrika zurück, was ihm den Beinamen „Pfingstvogel“ eingebracht hat. Er sucht sich Baumkronen in lichten Laubwäldern, Auenwälder. (Ein bekanntes Nistgebiet ist das Naturschutzgebiete Enkheimer Ried bei Frankfurt a.M.) Durch das Nisten und Leben in den Baumkronen sieht man den Vogel so selten, er ist auch ein guter Kletterer. Gern ist er am Wasser. Er lässt sich dort von einem Ast ins Wasser fallen, taucht richtig ein und badet einfach gern.

Der 22-25 cm große Vogel ist vorwiegend ein Insektenfresser, der sehr territorial ist, nur für die Brut gibt er eigentlich sein Einzelgängertum auf. Aber auch Obst, vor allem Kirschen, mag der amselgroße Vogel sehr. Leider gibt es beim Pirol durchaus einen Brut Rückgang, auch bei diesem Zugvogel ist der illegale Fang unterwegs gefährlich. Aber ebenso durch die Eingriffe der Menschen hier (Trockenlegung, Abholzung) drängen wir den Vogel des Jahres 1990 zurück.

Die schöne Briefmarke ist ein Geschenk von Ulrike, genau als Inspiration hat sie mir verschiedenste geschenkt

Ich hoffe, der Beitrag hat Euch wieder Spass gemacht. Verlinkt beim Jahresprojekt von Andrea Zitronenfalterin (wie passend irgendwie, oder?)

Und Creativsalat

Da kommt was auf uns zu…

Hallo Ihr Lieben.

Ulrike hat einen ganz wunderbaren Bloghop organisiert, jeden Tag geht es auf einem anderen Blog um Herbst-und Halloween Themen und das den ganzen Oktober lang. Edit: ich hab mich natürlich total vertan, heute ist Frau TSCHITSCHI dran! https://frau-tschi-tschi.blogspot.com

Wer hier schon länger vorbei schaut, weiß, dass ich Halloween 🦇 und den Día de los Muertos ganz besonders mag. All Hallows‚ Eve , der irische Ursprung Halloweens ist ja nun auch ein wenig bunter geworden und überall auf der Welt wird mittlerweile „trick or treat“ gerufen. Der mexikanische Tag der Toten ist nun international bekannter geworden und gehört zum mexikanischen Kulturgut, ein Familienfest. Schon im Oktober werden bei Musik und Essen, Verkleidungen und Zuckerwerk die Vorfahren der Familie geehrt (und daher verschwimmen die Grenzen zu Halloween eben auch – besonders für uns „Nicht – Mexikaner“) und der „Tag der Toten“ wird dann am 2.November gefeiert. Diese bunte Art mit dem Tod umzugehen und seinen Vorfahren zu gedenken, mag ich, wie gesagt, aus vielerlei Gründen und habe über ihn hier auch bereits geschrieben.

Schon immer fand ich es schöner, das Leben, dass ein Mensch geführt hat, zu feiern. Das man das Glück hatte, mit dem Verstorbenen ein Stück des Lebens zu gehen, sollte man feiern, die Erinnerung, nicht den Abschied. Ich finde das sehr viel tröstender. Außerdem mag ich all die bunten Farben des Festes.

Diese Girlande könnt Ihr Euch als pdf runterladen, ausdrucken, ausschneiden und dann aufkleben (oder auffädeln, für private Zwecke, Copyright Nina aka Wippsteerts)

Auch der irische Tag, an dem die Kelten die brüchige, gruselige Verbindung zwischen den Welten „feierten“, ist eine schöne Tradition. Diese Mischung aus Abschreckung der nicht wohlgesonnenen Geister und dem Gedenken Verstorbener feierten schon vor Jahrhunderten die Bewohner der irischen Insel am 31.10.!

Damit Ihr Euer Zuhause auch bald ein wenig gruselig dekorieren könnt, habe ich eine Papiergirlande gemalt, die Ihr Euch hier im Beitrag runterladen könnt. Dann nur noch ausdrucken (auch mehrfach, wenn längere Girlande gewünscht), ausschneiden und aufhängen.

Die „Zuckerschädel“ gehören zum Dia de los Muertos einfach dazu. Natürlich werden viele Blumen als Schmuck und Zeichen des Lebens genutzt und „La Catarina“ (wer mehr wissen will, ich habe verlinkt zuWikipedia) wurde für viele zum Symbol des Feiertages.

Morgen geht es weiter bei Flickensalat

EDIT: ICH BIN ERST AM 12.10. DRAN UND HABE MICH VERTAN. HEUTE IST FRAU TSCHITSCHI DRAN UND HAT DOCH SO WAS „GRUSELIGES“ GEHÄKELT.

Verlinkt bei Ulrikes Bloghop, Creativsalat und Freutag

Ich kram jetzt mal mein Jeanshemd raus (s.o. Abbildung)

Wally und Bavaria

Ein Bartgeierpaar in Bayer.

Hallo Ihr Lieben.

Als ich die Namen las, musste ich natürlich an die berühmte „Geier Wally“ denken und auch an die Namenspatronin Bayerns, daher kommen natürlich auch die Namen der beiden Vogelweibchen, die im Juni vielfach in den Medien erwähnt wurden.

Im Monat Juni 2021 wurden im Nationalpark Berchtesgaden zwei Bartgeier ausgewildert. Diese gewaltigen Vögel hatte ich sowieso auf meiner Liste, dass sie genau jetzt dann als Projektvogel dran kommen mussten, war nach den Pressemeldungen doch klar. Geier in Deutschland? Geier leben doch in wüstenähnlichen, heißen Regionen, nicht in den Alpen, werdet Ihr vielleicht denken. Tatsächlich gehörte aber dieser Vogel früher zum Ökosystem der Alpen, den Gebirgszüge jenseits der Baum Grenze. Vor hundert Jahren dachten die Menschen, diese großen Raubvögel verschleppten nicht nur Lämmer und Wild, sondern auch Kinder. Es konnte sich wohl niemand vorstellen, dass Vögel als Beuteschema Knochen haben. Tatsächlich besitzen Bartgeier eine der stärksten Magensäuren im Tierreich und diese wird spielend mit den sehr nahrhaften Knochen fertig. Manchmal lassen die Geier besonders lange Knochen fallen, damit sie durch die Höhe zersplittert.

Foto aus meinem Bestimmungsbuch (GU)

Und so wurden die Geier mit Namen betitelt, die aus dunklen Mythen entstanden und daraus resultierte die Ausrottung dieser interessanten Vögel, aus Angst vor „Kinderräubern und Viehdieben“. Die größten Raubvögel Europas mussten doch gefährlich sein.

„Kindtöter, Lämmergeier, Knochenbrecher, Boanbrüchl“ , keine netten Namen. Bartgeier haben ihre Bezeichnung in Wirklichkeit von dem schnäuzerähnlichen Bart am Schnabel. Auch Wally und Bavaria haben schon einen Bart zum grauen Federkleid der Jugend. Hervorzuhebend sei noch, dass der Kopf dieses Geier Gefieder trägt. So hat die Knochenspezialisierung noch etwas weiteres Gutes, nämlich ein hübsches Federkleid.

Mit 2,90 m Spannweite und von 5-7 kg sind diese Vögel größer als die majestätischen, für edel gehaltenen Steinadler. Doch jagen Bartgeier nicht. Knochen von Kadaver und vor allem das darin enthaltene Knochenmark sind sehr nahrhaft für Sie. Ihre Jungvögel werden mit hochgewürgtem Knochenbrei gefüttert, bis sie später an Gebeine fressen gewöhnt werden. Überhaupt sind diese Vögel, die in den europäischen Hochgebirge leben, faszinierend. Diese beiden Jungvögel stammen aus Andalusien und gehören zu einer viel beachteten Wiederansiedlung, nicht nur in Deutschland. Dort ist der deutsche Nationalpark nur ein Lückenschluss. Natürlich möchten Forscher, dass die beiden Weibchen Partner finden und da die Geschlechtsreife etwa erst ab dem 5. – 8. Lebensjahr eintritt, nach dieser Zeit auch brüten. Bis dahin leben sie in den steilen und hohen, unwirtlichen (unwirklichen) Klippen. Vielleicht werden sie sich beim Liebeswerben eines Tages, nach intensivem in die Augen schauen, im Sturzflug von diesen Steilklippen trudeln. Wenn Sie sich mit Liebesgaben beschenkt und liebevoll geputzt haben, brüten sie abwechselnd von Januar bis Mai. Die Brutzeit dauert 56 Tage, 125 Tage braucht es, bis Jungvögel fliegen können. Zwei Eier werden im Nest in der Klippe gelegt, eines ist aber eher ein Reserveei, denn es überlebt nur ein Vogel im Nest. Die Sterblichkeit der Jungvögel kann sehr hoch sein, die Lebenserwartung aber mit 30 Jahren in freier Wildbahn (50-60 Jahre im Zoo) ist allerdings auch lang. Genau wie Ihr vielleicht schon mal gesehen habt, dass Rabenvögel und kleinere Raubvögel größere Raubvögel attackieren, so ergeht es dem Geier auch. Ein viel größeres Problem ist aber die Tierkörperbeseitigung, die vorgeschrieben ist. Wurden früher nicht nur Wildtiere, sondern auch Nutztier, welche verendet waren, liegengelassen, so müssen diese Kadaver wg möglichen Krankheiten heute entsorgt werden. So sind Bavaria und Wally auf (unauffällig platzierte) Menschengaben angewiesen. Ab und zu würgt dann ein Geier die unverdauten Reste wie Gewölle aus.

Bartgeier Skizze (intensiver Blick, nicht wahr?)

Die neuen Raubvögel Gäste können übrigens auch per Webcam beobachtet werden.

Bis jetzt bin ich gestalterisch nur zu einer Skizze gekommen. Das rötliche Gefieder kommt von einem eisenoxidhaltigem Wasserbad gegen Ungeziefer, welches die Raubvögel machen.

So gern möchte ich noch ein Flugbild als Stempel schnitzen.

Gern verlinke ich diesen Vogel meines Jahresprojekt bei Andrea, die Zitronenfalterin und hoffe, Euch wieder unterhaltsam einen besonderen Vogel nahe gebracht zu haben.

Weitere Verlinkungen beim Naturdonnerstag und creativsalat

Von Küken, stabilen Eiern, Reifeprüfungen und überhaupt und sowieso

Hallo Ihr Lieben.

Ruhig war es hier auf dem Blog. Gar nicht ruhig war es in unserem Leben.  Als Kind fand ich den Ausspruch meiner Oma immer unsinnig, was hatte sie es nur immer mit der Gesundheit? Als Kind strotzt man ja i. R. auch vor Kraft. Selbst wenn man mal krank war, schüttelte man das doch gefühlt schnell wieder ab. Selbst längere „Geschichten“ seh ich bei mir durch eine zumindest rosa getönte Kinder Brille. Auf aktuelle Einzelheiten mag ich nicht eingehen,  das ist mir alles zu privat. Aber ich denke, es wird.

Lieber erzähle ich Euch, dass wir diesen Monat alle geimpft wurden. Für die Jugend freut mich das besonders, da waren „Dosen wo übrig“ und der Zufall wollte es, dass wir auch rechtzeitig da waren. Wir „Grossen“ hatten eh diesen Monat Termin.

Außerdem hat unser zweiter Sohn nun seine Leistung bezüglich bestandenem Abitur schriftlich und selbiges konnte sogar mit einer kleinen Feier übergeben werden. Wie sagte der Elternvertreter so schön und sinngemäß hier wiedergegeben: G8 in G7 abgeleistet!

Als Eltern wird man schon etwas wehmütig, wenn auch der 2. Sohn durch die Schule gekommen ist und nun ein neuer Abschnitt auf ihn wartet.

Amselnest

Lebensabschnitte gab und gibt es auch in unserem Garten. Zu früh hüpfte ein weiteres Mal ein Amsel Küken aus dem Nest. Nach dem wir es unter Einsatz unseres Lebens mit Handschuhen und Stuhl das erste Mal wieder zurück setzen konnten, hörte ich es einen Tag später wieder irgendwo am Boden. Nun, genügend Verstecke, die auch noch recht trocken sind, gibt es in unserem Garten reichlich. Also war nur noch das wirklich regnerisch-kalte Wetter Ausschlag gebend. Denn das Küken ihr Nest verlassen, ohne wirklich flugfähig zu sein, ist häufig der Fall. Hier kam auch noch etwas Schräglage des Vogelnestes hinzu, hervorgerufen durch den grossen Gewittersturm. Leider waren die Kontakt-Piepser am nächsten Tag nicht mehr zu hören. Denn weitergefüttert werden die Bodenhocker immer noch. Vielleicht war es auch eine der vielen Katzen hier, Küken sind leichte Beute. Immerhin, zwei Vögelchen saßen noch ein paar Tage mehr im Nest. Nun scheinen sie unbemerkt von uns flügge geworden zu sein. Ein neues Nest würde dann auch noch gebaut, im Lorbeer, gleich am Sitzplatz unserer Terrasse.

Amselküken

Gelesen habe ich so einiges, wenn auch nur sehr langsam. Sogar ein ganz klein wenig gezeichnet (Käuze, was sonst in diesem Monat). Aber kreativ sonst? Fehlanzeige. Ideen im Kopf reichlich… nun aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Aber immerhin kam bei der Sommerpost schon meine Anmeldung an, da dass Thema Papierschöpfen eh auf meinem Plan stand. Diesmal werde ich mir den entsprechend großen Schöpfrahmen auch kaufen. (Nein, zum Selber bauen reicht es gerade nicht)

ein unbefruchtetes Amselei, es war aus dem Nest gefallen, als es in Schräglage geriet. Tatsächlich blieb es beim Fall von 2 m heile, so perfekte kleine wunderschöne Wunderwerke
Lese Futter und Skizzen

Zu den Büchern (ja, sehr SF und Fantasy lastig gerade – abtauchen in andere Welten, Fluchtgefahr (selbstgekaufte Titel)) bringe ich sicher noch mal einen Artikel. Auch die kauzigen Stempel kommen irgendwann. Gerade recherchiere ich aber schon über den nächsten Vogel für das Jahresprojekt. Die Entscheidung fiel mir da nicht leicht.

Morgens um zwanzig nach sieben ist die (Hundewelt) in Ordnung, den kurzen Morgengang geniessen alternder Hund und Frauchen

Die Gewitter und gewitterartigen Güsse mit einmal fast 40 und dann 50 ml haben hier wieder zu ausreichend Wasser im Garten geführt. Der notwendige Grundwasserspiegel ist aber immer noch nicht erreicht. So ein temperaturschwankender Monat. Erst 36 Grad im Schatten und nach der Gewitterfront weit unter 20 Grad. Jetzt sind die Sommerstauden dran. Denen war es die letzte Woche erst noch zu kalt. Und überall im Garten blühen Malven, für die wenigen Insekten. Ich habe das Gefühl, es gibt mehr Wespen als Bienen. Und dass, obwohl ich gelesen habe, dass es kein gutes Wespen Jahr sei. Kein gutes Insekten Jahr überhaupt. Nur Juni Käfer gibt es sehr viele. Der Holunder als vormalige Insektenweide ist schon am reifen. Erstmals habe ich keinen Sirup aus den Blüten angesetzt, aber eine liebe Freundin hat mich bedacht. Auch meinen Johanni Likör aus unreife Walnüssen setzt ein Jahr aus (und kann daher dieses Weihnachten auch nicht verschenkt werden, leider)

Wie immer sammelt Birgit unsere Monatsrückblicke als Links