Vorsichtiges Anklopfen

Hallo Ihr Lieben.

Da geht sie hin, diese Woche, mit Glätte und Kälte am Anfang und frühlingshaften Temperaturen zum Wochenende. Mögt Ihr auch auf einen Plausch bei Andrea vorbei schauen? Ich habe mir schon einen Kaffee geholt. Schnell einen Blick und einen Klick zum Verlinken und dann bin ich erst mal länger draußen.

Noch bei eisigem Wind sind wir letzes Wochenend an der Sieg entlang gelaufen. An einigen Stellen war noch Eis und auch am Ufer des nicht mehr so viel Wasser tragenden Flusses waren kleine Eisgebilde zu sehen. Ich habe sogar einen Gänsesäger entdeckt, sicher ein kurzzeitiger Gast aus eher nördlichen Gefilden, leider nur als weißer Fleck auf dem Foto zu erkennen.

Erstaunlich, oberhalb des Siegdammes, wo der kalte Wind pfiff, war der Boden noch steinhart gefrohren. Ging man unterhalb, in Flußnähe, hatte man schon eine matschige Schicht bei der man aufpassen musste, nicht auszurutschen. Die Grau- und Nilgänse waren allgegenwärtig. Paare ziehen ja auch immer wieder über unser Haus und hinterlassen gerade gerne mal zielsicher grüne „Markierungen“ auf dem weißen Auto. Ob ich wohl Anfang der Woche zu meiner Mutter fahren könnte, fragte ich mich da, denn Regen sollte kommen und damit überfrierende Nässe. Der Montag wurde noch abgewartet, aber am Dienstag konnte ich sie dann besuchen. (Wie immer, sind wir sehr vorsichtig. Ich bin seit dem letzen Besuch, auch der einzige.)

Immer wieder könnte ich dieses Foto aufnehmen, so ein ganz besonderer Heimatblick. Kurz vorher waren Kraniche über das Tal gezogen. Hoffnungsbringer auf den Frühling, Glücksboten und Sehnsuchtsvögel.

ein gewünschter Druck auf einen Stoffbeutel
endlich habe ich die entsprechenden LEDs und einen richtig geschriebenen Text

Insgesamt war die Woche sehr abwechslungsreich. Der Sohn bereitet sich auf eine Prüfung vor, bei der er so gar nicht weiß, wie sie ablaufen wird und was genau gefragt wird. Lerngruppen und Hilfe eher Fehlanzeige, alle sind mit sich und der Situation überfordert. Schattenseiten des Studiums daheim. Nur das bei den jungen Leuten die Zukunft davon abhängt. Das klappt bei der Schule besser, aber man kennt sich ja auch und ist in viel kleineren Gruppen. Trotzdem dreht sich bei mir nachts das Karusell der Gedanken, wenn ich daran denke, wie viel verloren geht. Bei einfach gefühlt Allem und das läuft jetzt wirklich seit fast einem Jahr?

Für einen Geburtstag ging hier Post raus. Ein Dompfaff per „Brennpeter“ auf Holz eingebrannt. Auch wenn man dabei keine Farbe anwenden kann, erkennt Ihr hoffentlich den eigentlich ja recht bunten Vogel.

Immer wieder ziehen sie, die Kraniche. Ihr Rufen lockt mich mehrfach aus dem Haus diese Woche. Gefühlt habe ich mich noch nie so sehr über sie gefreut. Größe Züge sind unterwegs. Auch sonst beschäftige ich mich diese Woche weiterhin viel mit Vögeln, ein neuer zum Jahresprojekt muss recherchiert und gestaltet werden. Die Qual der Wahl wird immer größer, aber für den März habe ich einen. (Nun, eigentlich habe ich schon für jeden Monat einen, aber die Liste könnte viel länger werden und ob ich noch mal umdenke bei dem ein oder anderen oder doch noch einen besonderen finde.) Zeigen würde ich die Blümchen aber trotzdem gern noch bei Holunderblütchen.

Allgegenwärtig sind im Moment wohl auch die Tulpen in den Märkten und in unseren Heimen, versprechen sie doch auch in den vier Wänden etwas Vorfrühling. Ich habe welche auf den Esstisch, der gleichzeitig auch mein Arbeitsplatz im Moment ist, gestellt. Daher steht der Strauß immer im Kontrast zu meinem Kram, der dort neben meinem Platz liegt. Ihr sehr die Papiere ein wenig in das Bild herein ragen, aber ich bin ja kein Interior Blog. Verschiedene Karten wurden auch wieder bestempelt diese Woche. Außerdem habe ich mir endlich das Buch von Michaela und Tabea geleistet. Bei Ihrer tollen Frühlingspost habe ich mich nämlich wieder angemeldet. (Werbung wenn Ihr so wollt, man sieht ja auch die Stempelfarbe, alles selbst gekauft oder geschenkt bekommen) Und der brandneue Roman, den ich mir ebenfalls gestern gekauft habe, lässt sich sehr gut an. Ein Magier, der mit Spezialtinte Siegel erschafft, um zB Illusionen zu erschaffen oder den Menschen vorzuzaubern, dass es magische Wesen gar nicht gibt, statt dessen schickt er sie wieder in die Feenwelt zurück. Leider ist er auch sehr vom Pech verfolgt, denn schon wieder ist einer seiner Azubis gestorben. Dieses Mal ist es aber besonders merkwürdig, denn es stellt sich heraus, dass dieser Lehrling mit magischen Wesen gehandelt hat und mehr Siegel kannte, als er eigentlich bei seinem Magier gelernt hatte. (Fotoquelle Klett Cotta Verlag)

Zum Abschluss noch ein Turmfalkenpaar im morgendlichen Dämmerlicht. Sich immer wieder umkreisend flogen sie zu ihrem Nistplatz in der Friedhofskapelle. Die milde Luft verspricht ein grandioses, frühlingshaftes Wetter. Heute sollen es hier 18°C und morgen sogar 20°C geben. Schon gestern konnte man die Sonne auf der Terrasse geniessen und heute werden wir dann sicher diese aufräumen und uns das erste Mal dieses Jahr an den Gartentisch setzen, der sein Dasein im Winter unter einer hässlichen Haube fristen musste. Ein vorsichtiges oder vielleicht doch schon recht forsches Anklopfen des Frühlings …

Habt ein besonders schönes Wochenende!

Dezemberanfang

Hallo Ihr Lieben.

Treffen wir uns wieder auf einen Samstagsplausch bei Andrea? (Link-Party)

Advent von Loriot

Es blaut die Nacht, die Sternlein blinken,
Schneeflöcklein leis herniedersinken.
Auf Edeltännleins grünem Wipfel
häuft sich ein kleiner weißer Zipfel.
Und dort, von ferne her durchbricht
den dunklen Tann ein helles Licht.

Im Forsthaus kniet bei Kerzenschimmer
die Försterin im Herrenzimmer.
In dieser wunderschönen Nacht
hat sie den Förster umgebracht.
Er war ihr bei des Heimes Pflege
seit langer Zeit schon sehr im Wege.
So kam sie mit sich überein
Am Niklasabend muss es sein.

Und als das Häslein ging zur Ruh,
das Rehlein tat die Augen zu,
erlegte sie direkt von vorn
den Gatten über Kimm und Korn.
Vom Knall geweckt rümpft nur der Hase
zwei- drei- viermal die Schnuppernase
und ruhet weiter süß im Dunkeln,
derweil die Sterne traulich funkeln.

Und in der Guten Stube drinnen,
da läuft des Försters Blut von hinnen.

Nun muß die Försterin sich eilen
den Gatten sauber zu zerteilen.
Schnell hat sie ihn bis auf die Knochen
nach Weidmanns Sitte aufgebrochen.
Voll Sorgfalt legt sie Glied auf Glied,
was der Gemahl bisher vermied.
Behält ein Teil Filet zurück
als festtägliches Bratenstück.
Und packt sodann, es geht auf Vier –
die Reste in Geschenkpapier.

Von Ferne tönt´s wie Silberschellen,
im Dorfe hört man Hunde bellen.
Wer ist’s, der in so tiefer Nacht
so spät noch seine Runde macht?
Knecht Ruprecht kommt auf goldnem Schlitten
mit einem Hirsch herangeritten.
Sagt, gute Frau, habt Ihr noch Sachen,
die armen Menschen Freude machen?

Die sechs Pakete, heil’ger Mann,
s’ ist alles, was ich geben kann.
Knecht Ruprecht macht sich auf die Reise,
die Silberschellen klingen leise,
im Försterhaus die Kerze brennt,
die Glocke klingt, es ist Advent.

(Autor: Loriot, Vicco von Bülow, 1923-2011 aus einem Sammelband hier im Regal)

Ach ja: „Früher war mehr Lametta“ (auch von Loriot)

Ob die Bekleidung so für Hunde gemacht wurde? aber da gibt es gleich ein Leckerchen für

Ein verrückter Monat ist das, dieses Jahr. Also, nicht das der Dezember nicht sowieso jedes Jahr besonders und auch verrückt wäre. Der Advent ist doch immer etwas (oder auch mehr) hektisch. Das Ruhige und Besinnliche muss man oft suchen. Eigentlich reden doch alle immer davon, dass die Pandemie uns entschleunigt. Aber ich finde, es fühlt sich nicht so an. Die Aufgaben werden nicht weniger. Und weil ich gern Sachen selber mache(n will) kommt das dazu. Na, eigentlich ist meine Hektik dann auch selbstgemacht. Nur das Einkaufen, dass dauert nun mal jetzt lang, ist halt so. Das kann ich nicht ändern. Mich wundert nur, dass die Leute dies immer noch nicht kapiert haben.

Was sicher auch nicht in eine volle Woche passte, ist die Adventspost. Allerdings habe ich das Ganze vor mir her geschoben, da ich mich mit einer neuen Technik befassen musste. Aber am Sonntag ging es dann rund (um die Uhr). Mehr dazu hier.

Einen Geburtstag haben wir auch gefeiert, dazu gab es den Oreo Cheesecake abgewandelt mit Sauerkirschen und das Geburtstagsfeier Festessen, mit ganz viel Klößen dazu, gibt es heute Abend noch.

Einiges aus der Woche kann ich leider nicht zeigen, Spoileralarm. Seit Ihr auch schon fleißig am Besorgen und basteln? Letzteres bedarf ja auch ein wenig Zeit. Mal sehen, welche Kekse ich dies Wochenende backen kann. Ein Rezept für einen wahnsinnig schweren Kuchen muss ich unbedingt in meiner Zettelsammlung wiederfinden. Ja, der Marzipan Nuss Gugelhupf hat es in sich, nicht nur, was den Inhalt (vielerlei Nüsse und Marzipan) betrifft, auch geschmacklich. Diese Zettelsammlung aus früheren Zeiten muss ich dringend ordnen. Mittlerweile kommt eigentlich alles in ein Büchlein. Wie haltet Ihr das? Seid Ihr da eher digital oder analog unterwegs?

In der Nacht zum Sonntag kommt hier der Nikolaus. Ja, hier kommt auch zu den erwachsenen Kindern noch der Nikolaus. Einfach weil es Spass macht! Und wer seinen sauberen Stiefel nicht rausgestellt hat,…

Ich werde auch still sein, wenn die Stiefel gefüllt werden. Hauptsache ich muss die Mütze nicht weiter tragen und bekomme das Leckerchen.

Ich wünsche Euch allen ein wunderschönes zweites Adventswochenende. Lasst Euch vom Nikolaus ein wenig beschenken. Und genießt das Wochenende. Hier geht’s jetzt erst an den schönen Adventskalender, dann gibt’s Tee und dann etwas später auf einen Spaziergang raus, das Wetter ausnutzen, die Woche war echt „össelig“ und ich konnte nur neidisch von den Schneemeldungen lesen.. Ich schaue später bei euch vorbei.

Adventspost 2020 und mehr

Hallo Ihr Lieben.

Heute ist der 4.12. und mein Tag in der Liste der Adventspost. Michaela Müller und Tabea Heinicker vom „Post-Kunst-Werk“ haben sich wieder eine schöne Adventspost ausgedacht! Mit einer neuen Technik (für mich), wollten bzw wollen wir Glasplatten Druck Postkarten gestalten. Glasplattendruck, vielen vielleicht eher bekannt unter Monotypie. Mit etwas, wirklich nur etwas Farbe, ausgerollt auf dem Glas, sollen, bzw sollten nun Winter Bilder entstehen.

Ein Motiv hatte ich schon ganz am Anfang des Projektes im Kopf, allerdings war das nicht für Hochkant geeignet. Ein weiteres Bild, eine Winter Wanderung bei klirrendem Frost, mit ganz viel Eis am Fluss, würde „unmalbar“ für mich werden (und wohl sehr kitschig, allein die möglichen Farben). Wenn ich mich an den Spaziergang und die Fotos bei strahlendem Sonnenschein erinnere, dann seh ich immer noch viel Türkis und Blau aus der Schneelandschaft „brechen“. Überhaupt hatte ich meine Probleme mit Grau in den Farben, also einen typischen „rheinischen Winter“ zu nehmen. Einen Winterspaziergang verbinde ich mit Schlitten und Ski im Schnee. Schnee der all die Farben bei eine Wanderung durchaus wiedergibt, die vielleicht die Sonne nicht anstrahlt. Gedämpftere Farben, ja, damit konnte ich eher arbeiten, daher seht Ihr bei mir weniger Grau zugemischt, sonder mehr Braun. Weiss kam natürlich bei allen drei Farbtönen dazu und Schwarz war nur sehr wenig hinzu gemischt. Recht schnell formte sich eine andere Idee. Jeden Morgen, wenn ich mit dem Hund noch früh und mitlerweile auch im Dunkeln spazieren gehe, sind die Rotkehlchen Männchen schon dabei, mit leisen aber glasklaren Tönen ihr Revier zu verteidigen. Auch sehen wir im Winter neben Meisen, Amseln und Spatzen am ehesten Rotkehlchen im verschneiten Garten oder der Hecke.

Ein richtiger Wintervogel ist der kleine Singvogel mit der roten Brust geworden. Nun, kaum ein Singvogel der näher in Legenden um Christus verwoben ist, wie das Rotkehlchen und passt deswegen auch für viele in die Adventszeit. Sein rotes Brustfederkleid bekam es nämlich, als es trotz Gefahr versuchte, die Dornen der Kreuzigungs Krone Jesus aus der Haut zu ziehen. Selbstlosigkeit und Hilfe in eine Legende verpackt. Jetzt habe ich viel drum rum erzählt, nun sollt Ihr sehen, welches Motiv und Karte an meine Gruppe rausgeschickt worden ist. Zeitig sind die Karten hier raus gegangen, denn die Post ist gerade überarbeitet und daher unzuverlässig. Ich hoffe sehr, dass alle Advenskarten ankommen. Die ersten eingegangenen Motive stehen hier auch schon. Später im Monat werde ich mehr zeigen.

Motiv
Erste Farbe
Zweite Farbe
dritte Farbe und fertig

Rotkehlchen auf dem Zweige hupft

Rotkehlchen auf dem Zweige hupft,
wipp, wipp!
hat sich ein Beinchen abgezupft,
knipp, knipp!
läßt sich zum klaren Bach hernieder,
tunkt’s Schnäblein ein und hebt sich wieder,
stipp stipp, nipp nipp!
und schwingt sich wieder
in den Flieder.
Es singt und piepst ganz allerliebst,
zipp zipp, zipp zipp trill!
sich eine Abendmelodie,
steckts Köpfchen dann ins Federkleid
und schlummert bis zur Morgenzeit.

(Quelle von Wilhelm Busch)

Einmal Farbe auf die Platte, Blancoblatt und Bild, Motiv nachfahren, hochheben, neue Farbe auftragen…

Edit: bei einigen ist das Deckblatt abgegangen, weil ich den falschen Kleber genutzt habe, bitte also melden, wenn es Dir auch so ergangen ist

Einen ganz wunderbaren und schönen und selbstgemachten, besonderen Adventskalender habe ich von Maike bekommen und ich finde es nur so furchtbar, dass ich jetzt immer einen Tag warten muss um ein neues Briefmarkenmotiv zu entdecken, alle selbst geschnitzt und gedruckt. Herzlichste Dankesgrüsse auch auf diesem Wege nochmal.

Maike ist gerade im Eichhörnchen Fieber

Es wurden ansonsten zwei Motive aus den Harry Potter Geschichten geschnitzt und gestempelt, der goldene Schnatz und der sprechende Hut. So entstand eine Glückwunschkarte und Geschenkpapier für einen Fan.

Alles verlinke ich beim Freutag und der Post Kunst Link Liste

Euch allen ein schönes Nikolausfest und ein erholsames Adventswochenende

Auf und ab

Hallo, Ihr Lieben.

Zuerst mag ich euch noch Fotos von unserem Spaziergang im Westerwald zeigen. Der Sonntag hatte wunderbares Wetter im Gepäck und das wollte genutzt werde. Ein guter Freund zieht bald um und zeigte schon Mal die Umgebung im Westerwald:

Ihr seht hier wunderschöne Wiesenauen, lichte Wälder, einen alten Weg mit sehr viel Geschichte(n) (die wir uns wohl eher nur ausdenken können, aber ganz sicher wurden hier Güter vom alten Ort oben zum Kloster auf der anderen Seite des Tals transportiert.) Genau zwei Pilze haben wir noch gefunden, waren später perfekt für die Soße. Auf den Fotos könne Ihr vielleicht die Reste einer alten Wallanlage sehen und auch Ausgrabungsreste an der „Burg“, die 200 Jahre vor Karl dem Großen gebaut wurde. Eine Zuflucht für die Menschen, die hier lebten und arbeiteten.

*The Withcher* für den Sohn

Ein wenig mehr zu meiner Novemberwoche. Wie immer im Leben gibt es Gutes und halt weniger Gutes. Der November ist ein Monat, der schon länger eine besondere Woche beinhaltet. Einmal mit einem traurigen Tag, wenn eigentlich die Narren den Beginn ihrer Session feiern. Aber gleich der Tag darauf ist ein schöner Tag mit einem Geburtstag. Diese Woche ist auch immer ziemlich gefüllt und ich brauche ein paar Momente. Momente zum schreiben, Schnitzen, Malen, Backen.

Geschrieben: auf dem Blog, über einen Kürbiskuchen, die Ulme und den 12 von 12 im November 2020

Geschnitzt: das „Witcher Symbol“ (Buchreihe, Spiel und Serie, die das Jubelkind sehr mag) für das Geschenkpapier und Grüsse

Gemalt: Erst wurden die Blätter der Ulme abgepaust , dann kamen da einfache Zeichnungen rein, niedlich anzusehen.

Gebacken: Muffins für die Schule, Hefeteig über Nacht angesetzt für ein Chiabatta und die Zutaten für den Wochenendkuchen gekauft

Ach und wie ich hier irgendwo vormals ganz sicher Ralph Waldo Emerson zitierte:

„All meine Schmerzen kann mein Gartenspaten heilen.“

Die Woche war nicht nur auf dem Blog gut gefüllt, dafür geht das Wochenende jetzt (hoffentlich) ruhiger zu Ende. Es will noch ein Geburtstag nach gefeiert werden, wenn auch in sehr kleinem Kreis.

Sonnenaufgang – Spiegelung der Farben im Westen
Beethovenjahr Kunst in Bonn – verschoben auf 2021

Macht es gut und habt ein schönes Wochenende, wir sehen uns vielleicht beim Samstagsplausch von Andrea

Es ist nun der Herbst gekommen,
Hat das schöne Sommerkleid
Von den Feldern weggenommen
Und die Blätter ausgestreut,
Vor dem bösen Winterwinde
Deckt er warm und sachte zu
Mit dem bunten Laub die Gründe,
Die schon müde gehn zur Ruh.

Durch die Felder sieht man fahren
Eine wunderschöne Frau,
Und von ihren langen Haaren
Goldne Fäden auf der Au
Spinnet sie und singt im Gehen:
Eia, meine Blümelein,
Nicht nach andern immer sehen,
Eia, schlafet, schlafet ein.

Und die Vöglein hoch in Lüften
Über blaue Berg und Seen
Ziehn zur Ferne nach den Klüften,
Wo die hohen Zedern stehn,
Wo mit ihren goldnen Schwingen
Auf des Benedeiten Gruft
Engel Hosianna singen
Nächtens durch die stille Luft.

Joseph von Eichendorff

Flatterhafte Ovale

Hallo Ihr Lieben.

Heute entführe ich Euch gleich zweimal, in eine Baumwelt und zu kleine, „gezeichnete Ovale“, vielleicht nehmt Ihr Euch einen Moment Zeit, mit einem wärmenden Tee oder Kaffee.

Den Namen dieses Baumes kennt Ihr fast alle. Gesehen habt Ihr sicher dagegen lange keinen mehr: die Ulme, auch Rüster genannt.

Junge Flatterulme mit angestrichenem Stamm

Oft standen diese hochgewachsenen Bäume, ähnlich wie Linden, inmitten von Orteschaften, an Einfahrten, auf Gartengrundstücken, als „Schutzbäume“. So war Hamburg als „Ulmenstadt“ bekannt, weil so viele dieser schönen Bäume dort wuchsen. Die Ulme galt in der griechischen Mythologie als Symbol für den Schlaf, die Trauer und den Tod, sozusagen als Baum des Überganges. (So fertigten englische Sargbauer die Särge aus Rüster.) Ihre runden Samen begleiteten die Verstorbenen in die Unterwelt. Nymphen pflanzten für jeden gefallenen Helden eine Ulme. In der Edda wurden aus Ask (Esche) und Embla (Ulme) mit dem Einhauchen von Sinn, Seele und Leben durch die Asen, Mann und Frau. Hier war die Ulme also eher ein Baum des Anfangs Bei den Kelten wurde die Ulme als heilig verehrt, in ihrem Umkreis sollten sich Feen aufhalten. Noch in meiner Kindheit galt er als Schutzbaume gegen Blitze. Es hieß, wenn man eine Ulme fällt, trauern ihre Nachbarn. In Frankreich wurde unter Ulmen Gericht gehalten, in den USA gilt er als Freiheitsbaum. In Worms-Pfifflingheim stand und steht die berühmteste Feldulme Deutschlands, der Lutherbaum, unter dem Luther 1521 gepredigt haben soll (zumindest unter einem Vorfahren).

Das Ulmenblatt ist gut zu erkennen, ein längliches Oval, welches ungleich lang am Blattstiel endet. Ein wunderschönes, feingezacktes Oval. Die Feldulme bekommt eine stattliche Form, ähnlich der Linde wurde sie daher gerne als Dorfbaum gepflanzt. Mit ihrem harten Holz, dem der Eiche nicht unähnlich, wurde der schöne Baum um die 400 Jahre alt. Bei dem Namen Rüster haben sich vielleicht mache erinnert, denn so nennt man das Holz und daraus wurden früher vor allem Türen gefertigt. Auch für Wagenräder, Deichseln, Möbel und Treppen eignet(e) sich das Holz sehr. Im Gegensatz zur Eiche ist Rüster nicht so grobfaserig. Für die Glasherstellung war der Baum lange unerlässlich, ergibt er doch wesentlich mehr Pottasche als andere Baumsorten.

Grauwackendruse und Ulmenblätter

Ihr habt es vielleicht gemerkt, ich schreibe gerade Vieles in der Vergangenheit. Nun, Deichseln und Wagenräder (oder auch Langbögen) werden natürlich heute nicht mehr gebraucht. Aber der Baum ist trotzdem aus unserem Blickfeld verschwunden! In den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts begann das große Ulmensterben. Schuld daran ist die Einschleppung eines Baumpilzes aus Asien. Der schlauchartige Pilz verstopft die Kanäle der Ulme und so kommt nach und nach die Versorgung zum Erliegen. Wie die Sporen des Pilzes in das harte Holz kommen, fragt Ihr Euch vielleicht? Nun, da kommt der kleine und grosse Ulmensplintkäfer ins Spiel. Der zu den Borkenkäfern gehörende Baumschädling bohrt sich durch das Rindenholz zur Eiablage und bringt dabei die Sporen mit. Seit 1918 ist die „Krankheit“ auch als „holländische Ulmenwelke“ bekannt, benannt nach der Entdeckung ihres ersten Auftreten. Mittlerweile sind europaweit fast alle Ulmen diesem Pilz zum Opfer gefallen, alle Feld- und Bergulmen genauer gesagt. Die Flatterulme dagegen scheint etwas besser gewappnet zu sein. Ihr Geheimnis scheint in einer anderen Rindenbeschaffenheit zu liegen, welche für den Käfer nicht so interessant zu sein scheint. Die Rinde ist auch viel schwerer für den Käfer zu durchdringen. Selbst wenn der Baum doch infiziert ist, hat er eine stärkere Abwehr gegen den Baumpilzes und sein Gift.

Letztes Jahres 2019 war die Flatterulme „Baum des Jahres“. Dem ist es sicher auch zu verdanken, dass in unserem Park ausgerechnet Flatterulmen gepflanzt wurden, als Ersatz für abgestorbene Haselbäume.

Ich hab ein wenig mit der Struktur der Blätter gespielt und sie durchgepaust. Blätter sind ja wunderschöne Ovale. Nun wurden in ihnen schlafende Tiere zur Winterruhe gelegt. Bei Michaela und Susanne ist das Monatsthema nämlich Oval und Struktur.

eingefügt in Ovale

Mit einem weichen Buntstift wurde die Struktur des Blattes durchgepaust, wie Ihr das früher vielleicht in der Schule gemacht habt. Dann wurde ein Eichhörnchen, ein Siebenschläfer und eine Haselmaus hinein gezeichnet. Das Eichhörnchen ist übrigens gerade bei Maike eine Zeichnungs Challange.

Eichhörnchen
schlafender Bilch (Siebenschläfer)
Haselmaus (auch ein Bilch)

Die Tiere selber rollen sich ebenfalls zu kleinen, pelzigen Ovalen zusammen, wickeln den langen Schwanz wärmend um ihren Körper.

Die Ovale verlinke ich beim Mustermix und die Ulme bei der Baumsammlung von Astrid und alles zusammen beim Naturdonnerstag und beim Novemberthema von Andrea, (so sind die Nester doch wie kleine Kokons.)

Macht es Euch auch gemütlich!

Alles meins

Hallo Ihr Lieben.

Ach, ist das gerade ein Wetterchen hier. Die Sonne scheint mir auf den Rücken und ich habe die Balkontür offen. Auch wenn wir die ersten Minusgrade in der Nacht hatten, sind die Mittage bzw Nachmittage goldgelb.

Wie Ihr vielleicht erkennen könnt, habe ich nun wenigstens das erste Eichhörnchen in Gummiplatte zu einem Stempel geschnitzt. Ganz zufrieden bin ich noch nicht, denn es sollte eine Nuss in die kleine Schnauze, dieser Bereich gefällt mir noch nicht wirklich.

FreuHörnchen?

Direkt hier um die Ecke streiten sich wirklich zwei kleine Eichhörnchen häufig. Es sind gute Jagdgründe, dort wohnen viele fütternde Menschen und einige Haselbäume stehen ebenfalls da. Schließlich muss für den Winter vorgesorgt werden! Und nicht jede Nuss wird wiedergefunden, oder es kommt gar ein kluger Eichelhäher, der dem Fleissigen die Beute stiehlt. (Aber auch die Eichhörnchen sind nicht dumm und tun manchmal nur so, als würden sie Nüsse oder Eicheln verstecken).

Jedenfalls ist hier immer ganz großes Hunde Kino und Herrchen und Frauchen freuen sich auch immer sehr! Also perfekt für den Freutag!

Auszug „NeinHorn“ von Marc Uwe Kling

Verlinkt beim Freutag

Mehr Eichhörnchen bei Maike von kleineviecher

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