Tapeten und Allerlei

Ich grüsse Euch.

Beim Mustermittwoch ist in diesem Monat das Thema Tapete angesagt. Ein schwieriges Thema, finde ich, denn auf Tapeten ist so ungefähr schon alles verewigt worden, was den Menschen Kreatives einfiel. Ich habe vor ewigen Zeiten mal eine ganze Tapetenwand bemalt, für eine Kollegin, nach Motiven „Der Traum“ von Henry Rousseau. Oder bei den Kindern zieht sich die maigrüne Farbe der angestrichenen Tapete noch auf die Nachbarwand, wo sie dann mit angedeutetem Baum, Blättern und Vögeln „ausläuft“. Aber Muster?

Eine Mustertapete habe ich noch nie gekauft. Zu viel Angst, dass sie falsch geklebt wird, oder das ich sie schon recht schnell nicht mehr sehen kann.

Als wir zum Erntedank im Freilichtmuseum waren, gab es dort in einem Haus auch zeitlich passende Tapeten zu bewundern. Man bedenke, die Menschen hatten oft kein Geld für echte Bilder, ab und zu gab es mal einen gerahmten Stich oder vielleicht sogar  ein Foto. Also wurde anders Farbe und Schönheit in ein Zimmer gebracht. Eigentlich gar nicht so viel verschieden zu heutigen Dekoträumen, auch wenn ich viele Kommentare von Besuchern gehört habe, die sich eher abfällig äußerten. (Zu unruhig, zu bunt,…) Dabei war eine Tapete schon etwas Besonderes, da Luxus, es gibt dort auch ein kleines Haus, in dem wurde in der Stube immer wieder nur mit verschiedener Farbe überstrichen.

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Aber ist dies nicht eine bezaubernde Biedermeier Stube? Und wo die blaue Tapete vielleicht wirklich etwas unruhig scheint, so beruhigend finde ich die in Naturtönen gestaltete Wandbekleidung der guten Stube.

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Das untere Foto ist aus dem Freilichtmuseum in Kommern.  Eine gute Stube im letzen Jahrhundert, nach dem ersten und vielleicht auch zweiten Weltkrieg, ich habe mir die Jahreszahl leider nicht gemerkt.

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Wenn ich eine Tapete gestalten würde, wären es auch florale Motive. Blätter und Blumen, aber auch ein Baumbestand oder Vögel. Die Natur im Wohnzimmer. Hier würde ich mich gerne hin träumen:

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Ein tolles Projekt macht gerade Frau Nahtlust. Einen kleinen Beitrag zur Rahmentapete habe ich gestaltet. Der November ist vor allem ein geschichtsträchtiger Monat und neben dem Gedenken an die Toten des ersten Weltkrieges, ist das Frauenwahlrecht auch ein wichtiger Meilenstein. Genau in einer Zeit, in der Frauen kaum aus dem Korsett am Leib und den Konventionen um sich herum ausbrechen konnten, kam die Suffragetten Bewegung, erst in Großbritannien und dann auch in Deutschland.

Mir fiel die Gemeinsamkeit besonders auf, da die oben abgebildeten Zimmer aus dieser Zeit stammen, Biedermeier, dieses Wort sagt dazu schon alles.

 

Ein sehr gemischetes Allerlei zum Thema Mustertapete. Euch schöne Novembertage.

 

Von Käsekuchen, Vögeln und Anderem

Hallo Ihr Lieben.

Die Tage sind nur so an mir vorüber geflogen. Und es ist November geworden, wie er sein sollte. Ja, ich freu mich darüber. Warm einpacken und seine Atemwölkchen beim Hundegang sehen, der Raureif über den Pflanzen und die malerischen Sonnenauf- und Untergänge.

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Ich dachte, ich bin alleine mit dieser Vorstellung, aber ganz viele haben mir Ähnliches erzählt. Man kann doch Wärme nur richtig schätzen, wenn man es auch kalt und regnerisch hatte, oder? Und dann bei Kaminfeuer auf das Sofa oder in dem Schaukelstuhl, mit neuen Büchern.

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Über den „Edison“, ausgeliehen aus der Bücherei, habe ich mich sehr gefreut! Ein Kinderbuch, dass auch „Ältere“ anspricht, genau wie die Vorgänger (Lindberg und Armstrong). Schaut mal selber:

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Und ganz nebenbei lernt man auch noch etwas. Torben Kuhlman hat da drei wunderschöne Bilderbücher geschrieben und gezeichnet. Es gibt nichts, was Maus nicht kann.

Letztens habe ich ja schon mal ein Vorbereitungsfoto gezeigt. Ich habe eine Rohrdommel geschnitzt. „Eine was?“, werden sich sicher viele fragen und ich muss gestehen, ich habe auch noch nie eine gesehen! Vielleicht sagt Euch der Begriff Moorochse, Wasserochse, oder Mooskuh etwas? Ich lüfte dann mal das Geheimnis, es geht um einen Vogel. Er stammt aus der Reiherfamilie und ist ein seltener und heimlicher Vogel, der im ausgedehnten Röhricht lebt. Sein Federkleid ist perfekt darauf abgestimmt, dass man den 80 cm grossen Vogel im hohen Schilf nicht entdeckt, zumal er dann auch noch eine Schutzhaltung einnimmt. Er reckt den Kopf in die Höhe um sich der Umgebung perfekt anzupassen.

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Nun habe ich eben ein paar merkwürdige Volksnamen genannt. Die gehen darauf zurück, dass der Paarungsruf  an ein brüllendes Rind erinnert. Dumpf und laut ist es weithin zu hören, wenn man es denn mal hört, denn der Vogel ist äußerst selten, er braucht Feuchtgebiete, ausgedehntes Schilf und Röhricht. Hier baut der Vogel ein Nest an der Wasseroberfläche. Brut und Aufzucht ist Sache des Weibchens. Der scheue Vogel ist kaum ein Bestandsvogel, er fliegt im Winter gen Süden. Wie gern würde ich mal einen hören, also nicht vom Band, sondern in der Natur. Das ich einen entdecken werde, ist noch unwahrscheinlicher, ich wohne weit weg von ihrem Lebensraum.

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Den Vogel zu skizzieren war nicht so schwer, beim Schnitzen merkte ich dann, was ich mir da ausgesucht hatte. Zufrieden bin ich definitiv nicht. Es wird noch einen zweiten Versuch geben. Ich möchte das braungemusterte Federkleid besser darstellen.

Die Rohrdommel hat noch Gesellschaft von einem Birkhahn bekommen. Auch ein selten gewordener Vogel, den ich gerne in seinem Lebensraum sehen würde. Er gehört zu der Familie der Wald- und Raufußhühner. Sein Prachtgefieder habt Ihr vielleicht schon mal auf Fotos gesehen, wenn die Schwanzfedern, die Stoßfeden, wie ein Rad aufgestellt sind und die weissen, kürzeren Federn darunter ein zweites Rad schlagen. So ein Balzbild folgt auch noch.

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Die „roten Rose“ über den Augen habe ich mit einem Filzstift eingefügt, mit einem Buntstift sieht es aber besser aus. Der Birkhahn lebt in Gebirgen, Heidelandschaften und Mooren, an Waldgrenzen und kleinräumigen Übergängen zwischen Wald und Wiese. Die Küken und jungen Vögel benötigen Eiweißnahrung (Insekten, Spinnen, Schnecken, Würmer) und die Erwachsenen gehen *weiden*, sie fressen Gräser, Knospen, Beeren, Heide, Samen und Insekten. Die Brut erfolgt am Boden im Heidekraut und genau wie bei unseren Hühnern kommen weit entwickelte Kücken zur Welt, die schon nach zwei Monaten ausgewachsen sind. Wichtig sind aber auch die Schlafbäumem und diese allmählichen Wechsel zwischen Feld und Wiese sind selten geworden. Leider ist der Vogel durch unsere ausgeprägte Kulturlandschaft nicht mehr so häufig anzutreffen.

(Quellen Ebay)

Ein wenig im Vogelschnitzfieber bin ich gerade, ein Austerntischer ist auch schon in Arbeit.

Dann habe ich einen wirklich leckeren Käsekuchen zum Geburtstag gebacken. Davon gibt es ja viele Rezepte, jetzt noch eines mehr:

Mürbeteig Boden: 130g Butter, 260g Butter, 1 Priese Salz, 30-50 g Zucker, 1 Eigelb (Eiweiss beiseite stellen), etwas Wasser oder Rosenwasser

die noch feste Butter mit dem Zucker gut verrühren, Salz dazu, dann nach und nach Mehl unterrühren und Eigelb sowie die Flüssigkeit dazu geben. Gut verkneten und kühl ruhen lassen.. Ich forme den Teig im weichen Zustand schon in die gefettete Form und stell den Mürbeteig dann kühl.

 Füllung: 1 Vanilleschote, 500g Magerquark, 250g Topfen, 250 g Zucker, 3 Eigelb (Eiweiss ebenfalls verwahren), 1 Päckchen Käsekuchen Hilfe (ja, da mache ich es mir einfach, Ihr könnt auch 40g Stärke nehmen, ich geh da ein wenig auf Nummer sicher), einen Schuss neutrales Öl und die 4 Eiweiss.

Alle Zutaten, außer dem Eiweiss werden gut vermengt. Das Eiweiss wird extra steif geschlagen und dann unter die Quarkmasse gehoben. Nun spätestens den Ofen vorheizen. Die Massen wird in die vorbereitete Springform gegeben.

Die Form (26er) wird auf der 2. untersten Schiene bei 180 Grad Ober- und Unterhitze 60 Minuten gebacken. im geöffneten Ofen erkalten lassen und dann erst herausnehmen und schneiden. Ein Käsekuchen lässt sich immer toll vorbereiten und gehört zu den Lieblingskuchen unseres Geburtstagskindes.

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Ich wünsche Euch eine schöne Woche!

 

Verlinkt beim creadienstag

 

Fuchsgescheit

Hallo Ihr Lieben.

(Texte enthalten ja eigentlich immer irgendwie Werbung, daher zeige ich die hiermit vorher an, Produktnamen können erkennbar sein.)

 Im November kann man guten Gewissens wieder Kekse backen! Ach, das ist wunderbar! Ganz unkompliziert habe ich einfach normale Butterkekse mit ganz viel winterlichen Gewürzen gemacht. Und so ganz kleine Kinder haben wir hier auch nicht mehr, da wird das Ausstechförmchen schon mal etwas anders ausgewählt:

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Das Seepferdchen wollt ich unbedingt haben. Beides keine typischen Weihnachtsmotive (ups, jetzt ist mir doch Weihnachten rausgerutscht, wir wollen hier eigentlich noch nicht so viel davon sehen, ist doch viel zu früh, oder?)

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Aber es ist einfach so fein, Plätzchen zu backen. Ganz normale Mürbeteigkekse gehen auch schnell und wie schon in Kinderzeiten, sind sie so lecker! Außerdem, kann man sie doch schön verzieren und variieren, oder?

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Ich habe festgestellt, dass man bei den Lebensmittelfarben am Besten die teuereren nimmt, da genügen wenige Tropfen und man hat ein farblich intensives Ergebnis.

Wie man Mürbeteigkekse macht? Ein Pfund Butter, etwa 200-250 g Zucker, 500g Mehl, 1 Priese Salz und weil es einfacher ist, noch ein Ei dazu. Wer möchte kann noch Vanillezucker dazu tun und ich habe nun ganz viel Zimt und andere weihnachtliche, gemahlene Gewürze zugemischt. Der Puderzucker zum Bestreichen wurde mit Zitrone angerührt. Allerdings würde ich da beim nächsten Mal, wenn ich Gewürze nehme, vielleicht eher Orangensaft wählen. Die fertig ausgestochenen Kekse werden bei 175 °C im Ofen ungefähr 10 min lang gebacken, kommt darauf an, wie dick Ihr die Kekse ausgerollt habt. So, hab ich Euer Wissen wieder aufgefrischt? Bestimmt habt Ihr die als Kinder auch früher im November und Dezember gemacht. Nun, oft durften unsere Mütter dann den grössten Teil zu Ende machen. Aber lecker waren die immer und Danke an alle backenden Mütter dieser Welt!

Was ich noch am Wochenende gemacht habe, zeige ich Euch hier:

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Das ich den Fuchs mag, habt Ihr vielleicht schon gemerkt. Einen jagenden Fuchs wollte ich schon lange darstellen. Die Hauptnahrung eine Fuchses ist nicht die gestohlene Gans, sondern die Maus. Mit seinen feinen Sinnen ortet er diese kleinen Nager und schleicht sich näher, bis er mit einem Bogen von oben auf die Maus springt.

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Weil ich gerade bei Mäusejägern bin, habe ich auch noch ein kleines Raubsäugetier geschnitzt, ein Wiesel. Auch das Wiesel gilt als schlau, fast noch hinterlistiger, als der Fuchs.

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Ein Wiesel kommt aber auf Grund seines Körperbaus noch mal zu ganz anderen Verstecken der kleinen Nager. Wenn man dem Fuchs bei der Jagd nachsagt, er sei schlau, so hört man beim Wiesel eher den Begriff *wieselflinkt*.

Flink habe ich mir ein paar Aufkleber gestempelt. Das Wiesel hat genau die richtige Grösse bekommen für die Etiketten.

Ich wünsche Euch eine schöne Woche

und verlinke den Beitrag unter creadienstag.

 

 

Herbstwald mit Hirschen

Hallo Ihr Lieben.

(Werbung enthaltend, da Namensnennungen und Verlinkungen)

Nun zeigt der Herbst auch mal seine etwas nasseren und kälteren Seiten. Es wird ja auch mal Zeit, dass wir Regen bekommen und das Gefühl haben, die „Kalte Jahreszeit“ zieht ein. Irgendwie gehört das doch auch zum Jahreszeitenkreislauf.

Von unseren Herbsttagen im Sauerland habe ich ja berichtet.

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Wenn man schönes Wetter hat, ist der Blick einfach wunderbar. Aber glaubt mir, gerade im Herbst habe ich manchmal nicht den Wald auf der anderen Talseite gesehen, so tief hingen die Regenwolken. Wenn dann alles wieder verschneit ist, geniesst man den Winter natürlich, aber vorher war und ist es doch ab und zu recht duster, össelig, wie wir sagen. Aber wie Ihr hier seht, hatten wir bestes Wanderwetter und genossen den Herbstwald.

Bei meiner Mutter habe ich dann ein ganz wunderschönes, bedrucktes Textilschmuck Band entdeckt. Sie hatte es auch geschenkt bekommen und als Deko vor Bücher gestellt. DSCN5564

Ich war total begeistert und schon waren erste Ideen da: Stempel und Linoldruck, das wollte ich nachmachen. (Leider gibt es keinen Grössenvergleich auf dem Bild, es ist wirklich nur ein Textilband.)

 

Ersteinmal habe ich mich an den Stempel gewagt… das grössere Projekt kommt noch…

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Auf den grösseren Linoldruck freue ich mich schon, wird sicher eine tolle Borde, für Tischdecken oder Shirts.

Während ich so am Tisch sitze und schnitze, geniesse ich einen Kurkuma Latte.  Ich habe das Rezept auf dem Blog Reisenspeisen entdeckt und in etwa so nachgemacht:

1 gehäuften El gemahlenen Kurkuma, 1 El frisch geriebene Ingwer, 1 P Pfeffer und  etwas Zimt, 1 Tl Kokosöl und zum Süßen 1 Tl flüssigen Honig (da gehen natürlich auch andere Süßungsmittel und Ihr könnt die Menge natürlich verändern)

Das Kurkuma Pulver kocht Ihr mit etwas Wasser auf, etwa 130 ml, dann Ingwer, Zimt und Pfeffer dazu und etwas köcheln lassen, so in etwa 5 min. Nun Kokosöl und Honig dazu, es sollte eine zähe Masse werden. Die könnt Ihr nun in ein Glas tun und im Kühlschrank aufbewahren, wie lange sie haltbar ist, weiss ich aber noch nicht. Die ganze Prozedur ist übrigens sehr dufte!

 

Wenn Ihr nun ein warmes, wohltuendes Getränk braucht, gut für Magen und Geist, dann nehmt Ihr etwas von der Paste, rührt es in warme Milch, schäumt es vielleicht sogar auf und geniesst danach Duft und Aromen.

Ps. wer die Kurkuma Latte nicht so scharf mag, nimmt einfach weniger Ingwer.

Habt einen schönen Tag!

Verlinkt bei *Den Herbst feiern*, und beim Creadienstag und den DienstagsDingen

 

 

Kartoffelferien

Hallo ihr Lieben.

Wie angekündigt habe ich noch ein Mal ein paar Fotos vom Erntedankfest und dem Umzug. (Text enthält Werbung da Namensnennungen)


Die Kartoffelferien haben angefangen und das Wetter ist immer noch sommerlich. Allerdings ist es noch sehr trocken. Heute habe ich einen Gang durch den Garten mit der Gartenschere gemacht und dabei festgestellt, dass mir wohl zwei Rosen eingehen werden.


Kastanien gibt es dieses Jahr an manchen Bäumen sehr viele, allerdings sehr kleine. Ein Baum im Park hat die Jahre kaum getragen, dieses Mal aber hat er ganz viele dicke Früchten. Wie ein kleines Kind habe ich mir die Taschen und dann auch die Mütze voll gestopft. Kastanientiere und Männchen machen wir schon lange nicht mehr. Aber macht doch nichts, sehen auch einfach so gut aus, wunderbar gemasert und glänzend.

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Ein bisschen in alten Krimis werde ich schmökern, Romane des ehemaligen Jockeys Dick Francis liegen parat. Der Waliser ritt sogar für die Queen Mum, bis sein Pferd unter seltsamen Umständen stürzte. Die schwere Verletzung zwang ihn zur Neuorientierung. Er wurde Sportreporter und schrieb dann erstmal jedes Jahr einen Krimi. Immer wieder spielten die humorvollen Romane auch im Wett- und Rennsport Metier, oft werden die Helden in die kriminellen Vorfälle sozusagen hineingeworfen. Queen Mum war auch ein Fan der Romane. Nach dem 39. Krimi und dem Tod seiner Frau erfolgte aber eine Pause, bis Francis mit seinem Sohn doch noch mal Krimis veröffentlichten, den letzten posthum  veröffentlicht, nach seinem Tod 2010. Ich habe einfach Lust auf klassische Krimis, keine Psycho Thriller, keine total brutalen Geschichten, oder psychisch extrem angeschlagene Ermittler. Auch wenn die Helden auch hier oft durch Schicksalsschläge in die kriminellen Geschichten geraten.

 

In den Ferien bin ich ein bisschen weniger digital unterwegs. Wisst Ihr, warum die übrigens Kartoffelferien heißen? Früher hatten nicht nur Bauern, sondern viele Familien grosse Gemüsegärten und eben auch Kartoffeln, so dass die Kinder in diesen Ferien helfen konnten, bzw mussten.

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DSCN5520Gern zeige ich noch Reineke Fuchs, den ich frisch geschnitzt habe.

„Was der Löwe nicht kann, das kann der Fuchs“ (Sprichwort)

 

Ich wünsche Euch allen diese Fuchsschläue für Eure nächsten, kniffligen Situationen, in der ihr sie vielleicht brauchen könnt!

Macht es Euch gemütlich.

 

 

 

 

 

 

 

 

Pilze

Hallo Ihr Lieben.

Bedingt durch die Trockenheit gibt es leider dieses Jahr nur vereinzelt Pilze. Pilze (Fungi) gehören neben vielen anderen Herbstfrüchten, zum begehrtem Sammelgut. Als ich Kind war, sind wir als Familie immer ab Altweibersommer, bis in den Herbst hinein, Pilze im Wald suchen gegangen. Die Wiesenchampions gab es meistens schon früher. Mein Vater war Kriegskind, da war es ein wichtiger Teil des Speiseplans und so kannte er sich auch sehr gut aus. Pilze und das Suchen der verschiedenen Sorten war trotzdem etwas ganz Wunderbares für ihn. Also, die ganze Familie schlug sich in die Dickung oder in den Laub- oder Nadelwald und unter uns Kindern gab es da durchaus Wettbewerbe. Oft zog sich so ein Ausflug länger hin, als gedacht: „…nur noch ein klein wenig weiter, da hinten…“ Meine Mutter weiß heute noch die guten Stellen und was nicht gegessen werden kann, wird von ihr nach dem Braten eingefroren oder am Faden getrocknet. Ich muss ja gestehen, ich bin ein wenig nöggelig in der Hinsicht, ich mag nur so schön feste Pilze. Und das sind natürlich die edelsten und seltensten unter ihnen, vor allen Dingen: Steinpilze!

Da ich gerade keine Pilze suchen kann, habe ich mir welche geschnitzt:

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Dabei wir dann der Kaffee auch schon mal kalt. Aber mein Lieblingsspruch dazu ist wohl eh: „Kalter Kaffee macht schön!“

Die Morgensonne scheint mir auf den Tisch und zwickt ein wenig seitlich in den Augen. Ach, ist das noch ein herrlicher Herbst! Leider stelle ich dann beim Farbe raussuchen fest, dass ich gar kein Braun habe. Und das dunkle Grau wird langsam leer, das neue schwarze Kissen ist nicht besonders gut. Ich muss mir dringend mal bessere Stempelkissen zulegen!

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Aus dem Stück Pappe, das eigentlich in einem neuen Paar Leggins steckte, mache ich nun ein extra grosses Lesezeichen. Die behandelte Oberfläche hat die Farbe nur nicht so gut angenommen.

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Das Herbstfrüchte Muster schicke ich dann zum Mustermittwoch und zum Den Herbst feiern!

Euch schöne Herbsttage.

Und wenn Ihr Pilze sucht, esst hinterher nur die, die Ihr bestimmen könnt!

Erntedank

Hallo Ihr Lieben.

(Text enthält Werbung von Namen und Orte)

Jedes Jahr wird am ersten Wochenende im Oktober Erntedank gefeiert. Ein katholischer Brauch, aber eigentlich ein Fest, dass für alle ist: Danke sagen und zeigen für all die guten und leckeren Lebensmittel, die auf den Feldern wachsen und in den Gärten gedeihen.

 

Oder auch nicht! Missernten, ausgelöst in vielen Gebieten durch die Dürre. Wenig Getreide, die Rüben (wenn es welche gibt,) sind klein, vertrocknete Hülsenfrüchte und kleine Kartoffeln. Die Not mancher Bauern, gerade Biobauern, an Futter zu kommen, ist gross. Und wir werden uns wohl darauf einstellen müssen, dass es immer mehr Extremwetter Situationen geben wird. Früher hätte so etwas durchaus eine Hungerzeit ausgelöst, heute haben wir trotzdem die Regale im Supermarkt voll. Die Äpfel und vieles andere Obst, kommen teils von weit her und wird nicht gerade klimaschonend lange gelagert.

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Dabei wächst des Deutschen liebstes Obst oftmals direkt vor der Haustür! Die drei  Streuobstwiesen hier in der Umgebung werden mittlerweile doch genutzt, aber vielerorts stehen alte und grosse Obstbäume, scheinbar „verlassen“, und darunter liegen so viele leckere Äpfel und Birnen oder auch Pflaumen. (In der örtlichen Presse wurde auch aufgefordert, für Eigenbedarf auf der angelegten Obstwiese zu pflücken.) Sicher ist für viele das Problem, dass sie nicht wissen, ob gepflückt werden darf. Hier kann man z.B. auf mundraub.org schauen (oder auch einstellen).

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Dülmener Rosenapfel und Ingrid Marie, alte Obstsorten

So viel Bio Obst …und oft viel besser schmeckend als die Supermarkt Sorten! Am Sonntag ist  Obstwiesenfest im Freilichtmuseum Lindlar! Hier wird nicht nur der Apfel gefeiert, Ihr könnt Sorten bestimmten lassen, alte Obstbaumsorten kaufen, probieren und natürlich sowieso vieles anschauen, ich habe ja schon über das Museum  berichtet.

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Holzschnitt aus dem Bilderbuch

Dazu passt auch ein Buch, welches mir meine Mutter letztens mitgebracht hat. Theodor Fontanes „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“. Ich mag an dem Bilderbuch besonders die Holzschnitte der amerikanischen Künstlerin! Dagegen sind meine schnell geschnitzten Gummi Stempel nicht konkurrenzfähig. Es ist ein altes Bilderbuch, das wir schon als Kinder hatten und das ich immer sehr gern mochte. (Aber es gibt es wohl immer noch in dieser Aufmachung.)

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Leider gibt es hier wenige Birnen zu pflücken. Mein Spalierbäumchen im Garten hatte 5 oder 6 Birnen dieses Jahr und das war eine gute Ernte. Birnen sind etwas empfindlicher, brauchen Wärme und Trockenheit. Außerdem sind sie schwerer zu lagern. Früher gab es oft als Nachtisch eingemachte Birnen, lecker! Ach, es ist doch wunderbar, in eine reife Birne, gerade vom Baum gepflückt, zu beissen und es rinnt einem der süsse Saft das Kinn runter.

 

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland,
Ein Birnbaum in seinem Garten stand,
Und kam die goldene Herbsteszeit
Und die Birnen leuchteten weit und breit,
Da stopfte, wenn’s Mittag vom Turme scholl,
Der von Ribbeck sich beide Taschen voll.
Und kam in Pantinen ein Junge daher,
So rief er: »Junge, wiste ’ne Beer?«
Und kam ein Mädel, so rief er: »Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick hebb ’ne Birn.«So ging es viel Jahre, bis lobesam
Der von Ribbeck auf Ribbeck zu sterben kam.
Er fühlte sein Ende. ’s war Herbsteszeit,
Wieder lachten die Birnen weit und breit;
Da sagte von Ribbeck: »Ich scheide nun ab.
Legt mir eine Birne mit ins Grab.«
Und drei Tage drauf, aus dem Doppeldachhaus,
Trugen von Ribbeck sie hinaus,
Alle Bauern und Büdner mit Feiergesicht
Sangen »Jesus meine Zuversicht«,
Und die Kinder klagten, das Herze schwer:
»He is dod nu. Wer giwt uns nu ’ne Beer?«

So klagten die Kinder. Das war nicht recht –
Ach, sie kannten den alten Ribbeck schlecht;
Der neue freilich, der knausert und spart,
Hält Park und Birnbaum strenge verwahrt.
Aber der alte, vorahnend schon
Und voll Mißtrauen gegen den eigenen Sohn,
Der wußte genau, was er damals tat,
Als um eine Birn‘ ins Grab er bat,
Und im dritten Jahr aus dem stillen Haus
Ein Birnbaumsprößling sproßt heraus.

Und die Jahre gehen wohl auf und ab,
Längst wölbt sich ein Birnbaum über dem Grab,
Und in der goldenen Herbsteszeit
Leuchtet’s wieder weit und breit.
Und kommt ein Jung‘ übern Kirchhof her,
So flüstert’s im Baume: »Wiste ’ne Beer?«
Und kommt ein Mädel, so flüstert’s: »Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick gew‘ di ’ne Birn.«

So spendet Segen noch immer die Hand
Des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland.

(Theodor Fontane)

Verlinkt bei: *wir feiern den Herbst*, dem neuen Thema der Zitronenfalterin, sowie beim Blog Pfauenauge, sowie dem Blog meineKraftquelle. Tanja hatte nämlich die Idee, noch mal einen Beitrag über Obstwiesen und regionalen Lebensmitteln zu bringen und hatte  Amely und mich gefragt, ob wir mitmachen möchten.

Macht es Euch gemütlich!