Letzte Tage

Hallo Ihr Lieben.

Da geht sie hin, die Zeit der Ferien. Am Anfang scheint sie so lang zu sein…

DSC_0810DSC_0806Rügen und Hiddensee erscheinen uns schon so lange her.

DSC_0792DSC_0799DSC_0694Nun hat die Schule wieder angefangen, zumindest für den jüngeren Sohn, der ältere geht mit einem freiwilligen Jahr in einen neuen Abschnitt seines Lebens.

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Die letzten Tage waren sehr sommerlich, wieder sehr warm. Aber hier hatte es kurz vorher einige ml. Regen gegeben, so dass zumindest die Regentonne wieder für einige Tage gefüllt war.

Blühendes ist etwas weniger zu finden, aber die Tomaten leuchten und die Birnen ziehen die Äste herunter. Vom ersten Fallobst der öffentlichen Apfelwiese habe ich mein geliebtes Apfelmus eingekocht und Apfelchips getrocknet. Nach dem überreichen letzten Erntejahr hängen viel weniger Früchte dran. Auch Quitten gibt es nur zwei Stück. Wie sieht das bei Euch dieses Jahr so aus? Manchmal sind es ja nur wenige km, ob die Ernte durch zu viel oder zu wenig Wasser, gut ausfällt. So z.B. ist es dieses Jahr so, dass das Sauerland (daheim) hat nicht Mal die Hälfte des Wassers bekommen hat, wie hier um die Siegmündung gefallen ist, das war früher anders herum. Selbst an der Sieg ist es rechts und links des Flusses stark schwankenden. Microklima. Wie es nun wohl die nächsten Jahre wird?

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gefundene Strandkunst

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Ein wenig geschnitzt habe ich natürlich wieder. Dinosaurier gehen immer, dabei werden ja die im Wasser lebenden oft unterschätzt, bzw vergessen.

Meine andere Unterwasserwelt hat Zuwachs bekommen. Belugas sind so faszinierend!  Und habt Ihr gelesen, in der Nordsee vor Dändmark wurde ein 8 m langer Riesenhai gesichtet. In der Nordsee kommen diese zweitgrössten Fische durchaus vor, aber sehr selten.

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Endstation Sehnsuch

Als Geschenk ging dieses „Gesicht zum Stempeln“ auf die Reise. Das war schon eine andere Herausforderung, der erste Versuch landete im Müll. Beim zweiten Versuch hätte ich James Dean ehrlicherweise am Liebsten selber behalten, „Denn sie wissen nicht was sie tun“, passt doch gerade perfekt zu uns Menschen, oder? Aber nicht zur Empfängerin, da finde ich eher „Giganten“ passend, die junge Generation eben! Ich verschenke eigentlich auch am Liebsten, was ich selber mag.

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Die ersten gehäkelten Gesichtspads sind fertig. Ich wollte das schon lange machen. Bis jetzt reichte i.R. ein klassischer Waschlappen. Manchmal habe ich das Gefühl, die kennt heute kaum noch wer, oder warum muss sonst so viel an Feuchttüchern in der Kanalisation und in den Kläranlagen landen?

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Geschenkt bekommen habe ich ein selbstgemachtes Wachstuch. Viele Blogs beschäftigen sich gerade mit der Herstellung der praktischen Frischhalter. Einen Tipp möchte ich unbedingt weitergeben: Herrentaschentücher! Dann müsst Ihr nicht zuschneiden oder umketteln und ein gutes Format haben sie auch. Viele von uns haben solche geerbt und wissen nicht, was sie wirklich damit machen sollen. Kreativ bemalen oder bedrucken kann man sie vor dem Einwachsen auch.

 

Nun geht es mit Riesenschritten in den Altweibersommer und in das Wochenende.

Habt eine schöne und besondere Zeit.

 

Verlinkt beim Freutag

und dem Monatsthema „Weniger ist mehr“ der  Zitronenfalterin

 

 

Unterwegs

Hallo Ihr Lieben,

 

es ist komisch, dass ich heute tatsächlich nach langer Zeit warme, lange Hosen anziehen muss. Da kommen mir die Fotos und Erinnerungen des Urlaubs gerade recht.

Rügen ist eine Reise wert, das finden mitlerweile immer mehr Touristen. Man kann aber immer noch einen ruhigen Urlaub dort verbringen, wenn man nicht immer in die Hochburgen des Tourismus fährt.

In Sassnitz waren wir bis jetzt jedes Mal. Von hier aus kann man auch gut in Richtung Nationalpark Jasmund starten. Wie die Tafel erinnert, wurde hier Lenin heimlich nach Russland *verschifft*.

Sehr gut gefallen hat es uns auch Ummanz, eine kleine westliche Insel von Rügen. Eine Insel an der Insel sozusagen. Überall auf Rügen gibt es Töpfereien.

DSCN7298Hier durfte ich die Glasur beobachten und die Künstlerin bei der Arbeit fotografieren. Wir haben uns auch schöne Kaffeepötte geholt, es tut gut, daraus morgens den ersten Schluck des Tages zu nehmen.

Auf dem Museumshaus wurde das Reetdach gewechselt und ich durfte auch dies netterweise fotografieren.

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Ummanz ist wunderbar zum Wandern und Radeln, sowie verschiedene Wassersportarten.

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Ist das kein unglaubliches Blüten Meer?

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Auch sonst war es einfach oft so schön, wenn man recht oder links abbog. So wollten wir ja eigentlich ein Hügelgrabfeld besichtigen. Viel zu viel los auf der Strasse gen Südosten.

Hier war es aber auch sehr schön und es gab leckeres Essen und selbstgemachtes Eis!

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Wir sind dann entlang der Felder auf der rechten und dem Meer auf der linken Seite gewandert, einfach mal los. Diese Felder sind auch ein altes Schlachtfeld, davon sieht man heute Gott sei Dank nichts mehr. (Grosse Schlacht bei Stresow im Pommernfeldzug von 1715/1716. Die vereinten Heere der Preußen, Dänen und Sachsen eroberten u.a. Vorpommern von den Schweden zurück. Rügen war immer schon eine umkämpfte Insel.)

Ich glaube, nirgendwo sonst gibt es so viel selbstgemachtes, besonderes und leckeres Essen wie hier. Für mich als Schleckermaul Eis z.B. und ganz viel Kuchen. Im Museumshof in Gingst waren wir natürlich auch wieder! Auch hier habe ich natürlich die Dame gefragt. Sie spinnt, färbt und verarbeitet verschiedenstes Wolle.

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Natürlich habe ich gefragt, ob ich sie auch mit fotografieren darf. *Wollfratz* (Werbung, weil so schöne selbstgesponnene und gestrickte und gefärbte Sachen)

Der dortige Handwerker- und Bauernmarkt am Samstag ist es immer wieder wert, vorbei zu kommen, sei es, um sich mit Bio Lebensmitteln, regionalem Selbstgemachten und Handwerk oder auch antiquarischen Büchern einzudecken.

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Natürlich waren wir auch wieder in unserer Lieblingbuchhandlung.

Diese musste zum Jahreswechsel umziehen, nicht weit, nur einmal über den Platz. Ganz neu und doch sehr vertraut.

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Auch hier habe ich wg. dem Foto gefragt

Hier muss man einfach stöbern kommen und wer nichts findet, ist selber schuld. Das Katzentier ging einmal als Stempel zum Jubiläum per Post an den Bücherladen. Ja, das ist Werbung, für eine wirklich tolle Buchhandlung und dafür, genau solche zu unterstützen – Ihr habt bestimmt auch eine um die Ecke. (Dafür bekomme ich natürlich nichts.)

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Wenn wir dann wieder in unser kleines Örtchen zurück fuhren, waren wir immer sehr glücklich, auf Rügen Urlaub machen zu können. Ein klein wenig mehr zeige ich Euch noch beim nächsten Beitrag. (Oder Ihr schaut, was alles an Beiträgen mit vielen Fotos und Tipps noch zu lesen ist, klickt einfach die Kategorie *Rügen* an.)

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Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende, macht es Euch gemütlich!

 

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Otter und anderes Getier (Rügen)

 

 

Hallo Ihr Lieben.

Flußotter sind einfach besondere Tiere. Natürlich sind alle Tiere besonders, aber wer denkt nicht sofort an den Rücken schwimmenden und dabei fressenden „Wassermarder“, den flinken, überaus beweglichen, über Schnee gleitenden Gesellen? Fast wurde er ausgerottet, wegen seines besonderen Fell und weil sein Lebensraum zurück gedrängt wurde und wird.

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Diese beiden Schwestern haben wir im Panoramapark im Sauerland gesehen.

 

Ich glaube, wenn ich „Otter“ schreibe, denken fast alle Leser gleich: „Süss“. Auch wenn sie zu den marderartigen Raubtieren gehören, so sind sie einfach zu „possierlich“. Sie spielen gerne, sind nicht nur niedlich, sondern hoch intelligente Tiere. Sie nutzen schon sehr, sehr lange in der Evolution Werkzeuge, um an Nahrung zu gelangen. Auch sind sie lernfähig, schauen von einander ab. Diese cleveren Tiere passen sich der Umgebung an, sind dann entsprechend tag- oder nachtaktiv. Klare Gewässer mit Fischen sollten natürlich schon sein, der Otter ist ein guter Taucher, bis zu 8 Minuten bleibt er unter Wasser. Unter Wasser ist auch der Eingang seiner Behausung, einer Höhle. Die eigentliche Wohnkammer liegt über der (Hoch-)Wasserebene.

Otterweg

Das es vor allen Dingen im Norden Deutschlands diese Straßenschilder wieder vermehrt gibt, ist traurig und schön zugleich. Es zeigt, dass sein Bestand angewachsen ist, aber auch wieder die Gefahr durch uns Menschen.  Seine Vorliebe, auf seinen Wanderungen Wege und Straßen zu nehmen, genau wie seine Verwandtschaft, lässt sie oft unter Autos enden. Dieses Schild steht auf Westrügen und leider haben wir in der Natur keine Otter gesehen.

Aber geschnitzt und gestempelt habe ich mir nun welche:

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Viele Vögel haben wir auf Rügen wieder gesehen, unter anderem Adler. Allerdings sind das nur eher Punkte auf dem Foto geworden. Er wäre z.B. ein natürlicher Feind des Otters.

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Kleines Museum in Waase auf Ummanz

Rügen ist immer noch ein Naturparadies, das habe ich mit vielen Fotos und Beiträgen schon vor ca. zwei Jahren hier gebracht. Aber natürlich möchte ich Euch meine schönen, neuen Bilder auch zeigen.

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Feldhasen
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Fütterungszeit bei den Rauchschwalben

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Ich habe besonders oft wieder Vögel fotografiert.

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Ob hier gleich nach den Elben Frodo Beutlin auf das Schwanenboot steigt?

 

 

Hin und her zogen die Kormorane.

 

Und Schmetterlinge:

 

Natürlich gab es auch noch mehr Rehe zu sehen, aber meistens haben wir da nur die Köpfe aus dem Raps oder Weizen ragen gesehen. Daher haben ich nach dem Urlaub  den Linoldruck endlich fertig gestellt.

Bock

Ach, ist das ein Unterschied, wenn man wieder daheim ist.

Habt eine schöne Woche!

 

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Verlinkt unter creadienstag und HoT

von Hühnergöttern, Donnerkeilen und Hühnengräbern

Hallo Ihr Lieben und schön, dass Ihr hier vorbeischaut.

 

Hühnergötter? Donnerkeile? Nun, mit dem Wort Hühnengräber könnt Ihr vielleicht etwas mehr anfangen.

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Natürlich sieht so ein Hügelgrab mittlerweile unspektakulär aus. Es gibt auf Rügen auch genug steinzeitliche Funde, wo sich die Menschen später nicht erklären konnten, wie die Vorfahren diese grossen Steine aufeinander bewegen konnten. Sie mussten wohl Hühnen gewesen sein.

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Wer auf Rügen genauer am Steinstrand oder an den Steinfeldern von Mora schaut, findet dort so genannte Hühnergötter. Steine, die Löcher haben, so dass man sie auffädeln kann. Ich habe in meinem Garten schon unzählige dieser besonderen Steine.

 

Dieses Mal habe ich zwar auch wieder einige kleine Exemplare gefunden, die meisten allerdings verschenkt. Aus den letzten drei wurde zusammen mit anderen Fundstücken ein Windspiel.

Windfänger

So kann man nach dem Urlaub seine Funde mit sehr wenig Aufwand präsentieren und ansehen.

Ansicht

Ich hatte sogar das Glück, einen guten Donnerkeil zu finden. Mit Donner hat dieser prähistorische Fund natürlich nichts zu tun. Eigentlich heißen sie Rostren und sind die versteinerten Überbleibsel von Belemniten, fossile Kopffüßer, den Vorfahren unserer Tintenfische.

Funde
links, der honigfarbene *Stift* ist ein *Donnerkeil*

Ach, wie schnell doch so ein Urlaub schon wieder vorbei geht. Wenn man sich solche Erinnerungen hinhängt, bleibt die Erholung vielleicht noch ein wenig länger, mental.

Habt eine schöne Woche.

 

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Rehblau

Hallo Ihr Lieben.

 

Zurück melden möchte ich mich erstmal mit einem klitzekleinen Foto-Rückblick auf meinen kurzen Blog-Monat Juli:

Zwei so schöne Wochen auf der größten Insel Deutschlands liegen hinter uns! Ein wenig werde ich Euch sicher bald (noch Mal) berichten.

Wir hatten so ein Glück, genau zu der Zeit der Hitzerekorde am Meer, bzw Bodden zu sein. Natürlich hat man es auch dort gemerkt, für die Rügener und Rüganer waren das schon unglaubliche Temperaturen, aber immer noch weit von den Rekordtemperaturen auf dem Festland entfernt. Außerdem hat man ja den Luxus „mehr Meer und laues Lüftchen“! Ach, wie weit das jetzt schon weg ist, wenn man wieder im engen, stark bevölkerten Rheintal ist.

Zeigen möchte ich Euch meine „gepimpte Jeansjacke“. Die Temperaturen benötigen noch lange keine Jacken. Selbst wenn es gewittert oder einen kleinen Guss gegeben hat, ist es danach angenehm warm. Aber man kann natürlich nicht nur Jeansjacken so verschönern. Eigentlich mutet es auch eher nach einem „Stopfstich“ an. Das Ergebnis bekommt das Besondere eher dadurch, dass man verschiedene Farben benutzt. So ist es aber auch für eher dilettantische Stickerinnen wie mich zu bewältigen. Ich muss auch gestehen, richtiges Sticken am dicken Jeansstoff ist nicht wirklich was für mich, obwohl es sicher wunderbar aussehen würde.

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Wenige Stiche, doch jetzt sieht es aus, wie Glitzern auf dem Wasser

Außerdem habe ich endlich meinen Linolschnitt fertig gestellt: den Rehbock Kopf, welchen ich auch hier schon in Anfängen gezeigt habe.

Bock

Wusstet Ihr, dass das Reh dieses Jahr Wildtier des Jahres ist? Nicht, weil es vom Aussterben bedroht ist, auf der Roten Liste steht, wie u.a. die Wildkatze. Die Deutsche Wildtierstiftung hat das Reh ausgewählt, weil es darauf aufmerksam machen möchte, dass auch der Lebensraum des Rehs bedroht ist, von uns Menschen. Eigentlich ist dieses häufig in Deutschland vorkommende Wild scheu. Aber es ist trotzdem zu einem Kulturfolger geworden. Das hat zur Folge, dass mehr Rehe auf den Strassen sterben, als wir vermuten, wenn wir mal wieder an einem Warnhinweis „Wildwechsel“ vorbei fahren: sie werden angefahren, gehen womöglich irgendwo im Wald elendig zugrunde.

Und so mancher Gartenbesitzer, der am Waldrand wohnt, wundert sich schon mal über die Gäste, die gerade seine Tulpen abfressen.

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Ach, ich liebe den sw Kontrast von Linoldrucken

Kitze, die nach der Geburt von ihrer Mutter an einem sicheren Ort „abgelgegt wurden“ und deren Verteidigung gegen Gefahr ihre Tarnung und Unbeweglichkeit ist, bleiben auch in hohen Wiesen liegen, wenn sich Menschen nähern. Nun, gerade wenn die grossen Mähmaschinen schnell durch das Gras schneiden, um Heu zu machen, wird oft ein Kitz verletzt oder getötet. Jäger können mit Hunden vorher solche Wiesen absuchen, wenn Sie Bescheid wissen, Weiden können etwas später gemäht werden, wenn die meisten Kitze grösser sind. (Das Ernten von Heu betrifft ja nicht nur Säugetiere, auch Vögel brüten dort. Andererseits benötigt man auch das Heu als Winternahrung für viele Tiere.)

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Außerdem ist das Reh ein Gourmet, es liebt neben Kräutern die Knospen vieler Bäumen, welche gerade womöglich erst angeplanzt wurden. Die Schäden können da über Jahre groß werden, wenn zu viele Rehe im Wald sind.

Ach und ein Kitz ist kein Bambi! Reh und Hirsch sind nur entfernt verwand, das Reh ist erdgeschichtlich viel älter. Dann ist bei Rehen genau jetzt die Paarungszeit und ja, wer ein wenig mitgedacht oder gerechnet hat, findet das vielleicht merkwürdig.  Rehe haben keine so lange Tragezeit, dass sie im Frühling,  wie fast alle anderen Pflanzenfresser, die Jungen bekommen. Sie halten eine sogenannte Eiruhe, nach der Befruchtung entwickelt sich das Ei erst einmal nicht weiter. Eine tolle Idee der Natur, finde ich. Rehe sind auch Widerkäuer, sie brauchen am Tag und in der Nacht längere Zeit um noch mal zu kauen und zu verdauen, genau wie Kühe. Werden sie immer wieder hoch geschreckt, gibt das saure Mägen.

Übrigens ist das Reh eigentlich ein Einzelgänger, nur Mutter und Jungtiere bleiben länger zusammen. Im Winter finden sich Gruppen, sogenannte Sprünge, zusammen. Die Gemeinschaft bietet Schutz. Dann wird auch der Körper auf Sparflamme herunter gefahren. Der Bock hat übrigens kein Geweih, sondern ein Gehörn, kleinere Stangen als ein Hirsch. Einmal im Jahr, im Oktober – November, wirft er (wie sein Verwandter) diese ab und schiebt anschließend unter einer schützenden Basthaut ein neues Gehörn. So Stangen werdet Ihr wohl nur selten im Wald finden, Mäuse lieben diese wegen den vielen Mineralien aufzunagen. Zwischen den Stangen sind übrigens Drüsen, damit markiert der Bock sein Revier.

Also, ich könnte noch so viel mehr schreiben, ein Tier, über das wir kaum etwas wissen, obwohl es direkt in unserer Nachbarschaft lebt. Jetzt versteht Ihr vielleicht, warum es zum Wildtier des Jahres gewählt wurde.

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Hier seht Ihr einen ganz frühen Stempel von mir.

 

Habt ein wunderschönes Wochenende und Danke für Euern Besuch.

Verlinkt mit dem Freutag

 

Sommerlektüre

Hallo Ihr Lieben.

Ich muss mich doch kurz aus dem Urlaub melden und Euch einen wunderschönen Buch Tipp geben. Vielleicht ist dieses nicht gerade strandgeeignet, dafür ist es zu groß und kostbar, aber man liegt ja nicht unbedingt immer am Strand und nimmt von dem Sand hinterher hunderte Körnchen im Buch mit Heim.

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Sy Montgomery hat mit ihrem Oktopus Buch schon für Aufsehen gesorgt. Ein Buch über sehr intelligente Meeresbewohner. Dieses Jahr ist ihr Titel „Vom magischen Leuchten des Glühwürmchens bei Mitternacht“ erschienen, mit wunderschönen Illustrationen von Tine Pagenberg.

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In unserer Lieblingsbuchhandlung in Gingst habe ich mir den Titel nach anfänglichem Zögern gekauft. Warum Zögern? Nun, in vielen Büchern dieser Art wird für mich nicht so viel Neues wiedergegeben und außerdem hatte ich die Befürchtung, daß es sich hauptsächlich um Amerika drehen würde. Tatsächlich schafft Sy Montgomery es aber, den Bogen auch nach Europa zu schlagen, bzw Tiere auszuwählen, die auch hier leben. Man liest in kleinen Artikeln über die vier Jahreszeiten verteilt, interessante Dinge zu ganz vielen verschiedenen Lebewesen. Das ein oder andere an Informationen kennt man auch schon. Aber noch mehr wohl eher nicht. So las ich gerade den Beitrag über Quallen, als in der Presse dieses fantastische Foto der Riesenqualle vor Großbritannien gezeigt wurde. Dank des Buches weiß ich auch nun, daß diese Riesenfeuerquallen eigentlich nur im Meer der Arktis leben. Aber da Quallen sich von Strömungen treiben lassen, wird sie so den Weg hergefunden haben. Ja, es gibt so manche Tierart, über die wir sonst eigentlich nicht immer so viel erfahren wollen, Mücken oder Kriebelmücken z. B.. Dabei könnte ihre Spucke vielleicht Herzerkrankungen lindern.

 

Also, wer mehr über seine Fauna um sich herum erfahren möchte, sollte unbedingt in dieses unterhaltsame und kurzweilige Buch schauen und da man gerade in der Ferienzeit mehr Muße dazu hat, vielleicht auch seine tierische Umwelt mehr zu beobachten, wollte ich Euch diesen Lesetipp unbedingt noch mit auf das Nachtischchen, den Lesepult oder die Sonnenliege geben. Geeignet für wissensdurstige Kinder und Teens, genauso wie für Erwachsene jeden Alters.

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Sechs Uhr morgens, mit dem Hund unterwegs.

Euch allen einen schöne Sommerzeit!

so ein Juni

Hallo Ihr Lieben.

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Ich muss gestehen, diese Hitze macht mich gerade inaktiv. Es wird nur das Nötigste getan, danach hänge ich durch. Da hilft auch kein Schatten mehr, kein Verrammeln, die Sahara Hitze hat mich (uns) völlig im Griff. Aber das ergeht Euch sicher genau so. Die wunderbaren Metalltiere haben mein Mann und ich noch auf einer Fahrradtour entdeckt, als die Junitage noch angenehmer waren.

DSC_0404 Immerhin war es gestern Morgen etwas kühler und ich bin gleich morgens zum Ernten in den Garten. Da ich dieses Jahr frisch angepflanzt habe, gibt es noch nicht viele Beeren und die Wild-Erdbeeren sind durch die Hitze und den Wassermangel winzig oder gar vertrocknet. Also habe ich Essig mit den wenigen, aber aromatischen kleine Erdbeeren angesetzt. Bei den Johannisbeeren hat mir meine Mutter ausgeholfen. Die Stachelbeeren hängen noch, haben aber trotz Abdeckung einen Sonnenbrand bekommen.

Außerdem gab es rechtzeitig zum Johanni-Tag und damit dem Ende der Rhabarber- und Spargelsaison, noch einmal den geliebten Rhabarber. Ich habe ganz viel Gelee gekocht, (ja, der kann auch in den Entsafter). Gerade dieses „Sauersüss“ hat es mir angetan und ich verwende dann auch gern weniger Gelierzucker, sondern ergänze mit Gelierhilfe. Die ersten Beerengelees zu kochen und Beeren zu naschen ist für mich „Sommer“. Sozusagen rechtzeitig zu Mittsommer. „Es ist Sommer wenn…“ ist auch das neue Thema bei der Zitronenfalterin, schaut Euch die Linkparty mal an, da sind immer interessante Blogs und Beiträge zu entdecken!

Ein wenig habe ich gewerkelt, Wünsche zu einem Geburtstag wollten erfüllt werden.

 

Außerdem ist Fridolin hier eingezogen, Nachfahre von Dante, ein Kombuchapilz, den ich von meiner lieben Freundin geschenkt bekommen habe. Sehr lecker, was man mit dem gesunden Getränk machen kann, in dem man den fertige Ansatz noch mal mit Kräutern oder Obst kombiniert. Aber da erzähle ich Euch sicher nichts Neues. Das Ergebnis ist immer sehr erfrischend, gerade im Sommer!

Schnelle „Schneckchen“ aus Hefeteig und Mandeln, (man nehme gemahlene Mandeln, mit Rohrzucker, Zimt und Butter vermischt, Teig ausrollen, Mischung auftragen, zusammenrollen und zuschneiden, gebacken in Muffinformen,) für ein Wochenende gab es auch, da muss man nicht viel in der Küche stehen und der Ofen ist bei der Hitze auch nicht so lange an.

Grund zur Freude gab es für mich, als ich erfuhr, dass ich bei einer Verlosung von frau nahtlust aka Susanne eines der wunderbaren, selbstgestalteten Bücher gewonnen hatte. Danke Dir noch mal sehr für das schöne Geschenk.

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Dann noch ein kleiner fotografischer Rückblick zu meinen Blogbeiträgen:

Das dieser Geselle im Garten war, ist bei der Hitze kaum noch vorstellbar. Der Sohn hat den Grasfrosch vor der Nachbarskatze retten müssen.

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Jetzt ist diese Rasenfläche innerhalb kürzester Zeit eher braun und der Frosch hoffentlich in einem kühlen, feuchten Versteck, um das ich ihn ein wenig beneide. Digital habe ich mich etwas zurückgehalten, weniger Beiträge geschrieben und auch bei anderen angesehen. Das wird allein durch die Ferien und dem damit verbundenen Urlaub nicht mehr im Juli.

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Gern gelesen habe ich diesen Monat Sy Montgomerys Bestseller „Rendevous mit einem Oktopus“, welches seid diesem Jahr als Taschenbuch erschienen ist. Ich wusste ja, dass ein Oktopus schlau ist, aber wie sehr und das er auch empathisch ist, war mir nicht klar. Sehr lesenswert! Gern geschaut haben wir die Verfilmung des Buches „Good Omens“. Der Autor Terry Pratchett hatte noch, sozusagen testamentarisch, seinem Co Autor Neil Gaiman das OK für eine alleinige Verfilmung des Buches erlaubt, nachdem sie es zusammen Jahre vorher nicht geschafft hatten. Es ist eine köstliche Serie über die Rettung der Erde durch einen Engel und einem Dämon, voller Komik und Ironie. Vielleicht habt Ihr ja auch gelesen, dass sich fundamentale Christen für die Absetzung der Serie stark gemacht haben, aber leider beim falschen Studio! Tja, da haben sie wohl weder die Botschaft der einen noch der anderen Geschichte richtig mitbekommen. (Ein wenig Werbung ohne Entgeld, einfach weil ich dieses Buch und die Serie gut fand und empfehlen möchte.)

Und da ist der Monat schon wieder rum. Abiturprüfungen und dann die Abiturfeier haben auch zum Schluss noch unseren Juni bestimmt. Jetzt aber: letzte Schultage, endlich mal wieder ein Konzert, bald Ferien und Urlaub am Meer. Wunderbare Ausblicke!

Habt eine schöne erste Juli Woche!

Verlinkt beim creadienstag und Hot 

(Verlinkungen = Werbung)