Uhugenau

Hallo ihr Lieben.

Als Begrüßung gebe ich Euch den virtuellen Duft des Fliederweg mit auf den Weg. Wie jedes Jahr hat mir meine Nachbarin wieder einen Strauß vor die Tür gelegt. Den muss ich auch bei Holunderblütchen zeigen (verlinken)

Das war eine schöne Woche. Mein Schatz hatte Urlaub. Das Wetter war zwar oft auch schwül, wolkenverhangen, aber doch fast immer sonnig und warm. Gern hätte ich etwas mehr Regen abbekommen. Mairegen ist Wuchsregen. Nun, es sieht so aus, als käme der jetzt häufiger die nächsten Tage. Dem Rasen sehr ich täglich beim Wachsen zu. Leider ist der Hängekorb, den wir letztens aufgebaut haben, mit einer verbogenen Stange geliefert worden, konnten wir erst beim Zusammenbauen feststellen. Das Möbelhaus hatte schon (trotz Beilagenangebot) eine längere Besorgungszeit. Jetzt folgt allein eine Bearbeitungszeit der Reklamation von 1 Woche. Dann wird es wohl wieder entsprechend dauern, immer vorausgesetzt, alles läuft. Wie soll menschliche Muskelkraft oder Gewicht das Stahlrohr genau so verbiegen. Ich geh bei so etwas gerade immer von den schlechtesten Möglichkeiten aus: dass man meint, wir wären das gewesen und damit dem Mängel nicht statt gegeben wird. Furchtbar, nicht?

Der Schüler war zum Abschiedstreffen mit der Chemielehrerin. Alle sind techt wehmütig, schweben irgendwie so dazwischen. Die Prüfungsfragen waren wohl in allen Fächern recht schwer, (so die Lehrerin), in Mathe gibt es lt Presse eine Petition. Und in der Nachrichten wird von einem Ausfall von 350 bis 800 Stunden im Untericht gesprochen. Auch unsere Schulministerin versprach fairen Bedingungen im Vorfeld. Wie sollen die Lücken aufgeholt werden, wo ist gerade, nicht nur, im Schulsystem die Chancengleichheit?

Frohnleichnahmsküchlein

Wie es mir so Anfang der Woche ergangen ist, seht Ihr bei 12 von 12. Dementsprechend war unsere Woche insgesamt eher ruhig. Ich habe endlich den Fuchs auf Shirts und Jeans Jacken gedruckt. Damit könnte dann endlich Post rausgehen. Vom Wichteln bei Ulrike hatte ich ja schon kurz schon erzählt. Die Liebe hatte zwei Wichtel zu versorgen, mein Partner war ausgefallen (ich hoffe es geht Ihr ganz schnell wieder besser, sende gute Wünsche unbekannterweise) Das hat mich so gefreut, dass ich kurzerhand als Dankeschön Stempel geschnitzt und rausgeschickt habe. Mein Wichtelpaket könnte ich zufällig sogar selber übergeben. Mehr zu der Aktion folgt.

gepflanzt und gedruckt

Jeden Abend, immer nachts, wenn ich wach werde, oder/und morgens direkt nach dem frühen Wachwerden, muss ich als erstes beim Uhu, Steinkauz, Schleiereule und Seeadler vorbei schauen, oft auch noch beim Fischadler. Besonders die jungen Vögel im Uhu Nest haben es mir angetan. Ganz genau beobachte ich jetzt seit dem Schlüpfen, wie sich die zwei übriggebliebenen Kücken verändern. So groß! Die Flügel werden gereckt und gestreckt und wenn man das Glück hat, zu sehen, wie sie sich auf volle Länge hochrecken, erkennt man erst, wie gross dieser Nachtraubvogel ist,bzw wird. Seit ich vor vielen Jahren mal in einer Greifvogelshow in Schottland einen Uhu neben mir sitzen lassen durfte (auf der Hand wäre er zu schwer gewesen), liebe ich diese Vögel. Dort konnte ich aber einen Weißkopfseeadler auf der behandschuhten Hand landen lassen.

Bei der Schleiereule ist am Freitag das erste Kücken aus dem grossen Gelege geschlüpft. Das Elternteil beschützt Eier und Kücken sehr aufmerksam, ist immer daran, die Mistkuhle, Pardon, Nistkuhle, zu „gestalten“ und die Eier zu wenden. Ich schreibe das so, weil man kaum von Nestbau reden kann und überall Gewölbe rumliegt. Beim Steinkauz konnte ich endlich die Anzahl der Eier sehen. Diese Eule hat sich kaum auf dem Gelege bewegt, dann war sie gestern (kurz) weg und so dann leider auch die Verbindung zur Webcam. Wenn gutes Wetter über der niederländischen Küste herrscht, bekomme ich morgens einen wunderschönen Sonnenaufgang am Adlerhorst geliefert. Auch hier wachsen die Jungvögel schnell. Diese Woche war es aber eher so, dass die Webcam verregnete und daher unscharfe Bilder lieferte. Sicher ist so etwas für viele langweilig, ich bin manchmal richtig aufgeregt. Übrigens, ich kann auch einen Meisen Kasten beobachten. Allerdings faszinieren mich die Großvögel zZt mehr. Dem Rotkehlchen durfte ich diese Tage im Garten beim Füttern zusehen. Ja, bitte, holt euch alle Raupen! Das war am Freitag nach dem ersehnten Regenguss. Auch Meisen durchsuchten sofort meinen Garten. Schön!

leider durch das Vergrössern unscharf geworden, in der Tränke badet das junge Rotkehlchen

Meine Tomatenvorzucht ist so mickrig wie noch nie geblieben. Die Nächte werden nun wärmer, heute ist die Kalte Sophie und ich habe beschlossen, sie in die Töpfe zu setzen und das Beste zu hoffen. Heute bekocht uns der noch Sohn, ich freu mich schon drauf. Euch allen ein gutes Wochenende und vielleicht sehen wir uns bei Andreas Samstagsplausch. (verlinkt)

Ps. Ich bin etwas hinterher, mit dem Kommentieren diese Woche und gelobe Besserung

after the storm

12 von 12 mit viel Maiengrün 2021

Hallo Ihr Lieben,

Caro vom Blog „draußennurkaennchen“ sammelt wieder unseren Alltag in Form von 12 Bildern.

Heute morgen bin ich so aufgeregt, dass ich das fotografieren fast vergesse. Wir werden geimpft. Und wollen dann vor dem Feiertag morgen noch etwas einkaufen:

Kohlweissling am immer noch blühenden Rosmarin

Alles sortiert, Kaffee gemacht, Terrasse aufgerissen und raus. Dann war ich viel im Garten. Eigentlich sollte es etwas unbeständiger heute sein. Aber es ist warm und schwühl und sonnig.

Gänseblümchen am Trittstein, ich liebe sie

Der Rasen ist noch zu nass um gemäht zu werden, es ist wie immer schade um die schönen Gänseblümchen, aber es wird wohl noch mal ein Tag Aufschub geben. Äh nein, zwei Tage, denn hier ist morgen Feiertag.

so reichliche Blüte

Immer wieder summt es und brummt es in den wunderschönen Blüten des Quittenbaums, leider ist das Foto dazu unscharf geworden. Ich mag aber auch den Baum im Ganzen und wie er jetzt anfängt, zu „schneien“.

Wolkengebilde

Immer wieder kommen jetzt grosse, sich auftürmende Wolken die dunkel sich vor die Sonne schieben. In der Weisstanne, die hier nur als (mittlerer) Schatten steht, wohnt übrigens das Eichhörnchen, welches hier immer Wolle geklaut hat. In der Birke daneben sitzen oft die Distelfinken und schwatzen. (Und Amseln, Stare, Elstern, Krähen und Tauben und manchmal kommt auch der Specht)

teils mickrige Anzucht

Heute ist es so mild und auch die Nächte sollen nicht zu kalt werden, dass ich die Vorzucht von der Fensterbank hole und rausbringe. Auch Samen werden für direkte Aussaht rausgesucht und sortiert. Von meiner Mutter habe ich schöne Blumensamen und die brauchen noch feine Plätze in den Beeten oder Töpfen (in denen jetzt noch Tulpen blühen) Außerdem habe ich mir noch eine Klematis die Woche geholt und möchte die noch setzen. Leider hat die Alpen Klematis zu sehr in der Sonne und damit Hitze an der Hauswand gestanden, dass hat sie nicht überlebt (nachgelesen, war auch der falsche Standort). Die neue ist eine einfache und robuste, klassische Sorte, welche an den Zaun kommen soll hinten im Garten.

kein 12 von 12 ohne Wäsche und Einblick in den kleinen Lieblingsgarten des Trolls 🙂

Überraschenderweise bleibt das Wetter doch recht sonnig. Ausnutzen, denn Wäsche in der getrocknet Sonne duftet!

ein wenig Porige, Paprika und kleinen Rettich

Da wir alle zu den unterschiedlichsten Zeiten gefrühstückt haben, gab es kein Mittagessen. So langsam stellt sich aber echt Hunger bei mir ein und ich mach mir einen schnellen Snack. Der Arm wird immer schwerer, etwas Ruhe und heute Abend wird es ganz einfach eine grosse Lage Pommes geben. Dazu mehr Obst und Gemüse, fertig.

Ich habe durch Zufall diese Graphic Novell entdeckt

Das ich einen Faible für Comics habe, wissen sicher einige schon und auch, dass mich die Franklin Expedition und auch andere Expeditionen und Forschungsreisen interessieren. Der Sohn bereitet eine Präsentation über diese Reise mit der Terror und der Erebus, zwei Forschungsschiffe, vor. Dabei habe ich diesen Titel (2 weitere folgen) entdeckt, welcher auch den Jugendbuchpreis bekommen hat. (selbstbezahlt)

erste Beiträge ansehen

Da kommen schon die ersten Beiträge, aber ich kann nur schnell anfangen, meinen Beitrag vorzubereiten, denn der Mann muss an den Rechner.

Ich möchte noch einen “ gewissen Hut schnitzen“ der als Dankeschön zusammen mit dem Eichkater auf Reisen gehen soll. Mal sehen, ob das noch geht. Denn bald wird das Abendessen fällig.

als würde es mich gerade entdeckt haben und anschimpfen, wenn Ihr wisst, was ich meine…

Euch allen eine schöne Restwoche, Feiertag und Abend. Wir sehen uns bei der Linkliste von Caro

Gutes

Hallo, ihr lLieben!

Die erste Mai Woche. Sehr ruhig hat der Mai bei mir angefangen. Eine Begleiterscheinungen der Wechseljahre ließ mich dann notwendigerweise am Montag zur Frauenärztin gehen. Die Medizin wirkte aber GottseiDank und jeden Tag wurde ich wieder fitter. Ein Folgetermin wird Genaueres bringen. Wir Frauen reden ja kaum über diesen Wechsel, diesen Prozess, was schade und auch etwas dumm ist, denn es ist auch ein Abschnitt in unserem Leben! Und wie soll zB. die Familie etwas verstehen, wenn ich nicht offen damit umgehe. Nur was man kennt, versteht man. (Das gilt auch für mich selber!)

Meinen Vogel des Monats habe ich wieder vorgestellt. Der Stempel (oder vielleicht sogar Linoldruck) fehlt immer noch, aber erste Reaktionen von Euch zeigen mir, dass nicht nur ich den schnittigen Flieger mag. Dieser Vogel, zur Möwenfamilie gehörend, ist schon etwas Besonderes.

Bleistiftzeichnung

Ein ganz schönes Buch aus der „Naturkundenreihe“ stellte ich diese Woche vor, über einen ganz besonderen Baum: ein Urgestein und Riese unter den Bäumen, ein Metusalem, ein Geheimnisträger, ein Mythosumwehter, Ernäher und Heiler, wunderschön beschrieben von Marc Engelhardt. Eine absolute Leseempfehlung!

(selbstgekauftes Buch)

Stürmisch und kalt war die Woche. Äste und Bäume liegen hier in der Nachbarschaft, mitlerweile zersägt. Die Böen waren zwischendrin so heftig, aber in der Umgebung ist noch mal alles gut gegangen. Ich mochte vor allem die Kälte nicht, es hat sogar gehagelt (ja, das passiert auch im Frühling, ich weiß) So langsam kann es wärmer werden. Ist ja auch für das Wochenende versprochen, sehr gute und sehr warme Wetterprognosen. Regen hätte es ruhig etwas mehr geben können, die Natur könnte es gebrauchen.

Eine von zwei richtig guten Nachrichten war unser Impftermin, ausgedruckte Bögen, Impfpass und Bescheinigung liegen schon bereit, hinterher vergisst man etwas und dafür ist es zu wichtig. Die zweite Information hat uns noch mehr gefreut: „als geheilt entlassen“ wurde unser Freund nach seiner Behandlung, die fast nur in Isolation statt fand. Wir freuen uns so auf ein baldiges Wiedersehen.

Der Kälte trotzend blüht und grünt es im Garten. Mutig habe ich die Geranien aus dem Keller-Winterquartier hoch geholt und an die Hauswand gestellt. Immer noch liegen Decken zum Schutz vor Nachtfrost bereit. Am 11. Mai geht es mit den Eisheiligen los. Die kalte Sophie, fast allen ein Begriff, beendet den Zeitraum, in dem es noch mal richtige Kälteeinbrüche gibt, am 15. Mai. Nun, Wetterkundige sagen natürlich, dass es eigentlich grob dieser Zeitraum ist, der betroffen sein kann. Also, vielleicht hatten wir schon vorgezogene Eisheilige. Meine Tomaten müssen dringend aus den Eierkartons, sie mickern etwas. Gurken und Kürbis brauchen auch bald Platz. Die Kartoffeln habe ich aber schon mutig ins Hochbeet gesetzt vor ein paar Tagen. Ein Hochbeet ist doch immer etwas wärmer und kann gut abgedeckt werden. Dazwischen lugt der Schnittknoblauch hervor, er hat sich wohl selbst ausgesäht. Mit den Möhren, die eigentlich im Hochbeet ausgesäht waren, hatte ich kein Glück, mal wieder. Obwohl man überall liest, dass man sie recht früh aussähen kann um der Möhrenfliege zuvor zu kommen, war es dann doch zu kalt. Nach und nach öffnen sich die letzen Tulpen, die ersten sind schon verblüht.

Papageientulpen

Ansonsten war ich mit den letzen Vorbereitungen für ein Wichtelgeschenk beschäftigt und freue mich schon, bald mehr darüber zu berichten. Ein ganz wunderschönes Tauschwichtelgeschenk wurde hier schon ausgepackt und ich „scharre mit den Hufen, äh Fingern“, es Euch zu zeigen. Karten wurden bedruckt, endlich hatte ich wieder eine ruhige Hand und konnte Stempel schnitzen. Freche Stubenfliegen sind hier mit der Frühlingspost-Collografie reingeflogen. Die Aktion nähert sich dem Ende und wird dann auch noch mal Blog-Thema, dann zeige ich Euch die Werke, die ich bekommen habe. Wenn das Wetter heute mitspielt, werde ich auf der Terrasse einen Hänge-Sessel zusammen setzen und endlich wieder auf Stoff mit Linolfarbe drucken. Da muss dringend ein Füchslein auf mehrere Shirts und ein Versprechen endlich eingelöst werden. Natürlich freuen wir uns auf den Sonntag, 27°/28°C sind vorher gesagt und die Grillkohle liegt bereit. Der Sohn freut sich darauf und der Mann, dass der Sohn daran so Spass hat (und er es nicht machen muss – es gibt auch Männer, die es nicht als DAS Lieblingshobby betrachten). Ich bin gespannt, wie wir den extremen Temperaturwechsel verkraften. Ach, einfach in den Garten und gar nicht beachten… (und wenn ich bei Euch noch nicht vorbei geschaut habe, dann weil wir ganz viel draußen sind.)

Habt ein schönes Wochenende, lasst Euch etwas verwöhnen, wenn der Muttertag bei Euch gefeiert wird. Ansonsten kann man sich sicher auch so einfach mal in die Sonne setzen und „den lieben Gott einen guten Mann sein lassen.“

Treffen wir uns vorher oder zwischendrin bei Andreas Samstagsplausch? (Verlinkung)

Von Pol zu Pol fliegen

Hallo Ihr Lieben.

Ein weiterer Vogel soll heute wieder über den Bildschirm flattern. Zum Jahresprojekt bei Andrea zeige ich Euch heute einen absoluten Langstreckenflieger. Starke 17000 km fliegt und segelt dieser Flugkünstler durchaus auch von der Arktis zur Antarktis. Ich spreche von der Seeschwalbe, welche auch hier an den Küsten vorkommt (manchmal ist sie an Seen oder Flüssen zu finde).

Zeichnung Seeschwalbe

Der kleine Möwenvogel mit dem spitzen, roten Schnabel, der schwarzen Kopfhaube, dem gegabelten Schwanz und den schlanken Flügeln ist eine kleine Augenweide. Seine kunstvollen Flüge und das steile Eintauchen in die Wasseroberfläche sind einfach nur zu bewundern. Ich habe mich immer gefreut, wenn ich welche am Meer entdecken konnte. Im Flug fängt der Flugkünstler Insekten, stößt in s Wasser um Fische zu fangen und am Strand sucht er Krebse und Würmer. Wie ein Falke kann der Vogel in der Luft rütteln und nach Beute suchen. Es gibt unter den Seeschwalbe sogar eine Art, die die Suche großen Möwen überlassen um Ihnen dann die Fische vor der Nase wegzuschnappen. Nicht nett aber effektiv.

Sein Nest baut diese „Schwalbe“ am Boden mit vielen anderen in einer Kolonie und bebrütet dort zwei Eier. Die Verbreitung der 43 unterschiedlichen Seeschwalben ist überall auf der Welt, hauptsächlich am Meer. Vielleicht habt Ihr sie auch schon gesehen.

Nordsee, Niederlande 2019

Besagte Langstreckenflieger dieser Gattung sind übrigens die Küstenseeschwalbe, die wirklich bis in die Nordpolarregion brütet und in der Südpolarregion überwintert. Man sieht sie bei uns aber auch an den Küsten, es ist ihr südlichstes Verbreitungsgebiet.

Bleistiftzeichnungen

Das Vogelportrait gehört zu meinem Jahresprojekt, welches Andrea, die Zitronenfalterin, ins Leben gerufen hat und bei der sich viele Kreative in der Linkparty treffen.

PS: ein Stempel folgt noch, wenn ich ein etwas ruhigeres Händchen habe, denn dieser Kopf ruft doch regelrecht nach einem Druck, oder?

April- und Wochenrückblick

Hallo Ihr Lieben.

Da ist schon wieder ein Monat um und Birgitt sammelt wieder Monatsrückblicke und die dazugehörige Fotocollage. Zu Andreas Samstagsplausch mag ich mich auch dazu setzen.

Kreativ wurde der Monat von der Frühlingspost „Insekten“ bestimmt, die neue Technik, Collografie, musste überhaupt erstmal erprobt werden. Bald zeige ich Euch mehr von der schönen Post, die hier angekommen ist. Meine Insekten sind ja schon rausgeflattert.

letzte Zusendung und die Schachtel zur Vorlage (zum Runterladen)

Der Monatsvogel vom Jahresprojekt wurde per Aquarell Farbe auf eine kleine Holzschachtel gemalt und Euch mit seinen Besonderheiten vorgestellt. Ich muss gestehen, dass ich meinen neuen Vogel für den Mai noch nicht fertig habe, da müsst Ihr nach dem ersten Mai schauen.

Zwei Geburtstage wurden wieder daheim unter diesen besonderen Bedingungen gefeiert. Wir haben das Beste daraus gemacht. Viel gelacht habe ich diesen Monat auch, einfach so (und weil ich Entsprechendes gesehen, gelesen, gehört habe, Lachen macht vieles einfacher für uns hier). Sehr gefreut haben wir uns über die Meldungen bezüglich Impfen in unserem Umfeld (und sowieso!).

Fransen – Geister, geschnitzte Stempel, Buchbesprechung, Vorzucht, Bärlauch und erste schönere, sonnige Frühlings Tage. Und eine Vorlage für Euch wurde auch hochgeladen, ein Schächtelchen. Der Hund hat sich sehr gefreut, einfach nur so und unkompliziert wieder in den Garten laufen zu können, dass sagt doch viel über die sonnigen Tage (aber eisigen Nächte). Aber sein Blick spiegelt auch meine Gemütsverfassung: vorsichtig optimistisch, mit etwas Skepsis, na Ihr wißt schon

Das Abi hat die Woche dafür gesorgt, dass wir viel die Daumen gedrückt haben und eine Kerze gebrannt hat. Nicht nur für den eigenen Sohn. Das alle Abschlussklassen gerade unter diesem Druck Besonderes leisten, ist vielen klar (und leider ja im Moment nicht zu ändern).

Mein Ausblick auf den Mai: ein Wichtelgeschenk aussenden zum Bloggergeburtstag von Ulrike, den neuen Monatsvogel vorstellen, Frühlingspost zu einem Heft gestalten, zwei schöne Bücher noch vorstellen (über leuchtende Haie und einen besonderen Baum) und was sonst noch so dazu kommt. Macht Ihr Euch auch eine leckere Maibowle? Ich geh gleich den Waldmeister pflücken, der zum ersten Mal, seit wir hier wohnen, noch nicht blüht (dann soll man ihn wg der höheren Konzentration Cumarin nicht mehr dafür nutzen).

Baobab, erschienen diese Woche in der Naturkunden Reihe des Matthes &Seitz Verlages (selbstgekauft)

Ich wünsche Euch allen einen schönen Tanz in den Mai, auch wenn der im eigenen Wohnzimmer und wohl eher im Kopf statt finden darf – oder einen wilden Besenritt zur Walpurgisnacht.

Verlinkt beim Monatsrückblick von Birgitt und dem Samstagsplausch von Andrea

Gekicher und Lacher

Hallo Lieben.

Kennt Ihr das auch, wenn man furchtbar viel kichern muss, atemloses, fast lautloses in sich Hineinlachen? „Mein Schatz nennt mich dann liebevoll gern „Muttley“, nach einem Cartoon Hund aus dem Fernsehen. Manchmal ist dies ganz schlimm. „Kicher“ Letztens hat mich eine Situationskomik so zum „Muttley Lachen“ gebracht, dass ich meinen Schatz damit geweckt habe, obwohl ich fest der Überzeugung war, ganz leise gewesen zu sein. Auch sonst musste meine Familie mit lauten Lachern meinerseits leben. Unvermittelt für sie und manchmal auch mich und ansteckend auch noch, als wäre die britische Mutation nicht schon ansteckend genug. Spontanen Lachkrampf kenne ich ebenfalls. Wie heißt es doch auch, dass zu viel Lachen ein Anzeichen von „kurz vorm überschnappen“ ist? Nein, ich kann Euch beruhigen, in die Richtung geht es bei mir nicht. Grundsätzlich bin ich eigentlich ein sehr leicht zum Lachen zu bringender Mensch. Gute alte Slapstick von Charlie Chaplin zB, Witze, Serien und Filme (ich gestehe, ich habe dieser Tage endlich die „fabelhafte Mrs Maisel“zu Ende geschaut, ich liebe vor allem die zweite Staffel und so manche Komik dieser Serie war verantwortlich für lautes Lachen!)

Raubvogel im Morgenlicht

Oh ja und oh weh: gute Witze! Ich bin ein ganz schlechter Witzeerzähler, oftmals vergesse ich sie sowieso, vor allem kurz bevor ich sie erzählen will oder komme bei der Pointe eher selber zum Lachen und schaffe daher das Ende nicht richtig. Meine Einstellung insgesamt ist sowieso eher: „Humor ist, wenn man trotzdem lacht!“ Und bei meinem Schatz habe ich mich als erstes in seine verschmitzte Art und seine lachenden Augen verliebt. Lachende und lächelnde Augen, in Zeiten von Masken doch wirklich wichtig, oder? Das eingefrorene Lächeln zweier Kinder auf einer Lebensmittel Verpackung hat uns dann aber eher abgeschreckt. Lächeln entspannt die Gesichtsmuskeln, Lachen ist gut für Körper und Geist, manchmal hilft es dem Körper über etwas hinweg zu kommen (Abwehrhaltung) und manchmal gibt es sogar  Lachmuskelkater. Ich weiß nur, dass ich gerade nichts Tiefsinniges (mehr) mag, lieber Albernheiten und Aufheiterungen. Da kann Frau/man alles mögliche hinein interpretieren.

Apfelblüte

Die Woche(n): Die Natur ist nun unwiederbringlich im Frühjahrsmodus. Auch die Nachtfröste halten sie nicht mehr auf. Im Garten heißer das, abends immer noch Decken zum Schutz bereit halten. So mutig, mir jetzt schon Geranien zu holen, bin ich aber noch lange nicht. Ich hoffe, dass meine alten es durch den Winter geschafft haben, müssen aber im Keller noch dahinvegitierend. Im Discounter vertrocknet der Lavendel, der direkt neben Petunien und Geranien angeboten wird. Letztere werden aber tatsächlich gekauft. Wenn die Sonne scheint und uns in den Garten zieht, sieht man die meisten Insekten am blühenden Rosmarin und den winzigen Blüten des Lorbeer, nicht in den bunten Tulpen. Der laue Dienstag ließ uns auch endlich wieder draußen zu Abend essen. Was für ein Genuss. Hemdsärmelig, in die tiefer sinkende Sonne blinzelnd, ein Brot mit Frischkäse, Tomaten, Kresse oder Bärlauch (gleich vor Ort gepflückt) und ein kleines Glas Bier oder Wein (und dank Wechseljahre wurde mir sogar später kalt als meinen „Jungs“)

Ein wenig Stempel schnitzen war angesagt die Tage und wer es jetzt immer noch nicht wusste, ich mag Comics (überwiegend aber die Francobelgischen) und Comicverfilmungen. Also lass ich gerade zwei Superhelden als Stempel über das Papier tanzen und aus der Star Wars Reihe „the Mandalorian“. ( Die beiden anderen: „Shazam!“ und „Ich bin Ironman“) Mal sehen, was vielleicht noch dazu kommt.

Für den Donnerstag war Geburtstagskuchen angesagt, für den Samstag wird es aber eine Geburtstagsquiche. Am Freitag brauchte es Nervennahrung, die Englisch Klausur eröffnet das Abitur.

simpler Hefe Apfelkuchen war gewünscht

Und das unter zweifacher Belastung. Es gab Anfang der Woche einen positiven Test in der Abi Stufe, der dann durch einen PCR Test bestätigt wurde. Dank genügend Vorsichtsmaßnahmen mußte wohl niemand in Quarantäne, aber die letzten Stunden fanden fast ausschließlich in Distanz statt. Die Schule hat auch einen Weg gefunden, um denen, die aus Angst vor dem Ergebniss, nämlich sofortige Quarantäne, keinen Test zu machen, das Abitur zu ermöglichen.

(Und wer jetzt meint, „alles Anstellerei“, der möge kurz ganz tief in sich hineinhorchen und sich zurück in seine Jugend versetzen, als sie/er selber noch ein pickeliger, unsicherer, womöglich desillusionierter Backfisch war. Alles vergessen und verdrängt…? (Entschuldigung, dass musste Mal raus))

Im Park habe ich diese Überreste entdeckt. Ich denke, der Sperber oder Habicht hatte zugeschlagen, einen Kleinspecht erwischt. Diese Raubvögel sind geschickte Lauerjäger, vor allem im Anflug durch die Bäume und von mir auch schon dort beobachtet. Ein paar Meter weiter liegen mehrere Taubenfedern. Nun, auch für Greifvögel hat die Fütterungszeit begonnen. Eine beruhigende Einschlaftaktik meinerseits ist das beobachten eines Uhus. Dafür gibt es Webcams in Turmspitzen oder anderen Gebäuden. Auch einen Wanderfalken und andere Eulen kann man beobachten. Ja, ich finde es sehr beruhigend und interessant dabei zuzusehen, wie frisch geschlüpfte Uhu Kücken gefüttert werden. Das schlägt die Brücke zu meiner Buchvorstellung gestern „Der Schneeleopard“,von Sylvain Tessin, welches ich gelesen habe und Euch am Welttag des Buches vorgestellt habe (Werbung). Darin geht es auch um Tierbeobachtungen und Tierfotografie und wo wir in dieser Welt stehen oder stehen sollten. Das schlägt wiederum den Bogen zu einer komischen Sichtung, denn nie im Leben hätte ich hier in einem Ballungsgebiet einen Naturfotografen in Tarnmontur erwartet. Bis jetzt kannte ich diese Jacken, die mit all den Stofffetzen dran an braunes, überdimensioniertes Moos erinnern, nur aus dem Fernsehen. So jemanden auf dem Radweg durchs Feld herausragen zu sehen, seinen Drahtesel schiebend, weil gerade etwas für die Linse entdeckt, hatte an dem Morgen schon wieder etwas sehr skurriles!

Schneckenwanderung nach Nachtfrost

Vielleicht treffen wir uns wieder zum Samstagsplausch bei Andrea (Verlinkung)? Euch allen ein schönes, sonniges Wochenende.

Krabbelnde Frühlingspost

Hallo Ihr Lieben.

Es krabbelt, fliegt und wuselt gleich hier durcheinander! Seid gewarnt! Und neugierig gemacht!

Natürlich gibt es wieder eine Frühlingspost von Tabea und Michaela dieses Jahr. Ohne so richtig den Text der Ankündigung überhaupt zu lesen, habe ich mich gleich angemeldet. Es sind immer Herausforderungen und man lernt Neues! Dieses Jahr stellten uns die beiden kreativen Frauen die Collagrafie (Collografie) vor. Mit dieser Collagetechnik wollten dann Insekten gedruckt werden. Im Prinzip ist die Technik eine Mischung aus Hoch- und Tiefdruck. Aus Pappe und verschiedensten Materialien kann ein Motiv zusammengeschnitten, gesetzt und geklebt werden. Über verschiedene kleine Online Tutorials konnte ich mich dann informieren. (Ein kleiner Vorversuch wurde dringend nötig.)

Motive zum Thema“Insekten“ waren sehr schnell gefunden. Ich hatte eher das Problem, selbige einzuschränken. Vier Seiten galt es zu füllen, die hinterher zusammen mit den Werken der anderen Kreativen ein Insekten Heft (selbstgebunden) ergeben sollen.

Ausgeschnitten

Mit einem Cutter machte ich mich also über Verpackungen her. Ich wählte Insekten zu bestimmten Themen aus. : Tarnung, Metamorphose, Merkwürdigkeiten, gigantische Käfer und lästige „Schädlinge“. Sofort war mir auch klar, es sollte so etwas wie ein Forschungsbuch gestaltet werden. Eigentlich wollte ich noch erfundene „Forschungsberichte“ dazu schreiben, das sprengte dann aber doch meinen zeitlichen Rahmen, denn dies hätte ja mehrfach handschriftlich eingetragen werden müssen, zusätzlich zum jetzigen Text. Lieber sollte es dann wie ein Skizzenbuch daher kommen. Die Collografie sollte ja auch als Motiv im Vordergrund stehen.

Merkwürdigkeiten
Metamorphose

Mit verschiedenen Materialien würde dann der erste Druck probiert. Stoff kam zur Pappe, Draht und Faden und Weizengrieß, sowie Alufolie (Schokoladenverpackung). Auf Draht hatte ich sehr gesetzt. Aber der verbog sich zu sehr. Wollfäden wurden zu plump bei der Größe. Aber der Stoff und teils die Folien erwiesen sich als gut. Der Gries verselbständigt s sich manchmal, aber das machte nichts. Mit einem Papierkleber wurden die Papp Platten eingepinselt. Dann kamen die Insekten da drauf, wurden mit dem Cutter weiter präpariert, wieder Kleber und Materialien besetzt und bepinselt, eine Collage eben. Nähgarn statt Wolle man zum Einsatz und war ganz schön störrisch. Da meine Insekten eher klein waren, musste ich auch klein arbeiten. Bei Kristina Schaper hatte ich den letzten Blog Beitrag dazu gelesen, sie versiegelte mit Schellack. Nun, an den kam ich im Lockdown nicht mehr dran, werde ihn aber sicher bei nächster Gelegenheit nutzen!

Collografien

Die Blätter haben trotz „Schutzschicht“ leider ganz schnell den Geist aufgegeben und das Vorhaben, sie als Hintergrund zu nehmen, habe ich dann fallen gelassen. Was ich aber sehr gerne das nächste Mal mehr nutzen möchte, sind getrocknete Blüten.

Druckplatte unliebsamer Insekten

Den Tipp, dass man die beschichtete Seite besser nutzen kann (was ja auch viel logischer ist), habe ich leider auch zu spät für einige Druckplatten gelesen.

Aufgetragen wurde die Linolfarbe allerdings nicht mit einem Pinsel, sondern mit einer Schaumstoffrolle, dann mit einer dünnen Wollsocke abgetupft, denn das Papier, welches in Lehrvideos immer wieder genutzt wurde, war viel zu grob. Die feine Wolle der Socke dagegen nahm überschüssige Farbe weg und konnte sehr geziehlt eingesetzt werden. Die zweite Socke wurde dann zum Drucken genutzt, denn die Rolle war da nicht effektiv und ein entsprechende Vorrichtung, wie auch bei Tiefdruck genutzt, habe ich nicht. Untergelegt habe ich weichen Stoff.

Was ebenfalls nicht so ging, wie ich es lieber gehabt hätte, war das Verteilen von verschiedenen Farben. Die Druckplatten waren simpel und einfach zu klein.

Studie Insektenkopf
Goliath Käfer
Tarnung Druckplatte
Studie Libellenkopf
Druckplatte nach mehrfacher Nutzung

Was auch nicht ganz einfach war, die Farbe kleisterte langsam aber sicher einiges zu.

Tarnung
Goliath Käfer

Sehr gut gefallen hat mir dann dieser Druck. Das Weizengries mit recht viel Kleber hatte genau den Effekt, den ich mir gewünscht hatte. Auch die feinen Nähgarnfäden bei den getarnten Insekten war genau die richtige Wahl. Sehr gut blieb der Stoff bei Flo und Stechmücke, bei Libelle und Libellenjungfer leider nicht so gut. Mal kam auch die Alufolie (ich habe die feiner von einer Schoki Verpackung genommen) zur Geltung, mal weniger.

Nun ging es daran, die Seiten zu gestalten. Natürlich kamen mir sofort alte Skizzenbücher von Forschern in den Sinn. Erst wollte ich auch das Papier einfärben mit Tee, aber das war mit der verwendenten Farbe zusammen etwas zu „Braun“ alles und da ich meine „fiktive Forschung“ 1803 angesiedelt hatte, konnte ich auch genau so gut weißes Papier nehmen. Die Wahl fiehl beim Papier übrigens auf einen klassischen Schulzeichenblock. Eine sehr gute Wahl, das Papier ist saugfähig, strapazierfähig und trotzdem noch fein genug gewesen. Farbe dagegen wurde nach dem Drucken nicht mehr noch dazu gemalt. Es erschien mir nicht dazu passend.

Das ich nicht für jede Seite ein großes Insekt gewählt habe, hat mit meinen Themen zu tun. Und ein wenig Witz und Augenzwinkern sollte auch mit dazu. So packte ich Insekten zusammen, wie den Gelbrandkäfer, der unter Wasser tauchen kann und dessen Luftblase man sieht, und den Hirschkäfer, der mit seinem Gehörn tatsächlich wie sein Säugetiernamensvetter kämpft. Überhaupt, sind Insekten gerade auch in Nahaufnahmen schöne, älienähnliche Wesen. Wie schön sie doch sind wollte ich besonders mit dem wirklich großen Goliathkäfer (Herkunfsland Madagaskar) zeigen. Den habe ich mir gleich auch noch als Stempel geschnitzt. Denn Collografien sind als Druckplatten leider vergänglicher als Stempel.

Nun dürfte die Post bei meinen anderen kreativen Entomologen Mitgliedern angekommen sein. Ich bin sehr gespannt, was noch kommt und werde Euch nach Ablauf dieser Aktion die sehr vielfältigen Ergebnisse noch alle zusammen zeigen. Und wer mehr über die Aktion und auch mehr Ergebnisse und Werdegänge sehen will, bitte hier entlang zum Blog von Michaela und Tabea. Hier habe ich auch diesen Beitrag verlinkt.

Den beiden gilt auch mein ganz besonderer Dank (und ein Brief ging auch an sie raus)! Schon jetzt freue ich mich auf Ihre nächste Idee …

Verlinkt auch beim Creativsalat

Weiße Woche

Hallo Ihr Lieben.

Treffen wir uns wieder auf einen Samstagsplausch bei Andrea? Ich brauche dringend einen gewürzten Kaffee mit Kurkuma, Ingwer und Kardamom. Wie waren Eure Tage denn so? Dank der Osterfeiertage war diese Woche verkürzt. Sehr angenehm!

Weniger angenehm: das Wetter! Konnten wir Ostersonntag noch draußen verbringen und ein paar Sonnenstrahlen ergattern, wurde der Emmausgang am Montag wegen unwirtlichem Wetter und vor allen Dingen der wiederkehrenden Kälte gestrichen.

Nun graupelte, regnete, stürmte es und dann sogar ein Tag lang fast durchgehender Schneefall. Nun, so ist eben der April! Vielleicht sind wir einfach etwas verwöhnt. Ich erinnere mich durchaus an sehr kalte Ostertage (mit Schnee) oder eine Erstkommunion, die wirklich kalt war und ich im Nachhinein dankbar für die kratzige,ñaturweiße, selbstgestrickte Wolljacke meiner Patentante war. (Lieber hätte ich damals ein strahlend weißes , kuscheliges Cape oder Bolerojäckchen wie meine Freundinnen gehabt) Ich glaube, hätte uns in der Woche davor nicht so unerwartet und wunderbar warm die Sonne verwöhnt, wäre die einfallende Kälte nicht so extrem gewesen. Denn immer noch gilt: der April macht was er will! Und in der Literatur wird nicht umsonst von Maiengrün gesprochen. Nun, das Wetter war jedenfalls ein bestimmenden Teil der Woche.

Die Natur trotzt jedoch dem Wetter. Die Wildkirschen blühen schon kräftig. Knospen fangen an zu sprießen.  Erste Tulpen sind aufgegangen. Im Garten huschte schon die erste junge und tatsächlinch schon flugfähige Amsel. Schaut doch, ob Ihr auf dem folgenden Foto erkennt, wer da spielt: ein Eichhörnchen Junges (dunkel und kleiner) mit seiner Mutter. Leider hatte ich nur das Handy zur Hand und für ein Video reicht mein Speicher leider nicht. Zu possierlich waren die beiden in ihr Übungsspiel vertieft, rauf und runter den Baumstamm, hüpfend von einem Ast zum anderen, dass Jungtier saugte zwischendrin sogar mal kurz (oder versuchte es) bei der Mutter und beide ließen sich von mir gar nicht stören.

Spielerisch zeigte die Mutter Eichhorn, wie man klettert. Denn das müssen die Jungtiere erst lernen, es ist ihnen nicht angeboren. So werden ihnen aber auch spezielle Fähigkeiten weitergegeben, wie Fassaden klettern und Nester nicht in Bäumen bauen, sondern in Hausdächern. Alles nutzen, um einen Vorteil zu bekommen in der Natur! So rupft jetzt nicht mehr nur das Eichkaterchen Wolle vom Dekoschaf, sondern auch mehrere Meisen. Jede Zeit, in der es halbwegs trocken und warm ist, wird auch von Insekten genutzt. Die Felsenbienen fliegen wieder eifrig meine Insektenhotels an. Ich bin sehr froh, sie und andere Insekten, zu haben. Trotz Kälte haben meine Johannesbeeren angefangen zu blühen und die Ernte fällt besser bei Insekten-Bestäubung aus! Auch Erdhummeln sind wieder am „rumsummen“. So viele Honigbienen sind nämlich noch nicht unterwegs.

Insekten waren auch mein Thema der Woche. Kreativ war ich dieser Tage mit meiner Collographie beschäftigt (oder auch Collagrafie, von Collage). Für die Frühlingspost gab es das Thema „Insekten“, was ich wirklich wunderbar finde. Insekten aus der Nähe betrachtet, sehen doch wie Aliens aus, oder? All die verschiedenen Arten, Farben, Merkwürdigkeiten, Besonderheiten! Und Schönheit, nicht nur beim Falter oder Schmetterling. Und was sie alles können, so winzig klein und doch Giganten. Auch der Widerspruch in uns selber gegenüber Insekten und Spinnen, der sicher unserem Neandertalergehirn zugrunde liegt.

Studie Insektenkopf

Meinem kompletten Werdegang der Insektenpost werde ich noch nächste Woche einen Beitrag wirken. Dann bin ich nämlich mit meinen Seiten dran. Die neuerlernte Technik ist durchaus sehr spannend! Ich bin froh, dass ich schon sehr früh angefangen habe, immer wieder etwas zu machen, denn aufwändig war sie für mich auch. Aber sie weckte auch meinen Ergeiz und so soll es doch sein! Von einem Motiv war mir sofort klar, davon muss es auch einen geschnitzten Stempel geben, dem Goliath Käfer aus Madagascar:

Goliath Käfer Collographie Druck

Und so sieht er als Collagrafie Druck aus. Wer jetzt schon mehr wissen will über die Post Kunst Aktionen von Michaela und Tabea, schaut unbedingt auf ihrem Blog vorbei. Dort werden auch viele Werke anderer Teilnehmerinnen verlinkt.

Post Kunst Frühling 21Linkliste

Ich wünsche Euch noch allen ein schönes Wochenende und um mit dem Themenbegin abzuschließen, soll es heute einen milden, wenn auch etwas feuchten Samstag geben.

Ein Kreuz mit diesem Vogel?

Hallo Ihr Lieben.

Auch diesen Monat möchte ich Euch einen Vogel vorstellen im Jahresprojekt von Andrea Zitronenfalterin.

Dieser Vogel hat seinen Namen nach dem Aussehen, wie ja eigentlich viele Tiere. Sein Schnabel hat eine ganz besondere Form, die auf den ersten Blick recht hinderlich erscheint. Wie bitte, soll ein Vogel mit diesem Schnabel etwas aufpicken? Vielleicht dämmert es dem ein oder anderen schon, ich schreibe diesen Monat über den Fichtenkreuzschnabel.

Quelle Wikipedia

Tatsächlich ist dieser Finkenvogel aus der Familie der Kreuzschnäbel bei uns in den Nadel- und Mischwäldern zu Hause. Loxia curvirostra ist ein ca 14-17 cm großer Vogel, der oft als Teilzieher in unseren Wäldern unterwegs ist. Seine Population, bzw seine Anwesenheit schwankt daher jährlich. Ich erinnere mich, dass ich als Kind einen Schwarm auf dem Schotterplatz vor dem Haus gesehen und gehört habe. Sie sammelten neue Magensteine und Ihr lautes Rufen war kaum zu überhören. Dieser durchdringende, schrille Ruf dürfte oftmals auch das Einzige sein, was wir von dem Vogel im Wald bemerken, denn trotz eines karminroten Federkleides des männlichen Vogels, schwirrt er eher in den hohen Ästen. Dort wächst nämlich seine Leibspeise, Samen aus Nadelbaumzapfen. Und dann verstehen wir auch, warum der Vogel so einen speziellen Schnabel hat, mit dem er geschickt die Samen aus den Zwischenräumen holen kann. Fichten, Lärche, Tannen und Kiefern sind seine Lieblingsbäume. Daher stammt auch der altertümlich anmutende Volksmund-Name Föhrenkreuzschnabel bzw -papagei. (Föhre = Kiefer) Der Schnabel wird übrigens sogar zum Klettern genutzt.

Vor allem bei der Nahrungsuche ist dieser Vogel sehr gesellig. Solltet ihr also im Wald mal denken, um Euch herum und über Euch wäre eine Schar Sittiche mit ihrem schrillen Rufen, so sind es doch wohl eher „Föhrenpapageien“.

Eine weitere Besonderheit sticht bei diesem Vogel hervor: seine Brutzeit.

Diese beginnt mitten im Winter. Schon im Januar fängt das Paar an zu brüten, bis in den Mai dauert die Brutzeit. Wie viele Küken ausgebrütet werden und dann durchkommen, ist sehr stark abhängig vom Samenreichtum.

So auffällig wie das Männchen mit dem roten Gefieder ist, so unauffällig ist (wieder mal) das Weibchen mit grünen, unauffälligen Farben.

Ich hoffe, ich konnte Euch wieder einen Vogel vorstellen, der vielleicht nicht so bekannt war. Denn mitlerweile kann der Vogel sogar auch mal in Parks gesehen werden, wenn dort Nadelbäume stehen.

Freitagsblumenlicht

Hallo Ihr Lieben.

Ach, Sonne! Heute haben wir noch mal einen sonnigen Tag. Im Moment trübt kein Wölkchen das klare Blau des Himmels. Tau hat sich silbern auf die Wiesen gelegt und glitzert in den ersten Morgenstrahlen. Die Vögel haben ihre Gesänge sowohl in Lautstärke als auch in Länge und Variationen gesteigert. So stadtnah ist das vor allem eine Euphonie von Meisen Liedern. Alle singen um die Wette, um ihr Revier. Je heller es täglich wird, je früher beginnt der Vogelgesang. Amseln fangen immer ganz früh an, das Rotkehlchen stimmt ein, mit geübte Ohr erkennt man vielleicht auch den Wohlklang der Heckenbraunelle.

Ich komme vom Hundegang mit ein paar Zweigen zurück. Schwarzdorn (Schlehe), Rotbuche und Rosskastanie.

Ich liebe es, wenn diese kleinen, hellen Knospen aufgehen und sich am Strauch in ein Blütenmeer verwandeln. Da knapse ich jedes Jahr ein paar ab und lasse sie in der Vase ihr Frühlings Licht verbreiten. Vielleicht kommt noch das ein oder andere Holzosterei daran, denn eigentlich mag ich das erste Grün der aufgehenden Blätter auch pur genießen.

Auf dem Ofen stehen die gefüllten Tulpen, die mir gestern meine Freundin gebracht hat. Ich liebe Tulpen einfach, sie verändern sich so schön in der Vase.

Nicht mehr wirklich zeigen kann ich Euch die Narzissen. Auch wenn einige noch tapfer blühen, sind ein Großteil schon recht schlapp. Ihr Gelb und ihr wunderbarer Duft streicheln aber immer noch mein Gemüt.

Euch allen ein schönes Wochenende. Hier soll es nach dem sonnigen Freitag leider ein nass-kaltes Wochenende geben. Um so schöner leuchten uns dann die Blumen in der Vase.

Verlinkt bei den Freitagsblumensträußen von Holunderblütchen