Sehnsuchtserfüllung, Hitze und mehr Widrigkeiten

Hallo Ihr Lieben.

Was für eine Woche.

Begonnen hat sie am Sonntag damit, dass unserem Auto ein Motorschaden diagnostiziert wurde. Wir hatten uns getraut und unsere liebsten Freunde bei Karlsruhe besucht. Dort war das Auto brav in den Hof gefahren, aber das war seine letze Aktion gewesen. Sonntags mussten wir den Autoclub anrufen. Gut, dass es wenigstens nicht irgendwo unterwegs passiert war. Das Ende vom Lied: wir mussten uns vom roten Flitzer verabschieden.

Morgenstimmung mit Storch (Störchen, nur nicht hier zu sehen)

Aber das Wochenende war wunderschön! Wir haben so unglaublich viel geredet, gelacht, gegessen, getrunken, gefreut! Sehnsuchtserfüllung!

gewittrig

Ich habe wieder Johanninüsse gepflückt um einen Likör anzusetzen. Diesmal habe ich den Schwerpunkt auf Piment und Kardamom gesetzt. Und statt Kandis wurde Kokosblütenzucker dazu gegeben. Natürlich durften auch Zimt und Anis nicht fehlen.

Essig, Liköransatz und Pfefferminze

Ein feiner, mit wilden Erdbeeren angesetzter Essig steht jetzt in der Sonne. Im Glas daneben bewurzelt Pfefferminze. Ach, ich liebe den Sommer. Die Johannisbeeren sind auch schon reif, aber leider etwas zu wenig für Gelee, da muss ich dazu kaufen.

Wicken, Stickbild und Monogramm

Mit diesem Bild möchte ich Euch neugierig machen auf meinen zweiten Beitrag, der heute Nachmittag (edit: ich sollte auf den Kalender schauen, MORGEN) startet. Gabi von „made with Blümchen“ sammelt Ideen rund um diese kleinen Stoffspielereien. Und den duftenden Wicken Strauß zeige ich bei Holunderblütchens Flower Friday.

Lothar Frenz Nashörner und meine bunten Dufgeranien.

Nach dem die Woche mit Auto suchen und einen Hitze Rekord nach dem anderen, sowie Beginn der Sommerferien ausgefüllt war, (ja, das Zeugniss gab es erst am Freitag, aber die Woche war sowieso schon ohne Schule, also eigentlich Ferien), nun noch einen kleinen Lesetipp. Ein Büchlein zum ab und zu reinschauen, zum Entdecken von „unnützem Wissen“ oder zum Staunen über besondere Dickhäuter. Die Reihe im Naturkunden Verlag ist einfach immer wieder wunderschön. Eine schöne Aufmachung ist für mich da auch eine Kaufentscheidung. Aber wie der Autor u.a. schildert, wie „Jungfer Clara auf Reisen geht“, ist sehr amüsant. Und wer weiß, wie lange wir noch Nashörner in freie Wildbahn haben.

was man alles über Rhinos erfahren kann!

Das Büchlein habe ich mir selber zum Schmöckern gekauft. Nur weil das Thema „Werbung“ bei Influenzern (kicher) ja diese Woche mal wieder in den Medien war, ist damit klar gestellt, es ist mein Eigentum und „nix Werbung“. Hoffentlich wird das Thema im Recht nun endlich klar aktualisiert.

Bei der Sommerpost habe ich mich angemeldet und versuche einen Ausflug in s Blaue zu gestalten. Einen Dankeschön Stempel habe ich (ein klein wenig) angefangen, aber die Hitze hat mich die Woche ganz schön benommen gemacht. Rasen mähen, gießen, Sonnenschirme bewacht, Sonnensegen aufgehängt, den Hund hinter mir her gezogen (dabei gehen wir bei der Hitze nur kurz). Es wird sicher ein Wochenende mit Gewittern. Fünf Tropfen sind Freitag schon gefallen. Nun, Regen können wir wieder gebrauchen, etwas Abkühlung auch. Unser Freibad ist leider technisch defekt und wird nicht öffnen. Aber die Geburtstagsfeier, welche ein Spaziergang mit Picknick werden soll, wäre ohne Gewitter sicher netter.

Fast hätte ich es vergessen, ich habe doch einen wunderbaren Gewinn bekommen! Bei Ulrike hatte ich zum Blog Jubiläum eine selbstgehnähte Buchhülle gewonnen und bin so begeistert!

Tim und der blaue Lotus
Buchhülle de Lux

Ich setze mich nun gern zum Samstagsplausch zu Andrea und schaue ein wenig, was Ihr so alles zu erzählen habt. Ein kühles Getränk immer in Griffnähe.

Ab jetzt wird es vielleicht ruhiger. Immerhin sind Sommerferien. Macht es Euch gemütlich.

Vorbeigerannt

Erich Kästner

Der Juni

Die Zeit geht mit der Zeit: Sie fliegt.
Kaum schrieb man sechs Gedichte,
ist schon ein halbes Jahr herum
und fühlt sich als Geschichte.

Die Kirschen werden reif und rot,
die süßen wie die sauern.
Auf zartes Laub fällt Staub, fällt Staub,
so sehr wir es bedauern.

Aus Gras wird Heu. Aus Obst Kompott.
Aus Herrlichkeit wird Nahrung.
Aus manchem, was das Herz erfuhr,
wird, bestenfalls, Erfahrung.

Es wird und war. Es war und wird.
Aus Kälbern werden Rinder
und, weil’s zur Jahreszeit gehört,
aus Küssen kleine Kinder.

Die Vögel füttern ihre Brut
und singen nur noch selten.
So ist’s bestellt in unsrer Welt,
der besten aller Welten.

Spät tritt der Abend in den Park,
mit Sternen auf der Weste.
Glühwürmchen ziehn mit Lampions
zu einem Gartenfeste.

Dort wird getrunken und gelacht.
In vorgerückter Stunde
tanzt dann der Abend mit der Nacht
die kurze Ehrenrunde.

Am letzten Tische streiten sich
ein Heide und ein Frommer,
ob’s Wunder oder keine gibt.
Und nächstens wird es Sommer.

 

Hallo Ihr Lieben.

Die erste Juniwoche, husch, mein Gott, vorbeigerannt.

Groot aka Mr Blue Sky

Ich habe zum ersten Mal eine Amigurimi Figur gehäkelt. Und vor allen Dingen endlich fertig gestellt. Vor diesen Mini Häkeleien habe ich immer nur Respekt gehabt, dran gewagt nie, weil sie so unglaublich klein sind. Aber Groot wollte ich unbedingt mal häkeln. „Ich bin Groot“ (Comic Figur aus Guardians of the Galaxy). Erstmal ein wenig nach Bildern geschaut und einfach los gehäkelt. Try and error.

Roter Milan
Roter Milan kreisend in der Eifel

Pfingsten war davon geprägt, dass wir zum ersten Mal wieder in der Eifel waren, bei den Eltern meines Mannes. Und dann auch erstmals wieder im Sauerland, bei meiner Mutter.

Meißen Krankheit Nest
Überreste, so ein schönes Nest, so traurig das Ende der Küken

Auch im Sauerland sind die Blaumeisen gestorben und wir mussten den Vogelkasten leeren.

Aber die Besuche, die wir nur in den Gärten verbracht haben, mit viel, sehr viel Sonne, die waren wunderbar.

Zauberstab

Abrakadabra. Den Holzstrunk haben wir letztens gefunden, auf der Christi Himmelfahrt Wanderung, deren Mini-Bericht ich noch immer schuldig bin. Ein Astteil ist von innen so verrottet, dass ein Hohlraum geblieben ist, der nun eine Bergkristall Füllung bekommen hat. Aber so einen Ast habe ich noch nie gesehen!

Maike Stempel

Nicht nur Material Post aus Hamburg ist gekommen, (Softcut u.a.). Dieses besondere Skunk ist gleich neben ihre Meisen geklebt worden. Wunderbare Stempelkunst von Maike. Ich liebe die Stempel von ihr, ohne sie hätte ich nie angefangen.

Geschenktopf

Eine Freundin ist 80 geworden. Für die Terrasse gibt es einen Topf zum Anschauen. Ich kaufe da keine vorgefertigten, die sind oft nicht so liebevoll zusammen gestellt.  Ich hätte es gern anders ausgesucht, nicht zu dicht und so teuer. Das kann man doch einfach selber machen! Topf und Erde, unten eine Drainage, farblich und vom Typ her zusammen passende Pflanzen, mit ein wenig *Bling*, aber bitte wenig *Bling* …

„Blumen sind das Lächeln der Erde“

 

Spargel

Spargel, der letzte Spargelmonat ist angebrochen. Schnell noch bis Johanni ausnutzen. Einen Brotbackteller habe ich ergattert und will ihn sehr bald ausprobieren.

Sonst war die Woche wie gesagt, husch, vorbei. Mit Autoinspektion/Tüv, mit Besorgungen und üblichem Alltag. Endlich wurde der ganze Grünschnitt seit dem März abgeholt. Reichlich habe ich da zusammengebunden und nach vorn geschafft. Und endlich Regen. Hier gab und gibt es erst nur wenige Tropfen. Aber sofort kommen aus dem braunen Rasen einige grüne Halme. Vorher habe ich schnell noch geharkt und etwas umgepflanzt, extra für den Regen.

Ich lese ein unglaublich spannendes Buch, Fantasy, originelle und besondere Ideen, ich erzähle bald mehr. Ebenfalls auf meinem Stapel ist John Ironmongers „Der Wal und das Ende der Welt“, das Buch ist nun als TB herausgekommen.

powder mage
Cross Culture VLG.

Der Sohn bekommt einen neuen Schreibtisch, der Jugendtisch hat schon so lange ausgedient. Der alte Küchentisch meiner Großeltern wird perfekt dafür werden. Den habe ich von meiner Mutter mitgebracht. So alte Tische sind oft aus Esche, ein glattes Holz, früher viel für Gebrauchsmöbel genutzt. Keine Splitter. Wunderbares Holz. Und das System der Konstruktion so einfach zu transportieren und zusammen zu bauen, so leicht und stabil.

Nun klingt das Wochenende aus, kühl und regnerisch und gemütlich und erholsam und besinnlich.

Habt ein schönes Wochenende.

 

Verlinkt bei Andrea „Karminrot“ Samstagsplausch, beim Monatsmotto  von Andrea „Zitronenfalterin“ (denn sie sammelt Sachen, die wir noch nie gemacht haben)

Ps: Viel zum bloggen, schauen und kommentieren bin ich leider nicht gekommen. Ob das besser wird in den nächsten Tagen?

Gartenbüchlein

Hallo, Ihr Lieben.

Kennt Ihr das mit den Plänen? Für etwas Kreatives, für einen Blog Eintrag, für den Garten. Und irgendwie…

Selbst mit etwas Planung geht da schon mal etwas verloren, weil die Zeit vielleicht nicht gereicht hat, der Kopf wo anders war, die Lust verloren ging, was auch immer. Nun, heute zeige ich etwas zu „klein“ und „Garten“. Endlich. In der letzten Woche dieses Themas bei „der Müllerin“ und frau nahtlust.

Büchlein u Stoffe

Ich habe mich an ein kleines, selbstgebundenes Büchlein gemacht. Als möglicher Planer für das Gartenjahr, als Notitzbüchlein oder Gedankensammler.

aufgeschlagenes Büchlein

Meine liebste Beschäftigung ist im Kreativen nun mal das Stempel schnitzen (ja, am liebsten wirklich das Schnitzen). Daher wurden die Seiten natürlich mit neuen, floralen Stempeln bedruckt.

Der Einband wurde bewußt etwas grösse gelassen. Was mir leider sehr mißlungen ist, ist das Schneiden der Seiten nach dem Binden. Meine Schneidemaschine hat die Seiten nicht geschafft und eher etwas zerfetzt. Ein wenig konnte ich noch mit dem Cutter Abhilfe schaffen, aber Ihr seht die Unregelmäßigkeiten.

a rose is a rose
Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose

 

Gertrude Steins Teil ihrer literarischen Sprachexperimente: „Rose is a rose is a rose“ fand hier Erwähnung. Der Satz entstammt ihrem Gedicht Sacred Emily. Hier (veröffentl. 1922) heißt es:


Color mahogany.
Color mahogany center.
Rose is a rose is a rose is a rose.
Loveliness extreme.
Extra gaiters.
Loveliness extreme.
Sweetest ice-cream.
Page ages page ages page ages.
Wiped Wiped wire wire.
Sweeter than peaches and pears and cream.
Wiped wire wiped wire.
Extra extreme.
Put measure treasure.
Measure treasure.
Tables track.
Nursed.
Dough.
That will do.

Außerdem wollte ich nun endlich meine letzten beiden noch fehlenden wunderschönen Stoffdruck-Zusendungen aus dem Projekt Frühlings Post Kunst zeigen. Zwei wunderschöne Stoffstücke mit sehr unterschiedlichen Schablonendrucken zum Thema Flora und Fauna und daher auch gut zum Thema hier passend. Denn was wäre ein Garten, sei er noch so klein, ohne schöne Pflanzen und Tiere. Ich bedanke mich bei Fine und Stefanie sehr. Auch mir zaubert übrigens das alte SW Foto ein Lächeln in `s Gesicht, liebe Fine.

 

Euch eine schöne Woche.

Vielarmig

Hallo Ihr Lieben.

Wollen wir uns wieder zum Samstagsplausch bei Andrea treffen?

Ein viel entspanntere Woche liegt hinter uns.

Das lag nicht nur an freien Tagen. Aber, so ein Feiertag und (netterweise) Brückentag sind schon was Feines.

Langweilig war die Woche nicht. Der Alltag war gut gefüllt. Der Jüngste hat just an dem Tag, an dem einer der zwei Schultag vor Ort war, heftigst Kopfweh und blieb daheim. Aber sonst ist es eine große Erleichterung, wenn sich eigentlich alle wieder gesund fühlen. (Eine Stein – Lawine gab es da regelrecht hier.)

Beim anderen Sohn gibt es nun keine verkürzte Zeit mehr, (wobei er oft von daheim noch den Discord Server moderiert hat,) auch wenn noch nicht wieder viel los ist. Vorbereitungen mussten von jetzt auf gleich im Jugendzentrum gestartet werden, auch hier gab es lange Unsicherheit, wann und wie es vor Ort wieder los gehen sollte.

Marienkäfer Larve

Einen schönen Abendspaziergang konnte ich mit einer lieben Freundin machen. (Der Fuß wird immer besser.) Der Garten ist voller blühender Rosen und Pfingstrosen. Das gute Wetter fördert allerdings auch die Vermehrung von Blattläusen. Schön, dass die Meisen immer noch fleißig sind und diese kleinen Kerle (Foto) auch ihren Hunger an den saugenden Läusen stillen. Hier hat sich eine Marienkäfer Larve frisch verpuppt. Die Blaumeisen scheinen doch noch von der Lungenentzündung befallen worden zu sein, ich sehe sie nicht mehr im Garten.

Am Feiertag hatte uns ein Freund  zu Wanderung und Picknick eingeladen, draussen und mit Abstand. Wunderschön! Nächste Woche zeige ich mehr Fotos.

Rsk

Die ganze Woche begleitet uns übrigens ganz viel „Geplapper“, die Kirschen in Nachbars Garten sind reif und ein ganzer Schwarm Stare futtert und füttert sich da durch. Die alten Vögel sitzen i.R. oben, die jungen unten. Diese Vögel haben sich viel zu erzählen, gern imitieren sie da auch mal andere Vogelstimmen.

Stare

Schon länger spielte ich mit dem Gedanken, einen Oktopus zu schnitzen, in Linol. Leider war in meinen Vorräten ein so großes Linolstück nicht mehr zu finden und ich hatte letztens ja auch kein Glück im Geschäft. Also habe ich eine große Factis Platte „geopfert“ bzw ausprobiert.

Krake

Hier der erste Probedruck, ich bin total begeistert. Und das Schnitzen ging im Vergleich zum Linol viel einfacher (fast zu einfach, man hat ja auch Ehrgeiz). Bald zeige ich, wo jetzt der Kopffüssler so rum schwimmt. Diese vielarmigen Weichtiere sind unglaublich interessant! Für manche sehen sie aus wie wabbelige, unförmige „Dinger“, ich finde sie  anmutige und elegante Wasserwesen, nachgewiesenermaßen hochintelligent. Für Interessierte, die sich nicht von der äußeren Form abschrecken lassen, empfehle ich das Buch:

Rendezvous mit einem Oktopus: Extrem schlau und unglaublich empfindsam: Das erstaunliche Seelenleben der Kraken (detebe) von Sy Montgomery. (Keine Werbung, habe ich vor zwei Jahren sehr begeistert gelesen.)

Freitag Abend hat es dann endlich geregnet. Das war so dringend notwendig! Wir haben uns richtig darüber gefreut. Das ich mich mal über Regen im Sommer freuen würde (Ja, ich weiß, es ist Frühling, erzähl das mal dem Wetter hier). So mancher Sommer in den großen Ferien  war nämlich sehr verregnet. Und NRW hatte früher oft sehr früh Ferien, so daß wir dann neidisch gen Süden schauten. Ich weiß noch, wie mein Opa klagte, das Korn keime am Halm. Und ich fand auf der Bleiche die jungen Schwalben erfrierend und nass am Boden. Da hab ich mir sehr gewünscht, dass wir eine Wettermaschine hätten.

Macht es Euch trotzdem gemütlich!

Habt ein gemütliches Wochenende.

 

 

Diese Mai Woche

Hallo Ihr Lieben.

 

Das war eine gut gefüllte Woche. Drei Beiträge habe ich gepostet, einen über das geliebte, aber gerade vermisste Kino, einen Post über ein unscheinbares Wiesenkraut und dann noch über eine Lieblingsblume.

Aber auch sonst war gefühlt viel los. All die Veränderungen mit und ohne Abstand, die jetzt auf uns einprasseln. Wie das wohl werden wird? Ich sehe überall den Abstand schwinden, noch mehr, als die Tage vorher schon. Ansonsten habe ich langsam den Dreh raus, wenn mir jemand im Geschäft zu nahe kommt. Erst fahre ich meine Ellebogen aus, wenn das nicht reicht, knurre ich unter meiner Maske nur: „das sind keine Meterfuffzich!“ Gerade Frauen erschrecken dann komischerweise und starren mich an und gehen einen Schritt zurück. Nett hat ja nicht geholfen die letze Zeit. Die Freiheit des Einzelnen hört da auf, wo die Freiheit des Andern beginnt – ein Drahtseil-Akt, natürlich und Einfach ist Anders. Aber wo gibt es das gerade. Übrigens ist Abstand auch das Monatsthema bei der Zitronenfalterin. Ein gutes Thema, auch unabhängig von Covid19.

Eine schöne Begegnung hatte ich beim Spargel Kauf im Hofladen. Eine junge Mutter mit kleinem Kind kamen per Roller und Laufrad. Das Kind war offensichtlich etwas groggi: „Ob ich gesehen hätte, dass Rhabarber im Laden zu kaufen wäre? Sie hätte nicht damit gerechnet, dass die Tochter so weit fahren würde.“ Auf den hatte ich nicht geachtet, nur Erdbeeren wären mir frische aufgefalllen“ „Sie hätte nämlich keine Maske eingesteckt.“ Kurz gekramt, eine der ausgeschnittenen, in einem Beutel sicher verwahrten Masken rausgeholt, kurz das Anlegen erklärt, weil man an den Ohren den Stoff drehen muss. Jemand glücklich gemacht.

SÜSSKARTOFFEL
So vermehrt Ihr ganz einfach Süsskartoffel, aber erst nach den Eisheiligen auspflanzen

Ich habe mir überlegt, dass ich jetzt häufiger wieder das ein oder andere *Kräutchen* vorstellen möchte. Die nächsten zwei sind schon in der Pipeline. Holunderblüten gibt es schon reichlich, so früh blühend wie (gefühlt) nie. Es wird natürlich wieder Holunderblüten Sirup gemacht. Wie ich den zubereite und was es bei mir über „Mutter Holunder“ zu erzählen gibt, könnt Ihr hier lesen.

Der neue Gartentisch ist da, schnell aufgebaut von mir. Sperrmüll kommt auch wieder, daher kann der alte noch eine Woche hinten im Garten hochkant warten. Wir haben keine Bio Tonne, sondern einen Kompost. Ich glaube, ich bin die einzige hier weit und breit. Daher muss ich so etwas wie Heckenschnitt anmelden. Auch der wird nun wieder abgeholt, in drei Wochen. Da dieses Gestrüpp (und mehr,) Dank Corona eh seid zwei Monaten im hinteren Garten liegt, macht das auch nichts mehr aus. Ja, mein „hinterer Garten“ sieht recht wüst aus. Aber in der Mitte habe ich ein kleines Paradies voller blauer Iris, Salomonsiegel, Waldmeister und Akkelei. Das Löwenmäulchen steht auch schon in den Startlöchern. Man merkt, dass es den Schnecken zu trocken ist, die Funkien werden kaum angeknabbert. Nächste Woche, pünktlich mit Beginn der Eisheiligen, kommt nicht nur Kälte, sondern auch Regen, laut Vorhersage.

Iris und Co

Spargel haben wir schon zwei mal diese Woche gegessen, immer recht klassisch im Wasserbad gegart, mit Kartoffelbeilage und wer mag, etwas Butter. Dazu gab es einmal Schinken und einmal Hühnerbruststreifen. Gern trinke ich am nächsten Tag noch etwas von dem Spargelwasser, das ist ja genau so gesund, wie der Spargel. Ach, dieses Gemüse ist für uns immer noch etwas Besonderes.

Am Wochenende kann, wer mag, Vögel zählen und melden. (Stunde der Garten Vögel) Hier sind diese Woche die Schwalben angekommen und sogar ein Storchenpaar kreiste nah bei, etwas Besonderes bei uns. Genau wie das Dompfaffpärchen an der Fütterung, denn normal ziehen sie nur durch. Begeistert hat mich wieder der Gesang der Mönchsgrasmücke und der schnelle Baumläufer. Wie der Kleiber kann letzterer Vogel an der Baumrinde hoch klettern, nur nicht kopfüber wie der Kleiber wieder runter.

In der Bücherei habe ich mir „Der Zopf“ ausgeliehen. Schon vor einem Jahr hatte Andrea Zitronenfalterin den Titel gut besprochen und die ersten Kapitel gefallen sehr. Die letzten zwei Post-Kunst-Werke zum Thema „Frühling“ sind angekommen, ganz wunderschön und einen eigenen Beitrag wert. Auch wenn es vorher viel Arbeit für die Teilnehmerinnen bedeutet hat, den Entwurf zu machen, die Schablonen auszuschneiden und dann zu drucken, so sind hinter doch viele schöne Ergebnisse verschiedenster Art zusammen gekommen.

Zum Wochenausklang gab es etwas zum Naschen. Neben dem „Weltfrieden“, (wer hier häufiger liest ist dem schon begegnet,) habe ich Schnecken mit Nuss-Zimt Füllung gebacken. Mit frischer Hefe. Das neue Gold findet man jetzt auch wieder vermehrt im normalen Regal. Ist fast immer Bio Hefe, vielleicht erscheint die den Leuten zu teuer? Ach und weil die Rettungsringe noch nicht groß genug sind, gab es auch Eis dazu.

WELTFRIEDEN Brot und Schnecken

Wunderbare Musik habe ich Dank meinem Schatz auch just neu entdeckt. Warum gehen manchmal so schöne Stimmen und kreative Größen an mir vorbei? Ihre (Haley Reinhart) Versionen von „Can‘ t help fallin‘ in love“ und „seven nation army“ sind für mich Gänsehaut Musik.

Euch ein schönes Wochenende, wer Muttertag feiern mag, einen schönen selbigen.

Viel Spass beimSamstagsplausch von Andrea.

 

 

 

 

nägelein

Hallo Ihr Lieben.

 

Got geb euch eine gute nacht / von rosen ein dach / von liligen (Lilien) ein pet / von feyal (Veilchen) ein deck / von muschschat (Muskat) ein tuer / von negellein (Nelken) ein rigelien dar für

 

Johannes Brahms berühmtes Schlaflied *Guten Abend, gut`Nacht* „besteckt“ die Decke mit Nelken. (Daher stammt auch meine Überschrift)

Bartnelke
In dem Schüsselchen gedeiht eine Süsskartoffel

 

Was ich oben wiedergegeben habe, ist die mittelhochdeutsche Form eines Liebeslied, mit einer rundum durftenden Schlafstatt. So war diese Blume doch das Symbol der Liebe und Ehe, rot natürlich für das Verlangen, Weiß für die Ehe.

Der botanische Name der Nelke ist „Dianthus“, Blume der Götter. Ihr alter Name „Nägelin“ kommt aus der Ähnlichkeit zur Verwandschaft, denn im getrockneten Zustand sieht sie aus wie die Gewürznelke, die ihrerseits an einen Nagel erinnert.

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In Allegorien der fünf Sinne verkörpert die Nelken oft den Geruchssinn. Wenn man mal genauer auf Bilder des späten Mittelalters und der Renaissance schaut, findet sich dort sehr häufig die Nelke. (Die Dame mit dem Einhorn, als Passionsblume in Bildern von Jesus und Maria.) Bei der Tischdekoration sollte sie schlechte Gerüche überdecken und wurde auch zum Kochen verwendet, ebenso wie in Getränke gestreut. Eine alte Nelkensorte heißt Sops in Wine, *in Wein getunkte Bissen*. Auch im 19. Jahundert wurde die Nelke vielfach in Parfüms und Pomaden verwendet. In Andalusien ist die Nelke der Inbegriff von Weiblichkeit, man schaue sich nur die Flamenco Kleider an. Bei den Stierkämpfen tragen die zuschauenden Damen eine rote Nelke hinter dem Ohr. Man(n) beachte da, auf welcher Seite, denn links bedeutet, dass sie ungebunden sind.

Wärend der französischen Revolution waren Nelken das Widerstandssymbol der Adeligen. Diesen Widerstandsgedanken griffen 1889 Anhänger der Arbeiterbewegung auf. Dieses Symbol des Widerstandes blieb der Nelke bis heute erhalten.

Als ich gestern Spargel beim Bauern im Ort kaufte, standen im Eimer diese wunderschönen „Tausendschön“ Nelken. Auch wenn ich mir eigentlich aus dem Garten Iris in die Vase stellen wollte, konnte ich nicht widerstehen.

Meine Informationen sind fast alle aus dem wunderschönen Buch *Nelken* von Sussane Stephan aus der Reihe *Naturkunden* im Matthes & Seitz Verlag, welches ich mal geschenkt bekommen habe. (Übrigens eine sehr schöne Reihe!)

 

Verlinkt bei Holunderblütchen und Freutag

 

Guten Abend, gut’ Nacht,
mit Rosen bedacht,
mit Näglein besteckt,
schlupf unter die Deck’:
Morgen früh, wenn Gott will,
wirst du wieder geweckt.

Guten Abend, gut’ Nacht,
von Englein bewacht,
die zeigen im Traum
dir Christkindleins Baum.
Schlaf nun selig und süß,
schau im Traum ’s Paradies.

altes Schlaflied, vertont von J. Brahms
1808 unter dem Titel Gute Nacht, mein Kind! veröffentlicht im „Des Knaben Wunderhorn“

Cinema Paradiso*

Hallo Ihr Lieben.

 

*Cinema Paradiso (Originaltitel: Nuovo Cinema Paradiso) ist ein italienischer Film aus dem Jahr 1988, geschrieben und gedreht von Giuseppe Tornatore. (Quelle Wikipedia), ein Film, den ich im Kino sehr gern gesehen habe, auch zwei mal, der eine wunderschöne Liebeserklärung an das Kino ist.

Er fiel mir sofort ein, als ich überlegte bei Nadine vom Blog Wörter auf Reise mit zu machen. Sie hat die wunderbare Tag-Aktion #Kinoliebe ins Leben gerufen. Nun, ich muss gestehen, gestolpert bin ich auf die Aktion über Karo, vom Blog Fiction fetzt. Aber es ist mir nicht schwer gefallen, gleich loszulegen, innerlich sofort Notitzen zu machen, in Erinnerungen zu schwelgen und festzustellen, wie gern ich mal wieder in s Kino gehen würde. Wie sehr ich Kino und Filme mag, zeigt sich auch in meinen geschnitzten Stempeln.

Film Stempel

Was war dein erster Kinofilm?

Das ist gar nicht so einfach zu rekonstruieren, natürlich war ich da sehr klein. Es war auf alle Fälle ein Disney Zeichentrick Film, ich meine, es wäre „Bambi“ oder „Schneewittchen“ gewesen.

Was war dein letzter Kinofilm?

„Knives out“ von Rian Johnson, so grossartig, am Liebsten wäre ich noch mal mit meiner Familie rein gegangen, aber die schauen keine Krimis. Eine wunderbare Hommage und ein Film mit wunderbaren Schauspielern und genialen Wendungen.

Wie oft gehst du ins Kino?

Oh, früher bin ich mindestens ein – zwei mal in der Woche in s Kino gegangen. Ab dem Zeitpunkt, wo ich mein eigenes Geld verdiente, habe ich einiges davon in normale und Programm Kinos getragen. Eine grosse Kinozeitung lieferte mir monatlich die Infos rund um s Kino.

Dann kamen Kinder und ab da wurde es zeitlich sehr schwierig, eine Weile später kamen erste Filme mit den Kindern, dann endlich wieder etwas regelmäßiger Kino genießen. Aber so oft wie ich möchte, komme ich nicht mehr in s Kino. Manchmal ist es nur einmal im Monat.

Bist du als Kind/Jugendliche in einen Film gegangen, für den du nach FSK zu jung warst?

Nicht das ich wüsste, da wir eine lange Zeit in meinem Heimatort gar kein Kino mehr hatten und im Ländlichen ist es dann nicht immer ganz einfach, in die nächste, grössere Stadt mit Kino zu kommen.

Welcher war der schlechteste Film, den du im Kino gesehen hast?

Ach, da denke ich jetzt seid gestern drüber nach und weiß es immer noch nicht. Was ich noch sagen kann, es war einer von diesen furchtbaren „Klopperfilmen“ mit vanDamme in den mich mein damaliger Freund geschleift hatte.

Multiplexkino oder Programmkino?

Am liebsten Progammkino, immer schon. Da laufen viel mehr und individuelle Filme, mal Filme im Original, mal Aktionen, der Preis ist auch nicht so hoch. Außerdem muss ich nicht alle Filme in 3D sehen.

Hast du schon ein Kinoevent im Kino besucht?

Oh ja, ich habe die Schauburg deswegen geliebt. „Metropolis“ mit Klavierbegleitung, schon vor 25 Jahren. Raumschiff Orion Nacht mit Schlafklamotten und Jubel, wenn das Bügeleisen kam und mehr fällt mir gerade nicht ein, weil leider auch schon so lange her. Premieren mit Stars wären heute in Köln und an Karten kaum dran zu kommen, wenn man da nicht wohnt und vielleicht Kontakte hat, bzw dort sowieso in s Kino gehen würde.

Hast du schon eine Sneak Preview besucht? Magst du sie?

Ich war mal in ein oder zwei, sind mir zu spät und ich kann mich nicht mal mehr dran erinnern, was ich da geschaut habe.

Warst du schon mal auf einem Filmfestival?

Nein, leider noch nie.

O-Ton oder Synchro?

Synchronisiert bitte, mein Englisch ist bescheiden, wenn es um schnell gesprochene Texte, (vor allem aus dem Amerikanischen,) geht. Gern schau ich mir die Filme später auf DVD oder Stream dann aber im Original noch mal an.

Bist du schon mal im Kino eingeschlafen?

Fast, aber ich hab es in der Orion Nacht, die wirklich die längste war, so grade eben geschafft. Gilt das eigentlich? Denn „Raumschiff Orion“ ist ja eigentlich eine Serie für s Fernsehen.

Was war dein schönster Moment im Kino?

Als ich zum ersten Mal mit meinem Schatz als MEINEM SCHATZ im Kino war. Der Film „Don Juan DeMarco“ war aber auch sehr passend. Wobei, eigentlich muss der Film erst an zweiter Stelle stehen, denn als wir „Die Stadt der verlorenen Kinder“ angeschaut haben, hat es ein ganz bißchen später „geklickt“.

Popcorn oder Nachos?

Wenn es etwas von Beidem sein muss, dann Nachos. Allerdings hasse ich dieses ganze Geknurpse und Geraschel im Kino.

Der letzte Film, bei dem du im Kino geweint hast?

Das ist einfach, „Avengers, Endgame“. Da hab ich auch beim zweiten Mal geweint. Und auf DVD auch. Und wenn ich mir gewisse Ausschnitte, (gibt es gerade vermehrt als kurze Mitschnitte aus Kinos zu sehen, wo man vor Jubel fast nichts versteht, weil das amerikanische Puplikum so mitgeht, hier ist das leider nicht so,) ansehe gibt es sofort wieder „PippiinneAugen“. Ich liebe den Ausschnitt, wo Cap den Hammer hebt, kämpft, fast nicht mehr kann und eine Stimme in seinem Micro „On your left“ („Achtung links“ in der Syncro) sagt. Aber ich habe auch früher schon bei Filmen geheult, ich bin allerdings auch nah am Wasser gebaut.

Dein nervigster Kinomoment?

Den kennt wohl jeder, quatschende und laute Kinobesucher… mehr muss ich wohl nicht sagen. Einmal mussten sie sogar das Kino verlassen.

Gehst du auch öfter für den gleichen Film ins Kino?

Definitiv. Mein Rekord ist wohl „Club der toten Dichter“ gewesen, ich glaube 10 mal? Aber ich war auch oft in „Henry V“, der hatte mich damals auch sehr gepackt. „Der mit dem Wolf tanzt“, „Viel Lärm um Nichts“ (lange mein absoluter Wohlfühlfilmliebling), aber auch den ein oder anderen Marvel Film oder auch den ersten X-Men, (Ihr merkt, ich mag Superhelden, und Hugh Jackman ist DER Wolverine)

Hast du auch schon Filmklassiker auf der Leinwand gesehen?

Sehr wenig, da leider selten dort gezeigt. Wobei, ich bin vielleicht schon so alt, dass meine alten Filme heute schon als Klassiker gelten. Aber ich bin mit den guten, alten SW Filmen im Fernsehen groß geworden, (wie gesagt, kein Kino bei uns in der Umgebung). Ich liebe diese alten „Schinken“, gern würde ich z.B. mal „Butch Cassady and the Sundance Kid“ auf grosser Leinwand sehen. Oder „Arsen und Spitzenhäubchen“, oder “ Der unsichtbare Dritte“ oder „Tom Jones“ mit Albert Finney,… ich könnte hier furchtbar viele Filme aufzählen.

Was bedeutet Kino für dich?

Abtauchen in eine andere Welt. Wenn das Licht ausgeht, die Stille einsetzt und man sich so freut und aufgeregt ist, der Vorhang vor der grossen Leinwand aufgeht, das ist Kino und nur Kino kann das Gefühl, diese Stimmung auslösen!

Teile Deine Liebe zum Kino mit #Kinoliebe, setz Dich hin, gib uns Deine Antworten und verlinke zu Nadine/Wörter auf Reisen.

Kino in Zeiten von Corona:

Helft Euerm Kino mit ein wenig Werbung schauen, wie wenn Ihr gleich einen Film sehen würdet, auf #hilfdeinemkino

Waldmeister, Papageientulpen und Maibäume

Hallo Ihr Lieben.

 

Seid herzlich eingeladen zum Samstagsplausch bei Andrea. Hier gibt es für mich wie jeden Morgen einen Milchkaffee.

Es war eine ruhige Woche. Die Bücherei hat sich einen neuen Plan überlegt, wie man jetzt wieder abgeben und ausleihen kann. Ich hatte eine sehr grosse Tasche mit abzugebenden Titeln und es hat so gut getan, zwischen den Regalen zu schauen. Allerdings habe ich mitgehört, dass wohl erst mal keine neuen Titel angeschafft werden. Finanzen werden überall ein Thema werden.

Papageien Tulpe

 Unsere Gartenmöbel sind teils hinüber und am Mittwoch wollten wir einen neuen Tisch und zwei Stühle kaufen. Das Angebot des Tisches war schon kurz nach Öffnung ausverkauft. Nun, durch Corona und den sonnigen April sitzen die Leute und auch wir, viel mehr im Garten oder auf dem Balkon. Jetzt haben wir doch einen Tisch bestellt, für viele weitere Tage im Garten. Aber ich freue mich so auf Regen. Es ist so trocken und die Luft voller Pollen. Ich glaube,  es gibt wieder eine Notblüte. Außerdem scheinen fast alle Blumen, Sträucher und Bäume gleichzeitig zu blühen. (Selbst als nicht-Allergiker niesse ich lauthals und bekomme von den Nachbarn „Gesundheit“ gerufen – sehr passend, wenn Ihr Mal schauen wollt, woher der Brauch stammt.)

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Dank 1. Mai Feiertag ist es diesmal ja eine kurze Arbeitswoche. Auch wenn oftmals die Zeit verschwimmt. Pünktlich zum Feiertag fällt immer wieder Regen und es ist kühl und frisch und die gelben Pollen zu Rinnsalen zusammen gekommen.

Hier gibt es den Brauch des Maibaum Aufstellen als Liebesbeweis. Dieses Jahr ist ein Schaltjahr und die Mädchen würden den Jungen eine bunt geschmückte Birke schenken.

Herz

Aber leider benötigt man i. R. mehr als einen Helfer zum Baum aufstellen. So gibt es nur ein paar Bäume, denn die Aufstellservice kommen gar nicht hinterher. Noch beim frühen Hundegang habe ich ein Auto mit diversen Birken auf dem Dach flitzen sehen. Manche haben sich auch so beholfen und vorhandene Bäume genutzt. Das die Dorfmaibäume dieses Jahr nicht auf den Dorfplätzen aufgestellt werden, ist auch klar. Kein in den Mai tanzen. (Finde ich alles nicht so wild, es gibt wirklich Schlimmeres!)

 

Maiwanderungen in geselliger Runde mit feucht fröhliche Picknick gab es auch nicht.  Es hat immer wieder Regenschauer gegeben. Also war die Maiwanderungen vielleicht auch verschmerzbar.

Tulpen im Glas

Besondere Tulpen habe ich ergattert. Papageien Tulpen, so wunderschön. Ich habe dann nachgelesen, dass diese Art nur durch eine zufällige Mutation entstanden ist. Als erstes kommen die grünen Blätter kraus aus der Erde.

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Eine Maibowle mit Waldmeister aus dem eigenen Garten kann ich schon nicht mehr ansetzen, denn das duftende Kraut blüht schon fleißig. Ich habe von meinen Eltern gelernt, dass das blühende Kraut schon zu giftig ist. Aber zwei kleine Sträußchen habe ich gemacht für meine Wäscheschublade. Waldmeister erhält durch Welken Cumarin. Es ist leicht giftig, kann Kopfschmerzen verursachen, aber als Mottenmittel wunderbar und süßlich angenehm duftend. Als Heilmittel wird die Pflanze schon sehr lange eingesetzt. Ein altes Wort für Waldmeister ist auch Labkraut, das habt Ihr sicher schon mal in Geschichten und Märchen gelesen.

Waldmeister Thome
Quelle Wikipedia, Thome

 

Einen schönen Start in den Wonnemonat Mai.

 

Verlinkt auch bei Holunderblüchen

 

 

Von Eulen, Hasen, fliegenden Frauen und dicken Naturgestalten

„Superkalifragilistigexpialigetisch“

Hallo Ihr Lieben.

Das Bandwurmwort da oben ist die deutsche Übersetzungen des englischen Kunstwortes supercalifragilisticexpialidocious aus „Mary Poppins“. Ich liebe dieses englische, ganz besondere Kindermädchen. Ich liebe den Song, sowohl im englischen Original, als auch die deutsche Übersetzung, welche ich sogar noch im zarten Alter von 19-20 Jahren im Autoradiocassettendeck gehört habe. Zusammen mit einer Freundin, auf dem Weg zur Prüfung, war das perfekte Entspannung, diesen Song, dieses Wort, lauthals zu grölen, (ich glaube, singen darf man da nicht zu sagen). Es war nur eine Frage der Zeit, bis auch dieses fliegende Kindermädchen als Stempel herhalten musste, zumal wir den Song „…mit nem Löffelchen voll Zucker bittre Medizin versüßt…“ gerade alle sehr gut gebrauchen können, oder? (Ich muss gestehen, ein anderes Wort bei Gabi hat mir diesen Anstoß hier verpasst.)

Aber das ist nicht das Einzige, was ich in letzer Zeit geschnitzt habe. Schon das ein oder andere Mal habe ich hier von Eulen geschrieben.

Diese besonderen Raubvögel haben es ja nicht nur mir angetan. So herausstechend, mit vollkommen anderen Körperformen als alle anderen Vögel. Dann sind diese gefiederten Besonderheiten auch noch fast ausschließlich in der Nacht unterwegs, mit außergewöhnlichen Sinnen ausgestattet. Für viele gruselig, der so weit drehbare Kopf. Oder der unglaublich leise Flug, ermöglicht durch sehr weiche Federn. Ganz zu schweigen von den Rufen verschiedener Eulen oder Käutzchen, dem „Huhu“ oder „Kuwitt“ , von dem die Menschen früher meinten, es hieße: „komm mit“. So wurde das Käutzchen zum Todesboten, angelockt von den Insekten, welche wiederum durch das Licht am Krankenlager angezogen wurden.

Eulen
Waldohreule, Schleiereule, Sperbereule

Schon die Antike verehrte die Eule, Pallas Athene, Göttin der Weisheit, Kriegskunst / Strategie und des Handwerkes wurde oft mit einer Eule dargestellt. Außerdem war sie die Schutzgöttin der Stadt Athen und gehörte dem Reigen der zwölf olympischen Göttern. Wenn Ihr schon mal den Ausspruch gehört habt, „das ist wie Eulen nach Athen tragen“, so geht es darum, etwas Unnützes zu tun, Weisheit zu Weisheit bringen. Die Eule wurde zum Symbol der Weisheit. (Die Waldohreule ist allerdings der einzige der drei Stempel, der mich wirklich auch 100% überzeugt hat.)

Jacominus

Versprochen hatte ich auch, meinen Buchkauf der letzten Woche vorzustellen. Den Unterhaltungskrimi vergessen wir mal, den habe ich wieder weg gelegt. Nach dem ich im Laden die ersten Seiten gut fand, wurde er schon sehr bald total konstruiert und merkwürdig. So ein Titel stielt mir nur die Zeit.

Innen
ganz sicher nicht nur für Ostern, mit Lesezeichen

Was ich aber immer wieder in die Hand genommen habe, ist “ Das Stundenbuch des Jacominus Gainsborough“ von Rébecca Dautremer. Ein Bilderbuch, welches ich schon länger in mein Regal stellen wollte, nach dem es von zwei Andreas vorgestellt wurde: leseninvollenzügen und diezitronenfalterin.

Ein Bildband, der für Große und Kleine gemalt und geschrieben wurde, ein Leben, an dem wir mit opulenten Bildern teilnehmen können. Bilder, welche an berühmte Künstler erinnern*, ohne zu kopieren, in denen es so viel zu entdecken gibt, die so berühren. Ein ganzes Hasenleben eben, immer wieder mit Überraschungen, Träumen und Realitäten eines ganz normalen (?) Lebens.

*Brueghel, Dali, die flämischen Meister, Hopper

Nur das Titelbild des jungen Hasens ist mir etwas zu plüschig, zu niedlich geraten.

 Das Stundenbuch des Jacominus Gainsborough ist meine absolute Empfehlung, sowohl zum Selberlesen, als auch zum Vorlesen, zum immer wieder ansehen.

stempel versch.

Als Letztes noch eine Gestalt aus der Welt der Anime, Totoro, der graue und plüschige Riese aus der Feder von Hayao Miyazaki, einem wunderbaren Geschichtenerzähler. (Viele großartige Anime Filme stammen von ihm und er hat nicht umsonst den Oscar für „Chihiros Reise ins Zauberland“ bekommen.) Satsuki und Mei sind zwei kleine Mädchen, die mit ihrem Vater auf s Land gezogen sind, um ihrer Mutter näher zu sein, die im Krankenhaus liegt. Die Totoros (ja, es gibt mehrere, der grosse, graue ist der, den die meisten kennen,) sind Wald- und Naturgeister, sie werden nur von den beiden Mädchen gesehen. Die Mädchen sind erst guter Dinge, lieben und erkunden ihrer Umgebung und entdecken die Natur und damit auch Totoro. Doch der Gesundheitszustand der Mutter lässt sie wieder sehr traurig werden, Angst vor dem Tod der Mutter. Wie Totoro und seine Freunde da helfen können, müsst Ihr unbedingt mal selber anschauen, oder noch mal anschauen.

Und ganz zum Schluß noch einmal zum Mitsingen:

jam di del di del di del jam di del dei
jam di del di del di del jam di del dei

Supercalifragilistig expialigetisch.
Dieses Wort klingt durch und durch furchtbar rein syntetisch.
Wer es laut genug aufsagt klingt klug und fast prophetisch,
Supercalifragilistig expialigetisch.

jam di del di del di del jam di del dei
jam di del di del di del jam di del dei

als Junge war ich sehr gehemmt und stotterte herum.
Mein Vater mir die Nase zwickt und sagt sei nich so dumm.
Ich lernte eines tags das Wort,
die Nase hatte Ruh.
Das Wort ist reinster Zungensport und jetzt hört alle zu.

Oh,
Supercalifragilistig expialigetisch.
Dieses Wort klingt durch und durch furchtbar rein syntetisch.
Wer es laut genug aufsagt klingt klug und fast prophetisch,
Supercalifragilistig expialigetisch.

jam di del di del di del jam di del dei
jam di del di del di del jam di del dei

Er reiste um die ganze welt und kam dabei sehr weit.
Sprach er das Wort rief jeder gleich :
wie ist der Herr gescheit.
Bei Fürsten war ich oft zu Gast und bei der Haute volé
erwähnte ich mein Lieblingwort,
dann bat man mich zu Tee

Oh,
Supercalifragilistig expialigetisch.
Dieses Wort klingt durch und durch furchtbar rein syntetisch.
Wer es laut genug aufsagt klingt klug und fast prophetisch,
Supercalifragilistig expialigetisch.

jam di del di del di del jam di del dei
jam di del di del di del jam di del dei

verlinkt beim Creadienstag

und dem Lesezimmer von Karminrot

Eine besondere Woche

Hallo Ihr Lieben. Diese Woche… ja, das war und ist eine besondere Woche!

 

Mein Schatz muss wieder zur Arbeit, nach etwas Urlaub. Das ist schon komisch, auch wenn es nur die Feiertage und die Folgetage waren. Die Tage verschwimmen so durch das #bleibzuhause. Pünktlich zum Wochenstart habe ich mich erkältet, mit Kopfschmerz und Halzschmerzen legte ich mich hin, der Sohn versorgt mich mit Tee, ich schlafe an dem Tag viel. Das hat offensichtlich geholfen. Gut ging es Dienstag Morgen noch nicht, aber es wurde stündlich besser. Ein wenig *Kopping* war wohl auch dem extremen Hoch geschuldet.

Ich habe mit meiner Mutter telefoniert. “ Corona stiehlt mir ein Jahr meines Lebens und so viele habe ich doch nicht mehr davon.“ Vereinsamung! Ich glaube, das unterschätzen wir alle, das Thema.

Flieder
Flieder von der Nachbarin

Es ist trocken und der Wüstenwind trocknet alles noch mehr aus. So früh habe ich noch nie den Wasserschlauch anschließen müssen. Normal versuche ich, nur mit wenig gießen über die Runden zu kommen. Irgendwo im Keller hat der erste Besitzer unseres Hauses einen Brunnen gebohrt, den ein Folgebesitzer dann aber wieder zugemauert hat. Aber eine Lösung wäre das auch nicht, denn das geht zu Lasten des Grundwasserspiegels. Allerdings punktuelles, ausgiebiges Gießen ist schon unerlässlich, wie löst Ihr das? Erste Waldbrände, fast vor der Haustür, die kaum in den Griff zu bekommen sind, Trecker, die riesige Staubfahnen auf dem Feld hinter sich her ziehen, lassen uns ahnen, was wohl wieder kommt.Was gut gegen den Corona Blues ist, ist schlecht für die Natur.

weißer Flieder
Die Dose habe ich übrigens vor Jahren nach einem Jugendstil Bild bemalt

 

Ich nutze es aus, dass man endlich auch wieder in eine Buchhandlung kann und hole Schmökernachschub. Hier gibt es Masken aus Plastik zu kaufen, die ein Bastler in Kommission gegeben hat. Sie werden mit einem Gummiband auf den Kopf gesetzt und sehen wie Schweißermasken aus. Ich finde die Idee toll, kaufe eine. Aber abends erklärt mein Schatz mir, dass sie leider kein Ersatz für eine korrekt sitzende Maske über Mund und Nase ist, die Aerosolverteilung ist der Knackpunkt. So sind die angenehmen Lösungen gerade nicht immer die besseren. Eine richtig gute Idee habe ich dann aber doch noch gefunden: sewsimpel

Masken
Idee und Schnitt sewsimpel, aus zwei alten Shirts werden bei mir 18 Masken

Ich habe den dehnbaren Stoff der ollen Shirts wirklich gut ausgenutzt, deswegen ist schon Mal eine Kante am Nasenbereich. Die Ohrbereiche werden beim Aufsetzen einmal gedreht und dann sitzt das Teil super, wurde schon fleissig getestet. Ausser man ist Bartträger wie mein Mann, da muss ich wohl mit einem ganz andere Schnitt ran und doch noch die Nähmaschine rausholen. Denn der Clou bei dieser Maske ist ja, dass ich keine Nähmaschine brauche! Aber ein Roll-Schneider beschleunigt die Sache sehr. Nach Tragen wird gebügelt, gegen Keime, aber es ist ja 100% Baumwolle und kann auch heiß gewaschen werden.

Geburtstag wurde diese Woche zwei Mal begangen. Schon der dritte Geburtstag unter Corona Bedingungen. Aber ein wenig *richtig feiern* geht doch. Lieblingsessen, Lieblingskuchen, leckere Lieblingsgetränke.  Miteinander im kleinsten Rahmen, immerhin, wir sind zu viert, zusammen. Der Sohn ist Doctor Who Fan und diese „komische Pyramide“ ist ein Dalek, ein Erzfeind des Doctor. Für alle „Nicht Geeks“, Doctor Who ist eine BBC Serie und ziemlich schräg und schon sehr lang  im Fernsehen  laufend.

Geburtstag 1
Frühstücksplatz

daleks
Daleks

Der zweite ebenfalls selbsgeschnitzte Stempel ist eine der Lieblings SF- Buch- und Strategiespiel Reihe meines Mannes: Battletech. Noch mehr Geek Kram also für den zweiten Jubilar.

Battletech

Ach ja, für mich selber habe ich übrigens ein wunderschönen Titel in der Buchhandlung geholt, stelle ich Euch noch vor, zusammen mit dem dritten geschnitzten Stempel aus dieser Woche. Der Titel ist mir zu schön, um es einfach nur zu erwähnen. (Ist schon auf mehreren Blogs gezeigt worden.) Einfachen Lesenachschub zum Abschalten gab es auch, ein Krimi *old style*, für Sherlock Holmes Fans (wie mich), aber prompt hatte ich kaum Zeit um rein zu schauen.

Ich habe die Gewinner ausgelost. Ich war so frei und habe aus drei, vier Gewinne gemacht, mehr Karten gedruckt, also etwas aufgestockt. So gehen jetzt vier Grossbriefe hier raus. Ich danke Euch allen für so viele Kommentare und Unterstützung und liebe Worte. Das bloggen tut mir gerade gut, sowohl schreiben, als auch lesen. Ein wenig das Prinzip des “ geteiltes Leid ist halbes Leid“.

 

Habt ein wunderschönes Wochenende. Bleibt tapfer und gesund!

 

Verlinkt beim Freutag, Holunderblütchen und dem Samstagsplausch von Andrea.