Und immer wieder Grimbart… aber nicht nur

Hallo Ihr Lieben.

Wie schon „angedroht“, ein Bild zum Hochbeet und vielleicht kann man erkennen, daß da nun noch so manche Verpflanzung stattfinden kann, dadurch, daß die Hecke nur noch aus eine Pflanze besteht.

Und so merkwürdig sieht das Beet jetzt aus. Ich werde mir eine Abdeckung aus Hühner-Draht und Holzrahmen basteln müssen, denn die Nachbars Katze hat sich gleich wieder so über das „neue alte“ Beet gefreut, dass sie vor lauter Aufregung einmal dort hin gekotzt hat. Das sie ihren Kot hier vergräbt, habe ich auch schon mit den Stangen verhindert. Aber nun war ich einmal zu unaufmerksam. Die Lösung mit den Stangen gefällt natürlich nicht wirklich, zumal jetzt mehr Blicke zum neuen Standort geleitet werden. Ich werde wie gesagt an einem „Deckel“ arbeiten, vielleicht gleich mit der Möglichkeit für Frostschutz. Habt Ihr da schon Erfahrungen?

Wie war Eure Woche, mögt Ihr auch auf einen Plausch zu Andrea vorbei kommen?

Schöne Post hatte ich letztens im Briefkasten, ganz vergessen, Euch zu zeigen. Das Bild habe ich bei frau nahtlust gewonnen. Ein wunderbarer Schmetterling. Wusstet Ihr, dass blasse Schmetterlinge besser mit der Klimaerwärmung (Hitze) klar kommen?

Das ist eine gute Überleitung zu meinem neuen Stempel. (Wer es nicht gemerkt hat, die Jadefigur ist auch ein Dachs) Zum dritten Mal habe ich einen Dachs geschnitzt. Zu meinen Kindertagen noch durch Tollwut arg gebeutelt, ist dieser schöne Pelzträger nun wieder häufiger in unseren Wäldern anzutreffen. Manchmal teilen sich der unsaubere Fuchs und der reinliche Dachs sogar grosse Bauanlagen. Während man den Fuchs riecht, weil er seine Reste überall liegen lässt, vergräbt der Dachs seine, bzw hat kleine „Latrinen“ um seinen Bau (auch als Markierungen) . Dabei kommt der Fuchs in der Literatur gut weg, der Dachs wird als Griesgram und behäbig betitelt. Wie uns äußere Erscheinungsformen doch in die Irre führen. Wirkt er zwar plump, so ist der größte Marderartige Europas sehr wendig und wehrhaft. Dachse leben in rudelähnlichen Familien, fressen sowohl pflanzliche als auch tierische Nahrung. Im Wald wird im Blattwerk, Boden und Totholz nach Insekten und Gelegen geschnüffelt, gegraben. In Grünanlagen stehen auch Regenwürmer ganz oben auf dem Speiseplan, die gerade im nächtlichen Tau aus dem Boden kommen. Gern nimmt der „Erdmarder“ auch Fallobst und Feldfrüchte (Mais) an. Die Muskeln seines Gebisses sind sehr stark, genau wie der Knochenbau des Kopfes. Gerade jetzt frisst der Dachs sich eine Fettschicht an um bald in Winterruhe gehen zu können. Dieses Fett war früher ein wahrer Alleskönner, sowohl in der Lederflege, als auch als Rheuma Mittel, es ist entzündungshemmend und imunstärkend. Als kleines Kind habe ich damit noch die Schuhe meines Opas eingewichst.

Unverwechselbar ist und bleibt einfach seine schwarzweiße Färbung. Auch wenn wir durch sein dämmerungs- und nachtaktives Leben möglicherweise noch nie einen Dachs gesehen haben, wie er aussieht, wissen wir fast alle. Durch die Tollwutimpfe hat sich vor Jahren der Bestand erholt. Leider ist das Auto sein größter Feind. Wie viele Marder wandert er, nicht nur zur Ranzzeit im Winter (Januar-März, wenn die Jungen gerade geboren wurden, Dachse haben eine Eiruhe). Auch intensive Landwirtschaft spielt natürlich eine Rolle. Bejagt wird er eigentlich nicht mehr.

Jetzt bin ich etwas ins Erzählen geraten. Eigentlich wollte ich den neuen Stempel schon am „Naturdonnerstag“ und am „Freutag“ zeigen. Andererseits ist es für mich ein „Herbsttier“ und das ist wiederum eine gute Überleitung zu dieser Woche, denn kalendarischen hat nun der Herbst angefangen. Gerade noch rechtzeitig habe ich den Vorhang gegen Insekten beim Sommer Häkelwettbewerb gezeigt. Der hat auch „Mut zur Lücke“, das Monatsmotto von Andrea.

Anfang der Woche erschien es uns, als ob der Sommer nicht aufhören wollte. Warm, trocken, immer noch. Aber in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag hat es tatsächlich fünf ml Regen gegeben, der Folgetag war zum ersten Mal etwas kühler und der Freitag, wieder nach ein paar Tropfen nächtlichen Regens, herbstlich-kalt. Man wacht im Dunkeln auf und nach dem Abendessen wird es schon wieder dunkel. Etwas Sonne habe ich dann im Glas konserviert. Drei Zitronen von einem Bäumchen habe ich geschenkt bekommen und nun in Scheiben mit Korn aufgesetzt. Leuchtet das nicht wunderbar?

Perfekte Temperaturen, um sich auch wieder auf dem Sofa einzukuscheln. Sehr gern habe ich „Enola Holmes“ geschaut, die Verfilmung der Jugendbuchserie von Nancy Springer um die jüngere Schwester von Sherlock und Mycroft Holmes. Mit dem sechzehnten Geburtstag verschwindet die Mutter aus dem elterlichen Haus. Die Brüder waren nach dem Tod des Vaters sowieso schon aus dem Leben Enolas verschwunden, aber die Mutter hat Enola zu einer starken, emanzipiert und gebildeten Frau (ja, mit sechzehn – andere Zeiten!) erzogen. Also pfeift Enola auf das Mädchenpensionat und sucht ihre Mutter, die womöglich eine dieser gefährlichen Blaustrümpfe (oder Schlimmeres?) sein könnte? Definitiv ein sehenswerter Film, nicht nur für Jugendliche. Wenn die aus „Stranger Things“ bekannte Milli Bobby Brown selbst in höchster Not noch die vierte Wand durchbricht und dem Zuschauer zuzwinkert, ist man als Zuschauer gespannt mitten drin. Henry Cavill als Holmes ist genau der hochgewachsene Sportler, wie ich mir Holmes vorgestellt habe, vielleicht etwas zu breit in den Schultern und zu gut aussehend, „zwinker“. (Ja, Holmes spielt in den Büchern nicht nur Geige!)

Gern geschaut habe ich wieder den Film „Die Berufung“, welcher auf dem Leben der kürzlich verstorbenen Juristin Ruth Bader Ginsburg (notorious RBG) beruht. Die Diskussion um den nun frei gewordenen Stuhl im obersten Gericht der USA ist sicher niemandem entgangen.

Das Buch „Das Holländerhaus“ hatte Andrea vor einiger Zeit gut besprochen und seit dieser Woche liegt es nun endlich auf dem Nachttisch und wird gern gelesen. (Oh, ich könnte manchmal wahnsinnig werden mit dem neuen Editor, wenn er einen Link einfach nicht korrekt einfügen will)

Dann freue ich mich jetzt auf ein gemütliches Wochenende. Regnerisch soll es werden. Von mir aus gern.

Macht es Euch schön.

So schnell wird es herbstlich

Hallo Ihr Lieben.

Noch vor kurzem habe ich mir keine Blumen ins Wohnzimmer gestellt, weil es viel zu warm war. Das hat sich sehr geändert. Ich habe zwar immer noch lange abends die Balkontür offen, aber greife dann doch schnell zur Decke. Die Wespen sind schon viel weniger aktiv und so konnte ich wenigstens zum Essen ein paar Trauben pflücken. Dahlien sind nun die vorherrschenden, bunten Herbstblumen.

Mit dem Blumenstrauß kann ich endlich mal wieder beim Flower-Friday mit machen. Als letzte Sommerboten seht Ihr noch Kornblumen darin aufblitzen. So ein wunderbares Blau!

Die Mitte der Woche war hier noch mal wohlig, sonnig, warm. Den Tag konnte ich ausgiebig nutzen. Mit dem Rad Besorgungen machen hat richtig Spass gemacht, bin viel mehr Wege geradelt, als ich eigentlich musste. Wir haben hier zwei Gemeindewiesen, die mit Obstbäumen bepflanzt sind. Für den eigenen Bedarf darf man dort Fallobst sammeln und auch etwas pflücken. Letzteres gelingt mir iR weniger, fehlt mir doch ein Pflücker und viele der Äpfel sind noch gar nicht reif. Aber es ist auch so genug an Fallobst. Meine Radtaschen wurden vollgepackt. Das gibt feines Apfelgelee. Gerade die Obstwiese am Flughafen ist immer ein kleines Paradies. Hier sind oftmals viele Vögel und Insekten zu beobachten. In diesem grossen Kasten auf dem Foto sind Hornissen, darunter hängt einer für Fledermäuse. Eine Schulklasse kommt, um Äpfel zu ernten, da gibt es natürlich keine Ruhe.

Ich bin ein Landei, mit Obsternte sozusagen groß geworden. Ich wäre die Apfellese etwas anders angegangen. Die Kinder hatten keine Decken um die Äpfel darauf fallen zu lassen beim Abschütteln, keines trug eine Schürze oder hatte einen kleinen Eimer. In die größeren Ernte-Körbe wurden die einzelnen Äpfel geworfen, die auch einzeln aufgehoben wurden. Viel zu viele Wege und Dellen an den Äpfeln entstehen. Aber es waren ja nicht meine Kinder. Schön, dass sie wenigsten etwas heran geführt wurden.

Ansonsten habe ich diese Woche begonnen, meine Sommerpost zu verschicken. Für die, die wissen wollten, was ich zB mit dem selbst geschöpftes Papier angestellt habe, hier lang. (Die „Extrapost“ habe ich diese Woche noch nicht ganz fertig bekommen.)

selbstgekauft

Herbstzeit ist Lesezeit! Einen sehr komischen Krimi (darf ein Krimi komisch sein? sehr gerne! ) lese ich gerade. Ich mein, eine Highlandcow, die als verrückt gilt, weil sie genau weiss, was sie tut und will, alles beobachtet und analysiert, auch schon mal auf Leute los geht, wenn es ihr zu bunt wird. Und der Leichenfund auf der Hybriden Insel wird erst einmal vertuscht. Nun, fassen wir mal den Anfgang so zusammen: ein ehemalige Manager der Schuhfirma Clarks, der nach dem Berufsausstieg nur noch barfuß läuft, die Leiche findet und verscharrt, wird natürlich von verschiedenen Bewohnern der Insel beobachtet. Aber niemand hat wirklich Interesse, den Toten im Schottenrock der Polizei zu melden. Sehr skurrile Personen bevölkern diesen Krimi, ergeben eine skurrile Geschichte.

Und wer das schöne Buch zum Träumen von Charlie Mackesy noch nicht kennt, dem sei es hier noch mal wärmstens empfohlen. Erinnert mich an „Pu der Bär“ und „der kleinen Prinz“ und ich liebe Mackesys Zeichnungen.

Bestellt ist noch das neue Buch von Melanie Garanie, eine Graphik Novele und ein sehr persönliches Buch! Schaut unbedingt mal auf ihren Blog. Seid vorgewarnt, Lachen und Weinen liegen dicht beieinander. Immerhin geht es ganz oft auf ihrem Blog und ausschließlich in dem Buch, um den Tod des kleinen Sohnes, der auch mal als Ritter ausgerüstet ins Krankenhaus ging.

Quelle Carlsen Verlag

Erschrocken haben wir uns, als wir von dem Tod Chadwick Boseman lasen, der den meisten Kinogängern als Black Panther aus dem Marvel Universum bekannt sein könnte. Er verstarb mit 43 Jahre an Krebs, sehr unerwartet. Jetzt muss ich gleich den Film noch mal am Wochenende schauen. Ein Schauspieler, der sehr engagiert war und auch viel zu jung gestorben ist.

Quelle Uli Stein fanshop

Und dann erreicht einen noch die Nachricht, dass Uli Stein verstorben ist. Kaum einer, der seine lustigen Cartoons nicht kennt. Da muss ich nicht viel zu schreiben.(Ach männo)

Zum Ausklang der Woche kam ein Apfelkuchen in den Ofen und die nächste Charge Apfel Gelee wurde gekocht. Da zieht ein „Düftchen“ durch die Wohnung! Schon beim Zerschneiden der Äpfel duftet es wunderbar zart, so eine Note müsste es als Parfum geben.

Habt ein wunderbares Wochenende. Ich schau jetzt bei Andreas Samstagsplausch vorbei.

(Vollkornmehl) Hefeteig, Schmand, Äpfel, Zucker und Zimt

Edit: Heute ist in vielen Buchhandlungen der Gratis Comic Tag. Der wurde im Mai verschoben. Habe ich auch übersehen.

Sommer Blog Pause

Hallo Ihr Lieben.

Wir sind ab in s Blaue.

Wer noch eine Sommerlektüren braucht:

_20200722_192632Sommerlektüre

Keine Neuerscheinung. Eine Empfehlung von eine Freundin, die gerade leider viel zu selten zum Bloggen kommt. Ein Jahr im Leben eines Vögelchen. Ganz wunderschön geschrieben. Nicht kitschig oder mit Vermenschlichung. (dtv Verlag als Taschenbuch)

Habe ich schon angefangen zu lesen und kommt mit in s Gepäck.

Wir lesen uns wieder in ein paar Tagen.

Dann kann ich Euch sicher viel berichten. Wenn der Sohn die Tomaten nicht vergisst zu gießen, gibt es zum Blau auch viel Rot.

Habt eine gute Zeit.

 

Ein bißchen dies….

Hallo Ihr Liebe.

Mögt Ihr auch auf eine n Plausch bei Andrea vorbei kommen?

Um es gleich vorweg anzudrohen, (kann man das so sagen?) ich bin immer noch ausgebremst. Und da bald Urlaub naht, in dem ich fit sein will, bin ich lieber noch vorsichtig. Ich habe ja keine Schiene, die verhindert, dass ich falsch auftreten. Also nicht so viel Neues, na ja, ein bißchen gibt es schon…

Weiter Ideen

Also, für die Sommerpost habe ich ganz viele Ideen, was in etwa auf meiner selbstgemachten Briefmarke und auch drum herum sein soll. Aber welche Idee nehme ich? Eigentlich bin ich immer noch von der ersten begeistert, bei der man vom Motiv her etwas um die Ecke denken muss. Thema ist nämlich: „ins Blaue“. Das heißt nicht nur farblich eine gewisse Richtung, sonden auch von der Bedeutung her. Den Meisten fällt sicher sofort die „Fahrt in s Blaue“ ein. Dahinter steckt aber auch, dass man mit Unerwartete rechnen muss. Ich möchte mit beidem spielen. Spätestens, wenn ich mit meinen Post Karten dran bin, seht Ihr das Ergebnis oder vielleicht mehrere Ergebnisse.

Sehr positiv überrascht wurde ich von einer tollen, neuen Serie, die ich mir aus eigenem Antrieb nicht beim Streaming Dienst angesehen hätte. „Der Beischläfer“. Nein, das hat nichts mit einem Sexfilmchen zu tun, so werden da die Schöffen Richter genannt. Eigentlich ist Charlie nur Kfz Mechaniker, am liebsten an alten Alfa Romeos. Eigentlich kommt Charlie nicht über den Autounfall Tod seiner Frau (und Schwiegermutter, er wohnt beim Schwiegervater), hinweg. Post wird schon lange nicht mehr gelesen und so konnte er der Berufung in das Schöffen Amt auch nicht widersprechen. Ich sag Euch, da prallen Welten aufeinander. Großartige Charaktere. Und selten haben wir Witz, Komik, Ironie, Ernsthaftigkeit und Einfühlungsvermögen so gut gemixt (im Fernsehen) gesehen. Eigentlich hat mein Mann da mal Recht gehabt, (nicht nur da).

Diese Woche war teils recht kühl und auch (endlich) etwas nasser. Richtig schönes Wetter hat es nur am Montag gegeben, da habe ich dann auch im Garten gesessen. Ein Geschenk wird gerade gelesen (Das Dunkle Mal). Etwas schräge Geschichte, (ja, ich hab s gerade eher mit dem Verschwinden in andere Welten), eine Erzählung um besondere Tattoos, eine Welt zwischen Fantasy und ScienceFiction.

Und ein bißchen das…

Am Donnerstag endlich wieder geschnitzt. Nach dem „Abenteurer Corto Maltese“ von Hugo Pratt. (Comic Künstler) Der Stempel geht auch auf Reisen.

 

Ein Roggenmischbrot habe ich mit der neuen Brotbackplatte gebacken,. Wer nachbacken mag:

600g Roggenvollkornmehl, 120g Dinkelvollkornmehl, 1 T Löffel Brotgewürze, ca 30g Salz, 1 Würfel Hefe (oder Trockenhefe, da braucht Ihr evtl etwas mehr, da mein Teig lange ruhen darf, reicht mir ein P.), 75-100g Sauerteig, ca 30g Haferflocken. Ich gebe gerne noch einen E Löffel Leinsamen dazu. Zum Anrühren 500-600ml lauwarmes Wasser. Zutaten gut vermengen, abdecken und zwölf Stunden ruhen lassen. Sauerteig braucht mehr Ruhe, als Hefeteig. Nicht vergessen, gut durchkneten, da auch nicht mit Mehl auf der Arbeitsfläche sparen, den Laib einschneiden, noch mal vor dem Backen ruhen lassen und dann den Ofen auf 240 C Grad vorheizen, den Laib 15 min backen, auf 210 C reduzieren und noch eine Std backen. Dann per Klopfprobe (klingt es eher hol?) prüfen, ob das Brot durchgebacken ist. (Vollkornmehl ist übrigens immer die gesündere Variante)

Erste Tomaten wachsen schon. Natürlich an den gekauften Pflanzen. Die selbstgezogenen Tomatenpflanzen blühen aber auch fein und Hummel befruchten fleißig. (Ja, dass machen Hummeln, sie haben einen längeren Saugrüssel)

Für Sommer ist es recht kühl, aber die Sonne guckt immer wieder hervor. Das Wochenende verspricht sommerlicheres Wetter. Nächste Woche bekommen wir das neue Auto. Anmeldungen brauchen recht lange, aus gegebenem Anlass. Schließlich arbeiten die Behörden nicht vom Homeoffice aus. Normal würde ich mit dem Rad Einkaufen oder mal einen Ausflug mit dem Ferien“Kind“, mache ich sonst auch oft, aber geht ja gerade nicht. So essen wir mal Vorräte auf und die Söhne kaufen die notwendigsten Sachen ein. Aber Ferienausflüge sind gerade nicht drin. Vielleicht ist das Wetter am Wochenende so gut, dass ich die Jungs überredet bekomme, auch ohne mich eine Radtour zu machen.

Habt eine gute Zeit.

Sehnsuchtserfüllung, Hitze und mehr Widrigkeiten

Hallo Ihr Lieben.

Was für eine Woche.

Begonnen hat sie am Sonntag damit, dass unserem Auto ein Motorschaden diagnostiziert wurde. Wir hatten uns getraut und unsere liebsten Freunde bei Karlsruhe besucht. Dort war das Auto brav in den Hof gefahren, aber das war seine letze Aktion gewesen. Sonntags mussten wir den Autoclub anrufen. Gut, dass es wenigstens nicht irgendwo unterwegs passiert war. Das Ende vom Lied: wir mussten uns vom roten Flitzer verabschieden.

Morgenstimmung mit Storch (Störchen, nur nicht hier zu sehen)

Aber das Wochenende war wunderschön! Wir haben so unglaublich viel geredet, gelacht, gegessen, getrunken, gefreut! Sehnsuchtserfüllung!

gewittrig

Ich habe wieder Johanninüsse gepflückt um einen Likör anzusetzen. Diesmal habe ich den Schwerpunkt auf Piment und Kardamom gesetzt. Und statt Kandis wurde Kokosblütenzucker dazu gegeben. Natürlich durften auch Zimt und Anis nicht fehlen.

Essig, Liköransatz und Pfefferminze

Ein feiner, mit wilden Erdbeeren angesetzter Essig steht jetzt in der Sonne. Im Glas daneben bewurzelt Pfefferminze. Ach, ich liebe den Sommer. Die Johannisbeeren sind auch schon reif, aber leider etwas zu wenig für Gelee, da muss ich dazu kaufen.

Wicken, Stickbild und Monogramm

Mit diesem Bild möchte ich Euch neugierig machen auf meinen zweiten Beitrag, der heute Nachmittag (edit: ich sollte auf den Kalender schauen, MORGEN) startet. Gabi von „made with Blümchen“ sammelt Ideen rund um diese kleinen Stoffspielereien. Und den duftenden Wicken Strauß zeige ich bei Holunderblütchens Flower Friday.

Lothar Frenz Nashörner und meine bunten Dufgeranien.

Nach dem die Woche mit Auto suchen und einen Hitze Rekord nach dem anderen, sowie Beginn der Sommerferien ausgefüllt war, (ja, das Zeugniss gab es erst am Freitag, aber die Woche war sowieso schon ohne Schule, also eigentlich Ferien), nun noch einen kleinen Lesetipp. Ein Büchlein zum ab und zu reinschauen, zum Entdecken von „unnützem Wissen“ oder zum Staunen über besondere Dickhäuter. Die Reihe im Naturkunden Verlag ist einfach immer wieder wunderschön. Eine schöne Aufmachung ist für mich da auch eine Kaufentscheidung. Aber wie der Autor u.a. schildert, wie „Jungfer Clara auf Reisen geht“, ist sehr amüsant. Und wer weiß, wie lange wir noch Nashörner in freie Wildbahn haben.

was man alles über Rhinos erfahren kann!

Das Büchlein habe ich mir selber zum Schmöckern gekauft. Nur weil das Thema „Werbung“ bei Influenzern (kicher) ja diese Woche mal wieder in den Medien war, ist damit klar gestellt, es ist mein Eigentum und „nix Werbung“. Hoffentlich wird das Thema im Recht nun endlich klar aktualisiert.

Bei der Sommerpost habe ich mich angemeldet und versuche einen Ausflug in s Blaue zu gestalten. Einen Dankeschön Stempel habe ich (ein klein wenig) angefangen, aber die Hitze hat mich die Woche ganz schön benommen gemacht. Rasen mähen, gießen, Sonnenschirme bewacht, Sonnensegen aufgehängt, den Hund hinter mir her gezogen (dabei gehen wir bei der Hitze nur kurz). Es wird sicher ein Wochenende mit Gewittern. Fünf Tropfen sind Freitag schon gefallen. Nun, Regen können wir wieder gebrauchen, etwas Abkühlung auch. Unser Freibad ist leider technisch defekt und wird nicht öffnen. Aber die Geburtstagsfeier, welche ein Spaziergang mit Picknick werden soll, wäre ohne Gewitter sicher netter.

Fast hätte ich es vergessen, ich habe doch einen wunderbaren Gewinn bekommen! Bei Ulrike hatte ich zum Blog Jubiläum eine selbstgehnähte Buchhülle gewonnen und bin so begeistert!

Tim und der blaue Lotus
Buchhülle de Lux

Ich setze mich nun gern zum Samstagsplausch zu Andrea und schaue ein wenig, was Ihr so alles zu erzählen habt. Ein kühles Getränk immer in Griffnähe.

Ab jetzt wird es vielleicht ruhiger. Immerhin sind Sommerferien. Macht es Euch gemütlich.

Vorbeigerannt

Erich Kästner

Der Juni

(aus meiner Gesamtausgabe Athenäum Verlag)

Die Zeit geht mit der Zeit: Sie fliegt.
Kaum schrieb man sechs Gedichte,
ist schon ein halbes Jahr herum
und fühlt sich als Geschichte.

Die Kirschen werden reif und rot,
die süßen wie die sauern.
Auf zartes Laub fällt Staub, fällt Staub,
so sehr wir es bedauern.

Aus Gras wird Heu. Aus Obst Kompott.
Aus Herrlichkeit wird Nahrung.
Aus manchem, was das Herz erfuhr,
wird, bestenfalls, Erfahrung.

Es wird und war. Es war und wird.
Aus Kälbern werden Rinder
und, weil’s zur Jahreszeit gehört,
aus Küssen kleine Kinder.

Die Vögel füttern ihre Brut
und singen nur noch selten.
So ist’s bestellt in unsrer Welt,
der besten aller Welten.

Spät tritt der Abend in den Park,
mit Sternen auf der Weste.
Glühwürmchen ziehn mit Lampions
zu einem Gartenfeste.

Dort wird getrunken und gelacht.
In vorgerückter Stunde
tanzt dann der Abend mit der Nacht
die kurze Ehrenrunde.

Am letzten Tische streiten sich
ein Heide und ein Frommer,
ob’s Wunder oder keine gibt.
Und nächstens wird es Sommer.

 

Hallo Ihr Lieben.

Die erste Juniwoche, husch, mein Gott, vorbeigerannt.

Groot aka Mr Blue Sky

Ich habe zum ersten Mal eine Amigurimi Figur gehäkelt. Und vor allen Dingen endlich fertig gestellt. Vor diesen Mini Häkeleien habe ich immer nur Respekt gehabt, dran gewagt nie, weil sie so unglaublich klein sind. Aber Groot wollte ich unbedingt mal häkeln. „Ich bin Groot“ (Comic Figur aus Guardians of the Galaxy). Erstmal ein wenig nach Bildern geschaut und einfach los gehäkelt. Try and error.

Roter Milan
Roter Milan kreisend in der Eifel

Pfingsten war davon geprägt, dass wir zum ersten Mal wieder in der Eifel waren, bei den Eltern meines Mannes. Und dann auch erstmals wieder im Sauerland, bei meiner Mutter.

Meißen Krankheit Nest
Überreste, so ein schönes Nest, so traurig das Ende der Küken

Auch im Sauerland sind die Blaumeisen gestorben und wir mussten den Vogelkasten leeren.

Aber die Besuche, die wir nur in den Gärten verbracht haben, mit viel, sehr viel Sonne, die waren wunderbar.

Zauberstab

Abrakadabra. Den Holzstrunk haben wir letztens gefunden, auf der Christi Himmelfahrt Wanderung, deren Mini-Bericht ich noch immer schuldig bin. Ein Astteil ist von innen so verrottet, dass ein Hohlraum geblieben ist, der nun eine Bergkristall Füllung bekommen hat. Aber so einen Ast habe ich noch nie gesehen!

Maike Stempel

Nicht nur Material Post aus Hamburg ist gekommen, (Softcut u.a.). Dieses besondere Skunk ist gleich neben ihre Meisen geklebt worden. Wunderbare Stempelkunst von Maike. Ich liebe die Stempel von ihr, ohne sie hätte ich nie angefangen.

Geschenktopf

Eine Freundin ist 80 geworden. Für die Terrasse gibt es einen Topf zum Anschauen. Ich kaufe da keine vorgefertigten, die sind oft nicht so liebevoll zusammen gestellt.  Ich hätte es gern anders ausgesucht, nicht zu dicht und so teuer. Das kann man doch einfach selber machen! Topf und Erde, unten eine Drainage, farblich und vom Typ her zusammen passende Pflanzen, mit ein wenig *Bling*, aber bitte wenig *Bling* …

„Blumen sind das Lächeln der Erde“

 

Spargel

Spargel, der letzte Spargelmonat ist angebrochen. Schnell noch bis Johanni ausnutzen. Einen Brotbackteller habe ich ergattert und will ihn sehr bald ausprobieren.

Sonst war die Woche wie gesagt, husch, vorbei. Mit Autoinspektion/Tüv, mit Besorgungen und üblichem Alltag. Endlich wurde der ganze Grünschnitt seit dem März abgeholt. Reichlich habe ich da zusammengebunden und nach vorn geschafft. Und endlich Regen. Hier gab und gibt es erst nur wenige Tropfen. Aber sofort kommen aus dem braunen Rasen einige grüne Halme. Vorher habe ich schnell noch geharkt und etwas umgepflanzt, extra für den Regen.

Ich lese ein unglaublich spannendes Buch, Fantasy, originelle und besondere Ideen, ich erzähle bald mehr. Ebenfalls auf meinem Stapel ist John Ironmongers „Der Wal und das Ende der Welt“, das Buch ist nun als TB herausgekommen.

powder mage
Cross Culture VLG.

Der Sohn bekommt einen neuen Schreibtisch, der Jugendtisch hat schon so lange ausgedient. Der alte Küchentisch meiner Großeltern wird perfekt dafür werden. Den habe ich von meiner Mutter mitgebracht. So alte Tische sind oft aus Esche, ein glattes Holz, früher viel für Gebrauchsmöbel genutzt. Keine Splitter. Wunderbares Holz. Und das System der Konstruktion so einfach zu transportieren und zusammen zu bauen, so leicht und stabil.

Nun klingt das Wochenende aus, kühl und regnerisch und gemütlich und erholsam und besinnlich.

Habt ein schönes Wochenende.

 

Verlinkt bei Andrea „Karminrot“ Samstagsplausch, beim Monatsmotto  von Andrea „Zitronenfalterin“ (denn sie sammelt Sachen, die wir noch nie gemacht haben)

Ps: Viel zum bloggen, schauen und kommentieren bin ich leider nicht gekommen. Ob das besser wird in den nächsten Tagen?

Gartenbüchlein

Hallo, Ihr Lieben.

Kennt Ihr das mit den Plänen? Für etwas Kreatives, für einen Blog Eintrag, für den Garten. Und irgendwie…

Selbst mit etwas Planung geht da schon mal etwas verloren, weil die Zeit vielleicht nicht gereicht hat, der Kopf wo anders war, die Lust verloren ging, was auch immer. Nun, heute zeige ich etwas zu „klein“ und „Garten“. Endlich. In der letzten Woche dieses Themas bei „der Müllerin“ und frau nahtlust.

Büchlein u Stoffe

Ich habe mich an ein kleines, selbstgebundenes Büchlein gemacht. Als möglicher Planer für das Gartenjahr, als Notitzbüchlein oder Gedankensammler.

aufgeschlagenes Büchlein

Meine liebste Beschäftigung ist im Kreativen nun mal das Stempel schnitzen (ja, am liebsten wirklich das Schnitzen). Daher wurden die Seiten natürlich mit neuen, floralen Stempeln bedruckt.

Der Einband wurde bewußt etwas grösse gelassen. Was mir leider sehr mißlungen ist, ist das Schneiden der Seiten nach dem Binden. Meine Schneidemaschine hat die Seiten nicht geschafft und eher etwas zerfetzt. Ein wenig konnte ich noch mit dem Cutter Abhilfe schaffen, aber Ihr seht die Unregelmäßigkeiten.

a rose is a rose
Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose

 

Gertrude Steins Teil ihrer literarischen Sprachexperimente: „Rose is a rose is a rose“ fand hier Erwähnung. Der Satz entstammt ihrem Gedicht Sacred Emily. Hier (veröffentl. 1922) heißt es bei Wikipedia, in Deutschland glaube bei Arche veröffentlicht:


Color mahogany.
Color mahogany center.
Rose is a rose is a rose is a rose.
Loveliness extreme.
Extra gaiters.
Loveliness extreme.
Sweetest ice-cream.
Page ages page ages page ages.
Wiped Wiped wire wire.
Sweeter than peaches and pears and cream.
Wiped wire wiped wire.
Extra extreme.
Put measure treasure.
Measure treasure.
Tables track.
Nursed.
Dough.
That will do.

Außerdem wollte ich nun endlich meine letzten beiden noch fehlenden wunderschönen Stoffdruck-Zusendungen aus dem Projekt Frühlings Post Kunst zeigen. Zwei wunderschöne Stoffstücke mit sehr unterschiedlichen Schablonendrucken zum Thema Flora und Fauna und daher auch gut zum Thema hier passend. Denn was wäre ein Garten, sei er noch so klein, ohne schöne Pflanzen und Tiere. Ich bedanke mich bei Fine und Stefanie sehr. Auch mir zaubert übrigens das alte SW Foto ein Lächeln in `s Gesicht, liebe Fine.

 

Euch eine schöne Woche.

Vielarmig

Hallo Ihr Lieben.

Wollen wir uns wieder zum Samstagsplausch bei Andrea treffen?

Ein viel entspanntere Woche liegt hinter uns.

Das lag nicht nur an freien Tagen. Aber, so ein Feiertag und (netterweise) Brückentag sind schon was Feines.

Langweilig war die Woche nicht. Der Alltag war gut gefüllt. Der Jüngste hat just an dem Tag, an dem einer der zwei Schultag vor Ort war, heftigst Kopfweh und blieb daheim. Aber sonst ist es eine große Erleichterung, wenn sich eigentlich alle wieder gesund fühlen. (Eine Stein – Lawine gab es da regelrecht hier.)

Beim anderen Sohn gibt es nun keine verkürzte Zeit mehr, (wobei er oft von daheim noch den Discord Server moderiert hat,) auch wenn noch nicht wieder viel los ist. Vorbereitungen mussten von jetzt auf gleich im Jugendzentrum gestartet werden, auch hier gab es lange Unsicherheit, wann und wie es vor Ort wieder los gehen sollte.

Marienkäfer Larve

Einen schönen Abendspaziergang konnte ich mit einer lieben Freundin machen. (Der Fuß wird immer besser.) Der Garten ist voller blühender Rosen und Pfingstrosen. Das gute Wetter fördert allerdings auch die Vermehrung von Blattläusen. Schön, dass die Meisen immer noch fleißig sind und diese kleinen Kerle (Foto) auch ihren Hunger an den saugenden Läusen stillen. Hier hat sich eine Marienkäfer Larve frisch verpuppt. Die Blaumeisen scheinen doch noch von der Lungenentzündung befallen worden zu sein, ich sehe sie nicht mehr im Garten.

Am Feiertag hatte uns ein Freund  zu Wanderung und Picknick eingeladen, draussen und mit Abstand. Wunderschön! Nächste Woche zeige ich mehr Fotos.

Rsk

Die ganze Woche begleitet uns übrigens ganz viel „Geplapper“, die Kirschen in Nachbars Garten sind reif und ein ganzer Schwarm Stare futtert und füttert sich da durch. Die alten Vögel sitzen i.R. oben, die jungen unten. Diese Vögel haben sich viel zu erzählen, gern imitieren sie da auch mal andere Vogelstimmen.

Stare

Schon länger spielte ich mit dem Gedanken, einen Oktopus zu schnitzen, in Linol. Leider war in meinen Vorräten ein so großes Linolstück nicht mehr zu finden und ich hatte letztens ja auch kein Glück im Geschäft. Also habe ich eine große Factis Platte „geopfert“ bzw ausprobiert.

Krake

Hier der erste Probedruck, ich bin total begeistert. Und das Schnitzen ging im Vergleich zum Linol viel einfacher (fast zu einfach, man hat ja auch Ehrgeiz). Bald zeige ich, wo jetzt der Kopffüssler so rum schwimmt. Diese vielarmigen Weichtiere sind unglaublich interessant! Für manche sehen sie aus wie wabbelige, unförmige „Dinger“, ich finde sie  anmutige und elegante Wasserwesen, nachgewiesenermaßen hochintelligent. Für Interessierte, die sich nicht von der äußeren Form abschrecken lassen, empfehle ich das Buch:

Rendezvous mit einem Oktopus: Extrem schlau und unglaublich empfindsam: Das erstaunliche Seelenleben der Kraken (detebe) von Sy Montgomery. (Keine Werbung, habe ich vor zwei Jahren sehr begeistert gelesen.)

Freitag Abend hat es dann endlich geregnet. Das war so dringend notwendig! Wir haben uns richtig darüber gefreut. Das ich mich mal über Regen im Sommer freuen würde (Ja, ich weiß, es ist Frühling, erzähl das mal dem Wetter hier). So mancher Sommer in den großen Ferien  war nämlich sehr verregnet. Und NRW hatte früher oft sehr früh Ferien, so daß wir dann neidisch gen Süden schauten. Ich weiß noch, wie mein Opa klagte, das Korn keime am Halm. Und ich fand auf der Bleiche die jungen Schwalben erfrierend und nass am Boden. Da hab ich mir sehr gewünscht, dass wir eine Wettermaschine hätten.

Macht es Euch trotzdem gemütlich!

Habt ein gemütliches Wochenende.

 

 

Diese Mai Woche

Hallo Ihr Lieben.

 

Das war eine gut gefüllte Woche. Drei Beiträge habe ich gepostet, einen über das geliebte, aber gerade vermisste Kino, einen Post über ein unscheinbares Wiesenkraut und dann noch über eine Lieblingsblume.

Aber auch sonst war gefühlt viel los. All die Veränderungen mit und ohne Abstand, die jetzt auf uns einprasseln. Wie das wohl werden wird? Ich sehe überall den Abstand schwinden, noch mehr, als die Tage vorher schon. Ansonsten habe ich langsam den Dreh raus, wenn mir jemand im Geschäft zu nahe kommt. Erst fahre ich meine Ellebogen aus, wenn das nicht reicht, knurre ich unter meiner Maske nur: „das sind keine Meterfuffzich!“ Gerade Frauen erschrecken dann komischerweise und starren mich an und gehen einen Schritt zurück. Nett hat ja nicht geholfen die letze Zeit. Die Freiheit des Einzelnen hört da auf, wo die Freiheit des Andern beginnt – ein Drahtseil-Akt, natürlich und Einfach ist Anders. Aber wo gibt es das gerade. Übrigens ist Abstand auch das Monatsthema bei der Zitronenfalterin. Ein gutes Thema, auch unabhängig von Covid19.

Eine schöne Begegnung hatte ich beim Spargel Kauf im Hofladen. Eine junge Mutter mit kleinem Kind kamen per Roller und Laufrad. Das Kind war offensichtlich etwas groggi: „Ob ich gesehen hätte, dass Rhabarber im Laden zu kaufen wäre? Sie hätte nicht damit gerechnet, dass die Tochter so weit fahren würde.“ Auf den hatte ich nicht geachtet, nur Erdbeeren wären mir frische aufgefalllen“ „Sie hätte nämlich keine Maske eingesteckt.“ Kurz gekramt, eine der ausgeschnittenen, in einem Beutel sicher verwahrten Masken rausgeholt, kurz das Anlegen erklärt, weil man an den Ohren den Stoff drehen muss. Jemand glücklich gemacht.

SÜSSKARTOFFEL
So vermehrt Ihr ganz einfach Süsskartoffel, aber erst nach den Eisheiligen auspflanzen

Ich habe mir überlegt, dass ich jetzt häufiger wieder das ein oder andere *Kräutchen* vorstellen möchte. Die nächsten zwei sind schon in der Pipeline. Holunderblüten gibt es schon reichlich, so früh blühend wie (gefühlt) nie. Es wird natürlich wieder Holunderblüten Sirup gemacht. Wie ich den zubereite und was es bei mir über „Mutter Holunder“ zu erzählen gibt, könnt Ihr hier lesen.

Der neue Gartentisch ist da, schnell aufgebaut von mir. Sperrmüll kommt auch wieder, daher kann der alte noch eine Woche hinten im Garten hochkant warten. Wir haben keine Bio Tonne, sondern einen Kompost. Ich glaube, ich bin die einzige hier weit und breit. Daher muss ich so etwas wie Heckenschnitt anmelden. Auch der wird nun wieder abgeholt, in drei Wochen. Da dieses Gestrüpp (und mehr,) Dank Corona eh seid zwei Monaten im hinteren Garten liegt, macht das auch nichts mehr aus. Ja, mein „hinterer Garten“ sieht recht wüst aus. Aber in der Mitte habe ich ein kleines Paradies voller blauer Iris, Salomonsiegel, Waldmeister und Akkelei. Das Löwenmäulchen steht auch schon in den Startlöchern. Man merkt, dass es den Schnecken zu trocken ist, die Funkien werden kaum angeknabbert. Nächste Woche, pünktlich mit Beginn der Eisheiligen, kommt nicht nur Kälte, sondern auch Regen, laut Vorhersage.

Iris und Co

Spargel haben wir schon zwei mal diese Woche gegessen, immer recht klassisch im Wasserbad gegart, mit Kartoffelbeilage und wer mag, etwas Butter. Dazu gab es einmal Schinken und einmal Hühnerbruststreifen. Gern trinke ich am nächsten Tag noch etwas von dem Spargelwasser, das ist ja genau so gesund, wie der Spargel. Ach, dieses Gemüse ist für uns immer noch etwas Besonderes.

Am Wochenende kann, wer mag, Vögel zählen und melden. (Stunde der Garten Vögel) Hier sind diese Woche die Schwalben angekommen und sogar ein Storchenpaar kreiste nah bei, etwas Besonderes bei uns. Genau wie das Dompfaffpärchen an der Fütterung, denn normal ziehen sie nur durch. Begeistert hat mich wieder der Gesang der Mönchsgrasmücke und der schnelle Baumläufer. Wie der Kleiber kann letzterer Vogel an der Baumrinde hoch klettern, nur nicht kopfüber wie der Kleiber wieder runter.

In der Bücherei habe ich mir „Der Zopf“ ausgeliehen. Schon vor einem Jahr hatte Andrea Zitronenfalterin den Titel gut besprochen und die ersten Kapitel gefallen sehr. Die letzten zwei Post-Kunst-Werke zum Thema „Frühling“ sind angekommen, ganz wunderschön und einen eigenen Beitrag wert. Auch wenn es vorher viel Arbeit für die Teilnehmerinnen bedeutet hat, den Entwurf zu machen, die Schablonen auszuschneiden und dann zu drucken, so sind hinter doch viele schöne Ergebnisse verschiedenster Art zusammen gekommen.

Zum Wochenausklang gab es etwas zum Naschen. Neben dem „Weltfrieden“, (wer hier häufiger liest ist dem schon begegnet,) habe ich Schnecken mit Nuss-Zimt Füllung gebacken. Mit frischer Hefe. Das neue Gold findet man jetzt auch wieder vermehrt im normalen Regal. Ist fast immer Bio Hefe, vielleicht erscheint die den Leuten zu teuer? Ach und weil die Rettungsringe noch nicht groß genug sind, gab es auch Eis dazu.

WELTFRIEDEN Brot und Schnecken

Wunderbare Musik habe ich Dank meinem Schatz auch just neu entdeckt. Warum gehen manchmal so schöne Stimmen und kreative Größen an mir vorbei? Ihre (Haley Reinhart) Versionen von „Can‘ t help fallin‘ in love“ und „seven nation army“ sind für mich Gänsehaut Musik.

Euch ein schönes Wochenende, wer Muttertag feiern mag, einen schönen selbigen.

Viel Spass beimSamstagsplausch von Andrea.

 

 

 

 

nägelein

Hallo Ihr Lieben.

 

Got geb euch eine gute nacht / von rosen ein dach / von liligen (Lilien) ein pet / von feyal (Veilchen) ein deck / von muschschat (Muskat) ein tuer / von negellein (Nelken) ein rigelien dar für

 

Johannes Brahms berühmtes Schlaflied *Guten Abend, gut`Nacht* „besteckt“ die Decke mit Nelken. (Daher stammt auch meine Überschrift)

Bartnelke
In dem Schüsselchen gedeiht eine Süsskartoffel

 

Was ich oben wiedergegeben habe, ist die mittelhochdeutsche Form eines Liebeslied, mit einer rundum durftenden Schlafstatt. So war diese Blume doch das Symbol der Liebe und Ehe, rot natürlich für das Verlangen, Weiß für die Ehe.

Der botanische Name der Nelke ist „Dianthus“, Blume der Götter. Ihr alter Name „Nägelin“ kommt aus der Ähnlichkeit zur Verwandschaft, denn im getrockneten Zustand sieht sie aus wie die Gewürznelke, die ihrerseits an einen Nagel erinnert.

DSC_0047

In Allegorien der fünf Sinne verkörpert die Nelken oft den Geruchssinn. Wenn man mal genauer auf Bilder des späten Mittelalters und der Renaissance schaut, findet sich dort sehr häufig die Nelke. (Die Dame mit dem Einhorn, als Passionsblume in Bildern von Jesus und Maria.) Bei der Tischdekoration sollte sie schlechte Gerüche überdecken und wurde auch zum Kochen verwendet, ebenso wie in Getränke gestreut. Eine alte Nelkensorte heißt Sops in Wine, *in Wein getunkte Bissen*. Auch im 19. Jahundert wurde die Nelke vielfach in Parfüms und Pomaden verwendet. In Andalusien ist die Nelke der Inbegriff von Weiblichkeit, man schaue sich nur die Flamenco Kleider an. Bei den Stierkämpfen tragen die zuschauenden Damen eine rote Nelke hinter dem Ohr. Man(n) beachte da, auf welcher Seite, denn links bedeutet, dass sie ungebunden sind.

Wärend der französischen Revolution waren Nelken das Widerstandssymbol der Adeligen. Diesen Widerstandsgedanken griffen 1889 Anhänger der Arbeiterbewegung auf. Dieses Symbol des Widerstandes blieb der Nelke bis heute erhalten.

Als ich gestern Spargel beim Bauern im Ort kaufte, standen im Eimer diese wunderschönen „Tausendschön“ Nelken. Auch wenn ich mir eigentlich aus dem Garten Iris in die Vase stellen wollte, konnte ich nicht widerstehen.

Meine Informationen sind fast alle aus dem wunderschönen Buch *Nelken* von Sussane Stephan aus der Reihe *Naturkunden* im Matthes & Seitz Verlag, welches ich mal geschenkt bekommen habe. (Übrigens eine sehr schöne Reihe!)

 

Verlinkt bei Holunderblütchen und Freutag

 

Guten Abend, gut’ Nacht,
mit Rosen bedacht,
mit Näglein besteckt,
schlupf unter die Deck’:
Morgen früh, wenn Gott will,
wirst du wieder geweckt.

Guten Abend, gut’ Nacht,
von Englein bewacht,
die zeigen im Traum
dir Christkindleins Baum.
Schlaf nun selig und süß,
schau im Traum ’s Paradies.

altes Schlaflied, vertont von J. Brahms
1808 unter dem Titel Gute Nacht, mein Kind! veröffentlicht im „Des Knaben Wunderhorn“