Bilderflut

Hallo Ihr Lieben.

(Es folgt auch Werbung in Bild, Text und Links, dafür bekomme ich nichts, immer noch nicht, muss ich aber notieren.)

Die ersten Frühlingsboten stehen auf dem Tisch, ich habe mir den Luxus erlaubt und im Januar schon die ersten Tulpen geholt, die ich gern bei Holunderblütchen zeigen möchte.

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Dazu ein paar Forsythien Zweige, deren gelbe Blüten hoffentlich bald aufgehen. So ein kleines Sträußchen kann die Stimmung am Esstisch gleich total verändern, zumal ja unlängst erst die letzen Weihnachtsdekoration noch stand.

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Wie Ihr seht, gebe ich die Tischdecken u.ä. nicht zur Mangel, ich bitte die Falten zu entschuldigen.

 

Als ich letztens meinen Tag bei 12 von 12 beschrieb, erwähnte ich, dass mir beim Lesen des „Captain Future“ Romans einige Bücher dazwischen gekommen sind, genauer gesagt, Graphic Novels. Das ich Comics gerne lese, ist ja hier eigentlich kein Geheimnis mehr. Dank der Graphic Novels sind sie ja auch nicht mehr so in der „Groschen – Schmuddel – Ecke“. (Es gibt eben überall gute und schlechte Titel.)

Einen großen Beitrag hat das Buch MAUS von Art Spiegelman vor Jahren dazu beigetragen. Wer es noch nicht kennt, unbedingt einmal reinschauen, am Besten lesen, seinen (grösseren) Kindern geben! Die Vernichtung von Menschen, nur das sie Mäusegesichter tragen, (und deswegen vielleicht besser zu ertragen) sehr eindringlich erzählt.

Schon in meiner Ausbildung kamen manchmal Eltern oder Grosseltern und baten um einen Tipp, sie würden gerne ein Buch verschenken, aber das Kind würde nicht gerne lesen. Erschrocken oder unverständlich reagierten sie dann manchmal, wenn ich z.B. einen „Asterix“ vorschlugen. Manchmal erreicht man über Bilder mit wenigen Worten mehr. Daher finde ich diese Bände, die ich Euch hier vorstellen möchte, auch so toll:

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„Nieder mit Hitler“ von Jochen Voit und Hammed Eshrat, beschäftigt sich nicht nur mit einer Gruppe von Freunden in der Hitlerzeit, sondern auch mit der Zeit danach. Die Geschichte von Karl beginnt in dieser Graphic Novel nämlich mit einem Stasi Verhör. Und die Jungen in dem Comic hat es wirklich gegeben, sie leben teilweise noch. Ihre Geschichte war nur nicht so aufregend und gross wie z.B. die der Geschwister Scholl.

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Ein aktuelles Thema haben die Autoren Eoin Colfer und Andrew Donkin niedergeschrieben und Giovanni Rigano hat sie wunderbar gezeichnet. „Illegal. Die Geschichte einer Flucht.“ Die Geschichte von Ebo, der durch die Sahara nach Tripolis und über das Meer fliehen muss, ist sehr einfühlsam und doch aufrüttelnd erzählt. Den irischen Autoren E. Colfer kennen sicher viele durch seine Artemis Fowl Bücher.

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Aber ich hab mir nicht nur *schwere Kost* aus der Bücherei mitgebracht, (Ihr habt vielleicht bemerkt, dass die Bücher Aufkleber haben), sondern auch etwas rein kultiges, unterhaltendes:

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Zu den drei Fragezeichen ??? muss ich nicht viel schreiben, Generationen sind mit diesen Krimis aufgewachsen. Die Comics sind ein wenig gewöhnungsbedürftig aus meiner Sicht, aber ich finde toll, dass sie nicht so bunt sind und wohl eher ältere Leser ansprechen. Schließlich sind die meisten Fans der ??? auch schon etwas älter.

Jetzt fragt Ihr Euch, warum aber als Beitragsbild oben ein Junge mit Fuchs dargestellt wird? Nun, vielleicht erkennt Ihr das Motiv auch sofort, denn nicht nur ich habe als Kind immer und immer wieder in Antoine Marie Jean-Baptiste Roger Vicomte de SaintExupéry s Buch „Der kleine Prinz“ reingeschaut. Die Bilder und klugen Worte begleiten auch heute noch viele Menschen. Ein Buch mit vielen, schönen und selbstgemalten Bildern des Autoren.

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Schon vor Jahren habe ich Motive daraus nachgemalt. Heute habe ich einen kleinen Stempel geschnitzt, der genau auf ein Etikett passt.

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Ich habe eine interessanten Artikel online entdeckt, über die letzen Stunden des Antoine de Staint-Exupéry. Lange galt er ja als *vermisst*, da er von seinem letzen Flug nicht zurück kehrte. Besonders tragisch, da es sein wirklich letzter Flug sein sollte!

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„Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

Das schicke ich gerne zum Freutag. Euch schon mal ein schönes Wochenende.

 

ein neues Jahr

Ihr Lieben,

(Text und Bilder enthalten Werbung)

nachträglich möchte ich Euch noch ein gutes, gesundes, neues Jahr wünschen! Ich hoffe, Ihr seid gut durch die ganzen Feiertage gekommen. Sowas kann ja durchaus auch mal anstrengend werden, allein das viele leckere Essen. Wir hatten grosses Glück, dass es zwar vor Weihnachten viel geregnet hat, aber dann war der erste und vor allen Dingen der zweite Feiertag richtig schön. Der Hundegang durch die gefrorene Eifel war wunderschön!

Ich liebe dieses Spiel von Licht, Laub und Eiskristallen. Und die Luft hat so etwas ganz Besonderes. Gänge durch die Natur helfen einem dabei, den Rhythmus wieder zu finden, oder? Schaut mal bei der Zitronenfalterin vorbei…

Hätte ich noch etwas mehr Zeit gehabt, hätte ich ganz viele Schlehen noch gepflückt. Der Weg führt über eine alte Bahntrasse und Weiss- und Schwarzdorn Hecken säumen die Ufer.

Für unseren Hund war es ein kleines Paradies, neue Gerüche, viel Lauffreiheit und leider auch drei offensichtlich, stinkende Plätze zum Wälzen. Wenn man sich unterhält, schaut man da nicht immer rechtzeitig, Hundebesitzer wissen sicher, was das dann heißt.

Wo die Sonne nicht hin kommt über den Tag bleibt es vom Frost weiß gepudert.

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Und nun geht es auf in neue Vorhaben.

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Das ich Eulen sehr mag, habe ich ja schon mehrfach hier erzählt. Besonders die Schleiereule hat es mir angetan. Dieses wunderschöne, helle „Gesicht“, der recht schlank wirkende Körper mit den langen Beinen und die Federfärbung, hat es mir angetan. Früher sah man diese Eule viel häufiger, sie wurde gerade von Landwirten gern gesehen als Mäusejäger und die Gebäude hatten fast immer Eulenfenster, Löcher für Vögel und Fledermäuse. schleuereuelnstich

Aber wer achtet heute noch auf diese lautlosen Jäger. Lautlos sind Schleiereulen übrigens, weil sie ganz besonders weiche Federn haben. Im Prinzip sind auch die normalen Federn fast wie Daunen. Es ist schon etwas Erschreckend, wenn eine Eule im Dunkeln über einen fliegt, weil man sie vorher nicht wahr nimmt, aber auch sehr faszinierend.

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Ein weiterer Stempel ist nach dem Vorbild von Pu dem Bären geschnitzt worden. Diese wunderbaren Geschichten von Milne enthalten für ein Kinderbuch auch viele schöne Sätze, die wir „Großen“ uns auch noch zu Herzen nehmen können. Die original Illustrationen von Shepard sind so fein und mit denen von Disney nicht zu vergleichen. Und hier liefen jahrelang zum Einschlafen die Hörbücher von H. Rowohlt, der all den Charakteren eine eigene Stimme gab (und den ich jetzt noch manchmal in meinem Kopf höre, wenn ich an Pu, den Bären mit dem geringen Verstand, denken muss). Wer diese Klassiker noch nicht kennt, sehr zu empfehlen!

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Ich wünsche Euch einen guten Start und auf das Eure Vorhaben unter einem guten Stern stehen werden.

Bedanken möchte ich mich auch für all Eure regen Besuche und Kommentare hier, manchmal tut es richtig gut, zu sehen, dass ein Beitrag Euch auch gefällt. Ich hoffe sehr, ein paar neue Blogbeiträge werden Euch auch wieder gefallen.

 

Oh Tannenbaum und mehr

Hallo, Ihr Lieben.

(Text und Bilder enthalten Werbung, ohne Auftrag)

Und, fleißig am backen, basteln, einpacken, Weihnachtsgrüsse schreiben, erste oder letzte Einkäufe tätigen? Ach, irgendwie wird es doch immer schwieriger, die Adventszeit ruhiger zu verbringen, so wie man es doch eigentlich gerne möchte.

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Das Tannenbaum holen in der *anderen* Heimat, war wieder schön. Diesmal haben wir sogar recht schnell einen besonderen und schrägen Baum gefunden.

Am Sonntag gab es hier so wunderschönes Winterwetter. Zumindest bis Mittag war es weiß draußen. Wir sind wieder zum Weihnachtsmarkt an der Burg Wissem gegangen.

Der Nikolaus verteilte Nüsse und Madarinen an Kinder, auf der Bühne spielte bei unserer Ankunft eine lokale Big Band Weihnachtsklassiker und später gab es eine Märchenstunde auf der Bühne. Übrigens, für alle, die Bilderbücher lieben, in der Burg Wissem (Troisdorf) ist eins der grössten Museen dieser Art in Deutschland und als die Jungs noch kleiner waren, sind wir dort so manchen verregneten Wochenendtag versackt.

 

Ja, das ist ein Themenwechsel, nicht war? Aber ich kann gerade nicht noch mehr Weihnachtssachen machen. Und ich will schon seid zwei Wochen eine Lumme schnitzen. Als ich krank im Bett lag, habe ich einen wunderschönen Bericht über die Lummen an den schottischen Steilküsten gesehen. Diese Vögel, die wie Pinguine aussehen, brüten hoch oben in den steilen Klippen. Wenn die kleinen Trottellummen dann aber in das Wasser müssen, wird es gefährlich für sie. Im Gegensatz zu Pinguinen können Trottellummen ja fliegen, aber diese kleinen, schwarzweissen Federknäule sind da noch nicht drin geübt. Sie müssen einfach metertief runterspringen und dabei gleiten. Unten treffen sie auf stürmische Gischt und landen hoffentlich zwischen Felsen im Meer. Als ein schwächeres Küken erst nicht springen wollte, dann aber durch das Getümmel der vielen Vögel auf der Klippe doch stürzte, habe ich wirklich die Luft angehalten. Es landete auf einer Klippe… und überlebte. Die dichten Daunen schützen die Vögel wohl wirklich sehr. (Ja, ich weiss, so ist der Lauf der Natur, aber manchmal ist man doch besonders nah am Wasser gebaut und bittet Mutter Natur, dass alles gut geht.)

Nun, weil es auf Weihnachten zu geht und man sich da ja etwas schenkt, möchte ich einmal so einen Bogen mit Trottellummen Aufklebern verlosen. Wer bis Mittwoch 24.00 Uhr hier einen Kommentar hinterlässt, kommt in die Losmütze und einer der Söhne zieht dann den Gewinner, der andere passt auf, dass alles richtig abläuft. (Sollte es Probleme mit der Kommentar Funktion geben, es geht auch eine email, siehe Impressum.)

Achtung, Verlosung beendet und Sohn hat Mano als Empfänger der Aufkleber gezogen, Gratulation! (Ach, hätte ich jetzt mehr Zeit, würde ich Euch allen welche machen und schicken.)

 

Euch allen schöne Adventstage! Stresst Euch nicht zu viel und bleibt gesund.

Verlinkt beim creadienstag

Sterne

Hallo Ihr Lieben.

Es ging ein eisiger Ostwind. Hoffentlich habt Ihr Euch alle gut eingepackt, wenn Ihr draussen unterwegs seid. Oder Ihr seid gemütlich daheim eingemummelt. Denn nun liegt sogar bei uns im Rheinland Schnee.

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Da bekommt das Märchen vom Sterntaler, welches mir häufige in den Sinn kommt zur Adventszeit, noch einmal eine andere Vorstellung von Barmherzigkeit. *Erfrieren, du dummes Kind, du wirst erfrieren*, will ich dann immer ausrufen! Aber Märchen sind ja immer voll der Extreme. Kinder, die von einer Hexe gemästet und gegessen werden sollen? Ein Rumpelstilzchen, welches sich vor Wut zerreißt? Ein Wolf, der so groß scheint, dass er in seiner Gier eine alte Frau und ein Mädchen in einem Stück verschlingt und die anschließende OP verschläft?

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Ich kenne kein Kind, das diese Märchen deswegen seltsam fand, denn es waren ja Märchen, phantastische Geschichten, deren Poesie und Brutalität uns erschauern ließen und wir trotzdem immer wieder von Prinzessinnen, Prinzen, bösen und guten Königen oder Königinnen, mutigen Geschwistern, verzauberten Tieren, Hexen und Fabelwesen  hören wollten. In meiner Kindheit hatten Märchen einen hohen Stellenwert, ich liebte und liebe sie auch heute noch. All die tiefenpsychologischen Deutungen waren mir egal, ob nun Schneeweißchen oder Rosenrot den verzauberten Bär befreien konnte, nur das war wichtig. Lektionen, wie im Sterntaler, verstand ich natürlich auch und so passte dieses Märchen schon immer in die Adventszeit. (Auch wenn ich immer ausrufen möchte, *Du dummes Ding, wenn Du all deine Kleidung weg gibst, erfrierst du und kannst keinem mehr helfen!*)

 

Vielleicht habt Ihr heute Abend noch ein wenig Zeit, setzt Euch gemütlich hin und kramt Eure alten Kinder- und Hausmärchen hervor, so wie es vielleicht früher Eure Eltern oder Großeltern getan haben, und lest Euer Lieblingsmärchen vor oder für Euch selber. Dazu gibt es Plätzchen, Tee und einen Bratapfel und Ihr lässt all die Hektik fallen, die die Adventszeit mit sich bringt, kommt zur Ruhe und besinnt Euch auf Wesentliches.

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Habt einen besinnlichen, geruhsamen, dritten Advent.

Musik im Ohr

Hallo Ihr Lieben,

Werbung da Verlinkung und Namensnennung

seid Michaela mit dem Mustermittwoch das Thema Musik für diesen Monat ausgerufen hatte, geht mir immer wieder eine Melodie durch den Kopf.

Etwas aus meiner Kindheit, aus dem Regal der Eltern noch als LP (Langspielplatte, für die Jüngeren,) rausgefischt und immer wieder gehört und gelesen.

„Gelesen?“ Ja, Ihr habt richtig gesehen, ich habe mitgelesen (und manchmal schrecklich mitgesungen,) ein Libretto. Seid ich das erste Mal eine Opernaufführung im Fernsehen von der „Zauberflöte“ gesehen hatte, war ich verzaubert, nicht von dem Prinzen, nein, von Papageno, dem Vogelfänger!

Wolfgang Amadeus Mozarts Schlingel, der den Mund nicht halten kann, davon lebt Vögel zu fangen, (gut das es den Beruf nicht mehr gibt,) und sich unsterblich in Papagena verliebt, seinem Freund Pamino, dem Prinzen helfen will und dabei über sich hinaus wächst. Ich liebte diese schöne Melodie, wenn er sich vorstellt und das Duett, wenn sich (Spoiler) Vogelmann und Vogelfrau doch noch finden. Zu der Zeit wurden gerade auch Mozarts Opern in Deutsch und nicht in Italienisch aufgeführt, so konnte ich die Geschichte auch verstehen.

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Dazu hatte ich auch von Anfang an ein sich bildende Skizze, passend zur Arie und Oper: einen Papageno, eingebettet in Noten und Vögeln, gezeichnet einfach, aber geschnitzt eine Herausforderung, da eigentlich zu klein dafür. Einen Versuch war es zumindest wert.

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Übrigens ging meine Papageno Verehrung so weit, dass ich einmal Karneval als Vogelfänger ging, in einem selbstgemachten Kostüm, tagelang hatte ich meine Federn mit der Nadel an Pullover und Hut genäht. Dann wurde ich ein rebellischer Teenager und hörte eher Pop und Rock. Die Zauberflöte hatte erst einmal ihren Reiz verloren.

Euch eine entspannte Woche, (zu 12 von 12 komme ich heute leider nicht.)

Verlinkt beim Mustermittwoch

 

zwei Kerzlein brennen

Guten Morgen Ihr Lieben.

Text und Bilder enthalten Werbung durch Fotos, Namensnennungen und Links, dafür bekomme ich nichts, alles sind persönliche Sachen und Meinungen.

Ich hoffe sehr, Ihr seid gesund! Wo man im Moment hinschaut hustet und schnieft es. Der Sohn liegt auch gerade mit einer Erkältung im Bett und ich lag die letze Woche. Jetzt habe ich etwas weniger Adventszeit zum Vorbereiten, will aber nicht in Hektik verfallen.

Die Stempelwerkstatt ruhte daher letzte Woche, aber dann habe ich in einem Schwung einiges an neuen Motiven geschnitzt. Manchmal ist man ja so im Fluss. Auch in der Küche war ich noch mal fleissig.

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Mein Arbeitsplatz ist im Moment wieder an unserem Tisch, regelmässig muss ich dann ganz schnell noch Einiges wegräumen, weil wir eigentlich essen wollen. Aber hier ist wenigstens etwas natürliches Licht. Denn es ist wirklich sehr grau, nass und kalt geworden. Aber so muss es sein.

Eine Kerze an, oder auch mehrere und es wird gleich gemütlicher, dazu einen Tee oder Kaffee oder eines der zZt. sehr geschätzten Kurkuma Getränke

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Fuchspfoten hinterlassen sehr typische Trittsiegel

Hier schnürt der Fuchs durch den Neuschnee, stürzt der Wanderfalke durch die Luft und wühlt die Wildschweinrotte im harten Boden nach Pilzen, Insekten, Nüssen und mehr.

Der Austernfischer hat einen fliegenden Schwarm dazu bekommen. Habt Ihr schon mal das Glück gehabt, so einen „Pfeil“ von schwarz-weissen Vögeln am Strand zu sehen? Wunderschön. Meine sind da viel zu grob geraten.

Der Wanderfalke ist ja ein eher seltener Raubvogel in Deutschland. Er ist einer der schnellsten Vögel und jagd seine Beute im Fluge. Von sehr hohen, kreisenden Erkundungsflügen stürzt er sich dann unglaublich schnell auf Tauben, Stare, oder ähnlich grosse Vögel. Er ist wirklich nicht oft zu sehen, (obwohl sich seid den 70er Jahren der Bestand durch Schutzmaßnahmen etwas erholt hat, wie so oft hatten sich Pestiziede auf die Eier, bzw ihre Schalen ausgewirkt), denn der sehr scheuer Vogel braucht ein zusammenhängendes, offenes Gelände mit Wasserflächen und gutem Vogelbestand. Sein Brutplatz muss gut anzufliegen sein und liegt gerne in Felswänden, alten Steinbrüchen oder hohen Bäumen.

Seine Flügel sind lang und spitz, der Schwanz eher kurz und die kontrastreiche Kopffärbung kann man auch manchmal im Gegenlicht noch sehen.

 

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Lesezeichen habe ich dann auch gestaltet. Davon kann man irgendwie nie genug haben, immer wieder verlege ich eines, lasse es im Buch oder gebe es weiter, weil gerade der Mann eine einfache Quittung einlegen will. Ja, trotz eBook gibt es hier auch noch richtige Bücher. Und dieses Buch hier gehört definitiv zwischen zwei richtige Buchdeckel!

Bei Andreas schönem Buch Blog wurde ich auf diesen Titel aufmerksam:

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Ein Traum! So feine Naturzeichnungen! (und mein Geheimtipp für den Gabentisch)

Beschwörungsformeln sollen uns unsere Kindheitserinnerungen zurück holen.

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Denn wir haben verlernt, wie Kinder die Natur wahrzunehmen.

 

Die Schneefall Grenze soll ja weiter sinken und erste Flocken fallen in den Bergen hier.

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Adventsstimmung?

Euch einen schönen Dezembertag.

 

Verlinkt beim creadienstag

 

Lieblingsbücher

Hallo Ihr Lieben.

(Text enthält ganz viel Werbung durch Abbildungen und Namensnennungen, die Originalcover habe ich bei amazon gefunden, ich bekomme nichts dafür und gebe nur meine Meinung wieder.)

Jeder von uns, der gerne liest, hat im Leben so seine Lieblingsbücher, die ihn begleiten und beschäftigen. Als Kind sind es die Bilderbücher, die die Eltern immer wieder vorlesen müssen, an deren Bildern wir uns nicht satt sehen können und die wir vielleicht auch unseren Kindern wieder zeigen.

Dann kann man endlich selber lesen. Bei mir war das ein kaum zu erwartenden Zustand. Endlich, abends noch selber abtauchen in Geschichten! Ja, vielfach habe ich nur abends gelesen, denn tagsüber war ich als Grundschulkind viel draußen. Außer es schüttete Bindfäden, was auch nicht selten vor kam. Oder es war in der Mittagsruhe, dass ich mich an einem Buch festgelesen hatte, oder ein Wochenende mit Verwandtenbesuchen, oder, …oder… Ihr merkt schon, meine Lesezeit wurde immer mehr. Gern las ich auch heimlich unter der Bettdecke, meine Mutter mußte immer noch extra nachschauen. Netterweise trug sie sehr oft Clogs, so dass ich sie die Treppe raufkommen hörte. (Ich glaube, das hat sie extra gemacht!) Auch hatte ich eine Phase, in der ich viel krank war, Bücher und Schallplatten waren da die besten Freunde!

Meine Eltern liebten Gott sei Dank Bücher, mein Vater verschlang auch alles Mögliche und kam manchmal nach Feierabend, wieder nicht an dem Buchladen und dem ein oder anderem Spontankauf vorbei. Aber auch meine Mutter schaute, allein von Berufs wegen, immer wieder dort rein, ihre Titel waren oft etwas überlegter und pädagogischer, aber deswegen nicht weniger geliebt. Fast jedes Buch was ich in die Finger bekam, wurde mehrfach gelesen. Manchmal blieb mir auch nichts Anderes übrig, ich las zu viel und zu schnell, als das der Nachschub gewährleistet war. Wir hatten in der ersten Klasse eine kleine Bibliothek, die daraus bestand, dass einige Kinderbücher auf dem Fensterbrett standen, vom Lehrer selbst angeschafft. Eine öffentliche Bücherei gab es nicht, zumindest keine für Kinder. Da merkt man, dass ich auf dem Land gross geworden bin. Aber mir machte dies wenig aus, *Der kleine Winnetou liebt seinen Schimmel* wurde als Erstlesebuch immer wieder und wieder gelesen. Vor allem in einem Nordsee Urlaub, wo mich leider im Wasser eine Qualle erwischt hatte und ich dann das Bett hüten mußte. Übrigens gab es auf der Insel zum ersten Mal eine Bücherei und ich konnte alle *Wicki Bücher* rauf und runter lesen und machte Bekanntschaft mit den Mummins. Natürlich gehört eine weitere skandinavische Autorin zu meinen Lieblingen, Astrid Lindgren. Kalle legte den Grundstein für meine Liebe zu Krimis, die Brüder Löwenherz zur Fantasie. Noch dieses Wochenende bin ich, krank im Bett liegend, „TV switchend“, bei einer gewissen Räubertochter hängen geblieben. Aber es gab auch deutsche Kinderbuchautoren, die ich noch heute liebe. Otfried Preusslers Figuren belebten sogar das Spielen von uns Geschwistern und meine Kinder spielten noch mit dem Opa Räuber Hotzenplotz. „Rache ist Gespensterwurst“, ein Ausspruch des kleinen Gespenst, war fest in meinem Wortschatz verankert und nie so böse wie „Blutwurst“ gemeint. Und wer wünschte sich nicht die blauen Wunschpunkte des Sams? Sehr geliebt wurden auch die Naturbücher, „Die Wiese lebt“ und Folgebände. Eine ganz wichtige Reihe für mich kleine Forscherin! Wenig später kam die Welt des wilden Westens dazu, wir haben heute noch den Keller voll mit Karl May, vielfach doppelt, ich habe auch eine Leseratte geheiratet. Michael Ende machte den Wusch war und schrieb die „Unendliche Geschichte“, den Traum eines jeden Viellesers.  Natürlich bekam Meisterdetektiv Blomquist Gesellschaft von Emil und anderen Erich Kästner Bänden.

Du meine Güte, hier hat sich gerade aber etwas verselbständigt und die Liste wird ja immer länger! Ich glaube, ich muss langsam auf den Punkt kommen. Punkt, …? Also eine Reihe muss ich noch erwähnen! Mit Erscheinen des ersten Bandes war ich Fan! Ihr merkt vielleicht schon, ich benutze gerade sehr viel das Ausrufezeichen! So manchen schwant bestimmt schon, dass es *Die drei ???* waren. Das Gespensterschloss kannte ich fast auswendig.

Die Teenager-Lesephase „liest“ sich da schon viel anstrengender, hier kürzer. Komischerweise verbinde ich sie viel weniger mit einzelnen Titeln. Die „dtv pocket“ und die „dtv Geschichte“ waren Reihen, die ich vielfach im Regal stehen hatte. Viele wichtige Bücher, die Probleme behandelten. „Das kurze Leben der Sophie Scholl* ragte da auf alle Fälle heraus. Natürlich ging ich schon lange an das Regal meiner Eltern, las sogar in Gothischer Schrift, wenn ich es unbedingt wollte, so z.B. „Der Untergang Pompejis“ oder alte Jagd- und Naturbücher.

So langsam gab es ein erstes, kleines Regal, in dem ich meine besonderen Bücher sammelte. Da standen keine Kinderbücher mehr drin. Ich glaube, der einzige, der es aus der Zeit geschafft hatte, war Sir Arthur Conan Doyels S. Holmes. Englische Autoren reihten sich vor allen Dingen dort aneinander. Und zu einem Weihnachtsfest bekam ich das Buch geschenkt, welches diesen Beitrag ausgelöst hat und auch einen Platz in diesem Regal bekam!

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Leider habe ich das Original Buch mal verliehen und nicht mehr wiederbekommen

Am 16. 11. 2018 verstarb der Schriftsteller und Drehbuchautor William Goldman. Viele kennen vielleicht „Der Marathon Mann“, „Zwei Banditen“, „Die Unbestechlichen“ und „Die Braut des Prinzen“. Ja, letzteres Buch, eigentlich „Die Brautprinzessin“, ist noch heute eines meiner Lieblingsbücher. Später auch verfilmt, aber wie so oft, als Buch eigentlich viel besser: Humor und Fantasie, absolut nicht vorhersehbar, spannend und romantisch. Außerdem hatte Goldman zwei Kniffe angewendet, er behauptete, das Original wäre von S. Morgenstern. Und er habe nun das Buch neu zusammen gefügt. Denn als er länger krank gewesen sei, habe ihm sein Grossvater dieses Buch vorgelesen, aber die langatmigen Sachen ausgelassen. Im Drehbuch des Films wird dies die Rahmenhandlung. (Ja, da kann es plötzlich passieren, dass an einer ganz spannenden Stelle der Erzähler,… ach ich schweife zu viel ab!)

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Jedenfalls fing Goldman als Schriftsteller an und wurde dann später zu einem der wichtigsten Drehbuchautoren Hollywoods, modernisierte das Genres und gewann Oscars. Auch war er als Drehbuch Retter sehr gefragt. Viele seiner Filme sind Klassiker. Als ich las, dass er verstorben war, wollte ich das gern in meinen Blog aufnehmen, hätte es beinahe vergessen.

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Alle paar Jahre muss ich mir das Buch aus dem Regal nehmen und lesen oder auch nur Teile noch mal lesen. „Wie Ihr wünscht.“

Bestimmt habt Ihr auch so Lieblingsbücher, Erinnerungsbücher, Wohlfühlbücher, Richtungsweisende Bücher, Glücksmomente mit Büchern, (Linkparty der Zitronenfalterin).

Vielleicht nehmt Ihr sie bei dem Herbstwetter oder zu einer stillen Adventstunde noch mal aus dem Regal?

Macht es Euch gemütlich und schön, dass Ihr bis hier her durchgehalten habt.