12 von 12 im kalten April 21

Hallo Ihr Lieben.

Caro vom Blog „draussennurkaennchen“ sammelt wieder unsere alltäglichen 12 Bilder am 12 des Monats.

Erstes frühes Frühstück nach den Osterferien in Hektik. Sohn hat letzte Stunden der Leistungskurse vor dem Abi in Präsentzunterricht. Gefroren hat es schon wieder heute Nacht! HÖMMA, FRÜHLING, WO BISSE‘ AM BLEIBEN? Hagel und Sonne, Regen, so wird es weitergehen. Ich muss meine Frühlingspost noch schließen und frankieren.

Morgentliches Gießen von Tomaten und Chilis und Petersilie.

Der Sohn möchte nach dem Abi noch ein FSJ machen und ich scannen das Zeugnis vom letzten Halbjahr ein. Gut, daß er ein Bewerbungsfoto doch noch machen kann, der Fotograf hat auf. Allerdings machen sie in der Schule gleich als Erstes einen C.-Test. Mein richtiger Rechnerplatz ist das übrigens nicht.

Unscharf, ich weiß. Aber das habe ich erst hinterher gemerkt. Ich muss zur Post, u. A. ein Geburtstagspaket rausschicken. Der April hat bei uns einen Geburtstag nach dem anderen. Altglas muss auch mal wieder weggebracht werden, genau wie das Pfandglas.

Am Obst-und Gemüsestand habe ich mir ein Biedermeier Sträußchen gegönnt. Zum Salat gibt es noch Gnocchi zum Mittagessen.

Während wir essen, gibt es Eichhörnchen Kino. Wenig später hockt es auch in der Quitte und versucht dort blaue Wolle zu rupfen, während es hagelt.

„Ich will draussen bleiben und ich will nicht schon wieder auf ein Foto! „

Plötzlich und unerwartet! Die Sonne wärmt mir den Rücken!

Ich muss dann ja noch weitere Geburtstagspost machen. Dazu Milchkaffee und Musik!

Jetzt schnell die „trockene Zeit“ nutzen und den Bärlauch für Pesto pflücken. Natürlich bin ich dann doch dabei nass geworden.

Und es regnet und graupelt wieder

Und los geht es. Mit ca umgerechnet 4 Bund Bärlauch, ich habe mir am Stand heute morgen nicht nur Blümchen gekauft, geht es los. Der Bärlauch im Garten ist doch etwas zu wenig für die Pestofertigung.

Ich nehme geröstete Pistazien, Mandeln, etwas Limettensaft, Salz und Olivenöl. Immerhin knappe 4 Gläser. Dieses Jahr habe ich weniger Nüsse/Mandeln genommen und auch keinen Käse zugefügt. Reichlich Olivenöl zugeben und darübergießen nicht vergessen! Ach, das Gurken Glas daneben beinhaltet ein paar Blätter (welche nicht mehr so schön waren) und Hochprozentigen für einen Angesetzten. Bärlauch ist gesund (zB gegen Bluthochdruck) und so einen Aufgesetzten nach dem Essen ist mal eine Abwechslung, wenn auch nicht jedermanns/-fraus Sache. Dazu habe ich viel Musik gehört. Total durcheinander. Wer meine Playlist sehen würde, könnte sich auf meinen Geschmack keinen großen Reim drauf machen. Film- und Musicalmusik, Oldis ab den 30ern über viel 70er und natürlich 80er, moderner Swing, so was wie Jazz (gefälliger eher), Folk und Folkrock und wie das alles eingeteilt wird. Klassik findet sich wenig dabei, dafür muss ich in Stimmung sein, aber dann kommt es auch vor, daß ich (natürlich total furchtbar und falsch) Mozart mitgröle (anders kann man das beim besten Willen nicht nennen).

Die nasse Wäsche will aufgehängt und auch trockene zusammengelegt werden. Ha, Ihr hättet doch nicht gedacht, daß es ein 12 von 12 ohne Wäsche gibt? Das ist dann zwar das 13. Bild, aber das Bärlauch Pesto hat ja zwei bekommen. Hier geht es jetzt in den Feierabend, etwas Sport macht der andere Sohn noch schnell im Wohnzimmer, bevor wir uns auf das Abendessen stürzen, da habe ich genug Zeit, den Beitrag hier hoch zu laden.

Euch einen schönen Abend, einen guten Start in die Woche und ich verlinke dann jetzt auf Caros Party

Weiße Woche

Hallo Ihr Lieben.

Treffen wir uns wieder auf einen Samstagsplausch bei Andrea? Ich brauche dringend einen gewürzten Kaffee mit Kurkuma, Ingwer und Kardamom. Wie waren Eure Tage denn so? Dank der Osterfeiertage war diese Woche verkürzt. Sehr angenehm!

Weniger angenehm: das Wetter! Konnten wir Ostersonntag noch draußen verbringen und ein paar Sonnenstrahlen ergattern, wurde der Emmausgang am Montag wegen unwirtlichem Wetter und vor allen Dingen der wiederkehrenden Kälte gestrichen.

Nun graupelte, regnete, stürmte es und dann sogar ein Tag lang fast durchgehender Schneefall. Nun, so ist eben der April! Vielleicht sind wir einfach etwas verwöhnt. Ich erinnere mich durchaus an sehr kalte Ostertage (mit Schnee) oder eine Erstkommunion, die wirklich kalt war und ich im Nachhinein dankbar für die kratzige,ñaturweiße, selbstgestrickte Wolljacke meiner Patentante war. (Lieber hätte ich damals ein strahlend weißes , kuscheliges Cape oder Bolerojäckchen wie meine Freundinnen gehabt) Ich glaube, hätte uns in der Woche davor nicht so unerwartet und wunderbar warm die Sonne verwöhnt, wäre die einfallende Kälte nicht so extrem gewesen. Denn immer noch gilt: der April macht was er will! Und in der Literatur wird nicht umsonst von Maiengrün gesprochen. Nun, das Wetter war jedenfalls ein bestimmenden Teil der Woche.

Die Natur trotzt jedoch dem Wetter. Die Wildkirschen blühen schon kräftig. Knospen fangen an zu sprießen.  Erste Tulpen sind aufgegangen. Im Garten huschte schon die erste junge und tatsächlinch schon flugfähige Amsel. Schaut doch, ob Ihr auf dem folgenden Foto erkennt, wer da spielt: ein Eichhörnchen Junges (dunkel und kleiner) mit seiner Mutter. Leider hatte ich nur das Handy zur Hand und für ein Video reicht mein Speicher leider nicht. Zu possierlich waren die beiden in ihr Übungsspiel vertieft, rauf und runter den Baumstamm, hüpfend von einem Ast zum anderen, dass Jungtier saugte zwischendrin sogar mal kurz (oder versuchte es) bei der Mutter und beide ließen sich von mir gar nicht stören.

Spielerisch zeigte die Mutter Eichhorn, wie man klettert. Denn das müssen die Jungtiere erst lernen, es ist ihnen nicht angeboren. So werden ihnen aber auch spezielle Fähigkeiten weitergegeben, wie Fassaden klettern und Nester nicht in Bäumen bauen, sondern in Hausdächern. Alles nutzen, um einen Vorteil zu bekommen in der Natur! So rupft jetzt nicht mehr nur das Eichkaterchen Wolle vom Dekoschaf, sondern auch mehrere Meisen. Jede Zeit, in der es halbwegs trocken und warm ist, wird auch von Insekten genutzt. Die Felsenbienen fliegen wieder eifrig meine Insektenhotels an. Ich bin sehr froh, sie und andere Insekten, zu haben. Trotz Kälte haben meine Johannesbeeren angefangen zu blühen und die Ernte fällt besser bei Insekten-Bestäubung aus! Auch Erdhummeln sind wieder am „rumsummen“. So viele Honigbienen sind nämlich noch nicht unterwegs.

Insekten waren auch mein Thema der Woche. Kreativ war ich dieser Tage mit meiner Collographie beschäftigt (oder auch Collagrafie, von Collage). Für die Frühlingspost gab es das Thema „Insekten“, was ich wirklich wunderbar finde. Insekten aus der Nähe betrachtet, sehen doch wie Aliens aus, oder? All die verschiedenen Arten, Farben, Merkwürdigkeiten, Besonderheiten! Und Schönheit, nicht nur beim Falter oder Schmetterling. Und was sie alles können, so winzig klein und doch Giganten. Auch der Widerspruch in uns selber gegenüber Insekten und Spinnen, der sicher unserem Neandertalergehirn zugrunde liegt.

Studie Insektenkopf

Meinem kompletten Werdegang der Insektenpost werde ich noch nächste Woche einen Beitrag wirken. Dann bin ich nämlich mit meinen Seiten dran. Die neuerlernte Technik ist durchaus sehr spannend! Ich bin froh, dass ich schon sehr früh angefangen habe, immer wieder etwas zu machen, denn aufwändig war sie für mich auch. Aber sie weckte auch meinen Ergeiz und so soll es doch sein! Von einem Motiv war mir sofort klar, davon muss es auch einen geschnitzten Stempel geben, dem Goliath Käfer aus Madagascar:

Goliath Käfer Collographie Druck

Und so sieht er als Collagrafie Druck aus. Wer jetzt schon mehr wissen will über die Post Kunst Aktionen von Michaela und Tabea, schaut unbedingt auf ihrem Blog vorbei. Dort werden auch viele Werke anderer Teilnehmerinnen verlinkt.

Post Kunst Frühling 21Linkliste

Ich wünsche Euch noch allen ein schönes Wochenende und um mit dem Themenbegin abzuschließen, soll es heute einen milden, wenn auch etwas feuchten Samstag geben.

Frühlingsboten

Hallo Ihr Lieben.

So langsam mag ich mal ein paar Lebenszeichen hier abgeben. Gefühlt rast die Zeit gerade dahin. Ergeht Euch das auch ganz besonders im Frühling so?

Frühlingsgefühle hatte dieses Eichhörnchen jedenfalls reichlich. Ein starker Nestbautrieb ließ es direkt an der Terrassentür das Osterlamm, welches mit Schafswolle umwickelt ist, (eigentlich könnte ich nun vom Lamm eher in der Vergangenheitsform schreiben) Wolle abreißen und plündern. An den Ohrpuscheln seht Ihr vielleicht, wie regnerisch es auch immer wieder war. (Besonders dekorativ ist der Hintergrund nicht, das bitte ich zu entschuldigen.) Brr, als ich das hier gerade noch mal durchgehe, bevor ich mich zum Samstagsplausch bei Andrea setzen möchte, schüttet und stürmt es draußen schon wieder und meine Ohren sind vom Hundegang noch kalt. Dabei waren die letzen Tage so schön sonnig gewesen. Nun, so ist es eben wenn es Richtung April geht.

Am letzte Wochenende haben wir gleich ausgenutzt, dass wir in das Freilichtmuseum in Lindlar konnten. natürlich mit Anmeldung (Besucherbegrenzung) und nur in den Außenbereich, dafür aber sogar umsonst. Definitiv mal ein anderer Spaziergang und mit Vorfreude auf kommende neue Bauten (das alte Schulgebäude steht schon). Dort habe ich mir auch dieses wunderschön gestaltete Gartennotitzbuch gekauft (gibt es nur zum Selbstkostenpreis vor Ort und einigen anderen privaten Adressen). So manches altes Gärtnerwissen ist gesammelt und niedergeschrieben und viele Hinweise aus der Gartenpraxis. Auch interessant natürlich, wenn man altes Saatgut sammelt oder nutzen mag.

20 Jahre Bergische Gartenarche

Ich habe in dieser Woche einige Schritte mit einer Freundin zusammen getätigt um Einladungen für die Telefonkonferenz „unserer Senioren“ rum zu bringen. Natürlich könnte man sich das aufteilen, aber zusammen macht das viel mehr Spass. Ein wenig soziales Leben auf Abstand, zumindest dort, wo sich Aerosole sofort verteilen.

Sehr österlich-dekorativ sieht es dieses Jahr hier nicht aus. Irgendwie ist mir nicht so nach Ostern. Ich würde da so gern Familien Besuche machen. Natürlich ist das vor allen Dingen durch die aggressiven Corona Viren auch dieses Jahr noch nicht wieder (unengeschränkt) möglich, zumal die Geschwister doch weiter weg wohnen und man sich länger nicht gesehen hat. So besucht nur der Bruder mit Familie und vielen Tests im Gepäck unsere Mutter. Die Oma freut sich so sehr, die kleinen Enkelkinder zu sehen und umgekehrt!

Der erste Frühlingsmonat geht schon langsam zu Ende. Zu meinem Jahresprojekt, jeden Monat einen Vogel kreativ und in Wort und Daten vorzustellen, bin ich Euch noch obrigen Teller schuldig. Ich habe die Waldschnepfe erst mit Bleistift vorgezeichnet und dann mit Porzelan Stiften aufgemalt und eingebrannt. In Gedanken und Worten bin ich nun schon dabei, den nächsten Vogel vorzubereiten. Mir läuft nicht nur da die Zeit davon, auch die Frühlingspost wirft ihre Schatten voraus. Ich bin auf die ersten Blätter meiner Gruppenmitglieder gespannt! Es soll ein Insektenbuch entstehen, ich werde Euch bald mehr zeigen! Die erste Doppelseite mit Libellenstudien ist am Freitag gekommen und gefällt mir sehr gut!

Insekten/Collografie Vorbereitungs Beispiele

Dann wollte diese Woche auch für mich selber gebacken werden… ach, welches Backwerk nehm ich da nur? Ich denke da nicht nur an mich selber, (so viel bekomme ich doch gar nicht alleine auf) sondern auch an meine Jungs. Gäste gibt es ja sowieso wieder keine. Ich habe dann Muffins gebacken, u. A. zum Mitgeben und meine Freundin hat Kuchen für mich gebacken und vorbei gebracht, samt Tulpen Strauß. Ein kleiner Tausch. (Freitagsblumen)

Ein wirklich schönes, grosses, schweres Buch für (grosse und kleine) wissensdurstige Leser habe ich die Tage hier vorgestellt (Werbung). Durchgehend farbig, hochwertig in Worten und Herstellung . Da merkt man, dass der Verlag auch aus dem Sach- und Fachbuchbereich kommt.

Theiss Verlag

Ich sammel auch gerade einen guten Lesestapel. Sogar an Titel in Englisch habe ich mich jetzt wieder herangewagt, da die Fortsetzungen wohl nicht auf Deutsch erscheinen werden. Es war so schön, kurz mal in der Bücherei und in der Buchhandlung zu stöbern. Da bin ich so gar nicht wirklich der Online Käufer, ich lese gerne in ein Buch rein , kaufe auch mal spontan, wie einen Südtirol Krimi. In Buchhandlungen und Büchereien knubbelt es sich ja auch nicht. Gerade lese ich aber im Buchgeschenk von meinem lieben Schatz die ersten Kurzgeschichten aus dem „Powder Mage Universum“ (Fantasy) und bin wieder begeistert.

Gross ins Getümmel stürzen wollte ich mich wirklich nicht. Es hat mir schon gereicht zu sehen, wie viele Menschen shoppen gehen müssen. Husch, die Besorgung und nichts wie weg, ich bekomme fast Platzangst. Und dann der ganz Hickhack diese Woche(n) war für so manchen Mitmenschen einfach zu viel (ich schließe mich da nicht aus, mag aber nicht schon wieder rummeckern). Aber das Impfen scheint nun endlich voran zu gehen, zumindest in der Planung.

Ganz langsam klopfte dafür aber nun wirklich der Frühling an die Tür. Die Nächte sind immer noch kalt, aber wenn sie zu sehen ist, hat die Sonne schon spührbar an Kraft gewonnen: „Ist der März kühl und nass, füllt er dem Bauern Scheun` und Fass“. Alleine die Tatsache, dass es morgens schon hell ist, bringt einem doch in positive Stimmung. Ich muss unbedingt die Tomaten und verschiedene andere Samen auf der Fensterbank vorziehen, fast ein wenig spät. Wie immer habe ich da ein Platzproblem. So lange muss dann wohl mein Federbalken erst einmal weichen und Krimskrams gehört eh mal dringend aufgeräumt. Ach, die Sonne tut nicht nur den Sämlingen und Gartenpflanzen gut, auch das Wohlbefinden von Mensch und Tier ist davon abhängig.

Ist der Stern nicht einfach wunderschön? Könnt Ihr erraten, was das ist? Ja, genau, ein Blattskelett von einer Tomate und zwar der Teil, wo die Frucht dran hängt. Und wer sich fragt, welcher Vogel die Feder verloren hat, das war sehr wahrscheinlich ein Sperber, möglich ist auch ein Habicht.

So langsam werde ich mich auch wieder bei Euch vortasten. Bitte seid mir nicht böse, wenn ich es noch nicht überall mit einem Kommentar schaffe. Auch die Kar- und Osterwoche wird sicher weniger digital. Dann aber wenigstens jetzt schnell zu Andreas Samstagsplausch verlinkt und geschaut!

Habt ein schönes Wochenende und bleibt gesund und tapfer!

Unser Haus hat eine Meise

Hallo Ihr Lieben.

Ja, diese Überschrift ist wörtlich zu nehmen. Mittwochs, beim Beobachten der Vögel im Garten, saß eine Blaumeise im Rosenbusch neben dem Haus. Genau schaute sie in alle Richtungen, dazu ruckte das kleine Köpfchen immer wieder hin und her. (Vögel können ja die Augen nicht bewegen, also ruckt der Kopf hin und her.)

11.2. Um 7.50 beim Morgengrauen

Schon vorher hatte es große Aufregung im Garten gegeben. Erst waren immer nur drei junge Amselweibchen (erkennbar an dem leicht geflecktem Gefieder, etwas schmutzig aussehend) im Garten unterwegs. Sie jagten sich, ein Kampf um Reviere und damit überlebensnotwendiges Futter. Woher sollen sie auch wissen, dass ich immer wieder Futter rausgebe.

auf diesem Zaun finden ganze Laufduelle statt
„meins, meins, meins“

Zwischenzeitlich waren sichtbar sechs Amseln auf der kleinen Fläche. Sie kämpfen bei dem Frost um die Äpfel, die ich ihnen überall im Garten hingeworfen habe. Unerlässlich für sie, da es gerade kein Wasser gibt (und hier liegt auch kein Schnee). Weil es gerade trocken ist und auch erst mal so bleibt, habe ich zusätzlich zu den Futterstellen Haferflocken auf die Terrasse gestreut. Gerade die meistgejagten Vögelchen können so schnell etwas aufpicken. Wie erschöpfend dieser Kampf um s Revier ist, sieht man zwischenzeitlich einer Amsel an, als sie sich auf der Bank am Haus niederlässt, etwas außer Sicht gerade und dann so richtig zusammensackt. Aufgeplustert und mit geschlossenen Augen sammelt sie etwas Kraft, um dann schnell wieder Haferflocken zu picken.

Ein Rotkehlchen wagt sich an die Futterstellen. Es ist ja immer schon ein mutiger kleiner Vogel gewesen. Immer wieder sehr ich einen spatzenähnlichen, kleinen Vogel und freue mich sehr: Heckenbraunellchen! Ihr müsst wissen, eigentlich sind Heckenbraunellen Zugvögel, immer häufiger bleiben sie aber im Winter hier. Wie man an dem spitzen Schnabel erkennen kann, sind sie Insektenfresser. Die findet man nun kaum, da muss es schon mal Vogelfutter sein. Auch ein Buchfink findet sich ein. Die Kohlmeisen waren schon vor den Amseln da. Es dämmert. Zeit sich vor dem Nachtfrost ein schützendes Plätzchen zu suchen.

Die winzige Blaumeise flattert vor dem Fenster. Dann ist sie verschwunden. Zufällig fällt mein Blick auf die Fensterbank: Vogelschiss. Sie wird doch nicht…? Ich gehe auf die Terrasse und zu der Stelle. Leider müssen wir im Frühling etwas am Verputz machen, die Isolierung gibt zum Fensterrahmen hin einen Spalt frei. Das hat die Blaumeise entdeckt und huscht nun, durch mich gestört, davon. Breit grinsend gehe ich wieder ins Haus. “ Unser Haus hat eine Meise“, sage ich meiner Familie. (Mein Schatz findet das nach der Erklärung erst gar nicht so gut, aber just können wir nichts machen und es ist nur ein warmer Schlafplatz für eine kleine Meise. Nur brüten lassen, werden wir sie dort nicht.)

Übrigens, auch im Winter erfüllen diese Vogelhäuschen eine wichtige Funktion: als schützender Schlafplatz, nicht nur für Vögel. Wenn Ihr also noch ein Vogelhäuschen im Keller habt, hängt es raus. Ich habe gerade noch eines gekauft, obwohl ich weiß, dass im Garten genug hängen. Ihr wisst schon, von wegen Revier.

Und denkt bei der Kälte an die gefiederten Freunde. Platz für eine kleine Futterstelle ist fast überall. Achtet darauf, dass Katzen nicht daran kommen und die Vögel freie Flugbahn haben, sich vorher noch nach Möglichkeit setzen können. Kontrolliert das Futter täglich. Als es letztens so viel geregnet hat, ist es leider immer nass geworden. Etwas Sonnenblumenkerne, ein paar Haferflocken, einen Meisenknödel und einen Apfel, fertig ist der Festschmaus. Und Ihr habt einen Logenplatz beim Beobachten.

Ps. Leider kein Foto vom findigen, kleinen Vögelchen mit dem blauen Mützchen, da war es schon zu dunkel.

Verlinkt beim Naturdonnerstag

immer gern wieder zum Samstagsplausch

Hallo ihr Lieben.

Mögt Ihr auf einen Tee oder Kaffee zum Samstagsplausch von Andrea vorbei schauen? Ich habe mir in meinen Kaffee einige Kardamomsamen und Zimt getan. Das tut gut. Gewürze können unsere Stimmung heben.

Eintopf ist einfach immer wieder lecker: Petersilienwurzel, Pastinaken, Möhren, Kartoffeln, Kürbis…

Es geht doch nichts über einen schönen Eintopf, oder? Schön sähmig püriert. (Dann merkt der Sohn auch nicht, was da alles gesundes drin ist.) Vor allem, wenn einen der Wind ordentlich und kalt durchgepustet hat. Mittlerweile könnten wir nicht mehr an der Sieg entlang laufen, der Hochwasser Pegel steigt unaufhaltsam.

überall steht Wasser

So schön es auch aussieht, ich bin mir durchaus bewusst, wie schlimm das Hochwasser sein kann. Immerhin hat man nun seit einigen Jahren daraus gelernt und einige Gegenmaßnahmen ergriffen, es gibt überall bewußt angelegte Gebiete, die Wasser aufnehmen, einen höheren Damm und man greift nicht mehr so extrem in den Lauf eines Flusses ein. Renaturierung ist auch immer wieder im Gespräch. Da, wo der Rhein die Uferpromenaden unter Wasser setzt, sind mobile Hochwasserschutzwände errichtet worden. (Normalerweise sind die Häuser am Rhein die teuersten und begehrtesten, außer wenn Land unter ist).

Diese Woche ist sonst recht ereignislos verlaufen. Wirklich viel zu erzählen gibt es nicht.

Von Einfallspinseln und geistlichen Würdenträgern.

Erwähnenswert waren diese Woche wirklich die Wetterwechsel. Goss es morgens noch in Strömen, so konnte es am Nachmittag durchaus auch Sonnenstrahlen geben. Am Donnerstag bin ich tatsächlich im T Shirt umhergelaufen, sogar im Garten. Unbarmherzig hatte an dem Tag das Licht aufgezeigt, wo Spinnweben und Fliegendreck (nicht nur) in der Küche die Herrschaft übernommen hatten. Also wurde der Putzlappen geschwungen. Aber im Garten zeigten sich im durchaus schon wärmenden Sonnenlicht erste Frühlingsblumen:

Viel ist es noch nicht, in meinem kleinen grünen Fleck, was da erblüht, aber überall schauen grüne Blattspitzen aus dem Boden, der Frühling steht in den Startlöchern. An dem Tag habe ich die erste Felsenbiene gesehen. Und im Feld „tanzten“ die ersten Hasen zur Hochzeit. Ich glaube, wir freuen uns ganz besonders dieses Jahr auf den Lenz. Auch wenn im Norden und Osten ja noch mal eine richtige Kaltfront gekommen ist und noch kommt dieses Wochenende. Wir hier werden wohl schon hinter der Wettergrenze liegen, evtl etwas Schnee im Regen haben. Nun ja, so sehr ich vom Frühling träume, wir haben erst Februar, der Monat ist immer ein „Durchhaltemonat“!

Februar-Nacht

Der kalte Mond hat eine Delle.
Die Sterne glimmen trüb und matt.
Die Nacht bringt mich an jene Schwelle,
wo ich das triste Urteil fälle:
Ach Februar, ich hab dich satt.
Mach Platz für Sonnenschein und Blüten!
Die Gärten sollen auferstehn,
das Grün in wildem Wachstum wüten,
die Vögel zwitschern und auch brüten,
ach Februar! Wär das nicht schön?

Hans Retep · geb. 1956 (quelle.lyrickmond.de)

Gartentisch Impressionen

Das Jahresmotto, welches ich mir für die Linkparty von „Andrea Zitronenfalterin“ ausgewählt habe, scheint Ihr sehr zu mögen, was mich natürlich freut. Ich bin schon am überlegen, welchen Vogel ich als nächstes vorstellen möchte, ich fürchte nur, mit dem ersten „Piepmatzt“ habe ich mir die Latte recht hoch gehängt.

Kreativ habe ich einige Kleinigkeiten gewerkelt (zB einen Pottwal und einen Blauwal auf alte Jeans mit Schneiderkreide gezeichnet und ausgeschnitten, damit ich demnächst endlich mit dem Nähen anfange). Ein Geburtstagsgeschenk kann ich erst später zeigen. Wir werden sehen, was am Wochenende noch möglich ist.

Dann macht es Euch mal gemütlich.

Monat Dezember und Jahresrückblick 2020

Ihr Liebe.

Da geht es hin. Ein besonderes Jahr. Ein Jahr, das viele auch ohne Rückblick in Erinnerung behalten werden und  dieser Satz wird sicher in vielen Beiträgen zu lesen sein. Das wäre aber ungerecht, denn es gibt auch Schönes, sehr viel Schönes dieses Jahr. Mal sehen, was so zusammen kommt. Aber zuerst meine Dezember Übersicht:

Der Dezember fing sehr aktiv und kreativ an. Neue Stempel, viel Backen, die Adventspost für die Post Kunst Aktion malen mit einer neuen Technik, Sterntaler und Etiketten zum runterladen gestalten, T-Shirts für „meine Basar“. Außerdem waren wir nach Monaten das erste Mal wieder in der Stadt. Der Lockdown drohte da bereits, wir sind ganz früh unterwegs und nur mit viel Abstand und in Randbereichen und kaum in Geschäften.

Hätten wir gewusst, dass der schöne Spaziergang durchs Siebengebirge erst mal für sehr lange Zeit der letze mit dem besten Freund wird, hätte er ganz, ganz lange dauern müssen. Immer wieder stellt sich doch heraus, dass Gesundheit einer der stärksten Eckpfeiler im Leben ist. Der zweite Eckpfeiler ist die Hoffnung und darauf fußt die Liebe.

Jeden Tag kann ich ein Türchen im selbstgemachten Kalender öffnen und immer wieder über „kleine Viecher“ staunen, jeden Tag kommen hier die schönsten Karten von Bloggerinnen und Post Kunst Teilnehmerinnen an. (Ja, ich schulde Euch noch Fotos!) Die Post leistet dieses Jahr Großes und bringt mir auch noch wunderschönste Geschenke (da schwappt man über vor Glück)!

Wir feiern einen Geburtstag. Wieder ein Geburtstag unter Corona Bedingungen und dieser ist auch noch fern der Heimat. (Und freuen uns, dass ein lieber Mensch zu uns, zu unserem Sohn, gefunden hat)

Der Monat geht mit dem Feiern des Christfestes zu Ende. Wehmütig vermissen wir unsere Familien und Freunde, vermissen es, sie in den Arm zu nehmen und wieder mehr an ihrem Leben teil haben zu können, nicht nur über die digitalen Medien. Immerhin habe ich ein Wochenende meine Mutter besuchen können und wir waren nach einer Woche „Qurantäne“ und mit Masken und Lüften zum Weihnachtsfest bei den Eltern meines Schatzes. Krankheit und Alter machen es manchmal noch schwieriger. Außerdem weiß man nicht, ob man sich noch mal wieder sieht. Carpe Diem. Das Weihnachtsfest ist hier sehr ruhig und wunderschön und erholsam. Auch die Tage zwischen den Jahren wird nicht viel gemacht, eine Erkältung und Darmprobleme werden kuriert, eine neue Waschmaschine bestellt, ein paar Sorgen und Nöte (um andere) bleiben.

Und so ist dieser letzte Tag des Jahres angebrochen. Für uns wird es ein ruhiges Fest. Die jungen Leute vermissen ihrer Freunde. Aber wir freuen uns, dass wir zusammen sind. „Und in jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“

Stufen

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf´ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen;
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden,
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

Hermann Hesse (Gedichte suhrkamp)

Ein klein wenig mag ich auch mit ein paar Fotos auf das Jahr zurück schauen. Ein Jahr, dass ich nicht einfach vergessen mag, auch wenn es unter besonderen Bedingungen statt gefunden hat. Ein Jahr, dass ohne wirkliche Not zu Ende geht. Kein Erdbeben, keine Hungersnot, keine Gewalt. Wir sind doch so verwöhnt, dass wir immer jammern, statt zu sehen, wie gut es uns geht. Ein Jahr, in dem ich unheimlich gerne gebloggt habe und dort noch mehr liebe Menschen traf. Danke an Euch alle, ganz besonders möchte ich mich bei Gabi und Maike bedanken. Ein Jahr geht kalendarisch zu Ende, mit den unruhigen Raunächten und diesmal ohne viel Böller, (was unseren Hund sehr freuen wird). Gestehen muss ich allerdings auch, dass ich ausgerechnet dieses Jahr gern mit etwas Krach verjagen möchte, denn leicht hat es uns dieses 2020 auch nicht gemacht. „Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!“

Ich wünsche euch allen einen guten Jahreswechsel, vielleicht ein wenig inne halten um es dann hinter sich lassen um nach vorne zu blicken. Dann wollen wir heute Nacht mal die neue Tür aufmachen.

Verlinkt beim Monatsrückblick von Birgitt

und beim Samstagsplausch von Andrea

Wohlfühlen

Hallo Ihr Lieben.

Wohlfühlen, etwas, das wir gerade vielleicht seltener haben. Natürlich vergessen wir, daß auch ohne Corona jeder Tag nicht nur Sonnenschein bereit hält. Aber es ist schon eine besondere Art, sich jetzt unwohl zu fühlen. Nach sehr langer Zeit gibt es nun zum ersten Mal einige Fälle an der Schule des Sohnes. Aber es bleibt bei den wenigen Meldungen, so daß ich mein Vorhabe, meine Mutter heute (alleine) zu besuchen, beibehalte. Das wird uns beiden gut tun, trotz Abstand und Maske. Gefühlt rückt das Virus gerade noch näher, obwohl wir sehr im Kokon leben. Ich hoffe so sehr, dass es Andrea, bei der wir doch den Samstagsplausch immer abhalten können, wieder gut und besser geht!

Diese Woche bin ich im „Flow“ wie man das nun nennt:

Den Wald und die Brombeeren habe ich Mittwoch schon gezeigt, genau wie die Ovale. Die Farben sind bei den Witterungsverhältnissen teils verfälscht.

Ein Wohlfühl Essen ist für mich auf alle Fälle Himmel und Äd, ein Rezept, welches nicht nur im Rheinland gern gegessen wird, sondern das ich schon aus meiner Geburtsheimat, dem Sauerland kenne.

Ich liebe Kartoffelpürre, „die Erde“ und gern dazu selbstgemachtes Apfelmus, „den Himmel“, dazu Blutwurst. Besonders lecker war das natürlich, als mein Opa die noch selber gemacht hat. Übrigens nehme ich viel lieber fest kochende Kartoffeln. Wenn man die nach dem Stampfen noch ordentlich mit dem Schneebesen bearbeitet, ist das, neben einem Stich Butter, das Geheimnis eines guten Kartoffelpürres. Ausserdem sind die Kartoffeln auch noch aus dem Sauerland. „Lecker, woll!“

Bestimmt habt Ihr auch so ein „Seelen Essen“, wo es dem Leib und dem Geiste wieder besser geht.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende. Habt Ihr auch die warmen Sachen rausgeholt, ordentlich kalt ist es geworden. Bei Euch schaue ich dann später vorbei. Bleibt gesund!

PS

Fotos von meinem schönen Spaziergang am Donnerstag muss ich noch nachreichen, denn die sind mit der guten Kamera (nicht dem Handy) gemacht worden. Da konnte ich zwei Raubvögel (klein, immer noch) ablichten. Es ist mir auch an einem Morgen diese Woche passiert, daß ich einen Habicht über die Häuser streichen sah, es war noch dämmrig und kein Foto wäre da gelungen. Doch das Flugbild war deutlich zu erkennen. Noch vor 15 Jahren hätte ich niemandem geglaubt, der mir erzählte, dass er innerhalb einer Ortschaft einen Habicht gesehen hätte und das ganz ohne Futternot. Mehr dazu dann aber nächste Woche.

Verlinkt auch beim Monatsthema von Andrea Zitronenfalterin, denn mein Stempelschnitzen und der Kartoffelbrei waren gute Teile meines Kokons diese Woche.

Auf und ab

Hallo, Ihr Lieben.

Zuerst mag ich euch noch Fotos von unserem Spaziergang im Westerwald zeigen. Der Sonntag hatte wunderbares Wetter im Gepäck und das wollte genutzt werde. Ein guter Freund zieht bald um und zeigte schon Mal die Umgebung im Westerwald:

Ihr seht hier wunderschöne Wiesenauen, lichte Wälder, einen alten Weg mit sehr viel Geschichte(n) (die wir uns wohl eher nur ausdenken können, aber ganz sicher wurden hier Güter vom alten Ort oben zum Kloster auf der anderen Seite des Tals transportiert.) Genau zwei Pilze haben wir noch gefunden, waren später perfekt für die Soße. Auf den Fotos könne Ihr vielleicht die Reste einer alten Wallanlage sehen und auch Ausgrabungsreste an der „Burg“, die 200 Jahre vor Karl dem Großen gebaut wurde. Eine Zuflucht für die Menschen, die hier lebten und arbeiteten.

*The Withcher* für den Sohn

Ein wenig mehr zu meiner Novemberwoche. Wie immer im Leben gibt es Gutes und halt weniger Gutes. Der November ist ein Monat, der schon länger eine besondere Woche beinhaltet. Einmal mit einem traurigen Tag, wenn eigentlich die Narren den Beginn ihrer Session feiern. Aber gleich der Tag darauf ist ein schöner Tag mit einem Geburtstag. Diese Woche ist auch immer ziemlich gefüllt und ich brauche ein paar Momente. Momente zum schreiben, Schnitzen, Malen, Backen.

Geschrieben: auf dem Blog, über einen Kürbiskuchen, die Ulme und den 12 von 12 im November 2020

Geschnitzt: das „Witcher Symbol“ (Buchreihe, Spiel und Serie, die das Jubelkind sehr mag) für das Geschenkpapier und Grüsse

Gemalt: Erst wurden die Blätter der Ulme abgepaust , dann kamen da einfache Zeichnungen rein, niedlich anzusehen.

Gebacken: Muffins für die Schule, Hefeteig über Nacht angesetzt für ein Chiabatta und die Zutaten für den Wochenendkuchen gekauft

Ach und wie ich hier irgendwo vormals ganz sicher Ralph Waldo Emerson zitierte:

„All meine Schmerzen kann mein Gartenspaten heilen.“

Die Woche war nicht nur auf dem Blog gut gefüllt, dafür geht das Wochenende jetzt (hoffentlich) ruhiger zu Ende. Es will noch ein Geburtstag nach gefeiert werden, wenn auch in sehr kleinem Kreis.

Sonnenaufgang – Spiegelung der Farben im Westen
Beethovenjahr Kunst in Bonn – verschoben auf 2021

Macht es gut und habt ein schönes Wochenende, wir sehen uns vielleicht beim Samstagsplausch von Andrea

Es ist nun der Herbst gekommen,
Hat das schöne Sommerkleid
Von den Feldern weggenommen
Und die Blätter ausgestreut,
Vor dem bösen Winterwinde
Deckt er warm und sachte zu
Mit dem bunten Laub die Gründe,
Die schon müde gehn zur Ruh.

Durch die Felder sieht man fahren
Eine wunderschöne Frau,
Und von ihren langen Haaren
Goldne Fäden auf der Au
Spinnet sie und singt im Gehen:
Eia, meine Blümelein,
Nicht nach andern immer sehen,
Eia, schlafet, schlafet ein.

Und die Vöglein hoch in Lüften
Über blaue Berg und Seen
Ziehn zur Ferne nach den Klüften,
Wo die hohen Zedern stehn,
Wo mit ihren goldnen Schwingen
Auf des Benedeiten Gruft
Engel Hosianna singen
Nächtens durch die stille Luft.

Joseph von Eichendorff

Flatterhafte Ovale

Hallo Ihr Lieben.

Heute entführe ich Euch gleich zweimal, in eine Baumwelt und zu kleine, „gezeichnete Ovale“, vielleicht nehmt Ihr Euch einen Moment Zeit, mit einem wärmenden Tee oder Kaffee.

Den Namen dieses Baumes kennt Ihr fast alle. Gesehen habt Ihr sicher dagegen lange keinen mehr: die Ulme, auch Rüster genannt.

Junge Flatterulme mit angestrichenem Stamm

Oft standen diese hochgewachsenen Bäume, ähnlich wie Linden, inmitten von Orteschaften, an Einfahrten, auf Gartengrundstücken, als „Schutzbäume“. So war Hamburg als „Ulmenstadt“ bekannt, weil so viele dieser schönen Bäume dort wuchsen. Die Ulme galt in der griechischen Mythologie als Symbol für den Schlaf, die Trauer und den Tod, sozusagen als Baum des Überganges. (So fertigten englische Sargbauer die Särge aus Rüster.) Ihre runden Samen begleiteten die Verstorbenen in die Unterwelt. Nymphen pflanzten für jeden gefallenen Helden eine Ulme. In der Edda wurden aus Ask (Esche) und Embla (Ulme) mit dem Einhauchen von Sinn, Seele und Leben durch die Asen, Mann und Frau. Hier war die Ulme also eher ein Baum des Anfangs Bei den Kelten wurde die Ulme als heilig verehrt, in ihrem Umkreis sollten sich Feen aufhalten. Noch in meiner Kindheit galt er als Schutzbaume gegen Blitze. Es hieß, wenn man eine Ulme fällt, trauern ihre Nachbarn. In Frankreich wurde unter Ulmen Gericht gehalten, in den USA gilt er als Freiheitsbaum. In Worms-Pfifflingheim stand und steht die berühmteste Feldulme Deutschlands, der Lutherbaum, unter dem Luther 1521 gepredigt haben soll (zumindest unter einem Vorfahren).

Das Ulmenblatt ist gut zu erkennen, ein längliches Oval, welches ungleich lang am Blattstiel endet. Ein wunderschönes, feingezacktes Oval. Die Feldulme bekommt eine stattliche Form, ähnlich der Linde wurde sie daher gerne als Dorfbaum gepflanzt. Mit ihrem harten Holz, dem der Eiche nicht unähnlich, wurde der schöne Baum um die 400 Jahre alt. Bei dem Namen Rüster haben sich vielleicht mache erinnert, denn so nennt man das Holz und daraus wurden früher vor allem Türen gefertigt. Auch für Wagenräder, Deichseln, Möbel und Treppen eignet(e) sich das Holz sehr. Im Gegensatz zur Eiche ist Rüster nicht so grobfaserig. Für die Glasherstellung war der Baum lange unerlässlich, ergibt er doch wesentlich mehr Pottasche als andere Baumsorten.

Grauwackendruse und Ulmenblätter

Ihr habt es vielleicht gemerkt, ich schreibe gerade Vieles in der Vergangenheit. Nun, Deichseln und Wagenräder (oder auch Langbögen) werden natürlich heute nicht mehr gebraucht. Aber der Baum ist trotzdem aus unserem Blickfeld verschwunden! In den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts begann das große Ulmensterben. Schuld daran ist die Einschleppung eines Baumpilzes aus Asien. Der schlauchartige Pilz verstopft die Kanäle der Ulme und so kommt nach und nach die Versorgung zum Erliegen. Wie die Sporen des Pilzes in das harte Holz kommen, fragt Ihr Euch vielleicht? Nun, da kommt der kleine und grosse Ulmensplintkäfer ins Spiel. Der zu den Borkenkäfern gehörende Baumschädling bohrt sich durch das Rindenholz zur Eiablage und bringt dabei die Sporen mit. Seit 1918 ist die „Krankheit“ auch als „holländische Ulmenwelke“ bekannt, benannt nach der Entdeckung ihres ersten Auftreten. Mittlerweile sind europaweit fast alle Ulmen diesem Pilz zum Opfer gefallen, alle Feld- und Bergulmen genauer gesagt. Die Flatterulme dagegen scheint etwas besser gewappnet zu sein. Ihr Geheimnis scheint in einer anderen Rindenbeschaffenheit zu liegen, welche für den Käfer nicht so interessant zu sein scheint. Die Rinde ist auch viel schwerer für den Käfer zu durchdringen. Selbst wenn der Baum doch infiziert ist, hat er eine stärkere Abwehr gegen den Baumpilzes und sein Gift.

Letztes Jahres 2019 war die Flatterulme „Baum des Jahres“. Dem ist es sicher auch zu verdanken, dass in unserem Park ausgerechnet Flatterulmen gepflanzt wurden, als Ersatz für abgestorbene Haselbäume.

Ich hab ein wenig mit der Struktur der Blätter gespielt und sie durchgepaust. Blätter sind ja wunderschöne Ovale. Nun wurden in ihnen schlafende Tiere zur Winterruhe gelegt. Bei Michaela und Susanne ist das Monatsthema nämlich Oval und Struktur.

eingefügt in Ovale

Mit einem weichen Buntstift wurde die Struktur des Blattes durchgepaust, wie Ihr das früher vielleicht in der Schule gemacht habt. Dann wurde ein Eichhörnchen, ein Siebenschläfer und eine Haselmaus hinein gezeichnet. Das Eichhörnchen ist übrigens gerade bei Maike eine Zeichnungs Challange.

Eichhörnchen
schlafender Bilch (Siebenschläfer)
Haselmaus (auch ein Bilch)

Die Tiere selber rollen sich ebenfalls zu kleinen, pelzigen Ovalen zusammen, wickeln den langen Schwanz wärmend um ihren Körper.

Die Ovale verlinke ich beim Mustermix und die Ulme bei der Baumsammlung von Astrid und alles zusammen beim Naturdonnerstag und beim Novemberthema von Andrea, (so sind die Nester doch wie kleine Kokons.)

Macht es Euch auch gemütlich!

Und immer wieder Grimbart… aber nicht nur

Hallo Ihr Lieben.

Wie schon „angedroht“, ein Bild zum Hochbeet und vielleicht kann man erkennen, daß da nun noch so manche Verpflanzung stattfinden kann, dadurch, daß die Hecke nur noch aus eine Pflanze besteht.

Und so merkwürdig sieht das Beet jetzt aus. Ich werde mir eine Abdeckung aus Hühner-Draht und Holzrahmen basteln müssen, denn die Nachbars Katze hat sich gleich wieder so über das „neue alte“ Beet gefreut, dass sie vor lauter Aufregung einmal dort hin gekotzt hat. Das sie ihren Kot hier vergräbt, habe ich auch schon mit den Stangen verhindert. Aber nun war ich einmal zu unaufmerksam. Die Lösung mit den Stangen gefällt natürlich nicht wirklich, zumal jetzt mehr Blicke zum neuen Standort geleitet werden. Ich werde wie gesagt an einem „Deckel“ arbeiten, vielleicht gleich mit der Möglichkeit für Frostschutz. Habt Ihr da schon Erfahrungen?

Wie war Eure Woche, mögt Ihr auch auf einen Plausch zu Andrea vorbei kommen?

Schöne Post hatte ich letztens im Briefkasten, ganz vergessen, Euch zu zeigen. Das Bild habe ich bei frau nahtlust gewonnen. Ein wunderbarer Schmetterling. Wusstet Ihr, dass blasse Schmetterlinge besser mit der Klimaerwärmung (Hitze) klar kommen?

Das ist eine gute Überleitung zu meinem neuen Stempel. (Wer es nicht gemerkt hat, die Jadefigur ist auch ein Dachs) Zum dritten Mal habe ich einen Dachs geschnitzt. Zu meinen Kindertagen noch durch Tollwut arg gebeutelt, ist dieser schöne Pelzträger nun wieder häufiger in unseren Wäldern anzutreffen. Manchmal teilen sich der unsaubere Fuchs und der reinliche Dachs sogar grosse Bauanlagen. Während man den Fuchs riecht, weil er seine Reste überall liegen lässt, vergräbt der Dachs seine, bzw hat kleine „Latrinen“ um seinen Bau (auch als Markierungen) . Dabei kommt der Fuchs in der Literatur gut weg, der Dachs wird als Griesgram und behäbig betitelt. Wie uns äußere Erscheinungsformen doch in die Irre führen. Wirkt er zwar plump, so ist der größte Marderartige Europas sehr wendig und wehrhaft. Dachse leben in rudelähnlichen Familien, fressen sowohl pflanzliche als auch tierische Nahrung. Im Wald wird im Blattwerk, Boden und Totholz nach Insekten und Gelegen geschnüffelt, gegraben. In Grünanlagen stehen auch Regenwürmer ganz oben auf dem Speiseplan, die gerade im nächtlichen Tau aus dem Boden kommen. Gern nimmt der „Erdmarder“ auch Fallobst und Feldfrüchte (Mais) an. Die Muskeln seines Gebisses sind sehr stark, genau wie der Knochenbau des Kopfes. Gerade jetzt frisst der Dachs sich eine Fettschicht an um bald in Winterruhe gehen zu können. Dieses Fett war früher ein wahrer Alleskönner, sowohl in der Lederflege, als auch als Rheuma Mittel, es ist entzündungshemmend und imunstärkend. Als kleines Kind habe ich damit noch die Schuhe meines Opas eingewichst.

Unverwechselbar ist und bleibt einfach seine schwarzweiße Färbung. Auch wenn wir durch sein dämmerungs- und nachtaktives Leben möglicherweise noch nie einen Dachs gesehen haben, wie er aussieht, wissen wir fast alle. Durch die Tollwutimpfe hat sich vor Jahren der Bestand erholt. Leider ist das Auto sein größter Feind. Wie viele Marder wandert er, nicht nur zur Ranzzeit im Winter (Januar-März, wenn die Jungen gerade geboren wurden, Dachse haben eine Eiruhe). Auch intensive Landwirtschaft spielt natürlich eine Rolle. Bejagt wird er eigentlich nicht mehr.

Jetzt bin ich etwas ins Erzählen geraten. Eigentlich wollte ich den neuen Stempel schon am „Naturdonnerstag“ und am „Freutag“ zeigen. Andererseits ist es für mich ein „Herbsttier“ und das ist wiederum eine gute Überleitung zu dieser Woche, denn kalendarischen hat nun der Herbst angefangen. Gerade noch rechtzeitig habe ich den Vorhang gegen Insekten beim Sommer Häkelwettbewerb gezeigt. Der hat auch „Mut zur Lücke“, das Monatsmotto von Andrea.

Anfang der Woche erschien es uns, als ob der Sommer nicht aufhören wollte. Warm, trocken, immer noch. Aber in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag hat es tatsächlich fünf ml Regen gegeben, der Folgetag war zum ersten Mal etwas kühler und der Freitag, wieder nach ein paar Tropfen nächtlichen Regens, herbstlich-kalt. Man wacht im Dunkeln auf und nach dem Abendessen wird es schon wieder dunkel. Etwas Sonne habe ich dann im Glas konserviert. Drei Zitronen von einem Bäumchen habe ich geschenkt bekommen und nun in Scheiben mit Korn aufgesetzt. Leuchtet das nicht wunderbar?

Perfekte Temperaturen, um sich auch wieder auf dem Sofa einzukuscheln. Sehr gern habe ich „Enola Holmes“ geschaut, die Verfilmung der Jugendbuchserie von Nancy Springer um die jüngere Schwester von Sherlock und Mycroft Holmes. Mit dem sechzehnten Geburtstag verschwindet die Mutter aus dem elterlichen Haus. Die Brüder waren nach dem Tod des Vaters sowieso schon aus dem Leben Enolas verschwunden, aber die Mutter hat Enola zu einer starken, emanzipiert und gebildeten Frau (ja, mit sechzehn – andere Zeiten!) erzogen. Also pfeift Enola auf das Mädchenpensionat und sucht ihre Mutter, die womöglich eine dieser gefährlichen Blaustrümpfe (oder Schlimmeres?) sein könnte? Definitiv ein sehenswerter Film, nicht nur für Jugendliche. Wenn die aus „Stranger Things“ bekannte Milli Bobby Brown selbst in höchster Not noch die vierte Wand durchbricht und dem Zuschauer zuzwinkert, ist man als Zuschauer gespannt mitten drin. Henry Cavill als Holmes ist genau der hochgewachsene Sportler, wie ich mir Holmes vorgestellt habe, vielleicht etwas zu breit in den Schultern und zu gut aussehend, „zwinker“. (Ja, Holmes spielt in den Büchern nicht nur Geige!)

Gern geschaut habe ich wieder den Film „Die Berufung“, welcher auf dem Leben der kürzlich verstorbenen Juristin Ruth Bader Ginsburg (notorious RBG) beruht. Die Diskussion um den nun frei gewordenen Stuhl im obersten Gericht der USA ist sicher niemandem entgangen.

Das Buch „Das Holländerhaus“ hatte Andrea vor einiger Zeit gut besprochen und seit dieser Woche liegt es nun endlich auf dem Nachttisch und wird gern gelesen. (Oh, ich könnte manchmal wahnsinnig werden mit dem neuen Editor, wenn er einen Link einfach nicht korrekt einfügen will)

Dann freue ich mich jetzt auf ein gemütliches Wochenende. Regnerisch soll es werden. Von mir aus gern.

Macht es Euch schön.