et snigget

Hallo Ihr Lieben.

Was für eine weiße Pracht! Ganz früh bin ich mit dem Hund im Schneetreiben unterwegs gewesen.

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Hell war es zu dieser Zeit eigentlich nur schon so, weil der Schnee das wenige Licht reflektiert.

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Ach ist das eine Freude!

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Wunderbar knirschet es unter meinen Schuhen. Die Luft ist angenehm.

Allerdings musste ich jetzt doch den Schneeschieber heraus holen. Heute ist den ganzen Tag Schneefall angesagt und wir werden immer wieder die Wege frei machen müssen. Ein paar Unbelehrbare haben Salz gestreut, man sieht aber nur einzelne dunkle Flecken um die Salzkristalle, durch den hohen Schnee. Eigentlich kann man sehr gut auf dem Schnee laufen, mit richtigem Schuhwerk ist das kein Problem.

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„Aber ich will mich doch noch mal schütteln!“

 

Et snigget, et snigget,
et snigget Snai,
Hai fället op et Köppken,
un nix daihte waih.
Hai smecket ase Zucker,
ik iäte ne all! –
Doch näi,
van ner Handvull mak ik ne Ball.
Niu läupet mens alle im Sterengalopp,
Süß smeyt ik ne ug säu biuß
an nen Kopp!

Gedicht von Christina Koch in sauerländer Platt.

Also  Schneeballschlacht gefällig?

Diese weiße Pracht soll aber nur heute liegen, schon morgen gibt es wohl wieder Regen und da will ich doch lieber Schnee!

Euch einen wunderschönen Tag.

von der Heimat in die Heimat und zurück

Hallo Ihr Lieben.

Am Wochenende war ich zu Hause. Bin von meiner jetzige Heimat in meine alte Heimat gefahren.

Kennt Ihr das auch? Wo man gross geworden ist, bleibt immer Zuhause. Aber wo man mit seiner Familie wohnt, ist auch Zuhause.

Der Weg in die Abenddämmerung, grau, nebelverhangen, als hingen die Wolken direkt über den Bäumen. Ein eher dunkles Land der tausend Berge.

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Melancholie

(Die Melancholie (griechisch μελαγ-χολία zu lateinisch melancholia für die „Schwarzgalligkeit“) auf Deutsch eher Trübsinn, bezeichnet eine durch Schwermut bzw. Schwermütigkeit, Schmerz, Traurigkeit oder Nachdenklichkeit geprägte Gemütsstimmung, die in der Regel auf keinen bestimmten Auslöser zurückzuführen ist.)

Das Licht reichte kaum noch für Fotos.

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Macht es Euch gemütlich!

Narzisse

Hallo Ihr Lieben.

Bei mir geht die Sonne auf, in der Vase. Ich habe mir Narzissen geholt. Wunderschön!dscn5955

Außerdem verströhmen diese Frühblüher einen intensieven Duft, der ihnen übrigens bei den alten Griechen ihren Namen gab, narkein, was betäubend (Narkose) bedeutet. Die Römer machten aus dem Namen dann narcissus.

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Jeder, der sich diese Blume in die Vase stellt, weiss eigentlich, dass sie nur alleine stehen möchten. Wenn man nämlich die Blumen anschneidet, sondern sie ein Gift in Schleimform ab, welches andere Blumen welken lässt. Nun kann man die Blumen erst *ausschleimen* lassen, mehrfach dabei das Wasser wechseln und dann erst andere Blumen dazu stellen, oder sie als Solo Künstler alleine wirken lassen.

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Nun könnt Ihr Euch sicher auch vorstellen, woher der Begriff Narzist kommt.

Euch ein schönes Wochenende!

Verlinkt bei Holunderblütchen.

Ps. ich habe heute 2 Beiträge, die *Sau* vertrug sich irgendwie nicht so mit den Blumen…

Sau unterwegs

Hallo Ihr Lieben.

(Werbung durch Namensnennung in Wort und Bild sowie Verlinkung)

Eine etwas provokante Überschrift und eigentlich stimmt sie nicht mal. Denn es geht eigentlich um den Eber, den männlichen Schwarzkittel. Schon vor Jahren habe ich einen keltischen Keiler ( Jägersprache für Eber, mit den zwei kK klingt das aber so gut!) in Linol geschnitzt. Dieses gewichtige Tier ist seit dem ein Dauerbrenner auf Shirts. Wer möchte nicht ab und zu ein Wildschwein sein. Inspiriert wurde ich nach einer Reise gen Irland.

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Kaum ein anderes Tier steht so für Anpassungsfähigkeit und Kraft, für Schmutz und Schläue, für Soziales und Unterschätztes, wie das Schwein. Nicht zu vergessen, dass es auch noch Glück bringen soll!

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Quelle Wikipedia gemalt von Johannes Deiker

Schon in der Antike gab es Erzählungen, der Kampf Herakles gegen den Erymanthischen Eber oder Arthemis, die Wildschweine auf die Erde schickt um mit ihrer Verwüstung der Ernte Rache zu nehmen. In der Edda wird der legendäre Särimnir erlegt, nur um am nächsten Tage wieder aufzuerstehen und erneut gejagd zu werden. Bei den Kelten galt der Eber als Krafttier, Symbol des Kriegers, das altirische Wort *torc* bedeutet sowohl Fürst als auch Eber. In den Sagen um König Arthur kommt ebenfalls ein mysthischer Eber Twrch Trwyth vor. Das Märchen vom tapferen Schneiderlein kennt Ihr vielleicht eher, auch dort besiegt der listige Schneider einen Eber, der für viele Verwüstungen verantwortlich gemacht wird, aber noch nicht erlegt werden konnte. Früher war die Jagd auf Wildschweine auch um einiges gefährlicher. Stellt Euch vor, Ihr müsst so ein schlaues, grosses und kräftiges Tier nur mit einem Jagdspeer erlegen.

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Quelle Wikipedia, Feldzeichen, Keltenmuseum Hallein

Ja, denn schlau sind Schwein nun mal wirklich. Und ihre *unsaubere Art* ist einfach Hautpflege und gut gegen alle ungebetenen Gäste, die in dem dichten Fell leben. Wer Andere also eine dumme Sau nennt, hat einfach keine Ahnung, dass er eigentlich gerade ein Kopliment macht, denn kaum ein Tier ist so intelligent, wie ein Schwein.

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dscn5957Natürlich musste ich auch noch einen Stempel schnitzen.

Schwein gehabt!

Verlinkt beim Freutag

 

 

Ausflug in die Sonne

Hallo Ihr Lieben.

Werbung durch Namensnennung usw

Nach wochenlangem Grau hat uns die Sonne wiedergefunden! Sie hat zwar auch eisige Kälte mitgebracht, aber die kann man mit warmer Kleidung ja etwas länger aushalten.

Denn wir wollten raus! Am Samstag haben wir einen schönen Gang durch die Felder gemacht. Die Kamera dabei, die Speicherkarte im Rechner vergessen.

Aber vom Sonntagsausflug kann ich Euch eine Bilderflut zeigen. Wir sind in das nahegelegene Siebengebirge gefahren, zur Klosterruine Heisterbach, (Heister = junge Buche, Quelle zum Artikel u.a. Wikipedia und vor Ort). Die Überreste einer ehemaligen Zisterzienser Abtei sind wunderschön in einem englischen Landschaftsgarten gelegen. Um uns hohe Buchen und Vogelgezwitscher. Der Bau der Klosteranlage wurde 1327 komplett fertiggestellt, der Neubau der imposanten Abteikirche war 1237 bereits geweiht worden und wurde in seiner Größe hier nur vom Kölner Dom übertroffen. Wir können dies nur erahnen, denn die Säkularisation hinterließ  nur eine Ruine, die Steine wurden nach Sprengungen u.a. im Nordkanal Bau verwendet. Das zumindest die Ruine erhalten blieb, verdanken wir einer Verfügung des Oberpräsidenten der Rheinprovinz. Außer der Ruine sind nur Brauhaus und Scheune der ursprünglichen Anlage erhalten geblieben, aber es wurden immer wieder verschiedene Gebäude in sehr unterschiedlichen Zeiten gebaut. Besonders schön ist u.a. das barocke Eingangsgebäude.

Ich liebe diesen Blick raus und rauf, der die architektonische Meisterleistung erahnen lässt.

Heute ist hier ein Altenheim und eine Hilfsorganisation für Schwangere und alleinerziehende Frauen und ein wunderschönes Restauran und Café. Natürlich haben wir uns hier aufgewärmt mit Kaffee, Kuchen, Eintopf und Flammkuchen!

Nun ist es schon wieder Mitte der Woche und der Ostwind hat uns doch noch ein wenig Schnee über Nacht gebracht. Der Hundegang im Halbdunkel war wunderschön. Keine Kamera kann diese Stimmung vom Nichtvorhandensein der Farben einfangen, dieses Erahnen zwischen Schwarz und Weiß. (Und die sind bekanntermaßen ja keine Farben.) Ich drücke mir meinen Schal vor`s Gesicht und rieche Veilchen.

Einen schönen Tag wünsche ich Euch!

 

Bilderflut

Hallo Ihr Lieben.

(Es folgt auch Werbung in Bild, Text und Links, dafür bekomme ich nichts, immer noch nicht, muss ich aber notieren.)

Die ersten Frühlingsboten stehen auf dem Tisch, ich habe mir den Luxus erlaubt und im Januar schon die ersten Tulpen geholt, die ich gern bei Holunderblütchen zeigen möchte.

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Dazu ein paar Forsythien Zweige, deren gelbe Blüten hoffentlich bald aufgehen. So ein kleines Sträußchen kann die Stimmung am Esstisch gleich total verändern, zumal ja unlängst erst die letzen Weihnachtsdekoration noch stand.

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Wie Ihr seht, gebe ich die Tischdecken u.ä. nicht zur Mangel, ich bitte die Falten zu entschuldigen.

 

Als ich letztens meinen Tag bei 12 von 12 beschrieb, erwähnte ich, dass mir beim Lesen des „Captain Future“ Romans einige Bücher dazwischen gekommen sind, genauer gesagt, Graphic Novels. Das ich Comics gerne lese, ist ja hier eigentlich kein Geheimnis mehr. Dank der Graphic Novels sind sie ja auch nicht mehr so in der „Groschen – Schmuddel – Ecke“. (Es gibt eben überall gute und schlechte Titel.)

Einen großen Beitrag hat das Buch MAUS von Art Spiegelman vor Jahren dazu beigetragen. Wer es noch nicht kennt, unbedingt einmal reinschauen, am Besten lesen, seinen (grösseren) Kindern geben! Die Vernichtung von Menschen, nur das sie Mäusegesichter tragen, (und deswegen vielleicht besser zu ertragen) sehr eindringlich erzählt.

Schon in meiner Ausbildung kamen manchmal Eltern oder Grosseltern und baten um einen Tipp, sie würden gerne ein Buch verschenken, aber das Kind würde nicht gerne lesen. Erschrocken oder unverständlich reagierten sie dann manchmal, wenn ich z.B. einen „Asterix“ vorschlugen. Manchmal erreicht man über Bilder mit wenigen Worten mehr. Daher finde ich diese Bände, die ich Euch hier vorstellen möchte, auch so toll:

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„Nieder mit Hitler“ von Jochen Voit und Hammed Eshrat, beschäftigt sich nicht nur mit einer Gruppe von Freunden in der Hitlerzeit, sondern auch mit der Zeit danach. Die Geschichte von Karl beginnt in dieser Graphic Novel nämlich mit einem Stasi Verhör. Und die Jungen in dem Comic hat es wirklich gegeben, sie leben teilweise noch. Ihre Geschichte war nur nicht so aufregend und gross wie z.B. die der Geschwister Scholl.

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Ein aktuelles Thema haben die Autoren Eoin Colfer und Andrew Donkin niedergeschrieben und Giovanni Rigano hat sie wunderbar gezeichnet. „Illegal. Die Geschichte einer Flucht.“ Die Geschichte von Ebo, der durch die Sahara nach Tripolis und über das Meer fliehen muss, ist sehr einfühlsam und doch aufrüttelnd erzählt. Den irischen Autoren E. Colfer kennen sicher viele durch seine Artemis Fowl Bücher.

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Aber ich hab mir nicht nur *schwere Kost* aus der Bücherei mitgebracht, (Ihr habt vielleicht bemerkt, dass die Bücher Aufkleber haben), sondern auch etwas rein kultiges, unterhaltendes:

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Zu den drei Fragezeichen ??? muss ich nicht viel schreiben, Generationen sind mit diesen Krimis aufgewachsen. Die Comics sind ein wenig gewöhnungsbedürftig aus meiner Sicht, aber ich finde toll, dass sie nicht so bunt sind und wohl eher ältere Leser ansprechen. Schließlich sind die meisten Fans der ??? auch schon etwas älter.

Jetzt fragt Ihr Euch, warum aber als Beitragsbild oben ein Junge mit Fuchs dargestellt wird? Nun, vielleicht erkennt Ihr das Motiv auch sofort, denn nicht nur ich habe als Kind immer und immer wieder in Antoine Marie Jean-Baptiste Roger Vicomte de SaintExupéry s Buch „Der kleine Prinz“ reingeschaut. Die Bilder und klugen Worte begleiten auch heute noch viele Menschen. Ein Buch mit vielen, schönen und selbstgemalten Bildern des Autoren.

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Schon vor Jahren habe ich Motive daraus nachgemalt. Heute habe ich einen kleinen Stempel geschnitzt, der genau auf ein Etikett passt.

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Ich habe eine interessanten Artikel online entdeckt, über die letzen Stunden des Antoine de Staint-Exupéry. Lange galt er ja als *vermisst*, da er von seinem letzen Flug nicht zurück kehrte. Besonders tragisch, da es sein wirklich letzter Flug sein sollte!

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„Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

Das schicke ich gerne zum Freutag. Euch schon mal ein schönes Wochenende.

 

hoch oben

Hallo Ihr Lieben.

Schneeregen, Graupel, Sturm,… überall liegen Äste. Ich hoffe, Ihr könnt es Euch gemütlich machen. Vor allen Dingen gestern war es hier ein wirklich *dunkles* Wetterchen.

Basstölpel
Seevogel des Jahres 2016

Ich habe heute ein paar Stempel-Bilder von Tieren, denen Kälte und Wind nicht all zu viel ausmachen. Eisbären und Polarfüchse oder (etwas näher geographisch,) den Basstölpel.

Diese  grossen Seevögel haben ihren Namen von der schottischen Felseninsel „Bass Rock“, wo sie gern auf den Felsen in Kolonien brüte(te)n. Heute gibt es sie sogar auf Helgoland. Diese grossen Segler sind Stoßtaucher, ihre Beute Heringe, Makrelen, Sardellen und ähnlich grosse Fische. Aus bis zu 45 m Höhe stürzt der Gleitflieger sich wie ein Pfeil oder Torpedo mit grosser Geschwindigkeit in das Wasser. Der erbeutete Fisch wird fast sofort verschluckt, so dass es aussieht, als würde der Vogel immer ohne Beute wieder auftauchen. Deswegen nannten französische Fischer den Vogel auch „verrückt“, „Le Fou de Bassan“. Die Vögel waren früher auf Schiffen eine leichte Beute für Seeleute, da sie sehr zutraulich auf den Schiffen landeten. Daher nannten portugiesische Seeleute sie auch „Bobo“ oder „Dummkopf“, davon leiteten die Engländer den Namen „Bobby“ ab und ein deutsche Ornitologe übersetzte die in „Tölpel“.

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Auf meinen kleinen Stempeln kommt leider die wunderschöne Kopffärbung nicht zur Geltung, dort sind Teile des Kopfes um Schnabel und Augen nicht befiedert und schwarz.

Der männliche Basstölpel sucht übrigens einen Platz für ein Nest aus und normalerweise schmückt er es mit Algen, Grass, Tang und Treibgut, wobei leider mitlerweile viel Plastik auch hier seinen Weg hin findet. Am schlimmsten sind Teile von Netzen, in denen sich der Vogel verfängt.

Der Vogel ist ein Kunstsegler, kein guter Läufer und erinnert nicht umsonst an den Albatross. Da muss ich dann immer an „Bernard und Bianca“ denken. Darum sind die hohen Klippen auch sein bevorzugtes Brutgebiet, hier nisten sie in grossen Kolonien, zusammen mit Trottellummen und Eissturmvögel.

Der Versuch, auch auf eine Tasse zu stempeln, hat leider nicht geklappt, nach dem 6 mal verwischen und abwischen, habe ich aufgegeben. Vielleicht klappt es mit kleineren Stempeln.

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Polarfuchs und Eisbär

Ich wünsche Euch allen eine schöne Woche.

Verlinkt beim Creadienstag