Vorsichtiges Anklopfen

Hallo Ihr Lieben.

Da geht sie hin, diese Woche, mit Glätte und Kälte am Anfang und frühlingshaften Temperaturen zum Wochenende. Mögt Ihr auch auf einen Plausch bei Andrea vorbei schauen? Ich habe mir schon einen Kaffee geholt. Schnell einen Blick und einen Klick zum Verlinken und dann bin ich erst mal länger draußen.

Noch bei eisigem Wind sind wir letzes Wochenend an der Sieg entlang gelaufen. An einigen Stellen war noch Eis und auch am Ufer des nicht mehr so viel Wasser tragenden Flusses waren kleine Eisgebilde zu sehen. Ich habe sogar einen Gänsesäger entdeckt, sicher ein kurzzeitiger Gast aus eher nördlichen Gefilden, leider nur als weißer Fleck auf dem Foto zu erkennen.

Erstaunlich, oberhalb des Siegdammes, wo der kalte Wind pfiff, war der Boden noch steinhart gefrohren. Ging man unterhalb, in Flußnähe, hatte man schon eine matschige Schicht bei der man aufpassen musste, nicht auszurutschen. Die Grau- und Nilgänse waren allgegenwärtig. Paare ziehen ja auch immer wieder über unser Haus und hinterlassen gerade gerne mal zielsicher grüne „Markierungen“ auf dem weißen Auto. Ob ich wohl Anfang der Woche zu meiner Mutter fahren könnte, fragte ich mich da, denn Regen sollte kommen und damit überfrierende Nässe. Der Montag wurde noch abgewartet, aber am Dienstag konnte ich sie dann besuchen. (Wie immer, sind wir sehr vorsichtig. Ich bin seit dem letzen Besuch, auch der einzige.)

Immer wieder könnte ich dieses Foto aufnehmen, so ein ganz besonderer Heimatblick. Kurz vorher waren Kraniche über das Tal gezogen. Hoffnungsbringer auf den Frühling, Glücksboten und Sehnsuchtsvögel.

ein gewünschter Druck auf einen Stoffbeutel
endlich habe ich die entsprechenden LEDs und einen richtig geschriebenen Text

Insgesamt war die Woche sehr abwechslungsreich. Der Sohn bereitet sich auf eine Prüfung vor, bei der er so gar nicht weiß, wie sie ablaufen wird und was genau gefragt wird. Lerngruppen und Hilfe eher Fehlanzeige, alle sind mit sich und der Situation überfordert. Schattenseiten des Studiums daheim. Nur das bei den jungen Leuten die Zukunft davon abhängt. Das klappt bei der Schule besser, aber man kennt sich ja auch und ist in viel kleineren Gruppen. Trotzdem dreht sich bei mir nachts das Karusell der Gedanken, wenn ich daran denke, wie viel verloren geht. Bei einfach gefühlt Allem und das läuft jetzt wirklich seit fast einem Jahr?

Für einen Geburtstag ging hier Post raus. Ein Dompfaff per „Brennpeter“ auf Holz eingebrannt. Auch wenn man dabei keine Farbe anwenden kann, erkennt Ihr hoffentlich den eigentlich ja recht bunten Vogel.

Immer wieder ziehen sie, die Kraniche. Ihr Rufen lockt mich mehrfach aus dem Haus diese Woche. Gefühlt habe ich mich noch nie so sehr über sie gefreut. Größe Züge sind unterwegs. Auch sonst beschäftige ich mich diese Woche weiterhin viel mit Vögeln, ein neuer zum Jahresprojekt muss recherchiert und gestaltet werden. Die Qual der Wahl wird immer größer, aber für den März habe ich einen. (Nun, eigentlich habe ich schon für jeden Monat einen, aber die Liste könnte viel länger werden und ob ich noch mal umdenke bei dem ein oder anderen oder doch noch einen besonderen finde.) Zeigen würde ich die Blümchen aber trotzdem gern noch bei Holunderblütchen.

Allgegenwärtig sind im Moment wohl auch die Tulpen in den Märkten und in unseren Heimen, versprechen sie doch auch in den vier Wänden etwas Vorfrühling. Ich habe welche auf den Esstisch, der gleichzeitig auch mein Arbeitsplatz im Moment ist, gestellt. Daher steht der Strauß immer im Kontrast zu meinem Kram, der dort neben meinem Platz liegt. Ihr sehr die Papiere ein wenig in das Bild herein ragen, aber ich bin ja kein Interior Blog. Verschiedene Karten wurden auch wieder bestempelt diese Woche. Außerdem habe ich mir endlich das Buch von Michaela und Tabea geleistet. Bei Ihrer tollen Frühlingspost habe ich mich nämlich wieder angemeldet. (Werbung wenn Ihr so wollt, man sieht ja auch die Stempelfarbe, alles selbst gekauft oder geschenkt bekommen) Und der brandneue Roman, den ich mir ebenfalls gestern gekauft habe, lässt sich sehr gut an. Ein Magier, der mit Spezialtinte Siegel erschafft, um zB Illusionen zu erschaffen oder den Menschen vorzuzaubern, dass es magische Wesen gar nicht gibt, statt dessen schickt er sie wieder in die Feenwelt zurück. Leider ist er auch sehr vom Pech verfolgt, denn schon wieder ist einer seiner Azubis gestorben. Dieses Mal ist es aber besonders merkwürdig, denn es stellt sich heraus, dass dieser Lehrling mit magischen Wesen gehandelt hat und mehr Siegel kannte, als er eigentlich bei seinem Magier gelernt hatte. (Fotoquelle Klett Cotta Verlag)

Zum Abschluss noch ein Turmfalkenpaar im morgendlichen Dämmerlicht. Sich immer wieder umkreisend flogen sie zu ihrem Nistplatz in der Friedhofskapelle. Die milde Luft verspricht ein grandioses, frühlingshaftes Wetter. Heute sollen es hier 18°C und morgen sogar 20°C geben. Schon gestern konnte man die Sonne auf der Terrasse geniessen und heute werden wir dann sicher diese aufräumen und uns das erste Mal dieses Jahr an den Gartentisch setzen, der sein Dasein im Winter unter einer hässlichen Haube fristen musste. Ein vorsichtiges oder vielleicht doch schon recht forsches Anklopfen des Frühlings …

Habt ein besonders schönes Wochenende!

Sonne und Frost

Hallo Ihr Lieben.

Eigentlich sollte es eher Frost und etwas Sonne heißen. Während Schnee und Sturm den Norden und Osten von Deutschland beherrschen, haben wir hier nur etwas Graupel gehabt. Wie eine Waffel mit Puderzucker sah es aus: (Das ist nicht auf meinem Mist gewachsen, sonder die leckere Assoziation stammt von einer lieben Freundin.) Am Montag, dem ersten Impftermintag für über 8ojährige hier in NRW standen dann auch am Nachmittag lange Schlangen an unserem Impfzentrum. Bei der Kälte und unter genauer Beobachtung der Presse. Auch die Polizei war vor Ort, u. a. um wohl Verkehrschaos vorzubeugen. Hinterher las ich, dass ganz viele Senioren schon viel zu früh vor ihrem Termin da waren. Bevor man da den Kopf schüttelt, sollte man seine eigenen Ängste und Gefühle im letzen Jahr mal hinterfragen, dann versteht man das vielleicht. Ich durfte an dem Tag jedenfalls bei der Bücherei per Schleuse wieder Bücher abgeben und vorher bestellte abholen. Einen Dienst, den viele Büchereien gerade anbieten, der aber immer noch nicht so bekannt ist.

Wärend das Schneechaos in Teilen Deutschlands herrschte und im Süden Sahara Staub Schnee und Luft orange färbten, kam hier nur schnöde Dauerfrost an. Leider liegt keine schützende Schneeschicht und ich befürchte Schlimmes. (Nicht nur deswegen habe ich über die Gartenvögel gebloggt) Außerdem hätte ich wirklich gerne Mal richtig Schnee. Also so von wegen Lockdown sind dann auch weniger auf dem Weg zur Arbeit, wäre also genau der richtige Zeitpunkt, oder? Ja, ich höre und schaue auch Nachrichten, aber schüttel über so viele Schnee-Staus den Kopf (Lkw Fahrer ohne Schneeketten und / oder überhaupt vernünftiges Reifenwerk. Das man dann andere mitreißt/ausbremst, wenn man den Berg nicht hoch kommt, aber wir wollen ja auch unsere Regale immer voll haben im Supermarkt und die Lieferung muss zackig erledigt sein. Und so mancher Autofahrer sollte auch nicht mit dem nicht winterbereiften PKW unterwegs sein.)

Dank Schneechaos auch bei der Bahn sind wir diese Woche zu fünft. Die Freundin des Sohnes kann genau so gut von hier aus studieren, statt ganz alleine im kleinen Zimmerchen zu hocken und keinen Menschen in Echt zu sehen. Hier saßen also vier vor dem Bildschirm und lernten, schrieben Tests und arbeiteten. Ich arbeitete eher so im ganzen Haus, das Übliche halt, wird nicht weniger. Am Mittwoch habe ich einen kleinen Wanddurchbruch, versteckt hinter CD Regalen, für das Verbindungskabel zum Rechner meines Mannes, gebohrt. Zu den Studenten nach unten liegt schon ein Kabel. Jetzt fehlt nur noch der Schüler oben. Das WLAN war absolut unterirdisch, so dass wir wieder auf die alte Kabel Variante zurück greifen müssen. Wenn jetzt die Verbindung abreisst, lieber Netzbetreiber, seid wirklich ihr es (immer noch zu oft).

Der Mittwoch war bei mir irgendwie der Donnerstag, bis ich mich nachmittags wunderte, dass unsere Mülltonne immer noch alleine vorne an der Strasse stand. Hier wird sehr darauf geachtet, vor allem, wenn sie geleert worden sind, müssen sie von manchen Nachbarn sofort reingeholt werden. Nun ja, wenn man sonst keine Beschäftigung hat. Aber der Tag hatte richtig viel warme Sonne und trotz Dauerfrost wurde die obere Bodenschicht an manchen Stellen tatsächlich leicht angetaut. Eigentlich sieht es nämlich nicht so schön grün aus und die Pfützen in den Feldern sind pures Eis. An dem Tag radelt der Jüngste auch einfach so und weil er es nicht mehr nur hinterm Bildschirm aushält und trotz Kälte, an die Sieg. Am Altweiber Donnerstag habe ich wenigstens per Foto zugeprostet und Alaaf gewünscht.

Karten Auftrag abgearbeitet
mehrfarbig

Wärend mir die Sonne durch das Südfenster auf den „steifen Buckel“ scheint, habe ich endlich mal wieder Ruhe und Lust, einen Stempel zu schnitzen. Einen Winterfuchs habe ich in Groß gemacht, der wird sicher noch auf dem ein oder anderen Shirt oder Tasche oder… landen. Außerdem habe ich für meinen nächsten Vogel für das Jahresprojekt recherchiert und eine Liste möglicher Kanidaten aufgestellt. Ich möchte eher auch unbekanntere Vögel vorstellen, kreativ umsetzen. Nicht 100% überzeugt bin ich von meinem Schafskopf. (Das Motiv als Idee ist nicht auf meinem Mist gewachsen, aber ich weiss leider auch nicht mehr, wo ich es gesehen habe) Der Dompfaff Stempel hat auch eine neue Heimat gefunden.

Schwarzkopf Schaf als Woll Stempel

Mit freundlicher Genehmigung des Sohnes darf ich Euch ein Freitagsbild vom zweiten Radausflug des Sohnes zeigen, auch schon in mein 12 von 12 gerutscht:

Siegauen Seitenarm zugefroren

Dann will ich Euch allen mal ein schönes Wochenende wünschen, mich gerne bei Andreas Samstagsplausch per Link zum Kaffee einreihen und später auch bei Euch (digital) reinschauen.

Macht es Euch gemütlich, ich muss noch fix nach dem Ofen sehen und mit dem Hund raus und was sonst noch so alles ansteht heute.

immer gern wieder zum Samstagsplausch

Hallo ihr Lieben.

Mögt Ihr auf einen Tee oder Kaffee zum Samstagsplausch von Andrea vorbei schauen? Ich habe mir in meinen Kaffee einige Kardamomsamen und Zimt getan. Das tut gut. Gewürze können unsere Stimmung heben.

Eintopf ist einfach immer wieder lecker: Petersilienwurzel, Pastinaken, Möhren, Kartoffeln, Kürbis…

Es geht doch nichts über einen schönen Eintopf, oder? Schön sähmig püriert. (Dann merkt der Sohn auch nicht, was da alles gesundes drin ist.) Vor allem, wenn einen der Wind ordentlich und kalt durchgepustet hat. Mittlerweile könnten wir nicht mehr an der Sieg entlang laufen, der Hochwasser Pegel steigt unaufhaltsam.

überall steht Wasser

So schön es auch aussieht, ich bin mir durchaus bewusst, wie schlimm das Hochwasser sein kann. Immerhin hat man nun seit einigen Jahren daraus gelernt und einige Gegenmaßnahmen ergriffen, es gibt überall bewußt angelegte Gebiete, die Wasser aufnehmen, einen höheren Damm und man greift nicht mehr so extrem in den Lauf eines Flusses ein. Renaturierung ist auch immer wieder im Gespräch. Da, wo der Rhein die Uferpromenaden unter Wasser setzt, sind mobile Hochwasserschutzwände errichtet worden. (Normalerweise sind die Häuser am Rhein die teuersten und begehrtesten, außer wenn Land unter ist).

Diese Woche ist sonst recht ereignislos verlaufen. Wirklich viel zu erzählen gibt es nicht.

Von Einfallspinseln und geistlichen Würdenträgern.

Erwähnenswert waren diese Woche wirklich die Wetterwechsel. Goss es morgens noch in Strömen, so konnte es am Nachmittag durchaus auch Sonnenstrahlen geben. Am Donnerstag bin ich tatsächlich im T Shirt umhergelaufen, sogar im Garten. Unbarmherzig hatte an dem Tag das Licht aufgezeigt, wo Spinnweben und Fliegendreck (nicht nur) in der Küche die Herrschaft übernommen hatten. Also wurde der Putzlappen geschwungen. Aber im Garten zeigten sich im durchaus schon wärmenden Sonnenlicht erste Frühlingsblumen:

Viel ist es noch nicht, in meinem kleinen grünen Fleck, was da erblüht, aber überall schauen grüne Blattspitzen aus dem Boden, der Frühling steht in den Startlöchern. An dem Tag habe ich die erste Felsenbiene gesehen. Und im Feld „tanzten“ die ersten Hasen zur Hochzeit. Ich glaube, wir freuen uns ganz besonders dieses Jahr auf den Lenz. Auch wenn im Norden und Osten ja noch mal eine richtige Kaltfront gekommen ist und noch kommt dieses Wochenende. Wir hier werden wohl schon hinter der Wettergrenze liegen, evtl etwas Schnee im Regen haben. Nun ja, so sehr ich vom Frühling träume, wir haben erst Februar, der Monat ist immer ein „Durchhaltemonat“!

Februar-Nacht

Der kalte Mond hat eine Delle.
Die Sterne glimmen trüb und matt.
Die Nacht bringt mich an jene Schwelle,
wo ich das triste Urteil fälle:
Ach Februar, ich hab dich satt.
Mach Platz für Sonnenschein und Blüten!
Die Gärten sollen auferstehn,
das Grün in wildem Wachstum wüten,
die Vögel zwitschern und auch brüten,
ach Februar! Wär das nicht schön?

Hans Retep · geb. 1956 (quelle.lyrickmond.de)

Gartentisch Impressionen

Das Jahresmotto, welches ich mir für die Linkparty von „Andrea Zitronenfalterin“ ausgewählt habe, scheint Ihr sehr zu mögen, was mich natürlich freut. Ich bin schon am überlegen, welchen Vogel ich als nächstes vorstellen möchte, ich fürchte nur, mit dem ersten „Piepmatzt“ habe ich mir die Latte recht hoch gehängt.

Kreativ habe ich einige Kleinigkeiten gewerkelt (zB einen Pottwal und einen Blauwal auf alte Jeans mit Schneiderkreide gezeichnet und ausgeschnitten, damit ich demnächst endlich mit dem Nähen anfange). Ein Geburtstagsgeschenk kann ich erst später zeigen. Wir werden sehen, was am Wochenende noch möglich ist.

Dann macht es Euch mal gemütlich.

Von Einfallspinseln und geistlichen Würdenträgern.

Hallo Ihr Lieben.

Andrea, die Zitronenfalterin hat sich wieder viele Gedanken gemacht, was als Thema zu Ihrem Blog passt, als Linksammlung für Blogger. Diesmal gibt es nicht monatlich eine neue Thematik als Anstoß, sondern ein Jahreskonzept, eine Challenge, bei der wir uns eine interessante „Aufgabenstellung“ für uns selber suchen und monatlich etwas dazu bringen dürfen.

Für mich war recht schnell klar, was ich nehmen wollte. Ich habe schon oft hier von Vögeln berichtet, mein Blog heisst nach einem Vogel (Plattdeutsch: Wippsteert=Bachstelze) und diese Könige der Luft faszinieren mich auch einfach. So werde ich jeden Monat einen Vogel portraitieren. Sowohl in Text als (hoffentlich immer selbst gemacht) auch kreativ.

Nun, die Überschrift ist ein kleines Rätsel, denn es sind Umschreibungen der Vogelnahmen, sowohl der offizielle, als auch den aus dem Volksmund. Ich stelle Euch diesmal den Gimpel vor. Was der mit Einfalt zu tun hat? Dieser Vogel hat einen „relativ simplen“ Gesang und er singt eher leise. Aber, er lernt sehr schnell Melodien nach zu pfeifen und war deshalb früher ein begehrter Käfigvogel, zumal auch noch hübsch anzusehen. Oft wurden früher Vögel in Leimfallen gefangen und der hübsche Vogel ging wohl sehr einfach „auf den Leim“. Daher stand er bald als Synonym für Neuling, Tropf, Anfänger, Einfallspinseln, Dummkopf,… Im Rheinland gibt es die Redewendung „stolz wie ein „Gempel“ sein“.

Seinen anderen Namen hat der rundliche Vogel durch sein Federkleid bekommen. Pfaffe ist ein altes, etwas abwertende Wort für Geistlicher. Gerade hochgestelltere, katholische Priester trugen oft rot (oder violett) und früher eine schwarze Kopfbedeckung. Vielleicht erinnert Ihr euch noch an „Don Camillo“. Auch dass er oft dicklich und aufgepolstert aussieht, spielt dabei sicher eine nicht unwesentliche Rolle. Seltener ist die Bezeichnung „Blutfink“, welche sich wohl durch die Federfärbung selbst erklärt. Wie so oft trägt nur das Männchen ein rotes Pracht Gefieder, daß Weibchen bleibt eher grau mit einem rosa Einschlag.

Der Dompfaff gehört zu den Finken. Über das Jahr lebt und brütet er gern in Fichtenwäldern und Mischwald. Im Winter zieht er in kleinen Schwärmen durch Obstplantagen und Gärten. Ich kann mich noch gut erinnern, wie meine Mutter schimpfte, wenn sie sich über ihren Apfelbaum her machten. Sie mögen nämlich gerne Knospen. Und wenn dann einige Vögel im kleinen Baum selbige abfraßen, bedeutete das durchaus weniger Apfelblüten. Ansonsten ist sein starker Schnabel wie für Sämereien gemacht.

In der Brutzeit ist der Vogel monogam, ob das auch für das gesamte Vogelleben gilt, weiß man noch nicht. Während das Weibchen auf den Eiern sitzt und auch die erste Zeit mit den Küken, versorgt das Männchen seine Gefährtin. Nach dem Schlüpfen gibt das Weibchen Futter aus dem Kropf an die Küken weiter. Nach der Brutzeit, die wie gesagt als Paar stattfindet, kommen im Herbst dann wieder Schwärme zusammen und wir haben manchmal Gelegenheit, den prächtigen Vogel auch im Park oder Garten zu beobachten. Seinen Namen soll er übrigens vom bayrischen „gumpen=hüpfen“ haben, sein behäbig wirkendes Aussehen spielt dabei vielleicht auch eine Rolle, dabei plustert er sich einfach nur auf.

Ich zeige Euch diesmal einige von mir mit Blei- und Bundstift gemalte Gimpel und den (einfach gehaltenen) als Stempel geschnitzten Dompfaff (nicht nur für den Pullover). Übrigens kommen Gimpel auch gerne im Winter an Futterhäuschen. Vielleicht habt Ihr ja mal Glück.

Verlinkt bei der Aktion Jahresprojekt

und der Linksammlung Creativsalat

und der Linksammlung DVD

Ausruhen und aktiv sein

Hallo Ihr Lieben.

Mögt Ihr wieder auf einen Plausch bei Andrea vorbei schauen?

Das war eine ruhige Woche. Größtenteils. Ich muss da unbemerkt länger etwas mit mir rumgeschleppt haben, zwei Arzt Besuche waren nötig und Antibiotikum. Erklärt vielleicht meinen Heißhunger manchmal auf Zwiebeln (die geschnittenen Chalotten kamen mit Käse auf s Brot, lecker. Oft wurde dann aber untypisch der Rest einfach so gegessen. Manchmal sollte man mehr auf den Körper achten, im Nachhinein ergibt einiges Sinn.) Also, seht dies als Appell, auf Euch zu achten. Nicht an jeder Abgeschlagenheit ist der Lockdown Schuld. Wie es mir gegangen ist, habe ich erst gemerkt, als der „Knoten geplatzt“ ist und u.a. das Medikament gewirkt hat. Plötzlich war der Hundegang nicht mehr anstrengend. Ich war fast schlagartig voller Tatendrang. Hallo? Ich habe z.B. meinen Kleiderschrank ausgemistet und aufgeräumt. (Etwas was ich nicht gerne tue.)

Dann wurden endlich Grannysquares zusammengehäkelt. Daraus soll ein Kissen werden, den Fortschritt zeige ich noch. Einen Pullover habe ich angefangen zu bemalen, an dem mit den Federn weitergearbeitet. (Letzteren zeige ich später, aus Gründen) Ich wollte ursprünglich noch mehr und weiter aufräumen, aber merkte dann doch, dass es jetzt langsam reichte, daher die Häkelarbeit. Gemalt wurde dann abends, statt zu bügeln, bei „Death in Paradies“ vor der Glotze.

Und das ist der Tipp für Corona und dem nicht Einkaufen gehen können: umgestalten/upcycling! Das ist ökologischer und preiswerter, macht Spaß und ist durchaus zufrieden stellenden! (Zufriedenstellender, als festzustellen, dass man bei seinem letzten Projekt, über das frau auch gebloggt hat, ein e zuviel hatte, an einer Stelle, die wirklich jeder liest!)

Nicht zufriedenstellend waren an dem Tag meine Pfannkuchen. Statt der bewährten Variante mit Kokosflocken wollte ich lowcarb mit Kokosmehl mischen. Dabei habe ich viel zu viel davon genommen, was den Teig aufquellen ließ (meine Familie hat zwar behauptet, es schmeckt, aber die sind voreingenommen und wollten nett sein, „grins“) und die Konsistenz hinterher auf der Zunge war merkwürdig. Damit der Pfannkuchenteig trotzdem klebrig werden würde, kam Quark hinein. Dazu hatte ich einen Apfel aufgeschnitten und wollte Apfelschnitze einbacken. Die Backzeit habe ich auch unterschätzt, viele der dicken Pfannkuchen waren nicht ganz durch, also gab es erst Mal den Salat, während der Teller mit den Küchlein im Ofen nach garte. Und ich darf noch heute welche essen, so viele sind es geworden. Dabei gibt es voraussichtlich leckere Kürbis-Kartoffel-Karotten Suppe.

Ich will dann mal an meinem Projekt für die „Jahresidee“ von Andrea (Zitronenfalterin) weitermachen. Das seht Ihr dann am 1.2., wenn die neue Link-Party startet.

Mal sehen, wie das stürmische und regnerische Wetter wird. Es gab und gibt reichlich Wasser von oben und durch das Tauwetter werden die Flüsse wohl über die Ufer getreten sein. Wenn wir wieder zwischendrin etwas Sonne bekommen, werden wir in den Siegauen spazieren gehen. (Es ist allerdings heute schon wieder merklich kühler und immer noch sehr regnerisch.) Hier steht auch überall das Wasser, die Erde kann gerade kaum noch Wasser aufnehmen (liegt hier aber auch an einer Tonschicht). Immerhin ein Trost, für unsere Wälder ist dieses graue Nass gerade eine einzige Wohltat, sowohl für den Wasserhaushalt als auch gegen den Borkenkäfer.

Ein paar Sonnenstunden wünsche ich Euch allen!

Verlinkt beim Kreativsalat und Karminrot

Beleuchtet

Hallo Ihr Lieben.

Das ich gerne klassisch „gestrickte“ Krimis lese, ist für viele Leser/innen sicher nichts Neues. Zu meinen „Lieblingen“ gehört auch Sherlock Holmes. Mit dem weltweit wohl bekanntesten, ersten consulting Detektiv setzte Sir Arthur Conan Doyel eine Marke, die unerreicht ist.

Eine sicher noch größer Geek/Fan ist Karo mit ihrem Blog: „Fiktion fetzt“. 

Letztens brachte sie eine superschöne, kreative Idee, erleuchtend für ein Bücherregal. Wie man das macht? Schaut doch mal bei Ihr vorbei. Ist vielleicht eine kreative Sache, die Ihr auch jetzt im Lookdown gut machen könnt. Bei mir hat das leider nur begrenzt funktioniert. Zwar habe ich einen breiten Bilderrahmen mit einem Passepartout gefunden, der gut für das Leuchtbild ist. Aber die richtigen LEDs fehlen mir zur guten Hintergrund Beleuchtung und so etwas mal eben zu kaufen ist ja gerade etwas schwieriger und deswegen gleich den Postweg zu bemühen finde ich übertrieben. Ich habe das Profil des Detektives mit Bleistift gemalt. Aber da sind Euern Ideen ja keine Grenzen gesetzt. Theoretisch könnt Ihr auch getrocknete Blumen und Gräser so in Szene setzen.

Nachtrag: wisdom schreibt man ohne e am Ende! (Ich und meine Rechtschreibung)

So ein Leuchtbild kann sehr vielfältig bestückt werden. Ich hatte allerdings vor allen Dingen Geek Kram im Kopf. „Elementary, dear Data“ aus Star Trek Next Generation spannt da zB den Bogen von Holmes zur SF Serie. (Der logisch denkende Androide Data spielt den logisch denkenden Holmes in einer Serienfolge)

Aber ich hätte auch Don Quichote:“ Derjenige, der Wohlstand verliert, verliert viel; derjenige, der einen Freund verliert, verliert mehr; doch derjenige, der seinen Mut verliert, verliert alles.“

„A big ball of wibbly wobbly, timey wimey stuff“  von Doctor Who war auch ein grosser Kandidat.

Genau wie mein Lieblingsbär Pu:

Copyr. A. A. Milne (im Deutschen beim Dressler Verlag)

Ich denke, ich werde die Funktion des „Wechsel“ Rahmens durchaus ausnutzen!

Verlinkt mit den Kreativsammlungen:

Dvd

Annette, deren Blog „Augenstern Welt“ Ihr vielleicht kennt, hat eine neue kreativ-Linkparty ins Leben gerufen: Creativsalat (ich bin ein wenig zu spät für diesen Monat, aber es kommt ja der Februar)

Etwas mehr Schnee, etwas mehr Wärme

Hallo Ihr Lieben.

Es war keine Woche, in der viel passiert ist. Erneut. Das finde ich auch eigentlich ganz gut so. Wie das weiße Wochenende zu Ende ging, habe ich Euch schon hier gezeigt und meinen Hundegang beschrieben. Im Lockdown passiert einfach weniger.

Kurzfristig bin ich noch mal alleine zu meiner Mutter. (Natürlich mit größter Vorsicht!)

Das war eine Fahrt. Hier los bin ich bei 5 Grad. Dann kam ordentlich Regen der mit Sturm einher ging und zu Schnee wurde. Die Autobahn war schnell weiß. Etwas mehr Schnee. Aber so was ist kein Problem, wenn man langsam und vorsichtig fährt. Bei meiner Mutter angekommen, fielen zwar noch Flocken, aber die Grenze, ab der es weiß blieb, liegt allerdings höher.

Hinter dem Haus suchten Staare, Wacholderdrosseln und Singdrosseln nach Nahrung. Immer im Winter kommen die kleinen Schwärme. Das war ein Gewusel, welches leider auf dem Foto nicht wirklich gut zu sehen ist. Was man aber auf den Bildern sieht, ist die oft trübe und nebelverhangene Stimmung, die wir auch früher oft hatten, nicht immer ist auch im Sauerland der Winter weiß.

Dummerweise hab ich mich wohl irgendwie falsch bewegt. Wie sagt der Rheinländer so treffend: „Isch hab‘ Rück’n“. Was am Besten hilft, ist etwas mehr Wärme. Ich trage sexy Unterwäsche „kicher“ und mache mir Körner Kissen warm. Aufmunternd wirkt diese Woche die Englische Comedy Entertainment Serie „Taskmaster“ (mein Mann hat sie mir gezeigt, gibt es nur im Original und bei Yo*Tub*) und ich höre viel Musik, davon besonders viel Filmmusik.

Ich habe eine wunderbare viereckige Kupfer Form für den Ofen vererbt bekommen und liebe es, darin Gemüse im Ofen zu garen. Man nehme zB Süßkartoffeln, Kartoffeln, Möhren, Schalotten, Paprika und Knoblauch. Dazu Olivenöl, Kräuter und Gewürze, gut durchgemengt und bei 200 Grad im Ofen backen.

Dazu schmeckt Kräuterquark oder Schmand oder SourCream. Und Apfelmus, ich kann ja immer wenn Kartoffeln beteiligt sind, Apfelmus dazu essen. Ach, das ist so etwas Feines, Erwärmendes und so vielseitig in der Zusammenstellung.

Zum ersten Mal dieses Jahr habe ich mir Blumen gegönnt. Erst gab es an der Kasse einfache Tulpen. Aber dann kam auf dem Weg zum Drogeriemarkt noch ein bunter, abgepackten Strauß dazu. Schnell geholt, daheim auseinander genommen und angeschnitten. Leider habe ich bei dem bunten Strauß vom Gartenmarkt nicht gut hin geschaut, die Hälfte war hinüber. Nun, ich erfreue mich auch so an den Blumen. Die sind einfach schön anzusehen und tun gut. Herzerwärmend.

Vom grauen Pullover, den ich etwas bunter gestalte, habe ich ja auch schon erzählt. Hier schon mal ein Ausschnitt des Zwischenstandes.

Bunt ist einfach besser.

Treffen wir uns zum Samstagsplausch bei Andrea?

Die Blumen zeige ich endlich mal wieder beim FlowerFriday.

Macht es euch gemütlich!

Weiter

Hallo Ihr Lieben.

Wieder eine Woche rum. Wer mag, trifft sich auf einen Samstag Plausch bei Andrea.

Die Uhr dreht sich weiter. Die Tage plätschern dahin. Auch wenn es hier nur einen rheinischen Winter gibt, der vor allen Dingen nass ist, so zieht es nachts immer wieder ordentlich an. Ereignisreich war diese Woche auch nicht wirklich. Homeschooling, Homestudying. Homeoffice. Homework. Wie anstrengend das für viele ist, konnte man bei so manchem Beitrag zu 12 von 12 lesen. Ich bin froh, dass wir das immer noch zusammen ganz gut bewältigen. ich kann mir gut vorstellen, dass nicht überall das „Aufeinanderhocken“ reibungslos über die Bühne geht.

Bei mir stapeln sich hier neben dem Sofa „Jeansfetzen“. Es gibt so manches, was man aus alten Jeans machen kann! Im Moment ist eine Abendbeschäftigung selbige erstmal aufzutrennen und zu zerschneiden und vorzusortieren. Jetzt muss ich nur noch ein wenig schauen, wo ich die Nähmaschine hin stellen kann. Und an meine Schublade hinter dem Weihnachtsbaum sollte ich wieder dran kommen, da sind auch die Stoffmalfarben drin, die ich für einen Pullover benötige. Damit habe ich zumindest zum kreativen Teil der Woche meinen Bogen geschlagen. Ich habe wieder gemalt und geschnitzt. Das Gemalte ist noch unfertig und muss etwas warten. Die Schnitzwerke habe ich schon die Woche (hier) gezeigt.

Bei der ersten Runde „12 von 12“ gab es einen Tag hier nach zu lesen, recht ereignislos. Wie die Woche insgesamt eigentlich. Weitermachen ist irgendwie die Deviese und so ist das nun mal mit Alltag. (Und ganz ehrlich: wenn, dann haut es einem doch gleich ordentlich Ereignisse um die Ohren, also wollen wir uns das gar nicht wünschen.) Also machen wir lieber mit dem langweiligen Alltag weiter.

Viel zu schnell durchgeschaut habe ich die neue Staffel „Brooklin 99“, aber es hat mich so zum Lachen gebracht, dass hat unglaublich gut getan. Über Gags kann man auch noch mal lachen und ich werde sie wohl einfach noch mal ansehen. Sehr gut und bitterböse auch die Satire „Death to 2020“. Wenn die Macher dieser Satire nur geahnt hätten, was da noch „on top“ gekommen wäre, bzw sicher auch noch kommt? Ganz ehrlich, würden wir so ein Szenario im Film sehen, wäre unsere Kritik wohl eher: „unwahrscheinlich, so an den Haaren herbei gezogen“.

regnerisch

Für das Wochenende ist uns auch in den rheinischen Tieflagen Schnee vorher gesagt worden. Das wäre schon sehr schön. Ich schau neidisch auf so viele Aufnahmen bei anderen. Schnee ist immer so wunderbar hell, dämpft Geräusche, deckt den Matsch zu, läd zu einem Schneeman bauen ein und wenn man Glück hat, kann man sogar mal einen kleinen Hang runter rodeln. Morgendlicher Schneefall zwingt einen auch zum Sport: Schneeräumen.

Lesetechnisch war ich diese Woche nicht so aktiv. Mein Mann hat das Buch „Eroberung“ von Laurent Binet geschenkt bekommen. Eine wirklich gut Idee des Themas: „Was wäre wenn“ … Columbus nicht seine Entdeckungsfahrt gemacht hätte, denn die Wikinger waren schon viel früher in Südamerika und haben die Geschichte dadurch so beeinflusst, dass die Eroberung der Inkas in Richtung Europa statt findet. Eine gute Idee, leider empfinde ich den Stil des Buches als recht anstrengend. Es ist ein wenig altmodisch, wie eine Sage, die am Feuer erzählt wird, geschrieben. So fehlt mir das „durchschmökern“, der Lesefluss, vielleicht auch, weil ich die Woche nicht so gut geschlafen habe und etwas dauermüde bin.

Wie war Eure Woche? Ich wünsch Euch allen ein erholsames Wochenende.

Mit fremden Federn schmücken oder federleicht oder wie eine Feder im Wind

Hallo, Ihr Lieben.

Schon als Kind habe ich mich auf Altweiber als Papageno (ja, nicht Papagena, die fand ich langweilig) verkleidet. Wer von dem noch nie was gehört hat, das ist nicht schlimm, denn nicht jeder mag Opern und Mozarts Zauberflöte. In besagter Oper kann Papageno als Vogelfänger im bunten Federkostüm ein frecher, unbeschwerte Bursche sein: „stets lustig heißa hoppsassa“. Selber frei wie ein Vogel und vorlaut-frech dem eigentlichen Helden der Geschichte beim grossen Abenteuer beistehend.

Vögel beobachten, Federn sammeln und Eierschalen bestimmen war als Kind tatsächlich etwas, was mir großen Spass gemacht hat und was ich heute noch interessant finde. Und meine Eltern waren grosse Opernliebhaber, weswegen wir Kinder lange nur mit Klassik aufwuchsen. Als frischgebackener Teen habe ich mir also mit ganz viel Federn, die ich einzeln an einen Wollpullover nähte und an einen alten Hut klebte, ein Kostüm gestaltet. Einen alten Vogelkäfig und natürlich die Flöte dazu und ich war Papageno.

Federn wollte ich schon immer als Stempel gestalten, also hab ich mir vorgenommen, welche nach Vorbildern zu schnitzen. Hier seht Ihr Greifvogelfedern, die man Dank der Größe gut gestalten kann: Turmfalke und Bussard sind es übrigens gewesen, die sie netter weise haben fallen lassen.

Bussard
Turmfalke

Ursprünglich war mal geplant, einen grauen Pullover mit grauen Federn durch bunten Federn aufzuhübschen*. Das ist dann aber jetzt in eine ganz andere Richtung gegangen und die Gestaltung wird noch mal ganz anders werden, wohl eher mit Stickgarn und Stofffarbe (ist noch in Arbeit).

Meine Nichte macht für die Schule ein Plakat über Eichhörnchen. Dafür bekam ich den Auftrag, doch ein Eichhörnchen zu schnitzen. Das war sicher auch als Aufheiterung für die genervte Homeschülerin von der Mutter gedacht. Also ist jetzt noch schnell ein Eichkater als Stempel entstanden und per Post unterwegs.

Mich hat Gott sei Dank wieder etwas Kreativität erwischt (was ich auch daran merkte, dass ich auf den Einkaufszettel ein wenig zeichnete, während ich eigentlich aufschreiben wollte, was ich schnell besorgen darf) und so zeige ich heute die neuen Stempel beim freutag.

unscharfes Foto leider, Dame in Blei wurde dann ausgeschnitten

Monat Dezember und Jahresrückblick 2020

Ihr Liebe.

Da geht es hin. Ein besonderes Jahr. Ein Jahr, das viele auch ohne Rückblick in Erinnerung behalten werden und  dieser Satz wird sicher in vielen Beiträgen zu lesen sein. Das wäre aber ungerecht, denn es gibt auch Schönes, sehr viel Schönes dieses Jahr. Mal sehen, was so zusammen kommt. Aber zuerst meine Dezember Übersicht:

Der Dezember fing sehr aktiv und kreativ an. Neue Stempel, viel Backen, die Adventspost für die Post Kunst Aktion malen mit einer neuen Technik, Sterntaler und Etiketten zum runterladen gestalten, T-Shirts für „meine Basar“. Außerdem waren wir nach Monaten das erste Mal wieder in der Stadt. Der Lockdown drohte da bereits, wir sind ganz früh unterwegs und nur mit viel Abstand und in Randbereichen und kaum in Geschäften.

Hätten wir gewusst, dass der schöne Spaziergang durchs Siebengebirge erst mal für sehr lange Zeit der letze mit dem besten Freund wird, hätte er ganz, ganz lange dauern müssen. Immer wieder stellt sich doch heraus, dass Gesundheit einer der stärksten Eckpfeiler im Leben ist. Der zweite Eckpfeiler ist die Hoffnung und darauf fußt die Liebe.

Jeden Tag kann ich ein Türchen im selbstgemachten Kalender öffnen und immer wieder über „kleine Viecher“ staunen, jeden Tag kommen hier die schönsten Karten von Bloggerinnen und Post Kunst Teilnehmerinnen an. (Ja, ich schulde Euch noch Fotos!) Die Post leistet dieses Jahr Großes und bringt mir auch noch wunderschönste Geschenke (da schwappt man über vor Glück)!

Wir feiern einen Geburtstag. Wieder ein Geburtstag unter Corona Bedingungen und dieser ist auch noch fern der Heimat. (Und freuen uns, dass ein lieber Mensch zu uns, zu unserem Sohn, gefunden hat)

Der Monat geht mit dem Feiern des Christfestes zu Ende. Wehmütig vermissen wir unsere Familien und Freunde, vermissen es, sie in den Arm zu nehmen und wieder mehr an ihrem Leben teil haben zu können, nicht nur über die digitalen Medien. Immerhin habe ich ein Wochenende meine Mutter besuchen können und wir waren nach einer Woche „Qurantäne“ und mit Masken und Lüften zum Weihnachtsfest bei den Eltern meines Schatzes. Krankheit und Alter machen es manchmal noch schwieriger. Außerdem weiß man nicht, ob man sich noch mal wieder sieht. Carpe Diem. Das Weihnachtsfest ist hier sehr ruhig und wunderschön und erholsam. Auch die Tage zwischen den Jahren wird nicht viel gemacht, eine Erkältung und Darmprobleme werden kuriert, eine neue Waschmaschine bestellt, ein paar Sorgen und Nöte (um andere) bleiben.

Und so ist dieser letzte Tag des Jahres angebrochen. Für uns wird es ein ruhiges Fest. Die jungen Leute vermissen ihrer Freunde. Aber wir freuen uns, dass wir zusammen sind. „Und in jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“

Stufen

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf´ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen;
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden,
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

Hermann Hesse (Gedichte suhrkamp)

Ein klein wenig mag ich auch mit ein paar Fotos auf das Jahr zurück schauen. Ein Jahr, dass ich nicht einfach vergessen mag, auch wenn es unter besonderen Bedingungen statt gefunden hat. Ein Jahr, dass ohne wirkliche Not zu Ende geht. Kein Erdbeben, keine Hungersnot, keine Gewalt. Wir sind doch so verwöhnt, dass wir immer jammern, statt zu sehen, wie gut es uns geht. Ein Jahr, in dem ich unheimlich gerne gebloggt habe und dort noch mehr liebe Menschen traf. Danke an Euch alle, ganz besonders möchte ich mich bei Gabi und Maike bedanken. Ein Jahr geht kalendarisch zu Ende, mit den unruhigen Raunächten und diesmal ohne viel Böller, (was unseren Hund sehr freuen wird). Gestehen muss ich allerdings auch, dass ich ausgerechnet dieses Jahr gern mit etwas Krach verjagen möchte, denn leicht hat es uns dieses 2020 auch nicht gemacht. „Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!“

Ich wünsche euch allen einen guten Jahreswechsel, vielleicht ein wenig inne halten um es dann hinter sich lassen um nach vorne zu blicken. Dann wollen wir heute Nacht mal die neue Tür aufmachen.

Verlinkt beim Monatsrückblick von Birgitt

und beim Samstagsplausch von Andrea