Personalisierte Kostbarkeiten

Ihr Lieben.

In Bezug auf Handarbeiten bin ich nicht gerade die Ansprechpartnern. Meine Fähigkeiten beim Häkeln, Stricken, Nähen, Weben und Sticken sind nicht besonders weitreichend. (Spinnen habe ich nie z.B. gelernt, genau wie einige anderer, älterer Handarbeitstechniken.)

Schon in der Grundschule und auch durch meine Mutter lernte ich Häkeln, sticken und Stricken. (In dieser Reihenfolge)

Beim Sticken wurden uns die ersten Grundstiche beigebracht, jede(r) bekam ein Stück groben Stoff, um ein vereinfachtes Sticktuch anzufangen. Mit Grundstichen wie dem Hexenstich, Kreuzstich, Plattstich und mehr stickten wir erste Übungsbahnen. (Sobald ich das gefunden habe, zeige ich es gern.)

Stickerei auf Leinenwäsche

Genau so lernten viele, viele Mädchen vor mir schon die Grundlagen um zu nähen, zu verschönern und ihre Wäsche für ihre Aussteuer zu kennzeichnen. Diese war allerdings in der Regel aus Leinen, welches oftmals in den Wintermonaten auch selbst gesponnen worden war. Das Monogramm einzusticken hatte ursprünglich einen wichtigen Sinn, wurde doch die Wäsche nach dem gemeinsamen Waschen auch auf die gemeinsame Bleiche gelegt und am gestickten Buchstaben wiedererkannt. Gerade bei der Landbevölkerung war dies üblich. Etwa im Biedermeier wurde es auch „modern“ für die gehobeneren Schichten. Aber da stickte frau neben besagten Tüchern auch kleine Kostbarkeiten in Baumwolle und Seide. Es entstanden richtige Kunstwerke.

aus Blöcken geschneidertes Leinenhemdchen, die Form bekam es durch Keile, die oben unter den Ärmel weggenommen wurden und unten angenäht wurden.

Gabi vom „made with Blümchen“ ist heute die Gastgeberin der Stoffspielerei und hat diese Monogramme als Thema. Ich habe es nicht mehr geschafft, selber etwas zu sticken, aber darf Euch (nach Absprache mit der Gastgeberin) einige alte Kostbarkeiten zeigen. Eine ganz besondere Technik hat uns nämlich sehr fasziniert! Wir haben auch noch nicht heraus bekommen, wie sie heißt.

Schattenspiel an der Fensterscheibe

Dieses Taschentuch ist aus Mousselin (Musselin), in diesem Fall  sogar Seidenmousselin. Die Handarbeitskünstlerin hat die hervorzuhebenden Stücke ausgeschnitten, die Kanten umgelegt und mit fast nicht sichtbaren Stichen angestickt. Das wirkt, als wäre es ein Stoff, nicht aufgesetzt. Kenner von Stickereien fühlen sich vielleicht an Schattenstickerei erinnert, diese wird aber mit einem Faden auf der Stoffrückseite gemacht.

hier sieht man die Technik recht gut

Als Gabi mir von ihrem Thema berichtete, musste ich ihr dieses Taschentuch zeigen und ihr einen Beitrag darüber versprechen, (was ich zu dem Thema auch vor hatte). Leider habe ich das eigene handwerkliche etwas zu lange hinausgeschoben und dann kam Leben 2.0 dazwischen. Ich wollte mir ein C schnitzen, aufdrucken und drumherum stickend verzieren. Übrigens weiss ich leider nichts über die Geschichte dieses Taschentuchs. Ich weiß nicht Mal mehr, ob ich es aus der Kiste im Sozialkaufhaus, oder von der Oma meines Mannes habe.

von einer feinen Tischdecke

Meine Mutter hat noch viele Stofftechniken gelernt, sowohl in der Schulzeit, als auch in der Ausbildung. Von ihr habe ich die Liebe zu Leinen geerbt. Ich durfte ihre kleine Sammlung von Monogrammen fotografieren und heute hier zeigen. Da sind sowohl eigene, als auch „gefundene“ Stickereien bei. Auch eine Schablone seht ihr hier. Denn jedes Monogramm sollte gleich aussehen, wenn es erstmal in der Aussteuer Kiste oder Truhe verschwand.

Kreuzstich und Plattstich
alte Schablone

Gabi hat Euch ja schon das Sticktuch ihrer Oma gezeigt. Bei mir in einer dunklen Ecke neben dem Bett hängt dieses Tuch von meiner Ururoma.

1846 gestickt und wie Ihr seht, rechts nicht fertig gestellt
eigentlich wie das C in meinem Namen
von der anderen Seite der Familie gibt es diesen Hauch von Seide, meine Oma stickte und nähte dieses Schürzchen
Monogramm auf Leinen

Ich mag es, wie geschlungen die Buchstaben ineinander greifen, so dass man manchmal noch überlegen muss, was es für welche sind.

Sollte Ihr mal in meiner Geburtsheimat sein, kann ich Euch dieses kleine Museum in Oberhundem nur sehr an s Herz legen. (Ganz abgesehen, dass es in einem wunderschönen alten Fachwerkhaus, einer alten Pastorat, beheimatet ist und in einer wunderbaren Gegend liegt. Ein wenig Werbung für das Sauerland.)

Sehnsuchtserfüllung, Hitze und mehr Widrigkeiten

Hallo Ihr Lieben.

Was für eine Woche.

Begonnen hat sie am Sonntag damit, dass unserem Auto ein Motorschaden diagnostiziert wurde. Wir hatten uns getraut und unsere liebsten Freunde bei Karlsruhe besucht. Dort war das Auto brav in den Hof gefahren, aber das war seine letze Aktion gewesen. Sonntags mussten wir den Autoclub anrufen. Gut, dass es wenigstens nicht irgendwo unterwegs passiert war. Das Ende vom Lied: wir mussten uns vom roten Flitzer verabschieden.

Morgenstimmung mit Storch (Störchen, nur nicht hier zu sehen)

Aber das Wochenende war wunderschön! Wir haben so unglaublich viel geredet, gelacht, gegessen, getrunken, gefreut! Sehnsuchtserfüllung!

gewittrig

Ich habe wieder Johanninüsse gepflückt um einen Likör anzusetzen. Diesmal habe ich den Schwerpunkt auf Piment und Kardamom gesetzt. Und statt Kandis wurde Kokosblütenzucker dazu gegeben. Natürlich durften auch Zimt und Anis nicht fehlen.

Essig, Liköransatz und Pfefferminze

Ein feiner, mit wilden Erdbeeren angesetzter Essig steht jetzt in der Sonne. Im Glas daneben bewurzelt Pfefferminze. Ach, ich liebe den Sommer. Die Johannisbeeren sind auch schon reif, aber leider etwas zu wenig für Gelee, da muss ich dazu kaufen.

Wicken, Stickbild und Monogramm

Mit diesem Bild möchte ich Euch neugierig machen auf meinen zweiten Beitrag, der heute Nachmittag (edit: ich sollte auf den Kalender schauen, MORGEN) startet. Gabi von „made with Blümchen“ sammelt Ideen rund um diese kleinen Stoffspielereien. Und den duftenden Wicken Strauß zeige ich bei Holunderblütchens Flower Friday.

Lothar Frenz Nashörner und meine bunten Dufgeranien.

Nach dem die Woche mit Auto suchen und einen Hitze Rekord nach dem anderen, sowie Beginn der Sommerferien ausgefüllt war, (ja, das Zeugniss gab es erst am Freitag, aber die Woche war sowieso schon ohne Schule, also eigentlich Ferien), nun noch einen kleinen Lesetipp. Ein Büchlein zum ab und zu reinschauen, zum Entdecken von „unnützem Wissen“ oder zum Staunen über besondere Dickhäuter. Die Reihe im Naturkunden Verlag ist einfach immer wieder wunderschön. Eine schöne Aufmachung ist für mich da auch eine Kaufentscheidung. Aber wie der Autor u.a. schildert, wie „Jungfer Clara auf Reisen geht“, ist sehr amüsant. Und wer weiß, wie lange wir noch Nashörner in freie Wildbahn haben.

was man alles über Rhinos erfahren kann!

Das Büchlein habe ich mir selber zum Schmöckern gekauft. Nur weil das Thema „Werbung“ bei Influenzern (kicher) ja diese Woche mal wieder in den Medien war, ist damit klar gestellt, es ist mein Eigentum und „nix Werbung“. Hoffentlich wird das Thema im Recht nun endlich klar aktualisiert.

Bei der Sommerpost habe ich mich angemeldet und versuche einen Ausflug in s Blaue zu gestalten. Einen Dankeschön Stempel habe ich (ein klein wenig) angefangen, aber die Hitze hat mich die Woche ganz schön benommen gemacht. Rasen mähen, gießen, Sonnenschirme bewacht, Sonnensegen aufgehängt, den Hund hinter mir her gezogen (dabei gehen wir bei der Hitze nur kurz). Es wird sicher ein Wochenende mit Gewittern. Fünf Tropfen sind Freitag schon gefallen. Nun, Regen können wir wieder gebrauchen, etwas Abkühlung auch. Unser Freibad ist leider technisch defekt und wird nicht öffnen. Aber die Geburtstagsfeier, welche ein Spaziergang mit Picknick werden soll, wäre ohne Gewitter sicher netter.

Fast hätte ich es vergessen, ich habe doch einen wunderbaren Gewinn bekommen! Bei Ulrike hatte ich zum Blog Jubiläum eine selbstgehnähte Buchhülle gewonnen und bin so begeistert!

Tim und der blaue Lotus
Buchhülle de Lux

Ich setze mich nun gern zum Samstagsplausch zu Andrea und schaue ein wenig, was Ihr so alles zu erzählen habt. Ein kühles Getränk immer in Griffnähe.

Ab jetzt wird es vielleicht ruhiger. Immerhin sind Sommerferien. Macht es Euch gemütlich.

Vorbeigerannt

Erich Kästner

Der Juni

Die Zeit geht mit der Zeit: Sie fliegt.
Kaum schrieb man sechs Gedichte,
ist schon ein halbes Jahr herum
und fühlt sich als Geschichte.

Die Kirschen werden reif und rot,
die süßen wie die sauern.
Auf zartes Laub fällt Staub, fällt Staub,
so sehr wir es bedauern.

Aus Gras wird Heu. Aus Obst Kompott.
Aus Herrlichkeit wird Nahrung.
Aus manchem, was das Herz erfuhr,
wird, bestenfalls, Erfahrung.

Es wird und war. Es war und wird.
Aus Kälbern werden Rinder
und, weil’s zur Jahreszeit gehört,
aus Küssen kleine Kinder.

Die Vögel füttern ihre Brut
und singen nur noch selten.
So ist’s bestellt in unsrer Welt,
der besten aller Welten.

Spät tritt der Abend in den Park,
mit Sternen auf der Weste.
Glühwürmchen ziehn mit Lampions
zu einem Gartenfeste.

Dort wird getrunken und gelacht.
In vorgerückter Stunde
tanzt dann der Abend mit der Nacht
die kurze Ehrenrunde.

Am letzten Tische streiten sich
ein Heide und ein Frommer,
ob’s Wunder oder keine gibt.
Und nächstens wird es Sommer.

 

Hallo Ihr Lieben.

Die erste Juniwoche, husch, mein Gott, vorbeigerannt.

Groot aka Mr Blue Sky

Ich habe zum ersten Mal eine Amigurimi Figur gehäkelt. Und vor allen Dingen endlich fertig gestellt. Vor diesen Mini Häkeleien habe ich immer nur Respekt gehabt, dran gewagt nie, weil sie so unglaublich klein sind. Aber Groot wollte ich unbedingt mal häkeln. „Ich bin Groot“ (Comic Figur aus Guardians of the Galaxy). Erstmal ein wenig nach Bildern geschaut und einfach los gehäkelt. Try and error.

Roter Milan
Roter Milan kreisend in der Eifel

Pfingsten war davon geprägt, dass wir zum ersten Mal wieder in der Eifel waren, bei den Eltern meines Mannes. Und dann auch erstmals wieder im Sauerland, bei meiner Mutter.

Meißen Krankheit Nest
Überreste, so ein schönes Nest, so traurig das Ende der Küken

Auch im Sauerland sind die Blaumeisen gestorben und wir mussten den Vogelkasten leeren.

Aber die Besuche, die wir nur in den Gärten verbracht haben, mit viel, sehr viel Sonne, die waren wunderbar.

Zauberstab

Abrakadabra. Den Holzstrunk haben wir letztens gefunden, auf der Christi Himmelfahrt Wanderung, deren Mini-Bericht ich noch immer schuldig bin. Ein Astteil ist von innen so verrottet, dass ein Hohlraum geblieben ist, der nun eine Bergkristall Füllung bekommen hat. Aber so einen Ast habe ich noch nie gesehen!

Maike Stempel

Nicht nur Material Post aus Hamburg ist gekommen, (Softcut u.a.). Dieses besondere Skunk ist gleich neben ihre Meisen geklebt worden. Wunderbare Stempelkunst von Maike. Ich liebe die Stempel von ihr, ohne sie hätte ich nie angefangen.

Geschenktopf

Eine Freundin ist 80 geworden. Für die Terrasse gibt es einen Topf zum Anschauen. Ich kaufe da keine vorgefertigten, die sind oft nicht so liebevoll zusammen gestellt.  Ich hätte es gern anders ausgesucht, nicht zu dicht und so teuer. Das kann man doch einfach selber machen! Topf und Erde, unten eine Drainage, farblich und vom Typ her zusammen passende Pflanzen, mit ein wenig *Bling*, aber bitte wenig *Bling* …

„Blumen sind das Lächeln der Erde“

 

Spargel

Spargel, der letzte Spargelmonat ist angebrochen. Schnell noch bis Johanni ausnutzen. Einen Brotbackteller habe ich ergattert und will ihn sehr bald ausprobieren.

Sonst war die Woche wie gesagt, husch, vorbei. Mit Autoinspektion/Tüv, mit Besorgungen und üblichem Alltag. Endlich wurde der ganze Grünschnitt seit dem März abgeholt. Reichlich habe ich da zusammengebunden und nach vorn geschafft. Und endlich Regen. Hier gab und gibt es erst nur wenige Tropfen. Aber sofort kommen aus dem braunen Rasen einige grüne Halme. Vorher habe ich schnell noch geharkt und etwas umgepflanzt, extra für den Regen.

Ich lese ein unglaublich spannendes Buch, Fantasy, originelle und besondere Ideen, ich erzähle bald mehr. Ebenfalls auf meinem Stapel ist John Ironmongers „Der Wal und das Ende der Welt“, das Buch ist nun als TB herausgekommen.

powder mage
Cross Culture VLG.

Der Sohn bekommt einen neuen Schreibtisch, der Jugendtisch hat schon so lange ausgedient. Der alte Küchentisch meiner Großeltern wird perfekt dafür werden. Den habe ich von meiner Mutter mitgebracht. So alte Tische sind oft aus Esche, ein glattes Holz, früher viel für Gebrauchsmöbel genutzt. Keine Splitter. Wunderbares Holz. Und das System der Konstruktion so einfach zu transportieren und zusammen zu bauen, so leicht und stabil.

Nun klingt das Wochenende aus, kühl und regnerisch und gemütlich und erholsam und besinnlich.

Habt ein schönes Wochenende.

 

Verlinkt bei Andrea „Karminrot“ Samstagsplausch, beim Monatsmotto  von Andrea „Zitronenfalterin“ (denn sie sammelt Sachen, die wir noch nie gemacht haben)

Ps: Viel zum bloggen, schauen und kommentieren bin ich leider nicht gekommen. Ob das besser wird in den nächsten Tagen?

Es leuchtet in dunklen Tiefen

Hallo, Ihr Lieben.

Wie versprochen zeige ich Euch, wo der große Kraken nun so „rum schwimmt“.

Tintenfischdrucke

Kopffüsslern haben mich schon länger fasziniert. Ich meine, so etwas weich und schlabberige aussehendes, mit komischen Augen, Fangarmen, daran Saugnäpfe und u.a. in so grossen Tiefen lebend! Es gibt sie aber auch direkt an der Wasseroberfläche, fingergliedgroß oder als Nachwuchs Plankton, keinen Knochen oder Knorpel im Leib, nur einen merkwürdiges „Schild“ (bei den Sepias) und Tinte im Beutel. Acht oder zehn Arme (zwei Fangarme) haben sie, sehr bewegliche mit vielen Saugnäpfen bestückte, muskulöse Armen. Ihr Mund, versteckt hinter den Fangarmen, ähnelt eher einem Papageienschnabel. Und sie passen durch schmale Öffnungen, in kleine Gefäße, vergleichbar zu ihrer sichtbaren Größe. Ihre Farbe können Sie auch noch ändern. Und wenn sie verschwinden müssen, stoßen sie Wasser aus ihrer Mantelhöhle und sind unglaublich schnell mit diesem Rückstoß. Ach, drei Herzen haben sie übrigens auch noch, genau wie blaues Blut und verfügen über ein großes und komplexes Gehirn, welches die Wissenschaft in vielerlei Hinsicht beschäftigt. Ein verzweigtes Nervensystem sitzt in den multifunktionalen Armen, so daß der eine Arm immer weiß, was der andere tut.

Bei den „Nordmännern“ spukte der riesige Tintenfisch als Monster im tiefen Meer, verschlang ganze Schiffe. „Polypen“ schwammen schon durch antike Sagen und beflügelten auch sonst überall auf der Welt Fantasien, nicht zuletzt bei Jules Vernes „20 000 Meilen unter dem Meer“ oder den ursprünglich eher aus Fantasien stammenden Kämpfen zwischen Pottwalen und Riesenkalmaren. Lange hatte man nur Teile von großen Fangarmen gefunden, aber mit neuen Tiefseebooten konnten erste Film Aufnahmen von diesen Giganten gemacht werden. Auch, dass diese Kraken wirklich zur Nahrung der Pottwale gehören, konnte nachgewiesen werden.Wie leuchtende Geister huschen sie durch das tiefe Dunkel. Die Forschung beschäftigt sich sehr viel mit Tintenfischen. Wir wissen weniger über die tiefen Meere als über den Mond.

Oktopus rotgelb

Ich liebe es, ihn in dem Paisley Muster zu sehen, wie er sich in „bewegendem Meereswasser“ bewegt. Das graue T-Shirt ist bereits reserviert, beim Hoodi ist es noch nicht sicher. Das gemusterte Damenshirt ist noch ohne Besitzer. Ein eigenes und eines für den Sohn wurde natürlich bedruckt und es kommt sicher noch etwas mit anderen Farben bei Gelegenheit.

Oktopus b

Habt Ihr schon mal gesehen, wie Wale schlafen? Nun, nur etwa fünfzehn Minuten lang scheinen Wale „im Wasser zu stehen“, mitlerweile weiß man, dass die Meeressäuger dann schlafen. So eine Szene habe ich als kleineren (im Vergleich zum Tintenfisch) Stempeln geschnitzt.

schlafende Wale

Ach, mit immer weiter in s Jahr vorrückenden Tagen wächst meine Meeressehnsucht. Das äußert sich dann oft mit Motiven wie dem Oktopus und dem Wal.

Was alles für Wunder in den dunklen Tiefen des Meeres warten.

Verlinkt beim creadienstag.

Vielarmig

Hallo Ihr Lieben.

Wollen wir uns wieder zum Samstagsplausch bei Andrea treffen?

Ein viel entspanntere Woche liegt hinter uns.

Das lag nicht nur an freien Tagen. Aber, so ein Feiertag und (netterweise) Brückentag sind schon was Feines.

Langweilig war die Woche nicht. Der Alltag war gut gefüllt. Der Jüngste hat just an dem Tag, an dem einer der zwei Schultag vor Ort war, heftigst Kopfweh und blieb daheim. Aber sonst ist es eine große Erleichterung, wenn sich eigentlich alle wieder gesund fühlen. (Eine Stein – Lawine gab es da regelrecht hier.)

Beim anderen Sohn gibt es nun keine verkürzte Zeit mehr, (wobei er oft von daheim noch den Discord Server moderiert hat,) auch wenn noch nicht wieder viel los ist. Vorbereitungen mussten von jetzt auf gleich im Jugendzentrum gestartet werden, auch hier gab es lange Unsicherheit, wann und wie es vor Ort wieder los gehen sollte.

Marienkäfer Larve

Einen schönen Abendspaziergang konnte ich mit einer lieben Freundin machen. (Der Fuß wird immer besser.) Der Garten ist voller blühender Rosen und Pfingstrosen. Das gute Wetter fördert allerdings auch die Vermehrung von Blattläusen. Schön, dass die Meisen immer noch fleißig sind und diese kleinen Kerle (Foto) auch ihren Hunger an den saugenden Läusen stillen. Hier hat sich eine Marienkäfer Larve frisch verpuppt. Die Blaumeisen scheinen doch noch von der Lungenentzündung befallen worden zu sein, ich sehe sie nicht mehr im Garten.

Am Feiertag hatte uns ein Freund  zu Wanderung und Picknick eingeladen, draussen und mit Abstand. Wunderschön! Nächste Woche zeige ich mehr Fotos.

Rsk

Die ganze Woche begleitet uns übrigens ganz viel „Geplapper“, die Kirschen in Nachbars Garten sind reif und ein ganzer Schwarm Stare futtert und füttert sich da durch. Die alten Vögel sitzen i.R. oben, die jungen unten. Diese Vögel haben sich viel zu erzählen, gern imitieren sie da auch mal andere Vogelstimmen.

Stare

Schon länger spielte ich mit dem Gedanken, einen Oktopus zu schnitzen, in Linol. Leider war in meinen Vorräten ein so großes Linolstück nicht mehr zu finden und ich hatte letztens ja auch kein Glück im Geschäft. Also habe ich eine große Factis Platte „geopfert“ bzw ausprobiert.

Krake

Hier der erste Probedruck, ich bin total begeistert. Und das Schnitzen ging im Vergleich zum Linol viel einfacher (fast zu einfach, man hat ja auch Ehrgeiz). Bald zeige ich, wo jetzt der Kopffüssler so rum schwimmt. Diese vielarmigen Weichtiere sind unglaublich interessant! Für manche sehen sie aus wie wabbelige, unförmige „Dinger“, ich finde sie  anmutige und elegante Wasserwesen, nachgewiesenermaßen hochintelligent. Für Interessierte, die sich nicht von der äußeren Form abschrecken lassen, empfehle ich das Buch:

Rendezvous mit einem Oktopus: Extrem schlau und unglaublich empfindsam: Das erstaunliche Seelenleben der Kraken (detebe) von Sy Montgomery. (Keine Werbung, habe ich vor zwei Jahren sehr begeistert gelesen.)

Freitag Abend hat es dann endlich geregnet. Das war so dringend notwendig! Wir haben uns richtig darüber gefreut. Das ich mich mal über Regen im Sommer freuen würde (Ja, ich weiß, es ist Frühling, erzähl das mal dem Wetter hier). So mancher Sommer in den großen Ferien  war nämlich sehr verregnet. Und NRW hatte früher oft sehr früh Ferien, so daß wir dann neidisch gen Süden schauten. Ich weiß noch, wie mein Opa klagte, das Korn keime am Halm. Und ich fand auf der Bleiche die jungen Schwalben erfrierend und nass am Boden. Da hab ich mir sehr gewünscht, dass wir eine Wettermaschine hätten.

Macht es Euch trotzdem gemütlich!

Habt ein gemütliches Wochenende.

 

 

Von feinem Sauer und sauer sein

Hallo Ihr Lieben.

Zum Samstagsplausch treffen wir uns wieder bei Andrea.

Darf es ein Tee, Kaffee, Muckefuck oder doch lieber ein Durstlöscher sein? Die Woche habe ich schon Holunderblüten Sirup gemacht. Der kommt nun wieder einfach schußweise in den Wasserkrug und am Wochenende sicher auch in Prosecco.

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Der zwölfte war in dieser Woche und viele zeigten bei „draußen nur Kännchen“ ihre Bilder. Ich habe im Auftrage ein Kindershirt und einen Rucksack bedruckt. Die neue Linolfarbe ist nicht schlecht, aber auch sie kommt an die „alte“ auf Leinöl Basis nicht heran, der jammere ihr immer noch hinterher. Eine zweite Farbrolle sollte dafür auch erstanden werden, aber im extra angesteuerten Geschäft gab es prompt keine mehr, auch keine Schnitz Platten, kein gewünschtes Papier und die erworbenen Stempelkissen sind ∆¢~°[&#@/ (um es in Comicspracheblasen zu umschreiben). Gut das wir uns nicht nur deswegen mit dem Auto in die Nachbarstadt aufgemacht hatten, der Sohn brauchte auch einen Adapterstecker und einen Speicher für den PC. Immerhin waren wir da teilweise erfolgreich. Einkaufen bzw unter Menschen gehen ruft bei mir gerade fast immer Aggressionen hervor. Abstand wird nur noch in der Schlange gehalten und selbst da rückt mancher schon näher, aus Unachtsamkeit oder Ungeduld. Man trägt doch Maske und alles wird gelockert, das vermittelt trügerische Sicherheit.

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Mich bringen die wenigen Male in Geschäften jetzt fast immer auf 180. Ich möchte auch keinen Abstand mehr, alles in mir schreit nach „sich treffen, umarmen, soziales Miteinander“! Wir waren ja schon mutig und hatten ein erstes, vorsichtiges, abendliches Treffen im Garten anberaumt, da erkälten sich Mann und Sohn. Symptome passen, (Hals, Kopf, Glieder,…) Fieber fehlt, aber trotzdem den Arzt angerufen. Unser Hausarzt nimmt sich Zeit am Telefon alles abzufragen und auch zu erklären und zum Abstrichzentrum zu schicken. Komisches Gefühl. Eigentlich rechnen wir nicht mit positiven Ergebnissen, aber, ja immer dieses ABER. Diese Woche ist für mich wirklich zum Vergessen, ich bin gereizt, gehe anderen auf die Nerven, übersensibel,….

Die Abstriche sind negativ. Der andere Sohn hatte ja zum ersten Mal wieder Schule Anfang der Woche. (Yeah, mit gemischten Gefühlen!) Die Schule versucht so gut es geht zu organisieren, wird von oben wieder viel allein gelassen, macht aber trotzdem weiter. Aber der Sohn hat dann erstmal „nur“ zwei Std. Kunst und könnte dann wieder heim radeln. Der Kunstlehrer ist in der ganzen Zeit einmal die Woche zum Befeuchten des Tons in die Schule gefahren, 70km oneway. So sind die angefangenen Werke gerettet worden, der Sohn ist total glücklich. Statt danach heim zu fahren, gehen er und drei weitere mit in einen Geschichtskurs, wo noch genug Platz ist, auch wenn dieser Kurs schon stofflich weiter ist. Und in dieser Woche findet im LK. Englisch erstmals Unterricht am PC statt, mit Bildschirmpräsentationen, der Klassenverband, incl. Sohn, sind sehr zufrieden. Wer mir nochmal sagt, unsere Jugend wäre faul und wolle nichts lernen, dem hau‘ ich was um die Ohren.

Jeden Tag verändert sich der Garten. Rosen und Pfingstrosen gehen auf, Sommerblumen strecken ihr Grün mitten in den Eisheiligen hervor. Selbige sorgen aber für einen Wachstumsstopp bei den vorgezogenen Tomaten, trotz nächtliches Abdecken. Und hier ist es schon wieder so trocken, dies wird sich lt. Wettervorhersage auch nicht  schnell ändern.Eine Holzbiene habe ich endlich auf ein Foto bekommen, ich hoffe Ihr erkennt den grossen Brummer aus dem Süden hier:

holzbiene

Kennt Ihr diese Blättchen:

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Das ist wilder Wiesen Sauerampfer, ein Knöterich Gewächs, wie er in fast jeder Wiese wächst. Ihr erkennt ihn immer gut an den „Flügeln“ des Blattes. (Verwechslungen mit dem giftigen Aronstab sind eigentlich fast nicht möglich). Ich liebe Sauerampfer, als Kinder haben wir den mit unseren Eltern zusammen gesucht, anschließend eine Suppe daraus gemacht. Natürlich wurden einfach so schon Blätter vor Ort gegessen, welch sauer schmecken, wie der Name es schon sagt. Die Pflanze enthält Oxalsäure, die in grossen Mengen verzehrt, zu Durchfall und Erbrechen führen kann und auch Rheumatiker, Gichtkranke, Schwangere sollten sie nur in geringen Mengen bzw gar nicht davon essen. Aber als Heilkraut und Salatbeigabe ist Sauerampfer sehr gesund! Von Vitaminen und Mineralien nur so strotzend, ist es blutreinigende, herzstärkend, antibakteriell, schleimlösend, harntreibend und lecker! Auch dieses Kraut wurde schon im Mittelalter verwendet (Tee und Umschläge) und ist allein durch sein Vorkommen überall, eine Pflanze, die viele von Euch sicher schon kennen, vielleicht sogar die Kulturformen im Garten haben. Beim Kochen zerfällt übrigens die Oxalsäure. Mein Vater wusste als Kriegskind viele dieser Sammelkräuter zu bestimmen, aber wenn Ihr Euch mal umhört, so kennen sicher einige der Omas und Opas gerade die Sauerampfer Suppe, die mit Sahne, etwas Pfeffer, Salz und Muskat schnell zubereitet war.

Ein paar Blättchen in den Salat, etwas mehr als oder zum Spinat, wie wär’s?

Sauerampfer
rumex-acetosa quelle.gesund&co

 

Ich habe mich entschlossen, erstmal weniger digital unterwegs zu sein. In dieser ganzen Corona Zeit habe ich mich auf mein Handy gestürzt, gestützt. Das will ich runterfahren. Also, wenn ich Eure Beiträge weniger oder später besuche, bitte ich schon jetzt um Vergebung.

 

Habt ein schönes Wochenende, bleibt gesund und tapfer.

 

 

Waldmeister, Papageientulpen und Maibäume

Hallo Ihr Lieben.

 

Seid herzlich eingeladen zum Samstagsplausch bei Andrea. Hier gibt es für mich wie jeden Morgen einen Milchkaffee.

Es war eine ruhige Woche. Die Bücherei hat sich einen neuen Plan überlegt, wie man jetzt wieder abgeben und ausleihen kann. Ich hatte eine sehr grosse Tasche mit abzugebenden Titeln und es hat so gut getan, zwischen den Regalen zu schauen. Allerdings habe ich mitgehört, dass wohl erst mal keine neuen Titel angeschafft werden. Finanzen werden überall ein Thema werden.

Papageien Tulpe

 Unsere Gartenmöbel sind teils hinüber und am Mittwoch wollten wir einen neuen Tisch und zwei Stühle kaufen. Das Angebot des Tisches war schon kurz nach Öffnung ausverkauft. Nun, durch Corona und den sonnigen April sitzen die Leute und auch wir, viel mehr im Garten oder auf dem Balkon. Jetzt haben wir doch einen Tisch bestellt, für viele weitere Tage im Garten. Aber ich freue mich so auf Regen. Es ist so trocken und die Luft voller Pollen. Ich glaube,  es gibt wieder eine Notblüte. Außerdem scheinen fast alle Blumen, Sträucher und Bäume gleichzeitig zu blühen. (Selbst als nicht-Allergiker niesse ich lauthals und bekomme von den Nachbarn „Gesundheit“ gerufen – sehr passend, wenn Ihr Mal schauen wollt, woher der Brauch stammt.)

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Dank 1. Mai Feiertag ist es diesmal ja eine kurze Arbeitswoche. Auch wenn oftmals die Zeit verschwimmt. Pünktlich zum Feiertag fällt immer wieder Regen und es ist kühl und frisch und die gelben Pollen zu Rinnsalen zusammen gekommen.

Hier gibt es den Brauch des Maibaum Aufstellen als Liebesbeweis. Dieses Jahr ist ein Schaltjahr und die Mädchen würden den Jungen eine bunt geschmückte Birke schenken.

Herz

Aber leider benötigt man i. R. mehr als einen Helfer zum Baum aufstellen. So gibt es nur ein paar Bäume, denn die Aufstellservice kommen gar nicht hinterher. Noch beim frühen Hundegang habe ich ein Auto mit diversen Birken auf dem Dach flitzen sehen. Manche haben sich auch so beholfen und vorhandene Bäume genutzt. Das die Dorfmaibäume dieses Jahr nicht auf den Dorfplätzen aufgestellt werden, ist auch klar. Kein in den Mai tanzen. (Finde ich alles nicht so wild, es gibt wirklich Schlimmeres!)

 

Maiwanderungen in geselliger Runde mit feucht fröhliche Picknick gab es auch nicht.  Es hat immer wieder Regenschauer gegeben. Also war die Maiwanderungen vielleicht auch verschmerzbar.

Tulpen im Glas

Besondere Tulpen habe ich ergattert. Papageien Tulpen, so wunderschön. Ich habe dann nachgelesen, dass diese Art nur durch eine zufällige Mutation entstanden ist. Als erstes kommen die grünen Blätter kraus aus der Erde.

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Eine Maibowle mit Waldmeister aus dem eigenen Garten kann ich schon nicht mehr ansetzen, denn das duftende Kraut blüht schon fleißig. Ich habe von meinen Eltern gelernt, dass das blühende Kraut schon zu giftig ist. Aber zwei kleine Sträußchen habe ich gemacht für meine Wäscheschublade. Waldmeister erhält durch Welken Cumarin. Es ist leicht giftig, kann Kopfschmerzen verursachen, aber als Mottenmittel wunderbar und süßlich angenehm duftend. Als Heilmittel wird die Pflanze schon sehr lange eingesetzt. Ein altes Wort für Waldmeister ist auch Labkraut, das habt Ihr sicher schon mal in Geschichten und Märchen gelesen.

Waldmeister Thome
Quelle Wikipedia, Thome

 

Einen schönen Start in den Wonnemonat Mai.

 

Verlinkt auch bei Holunderblüchen

 

 

Von Eulen, Hasen, fliegenden Frauen und dicken Naturgestalten

„Superkalifragilistigexpialigetisch“

Hallo Ihr Lieben.

Das Bandwurmwort da oben ist die deutsche Übersetzungen des englischen Kunstwortes supercalifragilisticexpialidocious aus „Mary Poppins“. Ich liebe dieses englische, ganz besondere Kindermädchen. Ich liebe den Song, sowohl im englischen Original, als auch die deutsche Übersetzung, welche ich sogar noch im zarten Alter von 19-20 Jahren im Autoradiocassettendeck gehört habe. Zusammen mit einer Freundin, auf dem Weg zur Prüfung, war das perfekte Entspannung, diesen Song, dieses Wort, lauthals zu grölen, (ich glaube, singen darf man da nicht zu sagen). Es war nur eine Frage der Zeit, bis auch dieses fliegende Kindermädchen als Stempel herhalten musste, zumal wir den Song „…mit nem Löffelchen voll Zucker bittre Medizin versüßt…“ gerade alle sehr gut gebrauchen können, oder? (Ich muss gestehen, ein anderes Wort bei Gabi hat mir diesen Anstoß hier verpasst.)

Aber das ist nicht das Einzige, was ich in letzer Zeit geschnitzt habe. Schon das ein oder andere Mal habe ich hier von Eulen geschrieben.

Diese besonderen Raubvögel haben es ja nicht nur mir angetan. So herausstechend, mit vollkommen anderen Körperformen als alle anderen Vögel. Dann sind diese gefiederten Besonderheiten auch noch fast ausschließlich in der Nacht unterwegs, mit außergewöhnlichen Sinnen ausgestattet. Für viele gruselig, der so weit drehbare Kopf. Oder der unglaublich leise Flug, ermöglicht durch sehr weiche Federn. Ganz zu schweigen von den Rufen verschiedener Eulen oder Käutzchen, dem „Huhu“ oder „Kuwitt“ , von dem die Menschen früher meinten, es hieße: „komm mit“. So wurde das Käutzchen zum Todesboten, angelockt von den Insekten, welche wiederum durch das Licht am Krankenlager angezogen wurden.

Eulen
Waldohreule, Schleiereule, Sperbereule

Schon die Antike verehrte die Eule, Pallas Athene, Göttin der Weisheit, Kriegskunst / Strategie und des Handwerkes wurde oft mit einer Eule dargestellt. Außerdem war sie die Schutzgöttin der Stadt Athen und gehörte dem Reigen der zwölf olympischen Göttern. Wenn Ihr schon mal den Ausspruch gehört habt, „das ist wie Eulen nach Athen tragen“, so geht es darum, etwas Unnützes zu tun, Weisheit zu Weisheit bringen. Die Eule wurde zum Symbol der Weisheit. (Die Waldohreule ist allerdings der einzige der drei Stempel, der mich wirklich auch 100% überzeugt hat.)

Jacominus

Versprochen hatte ich auch, meinen Buchkauf der letzten Woche vorzustellen. Den Unterhaltungskrimi vergessen wir mal, den habe ich wieder weg gelegt. Nach dem ich im Laden die ersten Seiten gut fand, wurde er schon sehr bald total konstruiert und merkwürdig. So ein Titel stielt mir nur die Zeit.

Innen
ganz sicher nicht nur für Ostern, mit Lesezeichen

Was ich aber immer wieder in die Hand genommen habe, ist “ Das Stundenbuch des Jacominus Gainsborough“ von Rébecca Dautremer. Ein Bilderbuch, welches ich schon länger in mein Regal stellen wollte, nach dem es von zwei Andreas vorgestellt wurde: leseninvollenzügen und diezitronenfalterin.

Ein Bildband, der für Große und Kleine gemalt und geschrieben wurde, ein Leben, an dem wir mit opulenten Bildern teilnehmen können. Bilder, welche an berühmte Künstler erinnern*, ohne zu kopieren, in denen es so viel zu entdecken gibt, die so berühren. Ein ganzes Hasenleben eben, immer wieder mit Überraschungen, Träumen und Realitäten eines ganz normalen (?) Lebens.

*Brueghel, Dali, die flämischen Meister, Hopper

Nur das Titelbild des jungen Hasens ist mir etwas zu plüschig, zu niedlich geraten.

 Das Stundenbuch des Jacominus Gainsborough ist meine absolute Empfehlung, sowohl zum Selberlesen, als auch zum Vorlesen, zum immer wieder ansehen.

stempel versch.

Als Letztes noch eine Gestalt aus der Welt der Anime, Totoro, der graue und plüschige Riese aus der Feder von Hayao Miyazaki, einem wunderbaren Geschichtenerzähler. (Viele großartige Anime Filme stammen von ihm und er hat nicht umsonst den Oscar für „Chihiros Reise ins Zauberland“ bekommen.) Satsuki und Mei sind zwei kleine Mädchen, die mit ihrem Vater auf s Land gezogen sind, um ihrer Mutter näher zu sein, die im Krankenhaus liegt. Die Totoros (ja, es gibt mehrere, der grosse, graue ist der, den die meisten kennen,) sind Wald- und Naturgeister, sie werden nur von den beiden Mädchen gesehen. Die Mädchen sind erst guter Dinge, lieben und erkunden ihrer Umgebung und entdecken die Natur und damit auch Totoro. Doch der Gesundheitszustand der Mutter lässt sie wieder sehr traurig werden, Angst vor dem Tod der Mutter. Wie Totoro und seine Freunde da helfen können, müsst Ihr unbedingt mal selber anschauen, oder noch mal anschauen.

Und ganz zum Schluß noch einmal zum Mitsingen:

jam di del di del di del jam di del dei
jam di del di del di del jam di del dei

Supercalifragilistig expialigetisch.
Dieses Wort klingt durch und durch furchtbar rein syntetisch.
Wer es laut genug aufsagt klingt klug und fast prophetisch,
Supercalifragilistig expialigetisch.

jam di del di del di del jam di del dei
jam di del di del di del jam di del dei

als Junge war ich sehr gehemmt und stotterte herum.
Mein Vater mir die Nase zwickt und sagt sei nich so dumm.
Ich lernte eines tags das Wort,
die Nase hatte Ruh.
Das Wort ist reinster Zungensport und jetzt hört alle zu.

Oh,
Supercalifragilistig expialigetisch.
Dieses Wort klingt durch und durch furchtbar rein syntetisch.
Wer es laut genug aufsagt klingt klug und fast prophetisch,
Supercalifragilistig expialigetisch.

jam di del di del di del jam di del dei
jam di del di del di del jam di del dei

Er reiste um die ganze welt und kam dabei sehr weit.
Sprach er das Wort rief jeder gleich :
wie ist der Herr gescheit.
Bei Fürsten war ich oft zu Gast und bei der Haute volé
erwähnte ich mein Lieblingwort,
dann bat man mich zu Tee

Oh,
Supercalifragilistig expialigetisch.
Dieses Wort klingt durch und durch furchtbar rein syntetisch.
Wer es laut genug aufsagt klingt klug und fast prophetisch,
Supercalifragilistig expialigetisch.

jam di del di del di del jam di del dei
jam di del di del di del jam di del dei

verlinkt beim Creadienstag

und dem Lesezimmer von Karminrot

Eine besondere Woche

Hallo Ihr Lieben. Diese Woche… ja, das war und ist eine besondere Woche!

 

Mein Schatz muss wieder zur Arbeit, nach etwas Urlaub. Das ist schon komisch, auch wenn es nur die Feiertage und die Folgetage waren. Die Tage verschwimmen so durch das #bleibzuhause. Pünktlich zum Wochenstart habe ich mich erkältet, mit Kopfschmerz und Halzschmerzen legte ich mich hin, der Sohn versorgt mich mit Tee, ich schlafe an dem Tag viel. Das hat offensichtlich geholfen. Gut ging es Dienstag Morgen noch nicht, aber es wurde stündlich besser. Ein wenig *Kopping* war wohl auch dem extremen Hoch geschuldet.

Ich habe mit meiner Mutter telefoniert. “ Corona stiehlt mir ein Jahr meines Lebens und so viele habe ich doch nicht mehr davon.“ Vereinsamung! Ich glaube, das unterschätzen wir alle, das Thema.

Flieder
Flieder von der Nachbarin

Es ist trocken und der Wüstenwind trocknet alles noch mehr aus. So früh habe ich noch nie den Wasserschlauch anschließen müssen. Normal versuche ich, nur mit wenig gießen über die Runden zu kommen. Irgendwo im Keller hat der erste Besitzer unseres Hauses einen Brunnen gebohrt, den ein Folgebesitzer dann aber wieder zugemauert hat. Aber eine Lösung wäre das auch nicht, denn das geht zu Lasten des Grundwasserspiegels. Allerdings punktuelles, ausgiebiges Gießen ist schon unerlässlich, wie löst Ihr das? Erste Waldbrände, fast vor der Haustür, die kaum in den Griff zu bekommen sind, Trecker, die riesige Staubfahnen auf dem Feld hinter sich her ziehen, lassen uns ahnen, was wohl wieder kommt.Was gut gegen den Corona Blues ist, ist schlecht für die Natur.

weißer Flieder
Die Dose habe ich übrigens vor Jahren nach einem Jugendstil Bild bemalt

 

Ich nutze es aus, dass man endlich auch wieder in eine Buchhandlung kann und hole Schmökernachschub. Hier gibt es Masken aus Plastik zu kaufen, die ein Bastler in Kommission gegeben hat. Sie werden mit einem Gummiband auf den Kopf gesetzt und sehen wie Schweißermasken aus. Ich finde die Idee toll, kaufe eine. Aber abends erklärt mein Schatz mir, dass sie leider kein Ersatz für eine korrekt sitzende Maske über Mund und Nase ist, die Aerosolverteilung ist der Knackpunkt. So sind die angenehmen Lösungen gerade nicht immer die besseren. Eine richtig gute Idee habe ich dann aber doch noch gefunden: sewsimpel

Masken
Idee und Schnitt sewsimpel, aus zwei alten Shirts werden bei mir 18 Masken

Ich habe den dehnbaren Stoff der ollen Shirts wirklich gut ausgenutzt, deswegen ist schon Mal eine Kante am Nasenbereich. Die Ohrbereiche werden beim Aufsetzen einmal gedreht und dann sitzt das Teil super, wurde schon fleissig getestet. Ausser man ist Bartträger wie mein Mann, da muss ich wohl mit einem ganz andere Schnitt ran und doch noch die Nähmaschine rausholen. Denn der Clou bei dieser Maske ist ja, dass ich keine Nähmaschine brauche! Aber ein Roll-Schneider beschleunigt die Sache sehr. Nach Tragen wird gebügelt, gegen Keime, aber es ist ja 100% Baumwolle und kann auch heiß gewaschen werden.

Geburtstag wurde diese Woche zwei Mal begangen. Schon der dritte Geburtstag unter Corona Bedingungen. Aber ein wenig *richtig feiern* geht doch. Lieblingsessen, Lieblingskuchen, leckere Lieblingsgetränke.  Miteinander im kleinsten Rahmen, immerhin, wir sind zu viert, zusammen. Der Sohn ist Doctor Who Fan und diese „komische Pyramide“ ist ein Dalek, ein Erzfeind des Doctor. Für alle „Nicht Geeks“, Doctor Who ist eine BBC Serie und ziemlich schräg und schon sehr lang  im Fernsehen  laufend.

Geburtstag 1
Frühstücksplatz

daleks
Daleks

Der zweite ebenfalls selbsgeschnitzte Stempel ist eine der Lieblings SF- Buch- und Strategiespiel Reihe meines Mannes: Battletech. Noch mehr Geek Kram also für den zweiten Jubilar.

Battletech

Ach ja, für mich selber habe ich übrigens ein wunderschönen Titel in der Buchhandlung geholt, stelle ich Euch noch vor, zusammen mit dem dritten geschnitzten Stempel aus dieser Woche. Der Titel ist mir zu schön, um es einfach nur zu erwähnen. (Ist schon auf mehreren Blogs gezeigt worden.) Einfachen Lesenachschub zum Abschalten gab es auch, ein Krimi *old style*, für Sherlock Holmes Fans (wie mich), aber prompt hatte ich kaum Zeit um rein zu schauen.

Ich habe die Gewinner ausgelost. Ich war so frei und habe aus drei, vier Gewinne gemacht, mehr Karten gedruckt, also etwas aufgestockt. So gehen jetzt vier Grossbriefe hier raus. Ich danke Euch allen für so viele Kommentare und Unterstützung und liebe Worte. Das bloggen tut mir gerade gut, sowohl schreiben, als auch lesen. Ein wenig das Prinzip des “ geteiltes Leid ist halbes Leid“.

 

Habt ein wunderschönes Wochenende. Bleibt tapfer und gesund!

 

Verlinkt beim Freutag, Holunderblütchen und dem Samstagsplausch von Andrea.

Frühlingspostkunstwerk

So viele Ideen huschten durch mein Gehirn, welche soll ich nur nehmen?

Ich mache mit bei der Aktion von Tabea und Michaela, die Flora und Fauna per Schablonendruck auf Stoff als Projekt ausgesucht haben.

Vielen Dank den beiden kreativ-Anschubserinnen, auch für die Organisation.

Sechs Stoffstücke gingen also in Arbeit.

So kann es einen wunderbaren, kreativen Austausch geben. Schaut Euch unbedingt auf dem Link mal all die kreativen Ideen an, die nun per Post und virtuell unterwegs sind.

Ich habe noch nie in dieser Form Schablonendruck gemacht. Natürlich hat man immer in der Schule mal Ähnliches gewerkelt. Aber mit anderen Materialien und nicht als Stoffdruck.

rumspielen
rumspielen

ganze decke
erster Teil

Als Schablone kam bei mir nur Folie in Frage. Pappe und Papier würden mich halten, bzw zu dick. Steinpapier gibt es hier in der Umgebung nicht. Und nach dem ich darüber auch gelesen hatte, dass es durchaus schnell reißen kann, stand mein Entschluss fest, Folie wird per Cutter bearbeitet.

DSC_1948(2)

Damit hatte ich mir was angetan! Nein, da kann man nicht so fein arbeiten, wenn man keinen Plotter hat. Und meine Motive waren erst zu fein. Das scharfe Messerchen ging immer wo anders hin. Also neue Motive. Eine ganz wunderbare Tischdecke hatte ich schon gefunden und gefärbt. Da der Stoff selber ein Muster hat, soll man auch das ein wenig sehen.  Farblich wollte ich bei verschiedenen Grüntönen und rot/braun bleiben.

DSC_1982(2)

Mein Fazit: Schablonendruck ist nicht so ganz meins. Ich brauche viel Platz, dabei hatte ich nicht immer unseren Esstisch zur Verfügung. Die Schablonen verrutschen mir, viel Farbe bleibt an der „falschen Oberfläche“ kleben, was möglicherweise auch an der Textildruckfarbe liegt und dem warmen Sonnenschein. (Ich habe nämlich draußen gearbeitet.)

Karte

Mein eigenes Stoffstück wird sozusagen eine zweite Tischdecke. Erst nach dem Einfärben der beiden Decken merkte ich, dass die zweite 50% Kunstoff hatte. Außerdem kam die reine Baumwolldecke mit reichlich Nahtzugabe genau für die sechs Empfängerinnen hin.

Was ich mit den zugesendeten Stoffen machen möchte, weiss ich (eventuell) schon. Eine Picknickdecke, gequiltet. Auch Neuland für mich, aber schauen wir.

Die Stoffstücke gingen nun letzte Woche (Feiertage) auf Reisen. Da gibt es auch ein wenig Pink, das passt gut zum Mustermix. (Außerdem ist ja M. M. eine Mitinitiantin des tollen Projektes!)

Stoffsücke
SO schöne Stücke!

 

Habt eine wunderschöne Osterzeit und Danke Euch für Eure Ideen und creativen Stoffe.

 

 

Verlinkt auch beim Freutag