Sommerhäkeln (auf die letzte Minute)

Hallo Ihr Lieben.

Im Sommer, mitten in den Ferien und im Urlaub, kam von der Handarbeitsplattform Talu die Einladung zu einem Häkel Wettbewerb, Thema Sommer. Da war ja eigentlich noch genug Zeit!

Es musste nämlich erst mal etwas gefunden werden. Denn ich häkel zwar gerne, aber wirklich gut bin ich nicht da drin. Also ein Sommershirt, der erste Gedanke,, schied aus Zeitnot aus. Und nun fiel mir erstmal nichts ein! Aber ich hatte ja noch Zeit. Vielleicht grosse, rundgehäkelte Sonnenblumen? Kämen als Dekoration für den Gartenzaun in Frage, aber dann machten plötzlich an dieser Stelle die echten Sonnenblumen einen Schub…damit konnte ich nicht konkurrieren.

Dann ging mein Fliegenvorhang kaputt. Die Fliegen waren eine Sache, die Wespen, dieses Jahr sehr zahlreich, waren eine andere.

Könnte ich nicht einen Vorhang häkeln? Gute Idee, ein wenig „Bohem Style“. Luftmaschen, Blumen. Der Anfang war schnell gemacht. Dann, wie es mir oft diesen Sommer ergangen ist, hätte ich einen kreativen Durchhänger und wenig Zeit. Also Herzchen sammeln auf der Talu Seite war jedenfalls nicht mehr drin, aber das ist nicht so schlimm. Genau so, dass es wohl nicht fertig wird bis um 12.00 am 22. September, zum Stichtag, dem letzten, kalendarischen Sommertag. Ich zeige Euch, wie weit ich gekommen bin. Spätestens nächstes Jahr wird es richtig genutzt, fertig.

Tut mir leid, liebes Talu Team, dass ich kein so richtig, schönes Teil zeige kann, ich fand es so nett, dass ich mitmachen konnte. So Projekte geben einem Anstoßes und Ideen.

Nachzumachen in vielerlei Form ist so ein Vorhang für Anfänger genau so, wie für Fortgeschrittene in luxuriöser Ausstattung. Damit die Luftmaschen besser runterhängen, werden Perlen zum Beschweren genutzt. Auch habe ich Blätter mit eingehäkelt.

Hauptsache, es gefällt und hält die Wespen draußen. Und im Moment ist als zusätzlicher Schutz gegen die Sonne noch Stoff dahinter.

Verlinkt auch beim creadienstag

Wettbewerb bei Talu

Einmal rundum

Hallo Ihr Lieben.

Das waren ereignisreiche (zwei) Wochen. Kinderkommunion mit endlich auch mal wieder Familienmitglieder sehen letztes Wochenende, war da sicher das Highlight. Meine Geschwister wohnen nun mal etwas weiter weg, dann kam der Lockdown dazu. So war ich vor allem auch gespannt, wie sich die Kinder verändert haben. Daran sieht man auch in noch jüngeren Jahren, wie die Zeit verrinnt und wie kostbar sie ist. Das zweite Highlight war die endlich stattfindende OP des Schwiegervater, wo wir sehr gebangt haben. Aber es hat wohl gut geklappt, zumindest der chirurgische Teil. Was ich Euch drum rum (Krankenhaus) erzählen könnte, grauenhaft. Jetzt hoffen wir auf eine gute Genesung, er wurde wegen Bettenmangel auch sehr schnell entlassen.

Aber nun zur vergangenen Woche. Für den Sohn stehen nun Veränderungen an. Das Bufti Jahr nähert sich dem Ende und das Studium wird noch mal neue Herausforderungen bereit halten. Aber im Moment darf er der Mama noch im Garten beim Sägen (mit der Hand) und Umsetzen des Hochbeetes helfen. Nächste Woche wird per Grünabfuhr selbigr Teil der weggeschnittenen Hecke abgeholt. Dann konnten wir grosse Teile der Wurzel eines Hopfen rausreißen, außerdem komme ich jetzt an nachwachsende Hopfen Sprösslinge sofort ran und kann gleich abschneiden. Eine schöne Pflanze, wenn ich einen großen Garten hätte! In dem Bereich des Gartens (ihre Lieblingsecke) müssen sich nun Igel, Frosch und Mäuse umgewöhnen. Ein wenig umgepflanzt wird noch, wenn es mal wieder regnet. Schön sieht das jetzt noch nicht aus. (Foto folgt)

Am Dienstag habe ich Euch von meinem Gurken Vorhaben berichtet. Ich kann nun stolz erzählen, dass die Salzgurken sehr lecker geraten sind. Also, ruhig nachmachen!

Simpel

Äpfel habe ich auch wieder aufgelesen an der öffentlichen Apfelwiese. Natürlich komme ich nur an das Fallobst und weiss gar nicht genau, ob ich da nun einen Cox, Berlepsch oder sonst eine alte Sorte auflese. Einer war so wunderbar schon anzusehen, dass ich gleich reingebissen habe und mir dabei der leckere Saft das Kinn runtergelaufen ist. über mir rief der Turmfalke und der warme Wind strich durch s Haar, da habe ich mich wie ein Glückspilz gefühlt.

Aneinandergewachsen

Beim Verschnaufen auf der Bank dort, stach mir an einer Birke, die diesen trockenen Sommer nicht überlebt hatte, mit einer kleine „Elfenhöhle“ ins Auge. Beim näheren Betrachten entdeckte ich ein grosses, langes Insekt.

Noch nie hatte ich so ein Krabbeltier gesehen. Recherchen bestätigten zumindest eine Ahnung, denn ich konnte beobachten, wie das Insekt scheinbar Eier mit einem Legestachel in das Birken Holz setzte. Ich hatte eine Holzwespe entdeckt.

Sehr interessant, werde mehr nachzulesen. Diese Holzwespe legt mit dem sehr speziellen Legestachel Eier in Holz von Bäume, die gefällt wurden, absterben oder sogar schon für ein Haus (z. B) zurecht geschnitten wurden. Ursprünglich kommt dies Sorte wohl aus Nordamerika. Vier Jahre lebt der Engerling im Holz unentdeckt, bis sich das Beißwerkzeug durch fast alles, was im Weg ist, durchbarbeitet, auch wenn das Holz schon einen Dachstuhl trägt. Rund um die Höhle kletterte nun diese Wespe.

Eine spezielle Fee

Bei meinen Haaren war auch rundum angesagt. Ganz lange Haare wurden zu einem kinnlangen Bop. Sehr befreiend irgendwie.

Staubtrocken

Auf der Obst Wiese hüpften immer wieder Heupferde vor mir davon. In ihrem hohen Gras lagen aber die besten Äpfel. Ein Korb voll für Gelee und Kuchen gab das. Also schnitzte ich am Freitag einen Stempel. Der passte auf Etiketten für die Gläser der Woche. Dafür fehlen immer noch ein paar Briefe, die werde ich aber heute bestimmt fertig machen. Genau wie möglicherweise den Dachs Stempel, ein Tier, welches sich einfach immer wieder anbietet zu schnitzen, durch seine Fell Zeichnung. Aber ein Kuchen will noch gebacken werden, es sind 26°C (ist ja immer im Schatten) angesagt und eh genug zu tun.

Mögt Ihr noch auf einen Samstags Plausch bei Andrea vorbei schauen?

Etiketten

Nicht hierher geschafft haben es meine „lieben Mitmenschen“, die vor allem am Freitag unterwegs waren. Den ganzen Tag habe ich mit meinem Mann gute Erwiderungen geübt, werde aber bei neuen Situationen wohl wieder nur wenig schlagfertig sein. Nie unterkriegen lassen!

Habt eine schöne Zeit.

Salzgurken

Hallo Ihr Lieben.

Seid einem Besuch in Polen vor vielen Jahren ist mein Schatz ganz verrückt auf diese salzig, eingelegten Gurken. Diese kleinen, grünen Gartengurken mochte er immer schon, in Deutschland werden sie aber eher mit Essig und Zucker aufgesetzt. Da sind die in Salzlake fermentierten Gurken doch eine gesunde Alternative aus dem Osten (nicht nur die Polen setzen mit Salz an).

Dank meiner Mutter habe ich jetzt ein riesiges Glas, in welchem genug Platz für die Gurken ist. Noch besser funktioniert übrigens ein Steintopf, wie für Sauerkraut.

Im Supermarkt fand ich die ersten Einlegegurken. Das waren aber viel zu wenig und ich versuchte es noch mal im russischen Markt. Da wurde ich fündig. Hier bekam ich auch den Garten Dill, samt Blütendolden, der so wichtig für den Geschmack sein soll.

Neues Salz wurde auch besorgt, es darf nämlich kein Jodsalz dran, genauso wenig sind Rieselhilfe und andere Zusätze erwünscht. Knoblauch war noch im Vorratstopf. Für die Tanninsäure, welche die Gurken knackiger hält, habe ich Weinblätter dazu getan. Blätter der Johannisbeere oder wohl auch Kirschblätter gehen ebenso. (Eichenblätter könnt Ihr zur Not noch benutzen)

Also: auf 1 kg Einlegegurken kommt 1,1/2 EL Salz (Bergsalz z. B.) Ein grosses Bündel Garten Dill mit Dolden, 4-8 Knoblauzehen und ein grosses Weinblatt. Je nach Menge anpassen bitte. Das Glas muss steril sein, also heiß ausspülen, ohne Seife. Für die Menge ist etwa 1l Wasser notwendig, in dem löst man das Salz auf und übergießt die gestapelten Gurken. Am Besten legt Ihr zu unterst die Blätter, dann Die ersten Gurken, Dill darüber und Knoblauch und noch mal Gurken. Wenn Ihr die hochkant rein steckt, stopft Ihr sie fest und Sie kommen nicht nach oben. (habe ich z.B. falsch gemacht) Denn die Gurken müssen von Wasser bedeckt sein. Ggf füllt Ihr bitte Salzlake auf. Jetzt kann die Fermentation losgehen, wenn Milchsäurebakterien die Gurken verändern.

Fremde Bakterien sind unerwünscht und werden normal von der Salzlake ferngehalten und weil kein Sauerstoff da ist. Diese Art der Haltbarkeitsmachung kommt übrigens aus China. Im 13. Jhd. haben Mongolenstämme diese mit nach Russland gebracht.

Wärme unterstützt die Fermentation. Wenn es sehr warm ist, wird aber mehr Salz benötigt, oder das Glas gehört in den Keller gestellt.

Ich habe nun ja kein Fermentationsglas, dh. Gase können nicht bei Bedarf entweichen. Ich muss also regelmäßig kontrollieren, vielleicht den Deckel beschweren, aber ob ich den Verschluss zu mache? Bis jetzt ist alles im grünmilchigen Bereich.

Ein großes Experiment. Übrigens habe ich gelesen, dass in vielen Rezepten Meerrettich dazu gegeben wird. Der ist natürlich für eine gewisse Schärfe verantwortlich, genau wie Chilis.

Vielleicht laßt Ihr Euch auf das Experiment ein oder habt schon Erfahrung? Es kommt ja bestimmt auch zur weißen Schaumbildung, die aber normal ist und abgeschöpft werden kann. Aber immer darauf achten, dass die Lake alles abschließt, ggf auffüllen. Das Wasser wird trübe durch die Fermentation, davor nicht erschrecken.

Ich werde berichten, wie dieses Abenteuer hier ausgeht

Nach drei Tagen kann man normal die ersten Gurken essen, nach sechs sind sie fertig und nach zehn sollten sie gegessen sein.

Übrigens, das ganze geht wirklich schnell, da nichts gekocht werden muss. Am Längsten habe ich für das Schälen des Knoblauch gebraucht.

Verlinkt beim Creadienstag

Kreide auf /aus Rügen

Hallo Ihr Lieben.

Verspätet zeige ich Euch noch ein wenig von Rügen.

Die weißen Kreideküsten von Rügen sind ja so etwas, wie das Markenzeichen von Rügen. Schon Caspar David Friederich malte sie. (Hier sei zu erwähnen, dass er wohl erstens dabei viel künstlerische Freiheit einfließen ließ, als auch zweitens die Felsen sich jedes Jahr durch Abbrüche veränderten und verändern.)

Nationalpark Jasmund Kreideklippen

Bei Sagard/Gummanz gibt es einen alten Kreidebruch, der zu einem Museum gestaltet wurde. Wenn wir an Kreide denken, kommt uns ganz oft die Schulkreide in den Sinn. Die wurde auch hier hergestellt. Kreide wird aber in so viel mehr Produkten verarbeitet, auch heute noch. In dem kleinen, vereinsgeführten Museum, wartet eine Ausstellung von alten Geräten, Verwendungsmöglichkeiten (die Chemie hat den Sohn sehr interessiert,) woraus die Kreide entstanden ist und natürlich das alte, renaturierte Gebiet des Abbaugebietes. Sehr schön die ganzen Versteinerungen und Funde beim Gang durch die fossile Entstehungsgeschichte.

Zwischen den weißen Ablagerungen schauen immer wieder die Feuerstein heraus. Diese waren ebenfalls ein begehrtes Gut, ohne sie konnten die alten Steinschloßgewehre nicht abgefeuert werden.

Auch heute noch wird Kreide für Filter, Medizin, Kosmetik, Farbe, Kunststoff, Porzellan und Dünger gebraucht. Leider kann man zZt nicht die Gruppenführungen durch den alten Kreidebruch samt Eimer und Spitzhacke/Gesteinshammer machen und dabei vielleicht besondere Versteinerungen entdecken. Aber auch so hat uns das kleine, liebevolle Museum und der Außenbereich mit Aussicht sehr gefallen.

Model

Die Zeit, in der die Kreide und die Feuersteine entstanden, ist erdgeschichtlich gesehen, der jüngste Abschnitt des Erdmittelalters. Der große Superkontinent Pangäa war erst kurz zuvor, etwa vor 150 Millionen Jahren, auseinandergebrochen. Dort, wo heute Rügen liegt, erstreckte sich ein flaches Schelfmeer, das im Norden von Schweden und im Süden durch die Alpen, welche sich gerade erst aufgefaltet hatten, begrenzt wurde. Einzellige Kalkalgen von ca. 0,01 mm Größe gab es in diesem Meer in großen Mengen, welche Skelette aus Kalk bildeten. Übrigens gibt es solche Algen auch heute noch in den Meeren. Zusammen mit anderen Krebstieren und Wirbeltieren sanken diese Algen nach dem Tode zu Boden und bildeten Schichten von Kalkschlamm. Sie verdichteten sich durch Überlagerungen zu dem aus fast reinem Kalziumkarbonat bestehenden Gestein. Und so entstanden vor 70 Millonen Jahren dieses kleinen Wunder.

Vielleicht sehr Ihr jetzt die Kreide, die Ihr zum Schreiben in der Hand haltet, mit anderen Augen. Verlinkt beim Naturdonnerstag.

So schnell wird es herbstlich

Hallo Ihr Lieben.

Noch vor kurzem habe ich mir keine Blumen ins Wohnzimmer gestellt, weil es viel zu warm war. Das hat sich sehr geändert. Ich habe zwar immer noch lange abends die Balkontür offen, aber greife dann doch schnell zur Decke. Die Wespen sind schon viel weniger aktiv und so konnte ich wenigstens zum Essen ein paar Trauben pflücken. Dahlien sind nun die vorherrschenden, bunten Herbstblumen.

Mit dem Blumenstrauß kann ich endlich mal wieder beim Flower-Friday mit machen. Als letzte Sommerboten seht Ihr noch Kornblumen darin aufblitzen. So ein wunderbares Blau!

Die Mitte der Woche war hier noch mal wohlig, sonnig, warm. Den Tag konnte ich ausgiebig nutzen. Mit dem Rad Besorgungen machen hat richtig Spass gemacht, bin viel mehr Wege geradelt, als ich eigentlich musste. Wir haben hier zwei Gemeindewiesen, die mit Obstbäumen bepflanzt sind. Für den eigenen Bedarf darf man dort Fallobst sammeln und auch etwas pflücken. Letzteres gelingt mir iR weniger, fehlt mir doch ein Pflücker und viele der Äpfel sind noch gar nicht reif. Aber es ist auch so genug an Fallobst. Meine Radtaschen wurden vollgepackt. Das gibt feines Apfelgelee. Gerade die Obstwiese am Flughafen ist immer ein kleines Paradies. Hier sind oftmals viele Vögel und Insekten zu beobachten. In diesem grossen Kasten auf dem Foto sind Hornissen, darunter hängt einer für Fledermäuse. Eine Schulklasse kommt, um Äpfel zu ernten, da gibt es natürlich keine Ruhe.

Ich bin ein Landei, mit Obsternte sozusagen groß geworden. Ich wäre die Apfellese etwas anders angegangen. Die Kinder hatten keine Decken um die Äpfel darauf fallen zu lassen beim Abschütteln, keines trug eine Schürze oder hatte einen kleinen Eimer. In die größeren Ernte-Körbe wurden die einzelnen Äpfel geworfen, die auch einzeln aufgehoben wurden. Viel zu viele Wege und Dellen an den Äpfeln entstehen. Aber es waren ja nicht meine Kinder. Schön, dass sie wenigsten etwas heran geführt wurden.

Ansonsten habe ich diese Woche begonnen, meine Sommerpost zu verschicken. Für die, die wissen wollten, was ich zB mit dem selbst geschöpftes Papier angestellt habe, hier lang. (Die „Extrapost“ habe ich diese Woche noch nicht ganz fertig bekommen.)

selbstgekauft

Herbstzeit ist Lesezeit! Einen sehr komischen Krimi (darf ein Krimi komisch sein? sehr gerne! ) lese ich gerade. Ich mein, eine Highlandcow, die als verrückt gilt, weil sie genau weiss, was sie tut und will, alles beobachtet und analysiert, auch schon mal auf Leute los geht, wenn es ihr zu bunt wird. Und der Leichenfund auf der Hybriden Insel wird erst einmal vertuscht. Nun, fassen wir mal den Anfgang so zusammen: ein ehemalige Manager der Schuhfirma Clarks, der nach dem Berufsausstieg nur noch barfuß läuft, die Leiche findet und verscharrt, wird natürlich von verschiedenen Bewohnern der Insel beobachtet. Aber niemand hat wirklich Interesse, den Toten im Schottenrock der Polizei zu melden. Sehr skurrile Personen bevölkern diesen Krimi, ergeben eine skurrile Geschichte.

Und wer das schöne Buch zum Träumen von Charlie Mackesy noch nicht kennt, dem sei es hier noch mal wärmstens empfohlen. Erinnert mich an „Pu der Bär“ und „der kleinen Prinz“ und ich liebe Mackesys Zeichnungen.

Bestellt ist noch das neue Buch von Melanie Garanie, eine Graphik Novele und ein sehr persönliches Buch! Schaut unbedingt mal auf ihren Blog. Seid vorgewarnt, Lachen und Weinen liegen dicht beieinander. Immerhin geht es ganz oft auf ihrem Blog und ausschließlich in dem Buch, um den Tod des kleinen Sohnes, der auch mal als Ritter ausgerüstet ins Krankenhaus ging.

Quelle Carlsen Verlag

Erschrocken haben wir uns, als wir von dem Tod Chadwick Boseman lasen, der den meisten Kinogängern als Black Panther aus dem Marvel Universum bekannt sein könnte. Er verstarb mit 43 Jahre an Krebs, sehr unerwartet. Jetzt muss ich gleich den Film noch mal am Wochenende schauen. Ein Schauspieler, der sehr engagiert war und auch viel zu jung gestorben ist.

Quelle Uli Stein fanshop

Und dann erreicht einen noch die Nachricht, dass Uli Stein verstorben ist. Kaum einer, der seine lustigen Cartoons nicht kennt. Da muss ich nicht viel zu schreiben.(Ach männo)

Zum Ausklang der Woche kam ein Apfelkuchen in den Ofen und die nächste Charge Apfel Gelee wurde gekocht. Da zieht ein „Düftchen“ durch die Wohnung! Schon beim Zerschneiden der Äpfel duftet es wunderbar zart, so eine Note müsste es als Parfum geben.

Habt ein wunderbares Wochenende. Ich schau jetzt bei Andreas Samstagsplausch vorbei.

(Vollkornmehl) Hefeteig, Schmand, Äpfel, Zucker und Zimt

Edit: Heute ist in vielen Buchhandlungen der Gratis Comic Tag. Der wurde im Mai verschoben. Habe ich auch übersehen.

Ins Blaue

Hallo Ihr Lieben.

Tabea Heinicker und Michaela Müller organisieren und initiieren wieder die Sommer Post, diesmal mit dem Thema „Ins Blaue“. Gewünscht ist eine selbstgestaltete Briefmarke, geschnitzt als Stempel und gern mixedmedia.

STEMPEL, SEHR GERN!

So überlegt sich jeder in seiner Gruppe ein kleines Kunst Konzept und schickt in seiner Woche den anderen Teilnehmerinnen eine Karte, man hat also mit der eigenen dann 9 Karten.

Dabei kommen ganz wunderbare, kreative, kleine (nur von den Maßen her) Kunstwerke raus.

Meine Überlegungen gingen sehr schnell in eine bestimmte Richtung. Nein, es würden keine Fische oder Meeressäuger werden. Ein Segelschiff kam in die engere Auswahl. Ein Luftschiff dann auch, aber bei dem gefiel mir die Umsetzung beim Schnitzen dann überhaupt gar nicht mehr. Das Meer war dann doch eher ein blauer Ort zum Reisen. Vielleicht „Ein Mädchen auf dem Meeresgrund“? Aber eigentlich war meine allererste Idee eine ganz andere.

Entwürfe

Seid Ihr schon mal im Wald gewesen und durch diese totale Ruhe gewandert, nur die Naturgeräusche. Da steht es plötzlich, ein Wildtier, welches Euch nicht gewittert hat und deswegen weiter trinkt oder äst!

Diese Begegnung hat etwas absolut Unerwartetes, Besonderes.

Was das mit dem Thema zu tun hat? Mit Blau? „Ins Blaue“? Ihr habt sicher alle eine Reise, eine Fahrt ins Blaue erwartet, auf das Meer oder wenigstens auf einen See, bei meiner hier oft beschriebenen Sehnsucht für das Meer. Aber genau so sehr liebe ich auch den Wald. Und „Ins Blaue“ heißt ebenfalls „etwas Unerwartetes“ zu erleben. So war mein Motiv gefunden: ein trinkendes Reh, oben der blaue Himmel, unten die blaue Spiegelung, die dem Wasser die Farbe gibt.

Auf Rügen hatte ich einen Adler über das Meer fliegen sehen, zu gern hätte ich als Extrastempel noch einen Seeadler genommen. Der erste Versuch misslang, genau wie die ersten zwei Rehstempel und auch der Zeppelin. Auch das dritte Reh war nicht ganz genau so, wie ich wollte. Den Adlerstempel werde ich mit einem neuen Versuch nochmal einfangen müssen. Denn nach dem ich gleich am Anfang viele Ideen hatte, kam eine Zeit, in der ich kein gutes Hãndchen hatte beim Schnitzen. Mein kreativer Flow war erst mal dahin. Ich hatte ja noch Zeit und dann plötzlich kaum noch welche.

Immer schon wollte ich mein Papier auch selber schöpfen und hatte u.A. Eierkartons gesammelt. Es wurde erst einmal mit einem „Kinderset“ gearbeitet, ausprobiert (schon berichtet). Es gibt Blätter mit mehr Blüten, manchem mit weniger. Die Karte sollte zu einem Teil aus „klassisch“ gekauftem Papier sein und zum anderen ein geschöpftes Blatt. Dieses wurde mit buntem Faden verbunden. Darauf sollte die Briefmarke kommen.

Aber nun seht selbst, welche Stempel ich für die Sommer-Post gestaltet habe:

Unter das handgeschöpfte Papier kam diese Auswahl

Mehr Ideen anderer Teilnehmer/innen könnt Ihr Euch noch hier ansehen: Post-Kunst-Werk

Ein paar Karten sind auch extra unterwegs.

Spass hat es wieder einmal sehr gemacht und so wunderbare Briefmarken wie ich schon mit genau so schönem „Drumherum“ bekommen habe, werden sicher noch folgen. Hier die Karten, die ich bereits bekommen habe, so unterschiedlich wie sie nur sein können:

meine Gruppe plus Extra Karte

Verlinkt auch beim Creadienstag

In einer schönen Woche

Hallo, Ihr Lieben.

Mögt Ihr wieder auf einen Kaffee oder Tee bei Andreas Plausch vorbei schauen?

Die Woche war immer noch von Hitzewarnungen, Schwüle und Gewitter bestimmt. Das kann ganz schön anstrengend sein. Aber die Temperaturen wurden erträglicher. An einem Tag bin ich zum Aufsammeln von Äpfeln geradelt. Daraus möchte ich heute Apfelmus kochen. Auch einige Holzbirnen / Wildbirnen sind schon reif. Daraus machen ich „Magenapfelmus“, zusammen mit saftigen Äpfeln. Denn diese kleinen, süßen Früchte enthalten viele Gerbstoffe, die besonders gut für den Magen sind. Reif sind diese Birnen, wenn sie ganz weich sind. Gern hätte ich noch mehr gesammelt, aber die Wespen mochten das gar nicht.

Auch wenn ich die Tomaten in den Töpfen täglich gießen muss, sie werden gerade von der Sonne verwöhnt. Besonders gut hat uns die dunkle Frucht geschmeckt, die „Schwarze Krim“.

An einem Nachmittag habe ich mir allerdings einen Sonnenbrand auf dem Rücken geholt, trotz Creme. Ich habe Papier geschöpft, samt hauseigener „Salzproduktion“ (und Ihr bekommt mal mich selber zu sehen).

Bevor ich mich in Unkosten stürze, habe ich ein Kinderset genutzt, ausprobiert, vielleicht habe ich demnächst auch Lust, ein richtiges Schöpfset zu bauen.

Wirklich sehr gut liest sich dieser Krimi aus den Zeiten der Prohibition in New Orleans, daher wollte ich Euch den gleich vorstellen (selbstgekauft).

Drei Haupt-Personen machen sich auf die Suche nach dem (historisch dokumentierten) Axtmörder. Gleich zu Anfang gibt dieser Serienmörder über die Presse bekannt, dass er nur die verschonen werde, die Jazz(bands) daheim hören. Jazz und New Orleans, untrennbar verbunden, die Musik und der Tanz dazu als Ausdruck von Identität. Nicht umsonst ist eine der Hauptfiguren eine junge Frau, deren Haut zu dunkel für die eine und zu hell für die andere Seite ist. Ganz nebenbei lernen wir ihren guten Freund „Lewis Armstrong“ kennen, der später seinen Namen in die französische Schreibweise ändern wird. Auch die anderen beiden Ermittler, ein unter Druck gesetzter Polizist und sein ehemaliger, korrupter Partner, frisch aus dem Knast entlassen, versuchen diesen Axtmörder möglichst schnell zu fassen. Ein Krimineller als Ermittler, fragt Ihr Euch? In „Little Italy“ werden der „Organisation“ gerade viel zu viele Razzien durchgeführt! Da wird der Pate aktiv. Ein Pulverfass und spannend zu lesen, besonders wenn man Jazz mag.

Jeden Morgen gehen neue Hibiskus-Blüten auf und werden reichlich von Hummeln und Bienen besucht. Das Insekt ist vor lauter Pollen kaum zu erkennen.

Im Garten arbeitend, werde ich immer mal wieder von einem Frosch (sehr kamerascheu) und einer Amsel besucht. Ich hoffe sehr, dass die Amsel nicht vom Usutu Virus befallen ist, denn an ihrem Kopf zeigen sich kahle Stellen und das würde ihre „Zutraulichkeit“ erklären. Auch ein Kohlweißling besucht mich immer wieder, auf der Suche nach Nektar. Für die Bienen sind die Anemonen aufgegangen. Die Nachtschwärmer haben reichlich Nachtkerzen. Die Schmetterlinge müssen sich mit den wenigen Oreganoblüten zufrieden geben, da kommt erst noch die zweite Blüte. Hinten im Garten werden fleissig Sonnenblumen besucht. Wie ich schon erzählte, haben viele Blumen die Dürre nicht überstanden oder blühen nicht.

Die Zeit des Sonnenaufganges wird nun spürbar später. Wie schnell das plötzlich geht, daß man merkt, wie der Hochsommer in den Altweibersommer gleitet. Eine wunderschöne Zeit des Überganges finde ich.

Sonnenaufgang!

Bleibe nicht am Boden heften,
Frisch gewagt und frisch hinaus!
Kopf und Arm mit heitern Kräften,
Überall sind sie zu Haus;
Wo wir uns der Sonne freuen,
Sind wir jede Sorge los.
Daß wir uns in ihr zerstreuen,
Darum ist die Welt so groß.

Quelle: Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre, 1821

Das war eine kleine Auswahl aus unserer Woche, die eigentlich sehr gemischt war mit nicht so guten (privaten) Nachrichten, Elternabend an der Schule, wunderbaren Fotos vom grossen Sohn (der unterwegs ist), sehr schönen Treffen mit Freundinnen, viel Musik hören und tatsächlich auch mal wieder kochen. Mein Sommerhäkelprojekt habe ich angefangen und an der Sommer Post weiter gearbeitet. Richtig im kreativen Fluss bin ich aber zZt. nicht. Etwas von Rügen, genauer gesagt Putbus, habe ich hier diese Woche gezeigt, mehr über die „weiße Kreide“ werde ich Euch noch erzählen.

Euch ein wunderschönes Wochenende, macht es Euch gemütlich und erholt Euch gut.

Kazuri

„klein und wunderschön“

(Kleinigkeiten auf Swahili).

 

Hallo Ihr Lieben.

Ist es nicht so, dass uns Kleinigkeiten am ehesten beeinflussen? Das Lächeln, ein dummes Wort, liebe Post, unerwartet ist etwas teurer, wir gewinnen oder verlieren, Halt haben oder stolpern. Und dann liegt es an uns, was wir damit machen. Manchmal muss uns erst gezeigt werden, dass eine Tür zwar zugeschlagen ist, aber dafür ein Fenster aufgegangen ist.

 

Diese Woche hat der Sohn eine geflügelten Gast mitgebracht.

Mauersegler K.

Vielleicht erkennen einige diesen besonderen Vogel, die meisten sehen ihn eher oben am Himmel seine Flugkunststücke machen. Mauersegler sind keine Schwalben, wie ich jetzt gelernt habe. Sie haben nur den gleichen evolutionären Weg eingeschlagen. Sie verbringen fast den ganzen Tag in der Luft, fangen Insekten im Fluge und trinken und schlafen sogar im Flug. Nur zum Brüten haben sie festen Boden unter den Krallen, mit denen sie sich wirklich gut festhalten können. Diese Vögel werden uns Anfang August schon wieder gen Süden verlassen, als eine der ersten Zugvögel.

Zeichnung Olof Rudbeck d. J.

Das dieser Vogel die Nacht überleben würde, war schon sehr unwahrscheinlich. Keine äußerlichen Verletzungen, aber wer weiß, wobei sich der Altvogel vielleicht doch etwas zugezogen hat, ein Luftkampf, ein Flugmanöver? Selbst Fachleute haben fast keine Chance und bei den am häufigsten gefundenen Mauerseglern handelt es sich i.R. um Jungtiere (Fütterungsreflex). Was wir ihm anbieten konnten, war Schutz und Wärme.

Mauersegler

Eigentlich haben wir schon nicht mehr damit gerechnet, dass der Vogel die Nacht überlebte, aber das hatte er geschafft. (Und glaubt uns, wir haben alle möglichen Insekten gefangen, Wasser, das Kirschkernkissen für die Nacht erwärmt, immer wieder Flugmöglichkeiten angeboten…). Irgenwann war er dann verschwunden, ich hoffte, er sei einfach davon geflogen, dabei war er zum Sterben ganz unter die Tücher gekrabbelt. Ich bin damit gross geworden, dass Natur nun mal so sein kann, aber manchmal denke ich, sie ist gerade auch zu gemein. (Mauersegler sind nicht mehr so häufig anzutreffen, sie stehen auf  der Vorliste der „Roten Liste“. Die letzen Jahre konnten sich die Vögel als Kulturfolger an Gebäuden Nistplätze sichern, aber ratet mal, wer da auf Sauberkeit bedacht ist. Die meisten Leute fürchten die viele Vogelscheiße, aber man kann ein großes Brett darunter anbringen und im Gegenzug fangen die Segler ganz viele Mücken.)

Dafür habe ich seit drei Monaten hier zum ersten Mal wieder Blaumeisen im Garten gesehen. Warum das etwas Besonderes ist? Wir hatten und haben hier die Meisenlungenentzündung, die viele Blaumeisen dahingerafft hat.

Stempel geschnitzt habe ich diese Woche keinen, ich hatte dafür keine ruhige Hand. Aber sie war ruhig genug, um aus einer alten Kette, die ein kaputtes Urlaubsüberbleibsel war, eine neue aufzufädeln. Ich liebe diese Glasperlen Ketten, bunt, wie die Erinnerung an den Urlaub, in dem ich sie gekauft habe.  Es sind schnelle und unkomplizierte Schmuckstücke nicht nur zum Sommerkleid.

Perlchen
links die Tonperlen

Über sie bin ich dann auch auf meine Überschrift gekommen. Im Stadtteil Karen (nach Karen Blixen) in Nairobi, Kenia gibt es einen Laden, in dem Frauen Tonperlen herstellen. Daraus fertigen sie wunderschöne Ketten und von dem Erlös unterstützen sie ihre Familien. Dieser Laden heißt Kazuri. Vor vielen Jahren hatten wir das Glück, vor Ort einige Ketten kaufen zu können, die noch immer zeitlos schön sind.

Wirklich sehr habe ich mich über Post diese Woche gefreut! Bei„Frau Nahtlust“habe ich z.B. ein ganz wunderschönes Nadelbriefchen gewonnen. Gerade diese indigoblauen, bestickt mit weißem Kontrastgarn, hatten es mir besonders angetan. Wie Schaum auf den Wellen des Ozeans.

Post Mano/frau nahtlust

Sehr gefreut habe ich mich auch über die lieben Wünsche per Post von Mano. Eine selbstgemachte Collage mit meinem Wappenvogel kam Ende der Woche hier an.

Ganz herzliches Dankeschön, einmal für das Gewinnspiel (und damit für den Gewinn) und für die lieben Worte, von einem Vogel überbracht! Überhaupt, an alle, herzlichst Dankeschön, ich habe diese Woche schon wieder viel mehr gemacht. Ihr glaubt gar nicht, wie erfüllend es sein kann, ein wenig mehr Hausarbeit zu machen und sogar wieder einkaufen zu gehen. Jeden Tag mehr. Und nicht mehr lange bis zum Sehnsuchtsort.

 

Kommt Ihr auch wieder auf einen Kaffee bei Andreas Samstagsplausch vorbei?

 

It has long been an axiom of mine that the little things are infinitely the most important.

Es war immer mein Grundsatz, das die kleinen Dinge im Leben die wichtigsten sind.

Sir Arthur Conan Doyel

 

Grosse Dinge entstehen durch eine Reihe kleiner die zusammenkommen.

Vincent van Gogh

Ein bißchen dies….

Hallo Ihr Liebe.

Mögt Ihr auch auf eine n Plausch bei Andrea vorbei kommen?

Um es gleich vorweg anzudrohen, (kann man das so sagen?) ich bin immer noch ausgebremst. Und da bald Urlaub naht, in dem ich fit sein will, bin ich lieber noch vorsichtig. Ich habe ja keine Schiene, die verhindert, dass ich falsch auftreten. Also nicht so viel Neues, na ja, ein bißchen gibt es schon…

Weiter Ideen

Also, für die Sommerpost habe ich ganz viele Ideen, was in etwa auf meiner selbstgemachten Briefmarke und auch drum herum sein soll. Aber welche Idee nehme ich? Eigentlich bin ich immer noch von der ersten begeistert, bei der man vom Motiv her etwas um die Ecke denken muss. Thema ist nämlich: „ins Blaue“. Das heißt nicht nur farblich eine gewisse Richtung, sonden auch von der Bedeutung her. Den Meisten fällt sicher sofort die „Fahrt in s Blaue“ ein. Dahinter steckt aber auch, dass man mit Unerwartete rechnen muss. Ich möchte mit beidem spielen. Spätestens, wenn ich mit meinen Post Karten dran bin, seht Ihr das Ergebnis oder vielleicht mehrere Ergebnisse.

Sehr positiv überrascht wurde ich von einer tollen, neuen Serie, die ich mir aus eigenem Antrieb nicht beim Streaming Dienst angesehen hätte. „Der Beischläfer“. Nein, das hat nichts mit einem Sexfilmchen zu tun, so werden da die Schöffen Richter genannt. Eigentlich ist Charlie nur Kfz Mechaniker, am liebsten an alten Alfa Romeos. Eigentlich kommt Charlie nicht über den Autounfall Tod seiner Frau (und Schwiegermutter, er wohnt beim Schwiegervater), hinweg. Post wird schon lange nicht mehr gelesen und so konnte er der Berufung in das Schöffen Amt auch nicht widersprechen. Ich sag Euch, da prallen Welten aufeinander. Großartige Charaktere. Und selten haben wir Witz, Komik, Ironie, Ernsthaftigkeit und Einfühlungsvermögen so gut gemixt (im Fernsehen) gesehen. Eigentlich hat mein Mann da mal Recht gehabt, (nicht nur da).

Diese Woche war teils recht kühl und auch (endlich) etwas nasser. Richtig schönes Wetter hat es nur am Montag gegeben, da habe ich dann auch im Garten gesessen. Ein Geschenk wird gerade gelesen (Das Dunkle Mal). Etwas schräge Geschichte, (ja, ich hab s gerade eher mit dem Verschwinden in andere Welten), eine Erzählung um besondere Tattoos, eine Welt zwischen Fantasy und ScienceFiction.

Und ein bißchen das…

Am Donnerstag endlich wieder geschnitzt. Nach dem „Abenteurer Corto Maltese“ von Hugo Pratt. (Comic Künstler) Der Stempel geht auch auf Reisen.

 

Ein Roggenmischbrot habe ich mit der neuen Brotbackplatte gebacken,. Wer nachbacken mag:

600g Roggenvollkornmehl, 120g Dinkelvollkornmehl, 1 T Löffel Brotgewürze, ca 30g Salz, 1 Würfel Hefe (oder Trockenhefe, da braucht Ihr evtl etwas mehr, da mein Teig lange ruhen darf, reicht mir ein P.), 75-100g Sauerteig, ca 30g Haferflocken. Ich gebe gerne noch einen E Löffel Leinsamen dazu. Zum Anrühren 500-600ml lauwarmes Wasser. Zutaten gut vermengen, abdecken und zwölf Stunden ruhen lassen. Sauerteig braucht mehr Ruhe, als Hefeteig. Nicht vergessen, gut durchkneten, da auch nicht mit Mehl auf der Arbeitsfläche sparen, den Laib einschneiden, noch mal vor dem Backen ruhen lassen und dann den Ofen auf 240 C Grad vorheizen, den Laib 15 min backen, auf 210 C reduzieren und noch eine Std backen. Dann per Klopfprobe (klingt es eher hol?) prüfen, ob das Brot durchgebacken ist. (Vollkornmehl ist übrigens immer die gesündere Variante)

Erste Tomaten wachsen schon. Natürlich an den gekauften Pflanzen. Die selbstgezogenen Tomatenpflanzen blühen aber auch fein und Hummel befruchten fleißig. (Ja, dass machen Hummeln, sie haben einen längeren Saugrüssel)

Für Sommer ist es recht kühl, aber die Sonne guckt immer wieder hervor. Das Wochenende verspricht sommerlicheres Wetter. Nächste Woche bekommen wir das neue Auto. Anmeldungen brauchen recht lange, aus gegebenem Anlass. Schließlich arbeiten die Behörden nicht vom Homeoffice aus. Normal würde ich mit dem Rad Einkaufen oder mal einen Ausflug mit dem Ferien“Kind“, mache ich sonst auch oft, aber geht ja gerade nicht. So essen wir mal Vorräte auf und die Söhne kaufen die notwendigsten Sachen ein. Aber Ferienausflüge sind gerade nicht drin. Vielleicht ist das Wetter am Wochenende so gut, dass ich die Jungs überredet bekomme, auch ohne mich eine Radtour zu machen.

Habt eine gute Zeit.

Personalisierte Kostbarkeiten

Ihr Lieben.

In Bezug auf Handarbeiten bin ich nicht gerade die Ansprechpartnern. Meine Fähigkeiten beim Häkeln, Stricken, Nähen, Weben und Sticken sind nicht besonders weitreichend. (Spinnen habe ich nie z.B. gelernt, genau wie einige anderer, älterer Handarbeitstechniken.)

Schon in der Grundschule und auch durch meine Mutter lernte ich Häkeln, sticken und Stricken. (In dieser Reihenfolge)

Beim Sticken wurden uns die ersten Grundstiche beigebracht, jede(r) bekam ein Stück groben Stoff, um ein vereinfachtes Sticktuch anzufangen. Mit Grundstichen wie dem Hexenstich, Kreuzstich, Plattstich und mehr stickten wir erste Übungsbahnen. (Sobald ich das gefunden habe, zeige ich es gern.)

Stickerei auf Leinenwäsche

Genau so lernten viele, viele Mädchen vor mir schon die Grundlagen um zu nähen, zu verschönern und ihre Wäsche für ihre Aussteuer zu kennzeichnen. Diese war allerdings in der Regel aus Leinen, welches oftmals in den Wintermonaten auch selbst gesponnen worden war. Das Monogramm einzusticken hatte ursprünglich einen wichtigen Sinn, wurde doch die Wäsche nach dem gemeinsamen Waschen auch auf die gemeinsame Bleiche gelegt und am gestickten Buchstaben wiedererkannt. Gerade bei der Landbevölkerung war dies üblich. Etwa im Biedermeier wurde es auch „modern“ für die gehobeneren Schichten. Aber da stickte frau neben besagten Tüchern auch kleine Kostbarkeiten in Baumwolle und Seide. Es entstanden richtige Kunstwerke.

aus Blöcken geschneidertes Leinenhemdchen, die Form bekam es durch Keile, die oben unter den Ärmel weggenommen wurden und unten angenäht wurden.

Gabi vom „made with Blümchen“ ist heute die Gastgeberin der Stoffspielerei und hat diese Monogramme als Thema. Ich habe es nicht mehr geschafft, selber etwas zu sticken, aber darf Euch (nach Absprache mit der Gastgeberin) einige alte Kostbarkeiten zeigen. Eine ganz besondere Technik hat uns nämlich sehr fasziniert! Wir haben auch noch nicht heraus bekommen, wie sie heißt.

Schattenspiel an der Fensterscheibe

Dieses Taschentuch ist aus Mousselin (Musselin), in diesem Fall  sogar Seidenmousselin. Die Handarbeitskünstlerin hat die hervorzuhebenden Stücke ausgeschnitten, die Kanten umgelegt und mit fast nicht sichtbaren Stichen angestickt. Das wirkt, als wäre es ein Stoff, nicht aufgesetzt. Kenner von Stickereien fühlen sich vielleicht an Schattenstickerei erinnert, diese wird aber mit einem Faden auf der Stoffrückseite gemacht.

hier sieht man die Technik recht gut

Als Gabi mir von ihrem Thema berichtete, musste ich ihr dieses Taschentuch zeigen und ihr einen Beitrag darüber versprechen, (was ich zu dem Thema auch vor hatte). Leider habe ich das eigene handwerkliche etwas zu lange hinausgeschoben und dann kam Leben 2.0 dazwischen. Ich wollte mir ein C schnitzen, aufdrucken und drumherum stickend verzieren. Übrigens weiss ich leider nichts über die Geschichte dieses Taschentuchs. Ich weiß nicht Mal mehr, ob ich es aus der Kiste im Sozialkaufhaus, oder von der Oma meines Mannes habe.

von einer feinen Tischdecke

Meine Mutter hat noch viele Stofftechniken gelernt, sowohl in der Schulzeit, als auch in der Ausbildung. Von ihr habe ich die Liebe zu Leinen geerbt. Ich durfte ihre kleine Sammlung von Monogrammen fotografieren und heute hier zeigen. Da sind sowohl eigene, als auch „gefundene“ Stickereien bei. Auch eine Schablone seht ihr hier. Denn jedes Monogramm sollte gleich aussehen, wenn es erstmal in der Aussteuer Kiste oder Truhe verschwand.

Kreuzstich und Plattstich
alte Schablone

Gabi hat Euch ja schon das Sticktuch ihrer Oma gezeigt. Bei mir in einer dunklen Ecke neben dem Bett hängt dieses Tuch von meiner Ururoma.

1846 gestickt und wie Ihr seht, rechts nicht fertig gestellt
eigentlich wie das C in meinem Namen
von der anderen Seite der Familie gibt es diesen Hauch von Seide, meine Oma stickte und nähte dieses Schürzchen
Monogramm auf Leinen

Ich mag es, wie geschlungen die Buchstaben ineinander greifen, so dass man manchmal noch überlegen muss, was es für welche sind.

Sollte Ihr mal in meiner Geburtsheimat sein, kann ich Euch dieses kleine Museum in Oberhundem nur sehr an s Herz legen. (Ganz abgesehen, dass es in einem wunderschönen alten Fachwerkhaus, einer alten Pastorat, beheimatet ist und in einer wunderbaren Gegend liegt. Ein wenig Werbung für das Sauerland.)