Auf dieser Seite werden die mittlerweile umfangreichen Tiere meiner Jahresprojekte noch mal aufgeführt, gesammelt. Dafür wurden die Beiträge dupliziert und leicht abgewandelt (angefangen damit, dass ich die alten Links entferne, statt den Überschriften nur den Namen schreibe). So nach und nach kommen immer mehr der mitlerweile recht vielen Beiträge hier her.
Hallo Ihr Lieben, heute geht es um den Dompfaff.
(Andrea, die Zitronenfalterin hat sich wieder viele Gedanken gemacht, was als Thema zu Ihrem Blog passt, als Linksammlung für Blogger. Diesmal gibt es nicht monatlich eine neue Thematik als Anstoß, sondern ein Jahreskonzept, eine Challenge, bei der wir uns eine interessante „Aufgabenstellung“ für uns selber suchen und monatlich etwas dazu bringen dürfen).
Für mich war recht schnell klar, was ich nehmen wollte. Ich habe schon oft hier von Vögeln berichtet, mein Blog heisst nach einem Vogel (Plattdeutsch: Wippsteert=Bachstelze) und diese Könige der Luft faszinieren mich auch einfach. So werde ich jeden Monat einen Vogel portraitieren. Sowohl in Text als (hoffentlich immer selbst gemacht) auch kreativ.
Nun, die Überschrift „stolz wie ein …“ war ein kleines Rätsel, denn es waren Umschreibungen der Vogelnahmen, sowohl der offizielle, als auch den aus dem Volksmund. Ich stelle Euch diesmal den Gimpel vor. Was der mit Einfalt zu tun hat? Dieser Vogel hat einen „relativ simplen“ Gesang und er singt eher leise. Aber, er lernt sehr schnell Melodien nach zu pfeifen und war deshalb früher ein begehrter Käfigvogel, zumal auch noch hübsch anzusehen. Oft wurden früher Vögel in Leimfallen gefangen und der hübsche Vogel ging wohl sehr einfach „auf den Leim“. Daher stand er bald als Synonym für Neuling, Tropf, Anfänger, Einfallspinseln, Dummkopf,… Im Rheinland gibt es die Redewendung „stolz wie ein „Gempel“ sein“.

Seinen anderen Namen hat der rundliche Vogel durch sein Federkleid bekommen. Pfaffe ist ein altes, etwas abwertende Wort für Geistlicher. Gerade hochgestelltere, katholische Priester trugen oft rot (oder violett) und früher eine schwarze Kopfbedeckung. Vielleicht erinnert Ihr euch noch an „Don Camillo“. Auch dass er oft dicklich und aufgepolstert aussieht, spielt dabei sicher eine nicht unwesentliche Rolle. Seltener ist die Bezeichnung „Blutfink“, welche sich wohl durch die Federfärbung selbst erklärt. Wie so oft trägt nur das Männchen ein rotes Pracht Gefieder, daß Weibchen bleibt eher grau mit einem rosa Einschlag.

Der Dompfaff gehört zu den Finken. Über das Jahr lebt und brütet er gern in Fichtenwäldern und Mischwald. Im Winter zieht er in kleinen Schwärmen durch Obstplantagen und Gärten. Ich kann mich noch gut erinnern, wie meine Mutter schimpfte, wenn sie sich über ihren Apfelbaum her machten. Sie mögen nämlich gerne Knospen. Und wenn dann einige Vögel im kleinen Baum selbige abfraßen, bedeutete das durchaus weniger Apfelblüten. Ansonsten ist sein starker Schnabel wie für Sämereien gemacht.
In der Brutzeit ist der Vogel monogam, ob das auch für das gesamte Vogelleben gilt, weiß man noch nicht. Während das Weibchen auf den Eiern sitzt und auch die erste Zeit mit den Küken, versorgt das Männchen seine Gefährtin. Nach dem Schlüpfen gibt das Weibchen Futter aus dem Kropf an die Küken weiter. Nach der Brutzeit, die wie gesagt als Paar stattfindet, kommen im Herbst dann wieder Schwärme zusammen und wir haben manchmal Gelegenheit, den prächtigen Vogel auch im Park oder Garten zu beobachten. Seinen Namen soll er übrigens vom bayrischen „gumpen=hüpfen“ haben, sein behäbig wirkendes Aussehen spielt dabei vielleicht auch eine Rolle, dabei plustert er sich einfach nur auf.

Ich zeige Euch diesmal einige von mir mit Blei- und Bundstift gemalte Gimpel und den (einfach gehaltenen) als Stempel geschnitzten Dompfaff (nicht nur für den Pullover). Übrigens kommen Gimpel auch gerne im Winter an Futterhäuschen. Vielleicht habt Ihr ja mal Glück.
Veröffentlicht im Rahmen des ersten Jahresprojektes
Hallo Ihr Lieben. Hier geht es um die Schnepfe.
Dieses Mal habe ich einen Vogel für Euch, der vielleicht gar nicht so bekannt ist. Dafür kennt ganz sicher jede/jeder das Schimpfwort: Schnepfe.
Gar keine nette Bezeichnung für eine Frau ist dieser Name. Warum gibt dieses wirklich sehr heimlich lebende Tiere die abwertenden Bezeichnung für Frauen? Der Name für den Vogel, den ich diesmal vorstelle, ist eigentlich Waldschnepfe, kurzgefasst: Schnepfe (mittelhochdeutsch „snepfe“, althochdeutsch „snepfa“; vermutlich benannt nach dem langen, spitzen Schnabel) Abwertend wird zu einer Prostituierten (und auch so zu Frauen als Schimpfwort) Schnepfe gesagt. Woher das kommt, mag ich Euch u. A. hier erklären:

Die Waldschnepfe ist verwandt mit den Strandläufern, dem Brachvogel oder auch dem Grünschenkel, welche Ihr vielleicht eher kennt. Denn die Waldschnepfe ist ein sehr heimelig, einzelgängerisch lebender Vogel in unseren Wäldern. Der Vogel mit „dem langen Gesicht“ ist dazu auch in der Dämmerung am aktivsten.

Die gut durch das braun geflecktes Gefieder getarnte Schnepfe, hat eine ganz besondere Brautwerbung.

Bei seiner Balz fliegt das Männchen zu seinem „Schnepfenstrich“. Jedes Jahr im Frühjahr kommen immer wieder an den selben Stellen mehrere Schnepfen zusammen. Die „Herren“ fliegen im graden, dann gaukelndem, niedrigem Flug über die ausgewählte Strecke, sinken herab, um danach erneut über die Waldlichtung zu streichen. Die Männchen vollführen den Flug sehr langsam. Gut am Boden versteckt und abwartend sitzen die weibliche Schnepfe. Bei dieser Werbung ist der knarrende Ruf (des Männchen) zu hören, oft sind es auch mehrere „Herren“, die „Dame“ gibt nur leise Laute von sich. Treffen Männchen aufeinander, behindern sie sich im Fluge mit den Schnäbeln, wie im Degengefecht. Dieses Verhalten des immer wieder hin und her Fliegens hat wohl Ähnlichkeit mit jungen Menschen aufgezeigt, die (vielleicht) auch so um einander werben, zumal, (besonders früher,) auf die Rückkehr der Vögel als Frühlingsboten geachtet wurde.
Die Waldschnepfe bevorzugt eher ruhige und grosse Laub- und Mischwälder, was im zersiedelten Deutschland nicht immer ganz einfach ist. Sie ist ein Zugvogel und brütet oft in nördlicheren Ländern. Die Gelege sind am Boden und werden nur vom Weibchen betreut, welches gut aufpasst: das Gebiet sichert sie durch die optimale Lage der Augen mit einer 360° Sicht. Es gibt Beobachtungen, das die Schnepfe bei Störungen ihre Kücke nach und nach auf dem Rücken fortträgt. Lieblingsspeise sind Regenwürmer, die mit Schnabelgetrommeln auch schon mal an die Oberfläche gelockt werden, aber auch Insekten stehen auf dem Speiseplan.
Eine weitere Besonderheit möchte ich noch erwähnen. An den Flügeln der Schnepfe sitzen die berühmten „Malerfeder“. Diese wurden tatsächlich auf Grund ihrer feinen und Tinte speichernden Beschaffenheit für Kalligraphie und Malereien genutzt und ermöglichten einen sehr feinen Strich. Mit der harte und spitze Feder hat schon Dürer gemalt.
Unscheinbarer ist sein Federkleid vor allem im Vergleich zu meinem letzten Vogel des Monats. Auch habe ich, im Gegensatz zum Dompfaff, nie eine Waldschnepfe gesehen, nur ihre Verwandtschaft am Meer oder Feuchtwiesen. Gelernt habe ich beim Nachlesen in dem ein oder anderen alten Vogelbuch hier im Regal und bei Wikipedia auch noch Einiges. Ein wunderbarer Vogel für das Jahresprojekt bei Andrea Zitronenfalterin


Hallo Ihr Lieben. Heute geht es um den Fichtenkreuzschnabel
Dieser Vogel hat seinen Namen nach dem Aussehen, wie ja eigentlich so viele Tiere. Sein Schnabel hat eine ganz besondere Form, die auf den ersten Blick recht hinderlich erscheint. Wie bitte, soll ein Vogel mit diesem Schnabel etwas aufpicken? Vielleicht dämmert es dem ein oder anderen schon, ich schreibe diesen Monat über den Fichtenkreuzschnabel.
Tatsächlich ist dieser Finkenvogel aus der Familie der Kreuzschnäbel bei uns in den Nadel- und Mischwäldern zu Hause. Loxia curvirostra ist ein ca 14-17 cm großer Vogel, der oft als Teilzieher in unseren Wäldern unterwegs ist. Seine Population, bzw seine Anwesenheit schwankt daher jährlich. Ich erinnere mich, dass ich als Kind einen Schwarm auf dem Schotterplatz vor dem Haus gesehen und gehört habe. Sie sammelten neue Magensteine und Ihr lautes Rufen war kaum zu überhören. Dieser durchdringende, schrille Ruf dürfte oftmals auch das Einzige sein, was wir von dem Vogel im Wald bemerken, denn trotz eines karminroten Federkleides des männlichen Vogels, schwirrt er eher in den hohen Ästen. Dort wächst nämlich seine Leibspeise, Samen aus Nadelbaumzapfen. Und dann verstehen wir auch, warum der Vogel so einen speziellen Schnabel hat, mit dem er geschickt die Samen aus den Zwischenräumen holen kann. Fichten, Lärche, Tannen und Kiefern sind seine Lieblingsbäume. Daher stammt auch der altertümlich anmutende Volksmund-Name Föhrenkreuzschnabel bzw -papagei. (Föhre = Kiefer) Der Schnabel wird übrigens sogar zum Klettern genutzt.
Vor allem bei der Nahrungsuche ist dieser Vogel sehr gesellig. Solltet ihr also im Wald mal denken, um Euch herum und über Euch wäre eine Schar Sittiche mit ihrem schrillen Rufen, so sind es doch wohl eher „Föhrenpapageien“.



Eine weitere Besonderheit sticht bei diesem Vogel hervor: seine Brutzeit.
Diese beginnt mitten im Winter. Schon im Januar fängt das Paar an zu brüten, bis in den Mai dauert die Brutzeit. Wie viele Küken ausgebrütet werden und dann durchkommen, ist sehr stark abhängig vom Samenreichtum.
So auffällig wie das Männchen mit dem roten Gefieder ist, so unauffällig ist (wieder mal) das Weibchen mit grünen, unauffälligen Farben.
Ich hoffe, ich konnte Euch wieder einen Vogel vorstellen, der vielleicht nicht so bekannt war. Denn mitlerweile kann der Vogel sogar auch mal in Parks gesehen werden, wenn dort Nadelbäume stehen.
Hallo Ihr Lieben. Jetzt geht es um den Kauz
Den Ausspruch “ Komischer Kauz“ kennt bestimmt jeder von Euch. Es ist wieder Zeit, Euch einen weiteren „Monatsvogel“ vorzustellen.
Eigentlich stammt das Wort ursprünglich aus dem 15. Jhd, dem Spätmittelhochdeutsch: küz(e)
Damit werden kleine Eulen, genauer Käuze benannt. Mein neuer Monats-Vogel im Jahresprojekt von Andrea, der Zitronenfalterin.

Ab dem 16. Jhd werden mit dem Wort „Kauz“ auch Menschen bezeichnet, die zurückgezogen, eigenbrötlerisch und seltsam leben. Dies hängt sicher mit der Lebensweise von Käuzen zusammen. So manche internationale, lautmalerische Bezeichnung hat mit den Rufen dieser Vögel zu tun. Diese Nachtvögel waren dem Menschen in Europa nie so ganz geheuer, obwohl sie oft in der unmittelbaren Umgebung lebten. Es gab den Brauch, einen lebenden Kautz mit ausgebreiteten Flügeln an das Scheunentor zu nageln, um den Hof zu schützen. Mit Hexen wurden sie natürlich auch in Verbindung gebracht. Das diese Vögel als Todesboten in Deutschland gelten, aufgrund ihres „kuwitt – Rufes“ ist sicher vielen bekannt. Dabei lockte doch nur das Licht, welches bei Kranken des Nachts brannte, Beute an. In vielen anderen Ländern und Völkern gilt der Eulenvogel dagegen ausschließlich als positives Tier, als guter Bote.

Kauz ist eigentlich nur der Oberbegriff, den wir „NichtOrnitologen“ verwenden, es gibt viele verschiedene dieser kleinen Nachtvögel, vom handkleinen Sperlingskauz, über den Raufußkauz, zum großen Waldkauz. Es sind eher die kleinen und gedrungen wirkenden Eulen, an die dreißig verschiedene Arten, die unter den Begriff „Käuze“ fallen und nicht „Eulen“ heißen. (Natürlich sind sie trotzdem alle „echte Eulen“.)

Der kleine Steinkauz, um den es hier im Beitrag nun gehen soll, ist nur 20-23.cm groß. Er jagd nicht nur kleine Säuger, sondern auch Insekten und Regenwürmer. Auch ein Vogel kann mal auf der Speisekarte stehen. Dafür läuft er auch schon Mal geschwind mit seinen langen Beinen über den Boden. Das sieht durchaus etwas ulkig aus. Daher der „komische Kauz“. Dazu kommt daß Wackeln mit dem Kopf, welches ja allen Eulen zu eigen ist. Natürlich kann auch er seinen Kopf weit drehen. Eulen scheinen für uns Menschen ein Gesicht zu haben, da ihre Augen nicht an der Seite des Kopfes liegen. Und schaut Euch das Foto unten an, mit den markanten Augenbrauen und den gelben Augen, die Nachts fast schwarz sind, sieht er doch wie ein Kobold und nicht wie ein Unglücksbote aus! Die Lider können übrigens über den großen, gelben Augen geschlossen werden. Sie sind Lauerjäger und wären, neben der Schleiereule, bei der Mäuseplage in Australien sehr gern gesehene Mäusefänger. Auf den Eiern brütet übrigens das Weibchen 2-3 Eier aus, während das Männchen für die Versorgung zuständig ist. Steinkäuze leben übrigens monogam. Viele werden nur um die vier Jahre, aber sie können bis zu 15-18 Jahre alt werden. Marder, andere Eulen und Greifvögel, der Mensch, machen ihm das Leben schwer.
Sein wissenschaftlicher Name ist Athene noctua, was so viel wie „Athene bei Nacht“ bedeutet. Er spiele auch eine Rolle in der griechischen Mythologie: Athene, u.a. Göttin der Weisheit, wird oft mit einer Eule, genauer, mit dem Kauz dargestellt, u.A. auf der berühmten Münze der Stadt. Der Kauz ist auch auf der Rückseite der Silbermünze der Stadt Athen abgebildet. Die „Tetradrachmen“ wurden von 570 bis 510 v. Chr. geprägt. Begreiflicherweise wurden diese Münzen „Eulen“ genannt und weil die Stadt auch noch sehr reich war, stammt hier der Ausspruch: „Eulen nach Athen tragen“ für: „etwas unsinniger tun“ her.
Der Name „Steinkauz“ deutet es schon an, er brütet auch in Nieschen von Scheunen und Mauern, auch wenn er auch sehr gerne Hohlräume alter Obstbäume und Kopfweiden nimmt. Heute wird renoviert und Flurbereinigt. Dieser schwindende Lebensraum hat für starke Rückgänge gesorgt, aber mit künstlichen Nisthöhlen kann geholfen werden, zumal gern immer wieder die selbe Stätte genutzt wird. Der kleine Steinkauz braucht Felder und Wiesen mit dem lockeren Baumbestand und profitiert von Schafzucht auf Feldern. In der Schweiz ist er dieses Jahr zum Vogel des Jahres auserkoren. Ich habe den Link für den entsprechenden Artikel mitsamt dem kurzen Film als Link angehängt, weil ich ihn sehr sehenswert finde.


So richtig viel habe ich am Kauz noch nicht kreativ gearbeitet. Zwei hingeworfen Skizzen für Stempelideen und eine ältere Stoffmalerei auf Seide kann ich zeigen. Die letzten zwei Wochen ging Manches aus verschiedenen Gründen nicht so, wie gewünscht.
Aus meinem Bestimmungsbuch über Eulen und Greifen: (GU Verlag):
https://birdlife.ch/de/content/vogel-des-jahres-2021-steinkauz (der oben angekündigte Link)
und Danke Euch für das Interesse, welches Ihr immer wieder für die vorgestellten Vögel zeigt. Bisher:
Dompfaff, Waldschnepfen, Fichtenkreuzschnabel, Seeschwalbe
Ps. Warum es bei der Brut des Pärchen, welches ich durch die Webcam eines Vogelfutter Lieferanten immer wieder beobachten, nicht recht weiter geht, weiß ich nicht. Normalerweise sitzt das Weibchen bis zu 30 Tagen, dann schlüpft das erste Küken. Während alle anderen Eulen fleissig füttern, habe ich das Gefühl, hier gibt es ein Problem. Bestimmt kann ich noch mal mehr berichten, es stehen ja auch noch kreative Werke aus!
PPs. Vielleicht kennen manche das Buch: „Die Eule, die gerne aus dem Wasserhahn trank“, eine Geschichte von Martin Windrow, der mit einem Kauz als Haustier zusammen lebte (selbstgekauft)
Hallo Ihr Lieben. Dieses Mal geht es um die Seeschwalbe.
Ein weiterer Vogel soll heute wieder über den Bildschirm flattern. Zum Jahresprojekt bei Andrea zeige ich Euch heute einen absoluten Langstreckenflieger. Starke 17000 km fliegt und segelt dieser Flugkünstler durchaus auch von der Arktis zur Antarktis. Ich spreche von der Seeschwalbe, welche auch hier an den Küsten vorkommt (manchmal ist sie an Seen oder Flüssen zu finde).

Der kleine Möwenvogel mit dem spitzen, roten Schnabel, der schwarzen Kopfhaube, dem gegabelten Schwanz und den schlanken Flügeln ist eine kleine Augenweide. Seine kunstvollen Flüge und das steile Eintauchen in die Wasseroberfläche sind einfach nur zu bewundern. Ich habe mich immer gefreut, wenn ich welche am Meer entdecken konnte. Im Flug fängt der Flugkünstler Insekten, stößt in s Wasser um Fische zu fangen und am Strand sucht er Krebse und Würmer. Wie ein Falke kann der Vogel in der Luft rütteln und nach Beute suchen. Es gibt unter den Seeschwalbe sogar eine Art, die die Suche großen Möwen überlassen um Ihnen dann die Fische vor der Nase wegzuschnappen. Nicht nett aber effektiv.
Sein Nest baut diese „Schwalbe“ am Boden mit vielen anderen in einer Kolonie und bebrütet dort zwei Eier. Die Verbreitung der 43 unterschiedlichen Seeschwalben ist überall auf der Welt, hauptsächlich am Meer. Vielleicht habt Ihr sie auch schon gesehen.

Besagte Langstreckenflieger dieser Gattung sind übrigens die Küstenseeschwalbe, die wirklich bis in die Nordpolarregion brütet und in der Südpolarregion überwintert. Man sieht sie bei uns aber auch an den Küsten, es ist ihr südlichstes Verbreitungsgebiet.

Das Vogelportrait gehört zu meinem Jahresprojekt, welches Andrea, die Zitronenfalterin, ins Leben gerufen hat und bei der sich viele Kreative in der Linkparty treffen.
PS: ein Stempel folgte noch, denn dieser Kopf und die elegante Form ruft doch regelrecht nach einem Druck, oder?
Hallo Ihr Lieben. Hier lest Ihr etwas über die Rauchswalbe.
Den Spruch „eine Schwalbe macht noch keinen Sommer“ kennt Ihr sicher alle. Nun, im Juli sind aber alle Schwalben da und haben sogar ihre erste Brut (hoffentlich) durchgebracht.


Hoch oben sausen sie bei gutem Wetter durch die Lüfte. Unglaubliche Mengen an Insekten verschwinden in ihren weit aufgesperrten Schnäbeln. Nur im Fluge kann die Schwalbe auf Nahrungssuche gehen. Sie kann sogar beim fliegen, wenn es z.B. auf die lange Wanderschaft geht, schlafen.
„The happy prince“, ein Kunstmärchen von Oscar Wilde (kurz nacherzählt)
Hoch über der Stadt steht die Statue des „glücklichen Prinzen“. Verziert mit Edelsteinen und Blattgold schaut der Prinz, der zu Lebzeiten ein glücklicher, froher Mensch war, heute eher traurig auf die Stadt. Als eine Schwalbe auf dem Weg nach Süden bei ihm rastet, bittet er sie nach und nach seine wertvollen Gaben zu verschenken, Bedürftige bekommen seinen Schmuck von der Schwalbe gebracht. Dabei verpasst sie den Zug nach Süden und erfriert. Auch der Ritter ist den Leuten nun zu hässlich geworden und wird eingeschmolzen. Als beide im Müll sich finden, bringt ein Engel sie fort. Gott hatte ihn gebeten, die wertvollsten Dinge für seinen Garten zu suchen. Nun kann die Schwalbe dort singen und der Ritter lobpreisen.

Arme kleine Schwalbe. Ja, sie haben es nicht mehr leicht bei uns. Nach dem sie einen so weiten und gefährlichen Weg aus Afrika hinter sich gebracht haben, kommen sie hier oft in doch eher kaltes und regnerisches Klima. Wobei sich das ja gerade etwas wandelt, Dank der Klimaveränderung werden unsere Frühjahre immer trockener und wärmer.
Hier heißt es dann erst mal ein Nest bauen oder ausbessern, gern wird das vom letzten Jahr bezogen. Ich werde mich heute auf die Rauchschwalben konzentrieren und berichten. Die Uferschwalbe ist ein Höhlenbrüter, die Mehlschwalbe hat ein fast geschlossenes Lehmnest unter Giebeln und Dächern, bei der Rauchschwalbe wird aus Lehm und etwas Gras ein halbes Nest gebaut. Dabei wählt die Rauchschwalbe gerne Ställe und Scheunen aus, mit offenen Fenstern. Sie bilden kleine Kolonien. Beim Nestbau wird Lehm aus Pfützen benötigt. Hm, wo gibt es hier noch solche Pfützen?
Das nächste Problem. Wer läßt Schwalben noch bei sich Nester bauen und brüten? Ihr Kot verschmutzt die Hauswand und den Bereich darunter. Die Rauchschwalbe braucht eigentlich den Viehstall. Es gibt übrigens auch Nisthilfen zu kaufen oder man setzt Bretter darunter. Leider gibt es natürlich auch insgesamt weniger Insekten, nicht nur hier. Auch illegaler Vogelfang auf den Reisen beschert den Rauchschwalben kleinere Bestände. Alles erschwert den Akrobaten des Himmels ihr Leben.
Hoffnung ist schnell und fliegt mit Schwalben-Schwingen. William Shakespeare, Die Rauchschwalbe
Wenn die Schwalben tief fliegen, folgen sie nur den Insekten, die bei Tiefdruck niedrig fliegen. So zeigen sie an, dass es regnen wird, aber auch, dass es vielleicht nur ein kurzer Schauer wird, denn: „Die Schwalben fliegen hoch!“
Die Rauchschwalbe (Hirundo rustica), Hausschwalbe, Gabelschwalbe ist eh ein wahrer Flugkünstler und kurzzeitig bis zu 80 km/h schnell. Manchmal kann man beobachten, wie sie dicht über dem Wasser Insekten jagd und so erfolgt auch die Wasseraufnahme im Flug. So ein kleiner, agiler Körper verbraucht und braucht eine Unzahl an Insekten, erst recht, wenn nach zwei bis maximal drei Bruten mit jeweils 3 bis 6 weiß-braun gefleckten Eiern, immer wieder Küken die Mäuler aufreißen. Um die 12.000 Mücken und Fliegen werden weggefangen! Wußtet Ihr, dass bei der Aufzucht späterer Bruten die Geschwister sogar etwas mithelfen?
Von der Mehlschwalbe (und auch dem nicht verwandten Mauersegler) lässt sie sich durch die langen Gabelungen der Schwanzfedern sogar gut im Fluge erkennen. Natürlich kann der geübte Beobachter den rostroten Kopffleck um den Schnabel erkennen.
Als Liebesvögel zierten sie so manche alte Postkarte (und ein nicht mehr auffindbarer, kleiner Linoldruck von zwei Schwalben zierte unsere Hochzeitseinladung)
So manche Sommer und damit die Sommerferien meiner Kindheit waren ziemlich verregneten. Nrw hatte lange Zeit immer sehr früh Ferien und ich verbrachte diese zum Teil auf dem Hof meiner Großeltern. Davon habe ich Euch letzten Monat ein wenig erzählt. Es gab vor allem einen Sommer, bei dem das Getreide schon am Halm auskeimte und eine große Mißerne bevor stand. In diesem Sommer fand ich junge Rauchschwalben auf der Bleiche, die mitten im Sommer durch den Regen erfroren und verhungerten. Ich konnte sie zwar in den Stall bringen, wo so viele Nester an den Wänden kleben, aber es half nichts. So arme, nasse Vögel und kaum ein Gewicht in meinen kleinen Händen.

Beim kreativen Part muss ich diesmal um etwas Geduld bitten, denn statt den geplanten Stempeln, gibt es bis jetzt nur diese Skizze. (PS: es sind 2 Stempel später entstanden).

Wer an regnerischen Tagen etwas gute Laune braucht und sich „bequatschen“ lassen will: https://www.lbv.de/ratgeber/naturwissen/artenportraits/detail/rauchschwalbe/
Außerdem git/gab es dort eine Webcam (2021)
Ihr Lieben, hier kommt die Bachstelze:
Diesen Monat geht es um „mein Wappentier“, wie Ihr schon in der Überschrift lesen und erahnen konntet.
Der kleine Vogel mit dem wippenden Stert. Ein kleiner Zappelphilipp. Der Name (hier) stammt aus dem Plattdeutsch, genau wie Wippstiärtken oder Wibbelstetzje und im Englischen heissen sie „wagtail“, sehr ähnlich, nicht wahr? Auch Akkermāntje oder Baumāntje werden sie genannt, wissenschafftlich Motacilla alba. Umgekehrt wurden früher die unruhigen Kinder nach diesem Vogel benannt. Unverwechselbar seine schwarz weiss graue Färbung, die wunderschöne Kontrastgebung des Gefieders. 16,5 bis 19 cm und ca 25 g sind die Maße dieses zierlichen Gesellen. Ein Singvogel aus der Familie der Stelzen und Pieper, aus der Ordnung der Sperlingsvögel. Rank und Schlank, elegant, wie ein Geck im Frack stelzt sie durch die Wiese, mit weit ausgreifenden Schritten, immer in Bewegung. Ständig bewegt sich dabei auch das Köpfchen vor und zurück und hält Ausschau.

Immer auf der Suche nach Insekten, in der Nähe von Wasser und Vieh. Wer genau hinschaut, sieht, wie sich die Vögel die auffliegenden Insekten auf der Wiese vor den Hufen des Viehs schnappen – heute kann das sogar ein Mähroboter im Garten sein. Aber auch am und in niedrigem Wasser findet die Bachstelze Köcherfliegenlarven. Einen grossen Anteil machen Käfer in ihrem Speiseplan aus. Sämereien werden eigentlich nicht aufgenommen, Beeren nur mal angepickt. Ein Zugvogel, der im Winter bis nach Nordafrika fliegt. Von menschennahen Kulturlandschaften, über Felder, Marschen und Gebirgszüge sieht man sie, den schwarzweißen Vogel. „Tswii-witt“ hört Ihr sie rufen und findet sie vielleicht halbhoch in der Mauer, einem Holzstoss oder gut schützende Gebüsch brüten. Dann hat das Männchen im Frühling, nach der Reise aus dem Süden, bereits einen Zickzack Hochzeitstanz vor dem scheinbar unbeeindruckten Weibchen aufgeführt. Die Männchen kommen etwa eineinhalb Wochen vor den Weibchen in ihren angestammten (oft sind es die Geburtsgebiete) Revieren an und bekunden lautstark mit Rufen ihren Anspruch. Rivalen werden vertrieben. Manchmal wird sogar ein Weibchen angeflogen, wenn es sich nicht zu erkennen gibt. Die Brut besteht oft aus 5-6 Eiern, die mindestens 11 Tage ausgebrütet werden. Danach erfolgt die Fütterungsphase von etwa zwei Wochen im Nest und dann noch mal etwa eine Woche außerhalb.

Nein, meins!
Letztes Jahr im Sommer hatte ich die aufregende Möglichkeit durch das Fenster eine wenig bei der letzten Woche der Fütterung zuzusehen und eine ganze Reihe Fotos zu machen.

Elf Unterarten werden von dem Vogel aufgezählt, dabei variiert das Gefieder, bzw die geografischen Variationen sind mal stärker, mal weniger stark ausgeprägt. Auch Verwandtschaft gibt es einige, viele kennen sicher die Kuhstelze, um nur einen Vogel in Vertretung zu nenne.

Ab und zu habt Ihr hier oder auf meiner Post schon einen kleinen Stempel von dem schwarz-weißen Vögelchen gesehen. Den habe ich vor Jahren, am Anfang meiner Blogtätigkeit von Maike vom Blog Kleineviecher bekommen. Der ist selbstgeschnitzt und hat mich nicht nur wahnsinnig gefreut, sondern angefeuert, selber zu schnitzen!
Aber hier kommt nun mein neuer, selbstgeschnitzter, viel größerer und ganz anderer Stempel vom Bachstelzchen:

Natürlich kontrastreich und doch ganz anders sollte er sein, mein Vogel, als der kleine Stempel, der nach dem Vorbild meines Blog Headers geschnitzt wurde.

Nun zeige und verlinke ich diesen Monatsvogel aus meinem Jahresprojekt bei Andrea, die Zitronenfalterin, die netterweise den Anstoß am Anfang des Jahres für monatliche Projekte gab und uns die Plattform auf ihrem Blog zum Zeigen ermöglicht.
Hallo Ihr Lieben. Dieser Beitrag erzählt mehr über den Wiedhopf:
Schon in der Antike gibt es Texte (Ovid zB.), die diesen Vogel beim Namen nennen. Auch flog er zwischen der Königin von Saba und König Salomon als Bote hin und her. Für manche Völker ist er ein heiliger Vogel, ein Symbol der Fruchtbarkeit, des Frühlings. In anderen Ländern dagegen gilt er als unrein, da er im Dung pickt – nach Maden. In Israel ist er seit 2008 Nationalvogel. Da er sich auch schon mal an Bienen heranmacht, war er von Imkern nicht gern gesehen. Die Rede ist vom Wiedehopf. Achtung, kein „r“ einweben, dass passiert mir manchmal. Der Name hat nichts mit dem Wort „wieder“ zu tun. Eher kommt er wohl aus dem Althochdeutschen und hat den lautmalerischen Hintergrund „wüthüp“.
Der Name des Wiedehopfes hat also nichts mit dem auffälligen Kopffederschmuck oder hüpfen zu tun. Denn er besitzt einen sehr ähnlichen Namen im altenglischen, altirischen und altsächsischen und diese haben wohl mit der Bezeichnung für (altes?) Holz zu tun. Ich denke, es ging um die Futtersuche im Altholz, er frisst Insekten, Larven und Würmer. Der Lateinische Name Upapa epops dagegen hat sehr viel mehr mit dem Vogel zu tun, er erinnert an seine Rufe in der Brutzeit zu tun: „up-up-up“.
Amselgroß ist der Wiedehopf, hat einen langen, gebogenen Schnabel und seine fuchsrote Federhaube mit den schwarzen Enden ist unverwechselbar. Auch seine Flügel sind mit der schwarz weißen Färbung sehr auffällig und beim bogenförmigen Flug gut sichtbar. Die Haube stellt er übrigens auf, wenn er sich bedroht fühl oder aufgeregt ist (auch bei der Paarung natürlich).
Gern lebt er in Streuobstwiesen oder Hochstammbäumen, er baut auch sein Nest in sie, nimmt aber auch andere Höhlen oder Halbhöhlen. Alte Astlöcher, die durch den Zahn der Zeit zu „Unterkunftsmöglichkeiten“ wurden oder Spechthöhlen, welche im Frühjahr gerne als Brutstätten genommen werden. Alte Weinberge mag er auch. Wie bei vielen anderen Tieren hat der Rückgang dieser ökologischen Nischen zum Schwund des schönen Vogels geführt. Der Wiedehopf ist übrigens ein Zugvogel in unseren Breiten. Seine Verbreitung ist von Eurasien und Afrika bis zu einzelnen Gebieten nördlich der Alpen. Er ist also gar nicht so häufig bei uns anzutreffen. Brutgebiete gibt es unter anderem im Süden Deutschlands und im Osten, immer da, wo es warme, offene und trotzdem buschige, ruhige Gebiete gibt – mit altem Baumbestand. Auch für diesen Vogel ist die intensive Nutzung unseres Landes und immer stärkere Zersiedlung der Grund, dass er auf der „roten Liste“ steht.

Wusstet Ihr, dass man in der Schweiz sagt: „Du stinkst wie ein Wiedehopf“, weil sich die Vögel mit einem stinkenden Sekret gegen Feinde wehren?
Oder dass der Wiedehopf der einzige Vogel seiner Art in seiner Familie ist, bzw. einer von mehreren Vögeln der artenreicheren Familie der Baumhopfe? (Ich habe überwiegend aber die erstere Zuordnung: Hopfartige, Familie: Wiedehopfe, Gattung: Wiedehopfe gelesen) Früher wurde er den Rackenvögeln zugeordnet.

Ich hoffe, ich konnte Euch wieder einen interessanten Vogel im Jahresprojekt, angestoßen von Andrea, nahe bringen!
Verlinkt bei dieZitronenfalterin
Hallo Ihr Lieben. Dieser Beitrag geht um den Sekretär.
Heute schweife ich mal in Ferne Länder. Lange habe ich überlegt, ob ich die heimische Vogelwelt einmal verlassen soll, aber da ich das Glück hatte, diesen Vogel in freier Natur zu sehen, was für mich ein unglaubliches Erlebnis war, werde ich eine Ausnahme machen. Beheimatet ist er nämlich in den Savannen Afrikas. Aus dem Fotoalbum:

Die Rede ist (wieder) von einem besonderen Greifvogel, dem Sekretär.
Mit langen Beinen schreitet der graue, große Vogel über die noch trockene Savanne. Der Wind spielt in den schwarzen Federn, die elegant vom Hinterkopf ragen. Diese Federn haben dem Vogel vermutlich auch seinen Namen gegeben: Sekretär
Früher wurde mit Gänsekielen geschrieben. So wie wir manchmal das Bild vom Stift hinter dem Ohr des Schreiberlings kennen, so gab es davor die „Schriftgelehrten“, welche der Einfachheit halber die Schreibfedern schon mal in die „Haare“ steckten. Auch seine grau-schwarz-weiße „Kleidung“ erinnert an die Kleidung des Berufstandes früher.
Ungewöhnlicher Name, ungewöhnlicher Vogel. Bis zu 1.20 m kann dieser Vogel groß werden. Hoch werden, sollte ich besser schreiben, denn dieser Greifvogel läuft, schreitet, wie ein Storch oder Reiher auf langen Beinen aufrecht einher. So sucht er zwischen dem Gras vor allen Dingen gerne nach Schlangen. Hat er eine erwischt, tritt er auf sie drauf. Er trampelt seine Beute, vor allem Insekten, kleine Säugetiere und Echsen, zu Tode. Dabei macht er auch bei Giftschlangen und Schlangen von bis zu zwei Metern nicht halt.

Suchbild: Im Museum König gibt es in dieser Savannen Darstellung auch einen Sekretär, sehr klein.
Flinker zu Fuß als der Mensch ist der kranichgroße Vogel, bis zu 30 km kann er am Tag zurück legen. Er ist seltener in der Luft zu sehen, wie man es von Greifvögeln oftmals erwartet.
Gibt es in der Savanne Feuer, versammeln sich manchmal mehrere Vögel am Rand auf Beutefang.
Familie: Sagittariidae Wissenschaftlicher Name der Art: Sagittarius serpentarius Gattung und Art: Sekretäre
Beide Partner bauen ein großes unordentliches Nest in den Kronen dorniger Bäume.
Der weibliche Vogel legt 2 bis 3 Eier in das Nest.
Die Brutdauer beträgt ca. 6 Wochen. Nach 65 bis 106 Tage verlassen die Jungvögel das Nest. Danach sind sie noch weitere 60 bis 100 Tage von den Altvögeln abhängig, es geht vor allem um das Lernen der Jagd. Viele Tiere erlernen erst von ihren Eltern Jagd- oder Klettertechniken.

Ich hoffe, der Ausflug in das südliche Afrika hat Euch gefallen. Leider hatte ich zu der Zeit der Reise noch keine gute Kamera und schon gar kein Handy. Aber Bilder behält man auch im Kopf und noch jetzt, wenn ich mich etwas anstrengen, spüre ich den Savannenwind wieder im Gesicht. Der Sekretär war damals schon ein Vogel, den ich hoffte zu sehen. (Übrigens war unser guide darüber sehr erstaunt, die meisten wöllen nur die „big five“ sehen)

Verlinkt bei dem Jahresprojekt von Andera die Zitronenfalterin und dem creativsalat ,

Hallo Ihr Lieben. Dieses Mal könnt Ihr über den Zaunkönig lesen:
Als ich diesen Beitrag anfing, hatte ich morgens im Dämmerlicht zwei dieser kleinen Vögel in der Trauerbirke eines Nachbarn beobachten können. Lauthals zwitschernd, hüpften die beiden umeinander herum. Sie schienen mich gar nicht zu bemerken.
Gerade jetzt kann man unter dem schwindenden Blätterwerk der Hecken und Bäume häufiger diesen sonst recht heimlichen Vogel sehen. Fleissig sucht er Nahrung und verteidigt sein Revier mit lautem (90 Dezibel) Gesang. Die Männchen sind territoriale Einzelgänger. Im Winter ziehen Vögel aus dem Norden manchmal weiter südlich zu.
Vielleicht ahnt der eine oder andere schon, was für einen Vogel ich Euch dieses Mal vorstellen mag: den Zaunkönig

Winterkönig wurde der Vogel auch genannt, denn er singt auch weiterhin in der kalten Jahreszeit und dies dazu auch noch kräftig. „Ich freue mich wie ein Schneekönig!“ (Ja, daher kommt dieser Ausspruch.)
Nur das Sommer- und das Wintergoldhähnchen sind noch kleiner. Bis zu 12 cm groß und um die 9 g schwer kann dieses Vögelchen werden. Er ist der einzige Vogel seiner Art und zugehörig zur Familie der Zaunkönige. Er gehört zu den Sperlingartigen und sein lateinische Name Troglodytes Troglodytes klingt wie ein Zungenbrecher. Übersetzt heißt dies „Höhlenbewohner“ und deutet auf seine Art, Nester zu bauen, hin. (Aber er lebt nicht in Höhlen)
Aufrecht im Geäst sitzend, mit steil nach oben stehendem Schwanz, trotzdem wie eine Kugel aussehend, schmettert er seinen Gesang selbstbewußt durch unsere trüben und kalten Tage. Sein rotbraunes Federkleid passt sich gut an das Unterholz an. Oft sieht man nur eine huschende Bewegung. Ein dünner, spitzer Schnabel zeigt uns, hier ist ein Insektenfresser, nur im Winter nimmt er Körner dazu.
Vor einigen Sommern hatte mal ein Männchen in unserem Türkranz eines seiner Nester als Auswahl für eine Angebetete gebaut, ein kleines, kugelrundes Kunstwerk. Aber das Weibchen sucht unter den Nestern den Favoriten aus, gerne in Bodennähe, polstert es für 5-7 Eier aus und brütet alleine. Vernünftigerweise gehörte das an der Tür nicht dazu (Spielnester nennt man diese dann übrigens). Allerdings hat ein Zaunkönig durchaus mehrere Königinnen und hilft bei den Aufzuchten. Im Winter „schlafen“ auch schon mal bis zu 20 Zaunkönig in einer Nist Höhle und wärmen sich gegenseitig. Eigentlich mögen die kleinen Könige gerne Dornen Hecken, leben aber auch in Parks und Gärten. Werden sie dort gestört, hören wir sie laut zurren „schlagen“, ein wenig wie auch der Warnruf des Rotkehlchens.
Wo ein Bereich unaufgeräumtes, unterholzreiches Stück Natur wachsen darf, da wo es genug Insekten gibt, leben auch gerne diese kleinen, flotten Vögelchen. Kleine Könige in unseren Gärten. Auch gibt es spezielle, kugelige Nester, die man aufhängen kann um sie anzulocken. Diese können auch im Winter Zuflucht vor der Kälte bieten. (Nicht nur Zaunkönigen!)
Nun wollt Ihr bestimmt noch wissen, warum ausgerechnet so ein kleiner Vogel König genannt wird.
Eine alten Fabel von Äsop (Griechenland 600 v. Chr.) erzählt, wie er durch einen listigen Trick zum König der Vögel wurde. Diesen Titel sollte der Vogel erhalten, der am höchsten fliegen konnte, was natürlich der Adler sein würde. Doch der Zaunkönig versteckte sich in dessen Gefieder und kommt so noch höher, als er in der höchsten Position des Adlers überhaupt erst losfliegt. Doch die List wurde enttarnt – und so versteckte er sich fortan im Unterholz, um nicht gefunden zu werden. Auch ein deutsches Volksmärchen wurde von den Gebrüder Grimm über den „Drittkleinsten“ aufgeschrieben.
Diese wunderschöne, runde Form des winzigen Vogels, mit dem Markenzeichen des steil aufragenden Schwanzes musste doch geschnitzt werden. Ein schönes Motiv im Winter und zu Weihnachten, (falls wer bestellen möchte, noch ist Zeit,…)

Übrigens hat es der Wiedehopf, mein Monatsvogel Oktober, als neuer Vogel des Jahres 2022 geschafft. Danke für Euer anhaltendes Interesse. Ab jetzt sammelt Andrea wieder unsere Monats Projekte, ich verlinkte den „Drittkleinsten“ dort.
Hallo Ihr Lieben. In diesem Beitrag geht es um die Lerche.
Nun geht das Jahr mit den Jahresprojekten zu Ende. Viele haben sich etwas überlegt, was sie monatlich machen und bei Andrea vorstellen möchten. Mein Vorhaben war, jeden Monat einen Vogel vorzustellen. Das hat mir wirklich so viel Spaß gemacht. Gar nicht so schön dagegen war die Qual der Wahl.
Besonders jetzt zum Jahresende wurde die Auswahl dann doch sehr schwer. Da gab es die Haubenmeise, das (die) Goldhähnchen, die Waldrappe, die Schwanzmeise, das Rebhuhn,… Und da war auch noch der Baumläufer und und und.
Doch nun zu diesem:
Es ist die dunkelste Zeit des Jahres. Unsere Vorfahren haben diese Zeit gefürchtet und versucht mit Licht zu füllen und an den Sommer zu denken!
Einen Vogel verbinde ich ganz besonders mit dem Sommer. Wenn die Sonne hoch über den Getreidefeldern steht, fliegt ein Vogel laut singend in das hoch stehende Licht. Minutenlang klingt sein wunderschöne Lied, in dem auch mal „geklaute Strophen von anderen Vögeln“ eingebaut werden.
Vielleicht ahnt Ihr, welcher Vogel den Abschluss des Jahresprojekt bilden wird. Ich gebe noch einen literarischen Tipp: „es war die Nachtigall und nicht die…
…die Lerche“. Aus „Romeo und Julia“ von Shakespeare, der wohl meistzitierte Satz des englischen Dichters. Ein Frühaufsteher ist dieser Vogel, auch sprichwörtlich genutzt für Menschen, welche den Morgen nutzen. Sie steht auch als Allegorie der Erhebung in den Himmel oder zu Gott, an den Neuanfang. In vielen literarischen Texten (z.B. Goethes Faust) kommt sie vor.

„Alaudidae“, so der lateinische Name der weltweit verbreiteten Familie dieser grau-braunen, unscheinbar aussehenden Sperlingsvögel, mit etwa 20 Gattungen und ca. 80 Arten. Wenn sich der Vogel nicht hoch in die Luft schwingt, dann bewegt er sich laufend (nicht hüpfend) am Boden. Kennt Ihr den Lerchensporn, die Pflanze, die nach der Form der hinteren Zehe des Star großen Vogels benannt wurde? Die Lerchen sind Herrin und Herren der offenen Landschaften. Dort ist das Federkleid die perfekte Tarnung. Insekten und Samen stehen auf dem Speiseplan. In einer kleinen Bodenvertiefung legt das Weibchen 3-6 Eier.

Früher gab es Lerchen allerorts und gibt es auch noch. Dieser Vogel nistet gern in Getreidefeldern und Wiesen, dort, wo die Gräser etwas spärlicher wachsen, vielleicht niedergedrückt sind. Das war in Zeiten, wo Felder und Wiesen noch sehr viel mühsamer bewirtschaftet wurden. Ödlandschaften, Kultursteppen, viele lässt der Mensch, vor allem Stadt nah, nicht mehr ungenutzt. Heute muss Weizen und Mais zu Weltmarktpreisen produziert werden und die industrielle Bewirtschaftung hat viele Tiere in ihrer Zahl reduziert. Ungenutzte Brachflächen sind oft nur kurz vor der Bebauung. Auch wo unsere Siedlung steht, war vor 40 Jahren noch Feld-und Brachland. Auch Katzen haben ihren Anteil am Rückgang, es gibt so viele die verwildern. So ist auch die Lerche „im Sinkflug“, vor allem hier in NRW. Einige Bauern legen freiwillig sogenannte „Lerchenfelder“ an. Im Winter ziehen die nun recht geselligen Vögel von hier gen Süden, in südlicheren Gefilden (viele Arten leben zB auf dem afrikanischen Kontinent) sind es „Standvögel“. Die oft mit den hochstehenden Federn auf dem Kopf dargestellte Lerche ist übrigens das Männchen, welches ich auch hier zeige:

Die Lerche
1
Ich kann hier nicht singen,
Aus dieser Mauern dunklen Ringen
Muß ich mich schwingen
Vor Lust und tiefem Weh.
O Freude, in klarer Höh
Zu sinken und sich zu heben,
In Gesang
Über die grüne Erde dahin zu schweben,
Wie unten die licht′ und dunkeln Streifen
Wechselnd im Fluge vorüberschweifen,
Aus der Tiefe ein Wirren und Rauschen und Hämmern,
Die Erde aufschimmernd im Frühlingsdämmern,
Wie ist die Welt so voller Klang!
Herz, was bist du bang?
Mußt aufwärts dringen!
Die Sonne tritt hervor,
Wie glänzen mir Brust und Schwingen,
Wie still und weit ists droben am Himmelstor!
2
Ich hörte in Träumen
Ein Rauschen gehn,
Und sah die Wipfel sich säumen
Von allen Höhn –
Ists ein Brand, ists die Sonne?
Ich weiß es nicht,
Doch ein Schauer voll Wonne
Durch die Seele bricht.
Schon blitzts aus der Tiefe und schlagen
Die Glocken und schlängelnder Ströme Lauf
Rauscht glänzend her,
Und die glühenden Berge ragen
Wie Inseln aus weitem dämmernden Meer.
Noch kann ich nichts sagen,
Beglänzt die Brust,
Nur mit den Flügeln schlagen
Vor großer selger Lust!
Joseph von Eichendorff
(* 10.03.1788, † 26.11.1857)
„Alouette“, dieses französische Lied kennt Ihr vielleicht. Allerdings geht es darum, eine Lerche zu rupfen. Sie wurden noch im Jahrzehnt vor diesem als doch so seltenes Fleisch auf dem Tisch geschätzt und natürlich auch als Delikatesse gejagt. Vogelfänger gibt es in Deutschland nun nicht mehr. Aber ich hoffe, Ihr könnt das Trällern der Lerche hören, als Erinnerung oder bald als Frühlingsbote. Ein kleines Licht.
Ein gutes neues Jahr, bleibt gesund und zuversichtlich. Dank an Andrea für die Sammlung der Beiträge. Danke an Euch, für Eure Besuche und Kommentare, der Austausch ist wunderbar. Auf ein neues kreatives Jahr.