Advent-Post-Kunst unterwegs

Hallo Ihr Lieben.

heute bin ich dran, mit der Advents Post Kunst in meiner Gruppe.

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Hier zeige ich ein wenig und erkläre auch noch mal, warum die Karte so geworden ist:

Karten

Als erstes habe ich mir überlegt, wie ich überhaupt da ran gehen möchte, denn das Rezept stand sofort fest. Handschrift, ja meine Handschrift. Wir hatten noch Schönschreiben in der Schule und ich war die Einzige, die das noch mal mit dem Bleistift machen musste, keine Füller mehr nutzen durfte. Dabei hatten wir auch noch so einige Jungen, die nicht so gut waren, wie die meisten Mädchen. Diese malten, (in meinen Augen,) die Buchstaben ja fast. Aber ich wollte meine Handschrift nehmen, wirklich meine. Allerdings nicht die, die nun nach Jahren so sich eingeschlichen hat, sondern mich darauf besinnen, wie ich z. B. das K oder das S in der Schule gelernt habe. Heute kürzt man doch so manchen Schnörkel ab, Druckbuchstaben haben sich eingeschlichen.

Also wurde auch erst mal wieder *Schreiben geübt*, wie es sich gehörte, mit dem Füller.

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geübte Schrift und das übliche Gekrackel

Dann die nächst Schwierigkeit, das Rezept passte mit den Zutaten nur auf die grosse Seite. Irgendwie habe ich es nicht verstanden, dass man doch aufteilen konnte. So landete meine gestaltete Seite eigentlich auf der Adress Seite.

Karten

Wer aufmerksam geschaut und den letzen Beitrag mitgelesen hat, der weiß es schon, ich bin ein ziemlicher Depp. Ja wirklich. Denn ich habe das erste Blatt falsch geschrieben, ich habe der Butter 50g zu viel gegeben. Danach habe ich immer schön von dieser Seite abgeschrieben, voll auf das Schreiben konzentriert, nicht auf das was ich schreibe, denn dann wäre mir vielleicht mein Fehler aufgefallen.

Am Montag gingen die letzen Karten dann raus und Abends wollte ich auch endlich selbige Kekse backen. Also, lieber das Kochbuch rausholen, schauen, Schrecken bekommen. Da steht doch 250 g Butter! Fotos kontrolliert, ja, Du hast alle falsch geschrieben.

Ihr Lieben, vielleicht habt Ihr einen Tintenkiller und verbessert die erste Zahl? Es tut mir so leid, dass ich es erst im Nachhinein gemerkt habe.

Winterwunderw.

Natürlich mussten bei mir Stempel zum Einsatz kommen, am Liebsten auch wieder ein Tier. Den Winterwald hatte ich schon mit Bleistift und Kreidestift gemalt, jetzt überlegte ich laut, welches Tier den Wald bewohnen sollte. „Eine Waldkuh“ meinte mein Mann, er liebt einfach Kühe. Da entstand in meinem Kopf die Idee, ein Waldschaf zu nehmen.  Ein Waldschaf? Ein Mufflon, ein wildes Gebirgsschaf sollte es werden, in Deutschland nicht überall so stark verbreitet und dieses auch erst seid dem 16. Jahrhundert. Da wurde  Muffelwild in Mitteleuropa als Jagdwild gehalten. Aber erst im 19. Jahrhundert erfolgte in Europa größere Auswilderungen, Ursprung waren wohl die wilden Tiere auf Sardinien oder Korsika. Ein imposantes Tier finde ich, mit den starken, gebogenen Hörnern, den Schnecken. Die recht standorttreuen Herden bestehen aus weiblichen Tieren mit ihren Jungen, nur zur Paarungszeit kommt der Widder dazu.

Mufflon

Ich habe einen Widder geschnitzt, erkennbar am helleren Sattelfleck auf dem Rücken.

Nun, eine schöne Handschrift habe ich immer noch nicht, trotz Übens, aber den Muffelwidder mag ich sehr.

Für alle, die das Rezept noch mal nachlesen wollen, hier lang.

Danke Euch allen, die diese Aktion möglich gemacht haben, es ist doch viel Arbeit, sowohl jede Karte zu gestalten, als auch die Organisation im Hintergrund von Michaela und Tabea.

Allen eine schöne und geruhsame Adventszeit.

11 Gedanken zu “Advent-Post-Kunst unterwegs

  1. Ich finde das gar nicht schlimm mit der Butter, dann korrigiert man das eben kurz. Das mit der geübten Handschrift finde ich rührend und stelle mir sehr gern vor, wie Du dasitzt und eifrig schreibst, hihi, da sehe ich direkt unseren Drittklässler danebensitzen, zwei über ihre Arbeit gebeugte Köpfe. Was für eine Fleißarbeit, diese ganzen Karten!
    Ich finde es unglaublich lieb, dass Du dieses wunderbare Familienrezept mit uns teilst. Danke!!!

    Liebe Grüße
    Maike

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    1. Danke Dir, ja Fleißarbeit war das für mich sowohl früher als auch heute. So gerne ich male, schnitze oder zeichne, meine Schrift ist …
      Mit dem Fehler das hat mich nur so geärgert, weil man s ja ganz genau machen wollte, ich weiss nicht, wie viele Karten ich weggetan habe, weil ich mich verschrieben habe. Aber es ist wie es ist.
      Und jetzt hast Du die Waldkuh 🙂
      Liebe Grüsse und viel Spass beim Nachbacken.
      Nina

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  2. du hast ernsthaft das ganze rezept 24 x mit deiner handschrift geschrieben?? respekt – was für eine arbeit!! deine kringeligen K’s und G’s sind herrlich und erinnern mich auch an die schulhefte der 1. – 4. klasse, die ich noch als dikathefte habe. dein mufflon im tannenwald ist wieder ganz wunderbar!
    liebe grüße
    mano

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    1. Aber natürlich, das haben wir als Thema gehabt und das habe ich brav immer wieder geschrieben, passt zur Schulschrift. Aber ich habe auch profitiert, ich schreibe nun wieder etwas schöner.
      Danke Dir, auch sehr für die wunderbare Post. Hast Du die Vögel extra ausgesucht?
      Liebe Grüße nochmal
      Nina

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  3. für’s schreiben des gesamten rezeptes bewundere ich dich auch ! denn mal abgesehen vom schreiben an sich, muss man sich höllisch konzentrieren, um keine fehler zu machen! eine wunderschöne karte, vielen dank dafür 😉
    lg anja

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  4. Du hast den Widder selbst GESCHNITZT!? Der helle Wahnsinn, meine große Bewunderung! Und ob Deine Handschrift jetzt „schön“ ist oder nicht – Schönheit liegt doch im Auge der Betrachterin, jede sieht das anders. Mir zum Beispiel gefällt Deine erwachsene, „fetzige“ Schrift (Cardigan, Dreispitzt, Etuikleid?) besser als die geübte Volksschul-Schönschrift. Aber das ist meine ganz eigene Meinung und tut meiner Freude an Deiner Karte keinen Abbruch! Die finde ich nämlich schön, und dass die „Waldkuh“ sich als männliches Mufflon zu erkennen gibt, witzig. Danke für den schönen Bericht über die Entstehung Deiner Karte! Liebste Grüße, Gabi

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    1. Das ist ganz lieb. Ja, der Muffelwidder ist selbsgeschnitzt.
      Der Zettel daneben war mal für eine historische Modenschau, die ich gemacht habe und der zufällig noch da lag.
      Freut mich so sehr, dass Dir die Karte gefällt. Ich hatte irgendwann Schwierigkeiten mit mir selber, als all die schönen Karten hier ankamen. Auch Deine ist ja so wunderschön!
      Danke nochmal
      Hab einen schönen 4. Advent
      Nina

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  5. Mit einiger Verspätung kommt heute auch noch mein Dank für deine Karte. Ich bin schwer beeindruckt, dass du das Schaf selbst geschnitzt hast, und dabei auch noch so Feinheiten wie hellere Sattelflecke einbauen kannst.
    Ich hatte auch höllisch Bammel davor, dass ich irgendwann vor lauter Schreibeifer nicht mehr 170g Mehl, 65g Puderzucker usw. schreibe, sondern 170g Butter, 65g Mehl… Einmal ist es mir tatsächlich passiert, aber ich habe es noch rechtzeitig bemerkt. Jedenfalls meine Hochachtung, dass du ALLE Karten mit der Hand geschrieben hast!
    Ich habe dein Rezept gleich ausprobiert (mit 250g Butter 🙂 ) und sie schmecken uns sehr lecker!
    Liebe Grüße und Frohe Weihnachten!
    Christiane

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    1. Dankeschön!
      Das ist sehr lieb von Dir und ich freue mich sehr!
      Ich bin gerade auch noch mal an der zweiten Fuhre. Die sind immer ganz schnell weg, die „Oma Lores Schokodinger“, wie sie lange hießen 🙂
      Euch eine schöne Weihnachtszeit und liebe Grüße
      Nina

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