Hallo Ihr Lieben.
„Und dann muss man ja auch noch Zeit haben einfach da zu sitzen und vor sich hin zu schauen.“ (Astrid Lindgren)

Wenn man einen Garten hat, hat man auch viel Arbeit. Mal mehr, mal weniger, das ist ja auch iR gewollt.
Belohnt wird man mit so schönen Blumen und Tieren. Nicht immer wie in der Gartenzeitung, aber das brauche ich auch nicht.
Denn meine Belohnung ist es, einfach nur da zu sitzen und zu schauen und zu lauschen. Auf dem Weg dahin schaut man in die Pflanzen und sieht so viel, selbst in einem kleinen Garten wie unserem.

Eigentlich für Niwibo gesucht und Rot fotografiert. Dann sah ich ihn:


Lange habe ich ihn in den gelborangen Tulpen beobachtet. Ich kann dann minutenlang stehen und „glotzen“ (und diesesmal sogar Fotos machen, da Handy in der Tasche). Ich finde es ja so spannend, wie Käfer unter dem Chitinpanzer dann ihre Flügen entfalten und davon brummen.
Aber nochmal zum einfach da sitzen, was ich anschließend gemacht habe. Die Sonne wärmt, der Wind lässt die Blätter Rauschen, ab und an hört man auch mal ein lauteres, aber entferntes Auto. Wir wohnen ja nicht ländlich.
Im Nachbargarten singt die Mönchgrasmücke mit der Amsel um die Wette und übertönt die Alltagsgeräusche.
Zwei Kohlweißlinge umtanzen sich, fliegen wieder auseinander und dann getrennter Wege. Einer bleibt und läßt sich auf dem blühenden Waldmeister nieder. Ich schaue einfach nur, nur für mich.
Der Ostwind bringt den Holunder zum knarzen, erste Blüten zeigen sich dort. Ein leichter Duft liegt in der Luft.

Im Garten nisten Kohlmeisen. Ihre Brut ist schon so groß, dass man sie leise zwitschern hört. Die Eltern fliegen unermüdlich hin und her mit gefüllten Schnäbeln. Wenn ich weit genug vom Nest bin, lassen sie sich auch von meiner Anwesenheit nicht stören. Ein Elternteil sieht arg gerupft aus, aber beide landen so schnell immer wieder hier, die Schnäbel sichtbar gefüllt mit Raupen, dass bestimmt bald die Küken aus dem Kasten kommen. So schön zu beobachten, wie die Eltern immer erst vorsichtig nach Gefahr ausschauen, im Radius von 2 m um den versteckten Nistkasten landen.
Neben meinem Sitzplatz kommen immer wieder Insekten zum Wasser um etwas zu trinken. Es ist einfach nur ein kaputter Tondeckel, umgedreht, ganz flach und häufiger von mir gerade mit neuem Wasser befüllt.
Warum verschiedene Hummeln immer wieder in den Kompost fliegen wollen, frage ich mich, aber es sind wohl nur die verlockende Öffnungen? Sämtliches Todholz im Garten scheint schon besetzt zu sein.
Und warum dieser Rosenkäfer sich in der gelben Gießkanne verirrt hatte? Vielleicht mögen sie zu gerne gelb. Ich habe ihn in die Papageintulpe gesetzt.

Die Tage waren die ersten 2 Schwalben über den Gärten zu sehen. Auf die Mauersegler warten wir noch.
Eine Taube landet, sichert und fliegt in den (echten) Lorbeer. Dort haben sie, obwohl wir uns darunter oft aufhalten, ein Nest gebaut.

Eine schöne Woche Euch. Mittlerweile hat uns etwas Regen erreicht.
Und auch der ist sehr willkommen!


Verlinkt bei niwibo
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