Otter und anderes Getier (Rügen)

 

 

Hallo Ihr Lieben.

Flußotter sind einfach besondere Tiere. Natürlich sind alle Tiere besonders, aber wer denkt nicht sofort an den Rücken schwimmenden und dabei fressenden „Wassermarder“, den flinken, überaus beweglichen, über Schnee gleitenden Gesellen? Fast wurde er ausgerottet, wegen seines besonderen Fell und weil sein Lebensraum zurück gedrängt wurde und wird.

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Diese beiden Schwestern haben wir im Panoramapark im Sauerland gesehen.

 

Ich glaube, wenn ich „Otter“ schreibe, denken fast alle Leser gleich: „Süss“. Auch wenn sie zu den marderartigen Raubtieren gehören, so sind sie einfach zu „possierlich“. Sie spielen gerne, sind nicht nur niedlich, sondern hoch intelligente Tiere. Sie nutzen schon sehr, sehr lange in der Evolution Werkzeuge, um an Nahrung zu gelangen. Auch sind sie lernfähig, schauen von einander ab. Diese cleveren Tiere passen sich der Umgebung an, sind dann entsprechend tag- oder nachtaktiv. Klare Gewässer mit Fischen sollten natürlich schon sein, der Otter ist ein guter Taucher, bis zu 8 Minuten bleibt er unter Wasser. Unter Wasser ist auch der Eingang seiner Behausung, einer Höhle. Die eigentliche Wohnkammer liegt über der (Hoch-)Wasserebene.

Otterweg

Das es vor allen Dingen im Norden Deutschlands diese Straßenschilder wieder vermehrt gibt, ist traurig und schön zugleich. Es zeigt, dass sein Bestand angewachsen ist, aber auch wieder die Gefahr durch uns Menschen.  Seine Vorliebe, auf seinen Wanderungen Wege und Straßen zu nehmen, genau wie seine Verwandtschaft, lässt sie oft unter Autos enden. Dieses Schild steht auf Westrügen und leider haben wir in der Natur keine Otter gesehen.

Aber geschnitzt und gestempelt habe ich mir nun welche:

 

otterstempel

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Viele Vögel haben wir auf Rügen wieder gesehen, unter anderem Adler. Allerdings sind das nur eher Punkte auf dem Foto geworden. Er wäre z.B. ein natürlicher Feind des Otters.

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Kleines Museum in Waase auf Ummanz

Rügen ist immer noch ein Naturparadies, das habe ich mit vielen Fotos und Beiträgen schon vor ca. zwei Jahren hier gebracht. Aber natürlich möchte ich Euch meine schönen, neuen Bilder auch zeigen.

 

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Feldhasen

reh

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Ich habe besonders oft wieder Vögel fotografiert.

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Ob hier gleich nach den Elben Frodo Beutlin auf das Schwanenboot steigt?

 

 

Hin und her zogen die Kormorane.

 

Und Schmetterlinge:

 

Natürlich gab es auch noch mehr Rehe zu sehen, aber meistens haben wir da nur die Köpfe aus dem Raps oder Weizen ragen gesehen. Daher haben ich nach dem Urlaub  den Linoldruck endlich fertig gestellt.

Bock

Ach, ist das ein Unterschied, wenn man wieder daheim ist.

Habt eine schöne Woche!

 

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von Hühnergöttern, Donnerkeilen und Hühnengräbern

Hallo Ihr Lieben und schön, dass Ihr hier vorbeischaut.

 

Hühnergötter? Donnerkeile? Nun, mit dem Wort Hühnengräber könnt Ihr vielleicht etwas mehr anfangen.

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Natürlich sieht so ein Hügelgrab mittlerweile unspektakulär aus. Es gibt auf Rügen auch genug steinzeitliche Funde, wo sich die Menschen später nicht erklären konnten, wie die Vorfahren diese grossen Steine aufeinander bewegen konnten. Sie mussten wohl Hühnen gewesen sein.

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Wer auf Rügen genauer am Steinstrand oder an den Steinfeldern von Mora schaut, findet dort so genannte Hühnergötter. Steine, die Löcher haben, so dass man sie auffädeln kann. Ich habe in meinem Garten schon unzählige dieser besonderen Steine.

 

Dieses Mal habe ich zwar auch wieder einige kleine Exemplare gefunden, die meisten allerdings verschenkt. Aus den letzten drei wurde zusammen mit anderen Fundstücken ein Windspiel.

Windfänger

So kann man nach dem Urlaub seine Funde mit sehr wenig Aufwand präsentieren und ansehen.

Ansicht

Ich hatte sogar das Glück, einen guten Donnerkeil zu finden. Mit Donner hat dieser prähistorische Fund natürlich nichts zu tun. Eigentlich heißen sie Rostren und sind die versteinerten Überbleibsel von Belemniten, fossile Kopffüßer, den Vorfahren unserer Tintenfische.

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links, der honigfarbene *Stift* ist ein *Donnerkeil*

Ach, wie schnell doch so ein Urlaub schon wieder vorbei geht. Wenn man sich solche Erinnerungen hinhängt, bleibt die Erholung vielleicht noch ein wenig länger, mental.

Habt eine schöne Woche.

 

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Rehblau

Hallo Ihr Lieben.

 

Zurück melden möchte ich mich erstmal mit einem klitzekleinen Foto-Rückblick auf meinen kurzen Blog-Monat Juli:

Zwei so schöne Wochen auf der größten Insel Deutschlands liegen hinter uns! Ein wenig werde ich Euch sicher bald (noch Mal) berichten.

Wir hatten so ein Glück, genau zu der Zeit der Hitzerekorde am Meer, bzw Bodden zu sein. Natürlich hat man es auch dort gemerkt, für die Rügener und Rüganer waren das schon unglaubliche Temperaturen, aber immer noch weit von den Rekordtemperaturen auf dem Festland entfernt. Außerdem hat man ja den Luxus „mehr Meer und laues Lüftchen“! Ach, wie weit das jetzt schon weg ist, wenn man wieder im engen, stark bevölkerten Rheintal ist.

Zeigen möchte ich Euch meine „gepimpte Jeansjacke“. Die Temperaturen benötigen noch lange keine Jacken. Selbst wenn es gewittert oder einen kleinen Guss gegeben hat, ist es danach angenehm warm. Aber man kann natürlich nicht nur Jeansjacken so verschönern. Eigentlich mutet es auch eher nach einem „Stopfstich“ an. Das Ergebnis bekommt das Besondere eher dadurch, dass man verschiedene Farben benutzt. So ist es aber auch für eher dilettantische Stickerinnen wie mich zu bewältigen. Ich muss auch gestehen, richtiges Sticken am dicken Jeansstoff ist nicht wirklich was für mich, obwohl es sicher wunderbar aussehen würde.

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Wenige Stiche, doch jetzt sieht es aus, wie Glitzern auf dem Wasser

Außerdem habe ich endlich meinen Linolschnitt fertig gestellt: den Rehbock Kopf, welchen ich auch hier schon in Anfängen gezeigt habe.

Bock

Wusstet Ihr, dass das Reh dieses Jahr Wildtier des Jahres ist? Nicht, weil es vom Aussterben bedroht ist, auf der Roten Liste steht, wie u.a. die Wildkatze. Die Deutsche Wildtierstiftung hat das Reh ausgewählt, weil es darauf aufmerksam machen möchte, dass auch der Lebensraum des Rehs bedroht ist, von uns Menschen. Eigentlich ist dieses häufig in Deutschland vorkommende Wild scheu. Aber es ist trotzdem zu einem Kulturfolger geworden. Das hat zur Folge, dass mehr Rehe auf den Strassen sterben, als wir vermuten, wenn wir mal wieder an einem Warnhinweis „Wildwechsel“ vorbei fahren: sie werden angefahren, gehen womöglich irgendwo im Wald elendig zugrunde.

Und so mancher Gartenbesitzer, der am Waldrand wohnt, wundert sich schon mal über die Gäste, die gerade seine Tulpen abfressen.

Linol
Ach, ich liebe den sw Kontrast von Linoldrucken

Kitze, die nach der Geburt von ihrer Mutter an einem sicheren Ort „abgelgegt wurden“ und deren Verteidigung gegen Gefahr ihre Tarnung und Unbeweglichkeit ist, bleiben auch in hohen Wiesen liegen, wenn sich Menschen nähern. Nun, gerade wenn die grossen Mähmaschinen schnell durch das Gras schneiden, um Heu zu machen, wird oft ein Kitz verletzt oder getötet. Jäger können mit Hunden vorher solche Wiesen absuchen, wenn Sie Bescheid wissen, Weiden können etwas später gemäht werden, wenn die meisten Kitze grösser sind. (Das Ernten von Heu betrifft ja nicht nur Säugetiere, auch Vögel brüten dort. Andererseits benötigt man auch das Heu als Winternahrung für viele Tiere.)

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Außerdem ist das Reh ein Gourmet, es liebt neben Kräutern die Knospen vieler Bäumen, welche gerade womöglich erst angeplanzt wurden. Die Schäden können da über Jahre groß werden, wenn zu viele Rehe im Wald sind.

Ach und ein Kitz ist kein Bambi! Reh und Hirsch sind nur entfernt verwand, das Reh ist erdgeschichtlich viel älter. Dann ist bei Rehen genau jetzt die Paarungszeit und ja, wer ein wenig mitgedacht oder gerechnet hat, findet das vielleicht merkwürdig.  Rehe haben keine so lange Tragezeit, dass sie im Frühling,  wie fast alle anderen Pflanzenfresser, die Jungen bekommen. Sie halten eine sogenannte Eiruhe, nach der Befruchtung entwickelt sich das Ei erst einmal nicht weiter. Eine tolle Idee der Natur, finde ich. Rehe sind auch Widerkäuer, sie brauchen am Tag und in der Nacht längere Zeit um noch mal zu kauen und zu verdauen, genau wie Kühe. Werden sie immer wieder hoch geschreckt, gibt das saure Mägen.

Übrigens ist das Reh eigentlich ein Einzelgänger, nur Mutter und Jungtiere bleiben länger zusammen. Im Winter finden sich Gruppen, sogenannte Sprünge, zusammen. Die Gemeinschaft bietet Schutz. Dann wird auch der Körper auf Sparflamme herunter gefahren. Der Bock hat übrigens kein Geweih, sondern ein Gehörn, kleinere Stangen als ein Hirsch. Einmal im Jahr, im Oktober – November, wirft er (wie sein Verwandter) diese ab und schiebt anschließend unter einer schützenden Basthaut ein neues Gehörn. So Stangen werdet Ihr wohl nur selten im Wald finden, Mäuse lieben diese wegen den vielen Mineralien aufzunagen. Zwischen den Stangen sind übrigens Drüsen, damit markiert der Bock sein Revier.

Also, ich könnte noch so viel mehr schreiben, ein Tier, über das wir kaum etwas wissen, obwohl es direkt in unserer Nachbarschaft lebt. Jetzt versteht Ihr vielleicht, warum es zum Wildtier des Jahres gewählt wurde.

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Hier seht Ihr einen ganz frühen Stempel von mir.

 

Habt ein wunderschönes Wochenende und Danke für Euern Besuch.

Verlinkt mit dem Freutag

 

Sommerlektüre

Hallo Ihr Lieben.

Ich muss mich doch kurz aus dem Urlaub melden und Euch einen wunderschönen Buch Tipp geben. Vielleicht ist dieses nicht gerade strandgeeignet, dafür ist es zu groß und kostbar, aber man liegt ja nicht unbedingt immer am Strand und nimmt von dem Sand hinterher hunderte Körnchen im Buch mit Heim.

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Sy Montgomery hat mit ihrem Oktopus Buch schon für Aufsehen gesorgt. Ein Buch über sehr intelligente Meeresbewohner. Dieses Jahr ist ihr Titel „Vom magischen Leuchten des Glühwürmchens bei Mitternacht“ erschienen, mit wunderschönen Illustrationen von Tine Pagenberg.

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In unserer Lieblingsbuchhandlung in Gingst habe ich mir den Titel nach anfänglichem Zögern gekauft. Warum Zögern? Nun, in vielen Büchern dieser Art wird für mich nicht so viel Neues wiedergegeben und außerdem hatte ich die Befürchtung, daß es sich hauptsächlich um Amerika drehen würde. Tatsächlich schafft Sy Montgomery es aber, den Bogen auch nach Europa zu schlagen, bzw Tiere auszuwählen, die auch hier leben. Man liest in kleinen Artikeln über die vier Jahreszeiten verteilt, interessante Dinge zu ganz vielen verschiedenen Lebewesen. Das ein oder andere an Informationen kennt man auch schon. Aber noch mehr wohl eher nicht. So las ich gerade den Beitrag über Quallen, als in der Presse dieses fantastische Foto der Riesenqualle vor Großbritannien gezeigt wurde. Dank des Buches weiß ich auch nun, daß diese Riesenfeuerquallen eigentlich nur im Meer der Arktis leben. Aber da Quallen sich von Strömungen treiben lassen, wird sie so den Weg hergefunden haben. Ja, es gibt so manche Tierart, über die wir sonst eigentlich nicht immer so viel erfahren wollen, Mücken oder Kriebelmücken z. B.. Dabei könnte ihre Spucke vielleicht Herzerkrankungen lindern.

 

Also, wer mehr über seine Fauna um sich herum erfahren möchte, sollte unbedingt in dieses unterhaltsame und kurzweilige Buch schauen und da man gerade in der Ferienzeit mehr Muße dazu hat, vielleicht auch seine tierische Umwelt mehr zu beobachten, wollte ich Euch diesen Lesetipp unbedingt noch mit auf das Nachtischchen, den Lesepult oder die Sonnenliege geben. Geeignet für wissensdurstige Kinder und Teens, genauso wie für Erwachsene jeden Alters.

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Sechs Uhr morgens, mit dem Hund unterwegs.

Euch allen einen schöne Sommerzeit!

Mehr Impressionen von Rügen

Und so nehmen die Schwalben den Sommer mit…

(aber der Altweibersommer kam ja noch!)

 

 

Hallo zusammen!

Ja, hier schlüpften die letzen Mehlschwalben und wenig Tage später sammelten sich die Schwalben auch, um bald gen Süden zu ziehen. Als ich dieses Foto machte, waren schon viele Rauchschwalben fort gezogen.

Genug Natur hatten wir natürlich auch wieder zu bestaunen, Rehwild, Füchse, so viele Vögel …

Besonders gefreut hat uns der Anblick des Milchvieh, die Kälber durften bei Kühen bleiben, sogenannte Ammenkuhhaltung. Auch wenn die eigentliche Mutter nun die Milch für den Supermarkt gibt, so stehen einige *Ammen* für bis zu 4 Kälber mit auf den Weide. Und ausserdem sind Kühe auf der Wiese doch so was Wunderbares!

 

Hier folgen Bilder von Ralswiek, dort seht Ihr auch die Kulissen von den Störtebeker Festspielen. Ralswiek liegt am grossen Jassmunder Bodden. Im Schloss, welches um 1900 erbaut wurde und das in einem tollen Park gelegen ist, kann man nun in einem Hotel übernachten und essen.

Natürlich sind wir auch wieder im Nationalpark gewandert. Es ist immer wieder etwas Besonderes!

Und anschliessend noch nach Sassnitz, eigentlich wollten wir mit einem Ausflugsdampfer die Fahrt zu den Kreidefelsen machen, wir hatten sie ja jetzt von *oben* gesehen, aber wir waren zu spät. zu lange gewandert.

Die neue Brücke, die Oberstadt und Hafen verbindet ist schon beeindruckend.

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Meine Mutter fand bei einem Spaziergang wilden Rittersporn, ich wusste gar nicht, dass es davon bei uns eine Wildform gibt.

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Und als wir nach Hiddensee übersetzten, mussten wir unser Auto erst auf einem grossen Parkplatz am Rande von Schaprode abstellen und sind dann zum Hafen gelaufen, auch ein schöner Gang.

Es gibt so viele schöne Ecken.

In diesem Sinne, machte Euch ein feines Eckchen gemütlich und lasst es Euch gut gehen!DSCN3485

und noch mal Hiddensee

Hallo Ihr Lieben!

Anbei nun endlich die restlichen Hiddensee Fotos. Hat leider etwas gedauert, ein Infekt hat mich so was von erwischt (die ganze Familie),…

Hier noch mal die kleine Kirche in Kloster, alles was von einer grossen klösterlichen Zisterzienser Anlage übrig geblieben ist. Der „Hiddenseer Rosenhimmel an der Decke ist schon etwas Besonderes. Auf den alten Grabsteinen sieht man deutlich die Familenrunen. Viele Hiddensee Häuser haben diese Runen, die den Familiennamen zugeordnet sind, auch am Haus.

 

Das rundliche Asta Nielsen Haus „Karussell“, die „Blaue Scheune“, Gerhard Hauptmann Haus, Heimatmuseum in der alten Feuerwache…

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Strandleben, Hafenaussichten und einfach viel Natur…

 

Habt eine schöne Zeit!

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