Gekicher und Lacher

Hallo Lieben.

Kennt Ihr das auch, wenn man furchtbar viel kichern muss, atemloses, fast lautloses in sich Hineinlachen? „Mein Schatz nennt mich dann liebevoll gern „Muttley“, nach einem Cartoon Hund aus dem Fernsehen. Manchmal ist dies ganz schlimm. „Kicher“ Letztens hat mich eine Situationskomik so zum „Muttley Lachen“ gebracht, dass ich meinen Schatz damit geweckt habe, obwohl ich fest der Überzeugung war, ganz leise gewesen zu sein. Auch sonst musste meine Familie mit lauten Lachern meinerseits leben. Unvermittelt für sie und manchmal auch mich und ansteckend auch noch, als wäre die britische Mutation nicht schon ansteckend genug. Spontanen Lachkrampf kenne ich ebenfalls. Wie heißt es doch auch, dass zu viel Lachen ein Anzeichen von „kurz vorm überschnappen“ ist? Nein, ich kann Euch beruhigen, in die Richtung geht es bei mir nicht. Grundsätzlich bin ich eigentlich ein sehr leicht zum Lachen zu bringender Mensch. Gute alte Slapstick von Charlie Chaplin zB, Witze, Serien und Filme (ich gestehe, ich habe dieser Tage endlich die „fabelhafte Mrs Maisel“zu Ende geschaut, ich liebe vor allem die zweite Staffel und so manche Komik dieser Serie war verantwortlich für lautes Lachen!)

Raubvogel im Morgenlicht

Oh ja und oh weh: gute Witze! Ich bin ein ganz schlechter Witzeerzähler, oftmals vergesse ich sie sowieso, vor allem kurz bevor ich sie erzählen will oder komme bei der Pointe eher selber zum Lachen und schaffe daher das Ende nicht richtig. Meine Einstellung insgesamt ist sowieso eher: „Humor ist, wenn man trotzdem lacht!“ Und bei meinem Schatz habe ich mich als erstes in seine verschmitzte Art und seine lachenden Augen verliebt. Lachende und lächelnde Augen, in Zeiten von Masken doch wirklich wichtig, oder? Das eingefrorene Lächeln zweier Kinder auf einer Lebensmittel Verpackung hat uns dann aber eher abgeschreckt. Lächeln entspannt die Gesichtsmuskeln, Lachen ist gut für Körper und Geist, manchmal hilft es dem Körper über etwas hinweg zu kommen (Abwehrhaltung) und manchmal gibt es sogar  Lachmuskelkater. Ich weiß nur, dass ich gerade nichts Tiefsinniges (mehr) mag, lieber Albernheiten und Aufheiterungen. Da kann Frau/man alles mögliche hinein interpretieren.

Apfelblüte

Die Woche(n): Die Natur ist nun unwiederbringlich im Frühjahrsmodus. Auch die Nachtfröste halten sie nicht mehr auf. Im Garten heißer das, abends immer noch Decken zum Schutz bereit halten. So mutig, mir jetzt schon Geranien zu holen, bin ich aber noch lange nicht. Ich hoffe, dass meine alten es durch den Winter geschafft haben, müssen aber im Keller noch dahinvegitierend. Im Discounter vertrocknet der Lavendel, der direkt neben Petunien und Geranien angeboten wird. Letztere werden aber tatsächlich gekauft. Wenn die Sonne scheint und uns in den Garten zieht, sieht man die meisten Insekten am blühenden Rosmarin und den winzigen Blüten des Lorbeer, nicht in den bunten Tulpen. Der laue Dienstag ließ uns auch endlich wieder draußen zu Abend essen. Was für ein Genuss. Hemdsärmelig, in die tiefer sinkende Sonne blinzelnd, ein Brot mit Frischkäse, Tomaten, Kresse oder Bärlauch (gleich vor Ort gepflückt) und ein kleines Glas Bier oder Wein (und dank Wechseljahre wurde mir sogar später kalt als meinen „Jungs“)

Ein wenig Stempel schnitzen war angesagt die Tage und wer es jetzt immer noch nicht wusste, ich mag Comics (überwiegend aber die Francobelgischen) und Comicverfilmungen. Also lass ich gerade zwei Superhelden als Stempel über das Papier tanzen und aus der Star Wars Reihe „the Mandalorian“. ( Die beiden anderen: „Shazam!“ und „Ich bin Ironman“) Mal sehen, was vielleicht noch dazu kommt.

Für den Donnerstag war Geburtstagskuchen angesagt, für den Samstag wird es aber eine Geburtstagsquiche. Am Freitag brauchte es Nervennahrung, die Englisch Klausur eröffnet das Abitur.

simpler Hefe Apfelkuchen war gewünscht

Und das unter zweifacher Belastung. Es gab Anfang der Woche einen positiven Test in der Abi Stufe, der dann durch einen PCR Test bestätigt wurde. Dank genügend Vorsichtsmaßnahmen mußte wohl niemand in Quarantäne, aber die letzten Stunden fanden fast ausschließlich in Distanz statt. Die Schule hat auch einen Weg gefunden, um denen, die aus Angst vor dem Ergebniss, nämlich sofortige Quarantäne, keinen Test zu machen, das Abitur zu ermöglichen.

(Und wer jetzt meint, „alles Anstellerei“, der möge kurz ganz tief in sich hineinhorchen und sich zurück in seine Jugend versetzen, als sie/er selber noch ein pickeliger, unsicherer, womöglich desillusionierter Backfisch war. Alles vergessen und verdrängt…? (Entschuldigung, dass musste Mal raus))

Im Park habe ich diese Überreste entdeckt. Ich denke, der Sperber oder Habicht hatte zugeschlagen, einen Kleinspecht erwischt. Diese Raubvögel sind geschickte Lauerjäger, vor allem im Anflug durch die Bäume und von mir auch schon dort beobachtet. Ein paar Meter weiter liegen mehrere Taubenfedern. Nun, auch für Greifvögel hat die Fütterungszeit begonnen. Eine beruhigende Einschlaftaktik meinerseits ist das beobachten eines Uhus. Dafür gibt es Webcams in Turmspitzen oder anderen Gebäuden. Auch einen Wanderfalken und andere Eulen kann man beobachten. Ja, ich finde es sehr beruhigend und interessant dabei zuzusehen, wie frisch geschlüpfte Uhu Kücken gefüttert werden. Das schlägt die Brücke zu meiner Buchvorstellung gestern „Der Schneeleopard“,von Sylvain Tessin, welches ich gelesen habe und Euch am Welttag des Buches vorgestellt habe (Werbung). Darin geht es auch um Tierbeobachtungen und Tierfotografie und wo wir in dieser Welt stehen oder stehen sollten. Das schlägt wiederum den Bogen zu einer komischen Sichtung, denn nie im Leben hätte ich hier in einem Ballungsgebiet einen Naturfotografen in Tarnmontur erwartet. Bis jetzt kannte ich diese Jacken, die mit all den Stofffetzen dran an braunes, überdimensioniertes Moos erinnern, nur aus dem Fernsehen. So jemanden auf dem Radweg durchs Feld herausragen zu sehen, seinen Drahtesel schiebend, weil gerade etwas für die Linse entdeckt, hatte an dem Morgen schon wieder etwas sehr skurriles!

Schneckenwanderung nach Nachtfrost

Vielleicht treffen wir uns wieder zum Samstagsplausch bei Andrea (Verlinkung)? Euch allen ein schönes, sonniges Wochenende.

28 Gedanken zu “Gekicher und Lacher

  1. Ach liebe Nina, dein Post hat mich ebenfalls zum Lächeln gebracht, denn auch ich bin ein positiver, fröhlicher Mensch und lache gerne herzhaft…manchmal auch anhaltend. Und wie heißt es so schön…ist die beste Medizin grad auch in dieser Zeit. Hier hat der Frühling nun komplett Einzug gehalten und ich freue mich schon sehr auf die beeindruckende Blüte meines Zierapfels Rudolph.
    Ich wünsche deinem Jüngsten unter den erschwerten Bedingungen gutes Gelingen beim Abi und dir ein feines Wochenende – lieben Gruß, Marita

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  2. Wer wann warum lacht, ist ja sehr unterschiedlich. Humor ist etwas Kulturelles. Meine Schwester und ich haben den gleichen Humor, was sehr lustig ist. Wir lachen oft, wenn sonst niemand lacht. Situationskomik erkennt nicht jeder.

    Ich denke doch, dass viele echt nichts mehr zum Lachen haben. Und auch mir bleibt angesichts der akteullen Politik das Lachen oft im Halse stecken.

    Liebe Grüsse von Regula

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  3. Lachen ist gesund und das sollten wir in diesen Zeiten mehr als sonst. Allerdings aus aktuellem Anlass Politik ist mir nicht sonderlich zum Lachen, Mal sehen was denen noch alles einfällt. Ja unsere jungen Erwachsenen haben es gerade nicht leicht.
    LG
    Ursula

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  4. Ich warte und warte auf die Apfelblüte von „meinem“ Apfelbaum im Schulgarten, denn ich WILL dieses Bild im 12tel-Blick haben!
    Deinem Sohnemann drücke ich mit die Daumen!
    Mit den Schnelltests ist das so eine Sache. Durchgeführt sind sie schnell, aber alle paar Tage das Warten und Hoffen – manch einen erinnert das schwer an Schangerschaftstests – bloß nicht positiv, bitte, ist auch so eine Sache!
    Lachen? Bitte ja! Auch über Blödsinn, oder Satire, doch dann bitte über qualitativ gute oder schräge oder lustige ohne Zynismus! Erinnerst du dich an Insterburg & Co.? Über dieses Stück stolperte ich letzte Woche:https://www.youtube.com/watch?v=k7Uj6GFKlv4
    Viele liebe Grüße,
    Karin

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    1. Ja, Insterburg & Co, Du meine Güte, so manches von denen war ganz schön derbe. 🙂
      Das Du gerne die Apfelblüte ablichten möchtest, gerade für den 12. kann ich sehr nachvollziehen. Viel Sonne jetzt wird sicher helfen. Ich drück die Daumen. Und dann aber auch keine Nachtfröste mehr bitte!
      Dir ein schönes Wochenende und liebe Grüße
      Nina

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  5. Ich gebe zu, ich lache gerne, auch unter Missachtung der political correctness zugegebenermaßen, auch aus Schadenfreude. Aber momentan gibt es wieder genug Äußerungen/ Auftritte da lange ich mir doch eher an denn Kopf. Deshalb halte ich mich zur Zeit eher an die Frühlingsphänomene, die mich nicht laut lachen lassen, aber auch gut tun.
    Dem Sohn wünsche ich alles Gute fürs Abi ( ich mag mir das unter diesen Bedingungen gar nicht vorstellen ).
    Herzlich
    Astrid

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    1. Irgendwie schaffen die jungen Menschen das und viele Lehrer helfen auch sehr und gut!
      Tatsächlich ist die ganze Stufe zugelassen worden.
      Gerade weil einem bei vielem just das Lachen vergeht, braucht man es doch und ich hab es mir sozusagen geholt 🙂
      Liebe Grüße zurück und schönes Wochenende
      Nina

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  6. liebe nina,
    das war mmal ein schöner, langer post :0) ich kenn das…ich lache viel und gerne, als wir in der ausbildung zur krankenschwester waren, haben wir uns oft bei meiner freundin im schwesternwohnheim getroffen- in den unterrichtspausen- und haben Mr. Beam geschaut. mich hört man immer, ich brülle auch mal laut los oder hab tränen in den augen vor lauter lachen :0) schlimm war es auch mit dem clown im zirkus Roncalli als wir in hamburg waren. das die mich nicht rausgeschmissen haben wundert mich noch heute *kicher* der apfelkuchen sieht superlecker aus, ich kriege hier richtig einen triefenden zahn…die stempel sind wieder cool geworden…ganz LG aus Dänemark, Ulrike :0)

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    1. Oh ja, Mr Bean! Der war ganz schlimm. Roncalli und Co habe ich bis jetzt leider nur im Fernsehen gesehen, obwohl Köln ja um die Ecke liegt. Aber als Vergleich, im Kino Falle ich auch durchaus auf. Schön, dass Du Lachen auch so magst!
      Danke Dir und noch einen schönen Sonntag mit ganz vielen Grüßen
      Nina

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  7. Auch ich gehöre zu den Kicherern. Das kann ziemlich schnell gehen. Und dann in einem Lachkrampf enden.
    Apfelkuchen hatte ich letztes Wochenende, dabei müsste ich ein paar Kilos einsparen. Aber es war einfach zu lecker.
    Hinter unserer Straße ist ein kleines Stück Wald. Dort leben auch eine Raubvogelfamilie und ein Uhu. Manchmal kann man sie hören und auch sehen. Seitdem haben wir weniger Tauben im Kreis.
    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Ich finde es immer wieder spannend, wie stadtnah diese Raubvögel mittlerweile geworden sind. Kilos habe ich auch zu viele, aber Geburtstagskuchen müssen sein 🙂 und dass Du auch so gerne lachst ist schön (na, bis auf den Krampf, stimmt’s?)
      Schönen Sonntag noch und ganz liebe Grüße zurück
      Nina

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  8. Oh, lachen ist doch immer gut 😊! Ich lache auch gerne, auch gerne so, dass mir die Tränen kommen – und ich lächle gerne. Mein Enkel schaute mich kürzlich mal ganz andächtig an und meinte: „Oma, weißt du, was ich an dir so schön finde, du lächelst einfach immer“. Es stimmt nicht ganz – ich lächle nicht immer, aber ich habe mich über diese Aussage sehr gefreut. Meine Enkel lachen auch gerne und wir genießen es alle, wenn sie im ansteckenden „Lachrausch“ sind 😀.
    Alles Gute und viel Erfolg für deinen Sohn und dir eine gute neue Woche!
    Liebe Grüße
    Ingrid

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  9. ein wunderbar vielfältiger post von dir! ich lache auch sehr gerne und könnte mich zur zeit eigentlich ständig über das kleine tochterhundi, das wir noch in pension haben, „totlachen“. so ein witziges kleines wesen. so viel gelacht haben wir lange nicht mehr. ich mag ja den trockenen norddeutschen und den englischen humor total gerne, aber auch über karl valentin kann ich mich beömmeln. nicht ausstehen kann ich allerdings diese sog. comedians wie diesen unsäglichen mario barth u.ä. gesellen.
    ja, endlich mal wieder draußen sitzen und essen! hier konnten wir das allerdings nur windgeschützt, denn der kalte polarwind ließ uns immer schnell frösteln. ich wünsche mir gerade viel wärme!!
    sei herzlich gegrüßt von mano

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    1. Wärme wünsche ich Dir auch ganz ganz viel. Bei Euch fegt der Ostwind dann oft wirklich eisig. Karl Valentin ist auch heute noch unglaublich gut und lustig!
      Und Hunde können wirklich sehr komisch sein. Freut mich, dass Ihr da einen kleinen „Clown“ zzt habt.
      Viele warme Stunden in der Sonne mit „Hundekino“.
      Ganz liebe Grüße zurück
      Nina

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  10. Hallo Nina,
    wollte nur kurz vorbeischauen und liebe Grüße da lassen.
    Kichern und lachen ist was Feines und derzeit ein wirklich seltenes Ereignis, das wie Geburtage auch, gebührend zu feiern ist.
    Fürs Abi drück ich die Daumen.
    Liebe Grüße
    illy.

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