Hallo Ihr Lieben.
Zu Weihnachten habe ich von einem guten Freund ein ganz wunderbares Buch geschenkt bekommen: Sven Meurs „Großstadt Wildnis“ im Knesebeck Verlag, mit Illustrationen von Jörg Hülsmann.
Dass viele Wildtiere, außer den üblichen Singvögeln oder Kaninchen, in dicht besiedelten Gebieten leben, ist mir natürlich bekannt, wie so manch anderem Beobachter auch. Ich weiß noch, daß mir niemand glauben wollte, daß ein Habicht (das erste Mal) in unserem Minigarten saß, in einer Reihenhaussiedlung. Im Schnee sah ich in einem Jahr Pfotenabdrücke von Waschbären. Letztens erst glitt ein Uhu, verfolgt von Krähen, über mich, im Wohnviertel. Wildschweinspuren gab es hier auch in unmittelbarer Nachbarschaft. Marder huschen natürlich auch herum, Eichhörnchenbilder konnte ich Euch auch mehrfach zeigen, genau wie Spechte, (s.u.).
In diesem wunderbaren Buch geht es genau darum, um die sogenannten Kulturfolger. Tiere, deren ursprünglicher Lebensraum ganz anders aussieht und die nun in unmittelbarer Nähe von Menschen leben, sich anpassen, wo man es kaum erwartet hätte.
Passend dazu habe ich von meiner Mutter Henry David Thoreau „Wilde Früchte“ geschenkt bekommen. Der wunderbar illustrierte Band beinhaltet die vielen Pflanzen und Früchte, die Thoreau zusammen gesucht hat als handschriftliche Materialsammlung. Seit ich in meiner Jugend durch den Film „Der Club der toten Dichter“ auf Thoreau aufmerksam wurde, ist er immer mal wieder in meinem Leben aufgetaucht.

Nun blättere ich immer wieder in dem wunderschönen Buch mit den Illustrationen von Sonja Schadwinkel. Wie in einem Tagebuch hat Thoreau alle seine Beobachtungen über sehr viele Pflanzen niedergeschrieben, nicht nur Praktisches, auch über Duft und Schönheit.

Ein sehr interessantes Buch habe ich heute aus der Bücherei mitgebracht. „Tierische Jobs“, von Mario Ludwig beim wbg Theiss Verlag. Sehr unterhaltsam und informierend, wunderbar ausgewählt und mit zurückhaltenden hellgrauen Illustrationen.

Wußtet Ihr, daß es Riesenratten gibt, die trainiert werden können Tuberkulose zu erschnüffeln, immerhin eine der schlimmsten Infektionskrankheiten, (ja immer noch!). Oder daß es Archäologie Hunde gibt? Das in der Medizin früher Blutegel eingesetzt wurden, wissen sicher viele von Euch, daß es immer noch so ist, vielleicht nicht. Oder das ein Kröterich Halluzinogene produziert, eigentlich als Abwehrmittel? Einer der teuersten Käse der Welt wird übrigens aus der Milch von Elchkühen gewonnen. So viele Beispiele über fantastische Tiere! Schade, dass dieser Titel vielleicht ein wenig unter gehen wird, da er in einem wissenschaftlichen Verlag erschienen ist. Vom Wissens- und Unterhaltungswert kann er aber locker mit Sy Montgomerys „Glühwürmchen“ mithalten.
So, jetzt wisst Ihr, was ich unter Anderem in den letzen Tagen alles vor der Lesebrille hatte. Euch eine gute Woche.

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