von Hühnergöttern, Donnerkeilen und Hühnengräbern

Hallo Ihr Lieben und schön, dass Ihr hier vorbeischaut.

 

Hühnergötter? Donnerkeile? Nun, mit dem Wort Hühnengräber könnt Ihr vielleicht etwas mehr anfangen.

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Natürlich sieht so ein Hügelgrab mittlerweile unspektakulär aus. Es gibt auf Rügen auch genug steinzeitliche Funde, wo sich die Menschen später nicht erklären konnten, wie die Vorfahren diese grossen Steine aufeinander bewegen konnten. Sie mussten wohl Hühnen gewesen sein.

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Wer auf Rügen genauer am Steinstrand oder an den Steinfeldern von Mora schaut, findet dort so genannte Hühnergötter. Steine, die Löcher haben, so dass man sie auffädeln kann. Ich habe in meinem Garten schon unzählige dieser besonderen Steine.

 

Dieses Mal habe ich zwar auch wieder einige kleine Exemplare gefunden, die meisten allerdings verschenkt. Aus den letzten drei wurde zusammen mit anderen Fundstücken ein Windspiel.

Windfänger

So kann man nach dem Urlaub seine Funde mit sehr wenig Aufwand präsentieren und ansehen.

Ansicht

Ich hatte sogar das Glück, einen guten Donnerkeil zu finden. Mit Donner hat dieser prähistorische Fund natürlich nichts zu tun. Eigentlich heißen sie Rostren und sind die versteinerten Überbleibsel von Belemniten, fossile Kopffüßer, den Vorfahren unserer Tintenfische.

Funde
links, der honigfarbene *Stift* ist ein *Donnerkeil*

Ach, wie schnell doch so ein Urlaub schon wieder vorbei geht. Wenn man sich solche Erinnerungen hinhängt, bleibt die Erholung vielleicht noch ein wenig länger, mental.

Habt eine schöne Woche.

 

Verlinkt unter creadinstag

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Rehblau

Hallo Ihr Lieben.

 

Zurück melden möchte ich mich erstmal mit einem klitzekleinen Foto-Rückblick auf meinen kurzen Blog-Monat Juli:

Zwei so schöne Wochen auf der größten Insel Deutschlands liegen hinter uns! Ein wenig werde ich Euch sicher bald (noch Mal) berichten.

Wir hatten so ein Glück, genau zu der Zeit der Hitzerekorde am Meer, bzw Bodden zu sein. Natürlich hat man es auch dort gemerkt, für die Rügener und Rüganer waren das schon unglaubliche Temperaturen, aber immer noch weit von den Rekordtemperaturen auf dem Festland entfernt. Außerdem hat man ja den Luxus „mehr Meer und laues Lüftchen“! Ach, wie weit das jetzt schon weg ist, wenn man wieder im engen, stark bevölkerten Rheintal ist.

Zeigen möchte ich Euch meine „gepimpte Jeansjacke“. Die Temperaturen benötigen noch lange keine Jacken. Selbst wenn es gewittert oder einen kleinen Guss gegeben hat, ist es danach angenehm warm. Aber man kann natürlich nicht nur Jeansjacken so verschönern. Eigentlich mutet es auch eher nach einem „Stopfstich“ an. Das Ergebnis bekommt das Besondere eher dadurch, dass man verschiedene Farben benutzt. So ist es aber auch für eher dilettantische Stickerinnen wie mich zu bewältigen. Ich muss auch gestehen, richtiges Sticken am dicken Jeansstoff ist nicht wirklich was für mich, obwohl es sicher wunderbar aussehen würde.

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Wenige Stiche, doch jetzt sieht es aus, wie Glitzern auf dem Wasser

Außerdem habe ich endlich meinen Linolschnitt fertig gestellt: den Rehbock Kopf, welchen ich auch hier schon in Anfängen gezeigt habe.

Bock

Wusstet Ihr, dass das Reh dieses Jahr Wildtier des Jahres ist? Nicht, weil es vom Aussterben bedroht ist, auf der Roten Liste steht, wie u.a. die Wildkatze. Die Deutsche Wildtierstiftung hat das Reh ausgewählt, weil es darauf aufmerksam machen möchte, dass auch der Lebensraum des Rehs bedroht ist, von uns Menschen. Eigentlich ist dieses häufig in Deutschland vorkommende Wild scheu. Aber es ist trotzdem zu einem Kulturfolger geworden. Das hat zur Folge, dass mehr Rehe auf den Strassen sterben, als wir vermuten, wenn wir mal wieder an einem Warnhinweis „Wildwechsel“ vorbei fahren: sie werden angefahren, gehen womöglich irgendwo im Wald elendig zugrunde.

Und so mancher Gartenbesitzer, der am Waldrand wohnt, wundert sich schon mal über die Gäste, die gerade seine Tulpen abfressen.

Linol
Ach, ich liebe den sw Kontrast von Linoldrucken

Kitze, die nach der Geburt von ihrer Mutter an einem sicheren Ort „abgelgegt wurden“ und deren Verteidigung gegen Gefahr ihre Tarnung und Unbeweglichkeit ist, bleiben auch in hohen Wiesen liegen, wenn sich Menschen nähern. Nun, gerade wenn die grossen Mähmaschinen schnell durch das Gras schneiden, um Heu zu machen, wird oft ein Kitz verletzt oder getötet. Jäger können mit Hunden vorher solche Wiesen absuchen, wenn Sie Bescheid wissen, Weiden können etwas später gemäht werden, wenn die meisten Kitze grösser sind. (Das Ernten von Heu betrifft ja nicht nur Säugetiere, auch Vögel brüten dort. Andererseits benötigt man auch das Heu als Winternahrung für viele Tiere.)

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Außerdem ist das Reh ein Gourmet, es liebt neben Kräutern die Knospen vieler Bäumen, welche gerade womöglich erst angeplanzt wurden. Die Schäden können da über Jahre groß werden, wenn zu viele Rehe im Wald sind.

Ach und ein Kitz ist kein Bambi! Reh und Hirsch sind nur entfernt verwand, das Reh ist erdgeschichtlich viel älter. Dann ist bei Rehen genau jetzt die Paarungszeit und ja, wer ein wenig mitgedacht oder gerechnet hat, findet das vielleicht merkwürdig.  Rehe haben keine so lange Tragezeit, dass sie im Frühling,  wie fast alle anderen Pflanzenfresser, die Jungen bekommen. Sie halten eine sogenannte Eiruhe, nach der Befruchtung entwickelt sich das Ei erst einmal nicht weiter. Eine tolle Idee der Natur, finde ich. Rehe sind auch Widerkäuer, sie brauchen am Tag und in der Nacht längere Zeit um noch mal zu kauen und zu verdauen, genau wie Kühe. Werden sie immer wieder hoch geschreckt, gibt das saure Mägen.

Übrigens ist das Reh eigentlich ein Einzelgänger, nur Mutter und Jungtiere bleiben länger zusammen. Im Winter finden sich Gruppen, sogenannte Sprünge, zusammen. Die Gemeinschaft bietet Schutz. Dann wird auch der Körper auf Sparflamme herunter gefahren. Der Bock hat übrigens kein Geweih, sondern ein Gehörn, kleinere Stangen als ein Hirsch. Einmal im Jahr, im Oktober – November, wirft er (wie sein Verwandter) diese ab und schiebt anschließend unter einer schützenden Basthaut ein neues Gehörn. So Stangen werdet Ihr wohl nur selten im Wald finden, Mäuse lieben diese wegen den vielen Mineralien aufzunagen. Zwischen den Stangen sind übrigens Drüsen, damit markiert der Bock sein Revier.

Also, ich könnte noch so viel mehr schreiben, ein Tier, über das wir kaum etwas wissen, obwohl es direkt in unserer Nachbarschaft lebt. Jetzt versteht Ihr vielleicht, warum es zum Wildtier des Jahres gewählt wurde.

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Hier seht Ihr einen ganz frühen Stempel von mir.

 

Habt ein wunderschönes Wochenende und Danke für Euern Besuch.

Verlinkt mit dem Freutag

 

Sommerlektüre

Hallo Ihr Lieben.

Ich muss mich doch kurz aus dem Urlaub melden und Euch einen wunderschönen Buch Tipp geben. Vielleicht ist dieses nicht gerade strandgeeignet, dafür ist es zu groß und kostbar, aber man liegt ja nicht unbedingt immer am Strand und nimmt von dem Sand hinterher hunderte Körnchen im Buch mit Heim.

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Sy Montgomery hat mit ihrem Oktopus Buch schon für Aufsehen gesorgt. Ein Buch über sehr intelligente Meeresbewohner. Dieses Jahr ist ihr Titel „Vom magischen Leuchten des Glühwürmchens bei Mitternacht“ erschienen, mit wunderschönen Illustrationen von Tine Pagenberg.

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In unserer Lieblingsbuchhandlung in Gingst habe ich mir den Titel nach anfänglichem Zögern gekauft. Warum Zögern? Nun, in vielen Büchern dieser Art wird für mich nicht so viel Neues wiedergegeben und außerdem hatte ich die Befürchtung, daß es sich hauptsächlich um Amerika drehen würde. Tatsächlich schafft Sy Montgomery es aber, den Bogen auch nach Europa zu schlagen, bzw Tiere auszuwählen, die auch hier leben. Man liest in kleinen Artikeln über die vier Jahreszeiten verteilt, interessante Dinge zu ganz vielen verschiedenen Lebewesen. Das ein oder andere an Informationen kennt man auch schon. Aber noch mehr wohl eher nicht. So las ich gerade den Beitrag über Quallen, als in der Presse dieses fantastische Foto der Riesenqualle vor Großbritannien gezeigt wurde. Dank des Buches weiß ich auch nun, daß diese Riesenfeuerquallen eigentlich nur im Meer der Arktis leben. Aber da Quallen sich von Strömungen treiben lassen, wird sie so den Weg hergefunden haben. Ja, es gibt so manche Tierart, über die wir sonst eigentlich nicht immer so viel erfahren wollen, Mücken oder Kriebelmücken z. B.. Dabei könnte ihre Spucke vielleicht Herzerkrankungen lindern.

 

Also, wer mehr über seine Fauna um sich herum erfahren möchte, sollte unbedingt in dieses unterhaltsame und kurzweilige Buch schauen und da man gerade in der Ferienzeit mehr Muße dazu hat, vielleicht auch seine tierische Umwelt mehr zu beobachten, wollte ich Euch diesen Lesetipp unbedingt noch mit auf das Nachtischchen, den Lesepult oder die Sonnenliege geben. Geeignet für wissensdurstige Kinder und Teens, genauso wie für Erwachsene jeden Alters.

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Sechs Uhr morgens, mit dem Hund unterwegs.

Euch allen einen schöne Sommerzeit!

12 von 12 im Juli

Hallo Ihr Lieben!

Es ist hier schon sehr ruhig geworden und bleibt auch noch ruhig. Sommer, Sonne, Ferien….

Die letzen Tage wollte ich eigentlich noch einen Beitrag bringen, aber irgendwie war schon die Luft raus. Selbst zum schönen Mustermittwoch Thema hab ich nichts mehr hin bekommen, so wie eigentlich geplant. Kennt Ihr das auch, dass sich alles so knubbelt? Gerade vor den Ferien? Noch schnell dies und jenes, Schule, Reparaturen, Arbeit und Dinge die einfach passieren? Und das Hirn spuckt vielleicht noch eine Idee aus, aber die ist halbgar und es fehlt einem an Elan zur Umsetzung.

Heute ist der letzte Schultag. Und stürmische Gewitter sind angekündigt. Dabei bin ich schon so nervös genug, Reisefieber. Bekomme ich immer! Es geht wieder auf die große Insel.

Nun ist aber auch heute der Zwölfte (DraußennurKännchen sammelt), eigentlich eine schöne Gelegenheit um noch mal kurz hier „Hallo!“ zu sagen und gleichzeitig „Bis bald!“. Denn Freitagsblumen kann ich Euch nicht mehr bieten, (bei der Hitze und dann weiter folgenden Trockenheit bin ich froh, wenn es meine Pflanzen im Garten überstehen, dass bisschen Regen gestern…) und auch keine kreativen Ergebnisse für den Freitag, (ausser Freude über Ferien!).

Also los geht’s:

Alle schlafen noch, bin wieder viel zu früh wach, hab den Beitrag hier angefangen und werde jetzt noch etwas lesen, stöbern in einer Illustrierten, bevor es rund geht.

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Frühstück. Ich bin jetzt schon auf 180. Oh weh. Und meine armen Lieben, die mich ertragen müssen. Schalte mal einen Gang runter, Nina! Apropo Gang, Hundegang:

Park früh morgens

Hier hat es gestern seid Wochen … genau 1 ml geregnet.

Selber ein Brot essen, abräumen, Geburtstagskarte zum Unterschreiben hinlegen, den Kombucha noch mal umfüllen und neu ansetzen.

Kombucha Fridolin

Wässern! Außerdem probiere ich die ersten *Flaschen* zum Bewässern einiger Pflanzen aus. Die liebe Nachbarin kommt auch gießen und schauen, aber so überbrückt man auch etwas, je nach Hitzegrad.

Buntes Durcheinander

Und grade auf die Tomaten bin ich schon gespannt. Die Flaschen mussten erst mal von uns geleert werden. Jetzt steht die letze kopfüber.

Tomätchen

Mittagessen, Reste, aber auch Backofen Pommes. Ist halt letzter Schultag!

Backofenp.

Und weiter zusammensuchen und -packen.

mitzunemen: Angelzeug, Strnadzeug, Hundezeug
Strandzeug, Hundzeug, Angelzeug

Ganz wichtig (und eines davon ist just erst eingetroffen,) meine Leselektüre. Diesmal etwas Krimi lastig. Den Edinburgh Krimi wollte ich schon immer lesen, einfach weil… Edinburg. Da gibt es ja schon mitlerweile einige, ich fange mit dem ersten an. Und natürlich noch mal einen englischen Warlock Holmes, den vorher spielenden Band, welcher in NL gelesen wurde, war klasse. Sehr lustig und originell!

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selbst gekauft

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Frisch bedruckt, gab es heute nach dem Bügeln noch für die Jungs was zum Ferienanfang/Zeugniss. Strandtücher mit kleiner personalisierter Ecke, Wunschmotive Tiefseefische.

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Und als Belohnung den Luxus eines bestellten Abendessens. Das ist was Besonderes!

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Der Kombucha ist etwas sauer geworden. Nächste Mal, bei der Wärme, etwas mehr Zucker oder kürzer. Für die Fahrt werden jetzt noch Brote geschmiert, letze Reste aus dem Kühlschrank.

gepäck

Auto bepacken und dann ist Feierabend.

Blogpause

Ferienpause

Hoffe, Ihr habt alle auch eine gute Zeit! Macht es Euch gemütlich, wo immer Ihr seid, ob auf Balkonien oder in fernen und nahen Landen. Vielleicht schau ich ab und an hier und da rein, aber alles kann, nichts muss.

Liebe Grüsse,

Nina

Verlinkt bei 12 von 12 von Caro

so ein Juni

Hallo Ihr Lieben.

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Ich muss gestehen, diese Hitze macht mich gerade inaktiv. Es wird nur das Nötigste getan, danach hänge ich durch. Da hilft auch kein Schatten mehr, kein Verrammeln, die Sahara Hitze hat mich (uns) völlig im Griff. Aber das ergeht Euch sicher genau so. Die wunderbaren Metalltiere haben mein Mann und ich noch auf einer Fahrradtour entdeckt, als die Junitage noch angenehmer waren.

DSC_0404 Immerhin war es gestern Morgen etwas kühler und ich bin gleich morgens zum Ernten in den Garten. Da ich dieses Jahr frisch angepflanzt habe, gibt es noch nicht viele Beeren und die Wild-Erdbeeren sind durch die Hitze und den Wassermangel winzig oder gar vertrocknet. Also habe ich Essig mit den wenigen, aber aromatischen kleine Erdbeeren angesetzt. Bei den Johannisbeeren hat mir meine Mutter ausgeholfen. Die Stachelbeeren hängen noch, haben aber trotz Abdeckung einen Sonnenbrand bekommen.

Außerdem gab es rechtzeitig zum Johanni-Tag und damit dem Ende der Rhabarber- und Spargelsaison, noch einmal den geliebten Rhabarber. Ich habe ganz viel Gelee gekocht, (ja, der kann auch in den Entsafter). Gerade dieses „Sauersüss“ hat es mir angetan und ich verwende dann auch gern weniger Gelierzucker, sondern ergänze mit Gelierhilfe. Die ersten Beerengelees zu kochen und Beeren zu naschen ist für mich „Sommer“. Sozusagen rechtzeitig zu Mittsommer. „Es ist Sommer wenn…“ ist auch das neue Thema bei der Zitronenfalterin, schaut Euch die Linkparty mal an, da sind immer interessante Blogs und Beiträge zu entdecken!

Ein wenig habe ich gewerkelt, Wünsche zu einem Geburtstag wollten erfüllt werden.

 

Außerdem ist Fridolin hier eingezogen, Nachfahre von Dante, ein Kombuchapilz, den ich von meiner lieben Freundin geschenkt bekommen habe. Sehr lecker, was man mit dem gesunden Getränk machen kann, in dem man den fertige Ansatz noch mal mit Kräutern oder Obst kombiniert. Aber da erzähle ich Euch sicher nichts Neues. Das Ergebnis ist immer sehr erfrischend, gerade im Sommer!

Schnelle „Schneckchen“ aus Hefeteig und Mandeln, (man nehme gemahlene Mandeln, mit Rohrzucker, Zimt und Butter vermischt, Teig ausrollen, Mischung auftragen, zusammenrollen und zuschneiden, gebacken in Muffinformen,) für ein Wochenende gab es auch, da muss man nicht viel in der Küche stehen und der Ofen ist bei der Hitze auch nicht so lange an.

Grund zur Freude gab es für mich, als ich erfuhr, dass ich bei einer Verlosung von frau nahtlust aka Susanne eines der wunderbaren, selbstgestalteten Bücher gewonnen hatte. Danke Dir noch mal sehr für das schöne Geschenk.

nahtlust

Dann noch ein kleiner fotografischer Rückblick zu meinen Blogbeiträgen:

Das dieser Geselle im Garten war, ist bei der Hitze kaum noch vorstellbar. Der Sohn hat den Grasfrosch vor der Nachbarskatze retten müssen.

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Jetzt ist diese Rasenfläche innerhalb kürzester Zeit eher braun und der Frosch hoffentlich in einem kühlen, feuchten Versteck, um das ich ihn ein wenig beneide. Digital habe ich mich etwas zurückgehalten, weniger Beiträge geschrieben und auch bei anderen angesehen. Das wird allein durch die Ferien und dem damit verbundenen Urlaub nicht mehr im Juli.

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Gern gelesen habe ich diesen Monat Sy Montgomerys Bestseller „Rendevous mit einem Oktopus“, welches seid diesem Jahr als Taschenbuch erschienen ist. Ich wusste ja, dass ein Oktopus schlau ist, aber wie sehr und das er auch empathisch ist, war mir nicht klar. Sehr lesenswert! Gern geschaut haben wir die Verfilmung des Buches „Good Omens“. Der Autor Terry Pratchett hatte noch, sozusagen testamentarisch, seinem Co Autor Neil Gaiman das OK für eine alleinige Verfilmung des Buches erlaubt, nachdem sie es zusammen Jahre vorher nicht geschafft hatten. Es ist eine köstliche Serie über die Rettung der Erde durch einen Engel und einem Dämon, voller Komik und Ironie. Vielleicht habt Ihr ja auch gelesen, dass sich fundamentale Christen für die Absetzung der Serie stark gemacht haben, aber leider beim falschen Studio! Tja, da haben sie wohl weder die Botschaft der einen noch der anderen Geschichte richtig mitbekommen. (Ein wenig Werbung ohne Entgeld, einfach weil ich dieses Buch und die Serie gut fand und empfehlen möchte.)

Und da ist der Monat schon wieder rum. Abiturprüfungen und dann die Abiturfeier haben auch zum Schluss noch unseren Juni bestimmt. Jetzt aber: letzte Schultage, endlich mal wieder ein Konzert, bald Ferien und Urlaub am Meer. Wunderbare Ausblicke!

Habt eine schöne erste Juli Woche!

Verlinkt beim creadienstag und Hot 

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Kleiner

Hallo Ihr Lieben.

Kleiner sind diese wilden Blüten des Rittersporn, den ich aus dem Badischen mitgebracht habe. Dort gibt es nicht nur die eleganten Störche, sondern auch solche Blütenpracht.

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Mit ein paar Wicken aus dem eigenen Garten kommt der einjährige Rittersporn Ton in Ton in der Vase gut zur Geltung, finde ich. In meinem Garten mag er leider den eher sauren Boden nicht. Auch die Staude gedeiht bei mir nicht. Die Pflanze mag zwar humosen Boden, aber eher neutral-milden. Der Standort sollte auch sonnig-trocken sein. Und Schnecken lieben die Pflanze, ihnen scheint das Gift nichts auszumachen. Deswegen, wenn Ihr Rittersporn pflückt, wascht Euch lieber danach die Hände, denn er ist giftig, (ähnlich dem Eisenhut). Als Heilpflanze ist sie auch eingesetzt worden, aber die Wirkung ist nicht nachgewiesen, nur als „Schmuckdroge“ werden die Blüten in Blasen- und Nierentees gegeben. Auf Rügen haben wir sogar den Feldrittersporn gefunden. Er hat nur einzelne, kleine Blüten und wie ich mittlerweile weiß, ist er eine gefährdete Pflanze. Ich finde dieses intesive Blau der Blume einfach wunderbar. Als Gartenpflanze gibt es sie ja in so vielen verschiedenen Farben und auch gefüllt. Trotzdem ist mir der kleine feiner.

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Gern zeige ich meinen kleinen Beitrag wieder beim Friday Flowerday und dem Gartenthema der Zitronenfalterin, sowie beim Freutag. (Werbung da Verlinkung)

Rittersporn

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Im Glas daneben ist noch ein wenig „Kontrast Programm“ mit den letzten Blüten des Johanneskraut. Schnell wurde dann auch ein kleiner Stempel von mir geschnitzt:

gestempelte Ritterspornblüten

Einige hatten mich zu dem Film „Astrid“ gefragt, den ich ja aus der Bücherei ausgeliehen hatte, (hier folgt meine persönliche Meinung.) Es geht um die ganz junge Astrid, die in der lokalen Zeitung aushelfen darf, dort ihre Liebe zur Schreibmaschine und zum noch verheirateten Chef entdeckt. So taff sie sonst ist, so unbedarft stürzt sie sich in diese Beziehung und wird schwanger. Diesen Teil von Astrid Lindgrens Leben kennen viele nicht und der Film geht hauptsächlich darum, wie es diese junge Frau fast zerreißt, dass ihr kleiner Sohn bei einer Pflegemutter in Dänemark lebt und diese natürlich auch als „Mama“ anspricht, auch wenn sie ihn besucht. Ein klein wenig finde ich es schade, dass zu wenig ankommt, wie gut Astrid in ihrer Ausbildung zur Sekretärin ist und das trotz der Umstände. Das ein junges Mädchen vom Land überhaupt eine Ausbildung in der großen, weiten Stadt machen durfte, auch wenn sie dabei gleichzeitig ihre Schwangerschaft verbergen konnte, war zu dem Zeitpunkt sicher nicht selbstverständlich. Ein ruhig und sanft erzählter Film und absolut empfehlenswert!

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Euch ein angenehmes und schönes Wochenende, einen schönen Mittsommer, macht es Euch gemütlich und Danke für´s Vorbeischauen.

Selbstgemachtes Tape

Hallo Ihr Lieben.

Die Zeit rast. Und schon ist wieder Mustermittwoch und Michaela sammelt Bordüren.

Ich liebe die Bordüren in der Folklore Stickerei oder bei Trachten. Es sind oft kleine gestickte oder gewebte Kunstwerke. Es waren eben oft  Kleinigkeiten, mit denen Kleidung oder Tischdecken und Gardinen verschönert, gesäumt wurden. Aber auch um Illustrationen in alten (und neuen) Büchern ist nicht selten eine Bordüre, eine bunte Kante gemalt, bzw gedruckt… Tapeten, Glas, Porzelan, Kacheln, Gärten, Teppiche,… Nicht selten hatten die wiederkehrenden Motive auch eine Bedeutung. Am Bekanntesten ist wohl sicher das Herz, (oft in Verbindung mit Vögeln,) oder der Lebensbaum. Manchmal nehmen wir Bordüren schon gar nicht mehr wahr, so fügen sie sich ein in das Gesamtwerk.

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Ich habe noch mal einn kleinen Stempel selber geschnitzt. Diese kommen auf Versandaufkleber, die recht grossformatig sind. Die Idee habe ich von Maike *geklaut*. Ich wusste gar nicht, dass es so grosse blanko Versandaufkleber zu kaufen gibt. Wenn ich die Bordüren gestempelt habe, werden sie mit dem Cutter und einem Metal Lineal in Streifen geschnitten. Das kann man mit vielen kleinen Stempeln machen. So macht man sein eigenes *Tape*.tape

Ich habe erst vereinfachte Vögel gemacht und dann ein Miniherz, welches ich mit Hilfe eines Stiftes nutze. Etwas sehr klein erscheinen mir aber die Vögel und nicht so gut erkennbar, wie ich mir das gewünscht habe.

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Ich muss gestehen, dass ich gestern nicht so wirklich bei der Sache war, das überträgt sich ja doch. Aber am Wochenende waren wir bei lieben Freunden, ein Wohlfühlwochenende. Mit einem schönen Hundegang. Ich habe einen Pirol gehört und einen nicht ganz so gesangtypischen Kuckuck. Der klang eher, als müsse er noch üben, immer wenn er auf seinen Kollegen antwortete, hörte es sich eher nach Lachen an. Die Storchenfamilie habe ich natürlich wiedergesehen. Nach dem nächtlichen Regen müssten sie erst mal Gefieder trocknen. Für mich ist Meister Adebar etwas ganz Besonderes. Hier bei uns brüten Störche nur ganz selten.

Störche

Auch die Schwalben mussten erst mal trocknen

Schwalben

Dafür habe ich als Abschluss noch eine andere Bordüre für Euch, ein Lebensraum der Feld und Weg säumt, genau wie eine Bordüre. Hier kreuzten Distelfinken und Schmetterlinge meinen Weg. Die jungen Distelfinken, die laut nach Futter forderten, sind auf dem Foto leider nicht erkennbar, wie ich dann später feststellte.

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Ich wünsche Euch allen einen schönen Tag und wer hat, morgen einen schönen Feiertag.