Hallo Ihr Lieben.
Kennt Ihr das auch? Ihr seid unterwegs und entdeckt eine Blüte, welche Ihr gerne pressen wollt (nur solche, die nicht unter Schutz stehen bitte). Aber Ihr habt Sorge, dass Ihr sie nicht heile transportieren könnt? Sie soll aber in Euerm Herbarium nicht fehlen?
Hier kommt eine Anleitung, wie Ihr eine kleine, transportabel Blütenpresse selber machen könnt.
Ihr benötigt 2 kleine, gleichgroße Sperrholzplatten. Ich bin hier zum Baumarkt und habe gefragt und der junge Mann hat mir sogar „Verschnitt“ zugeschnitten, für umme. Ansonsten geht das auch mit einer Stichsäge, die haben wohl am ehesten alle. Mit etwas feinerem Schleifpapier werden die Kanten oder Ecken ggf abgeschliffen. Ihr könnt die Holzplatten auch gestalten, zB mit Acrylfarbe. Oder mit guten Buntstiften oder dem Brennpeter. Ich habe erstmal mit Bleistift vorgemalt, eine blaue Wegwarte und den gelben Bocksbart. Dann kam die Entscheidung es mit Buntstift zu versuchen. Außerdem benötigt Ihr ein paar entsprechend große Papierblätter, die etwas kräftiger sind. Ihr erinnert Euch noch an die Löschblätter, die früher in den Schulheften lag, die wären zB gut, da sie die Feuchtigkeit der Pflanzenteile aufnehmen. Einfaches, gekörntes Papier zum Zeichnen oder für Aquarelle ist auch prima und wohl am ehesten verfügbar. Und damit das Papier nicht durch die Gegend fliegt, habe ich es auch in der Ecke gelocht und das Lederband mit dadurch geführt.
Wiesenbocksbart in Gelb und Wegwarte in Blau:




Das Sperrholz ist stabiler als fester Pappkarton, welcher vielleicht auch noch als Deckel ginge, aber wenn man so etwas einfach in die Tasche steckt, weil man zB wandert, kann Karton doch knicken.
Am Einfachsten ist es, die Blätter und die Holzplatten mit Gummibändern zusammen zu halten. Es muss nur stramm sein. Ich finde Einmachgummis dafür super. Wenn Ihr die Holzteile möglichst einfach zusammen halten wollt, bohrt an je eine Ecke ein Loch und verbindet sie mit einem Lederband (etwas haltbarer als ein Faserband).
Die gepressten Pflanzenteile könnt Ihr zum Basteln oder eben für ein Herbarium (wenn Ihr noch nicht wisst, was das ist, hier ein Link zur Wikipedia Seite) nutzen.
Vielleicht gestaltet Ihr auch ein Bild mit getrockneten Pflanzen und Gemalten.

Ach und wer sagt denn, dass Ihr dafür unterwegs sein müsst, im Garten geht das auch. (Wenn ich die Blumen zwischen Bücher stecke, vergesse ich sie immer! Ergeht Euch vielleicht ähnlich. Nur große Blumen und Gräser passen nicht in die kleine Blumenpresse)

Verlinkt bei magic craft und creativsalat und dem Gartenzaunplausch
Ps:
Was ich gerade erst vom Handwerker gelernt habe: wenn Ihr ein Loch bohren wollt, was vielleicht größer sein muss, es nicht splittern und mit viel Kraft einher gehen soll, nehmt erst den kleinen Bohrer, der ist leichter durch. Und dann den größeren und ggf noch größeren.
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