entschlacken oder so?

Hallo Ihr Lieben!

Habt Ihr im Frühling auch immer das Gefühl, die Frühjahrsmüdigkeit hat Euch diesmal besonders schlimm erwischt?

Da hilft nur eins, den Stoffwechsel auf Vordermann/frau zu bringen. Den inneren Schweinehund zu überlisten und überwinden. Seufz. Ja, dass ist gar nicht so einfach.

Eigentlich ist die Fastenzeit vor Ostern ja schon ganz gut gelegt, denn dann achtet man vielleicht doch etwas mehr auf seinen Körper, wenn da so einen Anlass ist. Ich habe festgestellt, dass mehr Bewegung und viel raus gehen definitiv dabei hilft, die Müdigkeit schneller zu vertreiben.

Im Frühling mache ich immer eine kleine „Kneipp Wacholder Kur“. Die ist auch stoffwechselanregend und unterstützt so den Kampf gegen die Frühjahrsmüdigkeit.  Diese immergrünen Zypressensträucher und -bäume gibt es ja viel auf kargen Böden und auf Heiden sind sie oft die einzigen Bäume, da sie nicht von Weidetieren gefressen werden. Vögel lieben die Beeren, sie scheiden die Samen wieder unverdaut aus und verbreiten so die Pflanze. Eigentlich sind die Beeren auch botanisch gesehen Zapfen, die 1-2 Jahre zur Reife benötigen. Da in Deutschland Flächen immer stärker genutzt werden für Wald und Wiesen, ist die Verbreitung von Wacholder zurück gegangen. Als Kinder sind wir mit der Familie oft auf so eine Bergkuppe, eine Hochheide, dort haben wir Wacholderbeeren dann selber gesammelt. Hat das immer an den Händen gepiekt…

Wacholderbeeren sind nicht nur in der Küche ein wichtiges Gewürz, das Holz und auch die Früchte werden beim Räuchern verwendet und es gibt unzählige Arten von Wacholderschnäpsen. In der Naturheilkunde wurde schon im Mittelalter aus den Früchten eine Salbe für schmerzende Gelenke gemacht. Die Beeren unterstützen Rheuma- und Gichttherapien. Sie helfen bei der Verdauung (u.a.Sodbrennen,) und steigern die Harnausscheidung. Allerdings kann eine Überdosierung zu Vergiftung führen und Darm und Nieren reizen, sowie die Herztätigkeit und Atmung zu sehr steigern. Schwangere und Nierenkranken ist davon abzuraten. Sebastian Kneipp, der Pfarrer und Volksmediziner empfahl als Kur das morgendliche Kauen und Essen der Beeren – mit reichlich Wasser trinken. (1. Tag 4 Beeren, 2. Tag 5 Beeren,—-12. Tag 15 Beeren und dann wieder zurück dosieren. Nicht länger als 6 Wochen) Ich nehme nicht ganz so viele Beeren und mache nur eine kurze Variante. Erstens neige ich dazu, nicht genug zu trinken und zweitens habe ich für mich festgestellt, dass auch schon weniger reichen, um mal ordentlich durchzuspülen.

Als ich ein wenig über Wacholder nachlas, habe ich auch erfahren, dass leider der Gartenwacholder eine Wirtspflanze für den Birnengitterrost ist. Er hat dazu beigetragen, dass es insgesamt weniger Birnbäume gibt, da diese dann stärker davon befallen wurden. Nun, das erklärt einiges, in meinem Garten steht ein kleiner Birnbaum und ich habe auch einen Gartenwacholder. Mein Säulenbirnbäumchen kämpft jedes Jahr fleissig gegen den Rost und ich weiss, ich kann dagegen spritzen und muss mit dem Laubfall aufpassen… aber letzen Jahr war der Befall schon weniger. Man sagt ja, manche Bäume werden zwar nicht immun dagegen, aber resistenter.

Wünsche Euch eine schöne Woche.

 

 

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