– Still, Horch! –

Hallo Ihr Lieben.

Kaum einen Vogel habe ich schon so oft in diesem Blog erwähnt und (auch gedruckt) gezeigt, wie die Eule.

Heute möchte ich Euch das neue Buch von John Lewis-Stempel vorstellen. (Werbung, da mir das Buch vom Verlag zur Verfügung gestellt wurde, was meine Meinung aber nicht beeinflusst)

Quelle DuMont Verlag

Die Bücher von John Lewis-Stempel habe ich teils in der Vergangenheit bereits vorgestellt. Einmal geht es um das Land (Wiese) mit all seiner Schönheit und Arbeit rund um seinen Hof: „Ein Stück Land“. In „Im Wald“ konzentriert er sich auf seine Beobachtungen und Wirken dort.  Seine Naturbeschreibungen lesen sich wunderschön, sind lebensecht und poetisch zur gleichen Zeit.

Das hat er natürlich auch bei diesem neuen Band wieder geschafft. Poesie trifft auf Naturbegegnungen und Informationen. So könnte man es sehr knapp zusammenfassen.

Wenn Lewis-Stempel davon erzählt, wie eine Eule mal auf seinem Kopf gelandet ist, möchte ich fast mit ihm tauschen. Aber nur fast, denn die haben sehr starke und spitze Krallen. Mit „Old Brown“, einem Waldkauz, der am Waldrand in der Nähe seines Hofes lebt, beginnt und endet das Buch. Eine kleine Freundschaft auf drei Meter Abstand. Aber auch die Geschichte der Eulen, nicht nur die in England und in der Literatur sind Lewis-Stempel wichtig. Woher kommt der Name „Eule“ (owl), warum haben Menschen Angst vor ihnen. Welchen Status, welche Legenden gibt und gab es über sie. Kaum ein Vogel von solcher Symbolkraft. Er erklärt übrigens auch das Geheimnis der Lautlosigkeit ihres Fluges. Das Geheimnis, warum es in seinem Wald mittlerweile mehr Eulen leben, gibt er auch preis.

Freilichtmuseum Lindlar, Aktion zum Kartoffelfest

Er stellt uns in England vorkommende Eulen vor, fast alle gibt es auch hier. Wunderschöne kleine Illustrationen begleiten den Text. Das Buch selber ist eine Augenweide, gebunden und mit Lesebändchen. Das Cover kannte ich schon vom englischen Original. In England gibt es noch mehr so schöne Titel von ihm, u. A. über den Hasen oder den Fuchs. Aber kein Tier „umfliegt“ so eine Mystik wie die Eule. Nicht umsonst gab es schon Abbilder in den Höhlen von Lascaux, wie ich nun weiß.

Mich hat schon länger das Motiv einer Eule im Anflug auf Beute in den Fingern gejuckt. Diese Lautlosigkeit, aus der sie plötzlich erscheinen, abbremsen und greifen! Das beeindruckt mich noch mehr, als bei Falken und Anverwandten. Also habe ich mich an einen etwas größeren Stempel rangemacht:

– Still, Horch! –

Die Eule war’s die schrie, der traurige Wächter

Der gräßlich gute Nacht wünscht.

Shakespeare

Macbeth

Vielleicht habe ich Euch ja neugierig gemacht. Oder Ihr kennt jemanden, für den dieses Buch das perfekte Geschenk wäre. Ich jedenfalls bin wieder sehr begeistert und werde es sicher häufiger noch in die Hand nehmen.

„Das geheime Leben der Eule“

J. Lewis-Stempel

Im Oktober diesen Jahres im DuMont Verlag erschienen (ISBN 978-8321-8207-6)

Verlinkt bei DVD , Creativsalat

19 Gedanken zu “– Still, Horch! –

  1. Das Einzige was mir mal auf den Kopf gelandet ist, ist eine dicke Eichel.. aua.. kann ich da nur sagen.. und ob ich mutig genug wäre eine Eule zu (er-)tragen, glaube ich nicht! Dein Stempel ist wunderschön, liebe Nina. Ein weiteres Kunstwerk. Vielen Dank noch für die Erinnerung an die wunderbaren Bücher, eines wird bestimmt ein Weihnachtsgeschenk. Alles Liebe, Nicole

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    1. Ich habe mir auch noch Mal das „Land“ aus dem Regal genommen. Ich mag seine Beschreibungen auch sehr. Und was er an Wissen und Beobachtungen rüberbringt… Viel Freude.
      Blöde kleine Eichel, den Fall merkt man 😉
      Danke Dir und liebe Grüße natürlich an Dich zurück
      Nina

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  2. dein wunderschöner eulenstempel würde sich auch so gut in diesem sicher tollen buch machen! vielleicht schickst du ihm mal eine karte damit (das meine ich ernst!!). das ist sicher über den verlag möglich. ich glaube, schriftsteller freuen sich bestimmt über solche post!
    das buch klingt spannend. ich hatte mal sein waldbuch in der hand, hab es aber dann nicht aus der bücherei mitgenommen. beim nächsten mal tu ich das sicher.
    liebe grüße
    mano

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    1. Die anliegende Schleiereule ist leider zu groß für eine Karte. Aber wir habe ja mehr im Schrank 🙂
      Das Waldbuch war das erste, was ich gelesen habe und auch auf dem Blog erwähnte. Wunderschön.
      Danke Dir und sende Dir liebe Grüße zurück
      Nina

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  3. Liebe Nina,
    ganz ehrlich: die hätten sich deinen Stempel für das Cover ausleihen sollen 😉
    Das Buch klingt toll und erinnert mich an Nächte in England, wo wir ganz oft unterschiedliche Rufe von Eulen gehört haben – viel mehr als hier. Ich bin gespannt, wann ich mal anfange, solche Bücher zu lesen…
    Liebe Grüße
    Nanni

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    1. Das schöne daran ist, dass man es sehr gut mit Pausen lesen kann. Wenn Ihr in Herefordshire gewesen seid, wer weiß, vielleicht habt Ihr deswegen so viele Eulen gehört. Er arbeitet und lebt dort auf seiner Farm, die schon lange seiner Familie gehört. Er versucht möglichst naturnah zu leben und zu wirtschaften.
      Die wunderschönen Illustrationen sind mir jedenfalls eine Inspiration. Seine Naturbeschreibungen sind wunderschön
      Danke Dir auch und liebe Grüße zurück
      Nina

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  4. Liebe Nina,
    ich interessiere mich ja auch für alles, was so in der Natur geschieht und ich habe mir auch schon etliches an Fachwissen angelesen. Komischerweise interessiere mich solche Bücher weniger. Wenn ich solche Sachen in natura erleben könnte, wäre ich sofort dabei.
    Liebe Grüße
    Jutta

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    1. Tatsächlich gibt der Autor sogar ein paar Tipps, wie man einfacher Eulen beobachten kann 🙂
      Ich würde auch lieber solche Begegnungen in Real haben, aber mit Lewis-Stempel komme ich zumindest in Gedanken dahin. Ich nehme nach Möglichkeit einfach beides. 🙂
      Ich hoffe sehr, Du bekommst Deine Gelegenheiten.
      Danke Dir und ganz liebe Grüße
      Nina

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