Hallo Ihr Lieben.
Heute schweife ich mal in Ferne Länder. Lange habe ich überlegt, ob ich die heimische Vogelwelt einmal verlassen soll, aber da ich das Glück hatte, diesen Vogel in freier Natur zu sehen, was für mich ein unglaubliches Erlebnis war, werde ich eine Ausnahme machen. Beheimatet ist er nämlich in den Savannen Afrikas. Aus dem Fotoalbum:

Die Rede ist (wieder) von einem besonderen Greifvogel, dem Sekretär.
Mit langen Beinen schreitet der graue, große Vogel über die noch trockene Savanne. Der Wind spielt in den schwarzen Federn, die elegant vom Hinterkopf ragen. Diese Federn haben dem Vogel vermutlich auch seinen Namen gegeben: Sekretär
Früher wurde mit Gänsekielen geschrieben. So wie wir manchmal das Bild vom Stift hinter dem Ohr des Schreiberlings kennen, so gab es davor die „Schriftgelehrten“, welche der Einfachheit halber die Schreibfedern schon mal in die „Haare“ steckten. Auch seine grau-schwarz-weiße „Kleidung“ erinnert an die Kleidung des Berufstandes früher.
Ungewöhnlicher Name, ungewöhnlicher Vogel. Bis zu 1.20 m kann dieser Vogel groß werden. Hoch werden, sollte ich besser schreiben, denn dieser Greifvogel läuft, schreitet, wie ein Storch oder Reiher auf langen Beinen aufrecht einher. So sucht er zwischen dem Gras vor allen Dingen gerne nach Schlangen. Hat er eine erwischt, tritt er auf sie drauf. Er trampelt seine Beute, vor allem Insekten, kleine Säugetiere und Echsen, zu Tode. Dabei macht er auch bei Giftschlangen und Schlangen von bis zu zwei Metern nicht halt.

Suchbild: Im Museum König gibt es in dieser Savannen Darstellung auch einen Sekretär, sehr klein.
Flinker zu Fuß als der Mensch ist der kranichgroße Vogel, bis zu 30 km kann er am Tag zurück legen. Er ist seltener in der Luft zu sehen, wie man es von Greifvögeln oftmals erwartet.
Gibt es in der Savanne Feuer, versammeln sich manchmal mehrere Vögel am Rand auf Beutefang.
Familie: Sagittariidae Wissenschaftlicher Name der Art: Sagittarius serpentarius Gattung und Art: Sekretäre
Beide Partner bauen ein großes unordentliches Nest in den Kronen dorniger Bäume.
Der weibliche Vogel legt 2 bis 3 Eier in das Nest.
Die Brutdauer beträgt ca. 6 Wochen. Nach 65 bis 106 Tage verlassen die Jungvögel das Nest. Danach sind sie noch weitere 60 bis 100 Tage von den Altvögeln abhängig, es geht vor allem um das Lernen der Jagd. Viele Tiere erlernen erst von ihren Eltern Jagd- oder Klettertechniken.

Ich hoffe, der Ausflug in das südliche Afrika hat Euch gefallen. Leider hatte ich zu der Zeit der Reise noch keine gute Kamera und schon gar kein Handy. Aber Bilder behält man auch im Kopf und noch jetzt, wenn ich mich etwas anstrengen, spüre ich den Savannenwind wieder im Gesicht. Der Sekretär war damals schon ein Vogel, den ich hoffte zu sehen. (Übrigens war unser guide darüber sehr erstaunt, die meisten wöllen nur die „big five“ sehen)

Verlinkt bei dem Jahresprojekt von Andera die Zitronenfalterin und dem creativsalat ,

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