Zum Diktat bitte

Hallo Ihr Lieben.

Heute schweife ich mal in Ferne Länder. Lange habe ich überlegt, ob ich die heimische Vogelwelt einmal verlassen soll, aber da ich das Glück hatte, diesen Vogel in freier Natur zu sehen, was für mich ein unglaubliches Erlebnis war, werde ich eine Ausnahme machen. Beheimatet ist er nämlich in den Savannen Afrikas. Aus dem Fotoalbum:

(abfotografiert)

Die Rede ist (wieder) von einem besonderen Greifvogel, dem Sekretär.

Mit langen Beinen schreitet der graue, große Vogel über die noch trockene Savanne. Der Wind spielt in den schwarzen Federn, die elegant vom Hinterkopf ragen. Diese Federn haben dem Vogel vermutlich auch seinen Namen gegeben: Sekretär

Früher wurde mit Gänsekielen geschrieben. So wie wir manchmal das Bild vom Stift hinter dem Ohr des Schreiberlings kennen, so gab es davor die „Schriftgelehrten“, welche der Einfachheit halber die Schreibfedern schon mal in die „Haare“ steckten. Auch seine grau-schwarz-weiße „Kleidung“ erinnert an die Kleidung des Berufstandes früher.

Von Yoky – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4383914

Ungewöhnlicher Name, ungewöhnlicher Vogel. Bis zu 1.20 m kann dieser Vogel groß werden. Hoch werden, sollte ich besser schreiben, denn dieser Greifvogel läuft, schreitet, wie ein Storch oder Reiher auf langen Beinen aufrecht einher. So sucht er zwischen dem Gras vor allen Dingen gerne nach Schlangen. Hat er eine erwischt, tritt er auf sie drauf. Er trampelt seine Beute, vor allem Insekten, kleine Säugetiere und Echsen, zu Tode. Dabei macht er auch bei Giftschlangen und Schlangen von bis zu zwei Metern nicht halt.

Suchbild: Im Museum König gibt es in dieser Savannen Darstellung auch einen Sekretär, sehr klein.

Flinker zu Fuß als der Mensch ist der kranichgroße Vogel, bis zu 30 km kann er am Tag zurück legen. Er ist seltener in der Luft zu sehen, wie man es von Greifvögeln oftmals erwartet.

Gibt es in der Savanne Feuer, versammeln sich manchmal mehrere Vögel am Rand auf Beutefang.

Familie: Sagittariidae Wissenschaftlicher Name der Art: Sagittarius serpentarius Gattung und Art: Sekretäre

Beide Partner bauen ein großes unordentliches Nest in den Kronen dorniger Bäume.
Der weibliche Vogel legt 2 bis 3 Eier in das Nest.
Die Brutdauer beträgt ca. 6 Wochen. Nach 65 bis 106 Tage verlassen die Jungvögel das Nest. Danach sind sie noch weitere 60 bis 100 Tage von den Altvögeln abhängig, es geht vor allem um das Lernen der Jagd. Viele Tiere erlernen erst von ihren Eltern Jagd- oder Klettertechniken.

Test, denn natürlich musste ein Stempel geschnitzt werden

Ich hoffe, der Ausflug in das südliche Afrika hat Euch gefallen. Leider hatte ich zu der Zeit der Reise noch keine gute Kamera und schon gar kein Handy. Aber Bilder behält man auch im Kopf und noch jetzt, wenn ich mich etwas anstrengen, spüre ich den Savannenwind wieder im Gesicht. Der Sekretär war damals schon ein Vogel, den ich hoffte zu sehen. (Übrigens war unser guide darüber sehr erstaunt, die meisten wöllen nur die „big five“ sehen)

Verlinkt bei dem Jahresprojekt von Andera die Zitronenfalterin und dem creativsalat ,

Safari

32 Gedanken zu “Zum Diktat bitte

  1. Liebe Nina,
    vielen Dank für das tolle Portrait! Echt schön, dass Du den Sekretär schon in freier Wildbahn gesehen hast. Der Stempel gefällt mir auch sehr gut – wie auch die großen Tier-Stempel.
    Das große unordentliche Nest erinnert mich irgendwie an unser Haus 😂
    Liebe Grüße
    Nanni

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  2. Dein Sekretär stolziert sicher bald nicht nur in der Savanne umher und alle die so einen Stempel Abdruck bekommen, werden sich freuen. Ich stelle mir das schnitzen von so filigranen Motiven sehr heikel vor. Da mag es sicher keinen Fehler leiden.
    L G Pia

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  3. Hihi.. zum Diktat bitte.. der Herr Sekretär.. eine herrliche Überschrift für einen imposanten Vogel, liebe Nina. Danke für die Informationen. Dein Stempel hat übrigens wieder ganz und gar einen wunderbaren Kunstcharakter! Es ist als ob Du ihm Leben eingehaucht hast!! Liebste Grüße, Nicole

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  4. Danke Liebe Nina für den tollen Bericht. Wir haben 7 Jahre im südlichen Afrika gelebt und sind dort viel gereist. Aber nur einmal habe ich einen Sekretär in freier Wildbahn gesehen. Es war sehr beeindruckend. 1. Aufgrund seiner Größe aber 2. Auch aufgrund seines Gehabe. Wieder ein toller Bericht bei dir und ein ganz klasse Stempel.
    LG Ute

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  5. Find ich gut auch den anderen Tierchen als den „big five“ Beachtung zu schenken. Und wie toll der Stempel wieder geworden ist.
    Ich glaube, das Museum schreib ich mir auch nochmal auf meinen Ausflugsplan. Da war ich schon ewig nicht mehr.. Gleich mal gucken, was (und ob überhaupt) aktuell da läuft..
    Einen schönen Abend..
    illy

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    1. Oh, ich habe gerade erst geschaut… Museum König hat wie immer eine Fotoausstellung und neben all den Dauerausstellungen (neu Dschungel) geht es gerade um den Schneeleopard. Montags ist das Museum iR geschlossen.
      Und es ist sehenswert (sowieso auch die anderen Museen nebendran)
      Danke Dir und liebe Grüße zurück
      Nina

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  6. Ein Sekretär baut ein unordentliches Nest, dabei schaut er so ordentlich gekleidet aus. Toll und Danke das Du diesen Exoten mit in das Jahresprojekt aufgenommen hast. Ich habe ihn zwar immer mal gesehen bei Dokus über Afrika, aber vieles wusste ich nicht. Das er seine Beute zu Tode trampelt ist mir auch neu.
    Liebe Grüße
    Kirsi

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