Hallo Ihr Lieben.
Früher versteckten Frauen sehr Privates oder Geheimnisse oft schon Mal in ihrem Nähkästchen. Also bedeutet die Redewendungen „aus dem Nähkästchen plaudern“, eigentlich Geheimnisse zu verraten. Natürlich gingen Männer nicht an Häkel- und Strickzeug, oder Nadel und Faden. Wenn, dann tauschte man unter Gleichgesinnten Informationen, Tratsch und Klatsch, Gerüchte oder Briefe aus, wurde zur Plaudertasche. So wie man sich als „einfache“ Frau zum Backen der Brote am Backhaus traf, so luden sich die feineren Damen zum Sticken und Nähen ein. Das diese Geheimniskrämerei nicht immer funktionierte, zeigt allerdings „Effi Briest“, als der Mann sich am Nähzeug zu schaffen macht und Liebesbriefe findet. Die Romangestalt wird aufgrund der Untreue aus der Gesellschaft verbannt.
Ich habe als Kind die Nähkörbe meiner Oma und Mutter geliebt. So viel zu entdecken! Alleine der Knopfkasten! Und es verging kaum eine Woche, in der meine Mutter nicht irgendetwas stopfte, flickte, annähte. Früher lernten viele Frauen die feinen Techniken noch auf der Hauswirtschaftsschule.

Warum ich von Nadel und Faden und Knöpfen erzähle? Es ist Muster Mittwoch bei Michaelas mit dem neuen Themen: Aus dem Nähkästchen geplaudert.

Ich habe noch auf einer alten Nähmaschine mit Pedalantrieb gelernt zu nähen, wir hatten ein halbes Jahr in der Schule in Kunst tatsächlich Nähen, heute gibt es das bestimmt kaum noch.
Daher war es irgendwie klar, dass ich als ersten Beitrag eine Nähmaschine schnitzen musste.
Euch eine schöne Woche.
Nachtrag:
Weiß jemand, wo man günstig eine gebrauchte, gern ältere, aber gute Nähmaschine her bekommt?

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