Hallo Ihr Lieben.
Eulen sind für mich etwas Besonderes. Diese Raubvögel, die wir fast nie zu Gesicht bekommen, weil sie erst in der Dämmerung und Nachts aktiv werden, faszinierten schon die alten Griechen. Pallas Athene, die griechische Göttin der Weisheit, Strategie und des Kampfes, trägt auf vielen Statuen und Bildern eine Eule. Und das Sprichwort: „Eulen nach Athen tragen.“ kennen wohl die meisten. (Es kommt daher, dass Athen seinen Namen von Pallas Athene hat und man damit ein überflüssiges Wissen oder eine Tätigkeit meint. Athens Wappenvogel ist auch eine Eule.) Früher war es selbstverständlich, dass eine Scheune oder der Dachboden eines Hofes mindestens ein „Eulenloch“ hatte. Gerade die Schleiereule lebt auch in der Nähe des Menschen und ihre fleissige Mäusejagd kam den Bauern zupass. Heute achtet keiner mehr auf so etwas und der Lebensraum der Schleiereulen ist viel kleiner geworden. Dazu kommt, dass Schnee reiche Winter besonders Eulen zu schaffen machen, sie fressen nämlich kein Aas. Dies betrifft besonders die Schleiereule, denn sie ist sehr Standortstreu. Außerdem lagert sie wenig Fett ein und ihr Körper verwertet das Futter nicht optimal. Manchmal haben wir aber das Glück, dass in einem Turm nicht der Turmfalke sitzt, sondern eine Schleiereule, die lautlos über uns hinweg fliegt, wenn wir in der Dämmerung noch schnell den Hund ausführen.
Von allen Eulen mag ich die Schleiereule am liebsten, knapp vor dem Uhu und dem Käutzchen.
Schon länger schlummerten erste Zeichnungen in meinem Heft, Weihnachten sah ich dann bei meiner Mutter ein Trockentuch mit einer sehr bunten Eule, voller Blumen und Blätter. Da war es um mich geschehen. Und heute morgen hab ich sie dann geschnitzt.
Und weil ich mich darüber so gefreut habe, schicke ich diese Eule heute zum Freutag!

Euch allen ein schönes Wochenende.

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