Hallo Ihr Lieben.
Ganz ehrlich? Ich hatte wirklich keine Ahnung, was ich für eine intelligente Überschrift nehmen sollte. Ereignisreich? So kann man das nicht wirklich sagen. So langweilig? So kann man das auch nicht sagen!
Schon am Sonntag im Beitrag über die Stoff Kostbarkeiten hatte ich es angedeutet, ich war am Samstag umgeknickt. Montag Hausarzt, durch Urlaubszeit lange Wartezeit.

Überweisung. Dienstag zum Röntgen, Mittwoch aber Glück gehabt und Termin beim Orthopäden bekommen, obwohl auch hier Urlaubszeit. Es ist nur eine Dehnung der seitlichen Bänder. Ruhe, hoch (wirklich hoch) lagern, kühlen… Fußmanschette. Gut, daß ich den Fuss schon so behandelt habe. Geduld. Lesen. Fernseh gucken. (Tolle historische Dokus auf arte, da lohnt auch ein Blick in die Mediathek) Hören. Leider nicht am Tisch sitzen dürfen. Stehen, Laufen und abgeknicktes Bein beim Sitzen sind tabu. Dabei hab ich gerade Schnitzideen. Aber so ist das eben manchmal. Glück im Unglück. Es tut weh (Drogen), ist aber kein Riss oder Bruch. Es ist jetzt und damit lang genug vor dem Urlaub passiert. Ich bekomme meine drei großen Jungs an die Arbeit und kassierte Schimpfen, wenn ich selber (nur kurz) unnötig rumhumpel (ich bin nicht so eine, die andere schaffen lassen kann, aber es muss ja). So kann ich gar nicht viel berichten. Einen Beitrag über Maulbeerbäume habe ich gepostet. Ich sag Euch, fast alles am Handy zu machen ist nicht immer einfach. Manchmal kommt einem da der neue Editor von WP zu Gute, manchmal leider nicht. Aber das Handy ist auf dem Sofa verfügbar. Ach ja, Häkeln, das mache ich, eine Sommer Decke in bunten Farben. Ein riesen Grannyquadrat soll es einfach werden. Und noch mal am nächsten Dreieckstuch aus Wolle weiterarbeiten. Bald dürfte die Entzündung, die mit so einer Überdehnung einher geht, abgeklungen sein und ich darf wieder mehr.

Am Freitag hab ich mit einer lieben Freundin draußen auf der Terrasse gesessen, Bein hoch, wir trinken Pfefferminztee aus dem Garten, quatschen, genießen die Sonne. Ein paar sonnige Blumen gibt es als Mitbringsel. Und auch wieder Sonne von oben.

Der Sohn holt mir dann noch Beeren zum Aufstocken der eigenen Ernte. Ein kleines Schälchen Stachelbeeren versäubere ich, (auf einem Bein stehend) , schnell. Dann aber wieder brav auf das Sofa. Marmelade wird gleich noch gekocht, wenn die Jungs fertig sind.

Ich verlinke wieder gerne bei Andreas Plausch und wünsche allen ein schönes Wochenende.
Der Juli
Still ruht die Stadt. Es wogt die Flur.
Die Menschheit geht auf Reisen
oder wandert sehr oder wandelt nur.
Und die Bauern vermieten die Natur
zu sehenswerten Preisen.
Sie vermieten den Himmel, den Sand am Meer,
die Platzmusik der Ortsfeuerwehr
und den Blick auf die Kuh auf der Wiese.
Limousinen rasen hin und her
und finden und finden den Weg nicht mehr
zum Verlorenen Paradiese.
Im Feld wächst Brot. Und es wachsen dort
auch die zukünftigen Brötchen und Brezeln.
Eidechsen zucken von Ort zu Ort.
Und die Wolken führen Regen an Bord
und den spitzen Blitz und das Donnerwort.
Der Mensch treibt Berg- und Wassersport
und hält nicht viel von Rätseln.
Er hält die Welt für ein Bilderbuch
mit Ansichtskartenserien.
Die Landschaft belächelt den lauten Besuch.
Sie weiß Bescheid.
Sie weiß, die Zeit
überdauert sogar die Ferien.
Sie weiß auch: Einen Steinwurf schon
von hier beginnt das Märchen.
Verborgen im Korn, auf zerdrücktem Mohn,
ruht ein zerzaustes Pärchen.
Hier steigt kein Preis, hier sinkt kein Lohn.
Hier steigen und sinken die Lerchen.
Das Mädchen schläft entzückten Gesichts.
Die Bienen summen zufrieden.
Der Jüngling heißt, immer noch, Taugenichts.
Er tritt durch das Gitter des Schattens und Lichts
in den Wald und zieht, durch den Schluß
des Gedichts,
wie in alten Zeiten gen Süden.
Erich Kästner
(aus meiner Gesamtausgabe Athenäum Verlag)

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