Lieblingsbücher

Hallo Ihr Lieben.

(Text enthält ganz viel Werbung durch Abbildungen und Namensnennungen, die Originalcover habe ich bei amazon gefunden, ich bekomme nichts dafür und gebe nur meine Meinung wieder.)

Jeder von uns, der gerne liest, hat im Leben so seine Lieblingsbücher, die ihn begleiten und beschäftigen. Als Kind sind es die Bilderbücher, die die Eltern immer wieder vorlesen müssen, an deren Bildern wir uns nicht satt sehen können und die wir vielleicht auch unseren Kindern wieder zeigen.

Dann kann man endlich selber lesen. Bei mir war das ein kaum zu erwartenden Zustand. Endlich, abends noch selber abtauchen in Geschichten! Ja, vielfach habe ich nur abends gelesen, denn tagsüber war ich als Grundschulkind viel draußen. Außer es schüttete Bindfäden, was auch nicht selten vor kam. Oder es war in der Mittagsruhe, dass ich mich an einem Buch festgelesen hatte, oder ein Wochenende mit Verwandtenbesuchen, oder, …oder… Ihr merkt schon, meine Lesezeit wurde immer mehr. Gern las ich auch heimlich unter der Bettdecke, meine Mutter mußte immer noch extra nachschauen. Netterweise trug sie sehr oft Clogs, so dass ich sie die Treppe raufkommen hörte. (Ich glaube, das hat sie extra gemacht!) Auch hatte ich eine Phase, in der ich viel krank war, Bücher und Schallplatten waren da die besten Freunde!

Meine Eltern liebten Gott sei Dank Bücher, mein Vater verschlang auch alles Mögliche und kam manchmal nach Feierabend, wieder nicht an dem Buchladen und dem ein oder anderem Spontankauf vorbei. Aber auch meine Mutter schaute, allein von Berufs wegen, immer wieder dort rein, ihre Titel waren oft etwas überlegter und pädagogischer, aber deswegen nicht weniger geliebt. Fast jedes Buch was ich in die Finger bekam, wurde mehrfach gelesen. Manchmal blieb mir auch nichts Anderes übrig, ich las zu viel und zu schnell, als das der Nachschub gewährleistet war. Wir hatten in der ersten Klasse eine kleine Bibliothek, die daraus bestand, dass einige Kinderbücher auf dem Fensterbrett standen, vom Lehrer selbst angeschafft. Eine öffentliche Bücherei gab es nicht, zumindest keine für Kinder. Da merkt man, dass ich auf dem Land gross geworden bin. Aber mir machte dies wenig aus, *Der kleine Winnetou liebt seinen Schimmel* wurde als Erstlesebuch immer wieder und wieder gelesen. Vor allem in einem Nordsee Urlaub, wo mich leider im Wasser eine Qualle erwischt hatte und ich dann das Bett hüten mußte. Übrigens gab es auf der Insel zum ersten Mal eine Bücherei und ich konnte alle *Wicki Bücher* rauf und runter lesen und machte Bekanntschaft mit den Mummins. Natürlich gehört eine weitere skandinavische Autorin zu meinen Lieblingen, Astrid Lindgren. Kalle legte den Grundstein für meine Liebe zu Krimis, die Brüder Löwenherz zur Fantasie. Noch dieses Wochenende bin ich, krank im Bett liegend, „TV switchend“, bei einer gewissen Räubertochter hängen geblieben. Aber es gab auch deutsche Kinderbuchautoren, die ich noch heute liebe. Otfried Preusslers Figuren belebten sogar das Spielen von uns Geschwistern und meine Kinder spielten noch mit dem Opa Räuber Hotzenplotz. „Rache ist Gespensterwurst“, ein Ausspruch des kleinen Gespenst, war fest in meinem Wortschatz verankert und nie so böse wie „Blutwurst“ gemeint. Und wer wünschte sich nicht die blauen Wunschpunkte des Sams? Sehr geliebt wurden auch die Naturbücher, „Die Wiese lebt“ und Folgebände. Eine ganz wichtige Reihe für mich kleine Forscherin! Wenig später kam die Welt des wilden Westens dazu, wir haben heute noch den Keller voll mit Karl May, vielfach doppelt, ich habe auch eine Leseratte geheiratet. Michael Ende machte den Wusch war und schrieb die „Unendliche Geschichte“, den Traum eines jeden Viellesers.  Natürlich bekam Meisterdetektiv Blomquist Gesellschaft von Emil und anderen Erich Kästner Bänden.

Du meine Güte, hier hat sich gerade aber etwas verselbständigt und die Liste wird ja immer länger! Ich glaube, ich muss langsam auf den Punkt kommen. Punkt, …? Also eine Reihe muss ich noch erwähnen! Mit Erscheinen des ersten Bandes war ich Fan! Ihr merkt vielleicht schon, ich benutze gerade sehr viel das Ausrufezeichen! So manchen schwant bestimmt schon, dass es *Die drei ???* waren. Das Gespensterschloss kannte ich fast auswendig.

Die Teenager-Lesephase „liest“ sich da schon viel anstrengender, hier kürzer. Komischerweise verbinde ich sie viel weniger mit einzelnen Titeln. Die „dtv pocket“ und die „dtv Geschichte“ waren Reihen, die ich vielfach im Regal stehen hatte. Viele wichtige Bücher, die Probleme behandelten. „Das kurze Leben der Sophie Scholl* ragte da auf alle Fälle heraus. Natürlich ging ich schon lange an das Regal meiner Eltern, las sogar in Gothischer Schrift, wenn ich es unbedingt wollte, so z.B. „Der Untergang Pompejis“ oder alte Jagd- und Naturbücher.

So langsam gab es ein erstes, kleines Regal, in dem ich meine besonderen Bücher sammelte. Da standen keine Kinderbücher mehr drin. Ich glaube, der einzige, der es aus der Zeit geschafft hatte, war Sir Arthur Conan Doyels S. Holmes. Englische Autoren reihten sich vor allen Dingen dort aneinander. Und zu einem Weihnachtsfest bekam ich das Buch geschenkt, welches diesen Beitrag ausgelöst hat und auch einen Platz in diesem Regal bekam!

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Leider habe ich das Original Buch mal verliehen und nicht mehr wiederbekommen

Am 16. 11. 2018 verstarb der Schriftsteller und Drehbuchautor William Goldman. Viele kennen vielleicht „Der Marathon Mann“, „Zwei Banditen“, „Die Unbestechlichen“ und „Die Braut des Prinzen“. Ja, letzteres Buch, eigentlich „Die Brautprinzessin“, ist noch heute eines meiner Lieblingsbücher. Später auch verfilmt, aber wie so oft, als Buch eigentlich viel besser: Humor und Fantasie, absolut nicht vorhersehbar, spannend und romantisch. Außerdem hatte Goldman zwei Kniffe angewendet, er behauptete, das Original wäre von S. Morgenstern. Und er habe nun das Buch neu zusammen gefügt. Denn als er länger krank gewesen sei, habe ihm sein Grossvater dieses Buch vorgelesen, aber die langatmigen Sachen ausgelassen. Im Drehbuch des Films wird dies die Rahmenhandlung. (Ja, da kann es plötzlich passieren, dass an einer ganz spannenden Stelle der Erzähler,… ach ich schweife zu viel ab!)

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Jedenfalls fing Goldman als Schriftsteller an und wurde dann später zu einem der wichtigsten Drehbuchautoren Hollywoods, modernisierte das Genres und gewann Oscars. Auch war er als Drehbuch Retter sehr gefragt. Viele seiner Filme sind Klassiker. Als ich las, dass er verstorben war, wollte ich das gern in meinen Blog aufnehmen, hätte es beinahe vergessen.

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Alle paar Jahre muss ich mir das Buch aus dem Regal nehmen und lesen oder auch nur Teile noch mal lesen. „Wie Ihr wünscht.“

Bestimmt habt Ihr auch so Lieblingsbücher, Erinnerungsbücher, Wohlfühlbücher, Richtungsweisende Bücher, Glücksmomente mit Büchern, (Linkparty der Zitronenfalterin).

Vielleicht nehmt Ihr sie bei dem Herbstwetter oder zu einer stillen Adventstunde noch mal aus dem Regal?

Macht es Euch gemütlich und schön, dass Ihr bis hier her durchgehalten habt.

 

 

 

7 Gedanken zu “Lieblingsbücher

  1. Viele deiner Lieblingsbücher der Kind- und Jugendzeit kenne ich. Ich werde nie vergessen, wie sich eine Klassenkameradin wunderte, dass ich so wenige Bücher besaß, obwohl ich soviel las. Naja, wir lebten am Rande einer Großstadt mit einer Kinder- und Jugendbücherei, auch in der Schule gab es eine kleine Bücherei. Soviel wie ich las, konnte ich mir gar nicht an Büchern kaufen…
    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Ja, Gott sei Dank hatten die weiterführenden Schulen dann Büchereien! Danke Dir und ja, ich denke, viele werden diese Titel mit im Regal gehabt haben! Bücher sind und bleiben immer noch etwas Schönes für viele Menschen.
      Liebe Grüße
      Nina

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  2. Max Velthuis, dass den außer mir noch jemand kennt! Er gehört zu meinen Lieblingsillustratoren ( nach Eric Carle, Leo Lionni und Helme Heine ).
    Meine Klassenbibliothlek habe ich inzwischen total aufgelöst ( aha, es gab noch andere Lehrer, ,die ihr sauer verdientes Geld wieder in die Schule getragen haben ) und die Reste in die Bücherbudne gebracht, wo sie innert einer Woche weg waren. Die Bilderbücher füllen aber immer noch 6 Holzkästen. Die bleiben, bis ich ins Heim muss…
    Viele der von dir genannten Bücher habe ich erst als Mutter kennen gelernt, Astrid Lindgren ist ja erst in den Fünfziger Jahren in D. verlegt worden. Mein erstes Buch von ihr war „Mio, mein Mio“. Das gab es in der Pfarrbücherei im Dorf, also muss ich da höchstens acht gewesen sein.
    Gute Nacht!
    Astrid

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    1. Ja, die Geschichte mit dem geangelten Fisch habe ich als Kind geliebt! Ein Bilderbuch, welches meine Mutter ausgesucht hatte. Ich mochte und mag auch diese klaren Bilder.
      Oh, unsere Bücher stehen noch fast alle im Keller. Nur von wenigen konnten wir uns trennen. Und Bilderbücher oder entsprechend schön illustrierte Bücher liebe ich noch heute!
      Liebe Grüsse und (noch mal) einen schönen ersten Advent.
      Nina

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    1. Danke Dir. Ach, das Buch mit dem unaussprechlichen Namen, wunderbar. Und so manches Buch für Erwachsene kann sich an den Büchern die eigentlich für Kinder geschrieben wurden, ne Seite abschneiden.
      Liebe Grüße und schönen 1. Advent
      Nina

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