Hallo Ihr Lieben.
Über mir kreist unaufhörlich rufend ein Raubvogel. Die Sonne strahlt blendend in die Augen, wenn ich versuche ihn zu erblicken.
Der Sommer ist mit warmen Tagen zurück. Die Weintrauben sind reif. Viele sind einfach am Stock schon zu Rosinen geworden durch die Trockenheit. Und bevor die Wespen alles restliche aushöhlen, will ich schnell ernten. Dieses Jahr sind es viel weniger der Raubinsekten und nur eine Hornisse kommt immer wieder. Es werden ihnen noch genug Beeren über bleiben. Auch ein mutiger Admiral ist dazwischen, er liebt den Traubensaft. Aber es ist dieses Jahr nur einer.
Während ich am Terressentisch sitze und die Trauben sortiere (wie gesagt, viele verdorrt, die sollen nicht mit in den Entsafter) kriecht unten am Boden dieser wunderschöne Rosenkäfer. Ich lasse ihn einmal über die Hand krabbeln, seine Harken an den Beinen halten sich gut an meiner Haut fest. Dann fliegt er ein kurzes Stück, verschwindet im Beet, dort wo ich noch Reste eines Holzstumpfes liegen habe. Also sucht er einen Platz für die Eiablage. Der Holzstumpf war erst dieses Jahr ineinander gefallen, vorher dekorativ ein Sukkulenten Gefäß tragend. Aber da die Reste nicht sichtbar lagen, war ein Großteil liegen geblieben und bleibt auch nun als Nahrung für die Engerlingen.










Dieser Abende saß ein „Ungetüm“ auf unserem Sonnenschirm. Ich sah von unten nur seinen Schatten. Ein wirklich großer Nachtfalter hatte sich unseren hellblauen Sonnenschirm zur Rast ausgesucht. Ein wenig im Netz geschaut und ihn als Windenschwärmer identifiziert. Übrigens auch ein Langstreckenflieger gen Süden. Und beeindruckend, wenn er im Dämmerlicht dann anfängt, sitzend zu schwirren und dann geschwind davon zu fliegen.
Ebenfalls beobachtet haben wir, wie die Holzbiene mindestens ein Ei in das Holz an der Hütte gelegt hat. Anschließend ward so nur mit dem wackeln den Hinterteil in der Holzhöhle zu sehen, das Nest befüllend und ausbauend. Das Foto dazu ist so eher nichtssagend braun-schwarz. Ich freue mich aber so sehr, dass ein paar besondere Insekten in meinem Garten zu sehen waren.
Gesammelt habe ich noch mal etwas Falläpfel und Holzbirnen und eine Handvoll Quitten halb zerschlagen am Wegesrand. Apfel und Quitte zu früh gefallen und erster Sternrußtau greift um sich, da es so feuchtwarme ist. Viel Saft für Gelee (alles zusammen und Ergebniss 4 Glaser) ergab es nur leider nicht, obwohl der Entsafter einmal voll war. Eine einzige Tomate ist nun reif geworden. Mit etwas Glück kommen noch ein paar nach. Die Kartoffeln hatten kein Laub mehr und so wurden die aus dem Beet und den Pflanzsäcken geerntet. Nun, von Ernte kann da dieses Jahr keine große Rede sein. Hitze und Trockenheit haben nur sehr wenige Knollen ergeben (weniger als gepflanzt). Ein guter Workout war es allemal.
Nachdem der Samstag mit viel Gartenarbeit bei den Schwiegereltern verging, waren wir (zum Teil) am Sonntag noch auf dem Bauernmarkt im Freilichtmuseum Lindlar. Aber auch hier gab es kaum der Erdknollen. Vor allem für die Kinder wird immer ein Feld Reihe um Reihe gerodet. Mit nur wenigen Knöllchen, aber einem mehrjährigen Estragon und einer Astrantia reicher, sind wir wieder heim.

Erst jetzt finde ich Zeit, den Samstagsplausch zu schreiben und auch bei Euch zu schauen.
Verlinkt beim Naturdonnerstag und Samstagsplausch und Galleria Himmels Blick sowie Niwibos Sommerlaune
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