Im Wald

Hallo zusammen! Hoffe, Ihr habt und hattet Zeit die Sonne und Wärme zu genießen.

Am Wochenenden war ich im Sauerland und mit meiner Mutter im Wald. Nachdem vor über 10 Jahren der Orkan Kyrill hier so viele Bäume – von Fichte bis zu alten Buchen und Eichen – reihenweise gefällt hatte, gab es plötzlich viele Flächen, die irgendwie wieder aufgeforstet werden mussten. 20170520_16224120170520_162238Das Gesicht des Waldes hat sich zu der Zeit so verändert, so wie die Gesichter vieler Waldbäuerinnen und Waldbauern. (Denkt daran, wie lange manch ein Baum braucht um gross zu werden, das kann Generationen dauern.)

Nun forstest meine Mutter seid 10 Jahren das kleine Stück Wald möglichst naturnah auf. Nach dem Sturm gab es kaum genug Jungpflanzen für all die Flächen. Mittlerweile stehen dort Lärchen Fichten, Buchen, Eichen, Ahorn, Kirschen, Speierling, Douglasie und viele mehr.

Aber, nichts ist gefährdeter als junge Bäume im Wald, sie schmecken Rehen einfach so gut und eignen sich so gut zum vergfegen. (So nennt man das Markieren des Rehbocks.) Hasen gehen im Winter auch gern an die kleinen Bäumchen. Also, wenn man nun per Hand den Baum eingepflanzt hat, wird er mit allen möglichen Hilfsmitteln geschützt. Das sind z.B. extra Klammern, die um die Spitzte geklemmt werden um diese zu schützen, Wolle wird reingesetzt, mit Farbe angestrichen, Kreppklebeband um den dünnen Stamm, Stöcke dabei… Immer hofft man, dass es das Wild abschreckt und hoffentlich auch kein Gewöhnungseffekt eintritt. Was man hier auf den Fotos sieht, sind aber netzähnliche, runde Schläuche, die rundum schützen sollen, denn im Frühjahr suchte der Rehbock gern nach geeigneten „Opfern“, um eine Markierung für sein Revier zu hinterlassen. Hier hatte ein Bock sogar den Schutz hochgehoben mit dem Gehörn! 20170520_173723

Der Rehbock schabt beim Verfegen leider die Rinde ab und der Baum stirbt dann oft. So was kann wirklich frustrierend sein und so muss man auch immer wieder durch die Neupflanzungen gehen, ausbessern und aufrichten und schützen. Hinterher kann man dann Zecken absuchen und Wunden u.ä. versorgen, ganz zu schweigen von Muskelkater.20170520_171148Aber es ist eine schöne Arbeit – zumindest, wenn das Wetter gut ist und man in einem Gebiet arbeitet, wo es noch keine Zecken mit Borreliose gibt. Mittlerweile sind viele Bäumchen zumindest gross genug, dass die Spitze nicht mehr abgefressen wird und es muss im Sommer auch nicht mehr frei gesenst werden. Ich wollte Euch gern einfach mal die Bilder von dem Nachmittag zeigen und ein wenig darüber erzählen.

20170520_16381420170520_155237Leider gibt es aber Menschen, die meinen, man kann hier auch seinen Abfall – auch wenn er grün ist – abladen:20170520_152518Unmengen fremden Grünschnitt und an die Stämme ran gekippt, die faulen da drunter. Und so schleppt man Ungeziefer in den Wald. (Ja, es gibt viele Schädlinge, die über Gartenpflanzen eingewandert sind, hier lag auch Buchs, vom Zünsler zerfressen.) Und glaubt mir, dass ist so viel, dass können wir nicht mal eben wegziehen oder gar beseitigen.  Hm, man sollte demjenigen vielleicht einfach Müll in den Garten stellen oder mal unangekündigt durch den Garten trampeln, ist genau so, nur nicht bewusst in den Köpfen.

Hoffe, dieser kleine Beitrag hat Euch auch gefallen, ist ja doch mal was ganz anderes und ich hätte noch so viel mehr schreiben können darüber.

Übrigens, ich habe doch schon mal kurz über das Buch PAX hier gesprochen. Es gibt den Titel nun auch auf Deutsch. Ich bin noch nicht ganz durch, aber es lohnt sich. Ein Junge findet einen kleinen Fuchswelpen und zieht den gross. Nun muss er auf Betreiben seines Vaters, der in den Krieg zieht und seinen Sohn zum Grossvater bringen will, den zahmen Fuchs aussetzen. Im Laufe der Geschichte erfährt man auch, dass der Junge seine Mutter bei einem Autounfall verloren hat, so wie der Fuchs auch. Der Junge hält es übrigens nicht bei seinem Opa aus und macht sich auf den Weg, seinen Freund zu finden, denn er weiss, dass er ja als gezähmtes Wildtier nicht zurecht kommt in der Natur. Auch der Fuchs will seinen Freund suchen, trifft auf andere Füchse und eine Welt die ihm eigentlich fremd ist. Für meinen Geschmack hat der Fuchs zu *menschliche* Züge bekommen in dem Buch, aber es ist natürlich auch ein Jugendbuch und was Tiere wirklich denken, wissen wir ja auch nicht.

Ganz liebe Grüsse und macht es Euch gemütlich!

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