Wippsteerts Bodensee

Hallo Ihr Lieben,

nun will ich endlich ausführlich von unserem verlängertem Wochenende berichten, wie angekündigt:

Im Mai liegen ja netterweise ein paar Feiertage so günstig, dass man mit Brückentagen daraus kleine Urlaube machen kann. Schon lange wollten uns gute Freunde endlich mal den Bodensee zeigen. Für uns, jenseits des „Weisswurschtäquators“ eine ordentliche Strecke zu fahren. Aber es hat sich sehr gelohnt, wie Ihr hier vielleicht gleich nachempfinden könnt.

Die Insel Reichenau, grösste Insel des „Schwäbischen Meeres“ und Weltkulturerbe der UNESCO, war unser Ziel. Seit 1838 kann man über einen Damm vom Festland aus bequem auf diese Gemüseinsel fahren. Hier steht auch eine der bedeutensten Benedektinerabteien, ein mittelalterliches, beeindruckendes Gebäude. Ein grosser Teil der Insel steht übrigens auch unter Naturschutz.

Natürlich ist die Hauptattraktion das romanische Münster St. Maria und St. Markus in Mittelzell. Schon im 8. Jahrhundert wurden hier erste sakrale Gebäude gebaut, ich kann mir manchmal gar nicht vorstellen, dass dies zu Zeiten der Christianisierung unserer Heimat geschehen ist. Die wuchtigen Gebäude, der Klostergarten, die 700 Jahre alte Zimmermannsarbeit im Münster, absolut sehenswert, aber leider auch viele Besucher. (Wer will es ihnen verübeln.) Die kleiner romanische Kirche St. Georg in Oberzell mit ihren Wandmalereien sollte man sich auch unbedingt ansehen. Wir hatten leider Pech, denn es fand eine Trauung statt. (Das Brautpaar haben wir hinterher gesehen, wurden in einem wunderbaren, roten, alten Mustang abgeholt)

Im Ortskern von Mittelzell, wo ein kleines Heimatmuseum und ein wunderschönes Bücherkaffee! liegt, lohnt auch der Blick über den Zaun, ein absolut traumhafter Garten, der zum Nachmachen inspiriert! Überall gibt es Schönes zu sehen, meine Lieblingsnarzisse, die ich mit Mühe und Not in sehr kleiner Stückzahl im eigenen Garten hochpäppele, wächst hier gleich büschelweise an der Strasse (Dichternarzisse).

Gemüse kauft man am Besten auch ganz frisch an einem der vielen Stände am Wegesrand, meisstens Selbstbedienung. Knackige „Eiszapfen“, die saftigsten kleinen Kohlrabi, oft direkt zum Essen unterwegs. Natürlich beherrscht die Insel dieser Gemüse- und Obstanbau und an manchen Stellen war ich auch etwas erschrocken, mit welcher Selbstverständlichkeit dort die „Spritze“ am Wegesrand und Garten eingesetzt wurde, aber es gibt auch immer mehr Bio Bauern.

Rechts und links des Dammes erstreckt sich das Wollmatinger Ried, das wir eigentlich unbedingt besuchen wollte, man kann es nur mit einer Führung durch den NABU begehen und Gummiestiefel wären da von Vorteil. Hunde können verständlicherweise nicht mit und daher entschieden wir uns gegen den Besuch – zumal wir nur leichte Kleidung und Schuhe dabei hatten.

Ein sehr schönes Ausflugsziel ist auch der „Bürgle“, ein Aussichtsturm mit Cafe. Hier hat es uns mehrfach hin verschlagen, ein abendliches Picknick war besonders schön, zumal wir einfach so wunderbares Wetter hatten, dass man den Tag und Abend lange geniessen konnte. (Auch wenn am Festland ein Gewitter tobte.) Gestern habe ich auf dem Blog holunder.blogspot.de Fotos gesehen, wie schlimm es zur Zeit mit dem Hochwasser  bestellt ist. Da freue ich mich doppelt, dass wir so eine schöne Zeit erwischt hatten im Mai (und scheinbar nun auch der Sommer Einzug halten soll, zumindest haben wir hier heute einen sehr warmen, sonnigen Tag).

Das nächste Mal erzähl ich von unserem Ausflug Richtung Konstanz und Meersburg.

Habt eine sonnige und schöne Zeit!

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