ein (nicht so) ruhiger Nikolaus

 

Hallo Ihr Lieben,

 

heute gibt es Ruten (wenn Ihr nicht brav gewesen seid) oder Belohnungen (wenn Ihr brav wart). Wobei ja der Nikolaus heute gar nicht mehr mit dem Knecht Ruprecht unterwegs ist. Der Bursche, der wohl das kürzere Stäbchen gezogen hatte und nun in dunklen Klamotten, möglichst grimmig, die bösen Kinder in den Sack steckte und strafte.  Meinem Vater ist das einmal passiert, er hat uns erzählt, dass er im Sack ganz schön Angst hatte, als ihm dann sein Sündenregister vorgelesen wurde.

Ich liebe diese Tradition, geboren aus der Legende um den Bischof Nikolaus von Myra, der im 4. Jahrhundert lebte. Das lag im byzantinischen Reich, in Lykien, heute Türkei. Sein griechischer Name  Nikólaos bedeutet „Sieg des Volkes“. (Da freut sich gerade einer ganz ganz dolle.)

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Nikolaus litt übrigens auch unter der Christenverfolgung, überlebte aber die Haft und Folter. Er stammte aus eine wohlhabenden Familie und verteilte sein Vermögen nach der Erbschaft unter Notleidenden und war wohl auch als Bischof durchaus ein streitbarer Mann. (so die wenigen historischen Quellen) Hier haben dann wohl auch die Geschichten um ihn ihren Anfang genommen. Es gibt noch viel mehr Legenden um ihn, als die Erzählung vom Verteilen der Getreidegüter des Schiffes unter die Notleidenden seiner Stadt, dass „Kornwunder“. So z. B. die *Mitgiftspende*, wo er durch eine dreimalige anonyme Goldgabe verhinderte, dass die Töchter eines armen Mannes zur Prostitution gezwungen waren. Die Geschichte vom in Seenot geratenen Seegelschiff, dass durch einen aus dem Nichts erscheinenden Mann gerettet wurde und wo die Seeleute hinterher in Myra Nikolaus an den kirchlichen Bildern erkennen, ist da wohl eher bekannt. Aber Nikolaus hat auch gegen den Glauben an die alten Götter gekämpft, so gibt es einen Kampf gegen die Göttin Diana, die sich mit einem Brandanschlag (mit griechischem Feuer) für das Fällen ihres Baumes rächen wollte.

nikolausst.
Wenn das kein Grund ist, gern aufzustehen und sich zu freuen…

Ich wünsche Euch allen einen gefüllten Nikolausstiefel und ein wunderschönes und ruhiges Adventswochenende.

linoldrucke
Linoldrucke
Drucke
auf T Shirts, Servietten, Taschen und Wachstücher

Hier laufen noch mal die letzen Vorbereitungen für den Basar morgen und daher wird es nicht ganz so ein ruhiger Tag.

Verlinkt beim Freutag

 

15 Gedanken zu “ein (nicht so) ruhiger Nikolaus

  1. Jetzt bist Du bereits auf dem Basar und bestimmt hat alles gut geklappt, es sind nette Leute unterwegs und Deine Werke gehen weg wie warme Semmeln. Der Nikolaus ist schon ein braver Mann gewesen. Aber irgendwie ist die Tradition doch angsteinflössend. Knecht Rubrecht, Sack, Rute oder dieser österreichischer Krampus… grrrr! Da schlottert es einem ,) Dir gutes Gelingen und ein wunderbares Adventwochenende, Nicole

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  2. Die Nikolausgeschichten habe ich alljährlich den Kindern in der Schule auch erzählt, aber eigentlich habe ich zu ihm ein gestörtes Verhältnis, denn ich bin von ihm vor dem ganzen Dorf als Kindergartenkind mal ganz schön bloß gestellt worden. So viel zu seiner Rolle in der schwarzen Pädagogik ( auch noch in der Nachkriegszeit ). Kein Wunder, dass ich mich dann von vielem, was zu meiner kindlichen Erziehung gehört hat, abgewandt habe.
    Ich hoffe, du kannst inzwischen nach dem Basar die Beine hoch legen und hast quality-couch-time.
    Herzlich
    Astrid

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      1. Das waren ja nicht meine Eltern, dass waren die Nonnen des Kindergartens. Meinen Eltern war das auch höchst unangenehm. Aber später in der Schule habe ich noch genug solcher Übergriuffigkeiten erlebt. Menschenrechte gab es für katholische Kinder halt nicht.
        Gute Nacht!

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  3. die schwarze pädagogik wurde bei mir auch noch praktiziert… allerdings bei uns immer vom weihnachtsmann, der kam mit der rute und fragte, ob wir alle brav waren. da hatten wir kinder schon angst davor!! die „reale“ nikolausgeschichte gefällt mir da schon viel besser!
    ich hoffe, dein bazar war erfolgreich und du hast viele nette leuten kennengelernt!
    liebe grüße
    mano

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    1. Liebe Mami, über diesen sogenannten „kleinsten Weihnachtsmarkt der Welt“ breiten wir Mal lieber den Mantel des Schweigens, es ging nämlich eigentlich nur um s Glühwein saufen.
      Den strafenden Nikolaus, der recht bald auch vielfach wie ein Weihnachtsmann aussah und genannt wurde, kennt mancher sicher auch noch. Schon schade, wenn man das so regeln musste…
      Eine gute Woche Dir und liebe Grüße
      Nina

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