Edinburgh

An der Bucht des Firth of Forth liegt die Hauptstadt Schottlands: Edinburgh 

Das Wahrzeichen der Stadt ist natürlich der Castle Rock mit seiner mittelalterlichen Burg. Die an dieser Stelle gegründete sächsische Burg wurde 638 von Edwin von Northumbrian erobert. „Dun Eidam“ (keltisch für Festung auf dem Hügel) und „Edwin`s Burgh“ ergaben, dann später den Namen Edinburgh. Robert Bruce bekam 1329 die Stadtrechte für Burg und Siedlungen. Seid dem 15. Jhd. ist Edinburgh Hauptstadt und Sitz der Stuartkönige. Erst nachdem der Sohn von Maria Stuart, Jakob VI als König von England und Schottland dann seinen Sitz nach London verlegte, verlor die Stadt etwas an kultureller und politischer Bedeutung. Aber im 18. Jhd. änderte sich dies u.a. wieder durch Wissenschaft und Technik. Sir Walter Scott prägte mit seinen Romanen (Rob Roy) die Vorstellung von Schottland und der Arzt und Schriftsteller Sir Arthur Conan Doyle, mit seiner Romanfigur Sherlock Holmes, stammt ebenfalls aus dieser Stadt, (nur um zwei bekannte Namen zu nennen).

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bestes Café und Restaurant, beste Limo und toller Fudge

Auf diesen Aufenthalt hatten wir uns schon lange gefreut und die Kinder schon mit Erzählungen von früheren Besuchen *heiß gemacht*. Nun, es fing damit an, dass es richtig stark regnete und eisig kalt war. Gut, es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Also suchten wir erst mal das Hostel, dass etwas außerhalb des Zentrums liegt und eine ehemalige Kirche ist. IMG_8125 …wie man ja auch auf dem Foto sieht, wurde es mir nun wirklich mit dem Regen schwer gemacht, Fotos zu knipsen. Nachdem wir unsere Sachen schon mal reinstellen durften, denn für das Einchecken waren wir zu früh, machten wir uns etwas grummelig auf in Richtung Innenstadt, um einen ersten Eindruck zu gewinnen. Da es Mittag war und wir schnell durchgefroren waren, landeten wir in einem tollen Café/Restaurant: *The Caffeine Drip* South African Café and Bakery am Melville Place. Total schön und lecker! Am liebsten hätte ich innen ganz viele Fotos gemacht, auch vom Essen, aber das finde ich erstens übertrieben und zweitens ungemütlich und drittens wurde es recht schnell voll. Außerdem waren wir hier zum genießen.

Wieder zurück im Hostel bezogen wir unsere Bude im Kirchenraum.IMG_8131Leider konnte ich keine guten Fotos machen. Mein Blitz reichte dafür nicht aus und gleichzeitig warfen die Strahler Schatten. In den Innenraum einer alten Kirche hatte man einfach eine Halle gebaut und dann einzelne Räume abgetrennt, die alle auch eigene Themen hatten, unser z.B. Golf. Im Untergeschoss fand man dann einen riesigen Aufenthaltsraum mit grosser Küche. Leider ist es ja oft so, wenn viele Menschen aufeinander treffen, schaffen es einige nie, was weg zu räumen oder sauber zu machen. Aber so ist das halt in größeren Hostels und man lebt die Urlaubstage halt damit oder macht sich das Leben schwer.IMG_8129Bei der Besichtigung der Innenstadt waren wir dann etwas wärmer angezogen. Natürlich war unser oberstes Ziel die Burg und wir liefen über die George Street Richtung Zentrum.IMG_8108IMG_8109Die George Street ist eher schick und teuer und zum Essen gehen und Einkaufen. Natürlich konnten wir nicht am Buchladen vorbei. IMG_8111Parallel dazu erreicht man dann die Princess Street, wo u.a. der Bahnhof, das Sir Walter Scott Denkmal und der Park sind. Wir waren im Vorfeld schon etwas „gewarnt“ worden, die Stadt habe sich in eine Touristenfalle, (die nächste Parallelstrasse: Royal Mile vor allen Dingen,) verwandelt. Und ja, der Charme der Stadt ist wirklich erdrückt von Menschenmengen, (zu denen wir ja auch gehörten,) und Touristenneppgeschäften, eines wie das andere an der Mile nebeneinander. Uns fiel auf, dass viele Asiaten die Stadt entdeckt hatten und nun *typische schottische Sachen suchten*. Wie hatte uns ein Schotte in Oban schon erzählt, Chinesen würden in Edinburgh einen Kilt kaufen, der in China hergestellt worden wäre. (Und er wußte wovon er redete, seine Schwiegermutter ist eine Kiltnäherin und die nähen noch von Hand!) Die Burg war natürlich schon für das kommende, große Tattoo fertig gestaltet. Das heisst, riesige Tribünen standen aufgebaut für Pipes and Drums. IMG_8110IMG_8113

Edingburgh
Edinburgh

IMG_8115IMG_8117Weiter kommt man leider nicht ohne ein teures Ticket zu kaufen. Die Menschenschlangen und der Preis schrecken uns sofort ab und wir gehen zurück.IMG_8116Etwas weiter, die Royal Mile wieder runter, Richtung Holyroodhouse, daß 1500 gebaute Schloss und Wohnsitz der königlichen Familie, fanden wir die Fudge Kitchen. Hier konnte man sogar zusehen, wie die Köstlichkeit hergestellt wurde:IMG_8121Natürlich haben wir uns ein Paket zusammen gestellt und genießen ab und zu Daheim ein kleines Stück süsse Erinnerung. Aber da wir schon wieder durchgefroren und nass und „wunde Füße“ hatten, ging es zurück in`s Hostel. Hier machten wir es uns einfach gemütlich. Schon in anderen Hostels war uns aufgefallen, dass die Kommunikation durch die neuen Medien sehr gelitten hatte. Früher kam man mit vielen Menschen in`s Gespräch, ein Grund, warum wir so gern auch in Hostels buchten. Nun sah man fast immer wen über seinem Laptop, Handy oder Tablet sitzen. Manchmal wurde stundenlang geskypt. Schade, so gab es nur ein längeres Gespräch mit der Leitung des Hostels.

Und wie es dann Richtung Yorkshire weiter ging …

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