Der November ist kein leichter Monat. Zwar bekommen wir durch die Zeitumstellung morgens noch mal etwas mehr „Licht“ zum Frühstück, aber Pfff, abends ist es wieder früher dunkel. Und sowieso…

Der große Sankt Martins Zug ist schon diese Woche gewesen. Leider sind nur genau 2 Kinder zum Singen danach vorbei gekommen. Es werden jedes Jahr weniger. Dabei ist es eine so schöne Tradition.

Der Regen hat einem großen Zug Kraniche gar nichts ausgemacht. Sie sind hart im Nehmen. Auf dem Weg vom Einkauf heimwärts, grumpfig durch das Grau in grau, durch Starkregen, aber im Auto sicher. Dann über mir, voraus die Glücksvögel. Sie kreisten und zogen dann wieder gen Süden. Und morgens, das Licht schaut gerade erst über den Horizont, höre ich oft das Pfeifen des Flügelschlages von einigen Gänsen, über die Häuser ziehend, gen Siegaue.
Gänse mag ich sehr und will sie schon länger wieder schnitzen (es existiert schon ein Linoldruck, der nur leider verlegt ist) Ich weiß, schon wieder Vögel. Die Woche hatte doch am Montag bereits mit dem Monatsvogel begonnen.
Gänsezug
Die erste Gans im Gänsezug,
Sie schnattert: »Seht, ich führe!«
Die letzte Gans im Gänsezug,
Sie schnattert: Seht, ich leite!«
Und jede Gans im Gänsezug,
Sie denkt: »- Daß ich mich breite
So selbstbewußt, das kommt daher,
Weil ich, ein unumschränkter Herr,
Denn Weg mir wähl nach eignem Sinn,
All meiner Schritte Schreiter bin
Und meine Freiheit spüre!«
Marie von Ebner-Eschenbach
(* 13.09.1830, † 12.03.1916)
In strenger Formation (und damit gar nicht so frei) eilen sie durch die Lüfte, wenn sie auf ihre Wanderzüge gehen. Ob auf einer der kleine Nils sitzt?


Ein wunderschönes Buch habe ich mir gegönnt. Vielleicht erinnert Ihr Euch noch and das hier ebenfalls mal erwähnte Buch „Die verlorenen Wörter“ angefüllt mit der Poesie der Natur, welche Kinder noch für die Flora und Fauna um sich herum haben. Robert Macfarlane findet poetische kurze Texte, Zaubersprüche, um mit den Tieren fort zu reisen.


Wie in einer Fabel legt er den Tieren auch schon mal Gespräche in den Mund, nicht vermenschlicht und doch wie wir Menschen es uns vorstellen.
Und wieder diese fantastischen Bildern von Jackie Morris.

Ein Buch, dass uns dazu verführt, genauer hinzusehen, zu erkennen, was um uns herum lebt. Wir wünschen uns einen Zauberspruch und schon fliegen wir mit der Schleiereule durch die Nacht, hören das Mausepiepsen. Begeistert hat mich natürlich auch das visuelle Werk! Einen Schlüssel zum Entdecken (nicht nur von Zaubersprüchen) Die Reihe „Naturkunden“ ist immer wieder einen Blick wert. Wie immer ist auch dieser Band des Verlages Matthes & Seitz Berlin hochwertig hergestellt. (selbstgekauft, keine vom Verlag unterstützte Werbung, aber ist es nicht einfach ein wunderbares Geschenk?)
Die Woche selbst war von unaufgeregt hin zu aufgeregt. Meine Advents Post Liste ist da und ich plane und überlege schon eifrig, zumal ich früh dran bin mit meiner Postkarte. Bald muss ich die Gelli Platte unbedingt mal testen. Eine schöne Überraschung trudelte gestern noch per Post ein, liebe Astrid, ein herzliches Dankeschön für Deine liebe Herbst Karte!


Und so setze ich mich noch schnell zu Andreas Samstagsplausch, wärme mich mit einem milchig – nebeligem Earl Grey (mit Milch) auf und verlinke meinen Beitrag auch noch bei Andreas Lesezimmer und bei der Galeria Himmelsblick und Frau Roesis Collagen.
wünsche Euch gemütliche Zeiten.













