Failte

Failte! 

So, wir sind wieder daheim.

frühstückstisch 2 2

Zwei Wochen waren wir in Schottland unterwegs. Mit dem Auto sind wir von Hoek van Holland nach Harwitch per Fähre übergesetzt und nach York gefahren. Dann haben wir eine Tour durch das vielfältige Schottland gemacht, von dem ich Euch hier ein wenig, (nach und nach,) erzählen und zeigen möchte.

Übrigens, wir hatten uns so schön vorgestellt, draussen in der Sonne das 1. Mal Zuhause wieder zu frühstücken, kaum war aber der Honig auf dem Brot, kamen die Wespen so zahlreich, dass wir sofort wieder in`s Haus geflüchtet sind. Also, Wespenfalle mit Zucker-Essigwasser + Tropfen Geschirrspühler befüllt…

Ein kleiner Vorgeschmack:

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York Tower
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Treasure House in York
oban von oben 2 2
Oban Hafen
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Blick auf Isle of Mull (von Oban aus)
Seehunde bei Oban 2 2
Seehunde
Loch Ness 2 2
Loch Ness

Wippsteerts Johanni Küchenecke

Johannilikör

 

Schon seit einigen Jahren setze ich um Johanni, (das ist der 24.6.) unreife Walnüsse mit Schnaps auf. Erst konnte ich es mir gar nicht so recht vorstellen, mit unreifen Nüssen zu arbeiten. Aber probieren geht über studieren. Also hab ich etwa eine Handvoll grüner Walnüsse gepflückt und bin mal da ran gegangen. Der Aufgesetzte ist sehr bekömmlich, (wenn man das bei Alkohol so sagen darf) und schmeckt so ganz anders als die meisten Kräuterliköre. Riecht mal an grünen Walnüssen…

Ihr benötigt: ein grosses sauberes Glas mit festem Verschluss, klaren Schnaps, ca. 2 Hand voll grüner Walnüsse, Anissterne, Zimtstangen, einige Cardamomkapseln und 1 bis 2 Piment Körner. Zugeben kann man statt Piment auch Nelken. Je nach dem, wie süss Ihr gern den Aufgesetzten haben möchtet, nehmt Ihr nun Kandis Zucker oder Rohrohrzucker nach Belieben.        Die Walnüsse werden gesäubert und mit einem Messer zerteilt, das kann man nur mit diesen unreifen Nüssen. Achtet aber auf den austretenden Saft, der wird nicht umsonst auch für`s Färben benutzt. Wer sicher gehen will, dass er keine braunen Finger hinterher hat, benutzt Handschuhe. Die Cardamomkapsel werden zerdrückt. Füllt die Nüsse nun mit den Gewürzen, (auch hier könnt Ihr nach Vorlieben entscheiden, ob Ihr etwas mehr oder weniger dazu gebt,) in das Glas. Den Zucker rein streuen und den Alkohol darüber giessen. Die Nüsse sollten bedeckt sein. Nun stellt das Glas in ein Fenster und lasst es lange stehen und ziehen. Nach einiger Zeit wird sich ein öliger Film auf der Oberfläche bilden. Ab jetzt könnt Ihr den Likör mal probieren. Ich lasse Ihn mindestens 2 Monate stehen. Grüne Walnüsse sollen die Verdauung und die Leber, sowie die Blutgefäße stärken.

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Wohl bekomm`s!

Wippsteerts lecker Orangen Kuchen

Apfelsinenkuchen                  

Am Wochenende waren wir auf einem runden Geburtstag von einem ganz lieben Freund und dafür hab ich diesen Kuchen gebacken. Der Apfelsinenkuchen ist unheimlich frisch und saftig und daher ein perfekter Sommerkuchen.

Zutaten für den Rührteig: 250g Butter, 250g Zucker, 4 Eier, 250g Mehl und 2 TL Backpulver

Zutaten für den Guss: ca. 150g Zucker, 1-2 Bio Zitronen und 2 grosse Bio Apfelsinen, 1 Glas guten Orangensaft, (lecker schmeckte es, wenn man 100g Zucker und 50 g. Rohrohrzucker nimmt und wenn Ihr nur eine Zitrone nehmt, tut einen Schuss Limettensaft dazu, das ist auch fein)

Die Butter sollte zimmerwarm sein, dann wird sie mit dem Zucker schaumig geschlagen. Eier dazu, dann Mehl und Backpulver unterrühren. Orangen und Zitronen heiß waschen und die Schale abreiben. Etwa 1/3 bis 1/2 davon in den Teig geben. Den Ofen auf  175 °C vorheizen und eine Springform (ich habe eine 26er genommen) nehmen.  Backpapier auf den Boden legen und den Ring drauf setzen, Ränder einfetten. Die Teigmasse verteilen und in den Ofen auf die mittlere Schiene stellen. Der Kuchen sollte nach 40 min goldbraun gebacken sein, bitte macht die Stäbchenprobe, sonst lasst ihn noch mal einige Minuten drin.

Währenddessen werden die Orangen und Zitronen ausgepresst und mit den restlichen Schalen und dem Glas Saft, sowie dem Zucker verrührt, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Diesen Guss beiseite stellen, bis der Kuchen fertig und etwas abgekühlt ist. Löst den Kuchen vorsichtig aus der Form und setzt einen Kuchenteller auf den Ring, vorsichtig wenden und den Kuchen stürzen. Wenn Ihr einen Kuchenteller mit etwas höherem Rand habt, nehmt den! Nun werden mit einem Zahnstocher kleine Löcher in den Teig gestochen. Dann verteilt Ihr mit einem Löffel den Guss immer wieder regelmäßig auf dem Kuchen. Der süßsaure Saft zieht ein und macht den Kuchen lecker, fruchtig, saftig. Er schmeckt am Besten, wenn er über Nacht ziehen darf.

Wünsche gutes Gelingen.

Harry Rowohlt

Harry Rowohlt ist heute verstorben mit 70 Jahren und nach schwerer Krankheit.

Dies möchte ich mit Trauer im Herzen zum Anlass nehmen, Euch diesen Künstler sehr an`s Herz zu legen und hier etwas vorzustellen.

Schon als Teenager habe ich in der Wochenzeitung „Die Zeit“ seine Kolumne gelesen und gerne dann noch mal als Sammlung in Buchform: „Pooh`s corner„. Das Bilderbuch „Ich, Kater Robinson“ handelt von einem Kater, der sich im Mittelpunkt der Welt sieht und dabei immer einen auf`s Fell bekommt, bis…, ich mag es sehr und bekam es in meiner Ausbildung von einer lieben Freundin geschenkt. Seine Hörbücher von Winnie dem Pooh von A.A. Milne sind wunderbar und zeitlos. Er hat sie übersetzt und Pooh, I-Ah, Ferkel und all den anderen Figuren seine rauchige, wandelbare Stimme geliehen. Pu der Bär – wie er im Deutschen heisst, brachte ihm sogar eine goldene Schallplatte ein. Ein Jahr lang schlief unser ältester Sohn mit den *Geschichten um den Bären von geringem Verstand* ein. Auch seine vielen anderen Kinder – und Jugendbuchübersetzungen sind grandios. Schon sehr früh machte sich Rowohlt einen Namen als Übersetzer, als er das Kinder- und Jugendbuch „Die grüne Wolke“ von A.S. Neill übersetze. Dieses Buch schaffte es als erstes Kinderbuch auf die Spiegelbestenliste. Gott sei Dank brachte Harry Rowohlt noch so manches gute Kinder- und Jugendbuch vom Englischen in`s Deutsche, so z. B. die lustige Reihe um „Mr. Gum“ von Andy Stanton, oder viele tolle, schräge Bücher von Philip Ardagh. So manches dieser guten Kinder- und Jugendbücher wird auch gern von Erwachsenen gelesen. Sie zeichnen sich vor allen Dingen durch Wortwitz und Einfallsreichtum aus, den hat H. Rowohlt so gut übertragen. Dem Klassiker von Kenneth GrahamDer Wind in den Weiden“ schenkte er eine wunderbare, deutsche Übersetzung. Auch hier lieh er den Geschichten oftmals wieder seine Stimme. Als ich das erste mal in Irland war, kam ich nicht an „Flann O`Brien“ vorbei, der von Harry Rowohlt übersetzt wurde. So hatten wir auch das Glück, in seinem irischen Lieblingspub einkehren zu können. Seine Lesungen waren legendär! Voller Anekdoten und Geschichten und gern von einer Flasche irischem Whiskey begleitet. Nicht umsonst war er auch Whiskey Botschafter. So manch einem ist er wohl auch als Penner mit Rauschebart in der Lindenstrasse bekannt geworden. Aber auch die bissigen Romane von David Sedaris oder die eigenwilligen Comics von Robert Crumb hat er übersetzt. Dabei sollte der Verlegersohn eigentlich in den Verlag seines Vaters einsteigen, aber das war so gar nicht seine Welt.

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Er hat uns so viele schöne Stunden geschenkt. Dafür danken wir Ihm. Wir werden wieder einmal eine CD aus unserer H. R. Sammlung in den Player schieben und an ihn denken! Er verstarb am 15.06.2015 in Hamburg.

 

Wippsteerts Waldmeister Ecken

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ja, wirklich! Kann man sich erst so gar nicht vorstellen, oder? Aber er ist sehr lecker und ohne Backofen zu machen, was in der warmen Zeit ja auch ein Anreiz ist. Man benötigt:

200-250g Butterkekse (also 1 – 1 1/2Packungen, hängt von der Grösse der runden Form ab, die Ihr benutzt)

100-150g Butter, Limettensaft (mind. 1 EL) und 50-75g Rohrzucker, 2 Packungen Waldmeister Wackelpudding Pulver, 250g frische Erdbeeren

beim Belag kann man auch etwas variieren: 500g Mascarpone und ein kleiner Becher Sahne oder einen grossen Becher Sahne und 250g Mascapone (ich nehme immer mehr Mascarpone)

Zubereitung:

Nehmt eine Springform und legt unten Backpapier ein. Ich benutze immer die 26er, daher benötige ich auch immer mehr Kekse und Butter.

Die Kekse werde zerbröselt und die Butter geschmolzen. (Kekse kann man ganz gut in einem Mixer sehr fein zerbröseln, wer es etwas grober mag, nutzt einen Stampfer)  Kekskrümel und geschmolzene Butter gut vermischen und in die Springform verteilen, dort andrücken und kühl stellen, vielleicht auch in den Kühlschrank.

Nun nehmt Ihr etwas Wasser, ca 2-3 El und erwärmt sie leicht während ihr unter festem Schlagen den Wackelpudding darin auflöst.

Dann wird die Sahne geschlagen und mit der Hälfte des Zuckers gesüsst. Danach verrührt Ihr die Mascarpone mit dem restlichen Zucker und dem Limettensaft. Der Wackelpudding sollte jetzt schon etwas stocken, dann kann er ebenfalls untergerührt werden. Nun wird noch die Sahne unter die Mascarponemischung gegeben. Sollte Euch die Masse etwas zu viel sein, reduziert etwas von der Sahne oder Mascarpone.

Jetzt wascht Ihr die Erdbeeren und schneidet sie, bis auf eine Handvoll, klein. Diese werden nun noch unter die oben hergestellte Mischung gegeben und alles wird auf dem Keksboden verteilt. Streicht den Kuchen oben schön glatt und legt die restlichen Erdbeeren darauf. Wer mag, kann noch einige Minz- oder Melisseblätter als Demo dazu legen. Achtet übrigens darauf, dass Ihr aromatische Erdbeeren bekommt, die vielleicht vom Erdbeerstand um die Ecke sind und keinen weiten Weg hinter sich haben. Erdbeeren, die lange Wege überstehen müssen, sind vielleicht auch gross und rot, werden aber vor allen Dingen auf Festigkeit und Haltbarkeit gezüchtet.

Frischen blühenden Waldmeister könnt ihr als duftende kleine Sträuße aufhängen oder zwischen die Wäsche legen. In Schweden weden hübsche kleine Kränze für die feine Wäsche gefertigt.

Nun lasst den Kuchen am Besten über Nacht fest werden an einem kühlen Ort. (Ich bin übrigens von einem Rezept in einer Zeitung inspiriert worden.)

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Dann möchte ich Euch die lustige Idee meines Sohnes nicht vorenthalten:

beim Wäsche machen wurden löchrige Socken aussortiert. Nun lagen die da so auf dem Boden rum und Sohnemann schnappte sich ein Paar, das vorn so fadenscheinig war, dass es nicht mehr sehr sinnvoll war, getragen zu werden. „Brauchst Du diese noch Mama?“ Und zack, schnippschnapp, waren die Zehenspitzen ab – von den Socken. Dann zog er sie sich über die Unterarme und grinste mich an: „Schön warm!“ Und ich musste ihm recht geben. Manchmal sitzt man doch Abends draussen im T-Shirt oder wie auf dem Foto zu sehen im Hemd. Und wenn s kühler wird, reicht uns wirklich manchmal nur so ein bisschen Stoff…

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Ist es nicht der Wahnsinn, wie üppig es im Garten blüht? Aber bei der Wärme vergehen auch die Blüten unglaublich schnell. Es hat einige mm Regen durch Gewitter gegeben, aber die reichen nicht. Und man hat das Gefühl, die Natur hat sich im Vermehrungsprozess des Frühlings schon fast verausgabt. Aber das scheint nur so, denn was jetzt so kreucht und fleucht, ist wohl einfach etwas stiller. Die Marienkäfer haben sich überall im Garten verteilt und vertilgen Läuse. Ganz kleine, wilde Bienen fliegen emsig zum Insektenhotel – so unscheinbar, dass man sie fast übersieht. Überall hat der Spinnen Nachwuchs kleine Spinnweben gesponnen. Die Johannisbeeren werden *gefühlt* auf einen Schlag alle rot, genau wie die kleinen, wilden Erdbeeren. Ganz früh morgens schnüffelte jetzt der Igel unter dem Rosmarin und den Stauden, er war ungewohnt leise unterwegs. Aber auch auf den Feldern ist der Sommer eingekehrt, die Ähren färben sich schon gelb und der Wind wiegt sie sanft hin und her.  Ob die Körner wohl genug Wasser hatten dieses Jahr um eine gute Ernte zu bringen? Über uns kreisen die roten Milane oder Bussarde in der warmen Luft.

Wünsche Euch mit diesem gemischten Beitrag einen guten Start in den Tag/Woche