Frühling lässt sein blaues Band

Es ist draussen so warm, dass man vergisst, dass wir erst März haben. Die Eichhörnchen jagen sich, im Gehölz umschwirren sich die Vogelpaare, der Fasanenhahn ruft jeden Morgen fast zur gleichen Zeit sein „Göckgöck“ im ersten Sonnenlicht. Er steht immer an der gleichen Stelle und obwohl er etliche hundert Meter weit trohnt, ist er gut zu erkennen. Es scheint diesen Winter nur ein Hahn überlebt zu haben, hoffentlich sind genug Hennen da! Am schönsten war es aber, als mich morgens beim Hundegang erst einige Schwanzmeisen „besuchten“ und dann ein Paar Wintergoldhähnchen. Die Meisen sind kleine Clowns, die jetzt von Baum zu Baum ziehen und auch sonst eher Gebiete durchwandern. Kopfüber suchen sie nach Insekten und ihr Piepen begleitet einen längst des Weges. Die Wintergoldhähnchen waren Gott sei Dank sehr mit sich beschäftigt, so dass ich sie genauer betrachten konnte und am gelben Schopf erkannte, um welche winzigen Vögelchen es sich da handelte. (Es gibt auch Sommergoldhähnchen.) Fotos gibt es keine, aber ich hab mich endlich mal wieder hingesetzt und Aquarelle gemalt:

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Hoffe, Ihr könnt die Natur und die Sonne noch geniessen, habt eine schöne Woche!

Ps. Es gibt erste Löwenzahnblüten…. ich möchte Löwenzahnblüten machen, erzähle nächstes Mal mehr dazu!

 

entschlacken oder so?

Hallo Ihr Lieben!

Habt Ihr im Frühling auch immer das Gefühl, die Frühjahrsmüdigkeit hat Euch diesmal besonders schlimm erwischt?

Da hilft nur eins, den Stoffwechsel auf Vordermann/frau zu bringen. Den inneren Schweinehund zu überlisten und überwinden. Seufz. Ja, dass ist gar nicht so einfach.

Eigentlich ist die Fastenzeit vor Ostern ja schon ganz gut gelegt, denn dann achtet man vielleicht doch etwas mehr auf seinen Körper, wenn da so einen Anlass ist. Ich habe festgestellt, dass mehr Bewegung und viel raus gehen definitiv dabei hilft, die Müdigkeit schneller zu vertreiben.

Im Frühling mache ich immer eine kleine „Kneipp Wacholder Kur“. Die ist auch stoffwechselanregend und unterstützt so den Kampf gegen die Frühjahrsmüdigkeit.  Diese immergrünen Zypressensträucher und -bäume gibt es ja viel auf kargen Böden und auf Heiden sind sie oft die einzigen Bäume, da sie nicht von Weidetieren gefressen werden. Vögel lieben die Beeren, sie scheiden die Samen wieder unverdaut aus und verbreiten so die Pflanze. Eigentlich sind die Beeren auch botanisch gesehen Zapfen, die 1-2 Jahre zur Reife benötigen. Da in Deutschland Flächen immer stärker genutzt werden für Wald und Wiesen, ist die Verbreitung von Wacholder zurück gegangen. Als Kinder sind wir mit der Familie oft auf so eine Bergkuppe, eine Hochheide, dort haben wir Wacholderbeeren dann selber gesammelt. Hat das immer an den Händen gepiekt…

Wacholderbeeren sind nicht nur in der Küche ein wichtiges Gewürz, das Holz und auch die Früchte werden beim Räuchern verwendet und es gibt unzählige Arten von Wacholderschnäpsen. In der Naturheilkunde wurde schon im Mittelalter aus den Früchten eine Salbe für schmerzende Gelenke gemacht. Die Beeren unterstützen Rheuma- und Gichttherapien. Sie helfen bei der Verdauung (u.a.Sodbrennen,) und steigern die Harnausscheidung. Allerdings kann eine Überdosierung zu Vergiftung führen und Darm und Nieren reizen, sowie die Herztätigkeit und Atmung zu sehr steigern. Schwangere und Nierenkranken ist davon abzuraten. Sebastian Kneipp, der Pfarrer und Volksmediziner empfahl als Kur das morgendliche Kauen und Essen der Beeren – mit reichlich Wasser trinken. (1. Tag 4 Beeren, 2. Tag 5 Beeren,—-12. Tag 15 Beeren und dann wieder zurück dosieren. Nicht länger als 6 Wochen) Ich nehme nicht ganz so viele Beeren und mache nur eine kurze Variante. Erstens neige ich dazu, nicht genug zu trinken und zweitens habe ich für mich festgestellt, dass auch schon weniger reichen, um mal ordentlich durchzuspülen.

Als ich ein wenig über Wacholder nachlas, habe ich auch erfahren, dass leider der Gartenwacholder eine Wirtspflanze für den Birnengitterrost ist. Er hat dazu beigetragen, dass es insgesamt weniger Birnbäume gibt, da diese dann stärker davon befallen wurden. Nun, das erklärt einiges, in meinem Garten steht ein kleiner Birnbaum und ich habe auch einen Gartenwacholder. Mein Säulenbirnbäumchen kämpft jedes Jahr fleissig gegen den Rost und ich weiss, ich kann dagegen spritzen und muss mit dem Laubfall aufpassen… aber letzen Jahr war der Befall schon weniger. Man sagt ja, manche Bäume werden zwar nicht immun dagegen, aber resistenter.

Wünsche Euch eine schöne Woche.

 

 

Herzerwärmend

Gestern bekam ich total überraschend ganz liebe Post!

Mein Wappentier frisch geschnitzt aus Hamburg.

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Ihr glaubt gar nicht wie ich mich gefreut habe über diese unerwartete Post. Auf diesem Wege noch mal ein ganz herzliches Dankeschön! Der Briefumschlag war auch so liebevoll gemacht, welcher Titel (über Störtebeker) ist das? Und mit dem kleinen Beutelchen dabei, seufz!

Herzerwärmend

Ganz liebe Grüsse!

…getan

Ja, das Wochenende steht vor der Tür und es künden sich Regenwolken an. So schnell kann es gehen. Gestern um die 20°C und heute 10° weniger, außerdem grau in grau mit Nieselregen.

Aber der Regen muss ja auch sein. „Der März kühl und nass, füllt des Bauern Scheun` und Fass.“

Heute war Grünabfuhr und ich hab ewig lang mit der Rosenschere das ganze Schnittgrün in Kartons geschnitten. Gerade diese dornigen Rosen, da soll auch keiner von der Müllabfuhr rein greifen müssen, wenn man Reisigbündel zusammenschnürt. Aber ist eine ungeheure entspannende Arbeit, meditativ und gibt Muskelkater in den Händen.

Das Hochbeet wurde mit einer Schicht torffreier Gartenerde aufgefüllt und hoffentlich wachsen jetzt dort bald Radieschen, Lauchzwiebel, und Wurzelpetersilie. Es sieht zwar so aus, als wären dort die Reihen ganz dicht gesäht, aber das sind die „Bewässerungsspuren“.

Mein Rosmarin ist wirklich mittlerweile recht gross und hat den Winter super überstanden. Der Thymian und einige Lavendel dagegen nicht. Ich habe von dem abgeschnittenen Rosmarin zwei Kränze geflochten, nicht besonders rund. Die hängen jetzt  an der Terrassentür und duften immer mal wieder, wenn die Sonne drauf scheint, wenn man sie berührt. fein. Übrigens nutzen schon die griechischen Gelehrten den belebenden Duft des Rosmarins um sich besser zu konzentrieren. (Schwierig mit dem Foto im Dauergegenlicht). Rosmarin ist ein wichtiges Kraut in meinem Garten und Küche. Ich esse gern Backofenkartoffeln mit Rosmarin oder Thymian. Wer so was noch nie gemacht hat: einfach Kartoffeln gut waschen, halbieren, (achtet darauf, dass alle Stücke in etwa gleich gross sind,)  auf ein Backblech mit Backpapier legen und mit Meersalz bestreuen. Darüber dann noch die Kräuter und grob Olivenöl verteilen. Bei ca. 20°C in den Backofen gar backen, am besten mal rein stechen. Die Kartoffeln bekommen eine süssliche Note durchs Backen. (Die meisten kennen das mit Süsskartoffeln.)

Am Wochenende werde ich wohl viel lesen und meine Stapel Zeitschriften durchgehen und viele davon aussortieren. Zu Weihnachten haben wir von einem lieben Freund ein Abo dieser Schottland Zeitung bekommen, sehr empfehlenswert für alle Schottlandbegeisterten. Diese Hefte kommen natürlich nicht weg, sondern werden immer wieder in die Hand genommen, wenn wir uns nach Schottland denken wollen. Im Zuge des Brexids sind wir jetzt sehr gespannt, was dort noch alles passiert. Die Schotten sehen sich sehr als eigenständig handelnde Nation und nur wirtschaftliche Aspekte würden sie im Verbund halten. Wir werden sehen.

Macht Euch eine schönes Wochenende!20170317_131220

Garten und Co.

Hurra!

Sonne! Es wird auch milder! Die Natur explodiert. Durch Krankheit ist viel Arbeit liegen geblieben. Der Garten verändert sich jetzt so schnell. Ich schneide zB. Rosen im Frühling und entsprechend musste da jetzt schnell was passieren. Auch lasse ich immer für die Insekten das alte, braune und vertrocknete Planzenwerk stehen. Aber jetzt muss das schnell weg, dann kommt die Sonne an die frischen Knospen und Platz haben sie auch.

Ich komme sehr in s Schwitzen, Gesundheit muss erst wieder aufgebaut werden. Aber:

„All mein Mühsal heilt mein Gartenspaten“

Leider kenne ich den 100% igen Wortlaut und den Autor des Zitates nicht mehr, aber ich liebe diesen Spruch!

Ach, im Frühling ist das doch wirklich so. Freiwillig arbeiten im Grünen. Und es verändert sich die wilde Natur täglich. Es ist so schön, wenn man wieder die viele Zugvögel sieht und hört. Der erste rote Milan kreiste im Aufwind, zwei Bussardmännchen umsegelten ein Weibchen. Die Eichhörnchen sind scheinbar allgegenwärtig und suchen ihre letzen Verstecke auf, aber finden sich auch zu Gruppen und es wird fleissig gebalzt. Heckenbraunellen huschen von Ast zu Ast im Unterholz und singen so wunderbar. Überall Neuanfang.

Die Wangen werden von der ersten Sonne leicht rot und sogar meine Jungs setzen sich freiwillig in die Sonne! Ich hoffe, Ihr habt alle ein wenig Zeit, etwas Kraft draußen zu tanken. Wünsche Euch eine schöne Zeit.