Der erste Monat 2020

Hallo Ihr Lieben.

Da ist der erste Monat des neuen Jahres schon wieder vorbei. Dahin, wollte ich eigentlich schreiben. Aber „dahin“ klingt irgendwie so negativ.

So nach dem Weihnachtsfest kam der Alltag nur langsam wieder in Gang. Vor allen Dingen gelesen und auch gern mal faul eine Serie geschaut habe ich in der ersten Zeit. Ein Basteltreffen wurde eingerichtet und macht unheimlich viel Spass, auch wenn es über die digitalen Weiten hin statt findet, (so schön! mit Maike und Gabi,  Danke Euch sehr).

 

 

 

Das erste Blumensträußchen des Jahres gab es, mehr noch schöne Sonnenaufgänge, vor allen Dingen, wenn es eine kalte Nacht gegeben hatte. Die ersten neuen, geschnitzten Stempel habe ich auch gezeigt, sowie tunesisch gehäkelte Pulswärmer. Einen Ausflug in die Römervilla nach Bad Neuenahr Ahrweiler wollten mein Mann und ich eigentlich machen, aber das Museum hat zZt geschlossen, einen Hinweis dazu gab es leider im Netz im Vorfeld nicht. Schade. Aber wir konnten einen schönen Gang durch die Weinberge machen. (Zeige bald mehr.)

Jetzt, zum Monatsausklang, wurde schon das erste Mal Karneval gefeiert, bzw vor allem organisiert, (nicht von mir alleine!). Sehr packte mich nun eine Leseempfehlung: „The Hunger-Die letzte Reise“ von Alma Katsu

Ein unglaublich spannendes Buch, schon auf den ersten, noch unspektakulären Seiten, fesselt es einen. Menschen, die aus verschiedenen Ländern Europas ihr Glück im „Wilden Westen“ des Jahres 1846 suchen, werden vorgestellt. Da kann man sich schon die ersten Tage der anstrengenden Reise kaum vorstellen. Als nun auch noch ein Kind verschwindet, die Spannungen zwischen den Menschen steigen und die Angst auf den Leser förmlich überspringt, spitzt sich die Lage natürlich zu. Indianer? Ungeheuer? (Vorurteile, Ängste, Unwissenheit, Ignoranz,…) Und all das, wo die Reise schon jahreszeitlich spät dran ist. Der Roman basiert übrigens auf realen Ereignissen. Danke Maike, bitte mehr Empfehlungen.(übrigens selbstgekauft)

Das Wochenende kommt schon bald um die Ecke, der Februar klopft an.

Macht es Euch gemütlich.

Monatscollage verlinkt bei Birgitt und beim Lesezimmer  von Kaminrot

und beim Freutag

Die letzte Woche

Hallo, Ihr Lieben.

Ein Plausch zu Kaffee oder Tee gefällig? Andrea sammelt wieder unsere Beiträge auf dem Blog Kaminrot.

Die Woche startet eigentlich recht ruhig und alltäglich. Trauriges Thema Tod bahnt sich da nur schon an, u.A. die Beerdigung einer Nachbarin, Terry Jones stirbt mit 77.

Min. of silly walk

Ich gehöre ja zu den wenigen Menschen, die im Advent wenig(er) dekorieren und wir schmücken erst am Heiligen Abend den Baum, dafür darf er dann auch länger stehen, denn die Weihnachtszeit geht doch bis Maria Lichtmess. Leider ist diese Woche der letzte Termin, an dem die Bäume hier abgeholt werden, so musste ich Donnerstag den Baum abschmücken. Nun, sehen wir es positiv, etwas mehr Platz wieder. Ich finde es trotzdem merkwürdig, dass viele jetzt schon den Frühling dekorieren, wo doch Januar und Februar die Wintermonate sind. Pünktlich hat uns auch winterliche Kälte eingeholt.

Erste Karnevalskostüm Überlegungen werden angestrebt. Der jüngere Sohn möchte als „Crowley“ aus „Good Omen“ (wunderbares Buch von Terry Pratchett und Neil Gaiman,) gehen und er schaut gleich noch Mal die gelungene Serien Verfilmung. Ab und zu muss ich mich dazu setzen, allerdings voll konzentriert, denn er schaut auf Englisch, was ebenfalls wunderbar ist, aber auch für mein Schulenglisch etwas schwieriger. Ich habe endlich „meine“ Miss Fisher zu Ende gelesen und bin noch etwas unentschlossen, ob ich den Roman mag. Häufig finde ich Bücher besser als ihre Verfilmungen! (Es lebe die eigene Fantasie!) Aber sehr gern habe ich mir am Freitag die erste Folge *Picard* angesehen und dabei gestopft. Nun ja, eigentlich konnte ich eher erst hinterher stopfen, hätte ich mir eigentlich denken können, (und das soll Euch sagen, dass mir die Folge sehr gut gefallen hat.)

 

Nachschub an Lesestoff habe ich mir in der Bücherei geholt, u.a. das neue Buch von Konrad Beikircher über den berühmtesten Sohn der Nachbarstadt Bonn. Es ist der 250. Geburtstag Beethovens dieses Jahr. Sein Geburtshaus steht in Bonn und die Stadt  feiert seinen berühmten Komponisten. Ich feiere ein wenig anders:

beethoven
Dem Bonner Plakat nachempfunden

Beethoven 200

Außerdem lese ich von Andrzej Sapkowski „Das Erbe der Elfen“, ich habe vor Jahren keine richtigen Zugang zu den Hexer Büchern gefunden, aber nun scheint es zu klappen, auch wenn der Anstoß dazu die Serie war, (ja, ich schau sehr gern Serien). Nun muss ich meine Aussage oben etwas revidieren, ich versuche beide Medien eigentlich als eigenständige Werke zu sehen.

Bücher

Und dann noch eine traurige Meldung, Gudrun Pausewang, Autorin vieler kritischer Jugendbücher [Die Wolke] ist verstorben. Was für eine Woche.

Ich wünsche Euch allen ein schönes Wochenende, macht es Euch gemütlich!

 

Verlinkt bei Kaminrot.

 

Tiere um die Ecke

Hallo Ihr Lieben.

Zu Weihnachten habe ich von einem guten Freund ein ganz wunderbares Buch geschenkt bekommen: Sven Meurs „Großstadt Wildnis“ im Knesebeck Verlag, mit Illustrationen von Jörg Hülsmann.

Dass viele Wildtiere, außer den üblichen Singvögeln oder Kaninchen, in dicht besiedelten Gebieten leben, ist mir natürlich bekannt, wie so manch anderem Beobachter auch. Ich weiß noch, daß mir niemand glauben wollte, daß ein Habicht (das erste Mal) in unserem Minigarten saß, in einer Reihenhaussiedlung. Im Schnee sah ich in einem Jahr Pfotenabdrücke von Waschbären. Letztens erst glitt ein Uhu, verfolgt von Krähen, über mich, im Wohnviertel. Wildschweinspuren gab es hier auch in unmittelbarer Nachbarschaft. Marder huschen natürlich auch herum, Eichhörnchenbilder konnte ich Euch auch mehrfach zeigen, genau wie Spechte, (s.u.).

In diesem wunderbaren Buch geht es genau darum, um die sogenannten Kulturfolger. Tiere, deren ursprünglicher Lebensraum ganz anders aussieht und die nun in unmittelbarer Nähe von Menschen leben, sich anpassen, wo man es kaum erwartet hätte.

Passend dazu habe ich von meiner Mutter Henry David Thoreau „Wilde Früchte“ geschenkt bekommen. Der wunderbar illustrierte Band beinhaltet die vielen Pflanzen und Früchte, die Thoreau zusammen gesucht hat als handschriftliche Materialsammlung. Seit ich in meiner Jugend durch den Film „Der Club der toten Dichter“ auf Thoreau aufmerksam wurde, ist er immer mal wieder in meinem Leben aufgetaucht.

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Nun blättere ich immer wieder in dem wunderschönen Buch mit den Illustrationen von Sonja Schadwinkel. Wie in einem Tagebuch hat Thoreau alle seine Beobachtungen über sehr viele Pflanzen niedergeschrieben, nicht nur Praktisches, auch über Duft und Schönheit.

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Ein sehr interessantes Buch habe ich heute aus der Bücherei mitgebracht. „Tierische Jobs“, von Mario Ludwig beim wbg Theiss Verlag. Sehr unterhaltsam und informierend, wunderbar ausgewählt und mit zurückhaltenden hellgrauen Illustrationen.

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Wußtet Ihr, daß es Riesenratten gibt, die trainiert werden können Tuberkulose zu erschnüffeln, immerhin eine der schlimmsten Infektionskrankheiten, (ja immer noch!). Oder daß es Archäologie Hunde gibt? Das in der Medizin früher Blutegel eingesetzt wurden, wissen sicher viele von Euch, daß es immer noch so ist, vielleicht nicht. Oder das ein Kröterich Halluzinogene produziert, eigentlich als Abwehrmittel? Einer der teuersten Käse der Welt wird übrigens aus der Milch von Elchkühen gewonnen. So viele Beispiele über fantastische Tiere! Schade, dass dieser Titel vielleicht ein wenig unter gehen wird, da er in einem wissenschaftlichen Verlag erschienen ist. Vom Wissens- und Unterhaltungswert kann er aber locker mit Sy Montgomerys „Glühwürmchen“ mithalten.

So, jetzt wisst Ihr, was ich unter Anderem in den letzen Tagen alles vor der Lesebrille hatte. Euch eine gute Woche.

 

 

 

 

Die beste Zeit für Bücher!

Hallo Ihr Lieben.

Ja, wenn wir mehr Zeit im kuschelig-warmen Zuhause verbringen, ist auch mehr Zeit für Bücher. (Alle Titel hier werden nicht im Auftrag besprochen!)

Ich habe gerade eine Reihe angefangen, die mir wirklich sehr gut gefällt. „Die Spiegelreisende“. Schon im Sommer hatte ich den ersten Band in der Hand, in der Lieblingsbuchhandlung auf Rügen. Aber das Buch ist richtig dick, so dass ich nur an das „Gepäck zurück“ gedacht habe. Daheim habe ich mir den Titel etwas später in der Bücherei gewünscht, da ich nun schon wußte, das vier (dieser dicken) Bücher erscheinen sollten. (Der vierte Band ist für Mai 2020 angekündigt.) Mein Regalplatz ist mittlerweile sehr begrenzt und ich schaue genau, ob ich Titel kaufen möchte. Bei der Bücherei hat es etwas gedauert, aber endlich verschlinge ich den ersten Band über die „Lesende“, Ophelia, die zu ihrer Gabe, von Dingen ihre Geschichte zu erfahren, die Fähigkeit hat, durch Spiegel zu reisen. Die Menschen leben auf Erdsplitter, sogenannten Archen, auf jedem Erdteil lebt „eine Familie“. Ophelias Beruf(ung) ist das Archivieren und Erhalten von Wissen durch Bücher und Gegenstände, was sie von ihrem Onkel gelernt hat. Äußeres ist ihr unwichtig, was Andere von ihr denken zweitrangig. Heiratsvermittlungen ihrer Familie hat sie zwei Mal ablehnen können, doch nun wird sie von höchster Stelle an einen „Nordmann“ vom Pol verlobt, einer ihr unbekannten Familie auf einer anderen Arche.  Und dann reist der Zukünftige in seinem Eisbärenfell  im Luftschiff an und alles ändert sich, denn auch der junge Mann ist unwillig und gibt Rätsel auf!

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Schon lange „hatte“ mich ein Buch nicht mehr auf den ersten Seiten! Die Sprache, die Hauptperson, die Weltendarstellung, die Erzählweise. Der Insel Verlag wirbt (wiedermal) mit dem H. Potter Vergleich, da die Reihe in Frankreich wohl ähnlich eingeschlagen ist, nachdem die Autorin einen wichtigen Preis gewonnen hatte. Tatsache ist, dass die Autorin Christelle Dabos eine ganz eigene Welt geschaffen und besondere Charakter erdacht hat, das ist in dieser Flut von „All Ages Büchern im Fantasy Bereich“ schon eine Leistung. Auch die Covergestaltung sticht aus dieser Menge hervor. Wer gerne in andere Welten abtaucht und das auch länger, dem empfehle ich diese Reihe sehr gern!

 

Bildschön ist dieses Wimmel- und Wissensbilderbuch! Wunderbare Grafik, leicht vermitteltes Wissen, Suchspiel, Seh-Erlebniß! Ich liebe ja diese Art der Zeichnungen, viele Bilderbücher meiner Kindheit waren so gestaltet. Ein Buch für Große und Kleine zum Abtauchen und es fällt mir fast schwer, den Titel zu verschenken. Immer wieder kann auch ich wegtauchen in den schönen Bildern von Yuval Zimmer.

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Fischer vlg

Irgendwann letztens bin ich auf Bilder von Friedrich Justin Bertuch gestoßen. Dann habe ich herausgefunden, dass der Verleger, Autor, Forscher und Künstler Wissen gesammelt und gedruckt hat:

Bertuch, Johann Freidrich

bilderbuch für kinder

Ich bin sehr begeistert und werde dazu noch extra etwas schreiben. Erst einmal und einfach zum Schauen und wundern.

Opa H.

Meine Mutter hat mir vor einiger Zeit verschiedene Büchlein meines Großvaters geschenkt. Eigentlich hatte ich nicht erwartet, dass er sich so sehr mit dem Thema Obst beschäftigt hat. Ich kannte ihn ja auch nur als alten Mann, der nicht viel von sich erzählt hat und mit kleinen Kindern auch nicht viel anfangen konnte. Etwas später entdeckte er, weil ich seine alten Geschichtszeitungen aus dem Regal zog, dass wir beide an Geschichte Interesse hatten, oder er zeigte und erklärte mir auch seine Briefmarken. Das er sich mit Obstsorten für den Garten auseinandergesetzt hatte und auch reichlich anpflanzte, war mir nie so bewusst gewesen. Als zweifacher Kriegsheimkehrer und Familienvater wußte er um die Bedeutung von Obst. Aber es muss ihn auch sehr interessiert haben. Ich mag die wunderbaren, einfachen Illustrationen. Und es ist interessant, in diesen Heften (Bücher waren viel zu teuer, gab es auch kaum) zu lesen. Die Art der Wissensvermittlung ist altmodisch, aber grundsätzlich immer noch aktuell und ich habe z. B. dazu gelernt, dass die Früchte der Mahonie (eine Berberitzenart)  essbar sind, ich habe sie nur als Frühblüher und reiche Hummelweide im Garten. Sie ist sehr Vitamin C haltig und wird auch zum Einfärben von Lebensmitteln genutzt. Vögel bekommen die Beeren bei mir bis jetzt immer, ob ich da nächstes Jahr selber schaue?

Mahoniezum arbeiten

Der Klett Cotta Verlag hat immer schon wunderbar gestaltete und gut hergestellte Bücher heraus gebracht. Nun gibt es alte Krimis in Neuauflage. Bis jetzt war der Verlag eher den meisten Lesern für Fantasy bekannt (Ihm ist zu verdanken, das Tolkien auch in Deutschland so bekannt wurde). Krimis waren noch vor Jahren ein Randgebiet im Literaturgeschäft, eher nah am Groschenroman. Sie waren teils schlecht übersetzt und gekürzt. Ich habe die Nero Wolf Krimis von Rex Stout damals sehr gerne gelesen. (Auch die Serie ist gerade auf DVD erschienen, ah wie fein.) Nun sind erste Titel über den sehr eigenen Privatdetektiv und seine rechte Hand Archive Goodwin, neu übersetzt und gestaltet worden. Das ist wirklich sehr gut so! Ein in Stoff gebundenes Buch gibt es heute nicht mehr oft. Ausserdem ist die Übersetzung so viel „pfiffiger“ (wenn ich das mal so umschreiben darf). So lese ich die Krimis gern noch mal! Und zur rechten Zeit natürlich die Weihnachtsgeschichte. Ich habe viel geschmunzelt und noch Mal mitgeraten.

rex stout

stapelAch ja, so viel zu lesen, stapelt es sich bei Euch auch gerade?

Und zu schauen gibt es gerade die wunderbaren neuen Staffeln von „High Seas“ und „The Crown“. Außerdem schnitzen ich gerade so gerne, das anschließende Stempeln ist fast eher zweitrangig, ich liebe das Schnitzen. Habe ich Euch noch gar nicht meine Neuzugänge bei den Bären gezeigt!? Der Panda gefällt mir sehr gut, so mit Mützchen. Aber auch Dachs und Fuchs sind portraitiert worden. Dabei habe ich zwei verschiedene Arten von Stempeln geschnitzt, da der Softcut wirklich jede Feinheit wiedergibt (Dachs und Fuchs),  das Factis, gerade wenn etwas größer wird, sehr viel praktischer ist (kein Werbeauftrag). So entstehen Kärtchen und Lesezeichen.

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Die ersten Plätzchen wollen auch bald gebacken werden. Mandeln und Bio Zitronen habe ich schon für Cantuccini eingekauft. Kekse und Bücher, perfekt.

Macht es Euch gemütlich, die letzte Novemberwoche hat angefangen, der Advent steht vor der Tür.

Verlinkt beim creadienstag und dem Lesezimmer von kaminrot

 

 

 

 

 

Keltische Knoten

Hallo Ihr Lieben.

Wer schon mal in Irland war, der hat sie gesehen, überall: die keltischen Knoten. Als in unseren Breiten sich ein gewisser Karl krönen lies und auch „diese neue christliche Religion“ als Staatsreligion einführte, war das Christentum in den schottischen und irischen Landen schon wesentlich verwurzelter. Wirklich Genaues weiß man nicht über das Book of Kells, welches um diese Zeit in Schottland gemalt und geschrieben worden sein soll. Da auch Wikinger immer wieder an den Küsten Schottlands und Nord-England einfielen, wurde das Buch wohl nach Irland geschickt, um es dort zu verstecken. Allerdings weiß jeder, der schon mal die Rundtürme in den Abteiruinen auf der grünen Insel gesehen hat, daß auch Irland nicht von den Barbaren aus dem Norden verschont blieb. In der Kells Abtei wurde es lange aufbewahrt, dann aber gestohlen. Doch die Diebe hatten wohl mehr Interesse am goldenen Einband, denn der heute legendäre Band über die vier Evangelien wurde wenig später gefunden.

Überall in diesem aufwändig gemalten Buch sind „keltische“ Motive eingebunden. Aufwändig sind Buchstaben in kräftigen Farben hervorgehoben. Die vier Evangelisten, Maria mit dem Kinde und Jesus sind auf ganzen Seiten zu sehen. Das Gold, welches für diese Kunstwerke benutzt wurde, ist übrigens kein echtes Gold, sondern eine Mischung aus Arsen & Schwefel und wird Orpiment genannt. Das Blau wurde nicht aus Lapislazuli, sondern aus Färberwaid extrahiert und ist im Prinzip die Farbe Indigo.

book-of-kells-enc.-britannicaDie vielen Spiral- und Knotenmuster sind besonders schön, Ornamente rund um Tiere und Menschen. Heute kann man sich in Dublin, im Trinity College immer zwei Seiten, welche regelmässig umgeblättert werden, unter Glas ansehen. Eine gekonnte, bildliche Mischung der Religion(en) und Mythen.

Also ist es kein Wunder, dass ich mir schon länger einen Stempel schnitzen wollte. Seid ich das erste Mal in Irland, Schottland und der Bretagne war, bin ich begeistert von diesen „Schnörkeln“.

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Diese Tiere, die sich in den eigenen Schwanz beißen, die Beine durcheinanderwirbeln, Vögel mit immer wieder gewundenen Hälsen, Knoten, die Unendlichkeit verheißen. Dabei sind mir natürlich auch wieder Bücher in die Hände gefallen. Morrigan, die Hexe und Cú Chulainn, (auch Cuchulain) der größte irische Kämpfer, all die Märchen über Leprechauns, Elfen und Geister, gehören in mein Lieblingsbücher Regal. Sehr passend übrigens gerade, denn es jährt sich „all hallows eve“.

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Als Stempel gar nicht so einfach zu schnitzen, wie es aufzumalen war, geht der Verlauf  dieses Spiralen und Schnörkel nun drunter oder drüber?

 

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Hier seht Ihr, dass ich mich schon mal mit dem Thema beschäftigt habe und Stempel, soewie Linol geschnitzt habe.

 

Eigentlich wollte ich an diesen Beitrag zur Mustersammlung von Michaela noch Art Deco und Jugendstil anschließen, aber der Monat ist schon wieder um. Mal schauen, ob ich trotzdem…

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Euch allen eine schöne, sonnig-herbstliche Woche.

Slainte