Februar eben

Da geht der erste Monat des Jahres schon wieder vorbei. Birgit sammelt auch dieses Jahr unsere Monatscollagen und ich danke für die Verlinkungsmöglichkeit auch in diesem Jahr.

Immer wieder regnet es, auf den Wiesen steht das Wasser. Im Wind wippen die dürren, langen Äste der wilden Rosen und zeigen gen Himmel, welcher sich ganz langsam verfärbt. Gern verlinke ich auch diesen Blick wieder in der Galeria Himmelsblick .

DER JANUAR von Erich Kästner (Athenäum Verlag)

Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Der Weihnachtsmann ging heim in seinen Wald.
Doch riecht es noch nach Krapfen auf der Stiege.
Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Man steht am Fenster und wird langsam alt.

Die Amseln frieren.
Und die Krähen darben.
Und auch der Mensch hat seine liebe Not.
Die leeren Felder sehnen sich nach Garben.
Die Welt ist schwarz und weiß und ohne Farben.
Und wär so gerne gelb und blau und rot.

Umringt von Kindern wie der Rattenfänger,
tanzt auf dem Eise stolz der Januar.
Der Bussard zieht die Kreise eng und enger.
Es heißt, die Tage würden wieder länger.
Man merkt es nicht. Und es ist trotzdem wahr.

Die Wolken bringen Schnee aus fremden Ländern.
Und niemand hält sie auf und fordert Zoll.
Silvester hörte man’s auf allen Sendern,
dass sich auch unterm Himmel manches ändern
und, außer uns, viel besser werden soll.

Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Und ist doch hunderttausend Jahre alt.
Es träumt von Frieden. Oder träumt’s vom Kriege?
Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Und stirbt in einem Jahr. Und das ist bald.

(1955 veröffentlicht)

nebelig-nass-kalt-grau-schön (Westerwald)

Irgenwie kommt mir gerade sehr oft Erich Kästner in den Sinn. Die Winter Melancholie wird so gut wiedergegeben und überhaupt mag ich Kästner, der selbst mit seinen komödiantischen Werken immer mal wieder einen kleinen Nackenschlag kritisch austeilt. Liegt auch ein wenig an seiner (interessanten) Biographie, welche ich eigentlich viel zu wenig kenne. Wenn jemand da ein gutes Buch empfehlen würde, immer her mit den Tipps. Wusstet Ihr zB., dass Erich Kästner bei der Verbrennung seiner Bücher als einziger Autor anwesend war? Er blieb auch die ganze Zeit über in Deutschland (bis auf kurze Besuche in Nachbarländern), schrieb unter einem Pseudonym weiter („Drei Männer im Schnee“ u.A.), rettete sein Tagebuch/Chronik, weil er es immer als einziges mit in den Bunker nahm. Aber das ist nur ein winziger Schnipsel aus seinem Leben. Kaum ein Gedicht, welches meine Stimmung dieses Jahresanfangs besser beschreibt, als diese melancholischen Sätze. Ihr seht es auch an der Menge der Fotos, es war ein vergleichsweise ruhiger Monat – nicht dass wir uns beschweren würden! Es darf gerne langweilig bleiben! „Interesting Times“ gibt es doch genug.

Das Jahresprojekt wurde zu einem großen Teil bereits vorbereitet. Wenn man schon mal so im Fluss ist, nicht wahr? Ihr müsst Euch aber über das Jahr gedulden und so manches muss noch zu Ende gebracht werden und gezeigt wird ja immer nur monatlich. Am 1. 2. startet Andrea Zitronenfalterin dann mit Ihrer Linkparty. Den Beitrag über die Eiche habt Ihr sehr gemocht, Danke Euch dafür, ich werde sicher noch mal über Bäume dieses Jahr schreiben.

Ich dachte, da Vögel doch gerne Schutz im Unterholz suchen, habe ich dafür etwas geschnitzt, „Fummelskrams“ war das aber. (Verlinkt bei Creativsalat)

Grün für den Hintergrund

Und so geht es mit grossen Schritten zum zweiten Monat des Jahres. Es wäre der „jecke“ Monat, eigentlich, aber Omicron macht einen Strich durch die Rechnung der Karnevalisten, (nicht nur dort).

Bleibt alle gesund ist mir damit der wichtigstes Wunsch für Februar!

Auch verlinkt bei Andreas Samstagsplausch

Langsam, aber gewaltig

Hallo Ihr Lieben.

Wichtel Tür, entdeckt beim Spaziergang letzte Woche

Mögt Ihr Euch auch gerade lieber verkriechen? So eine grosse, gewaltige Eiche als kleine Heimstatt? Na, hübsch anzusehen allemal und beflügelt meine Fantasie. Vor diesen gewaltigen, alten Eichen könnte ich immer wieder voller Ehrfurcht stehen bleiben. Kein Wunder, daß sie als „der deutsche Baum“ gilt. (Ihr erinnert Euch noch an den/die Pfennig/e? Da waren Eichenblätter drauf. Die Bezeichnung „Pfennig“ als Währungseinheit gab es übrigens schon seit Karl dem Großen.) Kaum ein Baum, der trutziger, gewaltiger und knorriger da steht, als eine alte Eiche, die 1000 Jahre alt werden können. Ohne die Eiche hätte es vielleicht keine großen Segelschiffe gegeben, was hätte man zum Gerben genutzt, die Eicheln galten als gute Schweinemast und man kochte sogar in Notzeiten Kaffee daraus. Das Holz hart und wertvoll. Der Baum verehrt von unseren Vorfahren, nicht nur als Baum des Donnergottes und als Friedens- und Richtbaum bekannt, mit Märchen und Mythen verbunden. Und dann doch so empfindlich auf den sauren Regen reagierend. Gut, dass sich viele wieder erholt haben, denn die Eiche wächst langsam.

Und was alles so darin und davon lebt. Eichelhäher, Eichenprozzessionsspinner und Eichhörnchen haben es ja sogar im Namen.

Mit Pilzbegleitung
Im Park in Begleitung von Ahorn und Kirsche
Bunter Nachwuchs der kanadischen Eiche
Uralte Eichen auf Rügen
Kanadisches Eichenblatt als Stempel

Ewigkeit, Zukunft, Kraft, Ausdauer und Stärke, all das sahen und sehen Menschen in der Eiche, nicht zu vergessen: Wahrheit und Ehrlichkeit

Das können wir uns doch als Vorbild nehmen, vor allem im Moment

Verlinkt bei Astrid „mein Freund der Baum“

Gallwespen haben ihre Eier unter die Blätter der Eichen gelegt, früher waren diese wichtig, um Tinte herzustellen

Adventliche 12 von 12, 2021

Hallo Ihr Lieben.

Caro von draussennurkaennchen sammelt wieder 12 alltägliche Bilder vom 12.

So ein richtiger Alltag ist das ja eigentlich nicht, es ist nämlich der 3. Adventssonntag. Meiner fängt kurz nach 5.00 Uhr an. Ein wenig bleibe ich noch liegen und lese Alltägliches. Aber ich kann nicht mehr lange liegen und schleppe leise meine Kleidung nach unten und ziehe mich unbeeindruckt von allen anderen (incl. Hund) leise an. Ein Kaffee mit Adventskerzen. Stille, wohltuend! Leider klebt der Boden vom Unfall gestern immer noch etwas. Also auch schnell feucht wischen.

Noch mal wischen
Ganz früher Kaffee zum 3. Advent

Aber nass kalt ist es und um die Uhrzeit ist die Heizung noch länger auf Spahrflamme. Ich mache schnell den Ofen an. Sehr gemütlich jetzt!

Feuer = Wärme

Etwas später tappt der Sohn an den Tisch, er muss arbeiten und ist noch sehr müde. Etwas Kaffee mit Kakao und einen Happen Brot.

Auch für den Sohn gibt es ein schnelles, frühes Frühstück

Der liebe Schatz hat sich bewegt und da ist der Hund auch gleich drauf angesprungen. Aber der Hundegang ist auch von Nöten. Kaum sind wir vor die Tür, fängt es wieder an zu regnen.

Regengang, mag der Hund auch nicht

Ich mag es, wenn das Licht sich in den Regentropfen fängt!

Wassertropfen

Es wird ein ruhiger Tag, auch wenn wir beide die Booster Impfe super vertragen haben. Wie es sein muss, merkt man, dass der Körper arbeitet.

ein Porridge ansetzen und das Rezept raussuchen

Späteres zweites Frühstück und Anfang der Tortenbackerei. Ich teste zum ersten Mal Linzer Torte, für den kleinen Weihnachtskaffee, den wir unseren Senioren am Mittwoch anbieten wollen.

Vorbereitungen für die nächste Woche Cantuccini

Außerdem will ich wieder Cantuccini backen. Auch dieser Teig muss etwas ruhen. Es duftet wunderbar nach der frisch geriebenen Orangenschale. Die Füllung der Linzer Torte soll eigentlich mit Himbeermarmelade (Halt, nach neuem Recht ist das jetzt Konfitüre) und Himbeergeist verrührt werden. Nur den Geist, den habe ich nicht. 🙂  Apfelbrand wird es hoffentlich auch tun!

Advents Markt vor dem Bilderbuchmuseum

Kurzentschlossen geht die ganze Familie zum kleinen Advents Markt (wieder nur ein Wochenende am Bilderbuch Museum und mit 2G) So schön wie in den vergangenen Jahren ist es nicht mehr, einige Handarbeitsstände gibt es nicht mehr. Schade, wo doch auch all die Basare und Dorfweihnachtsmärkte nicht aufgemacht haben. Es fehlt auch an Flair dadurch. Zeitlich war es super abgepasst, noch recht leer, genau wie wir uns das erhofft hatten, sonst macht es auch 2G keinen Spaß.

Der Hirsch darf nicht fehlen
Daheim: Glühwein

Daheim wird von den lokalen Käsespezialitäten und vom mitgebrachten schottischen Fudge probiert. Ich hatte Glühwein im Vorfeld geholt, den trinken wir nun ebenfalls. Lieber gerade etwas weniger und nicht zu stark, daher nicht auf dem Weihnachtsmarkt. Außerdem muss ich noch die restlichen Vorbereitungen für das Backen gleich voran treiben. Dann will ich auch die Wärme des Ofens für weitere Bienenwachstücher nutzen.

Weihnachtliche Linzer Torte

Ich fühle mich jetzt doch recht k. o. und bin froh, dass ich es ruhig angehen lassen kann. Na ja, Kuchen backen, Cantuccini backen, (2x) … Dem Regen zuhören. Doch, sehr gemütlich.

Euch auch ganz viel Gemütlichkeit und einen erholsamen Abend. Wir sehen uns die nächste Zeit bei Caros Linkparty.

Mustang

Hallo Ihr Lieben.

Sozusagen auf den letzten Drücker habe ich noch eine schöne Linksammlung entdeckt. Leider etwas zu spät, denn ich liebe es, so „alten Kram“ zu fotografieren. Also habe ich jetzt nur etwas schnell geschaut, welches Motiv ich nun zeige und bin bei einem Mustang hängen geblieben.

Ich mag Oldtimer. Ich finde, die haben einfach viel mehr Charm als moderne Autos. Ihre Formen sind so viel schöner und eleganter. Durch Zufall standen wir in Gingst auf Rügen an der Strasse, als ein paar alte Schätzchen durch den Ort fuhren. So schnell konnte ich das Handy gar nicht rauskramen, da waren die ersten auch schon durch gedüst. Wobei „düsen“ da ja wirklich das falsche Wort ist, die Reisegeschwindigkeit in so manchem Oldi ist doch nicht mehr mit unseren leistungsstarken Karosserien zu vergleichen. Sicher merkte auch so mancher Fahrer die Kopfsteinpflaster stärker.

Aber dann erwischte ich noch diesen wunderschönen amerikanischen Mustang. Auch noch eines meiner Lieblingsautos. Zwischen den alten Häusern war er schon leuchtend zu erahnen:

Na, da ist die Stoßstange noch eine Stange. Das Design des Ford Mustangs war und ist legendär, sein Sound wurde bei der modernen Neuauflage sogar versucht, nachzumachen. Klar, diese Oldies sind, aus heutiger Sicht erst recht, nicht ökologisch gewesen. Aber alles befindet sich ja im Wandel und man lernt dazu. Schön finden darf man die Oldis trotzdem.

Vielen Dank für die Anregung, einmal Altes in Szene zu setzen. Wer mehr schauen mag, hier geht es zur Linkparty „Im Fokus“

nur noch aus der Ferne erwischt

etwas Besonderes

Hallo Ihr Lieben.

Die Zeit rast manchmal ganz besonders. Oft habe ich genau in den Übergangsphasen das Gefühl, dass besonders viel zu machen ist. Das liegt natürlich auch daran, dass in dieser Zeit tatsächlich mehr zu tun ist, wenn man es „zulässt“, wie im Spätsommer z.B. Ernte und das Verarbeiten der selbigen. Auch muss im Garten und Balkon besonders viel angegangen werden. Und man trifft sich wieder mehr mit besonderen Menschen bei dem schönen Wetter. Ach, das Wetterchen ist doch ein Traum, oder? Ganz besonders! Am Samstag Morgen war ich mit einer Freundin erstmals auf einem „holländischen Stoffmarkt“. Ich musste mich schon arg zusammenreißen. So viele besondere Schönheiten. Ich weiß, für viele ist dem nicht so, aber ich bin aus dem Staunen ob all der besonderen Vielfältigkeit gar nicht raus gekommen. Ich bin eben nicht jemand, der viel näht, entsprechend habe ich mich wenig bisher umgesehen. Aber jetzt ist einiges geplant und dafür muss meine Familie dann auch mal einen Tag ohne den Tisch auskommen. Zwei Reste und ein kleineres Stück für ein Shirt wanderten in meine Tasche.

Ideengeber?

Die letzte Woche war bestimmt von Aufräumen im Garten (sowohl Teile des alten Zauns entsorgen als auch vom übrig gebliebenen Lebensbaum ganz viel abschneiden), Abfuhrtermine mussten eingehalten werden. Mit der Freundin sammelte ich verschiedenste Äpfel auf der öffentlichen Obstwiese für die nächste Woche. Es wird wieder einen Seniorennachmittag geben, der erste seit Corona und ich möchte zwei Apfelkuchen backen. Aber natürlich wurden auch Äpfel von meiner Mutter schon verarbeitet. Der Dülmener Rosenapfel durfte erst hier ein wenig duften, aber da es teils leider Fallobst war, wurde Mus und Gelee gemacht.

Lebensräume

Almuth wollte mal von mir wissen, wo ich im Garten einfach *Hackklötze* als Insektenlebensraum stehen habe. So schön und besonders, was sie immer an Insekten auf ihrem Blog zeigt, da muss ich etwas Werbung für machen. Gleichzeitig ist es auch ein Foto für „Close to the ground“. Solche „Hackklötze“ sind wirklich gute „Hotels für allerlei Viecher“. Von unten werden sie ausgehöhlt, verschiedene Käfer setzen ihre Eier hier ab und ihre Engerlinge leben manchmal bis zu 3 Jahren da drin. Schmückend können sie auch sein. Ich habe sie am Rande des Beetes zur Terrasse stehen. Diese habe ich von meiner Mutter bekommen, nach dem letzten Sturm sind sie nach der Aufarbeitung der umgefallenen Bäume übrig geblieben. Erst waren sie tolle „Hocker“ und „Gelegeheitstischchen“, nun Häuser.

Am Morgen ist es mittlerweile doch recht kühl geworden, aber kaum ist die Sonne etwas höher geklettert, spürt man noch ihre besondere, warme Kraft. Ich sauge die Farben, die Gerüche und die Wärme auf um sie für später zu speichern, denn es ist nun Herbst.

Himmelsblick mit kleinen Schleierwolken besonders interessant, ich freu mich über jeden blauen Himmel gerade
Entstehung eines neuen Stempels, letzter Feinschliff fehlt noch …

Viel war ich kreativ diese Woche nicht unterwegs. Meine Mutter benötigte letztes Wochenende noch mal einige neue Karten, natürlich durfte mein momentaner, besonderer Lieblingsstempel nicht fehlen.

besondere Majestät, wer noch nachlesen mag…

Eigentlich sollte ich mich schon mal an den nächsten, besonderen Vogel machen, denn der Monat neigt sich dem Ende zu, die Wahl steht nun unmittelbar bevor und wir gehen in die letzte September Woche. Aber ich werde mich erst nächste Woche da dran machen. Das Jahresprojekt von Andreahttp://diezitronenfalterin.de hält einen doch manchmal auf Trab, was ich aber gut finde. Außerdem wirft der Oktober mit Ulrikes Projekt gruselige Schatten voraus. Kürbissuppe köchelt auch gerade vor sich hin. Dieses Mal habe ich sie mit Süßkartoffeln, Paprika, roter Gemüsezwiebel, Knoblauch und einige Kartoffeln und Möhren angesetzt. Am Liebsten nehme ich ja nach wie vor den Hokkaido Kürbis. Habt Ihr da auch so Eure besonderen Lieblinge?

Dann will ich mal schauen, wer sich alles zum Samstagsplausch bei Andrea versammelt hat.

Verlinkt bei Karminrot, Fotomomente, Galeria Himmelsblick