Wie versprochen zeige ich nun endlich den Taschenanhänger.
„Wenn Dir einer was will, kannst Du Dich damit wehren!“ So sagte mein Mann sinngemäß dazu.
Ein wenig ausprobieren beim Befestigen musste ich schon. Die Filzbälle wurden per Nadel und Nylonfaden zweimal durchstochen. So konnte ich oben den Ring anbringen und unten eine blaues Wäscheband, welches durch die Holzkugel führt, anknüpfen. Eine kleine Perle noch zum Verschließen am untersten Ende und das Band so um diese geknotet, dass es nicht durchrutschen kann… Fertig. Beim ersten Mal war mir nämlich genau dieses Abschlussband durch die Perle gerutscht, als ich gerade den Taschenbaumler anhängen wollte. Auch habe ich zum Schluss den Karabiner weggelassen, der war eigentlich nicht nötig.
Nun hat Pippi gewichtige Gesellschaft. Und weil das ja im Prinzip Werbung für Pippi Langstrumpf ist, sei die hiermit gekennzeichnet und Euch auch gleich gesagt, dass diese Puppe schon sehr, sehr lange anhänglich ist. (Keine Ahnung, ob es sie noch immer gibt.)
Das Nadelbriefchen ist übrigens schon sehr alt und gehörte der Grossmutter meines Mannes. So etwas mussten die Mädchen früher in der Schule machen, sehr gern hat sie aber nicht genäht und gestickt. Aber für Viele waren gerade diese Fertigkeiten, die wir als Hobby betreiben, eine Notwendigkeit. Der wunderschöne, blaubemusterte Stoff darunter gehörte dagegen meiner Oma. Er ist schon ganz weich und an einigen Stellen fleckig und geflickt. Aber Stoffe wurden nach ihrer ursprünglichen Verwendung als Kleidung, noch zu Beuteln, Überwürfen oder Deckchen genäht. Ich liebe diese springenden Hirschen und die Hasen scheinen miteinander zu plauschen.
Aber ich habe noch mehr vorzustellen. Einen wunderbare, bilderbuch ähnlichen Bildband über Weltenentdecker, den ich letztens hierentdeckt habe! (Werbung, weil Verlinkungen zu tollen Bücherblogs.)
Der Band von Jonathan Litton, Ch. Chalik, D. Shepperd, J. Davis, L. Hartas, über bekannte und weniger bekannte Abenteurer, ist nicht nur was für Kinder, auch Erwachsene können sich hier in fremden Welten tummeln und Geschichten von Menschen entdecken, über die sie vielleicht mehr lesen möchten. Ich lasse mal ein paar Bilder sprechen:
Außerdem wurde ich an eine meiner Lieblingstortenschlachten im Film „Das grosse Rennen rund um die Welt“ erinnert. ( div. Werbung, da Titelnennungen)
Dann möchte ich meinen letzten Fund zeigen, ein Döschen, das sicher aus eine Majolika oder Steingut Manufaktur stammt, leider kenne ich aber das Zeichen nicht. Kann mir da jemand weiterhelfen? Ich habe das Zeichen auch schon Mal gesehen, aber kann es nun nicht mehr zu ordnen, (es ist kein Porzellan).
Und was ich gerade lese, habt Ihr jetzt auch gesehen, Warlock Holmes. Ich muss mich ein wenig anstrengend, denn mein Englisch ist dafür etwas eingerostet. Aber es lohnt sich, zumindest, wenn man S. Holmes Fan ist, Humor mag und gerne auch mal Fantasy liest. Denn hier ist Holmes ein Hexenmeister und Watson der eher logisch denkende Part. Denning versteht es, die bekannten Geschichten von Holmes einzubauen bzw neu zu schreiben, so dass man manchmal laut loslachen muss. Leider gibt es diese Reihe noch nicht auf deutsch. Auch auf diesen Autor wurde ich durch einem tollen Blog aufmerksam.
Gerade habe ich gelesen, dass zwei grosse Künstler verstorben sind. Der eine auf der Leinwand, der andere mit Pinsel und Farbe.
Oh, wie gern habe ich den frechen Tom Jones, dargestellt von Albert Finney, gesehen. (Auch gern gelesen, aber das gehört jetzt nicht hier hin.)
Der englische Charakter Schauspieler mit den schelmischen blauen Augen, hatte es mir auch in dem Film „Zwei auf gleichem Weg“ mit der wunderbaren Audrey Hepburn angetan. Oder der schrullige Hercule Poirot in „Mord im Orient Express“, mit Mut zur Hässlichkeit. In „Erin Brokovic“ stritt er mehr mit Julia Roberts als um die Fälle und in dem Krimi „Millers Crossing“ blieb seine Szene mit dem Maschinengewehr Feuer unvergessen. Oscar nominiert wurde er fünf Mal, leider hat er keinen bekommen.
Tomi Ungerer kennen sicher mehr Leser hier. Der französische Zeichner verstarb heute in Irland. Seine illustrierten Bücher begleiteten meine Kindheit und die Graphiken der Diogenes Cover begleiteten mich nicht nur beruflich. Besonders angetan hatte mir „Alumette“, ein etwas umgeschriebenes Märchen von Hans Christian Andersen, (Das Mädchen mit den Streichhölzern). Die Zeichnungen waren eher verstörend für ein Kind, die Geschichte grausam. Trotzdem möchte und mag ich das Buch immer noch. Viele kennen auch das „grosse Liederbuch“, natürlich bei seinem Hausverlag Diogenes veröffentlicht. Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an die Bonduell Werbung? Ach, so vielseitig! Oder seine frechen und anzüglichen Veröffentlichungen? Viel rumgekommen ist der Strassburger auch. Über seine Kindheit im Elsass schrieb er ein Buch und die Bilder im Liederbuch sind von seiner Heimat inspiriert. Man könnte noch viel über Ungerer schreiben, vielfältig sein Leben und Schaffen.
Beide Künstler hatte eines gemeinsamen, sie waren dickköpfig und provokant. Die Bilder von Ungerer sprechen für sich. Finney lehnte als Arbeitersohn die Ehre zum Ritter geschlagen zu werden ab, Mr. nicht Sir. war seine Devise.
(Es folgt auch Werbung in Bild, Text und Links, dafür bekomme ich nichts, immer noch nicht, muss ich aber notieren.)
Die ersten Frühlingsboten stehen auf dem Tisch, ich habe mir den Luxus erlaubt und im Januar schon die ersten Tulpen geholt, die ich gern bei Holunderblütchen zeigen möchte.
Dazu ein paar Forsythien Zweige, deren gelbe Blüten hoffentlich bald aufgehen. So ein kleines Sträußchen kann die Stimmung am Esstisch gleich total verändern, zumal ja unlängst erst die letzen Weihnachtsdekoration noch stand.
Wie Ihr seht, gebe ich die Tischdecken u.ä. nicht zur Mangel, ich bitte die Falten zu entschuldigen.
Als ich letztens meinen Tag bei 12 von 12 beschrieb, erwähnte ich, dass mir beim Lesen des „Captain Future“ Romans einige Bücher dazwischen gekommen sind, genauer gesagt, Graphic Novels. Das ich Comics gerne lese, ist ja hier eigentlich kein Geheimnis mehr. Dank der Graphic Novels sind sie ja auch nicht mehr so in der „Groschen – Schmuddel – Ecke“. (Es gibt eben überall gute und schlechte Titel.)
Einen großen Beitrag hat das Buch MAUS von Art Spiegelman vor Jahren dazu beigetragen. Wer es noch nicht kennt, unbedingt einmal reinschauen, am Besten lesen, seinen (grösseren) Kindern geben! Die Vernichtung von Menschen, nur das sie Mäusegesichter tragen, (und deswegen vielleicht besser zu ertragen) sehr eindringlich erzählt.
Schon in meiner Ausbildung kamen manchmal Eltern oder Grosseltern und baten um einen Tipp, sie würden gerne ein Buch verschenken, aber das Kind würde nicht gerne lesen. Erschrocken oder unverständlich reagierten sie dann manchmal, wenn ich z.B. einen „Asterix“ vorschlugen. Manchmal erreicht man über Bilder mit wenigen Worten mehr. Daher finde ich diese Bände, die ich Euch hier vorstellen möchte, auch so toll:
„Nieder mit Hitler“ von Jochen Voit und Hammed Eshrat, beschäftigt sich nicht nur mit einer Gruppe von Freunden in der Hitlerzeit, sondern auch mit der Zeit danach. Die Geschichte von Karl beginnt in dieser Graphic Novel nämlich mit einem Stasi Verhör. Und die Jungen in dem Comic hat es wirklich gegeben, sie leben teilweise noch. Ihre Geschichte war nur nicht so aufregend und gross wie z.B. die der Geschwister Scholl.
Ein aktuelles Thema haben die Autoren Eoin Colfer und AndrewDonkin niedergeschrieben und Giovanni Rigano hat sie wunderbar gezeichnet. „Illegal. Die Geschichte einer Flucht.“ Die Geschichte von Ebo, der durch die Sahara nach Tripolis und über das Meer fliehen muss, ist sehr einfühlsam und doch aufrüttelnd erzählt. Den irischen Autoren E. Colfer kennen sicher viele durch seine Artemis Fowl Bücher.
Aber ich hab mir nicht nur *schwere Kost* aus der Bücherei mitgebracht, (Ihr habt vielleicht bemerkt, dass die Bücher Aufkleber haben), sondern auch etwas rein kultiges, unterhaltendes:
Zu den drei Fragezeichen ??? muss ich nicht viel schreiben, Generationen sind mit diesen Krimis aufgewachsen. Die Comics sind ein wenig gewöhnungsbedürftig aus meiner Sicht, aber ich finde toll, dass sie nicht so bunt sind und wohl eher ältere Leser ansprechen. Schließlich sind die meisten Fans der ??? auch schon etwas älter.
Jetzt fragt Ihr Euch, warum aber als Beitragsbild oben ein Junge mit Fuchs dargestellt wird? Nun, vielleicht erkennt Ihr das Motiv auch sofort, denn nicht nur ich habe als Kind immer und immer wieder in Antoine Marie Jean-Baptiste Roger Vicomte de Saint–Exupérys Buch „Der kleine Prinz“ reingeschaut. Die Bilder und klugen Worte begleiten auch heute noch viele Menschen. Ein Buch mit vielen, schönen und selbstgemaltenBildern des Autoren.
Schon vor Jahren habe ich Motive daraus nachgemalt. Heute habe ich einen kleinen Stempel geschnitzt, der genau auf ein Etikett passt.
Ich habe eine interessanten Artikel onlineentdeckt, über die letzen Stunden des Antoine de Staint-Exupéry. Lange galt er ja als *vermisst*, da er von seinem letzen Flug nicht zurück kehrte. Besonders tragisch, da es sein wirklich letzter Flug sein sollte!
„Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“
Das schicke ich gerne zumFreutag. Euch schon mal ein schönes Wochenende.
Es ging ein eisiger Ostwind. Hoffentlich habt Ihr Euch alle gut eingepackt, wenn Ihr draussen unterwegs seid. Oder Ihr seid gemütlich daheim eingemummelt. Denn nun liegt sogar bei uns im Rheinland Schnee.
Da bekommt das Märchen vom Sterntaler, welches mir häufige in den Sinn kommt zur Adventszeit, noch einmal eine andere Vorstellung von Barmherzigkeit. *Erfrieren, du dummes Kind, du wirst erfrieren*, will ich dann immer ausrufen! Aber Märchen sind ja immer voll der Extreme. Kinder, die von einer Hexe gemästet und gegessen werden sollen? Ein Rumpelstilzchen, welches sich vor Wut zerreißt? Ein Wolf, der so groß scheint, dass er in seiner Gier eine alte Frau und ein Mädchen in einem Stück verschlingt und die anschließende OP verschläft?
Ich kenne kein Kind, das diese Märchen deswegen seltsam fand, denn es waren ja Märchen, phantastische Geschichten, deren Poesie und Brutalität uns erschauern ließen und wir trotzdem immer wieder von Prinzessinnen, Prinzen, bösen und guten Königen oder Königinnen, mutigen Geschwistern, verzauberten Tieren, Hexen und Fabelwesen hören wollten. In meiner Kindheit hatten Märchen einen hohen Stellenwert, ich liebte und liebe sie auch heute noch. All die tiefenpsychologischen Deutungen waren mir egal, ob nun Schneeweißchen oder Rosenrot den verzauberten Bär befreien konnte, nur das war wichtig. Lektionen, wie im Sterntaler, verstand ich natürlich auch und so passte dieses Märchen schon immer in die Adventszeit. (Auch wenn ich immer ausrufen möchte, *Du dummes Ding, wenn Du all deine Kleidung weg gibst, erfrierst du und kannst keinem mehr helfen!*)
Vielleicht habt Ihr heute Abend noch ein wenig Zeit, setzt Euch gemütlich hin und kramt Eure alten Kinder- und Hausmärchen hervor, so wie es vielleicht früher Eure Eltern oder Großeltern getan haben, und lest Euer Lieblingsmärchen vor oder für Euch selber. Dazu gibt es Plätzchen, Tee und einen Bratapfel und Ihr lässt all die Hektik fallen, die die Adventszeit mit sich bringt, kommt zur Ruhe und besinnt Euch auf Wesentliches.
Habt einen besinnlichen, geruhsamen, dritten Advent.
(Text enthält ganz viel Werbung durch Abbildungen und Namensnennungen, die Originalcover habe ich bei amazon gefunden, ich bekomme nichts dafür und gebe nur meine Meinung wieder.)
Jeder von uns, der gerne liest, hat im Leben so seine Lieblingsbücher, die ihn begleiten und beschäftigen. Als Kind sind es die Bilderbücher, die die Eltern immer wieder vorlesen müssen, an deren Bildern wir uns nicht satt sehen können und die wir vielleicht auch unseren Kindern wieder zeigen.
Dann kann man endlich selber lesen. Bei mir war das ein kaum zu erwartenden Zustand. Endlich, abends noch selber abtauchen in Geschichten! Ja, vielfach habe ich nur abends gelesen, denn tagsüber war ich als Grundschulkind viel draußen. Außer es schüttete Bindfäden, was auch nicht selten vor kam. Oder es war in der Mittagsruhe, dass ich mich an einem Buch festgelesen hatte, oder ein Wochenende mit Verwandtenbesuchen, oder, …oder… Ihr merkt schon, meine Lesezeit wurde immer mehr. Gern las ich auch heimlich unter der Bettdecke, meine Mutter mußte immer noch extra nachschauen. Netterweise trug sie sehr oft Clogs, so dass ich sie die Treppe raufkommen hörte. (Ich glaube, das hat sie extra gemacht!) Auch hatte ich eine Phase, in der ich viel krank war, Bücher und Schallplatten waren da die besten Freunde!
Meine Eltern liebten Gott sei Dank Bücher, mein Vater verschlang auch alles Mögliche und kam manchmal nach Feierabend, wieder nicht an dem Buchladen und dem ein oder anderem Spontankauf vorbei. Aber auch meine Mutter schaute, allein von Berufs wegen, immer wieder dort rein, ihre Titel waren oft etwas überlegter und pädagogischer, aber deswegen nicht weniger geliebt. Fast jedes Buch was ich in die Finger bekam, wurde mehrfach gelesen. Manchmal blieb mir auch nichts Anderes übrig, ich las zu viel und zu schnell, als das der Nachschub gewährleistet war. Wir hatten in der ersten Klasse eine kleine Bibliothek, die daraus bestand, dass einige Kinderbücher auf dem Fensterbrett standen, vom Lehrer selbst angeschafft. Eine öffentliche Bücherei gab es nicht, zumindest keine für Kinder. Da merkt man, dass ich auf dem Land gross geworden bin. Aber mir machte dies wenig aus, *Der kleine Winnetou liebt seinen Schimmel* wurde als Erstlesebuch immer wieder und wieder gelesen. Vor allem in einem Nordsee Urlaub, wo mich leider im Wasser eine Qualle erwischt hatte und ich dann das Bett hüten mußte. Übrigens gab es auf der Insel zum ersten Mal eine Bücherei und ich konnte alle *Wicki Bücher* rauf und runter lesen und machte Bekanntschaft mit den Mummins. Natürlich gehört eine weitere skandinavische Autorin zu meinen Lieblingen, Astrid Lindgren. Kalle legte den Grundstein für meine Liebe zu Krimis, die Brüder Löwenherz zur Fantasie. Noch dieses Wochenende bin ich, krank im Bett liegend, „TV switchend“, bei einer gewissen Räubertochter hängen geblieben. Aber es gab auch deutsche Kinderbuchautoren, die ich noch heute liebe. Otfried Preusslers Figuren belebten sogar das Spielen von uns Geschwistern und meine Kinder spielten noch mit dem Opa Räuber Hotzenplotz. „Rache ist Gespensterwurst“, ein Ausspruch des kleinen Gespenst, war fest in meinem Wortschatz verankert und nie so böse wie „Blutwurst“ gemeint. Und wer wünschte sich nicht die blauen Wunschpunkte des Sams? Sehr geliebt wurden auch die Naturbücher, „Die Wiese lebt“ und Folgebände. Eine ganz wichtige Reihe für mich kleine Forscherin! Wenig später kam die Welt des wilden Westens dazu, wir haben heute noch den Keller voll mit Karl May, vielfach doppelt, ich habe auch eine Leseratte geheiratet. Michael Ende machte den Wusch war und schrieb die „Unendliche Geschichte“, den Traum eines jeden Viellesers. Natürlich bekam Meisterdetektiv Blomquist Gesellschaft von Emil und anderen Erich Kästner Bänden.
immer noch Holmes Fan
wie Ihr seht, beeinflusst so mancher Kinderschmöker mich noch heute
Mummins
Jules Verne
aus „Die Mumins Eine drollige Gesellschaft“
Du meine Güte, hier hat sich gerade aber etwas verselbständigt und die Liste wird ja immer länger! Ich glaube, ich muss langsam auf den Punkt kommen. Punkt, …? Also eine Reihe muss ich noch erwähnen! Mit Erscheinen des ersten Bandes war ich Fan! Ihr merkt vielleicht schon, ich benutze gerade sehr viel das Ausrufezeichen! So manchen schwant bestimmt schon, dass es *Die drei ???* waren. Das Gespensterschloss kannte ich fast auswendig.
Die Teenager-Lesephase „liest“ sich da schon viel anstrengender, hier kürzer. Komischerweise verbinde ich sie viel weniger mit einzelnen Titeln. Die „dtv pocket“ und die „dtv Geschichte“ waren Reihen, die ich vielfach im Regal stehen hatte. Viele wichtige Bücher, die Probleme behandelten. „Das kurze Leben der Sophie Scholl* ragte da auf alle Fälle heraus. Natürlich ging ich schon lange an das Regal meiner Eltern, las sogar in Gothischer Schrift, wenn ich es unbedingt wollte, so z.B. „Der Untergang Pompejis“ oder alte Jagd- und Naturbücher.
So langsam gab es ein erstes, kleines Regal, in dem ich meine besonderen Bücher sammelte. Da standen keine Kinderbücher mehr drin. Ich glaube, der einzige, der es aus der Zeit geschafft hatte, war Sir Arthur Conan Doyels S. Holmes. Englische Autoren reihten sich vor allen Dingen dort aneinander. Und zu einem Weihnachtsfest bekam ich das Buch geschenkt, welches diesen Beitrag ausgelöst hat und auch einen Platz in diesem Regal bekam!
Leider habe ich das Original Buch mal verliehen und nicht mehr wiederbekommen
Am 16. 11. 2018 verstarb der Schriftsteller und Drehbuchautor William Goldman. Viele kennen vielleicht „Der Marathon Mann“, „Zwei Banditen“, „Die Unbestechlichen“ und „Die Braut des Prinzen“. Ja, letzteres Buch, eigentlich „Die Brautprinzessin“, ist noch heute eines meiner Lieblingsbücher. Später auch verfilmt, aber wie so oft, als Buch eigentlich viel besser: Humor und Fantasie, absolut nicht vorhersehbar, spannend und romantisch. Außerdem hatte Goldman zwei Kniffe angewendet, er behauptete, das Original wäre von S. Morgenstern. Und er habe nun das Buch neu zusammen gefügt. Denn als er länger krank gewesen sei, habe ihm sein Grossvater dieses Buch vorgelesen, aber die langatmigen Sachen ausgelassen. Im Drehbuch des Films wird dies die Rahmenhandlung. (Ja, da kann es plötzlich passieren, dass an einer ganz spannenden Stelle der Erzähler,… ach ich schweife zu viel ab!)
Jedenfalls fing Goldman als Schriftsteller an und wurde dann später zu einem der wichtigsten Drehbuchautoren Hollywoods, modernisierte das Genres und gewann Oscars. Auch war er als Drehbuch Retter sehr gefragt. Viele seiner Filme sind Klassiker. Als ich las, dass er verstorben war, wollte ich das gern in meinen Blog aufnehmen, hätte es beinahe vergessen.
Alle paar Jahre muss ich mir das Buch aus dem Regal nehmen und lesen oder auch nur Teile noch mal lesen. „Wie Ihr wünscht.“